Ausgabe 
11.6.1940
 
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Anna Müller.

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Man ist

gebliebene Menschen, fam mar ich stets am schönsten frei, ganze Süßigkeit, die nur folgsam, wenn man einmal versi und gläubige Hin- Befolgung der Gesetze des inneren Le und reife Stille des sie zu ergeben. Äusbrechertum hat i

sonst junge Mädchen ihres Alters tun oder tun

Iuii|i junge yjtuuajen ujcet» zuietb tun uuet iuu . könnten, was die Eltern nicht gerade au wissen l8SJort brauchten. Die hübsche kleine fiifa gerät also prompt u in einige peinliche Situationen und muh gar einen Autounfall im Wagen eines als leichtfertig begann«||ßL^

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Spendet Schallplatte« für unsere Soldaten!

Zur Freizeitbetreuung unserer Soldaten besteht ein dringender Bedarf an Schallplatten. Das Ober­kommando der Wehrmacht wendet sich daher an alle Volksgenossen, Schauplatten zu sammeln und

Oer Feldpostbrief, der ihn nie erreichte.

Fünf Punkte zur genauesten Beachtung.

Tageskalender für Dienstag.

Wehrwissenschaftlicher Vortrag der Ludwigs-Uni­versität: 20 Uhr im Kunstwissenschaftlichen Institut, Ludwigstraße 34, Professor Dr. Scharrer über Ausgaben der Agrikulturchemie für die Ernährungs­sicherung". Stadttheater: 20 bis 22 UhrZwei im Busch". Gloria-Palast, Seltersweg:Meine Toch­ter tut das nicht"; 14.45 Uhr: Wochenschau-Sonder­vorstellungDie gewaltigste Schlacht aller Zeiten".. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Die goldene Peitsche".

Sommerspielzeit im Stadlthealer Gießen.

Arn heutigen Dienstag eröffnet das Stadttheater Gießen feine Sommerspielzeit. Es wird zum ersten- mal das LustspielZwei im Busch" von Axel Soers gegeben. Spielleitung: Hansjoachim Büttner (Berlin) a. G. Mitwirkende: Hannelore Hinkel (Berlin) a. G.; Hans Caninenbera, Walter Erler, Gert Geiger. Büh­nenbild: Karl Löffler. Die Vorstellung gilt zugleich als Nachholung der ausgefallenen 31. Vorstellung der

Wenn du schreibst einen Brief ins Feld, der stets die richtige Zahl erhält, bann kannst du ziemlich sicher sein, daß er beim Mann bald trudelt ein!

großes Geschimpfe.

Die Vorgesetzten überzeugen sich ja auch davon, daß die richtige Feldpostnummer sitzt, sie tun es nicht einmal, sie tun es immer wieder. Nur so kann der Zahlenteufel ausgetrieben werden.

Wenn diese fünf Punkte sorgfältig beachtet wer­den, erreichen die Feldpostfendungen sicher ihr Ziel, dann wird die Zahl derBriefe, die ihn nicht er­reichten" verschwindend gering sein, und man wird nicht mehr über eineBummelei der Post" schimp­fen, wenn man selbst bummelig war ober gar großer Sünder.

»Meine Tochter tut VoS nicht!"

Der neue Film im Gloria-Palast, der von schöner menschlicher Wärme und von einer feinen Heiter­keit erfüllt ist, erzählt kurzweilig die GeAicktt einer kleinen Familie, in der Vater und Mutter dem 18jährigen Töchterchen allerlei Freiheiten ge­währen, wobei aber das Töchterchen nicht ohne Schuld der Mama in die Gefahr gerät, diese bewilligten Freiheiten gründlich mihAuverstehen. Der Papa seinerseits glaubt in seiner Vertrauensselig­keit, daß seine Tochter das alles nicht tue, was

ten jungen Mannes erleben, gerade in einem | Augenblick, da sie diesen Unfall am allerwenigsten gebrauchen kann. Ein verbundener Arm und bi<j Schadenersatzklage eines Gemüsehändlers, der bet andere Leidtragende des Derkehrsunfalles war, bringen es an den Tag. Wenn auch der Papa mit einem Scheck den äußeren Schaden repariert, jo konnten dock die erzieherischen Maßnahmen nicht ausbleiben, die aber hier mit glücklicher Hand von

folge. Als die beiden Alten im Februar zurückkehr, ten, fanden sie ihre Stammburg besetzt; beim ersten Schnee hatte ein Sperlingspaar sie als Winterasyl in Besitz genommen. Giftiger Zant von beiden Sei­ten. Man sagte sich derbe Grobheiten, bis das Wort- gefecht in Tätlichkeiten überging und das Recht des Stärkeren siegte.

Falle trotz aller Reife kindhaft gebliebene die die ganze Bosheit und die f----1=1 :v

ganze Verantwortungslosigkeit oegebenheit, die ganze Wildheit und reife Stille des Kindes in sich vereinigen.Einen Augenblick lelebt im Paradiese, ist nicht zu teuer mit dem Tode bezahlt" bedeutet, auf den Schauspieler angewandt, daß 'sein Leben im höchsten Sinne aus lauter solchen Augenblicken, gelebt im Paradiese, de- teht, die er dann oft irrtümlicherweise mit dem übrigen Leben nicht zu teuer bezahlt glaubt. Die Merkwürdigkeit, Seltsamkeit und das Einzelgänger- tum dieses Menschentnpus ist anziehend und ab- tobend zugleich. Das Anziehendste ist der Umstand, daß erwachsene Menschen nicht aufhören zu spielen, wie sie als Kinder gespielt haben, und die Kehrseite der Medaille, daß diese selben Erwachsenen bis Aur Selbstvernichtung vom Beifall und Mißfallen Der Leute abhängig sind. Daß sie besonders anmutig und schön sind, da sitze im idealen Falle immer mehr Scham als andere Menschen empfinden, und daß sie andererseits grausam sind, da ja nur in der rigorosen Ueberwmbung dieser Scham zur Scham­losigkeit ihr Beruf zu seinem vollen Recht kommt.

Nun hat der Regisseur diese Menschen zu führen, beruflich und außerhalb ihres Berufes, so, daß sie zur letzten Wahrhaftigkeit ihres Ausdrucks kommen. Ich sage Wahrhaftigkeit, weil in die Gebiete solchen Lebens die Verlogenheit lehr leicht einbrechen kann. Der Regisseur hat Die Schauspieler in ihrer menschlichen SubstanA anzugreifen und au formen, weil ohne diese menschliche Substanz und nur mit dem gutgelernten Handwerk keine einmalige, un­vergeßliche und künstlerisch starke Leistung möglich märe. Es ist auch Die Pflicht des Regisseurs, der feinen Beruf ernst nimmt, das zur Harmonie zu bringen, was bei den meisten Theatermenschen in Disharmonie nebeneinander hertrottet: nämlich künstlerische Besessenheit und menschlicher Mangel

finde es wichtig, daß Regisseure gls Schauspieler­erzieher ihre Schauspieler immer wieder Darauf Hin­weisen.

Wer natürlich nur Mittelmaß im Schauspieleri­schen bedeutet und als Mensch allzu unzulänglich ist, wird kaum über diese Grenzen hinausgeführt werden können, denn der Regisseur kann ja keinem Sckausvieler etwas geben, was dieser nicht schon selost hat. Er kann ihm nur Fesseln nehmen. Er kann ibn von Hemmungen erlösen. Er kann ihm den Glauben an sich selbst schenken. Er kann ihn zu sich selbst führen. Aber auch nur dann, wenn im Schauspieler ein Schatz an vielfältigem Leden, an Phantasiefülle und eine Tendenz zum menschlichen und künstlerischen Reifen vorhanden ist.

Das Kind, den beseelten Handwerker, den oft zuchtlosen, manchmal verlogenen, göttlich leichtsin-

Der Star ist der erste aller Frühlingsboten. Mag < der Februar noch so wild tun, der Schnee noch fuß- ' hoch liegen und eisiger Wind die Baumkronen fdrit­teln Den Bruder Unverzagt berührt das nicht. , Vielleicht verschwindet er «och einmal und sucht Zu- i flucht in den Nadelwäldern südlicher Berghalden oder im Rohr- und Weidengestrüpp der Böcke und 1 Flußläufe; doch mit den ersten Schneeglöckchen ist , er wieder da, pfeift feine schnurrigen Weisen, hockt . flügelschlagend und scharrend auf dem Stänglein am Kasten und singt sein krauses, oft aber über» raschend schön moduliertes Liedchen. Er kann schwat­zen wie ein Papagei, er kann gackern und mira- kein wie die Henne. Jetzt übt er sich im Wachtel- schlag oder pfeift ein kurzes Ritornell aus dem Lied der Schwarzamsel nach, um unvermittelt sein Schnalzen und Schnarre« wieder anzuheben. Ver­blüffend und spaßhaft aber wirkt es, wenn er mit­ten zwischen seinem schnurrenden Geplapper als komisches Intermezzo Die volltönende, melodische Strophe eines unserer Edelsänger, der Golddrossel, zum Besten gibt; noch ehe derVogel Bülow" daran denkt, die Korkeichenyaine Tunesiens oder die marokkanischen Tamariskenwälder zum Rückflug über das Mittelmeer zu verlassen, bekommt Der Vogelfreund im Norden schon die prächtig abgetönte Weise des Psingstvogels zu hören!

Früher fanden Die Höhlenbrüter in den Spalten und Astlöchern anbrüchiger Stämme unserer Laub- und Nadelwälder natürliche Niststäüen in Menge. Das änderte sich, als um Die Mitte Des 18. Jahr­hunderts die rationelle Pflege des Hochwaldes be­gann, die alle überständigen und kranken Bäume entfernte. Diese Wandlung wäre für Das Vorkom­men Des als Schädlingsvertilgers nützlichen Stares bedrohlich geworden, hätte nicht der Mensch für künstlichen Ersatz gesorgt. Der.Deutsche Plinius", Konrad v. Geßler, weih noch nichts von künstlichen Brutstätten; wohl aber erwähnt sie Friedrich Nau­mann in seiner 1822 erschienenenNaturgeschichte der Vögel Deutschlands". In Harald Lenz, dem ver- dienten Naturhistoriker von Schnepfenthal, fand die Verbreitung künstlicher Nisthöhlen einen warmen Fürsprecher. Allgemeingut aber ist ihre Verwen­dung erst durch die großzügige Wirksamkeit des Vogelschutzlers Freiherrn v. Berlepsch geworden, der den mehr oder minder fachkundlich zusammenge- nagelten Star- und Meisenkasten durch Höhlen er­setzte, die aus festen berinbeten Eichen- und Buchen - klötzen herausgemeißelt werden. Auf diesem Wege entstand ein Gebilde, Das an Aussehen und Zweck­mäßigkeit Der Natur denkbar nahekommt ...

Emsig und gewichtig schreitet das Starenpärchen durch das taublitzende Gras Der Rasenfläche. Bald da, vald Dort nimmt es eine Raupe, einen Wurm auf, sich Die Beute zur leichteren BeförDerung um Den Schnabel wickelnd. Jetzt fliegt es auf und strebt Dem Kastenhäuschen zu. Fünf offene Schnäbelchen recken sich ihnen entgegen, doch kein Vogel reicht Den Jungen Nahrung, nachdem er das Nest erreicht hat; erst wenn Die stärkste Erregung Pch gelegt hat, erfolgt Die Fütterung nach unverbrüchlicher Reihen-

Regisseur unö Schauspieler.

Von Heinz Hilpert.

Die Literatur" veröffentlicht eine Rede . des bekannten Berliner Spielleiters Heinz Hilpert überMensckenführuna im ! Theater", Der wir aus Anlaß Der Wieder- aufnahme Des Spielbetriebs unseres Stadt­theaters unter Der neuen Intendanz Hans Walther Kleins folgende Ausführungen entnehmen:

Gestatten Sie mir, erst ein paar Worte über Den Regisseur zu sagen. Auch hier muß ich Den Anfangs­satz hinsichtlich Der Führereigenschaft zur Anwenduna bringen. Es gibt feinen Weg, wie etwa Den durch die Regieafsistenz, um diesen Beruf zu erreichen. Man wählt ihn nicht, wie man irgendeinen anderen wählen kann. Niemand kann, so wie etwa ein Schauspieler, Violinspieler, Architekt oder Maler wird, Regisseur werden. Weder der Wille der Eltern, noch der Zwang äußerer Verhältnisse, noch der ab­solute Wille im Innern kann dazu führen, diesen Beruf zu ergreifen. Man wird von diesem Be­ruf ergriffen das ist seine (Eigenart. Es ist eine Sache Der GnaDe. Er ist das Endergebnis einer Lebensführung. Er ist, von außen gesehen und von innen bestätigt, ein Kollektiv van dichterischer Ver­anlagung, malerischer, architektonischer, tänzerischer, technischer, schauspielerischer und seelsorgerischer Be­gabung. Der Regisseur muh einen Geruch und In­stinkt für menschliche Ausstrahlungsmöglichkeiten und Erlebnisfähigkeiten mit der Tatsache verbinden, diese Fähigkeiten seelsorgerisch und pädagogisch einem dichterischen Ausdruck einzugliedern und untertan zu machen.

Dann erst wird Der Regisseur zwangsläufig dazu kommen, Das Weltbild, das in einem Drama zum Erlebnis wird, herauszukristallisieren, auf die Ge­setze der Bühnen zu übertragen und die lebendigen Menschen, Die in einem Ensemble vereinigt sind, diesem Weltbild anzupassen. Was sich bann als der desonbere Stil eines Regisseurs unb seines Weltbilbes herausstellt, ist nicht bas Probukt eines Wollens, sondern das Resultat eines mit Inbrunst gelebten Sehens.

Es gibt keinen wirklichen Regisseur, der nur ein sogenannter Theaterhase jein könnte. Es gibt keinen, der lediglich ein dem Theater verfallener Mensch ist, sondern nur einen, der aus der Fülle des Lebens und feines Lebens die Möglichkeiten zur Verlebendigung einer Dichtung und zur Harmo- nisierung von Dichter und Schauspieler schäften kann.

Dies über den Sckauspielerführer.

Die Schausvieler, die Geführten, möchte ick ebenso kurz dahingehend charakterisieren, als im idealsten

werden, weil alle Feldpvstnummern fünfstellig sein müssen. ,, .

2. Bei Beanschriftung der Feldpostfendungen chreibt die vermerkte Feldpostnummer von rück- wärts ab. Aber verlaßt Euch nicht auf Euer Gedächtnis. Deutliche und große Zahlen ind unbedingt erforderlich, die Buchstaben A, B, C, D, E schon und etwas mit Abstand schreiben, onst enftteht leicht eine sechsstellige Zahl. S o muß der Briefumschlag beschrieben werden: Abs.: Frau Müller, Astadt, Hindenburgstraße 12,1.

Feldpost.

An Soldat Müller,

Feldpostnummer 34576.

3. So muß der Briefbogen aussehen:

einer lieben und gütigen Tante unb von einen«! jungen Mann getroffen werben, so bah Lisa wieher klare Linie gewinnt.

Der Film nach einem gleichnamigen Bühnen» stück von Calmar von C f a t o gedreht, atmet Lebensnähe unb ist von einer unaufdringlichen er­zieherischen Wirkung für alle, bie es angeht. Unter Der Regie von H. H. Zer l e tt bleiben Uebertrei« bungen oermieben, während die verschiedenen Cha» rattere sehr sorgfältig herausgearbeitet erscheinen.

nigen und leichtlebigen ober Den starren unb im Uebermaß einer brünstigen Willensaktion ertrinken­den Schauspieler zur letzten Erlösung der frei flie­henden, aus Dem Leben gespeisten Gestaltungskraft zu bringen, ist das Ziel Des Regisseurs.

Hiermit ist das Wohin beantwortet, zu Dem Der Menschenfüyrer im Theater Den Schauspieler zu bringen hat, und auch gleichzeitig gesagt, von wel­chen Dingen er ihn fortbringen muhte nämlich von her Oberflächlichkeit, Dem Klischee, Der hyper- trophlerten Technik, Der Wendigkeit Des Könnens, Der Typisierung. Die Angelsachsen Amerika­ner wie Engländer, Die ein anderes Schauspieler- ideell haben und Deren Schauspielkunst noch zu einem gewissen Teil im naturalistischen Barbaris­mus steckengeblieben ist, haben Den Begriff des Typus erfunden. Wehe dem Theaterleiter unb bem Regisseur, her mit dieser Billigkeit der Begriffs» bÜbung ein Stück inszenieren ober gar ein Theater leiten würde. Die vroteiscke Kraft her Gestaltung aus einer unverwechselbaren Persönlichkeit ist unb bleibt der oberste Begriff deutscher Schauspielkunst »7° 7omIn9=nUTTr l'in'n MK 6m ° Mich- d°rM°r.ch° weg vom Typus, Der einen Beruf zu einer villi-1 / 1 * 1

gen Attrappe erniedrigt« 1 -

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an Zulänglichkeit.

Es hat nicht den geringsten Sinn, feinen Schau­spieler nur nach der Begabung auszusuchen. Natürlich ist bie talentvolle Beftie bebeutenb besser als Der talentlose Moralist. Aber letzter Maßstab bleibt Doch immer Der aus Der Fülle seines Lebens schaffende, wahrhafte, beispielgebende Menschen­gestalter.

Daß hinter einem großen Künstler auch ein gro- her Mensch steht, das ist unser Kinderglaube. Spä­ter will man uns weismacken, daß ein großer Künst­ler bestimmt auch ein großer Verbrecher sein kann. Das wollte mir nie einleuchten. Ein Ausbrecher aus den Grenzen des Lebens schon, denn her große Ausbrecher sucht auch immer wieder bewußt und mit eigener Zuckt, zu den Grenzen zurückzukehren. Er rüttelt an ihnen, um sie festzustellen. Ick er­innere da an das wunderbare Goethe-Wort:Folg­

versucht hat, ohne Lebens sich über sie zu ergeben. Äusbrechertum hat den Sinn, be­wußt zur Gesetzmäßigkeit zurückzuführen. Die falsche Renaissancemoral, daß Verbrecher großartige Künst­ler sein könnten, ist suballern, entspricht Dem Masochismus Des Bourgeois unh trägt niemals gültige Wahrheit in sich.

Ich spreche davon, weil gerade dieser Fall auf dem Gebiete des' Schauspielerischen häufig als Ideal- all von romantischen unh ressentimentssüchtigen Menschen eingeführt wirb. Der große Künstler muß auch ein großer upb reiner Mensch sein, sonst stimmt eben Da etwas sehr Wesentlicyes nicht. Ich

4. Verpackt die Päckche«, wenn deren Versand ins Feld wieder zugelassen ist, gut, sie machen eine große Reise und werden nicht immer mitSamt­pfötchen" ungefaßt. Vergeßt nie, einen Zettel mit den Angaben des Empfängers unb Die genaue An­schrift Des Absenders: Name, Wohnort, Straße und Hausnummer in das Päckchen zu legen.

5. Unb ihr Solbctten, die ihr eine Felbpoftnummer führt, Dürft euren Angehörigen nur die richtige Zahl unentftellt und deutlich geschrieben mit­teilen. Es gibt natürlich auch noch andere Num­mern (Mob-Num., Sammelplatznummern ufw.f, die in das feindurchdachte Nummernspiel der Feldpost eine heillose Verwirrung bringen können. Diese Nummern werden oft fälschlich als Feldpostnum­mern mUgeteilt. Ja, es ist sogar vorgekommen, daß Einheiten sich aus eigener Machtvollkommenheit selbst Feldpostnummer« zugelegt haben, Die schon andere hatten. (Ergebnis: Wirrwarr und natürlich

Aus der Stadt Gieße».

Unsere Stare.

Don Karl Scherer.

Auf der Weide zieht eine Schafherde um die Rundung des Berges. Der alte Schäfer mit Den beiden Hunden folgt ihr gemächlich ober schaut, auf feine Schippe gestützt, über Die im So^nenglanz ruhende Ebene, aus deren reifenden Feldern die Dörfer duftverschleieri auftoachsen. Nun rauscht die Luft von hundert Schwingen; ein starker Staren- schwärm zieht schnellen Flugs von der Höhe zu Tal, schwenkt über Der Herbe ab, hebt sich höher unb läßt sich in jähem Sturz zwischen ben grasen­den Tieren nieder. Dann steigt er von neuem auf, und nun stehen auf jedem Mutterschaf, jedem flamm und Jährling ein oder zwei her schwarzen Vögel, lesen aus her dichten Wolle die Milben und Bremseneier ab unb flattern unbekümmert von einem Rücken zum andern; die Schafe kennen ihre Freunde und ziehen grasend weiter ...

BDM., Untergau 116, Wetterau.

Stelle für Leibeserziehung.

Betr.: Leistungsabzeichen des BDM. Sonntag, 16. Juni, wirb Ziel- und 25-km-Wandern Durchgeführt. Wir treffen uns dazu kurz vor 8 Uhr am Ludwigsplatz. Wir find bis spätestens 14 Uhr wieder zurück. Dienstag, 18. Juni, beginnt punkt- lich um 20 Uhr im Moeserheim ein Kurz-Sanikurs ebenfalls für das Leistungsabzeichen.

Schuh der Butter vor dem Verderb.

NSG. Mehr denn je kommt es heute Darauf an, ein so wichtiges Nahrungsmittel wie bie Butter vor jeglichem Berberb zu bewahren. Butter ist gegen alle äußeren Einwirkungen sehr empfinblich, gegen Sonne, Wärme, Luft, Licht unb Geruch. Schon wenige Minuten direkter Sonnenbestrahlung ge. nügen, um Den Oberflächenmengen der Butter einen talgigen Geschmack zu geben. Gegen diese Schöben gilt es, Die notwenbigen Schutzmaßnahmen zu er­greifen. , t. M ,, .

Am ibealften ist es natürlich, Die Butter in einem Eis- ober Kühlschrank aufzubewahren. Da ein solches Einrichtungsstück aber leider noch in den wenigsten Fällen vorhanden ist, muß die Hausfrau eben zu anderen Mitteln greifen. Da kann man sich z. B. die Tatsache zunutze machen, daß Celtungs- unb Brun­nenwasser im Sommer eine tiefere Temperatur haben als die Luft. Man kann also Butter zum

Unter ben darstellerischen Kräften verdient in erster Linie Lina C a r ft en s genannt zu werben, bie als eine liebenswürdige Greisin, als leben#» kluge und gütige Tante, her ruhende Pol in btr; Flucht her Erscheinungen ist. Sie macht aus ihrer Rolle eine feine Charakterschilderung. Rolf Wank her berechtigte Anwärter auf Lisa, sekundiert her Tante sehr geschickt. Ralph Arthur Roberts (+) spielt auf feine Art Den Papa, her unter ben Eiw flössen von Frau und Tochter nur mühsam seine Autorität als Gatte unb Vater bewahrt, währen! Erika von T h e 11 m a n n bie Mama verkörpert! her einige seelische Kräfte fehlen. Geralbine Kost jpielt geschickt bas Töchterchen in Gefahren unh gibt Der Lebensunerfahrenheit. Die bie Rolle von ihr verlangt, überzeugenben Ausdruck. Frik Hooptr vermittelt mit bem Gemüsehändler Stargel ein» ..............! Studie. H.L. Neuner,

Der Brut im Mai folgte die Junibrut; doch Mitte Juli ist man aller Kinderplackereien ledig unb kann Dann das freie ungebunbene Leben des Vor­jahres wieder aufnehmen. Wie herrlich ist es doch, familienweise Stadt und Land zu durchschwärmen, Wiesen und Aecker abzusuchen und die Kirschbäume au plündern, um abends in den Rohrgürtel des Flusses ober Sees einzufallen, wo man nächtigen kann! Bald wachsen die Schwärme zu Geschwadern an; in schwarzem Gewimmel, zu vielen Tausenden, wandern bie mächtigen Züge umher) und zeigen prächtige Flugbilber, denn gleich Schwalben, Regen­pfeifern unb Mauerseglern zählen bie Stare zu un­seren besten Fliegern. In Den welkenden hohen Graupappeln Der Flußniedrung rastet das gewal­tige Heer in dichtgedrängter Masse, erhebt sich rau­schend unb rieht Den wärmeren Ländern des teimeers entgegen ...

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Was geschieht jetzt mit bem Brief? Hinein in Den Briefkasten beim Postamt, und Dann geht Der Feld- postbrief auf Fahrt an bie falsche Feldpostnum- mer 34756. Dort ist Müller unbekannt. Bei dieser Truppe wirb Darüber geschimpft, daß noch andere Truppen die gleiche Felbpoftnummer führen. Ein großer Apparat wirb oufgeboten, um eine Klä­rung herbeizuführen. Der Brief bleibt unanbring- lick. Also zurück an den Absender. Das gelingt nicht. Absender ift in Frankfurt a. M. nicht zu ermitteln.

An Der Front wartet Soldat Müller schon lange vergeblich auf Post. An seinem Geburtstag ist er ohne Nachricht von Frau und Kind. Er wartet, wartet immer vergeblich, große Unruhe erfaßt ihn, er ist besorgt um seine Sieben in der Heimat, Die Geduld reißt, Dann schreibt er einen in einem rauhen Ton gehaltenen Brief an feine Frau. Was macht jetzt die Frau? Sie fchimpft auf bie Feldpost, ie ahnt nicht Den von ihr gemachten Fehler, Der diesen Wirrwarr hervorgerufen hat. Der Brief kann a auch nie an Die Frau zurückgegeben werden, weil ie eine Absenderangabe vergessen hat. Beide dyimpfen auf Den Unschuldigen, andere schimpfen mit, Die währe Schuldige steht ahnungslos am Wege.

Nicht allein Frau Müller stellt Die Zahlen um. Außer ihr haben noch Taufende von Volksgenossen und Volksgenofsinnen solche Fehler gemacht. Das ist eine menschliche Schwäche, der man selbst nur mit eiserner (Energie beikomme« kann. Deshalb folgende Vorschläge beachten:

1. Die mitgeteilte Feldpostnummer nie ein­prägen, foiwern groß irgendwohin schreiben, wo sie jäerzeit zur Hand ist, am besten vor Den Spiegel stecken. Die Nullen vor einer Zahl müssen bei Feldpostnummern unbedingt angegeben

NSG. Soldat Müller hat seiner Frau Die Feld- poftnummer 3 4 576 mitgeteilt. Der Briefwechsel zwischen Den Eheleuten geht glatt vonstatten. Frau Müller verlegt eines Tages Die Postkarte mit her felbpoftnummer unh schreibt bie Felbpoftnummer aus hem Gebächtnis für Den ©eburtstagshnef 3 4 7 5 6. Folgende äußere Anschrift auf Dem Brief- umschlag entsteht:

An ben Soldat Müller, Feldpostnummer 34756.

Der Absender fehlt.

Sie hat die Zahlen vertauscht: 75, statt 57.

Die Absenderangabe auf Der Rückseite Des Briefumschlages fehlt. Der in dem Umschlag lie­gende Brief enthält nur Die Ortsangabe, das Da­tum und als Unterschrift De« Bornamen Der Ehe­

weiterleiten.

Die Gefahr für die uns zur Verfügung stehenden K.**' Buttermengen wird jetzt von Tag zu Tag größer. Darum sind gerade bie kleineren Mengen, bie heute ... an Den Verbraucher abgegeben werben, sorglich unb r pfleglich zu behandeln, weil sie meist über mehrere 2? ,v Tage reichen sollen. Die vorgenannten Beispiele jf1 zeigen zur Genüge, daß die Hausfrau bie Möglich­keit hat, bas lebenstvichtige, sehr empfinblidje Nah­rungsgut Butter vor jeglichem Verderb zu schützen.

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Dienstag-Miete.

Notizen für Den 11. Juni

Sonnenaufgang 5.03 Uhr, Sonnenuntergang 21.46

Mit- Uhr. Monbaufgang 11.20 Uhr, Monbuntergang

Kühlen direkt ins Wasser legen, wenn man bie Kühlwassermenge regelmäßig erneuert. Ein erfolg­reiches Hausmittel ist es auch, Butter in ein feuchtes Tuch einzuschlagen. Das verdunstenbe Wasser fühlt bekanntlich, und die bei her Verdunstung entstehende Kälte, bie sog. Verdunstungskälte, hilft uns, bie Butter vor zu großer Wärmeeinwirkung au schützen, Noch besser ist es, die Butter von ihrer Umhüllung zu befreien unb sie lückenlos in ein Steingut- ober Porzellangefäß einzufüllen. Stellt man diese Butter­dose bann an den kühlsten zur Verfügung stehenben Platz in her Speisekammer ober im Keller, Dann ist damit ebenfalls eine längere Haltbarkeit her Butter gewährleistet. Die Hausgeräteinbustrie hat befonbers konstruierte Butterhosen herausgebracht. Meistens sinb es sog. Tonkühler, bei denen ebenfalls Die Ben dunstungskälte zur Erreichung einer längeren Halt­barkeit her Butter ausgenutzt wirb. Auch Die im Handel befindlichen Thermoskühler sind zu empfehl len, wenn man bie Butter gut oorgekühlt einlegen

kann. Die einmal vorhanbene Kälte wird in den J?an Thermoskühlern lange bewahrt, weil diese doppel- lI,n wanbigen Vakuumgefäße Wärme nur geringfügig