Dienstag, 10. Dezember 1040
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|<ner Regicruna nachgegeben und den unter den ynmärhgen Umständen wenig dankbaren Bot-
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seinem Regiment, dem aus Soissons weichenden feit konnte durch nichts gebrochc Feind den Rückzug, über die große Strotze Sois- völkischen Werten lagen daher r
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Verheerende Wirkungen
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panieführer in einem Leutnant 2H o f a n b I, birgsjäger-Uegiment.
Infanterie-Regiment, und Zugführer in einem (0c-
muhungen des neuen Botschafters in Washington, Admiral Nomura, der bereits auf seinen verant-
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wortungsvollen Posten abgereist ist, ihre ganz sondere Aufmerksamkeit.
Berlin, 10. Dez. (DRB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Borschlag des Oberbefehlshabers des Heeres das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an folgende Offiziere verliehen: Major Schmalz, Kommandeur eines Schützen-Bataillons, Hauptmann Bellegarde, Kompanieführer in einer Panzer-Aufklärungsabteilung, Oberleutnant Philipp, Kompanieführer in einem Panzer-Regiment, Leutnant Becker, Kom-
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Tokio, Ende November 1940.
Berlin, 9. Dez. (DJIB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekanyt:
Als Bergeltung für die englischen Luftangriffe auf westdeutsche Städte führte die deutsche Luftwaffe in der Rächt zum 9. Dezember einen Großangriff auf London mit sehr starken Kräften und in rollendem Einsatz vom Einbruch der Dämmer irng b i s zum Morgen durch. Bei guter Beleuchtung warfen Kampfflugzeuge Bomben auch der schwersten Kali- ber auf die Stadt und besonders auf lebenswichtige Berforgungsanlagen. An vielen Stellen entstanden gewaltige Brände, die sich im Laufe der Rächt an mehreren Punkten zu einem großen lodernden Feuermeer vereinigten. Gasbehälter flo-
>n sein den Holls?' Lei Ersaht
, , lagen daher auch von vorneherein
die Voraussetzungen für eine künftige politische
gen mit hoher Stichflamme in die Cuff, Erdöllager gerieten unter starken Raucherfcheinnngen in Brand.
Einzelne britische Flugzeuge warfen in der Rächt in Westdeutschland wieder an mehreren Stellen Bomben. 3n Düsseldorf, München-Gladbach und einigen anderen Orten wurden Wohn- viertel getroffen, einige Häuser in Brand gefetzt und dabei neun Zivilpersonen getötet, 17 schwer und 24 leicht verletzt. Sämtliche getöteten oder verletzten Personen befanden sich außerhalb der Luftschutzräume. Militärischer oder wehrwirtschaftlicher Schaden ist an keiner Stelle entstanden.
Zwei englische Flugzeuge wurden durch Flakartillerie abgeschossen. Ein eigenes Flugzeug wird vermitzt.
Der ehemalige japanische Außenminister im fta- fhett Abe, Admiral Nomura, hat dem Drängen
nere Kratt des Volkstums, seine Erneue- rungssähigkeit, seine unerschütterliche Bodenständig-
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3ie amerikanischen Rüstungen tm Mfif gehen jedenfalls ohne Unterbrechung weiter.
Z kürzlich ist wieder der amerikanische Flotten-
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Das Ritterkreuz für tapfere Truppenoffiziere.
Auch Leutnant Becker vom Infanterie-Regiment 116 wegen ungewöhnlicher Tapferkeit in den Kämpfen bei Amiens mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
seinem Zug als erster die feindliche Artillerie-Schutz- stellung und brang in die Artilleriestellung selbst ein. Durch Ausnutzung seines Erfolges gelang es
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Der Führer spricht.
Uebertragung heute, 12 Uhr, über alle Sender.
Berlin, 10. Dez. (DRB.) Der Führer spricht heute mittag 12 Uhr in einem Rüstungobetrieb zu den Arbeitern. Die Hebe wirb über alle Sender übertragen.
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Der neue Vergeltungsangriff auf London
Mit sehr starken Kräften in rollendem Einsatz.
oafterposten in Washington angenom- n. Admiral Nomura ist kein Fremder in Amerika, war — bevor er Außenminister wurde —•flJli- lrattachs und später bevollmächtigter Vertteter pans auf der Washingtoner Flottenkonferenz. 3 Außenminister hatte er sich bis zum Januar 40 ernstlich, wenn auch erfolglos, darum bemüht, te Beziehungen zu den Vereinigten Staaten in )rddmerika wieder herzustellen. Die betont schroffe .lehnuna der Vereinigten Staaten jedoch, die ja- nische Chinapolitik anzuerkennen, und die Kündi- lig des japanisch-nordamerikanischen handelsver-
hent, daß der Pazifik in der kommenden Neuord- M der Welt eine politische Sonder st el- luig beanspruchen werde. Der asiatische und der ^nkanische Block würden zwangsläufig als 2In- Fier des Stillen Ozeans zu einer V e r st ä n d i - ] |un g kommen müssen, es würden sich Fragen über Freizügigkeit der Siedlung und Arbeitskraft, •ir die Verteilung der Rohstoffe und über die j der Binnenmärkt ergeben, die gelöst merzten. Es gelte ferner, nach Englands Nie- rage die Frage einer Reihe von britischen । ü ■< .. M— (D Pf X »-Aw iimX i’i kn r h IO
Major Schmalz verhinderte bei Tomaszow im Rücken einer stärkeren Feindgruppe den Durchbruchs- versuch starker Teile von vier bis fünf polnischen Divisionen mit seinem Bataillon, obwohl es dem Feind gelungen war, unter Einsatz von Panzern und starker Artillerie in die Stellung des Bataillons einzubrechen. Seiner persönlichen Tapferkeit und Führung ist auch die Einnahme der zur Sprengung vorbereiteten Loire-Brücken bei Nevers zu verdanken, die dem Korps die rasche Fortsetzung der Operationen zwischen Loire und Allier sicherte. Auch der Uebergang über die Allier bei Ehamouille wurde durch das Bataillon des Majors Schmalz mit großem Schwung erzwungen.
Hauptmann Bellegarde erzwang mit seiner Kompanie als Vorausabteilung einer Panzerdivision den Einbruch in die befestigten belgischen Höhenstellungen nordwestlich Martelingen. Als beim Maasübergang der Chef der vordersten Kompanie des Kradschutzen-Bätaillons schwer verwundet wurde, übernahm Hauptmann Bellegarde die ihm fremde Kompanie, sprang in das erste kleine Schlauchboot und setzte mit zwei Mann im schwersten feindlichen Feuer über. Er stürmte mit nur einer Gruppe an den Maaskanal bei Glaise et Billette und ermöglichte den Ucbcrgang der Panzerdivision. Bei Chemery gelang es 16 feindlichen Panzerkampfwagen, einzubrechen. In rascher Erkenntnis der kritischen Lage warf sich Hauptmann Bellegarde mit seinem Zug trotz starken Feuers der Panzer in die Lücke, bekämpfte mit Benzinflaschen und Leuchtpistolen die feindlichen Panzerkampf- waaen und verhinderte den feindlichen Panzerstoß in die Flanke und den Rücken der Division. In den Vogesen stürmte Hauptmann Bellegarde trotz des Divisionsbefehls, nur die eigene Stellung zu halten, einen Paß gegen einen unerwartet starken Gegner, erbeutete hicroei eine Batterie und stellte so die
Zwischen Tokio und Washington
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stützpunkt auf den Philippinen, also mitten im» japanischen Jnteressenraum, erheblich verstärkt worden, und Unterkunftsgelebenheiten für amerikanische Luftgeschwader wurden in großer hast nicht weit von Manila gebaut. Man gibt sich in Tokio keinen Illusionen darüber hin, daß die Dinge einer Krise zutreiben, die, soll sie sich nicht in eine Katastrophe verwandeln, fe’;r viel guten Willens bedarf, um eine befriedigende Losung zu finden. Die japanische Oefsentlichkeit widmet deshalb den Be-
Verbindung der Panzerdivision mit der von Osten herankommenden Rheinarmee her.
Oberleutnant Philipp ermöglichte durch sein persönliches Eingreifen den Semois-Uebergang. Nach dem Durchbruch durch die Maasbefestigungen ver- suchten mehrere französische Divisionen Den Vorstoß einer Panzerdivision aufzuhalten. Als von unseren Panzern der Kanalübergana bei Malmy genommen und auf Vendresse dorgefloßen wurde, nahm Oberleutnant Philipp mit seiner Kompanie die höhe nördlich Vendresse und hielt sie gegen feindliche Panzerangriffe. Auch die Brücke von Le Pont saus Pareil gelang es Oberleutnant Philipp un^erstört 3U nehmen und zwei mit englischen und französischen Truppen beladene Transportzüge zusammenzuschießen. Insgesamt hat er mit seiner Kompanie im Westen 21 feindliche Panzer vernichtet.
Leutnant Becker schlug mit feiner auf reichlich zwei Kilometer Breite eingesetzten Kompanie einen schweren, durch Artillerie, Flieger und Kampfwagen unterstützten feindlichen Angriff auf Amiens ab. Bel den erbitterten Kämpfen um den Ort Dur!) drang er, unter rücksichtslosem Borwärts- stürmen in den westtcil des stark befestigten Ortes ein. hierdurch kam der Angriff der ganzen Kampfgruppe wieder ln Fluß, und Dury, einer der Haupt- pfeller der feindlichen Stellung, konnte genommen werden. Auch beim Aebergang über die La L r e n s e zeichnete er sich durch ungewöhnliche Tapferkeit aus.
Leutnant Hans Becker wurde am 30. Mal 1914 als Sohn eines Gastwirtes in Golpwarden, Kreis Wefermarfch, geboren. Er trat 1935 als Schütze In# Inf.-Rgt. 15 ein, wurde 1936 zum Gefreiten und 1937 zum Antcroffizierim 3 n f.- Rgt. 116 befördert. Rach seiner 1938 erfolgten Beförderung zum Leutnant machte er den gegenwärtigen Feldzug Am gleichen Regiment mit.
ßeutnant Mosandl tat sich als Oberfeldwebel bei den Kämpfen an ber Aisne besonders hervor. Er nahm trotz schwersten feindlichen Artillerie- und MG.-Feuers Nest auf Nest ber feinblichen Verteidigungsstellung und überwältigte im Nahkampf die sich verbissen wehrende Besatzung des Stützpunktes von St. Amand-'Ferme. Er burchbrach mit
tyi’ßeftinimen hoben zur Rede des Premierministers hrvor, baß es zwischen Japan und Norbamerika Jin einziges Gebiet gäbe, auf bem nicht ganz plötz- ’ lic ein akuter Konflikt ausbrechen könne. In Norb- arerifa streue man Kriegssaat aus unb kümmere !; sie nicht um die Verletzung japanischer Gefühle unb Aeressen. Auf keinen Fall könne Japan eine hege- Mmie ber Vereinigten Staaten von Nordamerika
Stockholm, 9. Dezember. (Europapreß^) Die englische hauptstabt sowie weite Gebiete -Sübost- unb Sübenglanbs würben in ber Nacht zum Montag äußerst heftigen beutschen Luftangriffen unter, warfen, nachbecki Englanb in ben letzten zwei Tagen sowie in ber Nacht zum Sonntag verhältnismäßige Ruhe vergönnt war. Der bei ben Angriffen angerichtete Schaben wirb sogar von amtlichen englischen Stellen als beträchtlich bezeichnet, eine große Anzahl von Gebäuben soll zerstört worben sein. Weiter wirb mitgeteitt, bas zahlreiche Brände in den verschiedensten Teilen der Haupt- stadt ausgebrochen seien, die bisher noch nickt hätten gelöscht werben können. Es heißt auch, baß bas Bombarbement eine größere Anzahl von Toten unb Verletzten forberte.
Schon in den frühen Abendstunden des Sonn-
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bie Außenbezirke der hauptstadi unb bic umlit- genben Grafschaften mürben schwer bombarbiert. Die Feuerwehr, bie von Militär unb Freiwilligen unterstützt wird, ist dauernb bemüht, ber Flammen Herr zu werden. Der Luftangriif scheint in Lon- bon roieber neue Verkehrsstörungen hervorgerufen zu haben. Der britische Nachrlchtenbienst meint beschwichtigenb, es hanbele sich um geringere Verkehrsstörungen unb kündigt einen geregelten Verkehr nach Beendigung ber Aufräurnungsarbei- len an.
„Jlta Sanornat" läßt sich aus Conbon berichten, daß ber Angriff mit dem Abivurf zabllvser jZall« fchirm-Leuchtbomben burchgeführt worben fei. Ec habe bis Mitternacht tzebauert unb sei ber stärkste aewesen, ben London in ben letzten Wochen erlebt habe. Daß baneben auch bie übrigen Telle Englands Immer wieder die scharfen Schläge ber deutschen Luftwaffe zu spüren bekommen, geyt aus einem Eigenbericht von „Göteborgs Posten" hervor, ber anschaulich schildert, wie andauernd Flugzeuge über Der englischen Kanalküste brummten. Man frage sich Immer nur, „sind es nun Engländer ober Deutsche Dort oben am Himmel, wenn man im Zuge an Der englischen Südküste sitze unb durch bas Abteilfenster schaue. Die Frage würde immer dadurch beantwortet, ob der Zug (eine Geschwindigkeit verlangsame ober nicht. In Portsmouth stelle man biese Frage aber nicht mehr. Schießen bie Flakbatterien, so seien es Deutsche, sonst nicht. Im Hotel in Portsmouth habe beim Mittagessen bas ganze Hotel bewackelt.bie Teller seien beim Aufschlag der Fliegerbomben unb beim Abschuß In ber Nähe stehender Flakbatterien auf ben Tischen herumgehüpit. „Svenska Dagbladet" teilt mit, baß viele Tausende von Brandbomben auf ben wichtigen englischen Marine- Hafen abgeworfen wurden unb gewaltige Feuersbrünste in verfchiebenen Stadtteilen ausbrachen.
tags fetzten die deutschen ßujtanariffe auf London ein, nach Mitteilung des vritischen Nachlichtendienstes wurden weit auselnanderlie- gende Gebiete betroffen und heftig bombardiert, wobei ein Reaen von Leucht- und Brandbomben niederging, der von Sprengbomben aller Kaliber gefolf war. Auch wurden viele Teile Südostenglands In der Nacht angegriffen. Allerdings werden über die in diesen Gebieten sowie in Südengland auserwählten Ziele der deutschen Luftwaffe keine näheren Mitteilungen gernacyt. Es heißt lediglich, baß bie zahlreichen eutschen Maschinen In Gruppen au viert ober ein» zeln zu Angriffen ausholten, bie f a ft bie ganze Nacht über anbauerten. In Conbon w7>r das hauntgewicht ber Angriffe auf die Anlagen z u beiden Seiten der Themse gerichtet. Auch
M. Jahrgang Nr. 2S2 Jggy H -g Dkns
GletzemrAnzeiger
Weftinark des Aeildes.
Westmark, — der Name war Kampfruf und Co- fung, wir glaubten an seine Erfüllung, aber wir wussten nicht, baß mir sie miterleben, mitgestalten bürsten. Aus Name unb Begriff ist nun machtvolle aeschickstliche Wirklichkeit gemorben. Im Gehalt des Stories «füllt sich Schicksal unb Vendimg be# Gaues.
Durch lange, Jahrhunderte hindurch, seitdem dieser Raum an's bem Mittelalter unb bamit aus bem Reich heraus Gestalt zu gewinnen begann, war seine Geschichte im eigentlichen Sinne Reichs- g e s ch i ch t e. Wir denken babei nicht an Einzelheiten, wie etwa an bie Herkunft der Landschafts« bezeichnung Pfalz ober an ben bcfimberen Rang, ben bas Reichsamt bes Pfalzgrafen seinem Träger unb bamit auch bem Gebiet verlieh, fonbern mir meinen die politische Funktion be# ganzen Raumes, hier schlug in ber hohen Zeit des sali'chen unb staufischen Mittelalters bas .Herz bes Reickes. hier um ben Trifels, bie Stätte ber Reichsinsignien, um den Kaiserborn in ©ßcijer, um Limburg unb Mainz war bie Mnxima vis imperii, bie „höchste Macht bes Reiches", gelagert, — solange nach ber Rhein als ber unbestritten beutscheste der Strome Im sicheren Schutze weiter Vorlaube lag.
Von Anfang an Ist bk [er Zusammenhang zwischen ben westlichen lothringischen Vor landen und bem eigentlichen Rh ein gebiet vorhanben, obgleich er erst spater, in ben Zelten des Verfalls in feinem ganzen Umfang deutlich unb sichtbar wirb. In bem Matze, in welchem, etwa nach dem Interregnum, Frankreich nach Osten vorbringt, zelcknet sich bie Abhängigkeit ber politischen Stellung ber saarpfäl- zischen Laube von ber Stärke ober Schwäche Lothringen# immer klarer ab. Ader gleichzeitig geht es bei ber wachsenben Bebrohung bes Oberrheins gar nicht allein um das saarpfälzische Gebiet; immer wenn es um Saar unb Pfalz, meint e's um ben pfälzischen Teil bes Oberrheines geht, geht es jerneils auch um Volk unb Reich überhaupt, besteht höchste Gefahr für ben Bestaub bes Neichsgesüges!
Dieser Raum brängte aus seiner ganzen schicksalhaften Lage heraus gerabezu nach einer polt- tischen Zusammenfassung — aber allerbing# diese Zusammenfassung konnte nicht aus territorial- lanbesfürstlichem Denken, sondern nur ü u m Reichsgebanken, als von ber tragenben völkisch-geschichtlichen Substanz bieses Raumes durchgeführt werden. Solange bas Reich schwach war, solange bie partikularen Kräfte sich auf Kosten des Reiches unb gegen bas Reick verselbstänbigten, Weg, ben Weg einer verhängnisvollen Zersplitterung unb Aufspaltung gehen; mußte in des Folge mußte die (Enfroirflunq genau ben entgegengesetzten davon ber Raum Schritt für Schritt eine leichte und sichere Beute bes Westens werben.
Diese. Entwicklung hat unserem Gau unheilvolle ®unben geschlagen, brel Jahrhunderte lang mar er Kampfplatz und Schlachtfeld! In unvorstellbarem Maße wurde diese einst reichste deutsche Kulturlandschaft im kurzen Wect)sel der Generationen immer wieder verbrannt, geplündert, zerstampft und geschändet. Aber mochten die Verluste an Gut unb Blut auch unermeßlich erscheinen, mochten alle Reichtümer, Schätze unb Kulturgüter zerschlagen ober entführt, mochten hunberttausenbe bester deutscher Menschen von Haus und Hof vertrieben unb überallhin in bie Welt verstreut werden — die i n •
General-Anzeiger für Gberhessen 7-,
er AaM, jMifeungen im Pazifik zu klären, unb über bie u?itl i r unft der Philippinen zu entscheiben. Es jM. nach Ansicht dieses führenden japanischen Staats- j Jdilers, nicht notwendig, eine Lösung aller dieser In bleme durch die Waffen zu erzwingen, obwohl «|an keinen Krieg im Pazifik zu fürchten brauche, <; gehöre vielmehr guter Wille unb Einfühlungs- prnögen in frembe Notwenbigkeiten bazu, um zu '' r allseitigen Verstänbigung zu gelangen. Die I «ifion bes Abmirals Nomura in Washington |t?ibe ben Beweis erbringen, ob eine friebliche
lefüükn h Sonntag Ir gsmarlne i» twciffe Ptoe 13,85 Puck 318,85 W W Pazifik bulben.
der tairaj !!j Die internationale Ordnung im Pazififraum grün- adel.vttKlM sich noch immer auf dem Papier, nämlich den am unb Vv Sidjlüffen Der Washingtoner Konferenz vom Jahre * ikgW^s i'tel/22. Dieses „Wasyington-System" war durch hn Vertrag zur Begrenzung der Seerüstungen zwi- Mn den fünf führenden Seemächten gekennzeichnet, frier durch den Neun-Mächtevertrag über China | durch den Vier-Mächtevertrag zwischen USA., 5c"mn, England unb Frankreich, Die sich ihren Be- : fif fanb im Stillen Ozean garantierten. In bie rftufeln ber Verträge hat aber inzwischen bie Mngsläufige Entwicklung mannigfache Breschen oc hingen. Japan hat in ben letzten Jahren roieber- i)ch erklärt, daß es diese Verträge nicht mehr als li'öenb anerkennt. Der Flottenvertrag ist abgelau- sk unb nicht erneuert roorben, der Neunmächte- Mi ist ein geschichtliches Dokument geworden, und v,. m noch ber Viermächtevertrag über bie Inseln im Wstfik kann ber Form nach noch als stehenb be- i'Lie:rad>tet werden, wenn auch sein Inhalt in der ^ifis längst überholt ist. Japan betrachtet jeden- j fi's die bisherige Ordnung im Pazisik als zusam- Mngebrochen!
— | Der bekannte Staatsrechtler und Professor uchr Wi Universität in Tokio hikomatsu ftam£fa
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enügen*L mmen g .wir Die -mdeA !'nung irffen 6trn5 J" mutz,
:ges hatten eine Krise heraufbeschworen, die in Jen offenen Konflikt auszuarten drohte. Die kürz- L> in Washington erlassenen Ausfuhrverbote für «visse Waren nach Japan haben bann bie Bezie- |ngcn noch mehr getrübt. Die Entsendung Des tmirals Nomura nach Washington wird in Tokio 6t)er als eine 21 r t Versuch gewertet, eine Arstänbigung herbeizuführen. Die japanische Presse uiterftreid)t, baß diese Verständigung nur unter die Bedingung der Anerkennung t) e s groß- jcpanischen ßeben^raumes in Asien ii' b Im Pazifik Zustandekommen könne.
Der Premierminister und Leiter ber japanischen P litik, Fürst K o n o y e, hat an bie" Nation eine K tschast gerichtet, in ber er sagt, baß auf den H)ultern eines jeden Japaners die große Aufgabe «he, bic Völker Ostasiens von ben Ket- i n z u befreien, die ihnen bas Schicksal auf- «i?gte, bevor Japan feine Führeritellung in diesem Ti le ber Welt angetreten habe. 2lus ben rauchen- bri Schlachtfeldern Chinas seien neue Jbeale empor- gitiegen, unb aus dem Kanonenbonner erwache ber n ie Pulsschlag, ber auf bie Wiedergeburt Ostasiens ly/bränge. Bezugnehmend auf bas Verhältnis zu bn USA. wies Fürst Konoye auf bic Möglichkeit erter unb schwerer Zeiten hin. Die japanischen
Ertgung im Bereich ber Möglichkeit liege.
Mn Tokio hat jeboch bic amtliche Nachricht aus hington neue arge Verstimmung hervoraerufen, vß der Bankenausschuß bes amerikanischen Senates bis brei Milliarben Dollar zur Stützung ber J&rjrung ber Tschungking-Regierung zu 'Ijroenben beschlossen habe. Ein Mitglieb bes Ban- I W »I I^usschusses hat bazu noch offen erklärt, die Re- f»«"« von Tschungking sei wegen ber Stützung lSif b* .!®rir Währung vorstellig geworben, weil anbern- |Ile Marschall Tschiaugkaischeck bie gegenwärtige ■l*’re5ftärFe seiner Armeen im Kampf gegen Japan aufrecht erhalten könne. (!) Diese Erklärung d Ith Qllerbings banach aus, als ob Washington jeber n toll ^"tänblgung mit Tokio ausweichen will, und deshalb auch auf die Mission bes Abmirals
•eit F»onura keine übermäßigen Hoffnungen gesetzt
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