genau die einzelnen Phasen, wie dieser Zusammenbruch vor sich ginge. Außerdem wurde genau nachgewiesen, daß das deutsche^ Volk sich von mir immer mehr abwandte, daß ich allmählich ein einsamer Mann wurde — und dann kam plötzlich wieder eine Wahl, und es stellte sich heraus, daß statt 94 v. 5). 98 n. H. hinter mir standen. Sie waren natürlich verbittert und erzürnt über eine solche Entwicklung und begannen dann erst recht zu ver- suchen, uns durch internationale Komplotte in die Enge zu treiben.
Das hat nun, meyne Parteigenossen, zum gleichen Ergebnis geführt, wie alle ähnlichen Versuche im
Innern. Sie wissen es ja noch: Etwa in den Jahren 1925, 1926 usw. Damals begann das Komplott einer allgemeinen Parteiverschwörung gegen den Nationalsozialismus. Sie gingen Arm in Arm von links bis rechts. Die größten Extreme hatten sich gefunden, die Kapitalisten mit den Sozialisten internationaler Prägung fanden plötzlich zusammen. Die Börsenjobber auf der einen Sette, die Marxisten auf der anderen, gingen Arm in Arm gegen den verhaßten Nationalsozialismus. Ich aber habe damals nur ein Rezept gekannt: Erst recht hart werden, die Zähne zusammenbeißen und den Kampf aufnehmen!
ir haben den Kamps ausgenommen.
Ich habe mich im Kampf nach außen genau so gestellt. Jedes derartige neue Komplott, jeder solche Versuch, durch Verträge und Abmachungen Staaten gegen uns zu mobllisieren, führten nur dazu, daß ich die Rüstung wieder etwas schärfer anziehen ließ. Ich war fest entschlossen, es auf alles ankommen zu lassen. Unentwegt ging der Kampf weiter mit dem Ziel, den Versailler Vertrag zu beseitigen. Denn, meine Parteigenossen, das mußte ich, wenn ich nicht ein Lügner hätte sein wollen. Denn wofür haben wir schließlich gekämpft? Als wir in den Jahren 1920/21 und 1922 auftraten, war ja unser Programm: Beseitigung von Versailles. Ich konnte nicht plötzlich sagen: wir lassen das.
Ich war entschlossen, Deutschland wieder frei zu machen. Ich habe den Kampf etappenweise durchgeführt. Ich habe dabei wirklich das Ziel gehabt, im Frieden zu bleiben. Sie kennen aus vielen Versammlungen und Publikationen die außenpolitische Konzeption, die ich damals hatte: ich wollte engste Freundschaftsbeziehungen mit England Herstellen. Ich dachte, die germanischen Rassen müßten Zusammengehen. Ich wollte das gleiche Verhältnis mit Italien. Ich dachte weiter in I a - p a n als eine Macht, mit deren Interessen die un- seren gleichlaufen könnten. So weit es sich nun um Italien handelle, ist dieser Versuch gelungen
dank dem genialen Wirken des einen Mannes, der den Faschismus begründete und der die gleichen Kämpfe in seinem Lande zu bestehen hatte wie wir Nationalsozialisten in Deutschland. Es ist dies endlich auch gelungen mit Japan. Es ist leider mißlungen mit England, ganz gegen unseren eigenen Wunsch. Es war das nicht unsere Schuld, im Gegenteil, ich habe bis zum letzten Moment, noch bis wenige Tage vor Kriegsausbruch, versucht, mein altes außenpolitisches Ziel zu verwirklichen. Ich habe damals dem britischen Botschafter die größten Angebote gemacht. Ich war bereit mit England zusammenzugehen. Aber es war vergeblich. Ich habe damals gesehen, wie gewisse Kriegsinteressenten seit Jahren hetzten, ohne daß ihnen das Handwerk gelegt wurde. Es konnte kein Zweifel mehr daran bestehen, daß sie eines Tages das britische Volk in Wut und Haß gegen Deutschland versetzen würden, während das deutsche Volk umgekehrt überhaupt keinen Haß gegen England empfand. So wäre denn eines Tages Deutschland geistig ungerüstet in den Krieg hineingetaumelt. Ich hab« bereits 1938/39 davor gewarnt und namentlich in einer Rede in Saarbrücken betont, daß das nicht so weitergehen könne und daß, wenn England diese Hetze weiter durchführe, ich gezwungen sein würde, dem endlich die deutsche Propaganda entgegenzusetzen.
„Ich glaube an meinen Erfolg."
So kam der Augenblick, in dem die Frage nicht mehr war, ,vb der Krieg überhaupt zu vermeiden sei, sondern nur noch, ob er pielleicht für 1, 2 oder 3 Jab re verhindert werden konnte, und zwar durch sehr schwere deutsche Demütigungen. Und da müssen Sie eines, meine Parteigenossen, verstehen: In dem Augenblick, in dem ich mir bewußt war, daß England nur Zeit gewinnen wollte, daß man dort aber den Krieg unter allen Umständen zu führen entschlossen war, was durch die Äußerungen britischer Staatsmänner offen zugegeben wurde,
im selben Augenblick halle ich nur einen elnzigen Wunsch: Wenn sie uns schon den Krieg zu erklären entschlossen waren, daß sie es dann hoffentlich noch tun würden, während ich lebe. Denn ich weiß, daß es das härteste Ringen werden mässe, das d?m deutschen Volke jemals ouferlegt wurde. Ich bilde mir nun nicht nur ein, daß ichderhär^ t e sl e Wann bin, den das deutsche Volk seit vielen Jahrzehnten, vielleicht seit Jahrhunderten gehabt hat (stürmischer Beifall), sondern ich besitze außerdem die größte Autorität. Vor allem aber glaube ich an meinen Erfolg, und zwar bedingungslos glaube ich daran! (Brausender Beifall.) Ich bin fest überzeugt, daß dieser Kampf um kein haar anders ausgehen wird als der Kampf, den ich einst im Innern ausfocht! Ich bin überzeugt, daß mich die Vorsehung bis hierher nur geführt hat und alle Fährnisse von mir fernhielt, um mich diesen Kampf des deutschen Volkes führen zu lassen. (Stürmischer Beifall.)
Und endlich, ich habe noch den großen Krieg mitgemacht, und ich gehöre auch zu denen, die damals um den Erfolg betrogen worden sind. Und es ist daher mein unerschütterlicher Entschluß, daß dieser Kampf nicht so ausgeht wie damals.
Äls ich im vergangenen Jahre zu Ihnen sprach, lag hinter uns der erste Abschnitt dieses Kampfes. In 18 Tagen Hot unsere Wehrmacht Polen nie
dergeworfen. Man hatte sich das ganz anders vor- oeftellL Man war der Uederzeugung, daß dieser Kampf seine sechs, acht oder zehn Monate dauern würde, und man sagte sich: „Es nibt keinen Krieg mehr mit durchgreifenden Entscheidungen. Es wird im günstigsten Falle eine Art Stellungskrieg kommen! Es wird sich eine Front im Osten aufrichten, und die wird Deutschland zu einem langsamen Verbluten führen! Unterdessen wird der Westen rüsten. Dann kommt der Sommer 1940, dann wird man in Belgien und Holland vorrücken bis an die Grenze des Ruhrgebiets, und dann wird man so langsam Deutschlands Herr werden." So stellte man sich das vor. Außerdem glaubte man, daß schon wenige Wochen später — man hatte es von allen Setten gehört — in Deutschland die Revolution ausbrechen werde. Außerdem würde dann die Not kommen. Und endlich hatten sie feine Ahnung von dem Ausmaß unserer Rüstungen und glaubten, daß ich genau so bluffe, wie sie uns seit Jahren zu bluffen versucht hatten. Sie dachten nicht, daß einer wirklich das tut, was er sagt. Sie waren deshalb der Uederzeugung, daß dieser Krieg für sie ein verhältnismäßig leichter Krieg werden würde.
Vor einem Jahr war, wie- gesagt, P ol e n beseitigt. Damit war der erste Strich durch ihre Rechnung gemacht. Ich konnte am 8. November 1939 auf diesen großen Erfolg Hinweisen. Heute, ein Jahr später, kann ich weitere Erfolge melden! Dies kann in erster Linie nur der würdigen, der selbst Soldat des großen Krieges gewesen ist, der weiß, was es bedeutet, in wenigen Wochen nicht nur den ganzen Westen niederzuwerfen, sondern auch Norwegen in Besitz zu nehmen, bis zum Nordkap, daß heute eine Front steht von Kir- kenes angefangen bis an die fpani- sche Grenze. Alle die Hoffnungen der brittschen Kriegshetzer sind damals zerschlagen worden. Sie hatten sich das so gedacht: den Krieg an der Peripherie zu führen, uns die deutschen Lebensadern abzuschneiden und uns dann allmählich abzuwitt- gen. Es ist umgekehrt gekommen! Dieser Kon- tinent mobilisiert sich langsam, indem er sich auf sich selbst besinnt, gegen den Feind des Kontinents.
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Wir werden diesen Kamps
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mit dem deutschen Sieg beenden.
Deutschland hat in wenigen Monaten diesem Kontinent tatsächlich die Freiheit gegeben. Der britische Versuch, Europa zu balkanisieren — das können sich die britischen Staatsmänner merken — ist »bgrfchlosseu und beendet! England wollte Europa desorganisieren, Deutschland und Italien werden Europa organisieren.
wenn man nun in Lnaland erklärt, daß der Kampf weilergehe, so ist mir das gänzlich gleichgültig. Er geht solange weiter, bis wir ihn beenden werden! Und wir werden ihn beenden, da können Sie sicher sein! (Größte Begeisterung.) Und er wird beendet werden mit unserem Sieg! Das können Sie mir auch glauben! (Brausender Jubelsturm.)
Ich bin mir über eines im klaren: Wenn ich als Prophet am 1. Januar dieses Jahres den Engländern erklärt hätte: „Im Frühjahr dieses Jahres, da werden wir euch das Konzept in Norwegen verdorben haben und nicht ihr werdet in Norwegen sitzen, sondern Deutschland, noch im Sommer bjeses Jahres werdet ihr nicht mehr in Holland fein oder nach Holland kommen, sondern wir werden das besetzt haben, noch im Sommer werdet ihr nicht durch Belgien an die deutsche Grenze vorgegangen sein, sondern wir werden bei euch sein" — und wenn ich gesagt hatte: „Im Sommer wird es kein Frankreich mehr geben" — dann hatten sie alle gesagt: „Ein Wahnsinniger! (Stürmische Heiter- feit.) Ich unterlasse es daher, auch heute zu prophezeien. Ich möchte dem deutschen Volke nur ein paar Erklärungen abgeben:
Der bisherige Kampf hat zu Ergebnissen einmaliger Art geführt.
1. Er hat personell, so bitter es für die einzelne Familie ift, die Opfer bringen mußte, für das deutsche Volksgut so gut wiekeine Opfer ge
fordert. Im gesamten sind die Opfer, die wir in diesem Kriege brachten, noch nicht so groß, wie sie der Krieg 1870/71 gefordert hat. Ja, es ist kaum etwas mehr als die Hälfte dessen. Personell sind also unsere Berechnungen insofern hinfällig geworden, als wir alle die vorgesehenen riesenhaften Ersatzmannschaften, die wir als Reserven für Verluste einkalkuliert hatten, nicht anzutasten brauchten, daher viele altgediente Männer entlasse n konnten und dabei trotzdem, und zwar im wesentlichen durch jüngere Iayvgänge, die Wehrmacht zu verstärken in der Lage waren. Personell sieht die deutsche Armee heute anders aus, als sie im Weltkrieg aussah. Ich bin vor wenigen Tagen erst durch Belgien und Frankreich gefahren, und ich muß als alter Weltkriegssoldat sagen, es ist wundervoll, wie unsere Wehrmacht heute aussieht, gleichgültig, ob Heer, Marine, Luftwaffe oder Waffen---. Sie sehen alle gleich hervorragend aus. Sie sind nicht zu vergleichen mit dem, was 1914 oder 1915 war.
2. Materiell: Ich habe in diesem Krieg vorgesorgt, wie in keinem Krieg vorgesorgt worden war, und es hat sich reichlich gelohnt. Die materiellen Ovfer des Krieges sind Überhaupt gänzlich belanglos. Was mir in diesem bisherigen Kampf als Munition verschoßen haben, das ist im wesentlichen nur der Teil einer Monatsproduktion. Die Reserven sind so ungeheuer, daß ich auf manchen Gebieten die Produktion jetzt errtfteöen muß, weil es keine Möglichkeit gibt, diese Massen irgendwie unterzubringen. Ich habe die Produktion dafür jetzt auf Gebiete leiten lassen, auf denen ich glaube, besonders stark sein zu müssen. Sie vernehmen ja die Drohungen der anderen, was sie produzieren werden: Australien hat sechs oder sieben Millionen Einwohner, einschließlich der Buschneger. Aber trotzdem wollen sie achtmal soviel Flugzeuge rote Deutschland produzieren. Kanada hat neun Millionen Einwohner. Aber sie wollen zwölfmal soviel
Flugzeuge bauen wie Deutschland. Was die amerikanische Produktion angeht, so kann man sie nicht einmal mit astronomischen Zahlen darstellen. Auf diesem Gebiet möchte ich daher auch kein Konkurrent sein. Aber ich kann ihnen eines versichern:
Die deutsche Produktionskapazität ist die höchste der Welt, und wir werden davon nicht herunter- aehen, denn wir sind in der Lage, heute die Kräfte so ziemlich ganz Europas zu mobilisieren — und daß ich das industriell tue, das kann man mir schon glauben! Die materielle Rüstung ist daher eine ungeheuerliche, und sie wächst jetzt erst. Wenn wir auch jahrelang die industtielle Mobilisierung vorbereitet hatten, so wissen Sie, daß das Ausstößen im großen Maße ja doch erst nach ein- bis eineinhalb Jahren Zeit geschieht. Und das ist jetzt der Fall. Ich darf daher zufammenfassend eines sagen:
„Wir sind vorbereitet für die Zukunft wie noch nie zuvor. Wir sind materiell vorbereitet, und wir sind personell vorbereitet Und daß die Wehrmacht jeden Tag ausnuht, das weiß jeder, der bei uns selbst Soldat war. Es geht kein Tag verloren. Dieses erste militärische Instrument der Welt wird ununterbrochen gepflegt und verbessert Und wenn die Stunde des Grotzeinfahes wieder eintritt, dann hoffe ich, wieder zu genau den gleichen Resultaten zu kommen, wie wir sie hinter uns haben. (Minutenlanger Beifall.) Wir haben alles auf das Gründlichste vorbereitet, um dann schnell und kühn zu handeln! Ls wird der Augenblick kommen, da die Herren, die jetzt die ganze Welt bereits wieder mit dem Munde erobern, mit den 2D affen standhalten müssen. Und dann werden wir sehen, wer die Monate besser genutzt hat: Dir oder die Anderen! Deutschland jedenfalls ist mit seinem Verbündeten heute stark genug, um jeder Kombination auf dieser Welt entgegenzutreten. Es gibt keine Mächtekoalition, die der unseren militärisch gewachsen sein konnte.
WtttschafÜich lohnen sich jetzt die langen Vorbereitungen, die wir schon im Frieden getroffen haben: Der Vierjahresplan, den wir jetzt auf weitere vier Jahre verlängerten, hat uns zahlreiche Reserven gegeben, und die Engländer wußten das ganz genau, denn sonst hätten sie über ihn nicht so geflucht. Er sollte uns unabhängig machen von jeder Abschnürung oder Blockade. Im übrigen wollen wir einmal sehen, wer in einigen Monaten blockiert sein wird: Wir oder die anderen! Ich glaube, es ist ihnen schon jetzt auf manchen Gebieten das Lügen vergangen. Herr Churchill, der noch vor acht und sechs Monaten erklärte: „Wir
haben in einem Monat 50 v. H. ihrer U-Boote vernichtet" — konnte im nächsten Monat ihnen nicht noch einmal 50 o. H. sagen, well sonst keines mehr dagewesen wäre. Im nächsten Monat waren es daher nur 30 v. H. Einen Monat später konnte er nicht 20 v. H., sondern mußte 10 o. H. behaupten. Jetzt beginnt nun dieser Generallügner der Weltgeschichte zuzugeben, daß unsere U-Boote mehr zu sein scheinen, als sie vorher waren. Das kann er mir glauben: Und ob sie mehr sind! Et hat vor allem keine Ahnung, wie sie mehr werden! (Stürmischer Beifall.) Wir werden sie noch heraus, fordern, diese internationalen kapitalistischen Lügner! Und wir werden es erleben. Eines Tages wird es sicher keinen Churchill mehr geben, aber deutsche U-Boote noch und noch! (Jubelnde Heilrufe!) Und so, nachdem er das an sich nicht mehr bestreiten kann, hat sich dieser genialste Stratege, der bisher geboren wurde, auf den Luftkrieg gestürzt. Denn es ist schon eine geniale Ide« von Mr. Chur, chill gewesen, ausgerechnet mit der Waffe, mit der England uns gegenüber am allerfchwächsten ist, den Luftkrieg anzufangen.
Sie wissen, ich habe jahrelang der Welt Vorschläge gemacht, man sollte den Bombenkrieg einstellen, besonders gegen die Zivilbevölkerung. England hat aber das, wohl in Vorausahnung der kommenden Entwicklung, a b g e l e h n t. Gut! Ich habe ttotzdem in diesem Kriege den Kampf nie gegen Zivilbevölkerung führen lassen. Ich habe i m P o l e n k r i e g feine Nachtangriffe auf polnische Städte ausführen lassen; man kann in der Nacht das einzelne Objekt nicht so genau treffen. Ich ließ daher im wesentlichen nur bei Tage angreifen und immer nur militärische Ziele. Ich habe dasfelbe in Norwegen getan. Das gleich tat ich auch in Holland, in Belgien und in Frank- reich. Da fiel es Herrn Churchill plötzlich ein, nachdem bei Tage allerdings die britische Luft- roaffe deutschen Boden überhaupt nicht überfliegen kann, mit Nachtangriffen die deutsche Zivil- bevölkerung heimzusuchen. Sie kennen ja meine Geduld, meine Parteigenossen. Ich habe also acht Tage zugesehen. Man hat Bomben auf die Zivilbevölkerung am Rhein geworfen. Mat hat Bomben geworfen auf die Zivilbevölkerung in West- falen. Und ich habe dann 14 Tage zugesehen, und dachte mir: „Der Mann ist wahnsinnig! Er führt einen Kamps ein, bei dem nur England vernichtet werden kann." Als der Krieg im Westen zu Ende war, habe ich noch einmal England die Hand hin- gehalten. Ich wurde wieder auf das Wüsteste beschimpft und bespuckt. Herr Halifax führte sich auf wie ein Wahnsinniger. Auch gut! Man verstärkte die Bombenangriffe. Ich habe wieder gewartet Ich muß sagen, daß es mir schwer wurde. Denn es tarnen viele zu mir, die sagten: ,Za, wie lange, Führer, warten Sie noch? Die hören von selbst nicht auf!"
Kampf bis zu einer klaren Entscheidung.
Ich habe über drei Monate gewartet, und dann eines Tages allerdings gab ich nun den Befehl: So, ich nehme jetzt diesen Kampf auf, und ich nehme ihn auf mit der Entschlossenheit, mit der ich noch jeden Kampf aufnahm. Das heißt: Jetzt Kamps bis zum Letzt en< Sie wollten es, sie sollen es haben! Sie wollten Deutschland durch den Luftkrieg vernichten. Ich werde ihnen jetzt zeigen, wer vernichtet wird! Das englische Volk, das ich nur bedauere, kann sich dafür bei seinem Generalverbrecher Churchill bedanken. (Ungeheurer Beifall.) "Herr Churchill hat mit diesem Kampf den größten militärischen Unsinn gemacht, den jemals ein Staatsmann oder ein Feldherr einleiten konnte. Er hat mit der Waffe gekämpft, mit der er am sch ro ä chsten ist, und er hat aus einer Position gekämpft, die für England seit dem Augenblick, in dem wir von Trontheim bis Brest sitzerz, auch geographisch schlecht ist. Es ist die schwäch st e Position, die England überhaupt besitzen kann. Wir werden diesen Kampf durchhalten. Ich bedauere, daß er natürlich auch auf unserer Seite Opfer for° bert. Allein ich kenne das nationalsozialistische Deutschland. Nur Herr Churchill kennt es nicht. Das ist der große Unterschied. Er hat geglaubt, dadurch vielleicht das deutsche Volk zermürben zu können. Er hat nur ganz vergessen, daß jetzt e i n anderes Deutschland gekommen ist. Dieses Deutschland wird durch jede Bombe fanatischer. Seine Entschlußkraft n/irb nur noch stärker, es weiß vor allem: „Mit diesem Unfug muß einmal f ü r immer aufgeräumt werden." (Stürmische Zustimmung) und dazu sind /wir cntschloss en.
Als 1938 Herr Chamberlain hier in München war und mir heuchlerisch seine Friedensangebote machte, da hat dieser Mann im Innern den Entschluß gehabt, sofort nach der Rückkehr zu sagen: „Ich habe jetzt eine gewisse Frist bekommen, und jetzt wollen wir rüsten, damit wir dann Deutschland überfallen können." Wir sind uns darüber im klaren, daß jeder Waffenstillstand heute tatsächlich nur ein Waffenstillstand sein würde. Sie würden hoffen, daß ich vielleicht nach einigen Jahren dann nicht meh? an der Spitze des Reiches stehe, und daß dann der Kampf von neuem beginnen könnte.
Es Ist daher mejn unabänderlicher Entschluß, nunmehr die Auseinanderfehnng bis zu einer klaren Entscheidung zu führen: genau so, wie ich als Nationalsozialist im Kampf um Deutschland jeden Kompromiß abgelehnt habe, so lehne ich heute nunmehr auch hier jeden Kompromiß ab. Ich habe so oft die Hand geboten — es war umsonst. Sie wollten diesen Kampf, sie sollen ihn jetzt haben! Das deutsche Volk wird diesen Kampf bis zum Ende führen! Es muß die Gefahr beseitigt werden, daß in ein oder zwei oder drei Jahren nach höchster Spannung die Sache wieder von neuem losgeht. Das deutsche Volk will endlich Frieden haben, und zwar einen Frieden, der es arbeiten läßt, . der es nicht internationalen Halunken ermöglicht, andere Völker gegen uns aufzuhehen.
Für diese Leute ist der Krieg natürlich der größte Verdienst. I ch habe keinen Grunb, aus irgendwelchen materiellen Interessen Krieg zu führen. Für uns kann er ja nur traurig sein. Uns, dem deutschen Volke und der ganzen Gemeinschaft, nimmt er unendlich viel Zeit unb Arbeitskraft. Ich habe keine Rüstungsaktten in meinem Besitz, ick verdiene an diesem Kriege nichts. Ich würde glücklich sein, wenn rott wieder arbeiten könnten, wie ich früher für mein Völk gearbeitet habe. Aber diese internationalen Kriegsverbrecher sind zugleich die größten Rüstungsschieber, die es gibt. Ihnen gehören die Fabriken, sie machen die Geschäfte. Das sind die gleichen Leute, die wir ftüher auch in Deutschland hatten. Mit diesen Leuten gibt es nur eine Auseinandersetzung. Es muß hier einer brechen. Und
das wird unter keinen Umständen Deutschland fein! (Stürmischer Jubel.)
Wenn aber dieses Deutschland heute eine andere Haltung besitzt, dann deshalb, weil der National- sozialismus das deutsche Volk wieder hochgerissen hat. Er hat die geistigen, seelischen, moralischen und auch materiellen Voraussetzungen geschaffen für die ungeheuren Siege der Wehrmacht »unseres jungen Reiches. Jeder Soldat weiß es und muß es wissen, daß die Armeen, die heute unter unserem Banner marschieren, die R e v o l u - tionsarmeen des Dritten Reiches sind! Sie tragen im Herzen nicht nur den Glauben an ein Deutschland, so wie es einst war, sondern sie tragen im Herzen den Glauben an das Deutschland, bas uns allen in der Zukunft vorschwebt, für das wir so lange gekämpft haben, den Glauben an ein besseres Reich, in dem die großen Ziele unserer nationalen unb sozialen Bewegung verwirklicht werden.
Und daß wir heute nun dieses Deutschland besitzen, das verdanken wir denjenigen, die im Jahre 1923 marschiert sind und vor allem auch denjenigen, die damals als erste Blutopfer für die Bewegung gefallen sind. Diese 16 Toten sind eben mehr als nur 16 Tote! Sie sind die Kronzeugen einer neuen Wiederauferstehung unseres Volkes geworden. Ihr Opfer war um so größer, als sie damals das, was seitdem geworden ist, nur in einer blassen Phantasie erkennen konnten. Sie haben damals wirklich in grenzenloser Liebe für Deutschland gehandelt, denn wer damals zur Bewegung kam, bei dem konnte man nur iaaen: „Du kannst alles andere aufgeben, du wirst verlacht und verspottet und verfolgt werden. Du mußt gewärtig sein, daß du brotlos wirst, daß sie dich überall hinauswerfen. Du hast gar nichts, das dir sicher ist, außer vielleicht deinen eigenen Tod. Aber du siehst vor dir etwas, für das mir alle kämpfen. Es ist e i n neues Deutschland der Ehre, das rott wieder aufrichten, das seinen Söhnen wieder das tägliche Brot sicherstellt und bas in der Welt wieder den Rang ein nimmt, der ihm zukommt auf Grund der Zahl seines Volkes, der geschichtlichen Vergangenheit und unseres früheren, heutigen und zukünftigen Wertes."
Dafür find alle diese Männer gekommen. Viele von ihnen haben bas nur unbewußt gefühlt. Es waren so viele kleine Leute in biefer Bewegung. Wir sind so gemieden worden von dem, was sich . Intelligenz und oberes Bürgertum hieß. Wir sind so gemieden worden von ihnen, daß die große Zahl der in unseren Reihen Cinttetenden meistens nur ganz kleine Menschen gewesen sind. Sie hatten viel- leicht gar keine so klare Vorstellung von dem, wie es einmal werden wird. Sie wußten nur: Es wird einmal besser sein. Es wird einmal besser fein, es wird einmal ein neues Reich aufgebaut, und in diesem Reich wird vieles von dem dann verwirklicht, was auch unsere Gegner im tiefsten Innern doch ersehnew, ohne daß sie wissen, daß es auf ihrem Weg nie zu erreichen fein würde.
Dafür sind diese Menschen eingetreten, und dafür haben auch diese Sechzehn damals ihr geben gegeben. Es waren Sechzehn, es hätten auch ebenso gut fünfhundert ober fünftausend sein können, und es hat keiner von chnen geklagt. Auch bie Verwundeten sind der Sache nicht untreu ge-
NESTLE
KINDERNAHRUNG
Für Kinder im Alter bis zu I'/, Jahren auf die 4 Abschnitte 5-8 der &nderbfptkflrte je eine große p^ in


