Ausgabe 
10.11.1940
 
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y/ltt. November 1940

Giehener Anzeiger (General-Anzetger für Oderhessen)

M.2bb Zweites Blatt

Kampf bis zu einer klaren Entscheidung.

Die Rede des Führers auf dem Crinnerungstreffen der Alten Garde.

Des deutschen Volkes Wiederaufstieg

gefa'

die

1923 war der Beginn unseres Siegesmarsches

'"Jetzt sparen- y * später -fanmv.

WANDERER> R AD

mand bereit, sich ausplündern zu lassen, sa ober nein? Ist jemand dumm genug, dabei still zu sem, ja oder nein. Und wenn eine Demokratie dumm genug ist, dabei still zu sein, dann ist sie gut. Und wenn ein autoritärer Staat erklärt:Ihr p Unwert unser Volk nicht mehr äus, weder innen noch außen", dann ist er schlecht.

ausnützten.

Unser Fleiß im Inneren hat aber die andere WeU nun nicht etwa beruhigt, fonbern im Gegen­teil, sie ist er st recht darüber erbittert worden. Als wir an die Macht kamen, sagten sie: Das dauert zwei, höchstens sechs oder acht Wochen, und das können wir abwarten." Nach drei Monaten sagten sie:Es muß etwas geschehen, der geht nicht." (Schallendes Gelächter.) Und dann roolüe man etwas gegen mich tun. Daher setzte ich mich zur Wehr, und Sie kennen sie, die Maßnahmen, die wir gleich im ersten Jahr 1933 treffen mußten. Als ich merkte, daß man uns eine Schlinge um den Hals legen wollte, bin ich aus dem Dölkerbunb und aus der Abrüstungskonferenz herausgegangen. Außerdem habe lch die Aufrüstung dann natürlich noch stärker vorwärtsgetrieben. Im März 1934 gab ich den Befehl zur Verdreifachung u n. serer Armee.

Nun begann der internationale Kampf gegen uns mit allen Mitteln im Innern und im Aeußern, Ver­suche der Anzettelung von Revolutionen im Inneren, eine allgemeine Einkreisung im Aeußeren. Dabei immer wieder die Prophezeiung:Wenn sie nicht politisch zugrunde gehen, gehen sie wirtschaft- l i ch zugrunde." Ich weiß nicht, wieviel Menschen damals gebetet haben, soweit sie überhaupt an den lieben Gott glauben, er möge uns eine schlechte Ernte schicken oder daß unsere Maßnahmen zur Beseitigung der Arbeitslosigkeit nicht gelingen möch­ten usw. Sie waren so hypnotisiert von ihrem eige­nen Wunsch, daß sie sich die Erfüllung dieses Wun­sches selbst einsuggerierten. Sie sagten:Das kann ja auch nicht anders sein, das muß ja wirtschaftlich kaputt gehen!" Und sie haben sich das solange vor- geredet, bis sie es endllch glaubten. Sie beschrieben

demokratischen Volksgenossen zu übetzeugen und zu gewinnen. Ich habe mich nur dann gewehrt, wenn der andere mir von vornherein mit der ge-

standes doch vernichtet worden wäre.

So sind wir dann langsam gewachsen, von den einen mit Gleichgültigkeit betrachtet, von den an­deren mit Ingrimm verfolgt, von vielen gehaßt, einfach aus Bequemlichkeit. Wie manche Bürger, die uns von ihren Fenstern aus auf der Straße zusahen, hatten damals eine stille Wut und sagten: Immer diese Unruhe, wenn sie nur endlich ein­mal stille sein wollten! Immer kommt es zu Schlä­gereien, nur weil sie keine Ruhe geben. Sie sollen sich doch einfach fügen. Wir fügen uns doch auch. Man kann ja im Innern denken, wie man will, aber muß man dann das nach außen ununter­brochen aussprechen. Man kann es doch für sich be­halten. Man kann auch dann noch ein würdiger Bürger sein. Wir protestieren auch, aber wir pro­testieren in uns, in der Stille und höchstens mit dem Geist. Aber immer mit der Gewalt! Sie wissen, daß die anderen mit der Gewalt kommen, also soll der Klügere nachgeben." Wir sind nun damals nicht

Wir haben nur das eine Ziel gekannt, dem deut- 1 schen Volke zu nützen und ihm zu dienen, und ' waren bereit, dafür auch alles auf uns zu nehmen. Und dann kam das Jahr 1923. Wir unternahmen den ersten Versuch, die Macht in unsere Hand zu bekommen. Der Versuch scheiterte. Damals sind nun die er ft en Blutopfer gefallen. Gerade die­sen scheinbaren Zusammenbruch des Jahres 1923 aber habe ich immer als den Beginn des s P a - terenSiegesmarsches angesehen. Ich wußte, daß, nachdem^ es unseren Gegnern nicht gelungen war, die Bewegung restlos auszurotten, die sich toieber erheben würde, und daß dann die Blut­zeugen dieses 9. November mithelfen würden, die Bewegung vorwärts zu führen und chr endlich den Sieg zu sichern. Die Gegner allerdings glaubten, daß der 9. November das Ende sei. Und doch war wenige Monate später im wesenllichen bereits eine neue Fundierung der Bewegung erfolgt, und ein Jahr darauf begann der neue 21 u f ft i e g. 1925 wurde ich aus der Festung entlassen, und nur wenige Monate genügten, um die Partei neu zu gründen. Und dann begann dieser staunenswerteste Krieg und Kampf und einzigartigste Siegeszug um Deutschland. Die Jahre 1925 und 1926, 1927 und 1928, 1929 und 1930, sie sind für viele andere viel­leicht belanglos gewesen. So mancher Burger lebte damals so in seinen Kleinkranz dahin und wußte qarnicht, was unr'itjn herum vor ging. Daß sich eine der größten Revolutionen aller Seiten vorbereitete, das haben diese Bürger nicht gesehen und mancher Führer der SPD. und KPD. hat es nicht begriffen, daß eine Umwälzung von einzigartigem Ausmaß ftattfanb. Wir Nationalso­zialisten aber haben dies alles erlebt, mir haben gekämpft Jahr für Jahr, Monat für Monat und konnten zu unserer stolzen Freude endlich sehen, daß die Bewegung wuchs und um sich griff, bis dann endlich nach dem Jahre 1931 und 1932 das Jahr 1933 kam, das uns den Sieh brachte.

Vielleicht gab es damals manche wir wißen das ja, meine lieben Parteigenossen, die sagten: Gott fei Dank, jetzt sind sie an der Macht, letzt ist die Ruhe da. Jetzt haben sie die Macht, letzt werden sie aufhören, parteipolitisch zu kampsen. Für diese Leute war der Nationalsozialismus immer nur eine Parteierscheinung. Sie haben nicht begriffen, datz her Kampf der Partei nicht aufhorte, weil die Partei Staat, Weltanschauung und Deutsches Reich geworden war. sondern daß der Kampf um das deutsche Volk erst recht fortaefübrt werden würde, solange nicht verletzte , Deutsche in den Bannkreis dieser Idee gezwun- : gen war. Und auch damit konnte es dann keinen , Stillstand geben, sondern jedes Jahr mußte dieser : Kampf von neuem einsetzen. Die deutsche Jugend [ wurde nun gewonnen, Jahrgang um Jahrgang em- , geschult und das große Gebäude des natwnalsozia- i jistifchen Staates aufgerichtet. .

Zugleich erfolgte der große innere Wieder­aufstieg des Volkes. Sie wißen: Ich habe nie­mals Streit und Händel gesucht. Es war immer mein Ziel gewesen, bbn kommunistischen und sozial.

nicht einmal eine einzige Zeitung. Er hat keine Par­tei, er hat gegen sich alles, was da ist. Er will gegen alles kämpfen. Er will kämpfen geaen die Unternehmer genau so wie gegen die Proletarier, er will kämpfen gegen das demokratische Reich ge­nau so wie gegen die Länder, er will kämpfen gegen all die Konfessionen, gegen die organisierte Gesellschaft, gegen das Kapital, aber genau so gut gegen die Organisation der Gewerkschaften. Es gibt überhaupt nichts, wogegen dieser Mensch nicht kämpfen will. Er will einen neuen Staat auf­bauen, eine neue Gesellschaft und hat überhaupt niemand hinter sich, ein Wahnsinniger, der es un­ternimmt, allein hinauszugehen und einer ganzen kompakten Mehrheit auf allen Gebieten den Kampf

I anzusagen.

ein Leben nicht mehr empfehlenswert zu fein, das keinerlei Aussicht bot, jemals die Gleichberechtigung und damit die Freiheit des deutschen Volkes wieder erreichen zu können.

Damals begann nun unser eigener Kampf. Es war ein schöner Kampf, denn es war ein Kampf, der gegen alle Wahrscheinlichkeiten geführt wurde Als ich zum erstenmal in dieser Stadt auftrat und viele von Ihnen, die Sie heute hier sind, mir dann zu folgen anfingen, wurde ich selbst von den besten Freunden aufgegeben. Man konnte es gar nicht be­greifen, wie einsonst so vernünftiger Mensch" es sich plötzlich in den Kopf setzen konnte, allein gegen eine ganze Welt von Realitäten anzukämpfen.

Man sagte: Was will dieser Unglückswurm? Er hat weder Geld, noch hat er eine Armee hinter sich,

ballten Faust entgegentrat. Dann allerdings sagte ich:Genosse, ich weiche keinen Schritt zurück! Ent­weder du nimmst die Faust weg oder ich breche sie auf, eines von beiden! Ich bin gern bereit, mst dir zu diskutieren, wenn du mir aber mit Gewalt entgegentrittst, bann merke dir, ich scheue die Ge­walt nicht, und du wirst sehen, daß wir nicht weniger die Gewalt aus üben können als du selbst." Und wir haben die Millionen gewon­nen. Die 13 Millionen Wähler 1932 kamen ja nicht vom Mond her, sie waren auch nicht frühere Nicht­wähler, sondern es sind Menschen gewesen, die aus allen Parteien gekommen waren. Wir haben sie alle allmählich überzeugt. Sie haben chre früheren Vor­urteile uns gegenüber abgelegt und sind ist eine Gemeinschaft hineingewachsen.

Genau mit dem gleichen Gedanken trat ich auch die Macht im Jahre 1933 an. Denn was kann es Besseres geben als im Frieden arbeiten zu können! Und wir haben gearbeitet. Das haben wir doch bewiesen! Wenn mir heute einer sagt:Ja, vielleicht ist im politischen Leden manchesmal^ der Krieg notwendig, um einem Regime zu helfen" dann nur bei den Demokratien, aber bei uns nicht! Denn ich brauchte gar keine Hilfe. Das deutsche Volk stand hinter mir,' und hinter mir stand die Be­wegung. Was haben wir in den Jahren bis 19-39 geschaffen? Wir haben einen Staat neu aufgebaut, eine Wirtschaft' gefestigt, das deutsche Volk mit neuem Glauben erfüllt, Millionen Menschen der Verzweiflung entrissen, unsere Städte in Ordnung gebracht und die Finanzen überall saniert. Deutsch­land begann aufzublühen. Freilich mußten wir nun das gleiche erleben, was wir schon vor dem Welt­krieg' sahen! In eben dem Maße wie Deutschland emporstieg, wuchs wieder der Neid der gleichen Männer,'die Deutschland schon einmal mit Krieg überzogen hatten. Die Herren Ehurchill und Kon­sorten begannen sofort wieder zu Hetzen, die Mr. Eden und dann natürlich die Juden, an der Spitze Höre Belisha und wie sie alle heißen, sie began­nen nun ihre Hetze und steigerten sie Jahr für Jahr.

Wenn man mir vorwirft:Ihr habt gerüftet!" Ja, das habe ich getan! Man hat ja früher auch gesagt: Warum habt ihr eine SA., eine ff, wenn ihr friedlich sein wollt?" Well es Leute gab und gibt, die das nicht wollen! und denen mußte man zeigen, daß wir auch für den anderen Fall gerüstet waren. .

2lls ich an die Macht kam, lösten wir ein Reich ab, das eine Demokratie war. Es wird jetzt manch­mal so dargestellt, als ob man heute bereit sei, dem deutschen Volk, wenn es eine Demokratie wäre, alles zu geben. Das deutsche Volk war ja da­mals eine Demokratie und wie ist es trotz­dem ausgeplündert und ausgepreßt worden! . ..

Nein, was heißt für diese internationalen Hyänen Demokratie oder autoritärer Staat! das interessiert . sie gar nicht. Es interessiert sie nur eines: Ist je-

mit über 130 Menschen auf dem Quadratkilometer hat man diese Maßnahmen nicht getroffen. Wir waren so frei, daß bei uns jeder Jude oder Pollack ohne weiteres kommen konnte und sofort die volle Gleichberechtigung erhielt. Deutschland hat das spä­ter schwer büßen müssen. Es hat sich damals bei uns jene Masse internationaler Herkunft angesam- mest, die im Jahre 1918 die Fahne der Re­volution schwang. Vor allem ober war das da­malige Deutschland ein Land des Friedens. Man lebte, man wollte leben. Man verdiente, man Wollte verdienen. Man wußte, daß sich der Krieg im allgemeinen nur schlecht zum Verdienen eignet. Man hoffte so weitgehend auf den Frieden, daß man in einer Zeit, in der ohne Zweifel die andere Welt bereits gegen Deutschland rüstete, jeden für uns günstigen Augenblick der unvermeidlichen Aus- -einandersetzung oorübergehen ließ. Als dann der Krieg kam, traf er Deutschland in denkbar unge­rüstetem Zustand. t

Ich bin fein Kritiker der damaligen Zeit, obwohl ich es sein könnte, denn ich habe wie kaum ein ^roeiter vielleicht in der Geschichte aus d e r Vergangenheit meine Lehren gezo­gen und habe sie beherzigt. Ich habe mich bemüht, das deutsche Volk nicht mehr einem ähnlichen Ge­fahrenzustand entgegengehen zu lassen wie damuls.

Da m a l s schon war England unser Feind. Wenn ichEngland" sage, dann weiß ich ganz genau, daß auch dort Volk und Führung nicht eirt und dasselbe sind. Ein kleiner Klüngel inter­nationaler Demokraten, Juden und Plutokraten be­herrscht dieses Land, und dieser Klüngel hat auch damals bereits die Hetze zum Krieg betrieben. Es ' find sogar die gleichen P e r s o n e n w i e heute. Mr.Churchill von jetzt war bereits damals einer der größten Kriegstreiber, und mancher an­dere, der heute alt ist, hetzte damals m feiner Ju­gend. Auch damals haben die britischen Kriegshetzer es vermocht, eine Welt gegen Deutschland zu mo­bilisieren. So kam der Krieg, den Deutschland , nicht wollte. Denn es hätte bei eigenem Willen bef- fere Gelegenheiten gehabt, diesen Krieg zu f"bren. Und obwohl die Rüstung des damaligen Deutschen Reiches eine schlechte war heute können wir das ruhig aussprechen, hat es trotzdem über vier Jahre standqehalten. Als einstiger Soldat des Weltkrieges und heutiger Oberster Befehlshaber der deutschen Wehrmacht kann ich sagen: Sie hatten auch damals Deutschland nicht besiegt, wenn uns nicht ihr Verbündeter im Innern ge­brochen hätte! Vier Jahre bemühten sie sich, und es war nötig, erst einen amerikanischen Zauberpriester erstehen zu lassen, der die Formal fanb, auf die das deutsche Volk im Vertrauen auf das Ehrenwort eines fremden Präsidenten hereinfiel. Wenn man später- so tat, als ob man Ms auch ohnedem be­siegt haben würde, dann kann man nur die Frage erheben: Warum rief man dann den Seift durch den wir betört werden sollten, wenn 6s auch ohne­dem gelungen wäre? Deutschland wurde damals zu Boden geworfen durch einen Haufen von Verschwö­rern, die in unserem eigenen Volke und Lande nun alle ihr Unwesen treiben konnten. /

Für die Gutgläubigkeit erhielten wir die Quit­tung. Der 8. und 9. November 1918 und die folgen­den Wochen sind für alle Zeiten e/ne Warnung für unser deutsches Volk. Don den da­maligenSiegern" ist nicht ein einziges Verbrechen gehalten worden. Der größte Wortbruch aller Betten begann. .Eine Periode des Leidens und des Elends und damit der Verzweiflung in unserem Volk folgte. Es gab viele Menschen, die überhaupt keine Lust mehr am Leben hatten. Die Selbstmord Ziffern ft - gen bis über 20 000 pro Jahr. Den meisten schien

ften Mal zu jenen Problemen Stellung genommen, an denen heute noch,' bald 30 Jahre später, die so­genannten Demokratten blind und taub vorbei­gehen. Sicherlich mürben diese Probleme, wie es nicht anders denkbar war, aus der damaligen Zeit herausgelöst, d. h.: Der im tiefsten Grund eben doch kapitalistische Staat konnte naturgemäß nur zögernd und halb an die Lösung sozia­ler Fragen Herangehen. Aber um so bemerkenswer­ter ist es, daß man sich wenigstens mit derartigen Problemen überhaupt befaßte und versuchte, sie ent­sprechend den damaligen Möglichkeiten zu lösen.

Im übrigen war das damalige Deutschland noch ein Land der Demokraten. Die Demokratie feierte gerade in unserem Land vielleicht größere Orgien als irgendwo anders. Es war d a s Land der Freiheit. Jeder konnte tun und lassen, was und wie er es wollte. Diese Freiheit ging sogar so weit, daß man selbst die Grenzen.des damaligen Reiches für jedermann frei und offen hielt. Nicht etwa so wie in Amerika, dem sogenanntenLand der unbegrenzten Freihett". Dort mußte jeder Ein­wanderer ein außerordentlich schweres Examen be- ftehen, ehe ihm endgültig die Erlaubnis zum Be­treten dieses geheiligten Bodens der Demokratie ge­geben wurde,' obwohl dort kaum zehn Menschen auf den Quadratkilometer lebten. Bei uns damals schon

die Klügeren gewesen. Ja: Ich war es schon als Knabe nicht. Ich habe es immer vorgezogen, nicht nachzugeben, auch auf die Gefahr hin, daß die anderen vielleicht sagten:Er war nicht klug!"

Wir haben deshalb die Ruhe dieser Bürger im- mer wieder gestört, haben uns nie gebeugt, sondern immer wieder aufbegehrt und haben es so langsam sertiggebrächt, uns die Straßen zu er­obern, die Platze zu beherrschen und Ort um Ort in unseren Besitz zu bringen.

Und dann begann das Hinausdrängen aus un­serer engeren Heimat hier. Es war ein harter Kampf, oefonbers aber auch gegen bas Volk, bas in unserem Lande fast allmächtig zu sein schien, gegen das Judentum. Und was das bedeu­tet, das weiß derjenige, der heute geboren wird, in späterer Zukunft überhauvt nicht mehr Es war em Kampf gegen eine stattliche Macht, die von unserem ganzen Volke Besitz ergriffen hatte, die alle Schlüs­selstellungen des geistigen und intellektuellen, aber aber auch des politischen und- wirtschaftlichen Le­bens in chre Hande gebracht hatte und von diesen Schlüsselstellungen aus die ganze Nation über­wachte. Es war ein Kampf aegen eine Macht, die zugleich aber auch den Einfluß besaß, denjenigen mtt dem Gesetz zu verfolgen, der es unternahm, sich dem Kampf gegen sie anzuschließen und bereit war, dem Vordringen dieser Macht Widerstand entgegen­zufetzen. Das allmächtige Judentum hat uns da­mals den Krieg angesagt.

Sie wißen, meine- Kameraden, daß ich immer die Auffassung vertreten habe, daß es ein dümmeres Volk als das jüdische Volk nicht aibt, allerdings auch kein gewissenloseres und skrupelloseres. (Brau­sender Beifall.) Ich habe deshalb immer die Auf- fassung vertreten, daß die Stunde fommen wird, da wir dieses Volk aus den Rechen unserer Nation entfernen werden. So haben wir allem, was damals diesen Staat trug und was ihn führte, den Kampf angesagt und waren nur einem einzigen er­geben, nämlich dem deutschen Volk.

Er war nicht so einfach, dieser Kampf, und trotz­dem begannen sich allmählich die Erfolge zu zeigen. Gegen die Totschweigemethode sowohl als gegen die Methode des Lächerlichmachens, des Spot­tes, später gegen die Flut von Lügen und Ver­leumdungen uhb endlich gegen den Terror begann sich die junge Bewegung durchzusetzen. Sie alle haben das erlebt. Sie sind damals einzeln zu mir gestoßen, die einen im Jahre 1919, die anderen 1920, 1921 und später. Wir alle aber haben schon damals das Gefühl gehabt:Wir werden diesen Kamps um die Macht m Deutschland trotz allem gewinnen. Er mag schwer sein. Was für uns spricht, das ist die Pernunft, das ist die Richtig­keit der Grundsätze, das ist biß Erkenntnis, baß der derzeitige Staat nicht erhalten werden kann, daß es nur eine Frage der Zeit ist, wann er so ober so zerbricht".

Es war endlich fast möchte ich sagen mystischer Glaube in bie Unsterblich­keit unseres Volkstums, eines Volkstums, das aber bei der Beibehaltung des gegebenen Zu-

Parteigenossen und -genossinnen!

Meine Kpmeraden!

Wir feiern nun wieder den 9. November, und so wie damals vereint uns am Vortag eine Kund­gebung. Für uns war das Jahr 1923 ein Höhe­punkt des Kampfes um die Macht in Deutschland. Diesen Kampf und damit die Bedeutung des Tages, Den mir feiern, begreift aber nur derjenige, der sich zurückerinnert an die Zeit, in die wir damals hm- eingestellt waren und der sich vor allem die Vor­geschichte dieses gewaltigen Ringens wieder vor Äugen führt. Als wir in das politische Leben der Nation eintraten, waren unsere Namen unbekannt.

Wenn wir als sogenannter autoritärer Staat der sich von den Demokratien dadurch unter­scheidet, daß er d i e M a s s e n d e s V o l k es h i n - ter sich hat (schallende Heiterkeit) wenn wir also als autoritärer Staat all das erfüllt hätten, was die internationalen Plutokratien uns an Op­fern aufbürdeten, wenn ich im Jahre 1933 erklärt hätte:Hohe Herren in Genf! und hohe Herren meinetwegen irgendwo! Was verlangt ihr? Wir werden es uns sofort aufschreiben. 8 Milliarden für das Jahr 1933, 1934, 1935? Wir werden sie unverzüglich abliesern! Dann hätte man gesagt: endlich ein vernünftiges Regime in Deutschland! (Stürmische Heiterkeit.)

Ich habe damals eine andere Auffassung ver- treten Als ich zur Mächt kam, wurde gerade vor uns noch eine Gutschrift ausaefertigt. Das war bie letzte, so ungefähr mit 5 Milliarden, die sollten mir noch, bezahlen. Ich hatte nun den festen Entschluß

' ißt, gar nichts mehr zu bezahlen. Aber ich dachte, U1C Leute, die vorher unterschrieben hatten, daß mir 5 Milliarden an das Ausland bezahlten, das sind doch lauter gute demokratische Rechner gewesen, und mir sagte man ohnehin nach, ich sei kein Rech­ner ich verstünde nichts von Wirtschaft. Wenn also diese Leute es für möglich hielten, daß mir dem Ausland noch einmal 5 Milliarden zahlten, dann sagte ich:Dann können wir auf alle Fälle zunächst 5 Milliarden Im Innern für die de u t s ch e Rüstung ausgeben (brausender Beifall), das qt ja nur eine Transferierung des Beträge." (Stür­mische Heiterkeit.) Und damit habe ich angefangen. Sie alle, meine Parteigenossen, wissen, daß ich keine halben Sachen mache, sondern wenn ich etwas an­fange, dann mache ich es auch Wnz. Ich war be­reit, Öen Fri ed en zu machenl Ich war bereit, abzurüsten, meinetwegen bis zu den Finger­nägeln. Wenn die Engländer darauf eingegangen wären, gut! Sie sind nicht darauf eingeganaen, auch gut! Dann aber konsequent und nichts Halbes! Ich hasse nichts mehr als Kompromisse und halbe Ent­schlüsse. Ich habe einen Entschluß gefaßt: Entweder wir sind gar keine Soldaten, oder mir sind die ersten der Welt!

Und ich habe dann.die Vorbereitungen getroffen, und zwar gründlich getroffen. Das deutsche Volk ist dabei trotzdem nm nichts gebracht morden, im Gegenteil. Wir haben sieben Millionen Menschen wieder in den Produktionsprozeß eingegliedert. PZir haben bie früher nur zur Hälfte ihrer Zeit Tätigen auch rund sieben Millionen von ihrer kurz­fristigen Arbeit zu einer normalen Wochen arbeit gebracht, mir haben allen Löhne ausgezahlt, mir haben dabei ben Preis ber Währung stabil gehal­ten, unb jeder konnte sich für fein Geld etwas kau­fen. Wir haben die Produktion auf das Ungeheuer­lichste gesteigert, imm^r ausgehend von unseren na­tionalsozialistischen Grundsätzen, daß das Entschei­dende in der Wirtschaft die vorhandene 2lrbeits- kraft und die Fähigkeit ist, diese Arbeitskraft zu organisieren und einzusetzen, daß die Grundlage unserer Währung eben nicht^Gold sein kann, son­dern die Produktion ist. Das heißt also, daß es ganz in unserem Ermessen liegt, durch Fleiß uns Arbeitsprodukte und Ko-nsumgüter zu schaffen, di<^ dann wieder dem Volke zugutekommen müssen, ge­nau so wie man das auch durch Faulenzen verhin­dern kann. Wir erlebten bann, baß bie Geldstaaten mit ihren Währungen kaputtgingen, während wir, ber Nichtgelbstaat, die Währung behaupteten. Einige andere Länder haben nun das Gold eingehamstert uni) aufgehäuft, und nun droht in die Wett eine Erkenntnis einzudringen, und zwar eine praktisch erhärtete Erkenntnis nämlich daß das Gold an sich gänzlich belanglos ist, daß man ohne Gold genau so gut leben kann wie mit ihm, ja sogar unter Umständen noch besser. Diese Erkenntnis kann für diejenigen gefährlich werden, die im Gold ein Element ihres Kampfes um die Macht sehen und es auch immer als solches Element werteten und

Der größte Teil von uns, ich an der Spitze, gehörte nicht einmal einer Partei an. Die meisten waren Soldaten gewesen, kehrten aus dem großen Kriege zurück, mit Grimm und Verzweiflung im Herzen. Die Lage unseres Volkes, des Deutschen Reiches, schien hoffnungslos zu sein. Das Deutsch­land der Zeit,oor dem Jahre 1914 ist nicht mehr unser Deutschland. Trotzdem fühlen wir uns auch mit ihm verbunden, denn es verkörpert immerhin die Einheit eines großen Teiles der deutschen Men­schen. Es mar ein Land der Arbeit, ein Land der Wohlfahrt. In diesem damaligen Deutschen Reich sind, trotz allem was dagegen gesagt werden mag, die Anfänge einer sozialen Gesetzgebung zu sehen. In diesem Deutschland hat man zum er-