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verblieb kleiner Ueberstand.
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SJ.-fport
CHLORODON
Wie alle Krankheiten, so bedeuten auch Zahnerkrankungen eine Schwächung unserer Arbeits- und Wehrkraft.
Ziege Schießtätigkeit
der Kriegerkameradschast Lollar.
Lollar, 8. September. Die Kameraden der Krie verkäme rad schäft Lollar widmeten lick in Lebtet Zeit wieder rege dem Schießsport, um die Kyffhäu-ser-Ehrennadel in ihren Besitz 3U brm- aen So schossen die Kameraden Willi Bors ch e l und Adolf Göttlich die bronzene Ehrennadel. Möge es ein Ansporn sein für die übrigen Kameraden Damit fernerhin das Schießen seinen Reiz behält, werden bei jedem Schießen einige Ehren- scheiben herausgeschossen.
Lprcan»"°'d.rn Der jcDnftion.
11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr Samstagnach- mittags geschlossen. ,
stehenden Mitgliedern kam in der erneuten Versendung von Liebesgaben sichtbar zum Ausdruck. Einem vor einiger Zeit den Verwundeten eines hiesigen Lazaretts gewidmeten Konzert wird eine wertere derartige Veranstaltung in einem anderen Lazarett demnächst folgen. Mit dem Wunsche, daß der Krieg auch gegen den englischen Hauptfeind einen ruhmvollen Ausgang finden möge wurde dre em- drucksvolle, von stimmungsvollen Chorgesangen umrahmte Gedenkstunde mit dem Treuegruß an den Führer geschlossen.
Bunter Nachmittag
in einem Reserve-Lazarett.
133 P.; 2. Alfred Henning, 123 P.; 3. Gert Herzberger, 110 P.; 4. Walter Freitag, 107 P.; 5. Otto Gilbert, 93 P. r r Ä .
Dreikampf, Jugendklasse A. 1. Artur Sack, 66 P.; 2. Richard Krieger, 65 P.; 3. Albert Rinn, 53 P.; 4. Otto Rinn, 46 P.; 5. Franz Rinn und Ludwig Hofmann, je 44 P.
Dreikampf, Jugendklasse B. 1. Adolf Menges, 79 2. Walter Rinn, 73 P.; 3. Hans
Rinn, 71 P.; 4. Karl Gernandt, 68 P.; 5. Hans Reuschling, 62 P.
Dreikampf,Jungvolkklasse A. 1.Franz Rinn 61 P.; 2. Erich Volkmann, 56 P.; 3. Hans Bepler, 55 P.; 4. Heinrich Krauskopf, 53 P.; 5. Dieter Lotz, 51 P.
Dreikampf, Jungvolkklasse B. 1. Horst Jürgens, 68 P.; 2 Willi Bürüing, 63 P.; 3. Herbert Weber, 62 P.; 4. Kurt Schäfer und Hans Leib, je 59 P.; 5. Hugo Volkmann, 58 P.
Dreikampf, Jungmädelklasse A. 1. Gertrud Schmandt, 62 P.; 2. Thea Nesseldreher, 53 P.; 3. Liefet Hahn, 50 P.; 4. Erna Förster, 49 P.; 5'. Klärchen Seipp, 47 P.
Dreikampf, Jungmädelklasse B. 1. Liselotte Schleenbecter, 70 P.; 2. Else Schmidt, 66 P.; 3. Luise Rinn, 56 P.; 4. Elfriede Kröck, 55 P.; 5. Anni Henkelmann, 51 P.
Sechskampf, BD M.-Kl ässe. 1. Emmi Reinstädtler, 126 P. (außer Konkurrenz); 1. Emmi Kröck, 124 P.; 2. Martha Hofmann, 120 P.; 3. Erna Hahn, 109 P.; 4. Irmgard Wobker, 105 P.; 5. Emmi Rinn, 102 P.
Sechskampf, BD M.-Klasse B. 1. Emmi Freitag, 103 P.; 2. Edith Schreiber, 101 P.; 3. Lotti Germer und Anni Hahn, je 96 P.; 4. Elfriede Kreiling, 94 P.; 5. Waltraud Reidt und Elisabeth Henkel, mann, je 92 P.
Einzelbestleistungen: 100-m-Lauf: Hans Rinn und Werner Schmidt, je 12 Sek. — Kugelstoßen (6,25 kg): Artur Sack, 12,30 m. — 1000-m- Lauf: 1. Walter Rinn. — Diskus: Artur Sack, 29,40 m. — Hochsprung: Adolf Menges und Werner Schmidt, je 1,60 m. — Dreisprung: Werner Schmidt, 12,10 m. — Weitsprung: Werner Schmidt, 6,57 m.
Handball.
Io. Großen-Linden I — Io. 1860 Lich I 5:7.
Beide Mannschaften trafen sich am Sonntag in , Großen-Linden zu einem Freundschaftsspiel. Da die Sicher nur mit neun Mann antraten, war für die । Matzmannschaft eine kleine Feldüberlegenheit sofort gesichert. Dis zur Pause lagen daher auch die ; Großen-Sindener mit 5:4 im Vorteil. Nach dem ; Wechsel kamen die Gäste immer mehr in Front und entschieden das Spiel mit einem klaren Sieg
, für Lich.
Die NSG. „Kraft durch Freude" bereitete am Sonntagnachmittag den Verwundeten in einem hiesigen Reserve-Lazarett einige frohe Stunden. Den Pattenten und den Aerzten mit dem Lazarett-Personal hatten sich auch Vertreter von KdF. und Kameraden von der NSKOV. als Gäste zugesellt. Grete F l e ck e n st e i n leitete mit schönen Tanzvorführungen die Vortragsfolge ein. Die Soubrette Eva P e q o r e t t i erfreute dann mit ihren entzückenden Liedern. Der Akkordion-Solist Ernst Formhals bewies auf seinem Instrument sein großes Können durch eine Reihe ausgezeichneter Darbietungen. Als musikalischer Clown verstand es Herr Kemp- A r n o l d i, ausgezeichnet zu unterhalten. Mit großer Freude lauschte man auch den bewundernswerden Liedvorträgen des Quartetts der „Sorgen- breche r", das unter Klavierbegleitung von Karl Engelhard sich in vortrefflicher Weise um die schöne Bereicherung der Stunden verdient machte. Alle Darbietungen, die unter dem Motto „Lustiges Kunterbunt" gebracht wurden, bereiteten den Zuhörern sichtlich große Freude und wurden denn auch in verdienter Weise mit lebhaftem Beifall ausgenommen. Den Mitwirkenden und KdF. gebührt voller Dank für den schönen Nachmittag für unsere
Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 10, Radieschen, das Bund 10 Rpf.
** Goldene Hochzeit. Am morgigen Mittwoch, 11. September, begehen der ^mversitats- Turn- und Tanzlehrer i-R. Wilhelm Will un Frau Luise, Bahnhofstraße 53 wohnhaft, das Fest der goldenen Hochzeit. Neben seiner früheren: beruflichen Tätigkeit ist Wilhelm Will durch sein lang, jähriges ehrenamtliches Mrken als Gauoberturn- wart der früheren Deutschen SurnerfcH Kreisen bekannt geworden. Bei seinem Rücktritt von diesem Amt wurde er zum Ehren-Gauoberturnwart ernannt. Der allseits beliebte und hochgeschätzte Jubilar ist 76 Jahre alt seine Ehefrau , d iim 72. Lebensjahre steht, ist Trägerin des Ehrenkreu zes der Deutschen Mutter. Dem Jubelpaar bringen auch wir unsere herzlichen Glückwünsche dar.
** Erfolgreicher Hunde züchte^ Aus dem Dobermannzwinger „von Hohenadel.Bfitz- Friedrich Bauer, Gießen, wurde die Yunghundm Ästa von Hohenadel" auf der Agememen Rasse- Hunde-Ausstellung am vorgestrigen Sonntag in Stuttgart mit der Note „Vorzüglich ausgezeichnet und ihr der 2. Preis zuerkannt.
Sdjroeinemartt in Butzbach.
* Butzbach, 10.September. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 435 Ferkel aufgetrieben. Es kosteten bis 6 Wochen alte Tiere 16 dis 18 RM., 6 bis 8 Wochen alte 18 bis 20RM ältere 20 bis 25 RM. Der Handel war schleppend,
Verwundeten.
Monatsappell des £.=3<R 116.
Am Samstag fand der zahlreich besuchte Monatsappell der Kameradschaft Landw.-Inf.-Regt. 116 bei Kamerad A. Gimpel statt. An Stelle des in Urlaub befindlichen Kameradschaftsführers R. Schneider begrüßte Ehrenvorsitzender W. B o p die Versammlung. Da der Abend dem Andenken an die Feuertaufe des Regiments bei Ditry-le- Franxois gewidmet war, gedachte er in ehrenden Worten der damals in den Reihen des Regiments für Volk und Vaterland Gefallenen, aber auch der Toten der Bewegung und des jetzigen Krieges. Er schloß mit dem Dank an den Führer und einem begeistert aufgenommenen Sieg-Heil auf Führer und Vaterland. Es wurden dann geschäftliche Angelegenheiten erledigt, Befehle der Kreisführung über Dienstanzug, Schießwesen, Fechtwesen usw. bekanntgegeben und eine ansehnliche Sammlung für die Wohltätigkeitsanstalten des NS.-Rrichskrieger- bundes veranstaltet. In dem gemütlichen Teil des Abends wurden Kriegserinnerungen ausgetauscht und die glorreichen Ereignisse des Krieges 1939/40 besprochen.
Aus dem Gießener Handelsregister.
Es ist erfteulich, daß sich auch m unserer Stadt schon zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts Vereinigungen gebildet haben, die sich die Pflege des damals noch jungen mehrstimmigen Chorgesangs zum Ziele gesteckt hatten. Gefördert wurden diese Bestrebungen durch Tondichtungen bedeutender deutscher Meister, von denen besonders Friedrich Silcher volkstümlich geworden ist. So hat sich der Chorgesang zu einer Volkskunst entwickelt, die längst Eingang in die Herzen aller für Erbauung und Schönheit empfänglichen Deutschen gefunden hat. Zu diesen Vereinigungen ist im Jahre 1878 der Gesangverein „Heiterkeit" getreten, der diese edlen Bestrebungen in ständig sich steigernder Weise gepflegt hat und dessen alljährliche Konzerte bekannt und geschätzt sind. Anläßlich der 62. Wiederkehr des Gründungstages versammelten sich die aktiven Mitglieder der .^Heiterkeit" am vergangenen Samstag zu einer zeitgemäßen schlichten Feierstunde in ihrem Dereinslokal „Schipkapaß". Vereinsführer Uhrhan würdigte die Vergangenheit des Vereins und behandelte im besonderen die Ausgaben in der Kriegszeit, die dank eines vorbildlichen Zusammenhalts bis jetzt noch keine Unterbrechung zu erleiden brauchten. Er konnte einige Fronturlauber begrüßen und gedachte ehrend des vor Amiens gefallenen Mitgliedes Otto Dechert. Die Verbundenheit mit den im Kriegsdienst
In das Handelsregister beim Amtsgericht Gießen wurden folgende (Eintragungen gemacht: Dem Handlungsgehilfen Gerhard Blumröder bei der Firma Heinrich Vogel in Gießen wurde Einzelprokura erteilt. — Bei der Firma Paul Heidlinde- mann in Gießen, Geschäftsinhaberin Anna Karola Heidlindemann, geborene Braun: das Geschäft wird unter der alten Firma weiter geführt. — Bei der Firma Heinrich Christ, Holzmühle bei Lollar: Geschäftsinhaber: Müllermeister Wichelm Friedrich, Holzmühle bei Lollar. Die Prokura der Heinrich Christ -Ehefrau ist erloschen. Der Wichelm Friedrich Ehefrau Anna, geborene Christ, auf der Holzmühle bei Lollar, ist Prokura erteilt. — Die Firma Karl Bieler in Gießen ist erloschen.
Gießener Wochen Marktpreise.
* G i e ß e n, 10. Sept. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Markenbutter, V» kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10, Kartoffeln, % kg 4,8, 5 kg 48, Wirsing, % kg 7, Weißkraut 6, Rotkraut 8, gelbe Rüben 7, rote Rüben 8, Spinat 20, Römischkohl 10, Bohnen (grün) 15 bis 18, (gelb) 21, Unterkohlrabi 7, Tomaten 16, Zwiebeln 12, Rhabarber 10, Kürbis 7, Feldsalat f/io) 10, Frühäpfel, kg 15 bis 25, Falläpfel 4 bis 6, Zwetfchen 16, Blumenkohl, das Stück 10 Rpf. bis 1 RM., Salat 5 bis 10, Salatgurken 10 bis 40, Einmachgurken 1^ bis 4, Endivien 5 bis 10, Oberkohlrabi 5 bis 10,
zahlreichen Ansprachen herzliche Worte des Dankes und der unvergänglichen Erinnerung für sein allezeit tatfreudiges Wirken gewidmet. Es^ sprachen Sanitäts-Gruppenführer Märchen, SA.-Ober- gruppenführer Beckerle, der im Anschluß an seine Abschiedsworte für den Heimgegangenen Kameraden einen Kranz des Stabschefs der SA. nie- derlegte, im Auftrage des Gauleiters Kreisleiter Backhaus (Gießen), ferner Brigadeführer Schwarz namens der Brigade 147 Gießen, Standartenführer Lutter für die Standarte 116, Standartenführer Hellwig für die Standarte 254, Standartenführer Schädlich für die Standarte 145, Hauptsturmführer Vieryaus für die Reiterstandarten 147 und 247, Gauamtsleiter Professor Dr. med. H. W. K r a n z als Leiter der Bezirksstelle Gießen der Kassenärztlichen Vereinigung Deutschlands und der Aerztlichen Bezirksvereinigung Gießen, Kreisgeschäftsführer Weber im Namen der Kreisleitung Wetterau, als Vertreter des Deutschen Roten Kreuzes der DRK.-Feldführer, Medizinalrat Dr. Trautmann und Dr. med. Ploch als Vertreter der Altherrenschaft des früheren Korps Teutonia. In allen Ansprachen wurden die hohe Pflicht- auffassung, die Treue, die selbstlose kameradschaftliche Gesinnung, die stete Opferbereitschaft, die Unermüdlichkeit im Dienst für die Bewegung und die große menschliche Güte des Heimgegangenen mit herzlichen Worten hervorgehoben.
Einem Trauermarsch des Musikzuges der SA.- Standarte 116 folgte durch den Standartenführer der Namensaufruf des verstorbenen Kameraden zum letzten Appell, den die SA.-Kameraden durch ihr einstimmiges „Hier" beantworteten. Dann wurde die eindrucksvolle Feier mit dem Lied vom guten Kameraden und letzter soldatischer Ehrenbezeugung geschlossen.
Orts-Turn- und Sporttag ,
in Heuchelheim. 1
Am Sonntag führte der Turnverein Heuchelheim | ( feinen Orts-Turn. und Sporttag durch. Am Sonn- , tag vormittag traten auf dem Sportplatz 329 -LtxV ■ nehmet zum Wettkampf an. Mit der felterlichen Flaggenhiffung wurde der Wettkampf eröffnet. , Hierbei wies der Dereinsführer Otto Rinn auf den Zweck der Veranftaltung hin und begrüßte es insbesondere, daß auch die SA. und Wehrmannschaft in stattttcher Anzahl an dem Wettkampf teil« nahm. Die Politischen Leiter waren in letzter Minute durch die Sammelaktton für das WHW. verhindert. Die Vorbereitungen waren durch die einzelnen Fachwarte gut getroffen, so daß sich die Wettkämpfe flott ab wickeln konnten. Es wurden schöne Leistungen erzielt. Nach der Mittagspause wurde noch eine Reihe Sonderwettkämpfe durchgeführt. Anschließend sahen die in großer Zahl erschienenen Einwohner, die mit großem Interesse den sportlichen Davbietungen folgten, ein Handballspiel gegen die erste Mannschaft des Turnvereins Klein-Linden, das mit 13:8 Toren Heuchelheim für sich entscheiden konnte. Das weiter ange- setzte Fußballspiel gegen eine Mannschaft von Grünlingen mußte ausfallen, da die Gastmannschaft nicht antrat. Die Turnerinnen zeigten noch Tänze und führten ferner ein Werbespiel für den neu auf» genommenen Korbball durch. Gegen 18 Uhr fand die feierliche Siegerehrung statt. Vereinsführer Otto Rinn ermahnte die angetretenen Sieger zu weiterem eifrigen Einsatz, damit sie bei der Heimkehr her im Felde stehenden Kameraden in Ehren bestehen könnten. Nach der Verteilung der Sieaer» auszeichnungen sprach Ortsgruppenleiter Wobker von der Bedeutung der Leibesübungen im nationalsozialistischen Staat. Mit dem „Sieg Heil!" auf den Führer und den Liedern der Nation schloß er die Feier. Die Veranstaltung hat gezeigt, daß der Turnverein Heuchelheim in der Lage ist, auch unter den schwierigsten Verhältnissen eine werbekräftige Veranstaltung durchzuführen und vor allem den Turn- und Sportbetrieb auf breitest er Grundlage zu betreiben. Der Tag hat sicher wieder neue Freunde für den Gedanken der Leibesertüchttgung gewöhnen.
Auszug aus der Siegerlifte.
Wehrmannschafts-Dreikampf. 1. Franz Müller, 68 Punkte; 2. Ludwig Henkelmann, 58 P.: 3. Ludwig Franz, 54 P.; 4. Hermann Gerlach und Ernst Hahn, je 52 P.; 5. Ludwig Ulm, 51 P.
Dreikampf (aktiv). 1. Werner Schmidt, 74 P.; : 2. Walter Rinn, 69 P.; 3. Hermann Ludwig, 67 P.;
4. Ernst Reuschling, 51 P.
Sechs kampf, Jugend. 1. Werner Kreiling,
Dornotizen.
Tageskalender für Dienstag.
Stadttheater: 19.30 bis 21.45 Uhr „Mädchenpara- dies". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Wiener Ge- schichten". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Fräulein Frau".
Stadttheater Gießen.
Am heutigen Dienstag wird zum ersten Male das Lustspiel „Mädchenparadies" von Kurt Sell- nick ausgeführt. Damit beginnt die Reihe der in der Dorspielzeit vorgesehenen Lustspiele. Spielleitung: Hans Geißler. Bühnenbild: Karl Löffler. Mitwirkende: Anneliese Garbe, Waltraut Goettke, Jngeborg Riehl a. G., Rose Stirl; Walter Erler, Hans Albert.Schewe. Dienstag-Miete.
Ortszeit für den 11. September.
’ Sonnenaufgang 6.53 Uhr, Sonnenuntergang 19.49 Uhr. — Monduntergang 1.19 Uhr, Mondaufgang 17.11 Uhr.
Marie Hamsun in Gießen.
Die Volksbildungsstätte der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" eröffnet die Arbeit des Winterhalbjahres 1940/41 am 1. Oktober mit einem Dichterabend, für den Marie Hamsun gewonnen wurde.
Eine Pflegestätte des Deutschen Liedes.
KlausiängteinneuesLebenan
Roman von Helene Kalisch
Copyright 1939 by Prometheus -Verlag Dr. Eichacker, Gröbenzell bei München
18 Fortsetzung (Nachdruck verboten.)
Sie erscheint dann in der Begleitung von Fräulein Springer. Er ist nur Arzt und spricht während der Behandlung nichts als das Unumgänglichste. Sie ist eine sehr ruhige, beherrschte Patientin. Als er dies lobend bemerkt, spielt ein Lächeln um ihre Auaen- winkel. „Ihre Amtsmiene flößt mir ungeheure Achtung ein, Herr Doktor! Deshalb wage ich nicht zu mucksen."
Er überhört den Spott. Als er ihr vom Stuhl herunterhilft, ist fein Gesicht bleich und maskenhaft. Dann schließt sich die Tür hinter den beiden Damen, und ihm fallen die Arme schlaff herunter. „Ich benehme mich ja albern! Sie belustigt sich über mich!" raunt er und betupft sich mit dem Taschentuch die Stirn. „Weshalb muß ich ihr so gezwungen, so ver- krampft gegenübertreten?" setzt er sein Selbstgespräch fort.
„Na schön, mag sie lachen! Schließlich merkt sie auch, daß ich nicht gewillt bin, mich im Taumel tanz um ihre verführerische Person zu drehen, sondern daß ich bereits auf dem Rückzüge bin."
Er rafft sich zusammen und setzt seine Arbeit fort.
Zwischen seiner Frau und ihm bleibt die Stimmung unheilvoll. Anfangs ist Erna noch bedrückt und auch ein wenig verstört. Als sie aber merkt, daß die Unbedenklichkeit und Schonungslosigkeit, die er bei dem Ausbruch am Sonntag zeigte, wieder der Ueberlegung gewichen ist, daß er wieder Hemmungen hat, da beginnt aufs neue das sinnlose, boshafte Sticheln bei jeder Gelegenheit, das mehr als alles andere die Atmosphäre vergiftet. Jetzt zum erstenmal gibt eine unbestreitbare Tatsache ihr Anlaß dazu, eine Tatsache, gegen die sie sich auflehnt und die immer wieder ihre Empörung anfacht. Und wenn er sie totschlüge, sie kann nicht anders.
Am Mittwoch steht der allwöchentliche Skatabend
in Aussicht — diesmal bei den Schwiegereltern. Nachmittags teilt Frau Erna ihrem Mann mit, sie beabsichtige, schon früher zu gehen, und erwarte ihn zum Abendessen bei den Eltern.
„Ich komme heute nicht", entgegnet er.
Sie starrt ihn fassungslos an. „Was? — Du kommst nicht? — Warum denn nicht?"
„Weil ich keine Lust dazu habe!"
Er wendet sich ab, um ihre betroffene, empörte Miene nicht zu sehen und unterdrückt ein gereiztes Auflachen. Was sind denn das für Menschen? Man reißt sich die Seelen wund aneinander und setzt sich hinterher zusammen an den Kartentisch. Schweigend hält er der Sturzflut von Vorwürfen stand, die nun folgt. Er hätte das unter allen Umständen früher agen müssen, behauptet seine Frau. Er wisse doch, das gehe nicht so ohne weiteres! Der Papa vertrage es nun einmal nicht, wenn das feststehende Vorhaben willkürlich umgestoßen werde. Und die Mama habe doch auch alles vorbereitet ...
„Freilich, wenn der alte Gehrke nicht seinen pro- grammäßigen Skatabend hat, kriegt die Weltgeschichte einen Riß!" ruft er ärgerlich. Gib doch nicht so an! Spielt mal ohne mich Karten — meinet- mögen Sechsundsechzig — oder legt euch Patience! Längst ist mir die ganze Sache zu stumpfsinnig."
Ernas Gesicht erblaßt; Tränen sickern aus ihren Augen. „Zu ft ump ff innig? Jetzt auf einmal?"
„Nein, ich sagte ja: längst!"
„Ja, ja, ich weiß, alles ist dir über, seit du in dieses Weib vernarrt bist. Aber müssen sie es denn zu Hause gleich wissen, wie es um uns steht?"
Er stutzt: diesmal macht sie einen vernünftigen Einwand. Es ist wirklich nicht nötig, den Zwist in die Sippe hineinzutragen. „Na, meinetwegen", knurrt er, „ich werde heute noch mitkommen. Der eine Abend wird ja auch vorübergehen." —
Als Bergholz das Heim feiner Schwiegereltern betritt, fitzen diese und ihre Tochter bereits am Abendtisch. Das Ehepaar Neumann ist da und noch eine ältliche, unverheiratete Freundin der Hausfrau, von allen Tante Agnes genannt.
Der Platz neben Erna ist für ihn frei geblieben. Sie leat ihm von dem Sd)weinepokelfleisch und dem Kartoffelsalat vor. Immer essen sie hier dieses fette Zeug; er kann es schon nicht mehr seheu. Er läßt auch fast alles auf seinem Teller, was allgemeines
Mißfallen erregt. Er tut das feine bei der Unterhaltung, jedoch vorsichtig und mit Zuiückhcrltung. Der Ausdruck der Gesichter, die merklich gezwungene Stimmung am Tisch lassen ihn vermuten, daß Erna gerade das getan hat, was nach ihrem Dafürhalten am Nachmittag vermieden werden sollte. Es wundert ihn nicht sehr. Aber nun sitzen sie alle herum und können ihre Teilnahme für seine unglückliche junge Frau und ihre Entrüstung über ihn schwer bemänteln. Esel, der er ist! Daß er in diese Falle ging! Und wie sie mit ihr reden . .. So schonend und bedauernd, als sei sie eben Witwe geworden. Besonders Tante Agnes, die unwahrscheinlich lang und hager zwischen den Dickwänsten sitzt, überbietet alle anderen darin. Ihn mustert sie feindlich durch ihren goldgerandeten Kneifer, der schwankend auf ihrer Stupsnase thront, und redet so ölig bedauernd, als müsse sie seine arme, betrogene Frau immerzu trösten. Es ist zum Davourennen.
Am Kartentisch, nachdem die Damen sich zu ihrem Schwatz und Klatsch abgesondert haben, wird es noch ärger für ihn. Der Schwiegervater blickt drohender drein; die Rücksicht auf die Stimmung am Ab end tisch besteht nicht mehr, und vor seinem alten Freunde Neumann legt er sich keine Hemmungen auf. Beim Verteilen der Karten und auch während des Spiels zielen Bemerkungen nach feinem Schwiegersohn. Es ist ziemlich grobes Geschütz, aber Bergholz antwortet gelassen und weicht immer wieder aus, obwohl er merkt, daß ein Auftritt unausbleiblich ist
„Je ruhiger ich bleibe, um so besser für mich", sagt er sich. Tief in ihm wartet was: Vielleicht treibt jetzt alles schnell zu dem unabwendbaren Schluß. Als der'alte Gehrke immer deutlicher wird, fragt er ihn, gezwungen ruhig, ob er es für richtig hatte, die Verstimmung zwischen Erna und ihm in’breiter Öffentlichkeit zu erörtern?
„Wenn du mit der breiten Öffentlichkeit Justa- oen meinst — der ja allerdings nicht wenig in de Breite jejangen is — warum denn nid)? Der kennt uns 'ne Weile länger als du, und der hat unser Mädel aufwachsen sehen. Dem jeht es gleichfalls an die Nieren, wenn die nu von ihrem Mann hin- terjangen wird! — Los Juftav! Du bist am Jeben ..."
Die Karten werden vertritt. Seine Blätter fächer-
artig in der Hand ordnend, fragt Bergholz: „Und so wichtig ist dir die Angelegenheit, daß du sie so nebenher, beim Skat, in Ordnung zu bringen beabsichtigst?"
Der alte Gehrke schlägt auf den Tisch, sein Gesicht färbt sich dunkelrot. „Hans, ich sage dir: laß Die Winkelzüge und den hochfahrenden Ton! Das is fo deine verdammte Manier! Mer damit kommste mir heute nicht aus!" ruft er grollend.
„Nu man ruhig, Anton", legt sich Herr Neumann ins Mittel. ,^)ören muß man bei so ne Sachen immer beide Parteien."
„Ja doch, Mann! Daruff warte ick ja! Er soll mal richtig den Schnabel aufmachen und endlich erklären, was an das Janze is!"
Mit ärgerlichem Auflachen legt Bergholz feine Karten auf den Tisch. „Was soll ich erklären? Was nützen Erklärungen? Jeder verficht sie anders, versteht sie, wie er will. Aber besinnt euch doch mal, ihr alten Herren! Hat es bei euch niemals was gegeben in eurem Ehestand? ... Bei euch war immer alles in Honig und Butter, nicht wahr? Eure Frauen waren immer zufrieden mit euch, machten euch nie Vorwürfe? Niemals flackerte rin bißchen Eifersucht auf, was?"
Die beiden alten Freunde tauschen einen fragenden Blick, und Neumann, der weniger beteiligt und daher versöhnlicher eingestellt ist, murmelt, den Nacken einziehend: „Reden wir nicht darüber ... Und gewissermaßen haben Sie ja recht, lieber Bergholz! Aber ich meine
Sr weiß offenbar selbst nicht genau, was er meint, denn er macht eine längere Pause und fordert dann mit einer Handbewegung feinen Freund Gehrke zum Weiterreden auf.
„Du meinst: von uns is hier nid) die Rede! Jawoll, Juftav, da haste recht! Das jehört jetzt nid) hierher. Von dir is die Rede, Herr Schwiegersohn! Und Ausweichen jibt et nid). Also los, was hvste zu sagen?"
„Daß ich deine Tochter nicht hintergangen habek^
„Was? ... Is es etwa von ihr jelogen, daß du hinter ihrem Rücken Zusammenkünfte mit einer vom Theater hast?"
(Fortsetzung folgt.)
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