Ausgabe 
10.7.1940
 
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SB

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Grelle Streiflichter aus England

Churchill »raucht eine »eifere £Ä*S!.

7 hflttlh Reihe von Monaten feine wesentliche Derr

Tminbe«

Milliarde Pfand

Graf Ciano bei den deutschen Fliegern

unter aufgespanntem Regenschirm (!) in Stellung (Atlantic-M.)

eine amtliche Arbeitslosenziffer von rund 800 000

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rung der Arbeitslosigkeit erreicht würbe. Weiterhin ist diese Arbeitslosenziffer ein sprechendes Zeugnis für das ungeheure Durcheinander, das in England auf wirtschaftlichem Gebiete herrscht, und für die Plan- und Machtlosigkeit der britischen Regierung auf wirtschaftlichem Gebiet.

Ein Soldat einer englischen Radfahrkompanie ist gegangen.

der Bevölkerung von Gibraltar und der benachbarten Ortschaften hervorgerufen hatte.

Nordische Schicksalsgemeinschast

Neichsleiter Nosenberg vor der in- und ausländischen presse.

Neue große Erfolge unserer!l-Booie und der Lustwaffe. Ein U-Boot versenkte 56000 BNT. feindlichen Handelsschiffsraumes

Der Wehrmachtsbericht vom Dienstag.

Berlin, S.Juli. (DRV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die deutsche U-Boolwaffe hat dem Feind wieder­um schwere Verluste beigebracht.

Kapitänleutnant Hans-Gerrit von Stockhau­sen hat mit seinem Boot 56 500 BRT. feindlichen Handelsschiffsraum versenkt.

Lin weiteres U-Boot hat den britischen Zerstörer Dhirlwind" und mehrere bewaffnete Handelsschiffe, darunter einen britischen Warinetanker von 11 660 BRT. vernichtet.

Der im Wehrmachtsbericht vom 28. Juni bekannt­gegebene Erfolg eines U-Bootes mit einer Versen­kungsziffer von 38 000 BRT. hat sich, wie der zu­rückgekehrte Kommandant Kapitänleutnant Knorr meldet, auf 40 311 BRT. erhöht.

Schnellboote versenkten bei einem erneuten Vor­stoß gegen die englische Südküste ein britisches Be­wachungsfahrzeug.

In England griff die Luftwaffe Hafen- und Tank­anlagen, Flugplätze sowie Werke der Rüstungs­industrie und Schiffsziele an. Getroffen und schwer beschädigt wurden die Werften von Devonport, Tank­anlagen in Ipswich, Lanvey-Jsland, Thames-haven und Tilbury, Sprengsloffwerke in Harwich und die chemischen Großanlagen von Billingham. Ferner im

Kanal und der Rordse ein Kreuzer, ein Zerstörer und fünf Handelsschiffe. Auf einem Flugplatz wur­den mehrere Flugzeuge am Boden zerstört. Angriffe feindlicher Flugzeuge am 8. Juli in Holland und Belgien blieben erfolglos, in der Rächt zum 9. Juli gegen Rord- und Westdeutschland verursachten sie einigen Häuserschaden und töteten mehrere Personen.

Die gestrigen Gesamtverluste des Gegners betra­gen 11 Flugzeuge, davon wurden 6 im Luftkampf abgeschossen, 5 am Boden zerstört. Fünf deutsche Flugzeuge werden vermißt.

12 britische Flugzeuge bei Stavanger abgeschoffen.

Berlin, 9. Juli. (DRB.) In den heutigen Vormittagsstunden versuchten zwölf britische Bom- benflugzeuge des Musters Bristol-Blenheim den Flugplatz Stavanger-Sola anzugreifen. Infolge so­fort wirksam einsehender Jagd- und Flak-Abwehr wurden die feindlichen Flugzeuge an der Durchfüh­rung ihres Auftrages behindert und konnten nur wenige Bomben abwerfen, die unbedeutenden Sach­schaden anrichteten. Sämtliche angreifen­den britischen Flugzeuge wurden ab­geschossen, und zwar 11 in Luftkämpfen durch Jagd- und Zerstörerflugzeuge und eines durch Flak- Artillerie. Verluste an deutschen Flugzeugen sind nicht eingetreten.

Berlin, 9. Juli. (DNB.) Dor Vertretern der in» und ausländischen Presse sprach Reichsleiter Rosenberg über ein entscheidendes politisches Problem, das nach der Besetzung des nordischen Raumes von besonderer Bedeutung ist.

Einleitend hob der Reichsleiter hervor, daß die nationalsozialistische Bewegung sich gleich nach der Machtübernahme mit dem nordischen Raum als volkspolitischer Begriff und raumpolitische Gegeben­heit beschäftigt habe. Wenn auch die politische Ent­wicklung Deutschlands durch seine Revolution und die politischen und sozialen Auffassungen in Skan­dinavien voneinander abwichen, waren wir trotz­dem der tiefen Ueberzeugung, daß über alles Zeit­bedingte hinaus Charakter-- und Schicksalsauffassung der artverwandten Völker doch im wesentlichen die gleiche war und daß nur neue Mittel und Wege gefunden werden müßten, um über manche ver­schütteten Gefühle und Gedanken wieder die ur­sprünglich verwandten Kräfte zu neuem Leben zu erwecken.

Die nationalsozialistische Bewegung hat sich be­müht, möglichst viele Kreise Skandinaviens mit dem neuen Deutschland bekannt zu machen und umge­kehrt haben viele deutsche Künstler und Forscher Skandinavien bereist und Bekanntschaften und sach­liche Beziehungen angeknüpft. Dieser gegenseitige Gedankenaustausch sollte, so betonte der Reichslei­ter, den Sinn für ein politisches Verständnis und für die tiefere Erkenntnis der großen germanischen Schicksalsgemeinschaften bedingen. Doch diese Be­strebungen habe Englands grenzenloser Imperialis­mus zu verhindern versucht.

Reichsleiter Rosenberg fuhr fort:So ist der große Zusammenprall des europäischen Kernlandes mit England erfolgt, und im Zuvorkommen eines britischen Ueberfalles auf Norwegen sind die Er­eignisse des deutschen Einmarsches in Dänemark und Norwegen bereits Geschichte geworden.

In anderer Form, als wir alle dachten, ist die Frage der Schicksalsgemeinschaft aufs neue ge­stellt worden.

Für das deutsche Volk aber erwächst und das ist das Ergebnis gerade der noch immer nicht ver­standenen nationalsozialistischen Weltanschauung, daß dieses Deutsche Reich auch die Pflicht über­nimmt, die Kulturseele jener Völker zu achten, die sich schöpferisch in den Sprachen Skandinaviens, in den Schöpfungen seiner Künstler und in den For­schungen seiner Denker äußert. Die bisher schon so lebendigen Wechselbeziehungen von K u n st und Wissenschaft zwischen Deutsch­land und Skandinavien würden dadurch eine ver­tiefte Bedeutung und eine gemeinsame große Aus­richtung erhalten.

Haben schon bisher so viele skandinavischen Dichter und Forscher ihren europäischen Ruf über Deutsch­land erworben, so wird das in Zukunft in verstärk­tem Maße möglich sein. Jede Kulturtat des Nor­dens würde auch in Zukunft ihr weitestes Echo fin­den, viel weiter, als wenn die eine Schöpfung nur auf Norwegen, Schweden oder Dänemark allein beschränkt bliebe. Innerhalb eines großen militär­politischen und raumgesetzlichen Schicksals ergibt sich also eine lebendige Zusammenarbeit artverwandter Kulturen, zugleich vielgestaltig in dieser sich ankün­digenden großen germanischen Einheit des . Nordost­seeraumes.

Wir sind", so schloß Reichsleiter Rosenberg, uns dieses Schicksalsweges bewußt, und wir hoffen, daß alle germanischen Völker diese geschichtliche Stunde so wie wir begreifen und gemeinsam mit uns das kommende neue Europa erbauen helfen."

Es mag verständlich sein", so fuhr der Redner fort,wenn eine kleine Nation sich von einer an­deren ebenso großen nicht regieren lassen will. Da­gegen sind wir der Ueberzeugung, daß sich eine kleine Nation nichtsinihrerEhre-vergibt, wenn sie sich unter den Schutz eines ganz großen Volkes und eines großen Reiches st e l l t. Die Größe eines Reiches wie des )eufichen anzuerkennen, das nach tausend Jahren chwerster Prüfungen nunmehr in alter Kraft wieder vor aller Augen steht, ist nicht etwa ein Zeichen schwächlicher Gesinnung, sondern das Anerkennen eines Schicksalsgebotes des europäischen Daseins.

Genf, 10. Juli. (DNB.) Schatzkanzler Sir Kingsley Wood legte heute dem Unterhaus die Vorlage über einen Kredit von einer Milliarde Pfund Sterling für Kriegsausgaben vor. In seiner Ansprache erklärte Wood, die Kriegsausgaben wäh­rend der letzten vier Wochen hätten 7,5 Millio­nen Pfund täglich betragen. Sechs Millionen seien für die Armee, die Flotte und die Luftwaffe ausgegeben worden, der Rest für Schiffahrt, Ver­pflegung usw. Wood fügte hinzu, daß die Ausgaben für alle nationalen Zwecke täglich neun Millionen Pfund Sterling betrügen.

Der angeforderte Kredit von einer Milliarde Pfund Sterling wurde bewilligt.

3« Erwartung der Schlacht in Britannien. Radio London renommiert.

Berlin, 9.Juli. (DNB.) Angesichts der unge­heuren Angst und Verwirrung, die der drohende deutsche Angriff auf das Jnselreich bei der eng­lischen Bevölkerung auslösen mußte, hat sich die englische Regierung gezwungen gesehen, sich vor der Weltöffentlichkeit stark zu machen und bekanntzu­geben, daß sich das War-Osfice seit Monaten sehr intensiv mit den Vorbereitungen für dieSchlacht in Britannien" beschäftigt hat.

Seit Wochen, so verkündet Radio London groß­sprecherisch, würden jeden Tag Tausende neuer Sol­daten in die Armee eingereiht. Dabei versteift sich Duff Cooper zu der Behauptung, daß die aus Dün­kirchen abtransportierten englischen Divisionen re­organisiert, neu eingekleidet und auf vollen Bestand gebracht worden seien. Man hoffe, daß die zurfrei­willigen" Heimatverteidigung einberufenen Zivilisten eine Reihe von Aufgaben übernehmen und damit die reguläre Armee entlasten werden. Neben den Engländern stünden Kanadier, Australier, Franzo­sen, Polen, Tschechen, Holländer und Norweger unter englischer Flagge. Also in der Tat ein wahres Völkergemisch!

Die Welt kennt die Methode der Engländer, andere Völker für ihre Zwecke brutal zu opfern, zur Ge­nüge. Sie weiß aber auch, daß alle diese als Hilfs­truppen verwendeten Nationen den deutschen Sol­daten nicht ebenbürtig waren und daher im Kampf gegen das nationalsozialistische Deutschland versagen mußten.

Noch immer 800 000 Arbeitslose.

Berlin. (DNB.) Die vom Londoner Arbeits­ministerium veröftentlichte neue Arbeitslosenziffer für den Stand von Mitte Juni, die sich noch im­mer auf rund 800 000 Arbeitslose beläuft, läßt er­kennen, wie außerordentlich mäßig die. Erfolge der nun schon seit Monaten mit erheblichem Propagan­daaufwand durchgeführten Aktion zur Indienststel­lung aller brachliegenden Arbeitskräfte sind. Obwohl in den Minister red en der letzten Zeit immer wieder verkündet wurde, daß sämtliche verfügbaren Arbeits­kräfte in die Dienste der Rüstungsindusttie gestellt worden seien und daß die rüstungswichtige Produk­tton auf allen Gebieten so gewalttg ausgebaut wor­den sei, daß sich ein allgemeiner Mangel an Ar- i beitskräften bemerkbar mache, wird noch immer

Kundgebungen der Freundschaft be­reitet. ,

Rom, 9. Juli. (DNB.) Die Reise des italieni­schen Außenministers an die ehemalige Westfront bildet das Hauptthema der römischen Morgenpresse. In ausführlichen Berichten wird die Besichtigung der Maginotlinie und der Befestigungen don Ver­dun geschildert und dabei betont, daß man bedenken müsse, wie Frankreich diese Befestigungen mit einem Mythos der Uneinnehmbarkeit umgeben habe, um sich darüber klar zu sein, welche Leistungen die deutsche Wehrmacht vollbracht habe, der es in kür­zester Zeit gelungen sei, diese Befestigungen zu brechen.

Auf diesen Schlachtfeldern, so schreibtPopolo di Roma", sei das Schicksal des Konttnents endgül­tig entschieden worden, auch wenn der Krieg noch nicht zu Ende sei und der Hauptfeind noch geschla­gen werden müsse. Hervorgehoben wird in den Schilderungen der außerordentlich herzliche Emp­fang, der dem Sendboten des Duce von der deut­schen Bevölkerung von Metz und den vielen tausend dort ansässigen Italienern bereitet wurde.

Berlin, 10. Juli. (DNB.) Der Königlich-ita­lienische Außenminister Graf Ciano setzte mit ben Herren seiner Umgebung seine Reise durch das Ope­rationsgebiet im Westen fort. Auf einem Feldflug- hafen besichtigte Graf Ciano, der selbst einer der ersten Flieger Italiens ist und sich als Flugzeug­führer bei der Eroberung Abessiniens hervorragend auszeichnete, deutsche Kampfflugzeuge. Er ließ sich deren Einzelheiten durch Generalleutnant Loer - zer eingehend erklären.

Der italienische Außenminister interessierte sich besonders für die Berichte seiner deutschen Flieger- kameraden, die eben von den letzten erfolgreichen Flügen gegen England zurückkamen.

Graf Ciano besichtigte ferner die trichterbedeckten Rückzugsstraßen der vernichteten feindlichen Heere aus der Flandernschlacht und die eindrucksvollen Spuren des feindlichen Zusammenbruches am Strande der Kanalküste und in den Kanalhäfen. In den Städten der Kanalküste und in verschiedenen Orten Nordbelgiens, wo die Fronttruppen und die Zivilbevölkerung den hohen italienischen Gast rasch erkannt hatten, wurden Graf Ciano herzliche

3n China kein Platz für englische Truppen/'

Schanghai, 9. Juli. (Ostasiendienst des DNB.) In Schanghai wurden Flugblätter verteilt, die die Drohung enthalten, die englischen Truppen aus China mit Gewalt, herauszutreiben. In dem Flugblatt, das von dem neugegründeten chine­sischen Korps zur Vernichtung der Engländer, das seinen Sitz im japanischen besetzten Gebiet hat und eine Zweigstelle in Schanghai unterhält, herausge- geben wird, heißt es:Ihr britischen Soldaten, euere imperialistische Maske ist erkannt, euere Bru­talität, euere Gefährlichkeit der ganzen Welt be­kannt. Der von Deutschland und Italien geführte Straffeldzug ist der Wille des Himmels. In China ist kein Platz mehr für englische Truppen. Falls ihr nicht sofort abzieht und diese Warnung nicht be­achtet, werden wir Gewalt gebrauchen, um euch zu vernichten."

Zivilisten zum Schippen mobilisiert.

Rekrutierung aus Kinos und Kabaretts.

Lissabon, 9. Juli. (DNB.) Aus London er­halten wir folgenden Augenzeugenbericht über die am Samstag erfolgte plötzliche Mobilmachung von Zivilisten in London, die Schützengräben in der Hauptstadt ausheben sollten. Unser Gewährsmann berichtet:

Viele Leute erlebten am Samstagnachmittag eine höchst unangenehme Ueberra» schung. Sie saßen gemütlich im Kino, als plötz­lich die Filmvorführung unterbrochen wurde. Auf dem Podium erschien ein Rekrutterungssergeant mit einigen Soldaten und hielt eine kurze Ansprache, in der er erklärte, er brauche sofort 150 Mann zum Auswerfen von Schützengräben und bitte um so­fortige Meldung von Freiwilligen. Er hoffe, nicht zu Zwangsmaßnahmen greifen zu müssen, da er ja sehe, daß genügend junge Männer im Theater an­wesend seien. Die gleiche Szene spielte sich zur sel­ben Zeit in allen größeren und kleineren Londoner Kinos, Kabaretts und Tea Rooms ab.

Im Raume herrschte zunächst tiefftes Schweigen. Alles saß wie erstarrt. Der Krieg, den man für zwei Stunden im Kino hatten vergessen wollen, war plötz­lich wieder ganz nahegerückt. Dann erscholl als erste Reaktton Händeklatschen aus den Reihen der im Theater sitzenden Soldaten auf Urlaub, die die ihnen zunächst sitzenden jungen Männer mit ironi­schen Zurufen aufforderten, sich sofort zu melden.

Zögernd standen schließlich einige auf und be­gaben sich auf das Podium. Andere folgten ihnen. Ihnen allen aber sah man deutlich genug an, wie unangenehm ihnen diese plötzliche Wochenend­störung war. Als die Zahl schließlich annähernd er­reicht war, zog der Sergeant mit seinenFreiwil­ligen" ab.

Ich war neugierig geworden, wie die Sache wei­tergehen würde unb, folgte dem Zuge. Die Frei­willigen wurden auf einen nahegelegenen Kinder­spielplatz geführt. Leider konnten sie ihre Arbeit nicht sofort beginnen; denn es stellte sich heraus, daß nur für etwa 80 Mann Schaufeln und Beilpicken vorchanden waren. Nach längerem Hin und Her wurden bfe übrigen wieder entlassen. Unterdessen hatte sich eine größere Men­schenmenge angesammelt, die die sehr amateurhaft aussehenden Grabversuche mit spötttschen Bemer­kungen begleitete. Ein neben mir stehender Front­soldat sagte mit grinsendem Gesicht und spöttischem Achselzucken:Schauen Sie sich doch diesen Unsinn an. Das ist genau so, als ob man mit Pfeil und Vogen gegen die deutschen Tanks vorgehen wollte."

Den ganzen Sonntag über konnte man derartige Kommandos in allen Teilen Londons bei ihren dilettantischen Schanzarbeiten sehen, und man merkte es den Leuten deutlich an, daß ihnen ihre Tätigkeit selber völlig sinnlos erschien.

1500 flämische Arbeiter fahren ins Reich.

Antwerpen, 9.Juli. (DNB.) Die flämischen Zeitungen bringen in großer Aufmachung den Be­richt über die Abreise der ersten 1500 flämischen Ar­beiter nach Deutschland. Der Bahnhof Stuivenberg war mit oen deutschen Farben und dem Wappen Antwerpens geschmückt. Vor den versammelten Fach- arbeitern sprach zuerst im Namen des Bürgermei­sters von Antwerpen der Leiter des Arbeitsoeschaf- fungsamtes, darauf der kommissarische Oberbürger­meister Delius. Er erklärte u. a., daß die Arbeiter mit eigenen Augen feststellen würden, wie schamlos sie von der feiiWlichen Propaganda über die sotta- ien Verhältnisse in Deutschland getäuscht worden seien. Sie würden sich als Angehörige eines Lan­des mit alter Geschichte und Tradition im wesens­verwandten Deutschland besttmmt wohlfühlen, und dies um so mehl', als sie in allen Dingen den deut­schen Arbeitern gleichgestellt seien.

Glanzleistung deutscher Eisenbahn­pioniere in Norwegen.

Berlin, 9. Juli. (DNB.) Nach einem Bericht aus Oslo eröffnete der General v. Falkenhorst in feiner Eigenschaft als Militärbefehlshaber in Norwegen in Gegenwart von Generalleutnant 'Dietl die Eisenbahn st recke von Grong nach Mosjoen, deren Vollendung als Glanz-

Das gleiche gilt nunmehr auch vom Verhältnis zwischen dem Deutschen Reich und dem skandinavi­schen Raum! Die Bedrohung Norwegens von der See, die die norwegische Regierung zwang, ständig nach dem Willen Großbritanniens seine Politik ein­zurichten, ist geschwunden, der Weg in eine Zeit der Freiheit der Meere ist eröffnet. Das Fortstreben vom europäischen Kontinent und den organischen Interessen Schwedens und Dänemarks ist jetzt be­seitigt. Das Schicksal hat es jetzt so gewollt, daß das Deutsche Reich den gesamten Raum, aus dem einst die germanischen Völker auswanderten, unter seine Hut genommen hat. Es versteht sich von selbst, gleich unter welcher Form der Schutz dieses einst großgermanifchen Raumes erfolgen wird, daß das Deutsche Reich auch niemals mehr darauf verachten kann, sich vor Wiederholung eines ähnlichen Ueber- falls zu schirmen, ,roie ihn England im April 1940 über Norwegen gegenüber Deutschland versuchte.

Es zeichnet sich hier also eine für alle ger­manischen Völker klare Lebensnotwendigkeil ab, nach außen hin eine gemeinsame politische und wirtschastliche Front zu bilden, eine Front, die dem Interesse eines jeden gerecht zu werden ver­mag, weil die Erfüllung der Interessen einer jeden Ration auch eine Gesamtstärkung des gesamteuropäischen Kontinents bedeutet und umgekehrt.

durch Deutschland vom Nordkap bis zu den Pyre­näen eingeschlossen ist, so kann man verstehen, daß die englischen Wirtschaftskreise, die sich nicht von den Churchillschen Lügen umnebeln lassen, auf das höchste besorgt sind. Auch ihnen dämmert es nun, daß England nicht nur ohne Mittelmeer, sondern ohne Europa ist. Welche Erkenntnis um so er­schreckender ist, als sie sich in einem Augenblick Bahn bricht, in dem Deutschland zum Kampf gegen das von allen Bundesgenossen isolierte England ansetzt. \

Erneuter Lustangriff auf Gibraltar.

Rom, 10.Juli. (Europapreß.) Flugzeuge unbe­kannter Nationalität haben, wie die Blätter aus Tanger berichten, erneut Gibraltar überflogen und Bomben auf einige englische Kriegs­schiffe abgeworfen. Diese Kriegsschiffe waren von den Militärbehörden nach Gibraltar berufen wor­den, um den peinlichen Eindruck zu verwischen, den die Flucht der britischen Kriegsschiffe nach der ersten Bombardierung durch französische Flugzeuge unter