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Eichener Anzeiger

Beilagen: Die Illustrierte

Siebener Familienblätter reimatimBild DieScholle

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Fortschreitende Panikstimmung in London

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Delegation am 9. Januar mitgeteilt habe, eine Er-

I« Unterstützung S°r ßuftooffe' nicht rechnen, wäh- ^ichterung der Seekontroll- fei möglich unter der ie>ch der Feind durch feine Flugzeugttäger .ehr > Bedingung, daß Italien sich einer Kontingen.

das nur

iem die auf

westlich Irland einen feindlichen Hilfskreuzer 14 000 Tonnen.

Die nächtlichen feindlichen Luftangriffe auf deutsche heimatgebiel richteten im allgemeinen

unwesentlichen Schaden an. 3n einer Stadt wurden Wohnviertel getroffen und zehn Zivilpersonen getötet. Die G e s a m t v e r l u st e des Gegners in der Luft betrugen gestern 71 Flugzeuge, davon wur­den im Luftkampf 29, durch Flak 25 abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. Fünf eigene Flugzeuge werden vermißt.

3n den letzten erbitterten Kämpfen um die Festung Dünkirchen tat sich vor allem ein 3nfanterle-Regi- ment unter seinem Kommandeur, Oberst Reck­nagel, und ein 3nfanterie-Bataillon unter seinem Kommandeur, Wajor Schalter, besonders hervor.

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mit starken Kräften südlich der Somme in den Lrd- kampf ein und belegte Truppenansammlungen, Ko­lonnen, 3nfanterie- und Artillerie-Stellungen er­folgreich mit Bomben. Die Zahl der bei Dün­kirchen eingebrachten Gefangenen hat sich auf 88 000 erhöht.

3m Zuge der bewaffneten Aufklärung ge­gen die britische Ost - und Südküste sind einige englische Flugplätze sowie der Seehafen Dover mit Bomben belegt worden. Bei Rar- v i k unterstützte die Luftwaffe den dort kämpfenden heeresverband durch wirksame Angriffe auf feind­liche Stellungen. Ein Tanklager wurde in Brand aeje^jt, ein feindlicher Kreuzer erhielt zwei schwere Bombentreffer. Ein deutsches U-Boot versenkte nord-

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hingen veröffentlichen genaue Beschreibungen deut­scher Fallschirmtruppen und geben damit selbst einen Beweis, daß diese Truppe ein einheitlich uni­formiertes Glied der deutschen Luftwaffe ist. Die führenden Londoner Clubs stellen ihren nichteng­lischen Mitgliedern den Ausschlußbescheid zu. Be­kannte Engländer brechen ihre jahrelangen Freund­schaften mit neutralen Ausländern ab, weil sie fürchten als Mitglieder derFünften Kolonne" verdächtigt und dementsprechend behandelt zu wer­den. DerSunbay Dispatch" richtet an die eng­lische Regierung eine Aufforderung, alle Personen, die man nicht zur Landesverteidigung braucht, nach Kanada, Australen und anderen Dominien bzw. Kolonien zu evakuieren. Erfaßt werden sollen alle Kinder unter zwölf Jahren, alle Frauen und Männer über 70 Jahren, alle Müt­ter von Säuglingen und alle Blinden und Invaliden, kurzum alle jene Engländer, die nicht zur Verteidigung des Landes eingesetzt wer­den können.

ImSunday Chronicle" veröffentlicht Feld­marschall Lord Milnes Ausführungen, die gerade angesichts der ständigen Luftangriffe der Westmächte auf nichtmilitärische Ziele in West- und Nordwest­deutschland besonders interessant sind. Lord Milnes erklärt, daß der Krieg nicht durch Bombardements von Städten oder durch Bodengewinne entschieden werden könne. Ausschlaggebend sei die Vernich­tung von Armeen. Der erste Grundsatz der Kriegführung sei der, daß man starke Kräfte an den entscheidenden Punkten zur Verfügung stelle. Dieser entscheidende Punkt sei nunmehr Frankreich. Im Observer" erklärt der bekannte englische Publizist Garvin, daß das Schicksal Frankreichs in diesen Tagen mehr denn je zuvor in der Geschichte auf dem Spiele stehe. Die Lage sei heute ernster als vor zwanzig Jahren bei der Marneschlacht. Die Entscheidung, um die augenblicklich in Nordfrank­reich errungen werde, entscheide daher gleichzeitig über England.

Der Feind zum Rückzug gezwungen.

Starke feindliche Kräfte im Gomme- und Oise-Gebiet zerschlagen, die Aisne überschritten Großer Erfolg deutscher Schlachtschiffe im Nordmeer.

OerKrieg der Erdrosselung".

Neue italienische Denkschristüber die Uebergriffe englisch-sranzösischer Seekontrolle

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Rom, 9. Juni. (Europapreß.) Der Leiter der Wirtschaftskriegsabteilung im italienischen Außen­ministerium, Gesandter Pietromarchi, hat dem Duce eine neue Denkschrift über die englisch-fran­zösische Seekontrolle gegen die italienische Schiffahrt zugehen lassen. Im Monat April seien 69 Schiffe angehalten und verschleppt worden. Insgesamt hätten diese Schiffe 382 Tage durch Verschleppung und Aufenthalt in Kontroll­häfen verloren. Vom 1. bis 25. Mai seien 33 Schiffe angehalten worden, die insgesamt 105 Tage ver­loren hätten. Seit der Verhängung der Blockade bis zum 25. Mai seien im ganzen 1347 italienische Schiffe angehalten und verschleppt worden. Als Be­weis dafür, daß auch große Schiffe von den eng­lisch-französischen Kontrollübergriffen betroffen wur­den, führt die Denkschrift die Ueberseedampfer Rex",Conte di Savoia" undVulcania" an, die Anfang Mai in Gibraltar 12, 6 und 9 Stunden fest- gehalten worden waren.

Die Denkschrift erinnert dann an die italienischen Vorschläge, die bereits am ll.Dezember 1939 dem englisch-italienischen Hanbelsausschuß übermittelt wurden. In welchem Geiste diese Vorschläge geprüft worden seien, beweise die Tatsache, daß die britische

wohl in der Lage mar, den angreifenden deutschen Kriegsschiffen starke Luftstreitkräfte entgegenzu- merfen.

Um so größer ist der Erfolg dieser schneidigen deutschen Unternehmung im Nordmeere zu bewerten. Die Versenkung des 22 500-t-Flugzeugträgers G l o r i o u s", eines Schwesterschiffes des am 17. September durch »ein deutsches U-Boot in Grund geschossenenCourageous", schlägt dabei deshalb be­sonders zu Buch, weil sich die Engländer bei ihren Operationen in Nordnorwegen vor allem gerade auf Flugzeugträger gestützt haben, die ihrer ganzen Art nach für derartige Operationen weit von der eigenen Küste entfernt besonders geeignet sind. Es ist also ein recht harter Schlag, den die deutschen Seestreit­kräfte der britischen Grand fleet erneut zugefügt haben. Und er bekommt dadurch noch ein besonderes Gewicht, daß durch den Vorstoß der deutschen Kriegs­marine die Verbindung der im Raum von Narvik operierenden Landstreitkräfte der Westmächte mit ihrer Etappe, also den britischen Inseln, ernstlich bedroht ist. Dr. Fr. W. L.

Der Wehrmachtsbericht vom Samsloa.

Berlin. 8. 3uni. (DRV.) Das OKW. gibt bekannt:

Unsere Operationen südlich der Somme und des Aisne-Oise-Kanals schreiten weiter erfolgreich fort. Auch südlich der unte­ren Somme wurde der Feind geworfen. Zur Unterstützung des Heeres griff die Luftwaffe

t i e r u n g feiner Einfuhr unterwerfe. Selbst­verständlich habe die faschistische Regierung es ab » gelehnt, einen derartigen, die Souveränität, die Freiheit und das Ansehen des italienischen Volkes beeinträchtigenden Vorschlag auch nur zu erwägen. Der Zweck dieses Ansinnens sei gewesen, Italien an der Aufspeicherung von Reserven und an der be­schleunigten Durchführung seiner Kriegsvorbereitung zu hindern.

Die Anhaltungen und Verschleppungen von Schif­fen, die Beschlagnahme der Warenladungen, die Postzensur und die Ausfuhrverbote hätten am greif­barsten und unwiberleglichsten bewiesen, daß bei einer Lage, wie sie gegenwärtig im Mittelmeer be­stehe, Italiens Freiheit, seine Lebensrechte und selbst seine Arbeits- und Entwicklungsmöglichkeiten von einem Augenblick zum anderen durch eine Macht, die keine Mittelmeermacht sei, zunichte ge­macht oder ernstlich gefährdet werden können.

Giornale d'Jtalia , schreibt die Denkschrift be­weise klar die Angriffe der Politik der Westmächte, die die Kontrolle auf Konterbande zu einer Her­ausforderung Italiens gestempelt hätten. Die Westmächte beabsichtigten gegen das noch nicht im Krieg befindliche Italien denWeißen Krieg", den Krieg der Erdrosselung, zu führen, um es seiner wirtschaftlichen und politischen Frei­heit zu berauben, um es zu überwinden, ohne die

Montag, t0.)uniM0

Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/?Uhrbes Bormittags Grundpreise für 1 mm Höbe bei Anzeigen von 22 mm Breite? Pf.»Tertanzeigen von 70 mm Breite 50 Pf. Wiederholung Malstaffel I AbschlüüeMengenstaffelV Platzvorfchrift (vorherige Vereinbarung) 25 o/o mehr Ermäßigte Grundpreise Bäderanzeigen

und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Pf.

Gefahren eines mit den Waffen geführten Krieges auf sich zu nehmen. Die Uebergriffe der Kontr lle seien auf das eigenste italienische Jnteressengeö.tt, die Adria und sogar auf die direkten Ver­bindungen mit Albanien und dem Im­perium ausgedehnt worden. Die italienische Na­tion nehme von diesen Tatsachen Kenntnis, die die Unterdrückungsbestrebungen der beiden imperialen Demokratien gegenüber Italien bewiesen. Europa und die ganze zivilisierte Welt müßten erkennen, daß die Westmäckte sich wieder einmal außerhalb des Rechtes gestellt hätten, eine Erkenntnis, die in dem gegenwärtigen entscheidenden Abschnitt der europäischen Krise besonders wichtig sei.

Sine Äundsunkansprache Ansaldos.

Maland, 10. Juni. (Europapreß.) In einer Rundfunkansprache an das italienische Heer erklärte Giovanni An saldo am Sonntag, der Zeit­punkt des italienischen Kriegseintritts bleibe das Geheimnis des Duce. Aber er könne sagen, daß die italienische Aktion'lebhaften Anteil an der Entwicklung der Ereignisse nehmen werde. Schulter an Schulter mit dem v^rbün- beten Deutschland werde Italien gegen England kämpfen, um Europa von der britischen Vorherrschaft und Ausbeutung zu befreien; es werde Italiens Unabhängigkeit im Mittel­meer sichern und die Sperren an den Zugängen zu feinem Meere endgültig sprengen. Ansaldo wies auf die Ernennung von Marschall de Bono zum Kommandierenden der Armeegruppe Süd hin und betonte, daß der Name de Bonos und der Name der Armeegruppe jedem viel sage, der dies richtig zu deuten wisse.Die Kameradm, die bereits in jenen Gebieten gelandet wurden, und jene, die in den Häfen aus ihre Verschiffung warten, werden den Befehlen de Bonos unterstehen."

Zu den Kriegsereignissen im Westen sagte An­saldo, mit dem Fall von Dünkirchen habe jede mili­tärische Zusammenarbeit zwischen England und Frankreich aufgehört. England habe Frankreich seinem Schicksal überlassen. England stehe ganz unter dem Alpdruck der Invasion. Es behalte daher egoistisch seine Kräfte zurück und könne Frankreich weder Truppen noch Waffen schicken. Die einzige Hilfe für Frankreich sei in dieser tragischen Stunde die Versicherung der englischen Solidarität. Damit müßten sich die französischen Soldaten nun in ihrer Bedrängnis abfinden.

England blickt nach Aom.

Mailand, 9. Juni. (Europapreß.) DerCor- riere della Sera" stellt eine wachsende Beunruhi­gung in England über die Haltung Italiens fest. News Chronice" schreibt, es sei für Verhandlun­gen zu spät, da die Intervention Italiens nur noch eine Frage von Stunden sei. Nach derDailn Mail" könne man nicht länger im Ungewissen bleiben, was im Mittelmeer geschehe. Times" versuche, Italien zu warnen, und behaupte, Malta habe niemals Italien gehört, auf der Insel t)abe es immer nur eine kleine italienische Minder­heit gegeben. Das Blatt bedauere im übrigen, daß die Haltung Italiens eine freundschaftliche Ver­ständigung über die Seekvntralle verhindert habe.

Daily Telegraph" veröffentliche ein Schreiben eines feiner Leser, in dem darauf verwiesen werde, daß Italien schon jetzt zur Kenntnis nehmen müsse, daß Rom und andere italienische Städte erbar­mungslos bombardiert werden würden, falls Italien in den Krieg eintreten würde. Zu die­ser unerhörten Drohung mit einer Verletzung des internationalen Rechts durch Bombardierung offe­ner Städte schreibtGiornale d'Jtalia", die wah­ren Gefühle der Engländer gegenüber Italien gäben sich hiermit in d oUeA Klarheit zu er­kennen, bevor noch das vom englischen Schreiber angedeutete Ereignis eingetreten sei. Diese Drohung lasse jedoch Italien völlig kalt. Seiner­seits mache Italien aber darauf aufmerksam, daß für jede bombardierte italienische Stadt fünf eng­lische Städte das gleiche Schicksal tref­fen werde. Einerbarmungsloses Bombardement" der Stadt Rom insbesondere würde das Signal zu einem gleichen und noch größeren Bombarde­ment Londons sein.

hn Besonderheiten des Klimas für sich haben, sind verstärkt worden von französischen Alpenjägern und schottischen Hochlandregimentern, also Elitetruppen, für den Gebirgstrieg besonders geschult sind.

So ist es ein besonderes Ruhmesblatt deutschen bvldatentums, daß sich alle im Raum von Narvik «nzefetzten deutschen Truppen in glänzendem Zu- Immenroirfen der drei Wehrmachtsteile bei allen Operationen dem weit stärkeren Gegner taktisch über- lixen gezeigt haben. Während die Luftwaffe in Wicer Linie für den Nachschub der tapfer kämpfen­den Gebirgsjäger und Landetruppen der Zerstörer folgte und durch Eingreifen in den Erdkampf ihnen krtlastung zu bringen suchte, hat nun die Kriegs- turine den aus dem freien Nordmeer gegen Narvik Mzesetzten britischen Seestreitkräften einen schweren 6czlag versetzt. Wenn bei dieser kühnen Unterneh­mung die beiden deutschen SchlachtschiffeGneisenau" ItoScharnhorst" mitgewirkt haben, so waren die deutschen Seestreitkräfte doch zahlenmäßig bem ©eg- ie* erheblich unterlegen und konnten zudem bei so öüter (Entfernuix von der eigenen Luftbasis auf

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Der Wehrmachtsbericht vom Sonntag.

Führerhauplquarlier, 9.3 uni. (DRV.) Jas Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3n viertägiger Schlacht im Somme- und Oife- I Gebiet haben deutsche 3nfanterie- und Panzer- I Moifionen in enger Zusammenarbeit mit der Lufl- | »affe starke feindliche Kräfte zerschla­gen und andere, zum Teil neu in den Kampf ge- I »orfene feindliche Truppen, zum Rückzug ge­zwungen. Der Versuch des Feindes, den deul- shen Angriff um jeden Preis aufzuhatten, ist ge­scheitert. 3n Richtung auf die untere Seine wurden rückwärtige Verteidigungs­linien des Feindes durchbrochen und amfansreiche Versorgungseinrichtungen und Vor- \ die des Gegners erbeutet. Die Luftwaffe unterstützte das Vorgehen des Heeres südlich der Somme. Artillerie- und Flakstellungen sowie Po­linnen aller Art find mit Bomben belegt. Trup­pen- und Panzeransammlnugen zersprengt worden. j| Vetter ostwärts verfolgen unsere Divisionen den

Jeinb. Beiderseits Soisfons ist die Aisne im Kampf überschritten, heute früh sind weitere Teile der deutschen Front in Frankreich zum Ingriff angetreten.

Den Hafen von Cherbourg griff die Luft­waffe erneut mit Erfolg an. Mehrere Flugplätze nord - und südostwärts von Paris sowie Straßen- und Eisenbahn st recken norb- ; westlich von Paris wurden mit Bomben belegt Die | Gesamtverluste des Gegners in der Luft betrugen 8 gestern 58 Flugzeuge und ein Fesselballon, davon sind 39 Flugzeuge im Luftkampf. 13 durch Flak ! ^geschossen, der Rest am Boden zerstört. Renn ] rtzene Flugzeuge werden vermißt

! Deutsche Seestreitkräfte, darunter die bei- btn SchlachtschiffeGneisenau" undScharnhorst", »erierfen unter Führung des Admirals 2Uar- |(ha l l zur Entlastung der um Rarvik kämpfen- | tim Truppen im Rordmeer. hierbei wurden am 8. 6. durch eine Kampfgruppe der eng­lische FlugzeugträgerG l o r i o u s (22 500 Ton- ntn) und ein feindlicher Zerstörer in Grund geschossen. Lin zweite Kampfgruppe vernichtete den 21 000 Tonnen großen Truppen- lra ns porterOrama", den englischen 2Na- rinetankerOilpioneer" (9100 Tonnen) Md einen modernen U-Bootjäger. Sie brachte ferner mehrere hundert Gefangene ein. Die eigenen

I Streitkräfte sehen ihre Operationen fort.

! Der Feind wiederholte auch in der Rächt zum i| 8,6. feine Einflüge in das westdeutsche Gebiet. !| Lilitärischer Schaden wurde nicht angerichtet.

Mit besonderer Anteilnahme haben wir aus P.K.- Lerichten der letzten Tage Einzelheiten von bem Odbenfampf vernommen, ben unsere tapferen oft« Mirkischen Gebirgsjäger im Verein mit ben gelan­deten Besatzungen deutscher Zerstörer und mit tarne« Mchaftlicher Unterstützung ber Luftwaffe rings um ; Xaroit unter Führung ihres soeben mit bem Ritter­kreuz ausgezeichneten Dioisionskonsmanbeurs @e- I!' BjraBeutnant Dietl zäh unb unerschrocken gegen eine beträchtliche feinbliche Uebermacht nun schon länge Wochen durchfechten. Wir lasen von den selt- famen Umständen, unter denen dieser hochgebirgs- Irieg nördlich des Polarkreises geführt werden Riß. Die Schwierigkeiten ber Schneeschmelze, die : Seiträumigfeit des Geländes unb nicht zuletzt das urige Licht der Hellen Nächte, das gibt diesem Kempf hier oben seinen eigenartigen Charakter, der lieblich abweicht von all dem, was unsere Gebirgs- jager von ihren heimatlichen Bergen in Oberbayern, ticol, Steiermark und Kärnten her gewohnt sind. !Hber wie schnell sie sich in biese weit schwierigeren hrhältnisse hineingefunben haben unb wie guten ; Muts sie mit ihnen fertig werden, davon zeugen tOe Berichte, die aus Narvik vorliegen. Und zudem lammt nun noch als wichtigstes ber ständige Kampf mit einem ausgezeichnet geschulten und ausgerüste- Itn, zahlenmäßig weit überlegenen Gegner. Die Idrweger, bie hier ja bie Vorteile der genauen Kenntnis des Geländes und bie Vertrautheit mit

Stockholm, 9. Juni. (Europapreß.) Die eng­lische Sonntagspresse steht völlig im Zeichen ber panikartigen Furcht vor einem Einsatz beut« scher Fallschirmtruppen gegen Eng- l a n b.Sunbay Expreß" unbSunbay Graphic" wetteifern geradezu in ber Verbreitung ber phan­tastischsten Melbungen über bie Entbeckung angeb­licher beutscher Geheimorganisationen mit Chiffrier­stellen, unterirbifchen Kraftfahrzeugparks, Benzin­lagern, Waffen- upb Munitionsbepots, bie bie tüchtige englische Polizei entbedt haben soll. 23er« bunben werben diese von einer fortgeschrittenen Psychose zeugenden Tartarennachrichten mit ber Forderung rücksichtslosen Vorgehens gegen die bis­her noch nicht internierten, in England lebenden Ausländer. Auf Anordnung des Innenministers Sir John Anderson gibt es nunmehr in ganz England keinen Untergrundbahnhof, dessen Eingang nicht von schwer bewaffneten Militärposten besetzt ist. Die Furcht vor der mysteriösenFünften Ko­lo n n e", deutschen Fallschirmjägern und der IRA. haben zu diesen einzig dastehenden Kontrollmaß­nahmen geführt. Scotland-PardrBeamte, die auf der Rückseite ihres Rockumschlages die kleine runde Aus­weisplakette tragen, kontrollieren jeden auch nur annähernd verdächtigen Ausländer, der Untergrund­bahn fährt. Sie machen keine Ausnahme, ob es sich bei den zu Kontrollierenden um Engländer oder Ausländer handelt. Neutrale Ausländer, bie sich in ben späten Abenbstunben in Untergrundbahnhöfen aufhalten, werben nicht selten abgeführt unb müs­sen oft bie ganze Nacht auf ben Holzpritschen einer Polizeistation verbringen. Selbst holländische unb belgische Offiziere in Uniform gelten als verbächtig. Ein englischer Offizier, der in Nordfrankreich Ver­wundungen davongetragen hatte, wurde verhaftet. Man glaubte, er habe sich in Dünkirchen auf einen Truppentransporter geschmuggelt unb fei ein Spion.

lieber alle Plätze Lonbons unb bie weiten Flächen ber großen Parks sinb zum Schutz gegen Flugzeug» [anbungen Laufgräben gezogen worben. Die Zei-

Der neue deutsche Stoß.

Von Oberstleutnant Or. Hesse.

Der bekannte Militärschriftsteller schreibt hn 23 . 23. zur neuen Lage:

Westlich ber Somme, 28. Tag ber großen Operation.

Noch steht die ganze Welt im Zeichen ber Dünkirchener Katastrophe, unb schon ist ein neuer tarfer deutscher Stoß im Gange. Er gilt bem linken Fembflügel, ber an ber unte­ren Somme seit etwa 14 Tagen in der Neubildung begriffen ist, der aber dennoch wesentlich anders aussieht als früher. Von dem, was im Raum um Lille einst als geschlossene Operationsgruppe sich befand, ist nicht mehr allzu viel übrig. Nur Trüm­mer haben sich auf bie Schiffe retten können. Sie haben, worüber mehrfach berichtet worben ist, ihr gesamtes Material auf flanbrischem Boben lassen müssen eine Siegesbeute beutscher Truppen, wie sie in biesem Ausmaß auch ber Weltkrieg nirgenbs gesehen hat.

Stanb am Abschluß ber britten Woche ber großen Operation noch die Masse bes englischen Expe» bitionsEorps an ber Seite bes französischen oerbün- beten, so kann heute keine Rebe mehr baoon sein. Nur ganz schwache Teile bes englischen Heeres haben Anschluß an ben neuen linken Flügel bes Generals Weygand gefunben. Sie haben in diesen Tagen einen neuen Schlag erhalten. Sie bekommen das zu spüren, was ihre Kameraden in Dünkirchen erlebt haben. Dies kann gar nicht drastisch unb für ben Gegner tragisch genug geschil-

vrÜhlscheUniversttStrdruckerelU. Lange General-Anzeiger für Gberhessen * eieftenfsdielftrahez-»

M Jahrgang Nr. 135 tzrfckeim täglich, außer sonntags und feiertags