Japans neuer Wirischastsplan
USA.
erru«* einen
e n Frie-
Feindliche Angriffe in Albanien zuriiSgewiesen
Mit
b e
Spanienfeldzug zeichnete er sich als Befehlshaber
der italienischen Truppen, die Santander einnah
men, aus. Im Dezember 1937 wurde er Heeres-
Bastico feit 1939 an,
Decchi ist von seinem Posten als Generalgouver- deur des italienischen Dodekanes und Oberbefehlshaber der dortigen Streitkräfte zurückgetreten. Zu seinem Nachfolger wurde der Kommandierende General Ettore Bastico ernannt. General Bastico wurde 1876 in Bologna geboren, nahm am Tripoliskrieg und am Weltkrieg teil; im
Neuer Generaloouverneur -es italienischen Dodekanes.
Rom, 7. Dez. (DNB.) Quadrumvir Graf
eines britischen Stützpunktes in Britisch-Guyana auf dem südlichen Kontinent Fuß und ist bestrebt, durch zwischenstaatliche Abkommen, so besonders mit Uruguay, Argentinien, Chile, Peru ganz Südamerika mit seiner gepanzerten Faust zu um»
schiffsziele und britische G e l e i t z ü g e wurden mit 246 000 Kilo, Flugplätze mit 59 000 Kilo und sonstige Ziele mit 36000 Kilo Bomben belegt. Nicht mit eingerechnet in diese Angaben ist die hohe Zahl von Brandbomben, die allnächtlich in England niedergehen.
Großbritannien hat durch seine eigenen Maßnahmen die Vergeltungsangriffe der deutschen Luftwaffe herausgefordert. Es hat zur Kenntnis nehmen müssen, daß Großdeutschland Schläge nicht
Neuer USA -Botschafter in Tokio?
Neuyork, 8. Dez. (Europapreß.) Den angeb. lich bevorstehenden Rücktritt des nordamentamschen Botschafters in Tokio, Joseph Clark Grew meldet die Columbia-Rundsunkgesellschast. Botschafter Grew, der seit 1932 die Bereinigten Staaten von Nordamerika beim japanischen Kaiser vertritt, soll durch einen Marineoffizier ersetzt werden.
Auf London wurden insgesamt geworfen 3187 000 Kilo, davon bei 13 Großangriffen 2 664 000 Kilo.
Auf Birmingham insgesamt 825 000 Kilo, davon bei drei Großangriffen 762 000 Kilo.
Aus Southampton insgesamt 567000 Kilo, davon bei drei Großangriffen 500 000 Kilo.
Auf Coventry insgesamt 552000 Kilo, davon bei einem Großangriff 503 000 Kilo.
Auf Liverpool insgesamt 376 000 Kilo, davon bei einem Großangriff 356 000 Kilo.
Auf Bristol insgesamt 178 000 Kilo, davon bei einem Großangriff 160 000 Kilo.
Auf Plymouth insgesamt 117 000 Kilo, davon bei einem Großangriff 110 000 Kilo.
Auf sonstiqe Landziele in England wur- den 604 000 Kilo Bomben geworfen. Einzel-
sowie Fahrstraßen unterbochen und hauptverkehrs- punkte getroffen. Die militärischen Ziele von Zahnte und Aria wurden heftig bombardiert. In Erseki wurde ein Munitionslager in die Luft gesprengt.
In Ostafrika haben vier feindliche Flugzeuge vvm Wellesley-Typ Burle mit MG -Feuer beschossen, was einen Toten und einige Verwundete zur Folge halte. Unsere Jagdflugzeuge haben drei der feindlichen Flugzeuge abgeschossen. Weitere feindliche Flugzeuge bombardierten ein Dorf nbrd- östlich von Sabderat, wo einige Eingeborene getötet wurden, und Gheleba (Lallam), wo drei Frauen und vier Kinder unter der eingeborenen Bevölkerung verwundet wurden. Feindliche Einflüge für Metemma und den Engpaß von Sabderat haben weder Opfer noch Schäden verursacht. In Reghell wurde ein Askari getötet.
Neuer Generalstabschef und Flottenchef der italienischen Kriegsmarine.
Rom, 8. Dez. (DNB.) Der Unterstaatssekretär im Marineministerium, Admiral Domenico C a • vagnari, Generalstabschef der italienischen Kriegsmarine, ist auf seinen eigenen Wunsch hin von seinen Aemtern enthoben worden. Zum Unterstaatssekretär im Marineministerium und Generalstabschef der italienischen Kriegsmarine wurde Admiral Arturo Riccardi ernannt, zum stellvertretenden Generalstabschef Admiral Inigo Campione und zum Befehlshaber der Flotte zur See Admiral Angelo L a ch i n o. Der Duce hat Admiral Cavagnari seine volle Anerkennung für die Zusammenarbeit und das siebenjährige Wirken für die Entwicklung und Potenzierung der italienischen Kriegsmarine ausgesprochen.
„Carnarvon Castle" in Montevideo.
Im Gefecht stark mitgenommen.
72 Stunden Aufenthaltserlaubnis.
Montevideo, 8. Dez. (Europapreß.)
Der italienische Bericht vom Sonntag. ;
Rom, 8. Dez. (DRV.) Der italienische wehr- j Machtbericht vom Sonytag hat folgenden Wortlaut:
3n Albanien sind wiederholt feindliche An- , griffe auf den linken Flügel der 9. Armee । von unseren Truppen zurückgewiesen worden. An der übrigen Front Tätigkeit der Aufklärungs- ; Patrouillen auf beiden Seiten. Unsere Flugzeuge haben militärische Ziele in P r e v e s a und auf Ithaka bombardiert. Feindliche Flugzeuge haben Einflüge auf Valonq unternommen. Sie begegneten der sofortigen Abwehr unserer Flak und wurden von unseren Jägern angegriffen. Ein feindliches Flugzeug wurde dabei von unserer THarine- flak, ein weiteres brennend von unseren Jägern abgeschossen. Zwei weitere feindliche Flugzeuge, von unseren Jägern verfolgt, verschwanden mit Vrand- erschelnungen an Bord in den Wolken.
JnRordafrika hat eine unserer Jägerforma- Honen im Tiefflug zahlreiche feindliche Kraftwagen östlich von Vir Enba mit WG.-Feuer angegriffen. Einige Kraftwagen konnten die Fahrt nicht fort- sehen. Eines unserer Flugzeuge hat militärische Anlagen des Gegners längs des Uadi el Raml bei Marsa watruk bombardiert.
In Ostafrika hat unsere Luftwaffe etwa 20 feindliche Kraftwagen In Rlecali Welles nördlich von Kassala, den Bahnhof von Walawiya südlich von kassala und ein Wellesley-Flugzeug auf dem Flugplatz von Saraf Said angegriffen. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt.
Oer italienische Bericht vom (Samstag.
Rom, 7. Dez. (DRV.) Der italienische wehr- Machtbericht vom Samstag hat folgenden worllaut:
In Albanien seht der Feind auf unseren Suhersteu linken Flügel seinen Druck auf den Ge- blrgszug westlich von pogradetsch fort und beschränkt seine Tätigkeit auf der übrigen Front auf lokale Angriffe im Gebiet von Arglrocastro. Unsere Gegenangriffe haben verschiedene Stellungen wieder In unseren Besitz gebracht. Besonders haben sich das Alpini-Vataillon Bolzano, das 24. Versa- glierl-Regiment und das 26. Armeekorps-Artillerieregiment ausgezeichnet. Unsere Luftwaffe hat trotz sehr ungünstiger Witterungsverhältnisse und der heftigen Vodenabwehr des Feindes za h l - reiche Angriffe im Tiefflug durchgeführt und dabei Truppen, Lastwagen und Rachschub- tolonnen bombardiert und mit WG^Feuer belegt
Kolumbien und der Panama-Kanal.
Bogota, 8. Dez. (Europapreß.) Im kolumbia- mschen Senat wurde über die Billigung einer Der- teidrgungsanleihe von fünfzig Millionen Pesos be- raten. Dabei wandte sich Senator Guillermo Leon V a l e n c i a gegen die Behauptungen des Kriegs- Ministers, daß kolumbianische Soldaten an den Meeresküsten bereitgestellt werden müßten, um Gefahren von der Zone des Panama- Kanals fernzuhalten. Er fragte- warum Kolumbien mit seiner Wehrmacht Panama für die Vereinigten Staaten verteidigen sollte, wo es Panama für sich selbst nicht habe verteidigen können, als die Bereinigten Staaten die Hand auf Panama legten. Ein solcher Vorschlag bedeute eine Verletzung der kolumbianischen Neutralität. Kolumbien habe allen Anlaß, sich davor zu hüten. England und die Vereinigten Staaten würden der kolumbianischen Souveränität mehr schaden als Deutschland. „Wir bewundern Adolf Hitler", fuhr er fort, „weil er die- nationale Macht eines Volkes mit unerschütterlichem: Mut und starker Energie in sich verkörpert. Einem solchen Mann braucht auch. Ibero-Amerika."
3m Atlantik torpediert.
Neuyork, '9. Dez. (DNB. Funtspruch.) Hilfe- rufe des britischen Dampfers „E m p i r e I a g u a r" und des in britischen Diensten fahrenden norwegischen Tankers „M i d d l e s f j o r d" sind von der Mackey-Radio-Station aufgefangen worden, sie waren an der we st afrikanischen Kü st e Seenot. Die von „Middlesfjord" gesandte Botschaft besagte: „Im Begriff, von einem mysteriösen Schn« bombardiert zu werden." Die von der „Empire Jaguar" kommenden Hllferufe erklärten, das das Schiff t o r p e d i ert worden sei.
Zwei italienische G rrerale mit Militä'flugzeug abqestürzt.
Rom, 8. Dez. (DNB. Funkspruch.) Ein italieni- sches Militärflugzeug ist auf dem Flug von Rom nach Turin mit einigen Mitgliedern der italieu nischen Waffen st ill st andskommissio» für Frankreich an Bord am 7. Dezember um ls Uhr aus noch unbekannter Ursache in der Nay«« von Acqui ab gestürzt. Die an Bord befinö' liehen Personen, unter denen sich der Armeegenera Pietro P i n t o r und der LuftgeschwadergenerM Aldo P e l e g r i n i befanden, sind bei dem Unfall ums Leben gekommen.
Oie deutsche Vergeltung.
6747000 Kilo Sprengbomben im November auf Großbritannien.
Berbin, 7. Dez. (DNB.) Seit dem Juni 1940 werfen britische Kampfflugzeuge ihre Bomben a u s Wohnviertel deutscher Städte, auf Krankenhäuser, Kirchen und soziale A n st a 11 e n des Reichsgebietes und der von Deutschland besetzten Gebiete. Trotz mehrfacher eindringlicher Warnungen haben sich die Methoden dieser in erster Linie gegen die Zivilbevölkerung gerichteten britischen Luftkriegführung nicht geändert. Die deutsche Luftwaffe hat daher die mehrfach an« gekündigten Vergeltungsangriffe gegen die britische Insel im Herbst dieses Jahres ausgenommen. Im Gegensatz zur britischen Methode rich- tet sich die deutsche Vergeltung jedoch nur gegen militärische und kriegswichtige Ziele
Der Fall „Ztape".
Brasilien warnt. — Gemeinsame Maßnahmen zum Schuh -es ibero-amerikanifchen Sicherheitsgürtels.
„ uruguayische Presse bringt große Photos, die die [Zielsicherheit des deutschen Hilfskreuzers beweisen, der den Engländer mit einem wahren Geschoßreaen überschüttet haben muß. Auf den Photos sind die schweren Einschläge deutlich zu erkennen.
leichter Schlagseite nach Backbord üej der von einem deutschen Hilfskreuzer schwer anaescyossene englische Hilfskreuzer „Carnarvon C a st l e" Samstag nachmittag 17.25 Uhr Ortszeit in den Hafen von Montevideo ein. Zur Wiederherstellung seiner Seetüchtigkeit gewährte die uruguayische Regierung dem englischen Kriegsschiff eine Aufenthaltsfrist von 72 Stunden. Neben vielen kleinen sind in den Aufbauten und in der Schiffswand des englischen Hilfskreuzers rund 20 große und mittlere Treffer zu sehen. Das Vorschiff zwischen Brücke und Fockmast weist einen großen und zwei mittlere Einschläge auf. Don zahlreichen kleinen Einschlägen umgeben, saß ein schwerer Treffer auch im Maschinen- r a u m. Im Hinterschiff ist ebenfalls ein schwerer Treffer sichtbar. Schornstein und Aufbauten sind an mehreren Stellen durchlöchert. Bei dem Gefecht mit dem deutschen Hilfskreuzer wurden sieben englische Matrosen getötet und 20 schwer verletzt. Die
in Großbritannien.
Nach amtlichen Unterlagen über die während des Monats November abgeworfenen Bombenmengen, wurden durch die RAF. während dieser Zeit 430 000 Kilo Sprengbomben auf das Reichsgebiet abgeworfen, durch die deutsche Luftwaffe aber 6 747 000 Kilo Sprengbomben, also etwa 15mal so viel, auf Großbritannien. So vergilt die deutsche Luftwaffe die Äampfmethode, die von den Engländern seit dem Juni 1940, also vier Monate vor Beginn der deutschen Vergeltungsflüge angewandt wird. Don der deutschen Gesamt-
Riode Janeiro, 8. Dez. (Europapreß.) Eine Rede des brasilianischen Staatspräsidenten Dargas vor Offiziersanwärtern, in der er betonte, daß eine Nation, die ihre Rechte und Interessen respektiert schen wolle, durch die Tat zeigen müsse, daß sie auch ihrerseits die Interessen anderer Staaten achte, hat in der brasilianischen Oeffentlichkeit starken Eindruck gemacht. Der Präsident sagte, angesichts der verwickelten Weltlage habe Brasilien unerschütterliche Ruhe bewahrt und sich bemüht, unverändert freundschaftliche Beziehungen aufrechtzuerhalten, die es mit anderen Völkern verbinde. Den amerikanischen Ländern gegenüber nehme Brasilien die Hasiung absoluter Loyalität und enger Verbundenheit ein. Nationen, die in ihren Rechten und Interessen respektiert werden wollen, hätteü die Verpflichtung, durch Tatsachen zu beweisen, daß sie die Rechte und Interessen anderer auch respektieren. Das gelte besonders für die, die sich als Muster der Zivilisation und als Paladine der Dölkerfreiheit hinstellten. Durch Willkür und Gewalt könne niemals ein Friedensideal verwirklicht werden. Gewalt erzeugt Gewalt. Die Verletzung der Rechte Brasiliens werde eine Reaktion und Repressalien zur Folge Hoden.
Man bringt diese Darlegungen Vargas' natürlich mit dem „Itap e"- Fall in Zusammenhang. ,Lor- nal do Brazil^ stellt das Wort des Präsidenten heraus: „Gewalt erzeugt Gewalt". Das Abendblatt „Noite" schreibt, die Festigkeit der Rede des Präsidenten habe auf alle Brasilianer stärksten Eindruck gemacht. ,Lmparcial" hebt die Worte des Präsidenten hervor, daß man „durch Willkür und Macht- mißbrauch keinen Frieden schaffen könne". Die brasilianische Regierung hat an die Regierung Argentiniens und auch an andere amerikanische Staaten die Anfrage gerichtet, welchen Standpunkt sie im Bezug auf die Verletzung des Sicherheitsgürtels im Falle des brasilianischen Dampfers „Itape" einnähmen. Es soll ein gemeinsamer Protest und gemeinsame Maßnahmen auf Grund der auf der Panama-Konferenz getroffenen Vereinbarungen geplant sein.
Tokio, 7. Dez. (DNB.) Das japanische Kabinett verabschiedete in einer Sondersitzung endgültig den schon gemeldeten Plan zur Schaffung einer n e u e n Wirtschafts st ruktur Japans. Er sieht ein auf Gegenseitigkeit aufgebautes Wirtschaftsgebiet Japan-Mandschukuo-China, das unabhängig sein soll, vor. Dadurch soll eine größere Auswertung der Rohstoffquellen ermöglicht werden. Die Planwirtschaft, vor allem für die wichtigsten Zweige der Wirtschaft, soll die nationale Verteidigung auf die höchste Stufe bringen. Gleichzeittg soll der Lebensunterhalt des Volkes gesichert und die Aufrüstung gewährleistet werden. Unter dem Gesichtswinkel „Das öffentliche Interesse zuerst!" wird ein nationaler Mirtschaftskörper die Aktivität der Nationalwirtschaft lenken. Obwohl grundsätzlich die Privatwirtschaft bestehen bleibt, so werden doch bei Vorliegen besonderer Erfordernisse gewisse Unternehmungen unter Staatskontrolle gestellt. Außerdem ist die Teilung bzw. Zusammenlegung von Unternehmungen vorgesehen, falls dies aus technischen ober aus produkttonsmäßigen Gründen erforderlich fein soll. Mittlere und kleine Unternehmungen sollen geförbertJDerben. Besondere Beachtung wird allen landwirtschaftlichen und manttmen Unternehmungen geschenkt. Für die einzelnen Industriezweige werden.Wirtschaftsorganisationen geschaffen, wobei die Unternehmer die Leiter dieser Organisationen empfehlen, die von der Regierung genehmigt werden. v ,
Der Plan der neuen Wirtschaftsstruktur findet in der japanischen Presse große Beachtung. Mit wenigen Ausnahmen stimmen die Blätter dem Plan zu. Das Wirtschaftsblatt „Tschugai Schogio Schimpo" schreibt, daß damit die in der letzten Zeit durch zahlreiche Gerüchte verbreitete Unruhe in Wirt-' schaftskreisen beseitigt wurde. Die Verantwortlichkeit sowohl der Unternehmer als auch der Regierung und der Behörden sei damit größer. Notwendig sei jetzt, daß auch politische Kräfte durch vollste Unterstützung zur Verwirklichung des Planes beitrügen.
„Japan Hai feine Minute zu verlieren."
Stärkung des Kabinetts Konohe.
Es handelt sich bei dem „Carnarvon Castle" um das gleiche englische Schiff, das vor einigen Tagen in unmittelbarer Nähe der brasilianischen Küste den Dampfer ta p e" angehalten und 22 deutsche Reisende von Bord geholt hat. In der brasilianischen Oeffentlichkeit hat die Nachricht von der prompten Vergeltungsaktion des deutschen Hilfskreuzers großen Eindruck gemacht. Die deutsche Seekriegsführung habe bewiesen, daß die Herr- schaft Englands auf dem Atlantik längst nicht mehr so unbeschränkt ist wie noch im letzten Kriege und daß dadurch die Hoffnungen auf eine Verstärkung der amerikanischen Zufuhr sehr bald einer grundlegenden Revision unterzogen werden müßten. Die kombinierte Tätigkeit der deutschen U-Boote, Langstreckenflugzeuge und Bomber stelle auf dem Atlantischen Ozean eine ebenso schwere Gefahr für England bar wie die deutschen Luftangriffe auf die britischen Rüstungszentten. Der Ausfall eines großen Transatlantikdampfers durch einen deutschen Flugzeug- oder U-Bootsangriff sei dem Ausfall einer Fabrik durch deutsche Bomber gleichzustellen.
sie zu sabotieren."
Dor einer Regierungsumbildung in Nanking.
Nanking, 8. Dez. (Europapreß.) Der Kaiser von Japan ernannte Kurnataro Honda zum ersten japanischen B o t s ch a f t e r bei der vor kurzem von Japan anerkannten Nanking-Regierung. Honda, der von 1924 bis 1926 Botschafter in Berlin war, gilt als erfahrenste und beftunterrichtetste Persönlichket in Ch.nafragen. Im Zusammenhang mit dieser Entsendung eines Botschafters wird hier von einer bevorstehenden Umbildung der Nanking-Regierung gesprochen. Der Außenminister der Nanking-Regierung, Dr. Chumiyl. soll für den Posten eines Botschafters in Tokio ausersehen sein. Außerdem spricht man davon, daß Chowfushaiu möglicherweise Präsident des Exekuttvausschusses werden wird, was dem Amt eines Ministerpräsidenten entspricht. Wang- t s ch i n g w e i hat gegenwärtig dieses Amt neben der Präsidentschaft inne.
den Dreimächtepakt erreicht, fen grundlegenden japanisch-chinesisch densvertrag geschlossen und die große inijer• politischeReformbewegungin Gang ae- bracht. Das sind beachtliche Leistungen. Aber die Z e i t. d r ä n g t, und leider sieht sich das Kabinett ortwährend durch tnnerpolittsche Rücksichten bewogen, das Tempo zu verlangsamen. Die Anwesenheit Hiranumas im Kabinett wird den R u ck e n K o n o y e s ft e i f e n und ihm helfen, die erforderliche Waffe zu schmieden, um die Durchsetzung des Reformwerkes im totalen Staat zu erzwingen.
Die Zeitung „Miyako Shimbun" führt aus: „3a- pan hat keine Minute zu verlieren, wenn es nach der Verdrängung Englands aus Europa auch für Öftafien ein neues Geschichtskapitel des Wohlstandes der Völker beginnen will. Die Ausrichtung der gesamten politischen und wirtschaftlichen Struktur Japans auf Schaffung eines wehr- wirtschaftlich unangreifbaren totalen Staates ist eine zu dringliche Aufgabe, als daß es gewissen Eigenbrötlern erlaubt fein durfte,
abrourfmenge entfallen 5 055 000 Kilo auf die 23 nur abzuwehren, sondern um ei n vielfaches Großangriffe im Laufe des Novembers, während verstärkt zu rückzugeben versteht. Die Ver- zusätzlich zur gleichen Zeit 1692 000 Kilo bei son- geltungsangriffe der deutschen Luftwaffe sprechen ftigen Unternehmungen gegen kriegswichtige Ziele eine eindeutige Sprache.
in England zum Abwurf tarnen. --------
wurde es der militärische Herr ganz Mittelamerikas. Der Golf von Mexiko ist heute ein Golf der Gleichzeitig faßte es mit der Ueberlassung britischen Stützpunktes in Britisch-Guyana
Ueberschüsse Südamerikas aufzukaufen und sie ge- wissermaßen als Waffe in einem Wirtschaftskrieg gegen das neue Europa und gegen Japan einzusetzen, scheiterte zum großen Schmerz der Yankees. Ein solches Monopol hätte jeden Südamerikaner, den Arbeiter sowohl wie den Plantagenbesitzer und die Regierungen, in völlige Abhängigkeit von Wallstreet gebracht. Wie die Kapitalisten solche Abhängig- leit aus nütz en und die Börsenjuden ohne Rücksicht auf den Lebensstandard der Erzeuger jobbern, weiß man in Südamerika ganz genau.
Nun kam der Plan der D o l l a r o n l e i h e n. Chile lehnte ab, da die Bedingungen zu ungünstig seien. Argentinien erhielt eine Anleihe, aber man kann nicht sagen, daß diese Anleihepolittk die Nordamerikaner sonderlich weiter gebracht hätte, denn die südamerikanischen Staaten haben untereinander Abkommen getroffen, so Argentinien und Brasilien, um sich über die schlimmsten Kriegszeiten gegenseitig hinwegzuhelfen. Sie bereiten in den eigenen Ländern alles vor, um sich durch eine gewisse Neuordnung — so durch den Pinedoplan Argentiniens — aus eigener Kraft so lange handelspolitisch unabhängig zu machen, bis der Krieg in Europa zu Ende geht und dann wieder die lukrativen Handelsbeziehungen einsetzen. Da Europa ein Interesse am Ausbau der wirtschaftlichen Werte Südamerikas hat, dagegen Washington die ibero- amerikanischen Länder von Europa lösen will und als Vorspann seiner eigenen expansiven Interessen wertet, ist diese südamerikanische Taktik vielleicht entscheidender als die Phrase von der angeblich durch den „Hitlerismus" bedrohte Unabhängigkeit Südamerikas. Diese Taktik ist aus einem althergebrachten Mißtrauen gegen Washington geboren, und man wird bei Berücksichtigung aller Probleme finden, «daß gerade jetzt dieses Mißtrauen nur zu berech- tigt ist. E. S.
spannen.
Zunächst wurden alle diese Pläne in Washington mehr oder minder kategorisch dementiert, dann aber brachten die Senatsverhandlungen in Uruguay Licht in die dunkle Angelegentheit. Der Senat lehnte jede Ueberlassung dox Stützpunkten an die USA. ab. In Uruguay kam es darüber zu einem Konflikt zwischen Regierung und Parlament, der weitere Kreise zog. Schließlich einigte man sich dahin, daß alle Stützpunkte unter Kontrolle Uruguays stehen, daß also den Nordamerikanern nicht etwa die Sache so leicht gemacht würde wie im Karibischen Meer. In Argentinien, Brasilien und Chile hat man diesen Standpunkt Uruguays kräftig unterstützt. Somit ist vielleicht der nordamerikanische Expansions- und Umklarmnerungs- brang vorerst gestoppt. Alle Washingtoner Erklärungen können nämlich nicht die einfache Tatsache aus der Welt schaffen, daß Südamerika ganz andere Interessen hat als Roosevelt, daß Europa und Japan die be st en Ku nd e n Jbero-Amerikas sind und die südamerikanischen Republiken einfach Selbstmord begehen würden, wenn sie sich den Wünschen der Dollarimperialisten bedingungslos unterordneten.
Die wirtschaftlichen und finanziellen Vorschläge Washingtons stehen ebenfalls im Dienste dieser Ausbreitungssucht. Nordamerika kann die lieber- schüsse Südamerikas nicht aufnehmen, weil es zumeist die gleichen Produkte ebenfalls im lieber- fluß erzeugt. Ein Vorschlag Washingtons, alle
Tokio, 7. Dez. (Europapreß.) Die Einbeziehung des ftüheren japanischen Ministerpräsidenten Hi- ranuma in das Kabinett Konoye als Minister ohne Portefeuille wird als eine willkommene innerpolitische Stärkung des Kabinetts gedeutet. So schreibt die dem Kriegsministerium nahestehende „Kokumin Shimbun": „Obwohl es erst fünf Monate im Amt ist, hat das Kabinett Konoye |


