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arbeitsame Volk der Deutschen vom Erdboden ver- schwunden sei.

Die Rache des empörten Deutschtums aber ist furdjtbar. DieNew Hark Dimes" berichtet, die bn- tische Metropole gliche einer vom Erdbeben heim- gesuchten Stadt die unaufhörlichen Bombardierun­gen hätten Schäden verursacht, wie man sie in Amerika gar nicht glaube. Am Montag sind die deutschen Rächer wieder über London gewesen, über Liverpool, Nordost-, Nordwest, und Südengland, über Schottlayd und Wales, sie haben, wie anglo­amerikanische Berichte melden,eine donnernde Hölle von Bomben aller Größe, ein Geflacker und Geloder von Bränden" angerichtet. Das i st die Vergeltung. Die deutschen Angriffe gehen wei­ter, bis diese Pirateninsel ausgebrannt ist, bis Eng­land für jedes getötete deutsche Kind mit dem Ver­lust alles dessen, was bisher seinen falschen Ruhm ausrnackte, bezahlt hat, mit seinem Reichtum, seiner Weltstellung, seinem Weltanspruch. Das Gericht spricht jetzt, und der Verurteilte ist England! E. S. Italienischer WehrmachMericht.

Rom, 8. Oktober. Der italienische Dehrmachts- bericht vom Dienstag hat folgenden Wortlaut:

Eines unserer U-Boote hat ein bewaffnetes englisches vorpostenboot versenkt. 3m westlichen Wittelmeer ist einer unserer handels- dampfer (1800 BRI.) torpediert worden.

3n Ostafrika hat ein Patrouillengefecht bei

El Satnto (Senia) einen für uns günstigen Ausgang genommen. Der Feind wurde mit be­trächtlichen Verlusten in die Flucht geschlagen.

3m Roten Meer hat eine unserer Luftfor- mationen den bereits gestern angegriffenen Ge­leitzug neuerdings bombardiert.

Weitere Flugzeuge haben die Funkstation von Radi 3 u s u f (nordwestlich von Ghedaref), sowie kleinere feindliche Abteilungen in der Rahe der Grenze des unteren Sudans bombardiert. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt.

Ein Arbeitsbeschaffungsplan in Dänemark.

Kopenhagen, 8. Ott (Europaprefj.) Ein Ar- beitsbeschaffungsplan der dänischen Regierung, der am Donnerstag im Reichstag zur Behandlung ge­langen soll, wird von der Kopenhagener Preise seiner Großzügigkeit wegen als wirklich ernsthafte Aktion zur Verringerung der Arbeitslosigkeit be­zeichnet, die Wiedereinspannung von 50 000 Men­schen in den Produktionsprozeß würde die augen­blickliche Arbeitslosenzister um die Hälfte ver­ringern Nicht weniger Beachtung schenkt man In- besten der Idee der Errichtung zahlreicher Ar­beitsdienstlager und sieht der in Kürze zu erwartenden Ausgestaltung des Arbeitsdienstgedan­kens für Dänemark durch die gesetzgebenden Instan­zen des Staates mit großer Spannung entgegen.

Der Krieg ist voll von unangenehmen Lleberraschungen."

Churchill zwischen Illusion und Depression.

Stockholm, 9. Okt. (DNB.) Im Rahmen der krampfhaften Illusionspropaganda, mit der die an­gesichts der pausenlosen deutschen Luftangriffe im­mer stärker absinkende Stimmung der englischen Bevölkerung künstlich aufgepulvert werden soll, hat auch Churchill am Dienstag im Unterhaus eine längere Rede gehalten. Heuchlerisch versicherte er zunächst, er zögere immer, etwas Optimistisches zu sagen. Er müsse sich aber gegen alle defaitistischen Aeuherungen wenden. Damit gesteht er, daß die Stimmung der Bevölkerung England alles andere als rosig ist. Der ganze Pessimismus des über feineErfolge" enttäuschten Kriegshetzers enthüllt sich in dem SatzD e r Krieg ist voll von unangenehmen Ueberrafchungen". Die­ses peinliche Eingeständnis glaubt Churchill abzu­schwächen, indem er sagt, daß ein sehr wichtiger Teil des deutschen Kriegspotentiells durch die An­griffe gegen England absorbiert wird. Das ist frei­lich ein schwacher Trost, denn für diesen Kampf ist sie da.

Churchill befaßte sich dann mit der Wirkung der wilden Attacke", wie er die Vergeltungsaygriffe der deutschen Luftwaffe nennt, und stellt dabei die dreiste Behauptung auf, daß die deutschen Bomber wahllos" gegen Ziele vorgingen, die leicht zu tref­fen seien. Offensichtlich schließt er von denHelden­taten" der RAF. auf die Leistungen der deutschen Flieger. Seine Luftpiraten sind es, die nur Ziele treffen, die durch große rote Kreuze gekennzeichnet oder als ausgesprochene Wohnviertel kenntlich sind. Er gibt die Zahl der in einer Nacht getöteten Men­schen an. Mit abscheuerregender Kaltschnäuzigkeit will er errechnet haben, daß eine Tonne Bomben nötig gewesen sei, um drei Viertel Menschen zu töten. Damit bestätigt er ungewollt die Tatsache, daß Deutschland den Krieg nickt gegen die Zivil- bevölkerung führt und verrät dabei, daß die bri- tische Plutokratenclique, als sie in den Krieg ein­trat, mit einer Zahl von 3000 Toten und 12 000 Verwundeten in einer einzigen Nacht gerechnet hat. So war die England beherrschende Plutokratenkaste also von Anfang an bereit, in dem von ihr gewissen- los heraufbeschworenen Kriege mit brutalster Rück- sichtslosigkeit Hekatomben von Menschen zu opfern.

Erheblich aus dem Rahmen des üblichen Illu- sionsrummels herausfallend macht Churchill dann plötzlich die tiefsinnige Bemerkung, daß London, Liverpool, Manchester und Birmingham viel­leicht noch viel leiden müßten, aber sie würde« aus ihren Ruinen wieder auferstehen. Im

gleichen Atemzug allerdings erdreistet sich der alte Lügner, die groteske Behauptung aufzustellen, daß man, wenn man sich auf den Gipfel von Primrose Hill oder einem anderen erhöhten Punkte von Lon­don befinde, keinerlei Bombenschäden feststellen könne. Die Berichte der ausländischen Pressever­treter über den flammenden Feuerschein am nächt­lichen Himmel Londons, Qualm, Rauch und nach- haltige Zerstörungen an den kriegswichtigen An­lagen der britischen Hauptstadt sprechen eine an­dere Sprache. Churchill gibt notgedrungen zu, daß die englische Bombensliegerei weniger zahlreich als die des Feindes fei. Es wäre aber unsinnig für England, sich von den militärischen Zielen wir wissen, daß das für Churchill Krankenhäuser, Kir- chen, Arbeiterwohnungen und Nationalheiligtümer sind abzuwenden, bei denen die britischen Flie­ger so große Erfolge erzielten (!)Das einzige Ziel muß sein", so ruft der Mörder von Bethel aus, Deutschland möglichst viel Schaden zuzu­fügen. Dies ist das einzige Ziel. Behalten wir es im Auge."

In den stfo oft zitiertenBundesgenossen" Eng- lands, das Wetter, fetzt Churchill bemerkens­werterweise offensichtlich nicht mehr das gleiche Ver­trauen wie früher. Denn er meint resigniert, daß die Nebel und Stürme, die England irn Winter einhüllen, nicht allein die Bombenangriffe verhin­dern würden. Auch hinsichtlich einer etwaigen I n - v a f i o n warnt Churchill davor, sich durch die Ver­mutung einwiegen zu lassen, die Gefahr sei vor­über.

Gegen Schluß seiner Rede gibt Churchill einen detaillierten Bericht über die Episode von D a - k a r", in dem die ganze Wut der britischen Piraten über das so kläglich mißglückte Abenteuer zum Aus­druck kommt. Wenn Churchill ein Disziplinarver­fahren ankündigt, so zeigt das, wie allgemein das Gefühl der Blamage über dieses mißglückte mili­tärische Abenteuer in England ist. Die ganze Rede zeigt einen zwischen Illusionen und Depressionen hin und her schwankenden Churchill, der kein Wort vonSieg" oder besserer Zukunst" findet, wie dies in seinen früheren Reden üblich war. Kennzeich­nend für die Stimmung sind folgende Sätze:Wenn auch Zuversicht in uns herrscht, so dürfen wir doch keinen Augenblick die furchtbare und gefährliche Situation vergessen, in der wir uns befinden. Lange und dunkle Monate der Prüfungen und der Drang­sal sichen uns bevor."

Kleine politische Nachrichten.

Der Führer hat dem Reichsführer ff und Chef der deutschen Polizei, Heinrich Himmler, zum 40 Geburtstag durch seinen Adjutanten sein Bild mit einer persönlichen Widmung überreichen lassen. Ferner übermittelten u. a. Reichsmarschall Goring, der Stellvertreter des Führers, die Reichsminister von Ribbentrop, Dr. Goebbels und Dr. Lammers sowie die Reichsleiter Dr. Ley und Dr. Dietrich dem Reichsführer ff ihre Glückwünsche^

Der Präsident des Deutschen Auslands- instituts und Oberbürgermeister Strölin (Stuttgart) überreichte dem Reichsführer ff, Reichs- kommissar für die Festigung deutschen Volkstums, Himmler, die Goldene Medaille des Deutschen Auslandsinstituts zum ersten Jahrestag des Führ.1 erlasses zur Festigung deutschen Volkstums und zum 40. Geburtstag des Reichsführers ff.

Der Führer hat ff-Gruppenführer H a u s s e r . Kommandeur einer Division der Waffen-ff, zum 60. Geburtstag telegraphisch seine Glückwünsche übermittelt.

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Reichsorganisationsleiter Dr. Ley weilte in Stettin, um gemeinsam mit Gauleiter und Oberpräsident Schwede-Coburg eine Reihe von Be­trieben zu besichtigen und Betriebsappelle durchzu­führen.

Mussolini nahm in Udine die Inspektion der 3. Division desSchnellen Armeekorps" der Po- armee vor. Er war vom Unterstaatssekretär Soddu, dem stellvertretenden Generalstabschef des Heeres, Roatta, und dem Kommandanten der Poarmee. General Vercellino, begleitet und wurde von einer deutschen, ungarischen, spanischen und bulgarischen Militärmission empfangen.

An dem großen Jugendtreffen in Padua nehmen außer der deutschen und spanischen Iugendabord- nung auch 177 ungarische, 170 bulgarische und 100 rumänische Jungen teil. «

Der bulgarische LandwirstchaftMinister Bagri a- noff besichtigte in Begleitung von Reichsimnister DarrS und Staatssekretär Backe das Karser-

Wilhelm-Institut für Züchtungsforschung in Münche­berg in der Mark. Prof. Rudorfs und seine Mit­arbeiter gaben dem Gast einen Ueberblirf über die auf den einzelnen Gebieten der Pflanzenzucht ver­folgten volkswirtschaftlichen Ziele. Dann stattete der Gast dem Schiffshebewerk Nieder-Finow einen Besuch ab.

Unhöfliches Gaststättenpersonal wird ausgeschlossen.

Mit Rücksicht auf mehrfach lautgewordene Kla­gen über unbotmäßiges Verhalten von Bedienungs- perfonal in Gaststätten gegenüber den Gästen hat der Reichsarbeitsminister angeordnet, daß Bedie­nungspersonal, das wiederholt wegen ungebühr­lichen Betragens gegenüber Gästen entlassen wurde, nicht mehr in einen Gaststättenbetrieb vermittelt werden darf. Derartiges Personal muß einem an­deren Berus zugeführt werden. Um unberechtigte Berufsausfchlüsfe zu vermeiden, muß eine Stellung­nahme der Reichsarbeitsgemeinschaft für Berufs­erziehung im Fremdenverkehr eingeholt werden.

Gute Antennen

für den Rundfunkempfanq.

Vielfach ergeben sich aus der Ueberfpannung öffentlicher Straßen und Plätze mit Antennen Schwierigkeiten. Die Ueberfpannung wird z. T. von den Gemeinden als Eigentümern der zu über» spannenden Grundflächen nicht gestattet, z. T. da­durch erschwert, daß die Zustimmung von einer Anerkennungsgebühr abhängig gemacht wird. Dies soll auch auf die Errichtung von Einmastantennen, Gemeinschaftsantennen, Stabantennen zutreffen. Mit Rücksicht auf die Bedeutung des Rundfunks ersucht der Reichsinnenminister die Gemeinden und die Gemeindeaufsichtsbehörden, bei der Gestattung der Ueberfpannung von Straßen und Plätzen mit Antennen entgegenkommend zu verfahren und von Anerkennungsgebühren abzufehen. Bau- und verkehrspolizeiliche Vorschriften sowie Vor­schriften der Verunstaltungsgefetze werden nicht be­rührt.

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