Oie Heimat arbeitet für die Front.
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Unser Bild aus einer Montagehalle eines deutschen Rüstungsbetriebes vermittelt einen Ausschnitt von der Produktion von Minen, einer der wichtigsten Waffen des Seekrieges. (Winkelmann-Pr.-Bild-Zentr.)
Aus dem Reich.
Ein „Reichsbund Deutsche Familie".
Das Reichsinnenministerium hat die U m b e ° nennung des Reichsbundes der Kinderreichen in „Reichsbund Deutsche Familie, Kampfbund für den Kinderreichtum der Erbtüch- tigen", genehmigt. Die Aufgabe des Reichsbundes bleibt es, den Kinderreichtum zur selbstverständlichen Lebensform der erbtüchtigen deutschen Familie zu gestalten. Ordentliche Mitglieder können sein: Eltern erbtüchtiger, geordneter kinderreicher und kinderfroher Familien deutschen und artverwandten Blutes mit mindestens. 4 (Witwen 3) ehelichen Kindern; außerordentliche Mitglieder: Männer und Frauen mit weniger als 4 ehelichen Kindern, die den übrigen Voraussetzungen entsprechen und sich nach Gesinnung und Lebensführung zu den Zielen des RDF. und deren Erreichung bekennen; Ehrenringmitglieder werden vom Reichsbundesleiter berufen. Förderer kann jeder werden, der die Ziele des RDF. und deren, Erreichung unterstützt. Die Organisation und Gliederung des Reichsbundes erhält keine Veränderung. Durch die Umstellung wird der Gedanke bekundet, daß der große Besinnungskampf um die Volkserhaltung und Auslese heute mehr als je alle Vollwertigen und Gutgesinnten auf den Plan ruft.
Verkehrssünder, die es „bester wissen".
Zur Beseitigung der strafrechtlichen Sonderstellung des „Berufsfahrers" hat der Reichsminister der Justiz die Strafverfolgungsbehörden angewiesen, daß die persönlichen Verhältnisse des Verkehrsteilnehmers, soweit sie für den Grad seines Verschuldens von Bedeutung sind, bei der Strafzumessung berücksichtigt werden müssen. Hierbei könnte »auch dem Rechnung getragen werden, in welchem Maße der Täter besondere — durch seinen Beruf oder sein Gewerbe vermittelte — spezielle Kenntnisse hinsichtlich der Gefahren hat, die dem Verkehr drohen. Wenn z. B. ein Kraftwagenführer, Tankwart, Wagenpfleger usw., der als Fachmann einen Kraftwagen ständig selbst betreut, aus Mangel an Sorgfalt Mängel übersieht oder nicht abstellt, so wird er schwerer zu bestrafen sein als der Fahrer, der eine Sachkenntnis nicht hat. Von der Ermächtigung bei Verkehrs
unfallsachen in jedem Falle Strafantrag zu stellen, wenn „besonderes" öffentliches Interesse oorliegt, wird der Staatsanwalt Gebrauch machen bei einschlägigen ernsteren Vorstrafen, bei besonders grobem Leichtsinn (insbesondere bei Trunkenheit am Steuer), bei besonders niedriger Gesinnung und bei schweren Unfallsfolgen und dadurch hervorgerufener besonderer Erregung in der Oeffentlichkeit. Dagegen werde, wenn der Verletzte ein Angehöriger des Täters ist, von der Strafverfolgung abgesehen werden können, wenn ein Strafantrag vom Verletzten nicht
Sterbegeld für Einberufene.
Aehnlich der bereits für die reichsgesetzliche Versicherung ergangenen Regelung hat das Reichsaufsichtsamt für Privatversicherung jetzt auch seine Anordnungen hinsichtlich der Kriegsklausel für die private Krankenversicherung ergänzt. Bestimmungen, wonach Versicherungsleistungen n i ch t gewährt werden für Schäden und Todesfälle, die infolge von Kriegsereignissen heroorge- rufen worden sind, werden außer Kraft gesetzt. Wenn das Reich seine Leistungspflicht anerkannt hat, sind außer dem Sterbegeld weitere Leistungen nicht zu gewähren. Auch für Einberufene ist im Falle des Todes ein Sterbegeld in der Höhe des Betrages zu zahlen, der bei einem Nichtruhen der Versicherung zum Zeitpunkt des Todes, zu zahlen sein würde. Für das Sterbegeld sind nacheinander der Ehegatte, die Kinder, die Eltern und die Geschulter bezugsberechtigt. Es ist auch zu zahlen, wenn den Hinterbliebenen keine Bestattungskosten erwachsen sind. Da die Regelung rückwirkende Kraft seit Kriegsbeginn hat, sind fällige Sterbegelder unverzüglich auszuzahlen. Sofern bisher eine Gebühr für das Sterbegeld während des Ruhens der Versicherung erhoben wurde, ist sie ab 1. Mai nicht mehr zulässig. Ist ein zusätzliches Sterbegeld gegen besonderen Beitrag mitversichert, so bleibt es auch während der Einberufung bei der Fortzahlung der Zusatzbeitrages. Das Ruhen der Versicherung tritt vom Zeitpunkt der Einberufung an automatisch in Kraft, ohne daß es eines besonderen Antrages bedarf.
Neues für den Bücheriifch.
— Rudolf G. Binding : A d Se Ipsum, aus einem Tagebuch. (Preis kart. RM. 1,80.) Verlag Rütten & Loening, Potsdam. „Zu sich selbst" — das heißt in diesem Falle zu uns allen gesprochen, denn indem Binding hier ein Zwiegespräch mit sich selbst hält, spricht er zugleich von dem Wesen der Dinge in der menschlichen und kosmischen Welt.
— Rudolf G. Binding: Natur und Kunst, Führungen und Betrachtungen. (Preis kart. RM. 1,80.) Verlag Rütten & Loening, Pots- oam. Dies schmale Büchlein zeigt den Dichter als Meister des Essays, der auch das, was ihm die Gelegenheit am Wege schenkte, mit seinem Geist erfüllte und dessen Sprachgewalt daraus ein Kunstwerk schuf. Und niemals sind es abstrakte Gedanken, es ist „erlebtes Leben" aus intensivster Anschauung. Was Binding zum Lob Frankfurts sagt, wie er Himmel und Glanz über Würzburg preist, wie er den Genfer See- sieht und den Rheinrausch auf sich wirken läßt, immer ist es die Macht der Persönlichkeit, die uns an ihrem inneren Erleben .teilhaben läßt. Dr. Fr. W. Lange.
— Wilhelm Holzamer: VorJahrund Tag. Roman (Preis in Leinen gebunden 5,75 RM.), Peter Nockler, Geschichte eines Schneiders (Preis in Leinen geb. 3,60 RM.), beide bei der Deutschen Verlags-Anstalt, Stuttgart. In diesem Frühjahr hätte Wilhelm Holzamer seinen 70. Geburtstag begehen können, hätte der Tod nicht schon den 37jährigen im August 1907 mitten aus fruchtbarstem Schaffen gerissen. Wenn das Prädikat „Heimatdichter" nicht zu abgegriffen wäre und von allzu vielen Unberufenen in Anspruch genommen würde, so müßte es Wilhelm Holzamer zufallen, J)er sein Bestes schuf aus seiner engen Verbundenheit mit seiner rheinhessischen Heimat, ihrer Landschaft und ihren Menschen. Wie sehr diese Verbundenheit auch über seinen frühen Tod hinaus wirkt, dafür zeugt der Wilhelm-Holzamer-Bund, der vom Heimatdorf des Dichters Nieder-Olm aus sein Werk betreut. Aber daß Holzamers Kunst weder zeit- noch ortsgebunden ist, beweist am besten sein erst nach seinem Tode erschienener Roman „V o r 2 ahr und T a g", der auf dem Hintergrund des Kriegsjahres 1866 und im Rahmen der kleinen Gemeinschaft eines rheinhessischen Dorfes die Liebesgeschichte eines urwüchsigen, braven Mädchens erzählt, das sich im Trotz gegen ihr innerstes Gefühl stemmt und den Geliebten erst zu Tode verwundet im Feldlazarett wiederfindet. In einer Vernunftehe auf einsamer Mühle findet die Dorth nach bitteren Erfahrungen und Enttäuschungen ihre Ruhe.
Ungeheuer lebendig ersteht in der Schilderung Holzamers das Dorf und seine Menschen vor unseren Augen, wir sehen sie in ihrem Tun und Treiben mit ihren Vorzügen und Schwächen, ein enger Lebenskreis und doch bewegt vom Werden der deutschen Einigung, ein getreues Spiegelbild unruhvoll erregter Zeit. — „Peter Nockler, die Geschichte eines Schneiders', spielt in der Hauptsache in Mainz. Die enge Welt der „kleinen Leute" ist auch hier scharf beobachtet und mit einer keuschen Zartheit dieser befangene stille Mann geschildert, dem auf einer „Kerb" im Odenwald die Braut durchgeht und der sich zur wahren Seelengröße durchringt, als diese, von ihrem flüchtigen Kirmeß-Verehrer im Stich gelassen, den verachteten Schneider anfleht, ihrem Kinde seinen ehrlichen Namen zu geben. Hier offenbaren sich Holzamers feines Einfühlungsvermögen und künstlerische Gestaltungskraft in seltener Geschlossenheit. Dr. Fr. W. Lange.
— Gerhard Scholtz: Tagebuch einer Batterie. (Preis in Leinen geb. RM. 4,80.) Verlag Rütten & Loening, Potsdam. Schlicht und wahr, ohne nachträgliche Retusche berichten diese Blätter von schweren Kampftagen auf Flanderns blutgetränkter Erde, ohne Ueberschwang und Ruhmredigkeit zeugen sie von der Kameradschaft einer Batterie, die im gemeinsamen Erleben der Schlacht Offizier und Mann zusammenschweißt hat zu jener Gemeinschaft, die über den Krieg hinaus alle Frontsoldaten bindet. Aus jeder Zeile dieser Aufzeichnungen eines jungen Artillerie-Offiziers spricht das Unmittelbare, der echte Ton, das Erschütternde, das Große, Einmalige des Krieges. „Noch aus keines Mannes Leben schwand der Tag, an dem er zum erstenmal ein Schlachtfeld be- *ra*' “J1 sich ZU bewähren", so heißt es im Nachwort dieses Buches, das niemand ohne ergriffen zu sein wieder aus der Hand legen wird.
Dr. Fr. W. Lange.
i 9 s Erd künde in Stichworten. 1- Grbe und Mensch. 2. Das Deutsche Reich. 3. Europa 4. Amerika, Afrika. 5. Asien, Australien, Ozeane. (Verlag Ferdinand Hirt in Breslau.) Die Heftchen geben trotz aller Kürze eine lebendige Gesamtdarstellung des erdkundlichen Wissens der Ge- genwart.
Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Haup ichriftleite^: Ernst Blumschein. Verantwortlich für PE t«1 S>°dt @M;„, Brodln, uno «NttWoffc Cntft »fomfdjein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Srüijlfcfie Universitätsdruckerei R. Lange K. G. mSSSiAAnzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt verAnzetgen: Feodor Kümmel. Pl.Nr.5.
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Auch die „Astra" bleibt sich immer gJetchü
/ „Andromeda' em schönes Sternbild zwischen Pegasus und Kassiopeia
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griechische Bezeichnung für die Gesamtheit der Himmelskörper.
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Nur ausgewählte reine Orienttabake erster Provenienzen finden für die,,Astra" Verwendung.Das besondere Mischverfahren ergibt die unveränderliche charakteristische Vereinigung von Leichtigkeit und reichem Aroma.
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