Ausgabe 
9.4.1940
 
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kreuzl worden, die Reichsreglerung erhielt immer klarer davon Kenntnis, daß England und Frank­reich bestimmt Versuche unternahmen, um ihre Ab­sichten alsbald in anderer Form zu verwirklichen.

3n dem Bestreben, eine Intervention vorzuberei­ten, haben denn auch die englische und französische Regierung in den letzten Wochen ganz offen die These proklamiert, es dürfe in diesem Kriege keine Neutralität geben, und es sei die Pflicht der kleinen Länder, sich aktiv am Kampf gegen Deutschland zu beteiligen. Diese These wurde durch die Propaganda der Destmächte vorbereitet und durch immer stärker werdende politische Druckversuche auf die neutralen Staaten unterstützt. Die konkreten Rachrichten über bevorstehende Landungsversuche der Westmächte in Skandinavien häuften sich in letzter Zeit immer mehr. Wenn aber überhaupt noch der leiseste Zwei­fel an dem endgültigen Entschluß der Westmächte zur Intervention im Norden bestehen konnte, so ist er in den letzten Tagen nun endgültig beseitigt worden:

Die Reichsregierung ist in den Besitz von ein­wandfreien Unterlagen dafür gelangt, daß England und Frankreich beabsichtigten, bereits in den aller­nächsten Tagen überraschend bestimmte Gebiete der nordischen Staaten zu besetzen.

Die nordischen Staaten haben ihrerseits den bis­herigen Uebergriffen Englands und Frankreichs nicht nur keinen wider st and entgegengesetzt, sondern selbst schwerste Eingriffe in ihre hoheits­rechte ohne entsprechende Gegenmaßnahmen gedul­det.

Die Reichsregierung muh daher annehmen, dah die Königlich norwegische Regierung die gleiche Hal­tung auch gegenüber den jetzt geplanten und vor ihrer Durchführung stehenden Aktionen Englands und Frankreichs einnehmen wird. Aber selbst wenn die Königlich norwegische Regierung gewillt wäre, Gegenmaßnahmen zu treffen, so ist die Reichsregie­rung sich darüber im klaren, dah die norwegischen militärischen Kräfte nicht ausreichen würden, um den englisch-französischen Aktionen erfolgreich ent- gegentreten zu können.

In dieser entscheidenden Phase des dem deutschen Volk von England und Frankreich aufgezwungenen Existenzkampfes kann die Reichsregierung aber unter keinen Umständen dulden, dah Skandinavien von den Westmächten zum Kriegsschauplatz gegen Deutschland gemacht und das norwegische Volk, sei es direkt oder indirekt, zum Krieg gegen Deutsch­land mißbraucht wird.

Deutschland ist nicht gewillt, eine solche Verwirk­lichung der Pläne seiner Gegner untätig abzuwarten oder hinzunehmen.

Die Reichsregierung hat daher mit dem heutigen Tage bestimmte militärische Operationen eingelei­

tet, die zur Besetzung strategisch wichtiger Punkte auf norwegischem Staatsgebiet führen werden. Die Reichsregierung übernimmt dann während dieses Krieges den Schuh des Königsreiches Norwegen. Sie ist entschlossen, von jetzt ab mit ihren Machtmitteln den Frieden im Norden gegen jeden englisch-französischen Angriff zu verteidigen und endgültig sicherzustellen.

Die Reichsregierung hat diese Entwicklung nicht gewollt. Die Verantwortung hierfür tra­gen allein England und Frankreich. Beide Staaten versichern zwar heuchlerisch den Schuh der kleinen Länder, in Wahrheit aber vergewaltigen sie diese in der Hoffnung, dadurch ihren gegen Deutschland gerichteten, täglich offener verkündeten Vernichtungswillen verwirklichen zu können.

Die deutschen Truppen betreten den norwegischen Boden daher nicht in feindlicher Gesin­nung. Das deutsche Oberkommando hat nicht die Absicht, die von den deutschen Truppen besetzten Punkte als Operationsbasis zum Kampf gegen Eng­land zu benutzen, solange es nicht durch Mahnah­men Englands und Frankreichs hierzu gezwungen wird. Die deutschen militärischen Operationen ver­folgen vielmehr ausschliehlich das Ziel der Siche­rung des Nordens gegen die beabsichtigte Be­setzung norwegischer Stützpunkte durch englisch-fran­zösische Streitkräfte.

Die Reichsregierung ist überzeugt, daß sie mit dieser Aktion zugleich auch den Interessen Nor­wegens dient. Denn diese Sicherung durch die deut­sche Wehrmacht bietet für die skandinavischen Völ­ker die einzigste Gewähr, dah ihre Länder nicht während dieses Krieges doch noch zum Schlachtfeld gemacht werden.

Die Reichsregierung erwartet daher, dah die Königlich norwegische Regierung und das norwe­gische Volk dem deutschen vorgehen Verständnis entgegenbringen und den Truppen keinerlei Wider­stand entgegensetzen. Dieser Widerstand würde von den eingesetzten deutschen Streitkräften mit allen Mitteln gebrochen werden und daher nur zu einem völlig nutzlosen Blulvergiehen führen. Die Königlich norwegische Regierung wird deshalb ersucht, mit gröhter Beschleunigung alle Mahnahmen zu tref­fen, um sicherzustellen, daß das Vorgehen der deut­schen Truppen ohne Reitmng und Schwierigkeiten erfolgen kann.

In dem Geiste der seit jeher bestehenden guten deutsch-norwegischen Beziehungen erklärt die Reichs­regierung der Königlich norwegischen Regierung, daß Deutschland nicht die Absicht hat, durch ihre Maßnahmen die territoriale Jntregrität und poli­tische Unabhängigkeit des Königreiches Norwegen jetzt oder in der Zukunft anzutasten.

Der gesährlichste Schlag gegen Norwegen.

Das Echo in Norwegen.

O s l o, 9. April. (DNB.) Zu dem unerhörten Vor­gehen der Westmächte schreibtArbeiderbla« bet": Wir befinden uns jetzt der Verletzung der Neutralität gegenüber, die zu weitest­gehenden Folgen für Norwegen und Schweden fuhren kann. Sie sind beide in derselben Lage. Die Handlungsweise der Westmächte betreffe die schwe­dischen Erztransporte nach Deutschland und die anderen Transporte. Man muß fragen, ob nicht nur die norwegischen, sondern auch die schwedischen, vielleicht auch die dänischen Gewässer werden blockiert werden. Norwegen werde natürlich in energischer Form gegen alle Blockademaßnahmen in seinen eigenen Hoheits­gewässern protestieren, sagt das Blatt, und ver­langen, daß die Vorschriften des internationalen Rechtes und Bestimmungen der Handelsvereinbarun­gen resvektiert werden. Es sei eine andere Frage, ob sich irgend jemand um unsere Pro- teste kümmert und unsere Rechte unter den gegenwärtigen Umständen respektiert. Die Lage sei sehr e r n st für das Land, aber man werde die Ruhe zu behalten haben.

Dagbladet" schreibt, das Minenlegen ist der g e- fährlichste Schlag, der während des Krieges gegen Norwegen gerichtet wurde. Die Handlungs­weise gibt Veranlassung, daß sichdroßeSchwie- rigkeiten für uns von selten der West- m ächte wie Deutschland ergeben werden.

Die norwegischeHandels, und Schiff­fahrtszeitung" schreibt in ihrem Leitartikel: In offenem Widerspruch zum Völkerrecht hat Eng­land seine Blockade in norwegisches Gebiet hinein­getragen."

Dänemark: Klare Kränkung der norwegischen AeuttalW.

Kopenhagen, 9. April. (Europapreß.) Die ersten dänischen Pressestimmen zu der Situation, die durch den englisch-französischen Neutralitätsbruch in norwegischen Hoheitsgewässern geschaffen worden

ist, spiegeln die Erregung und Beupruhigung wie­der, die der Westmächte-Uebergriff^ in Dänemark ausgelöst hat.

Berlingske Aftenavis" schreibt in sei­nem Leitartikel am Montagnachmitbag:Die bri­tische Flotte hat früher schon die norwegische Ge­bietshoheit gekränkt. DieCossack"°Affäre war ein eklatantes Beispiel dafür, doch hat es sich bisher um isolierte Fälle von Neutralitätskränkungen gehan­delt. Hinter der Auslegung von Minen uns der Patrouillierung steht indessen die umständlich zu­rechtgelegte Politik der französischen und englischen Regierung. Damit ist die Frage über die Neutralität des Nordens auf eine neue und gefährliche Weife aufgerollt worden. Wenn­gleich man nach den am Samstag überreichten No­ten klar darüber fein konnte, daß die Stellung des Nordens neuerlich erschwert sei, mußte die Mittei­lung über das französisch-engliscke Vorgehen in der Nacht zum Montag als eine vollständige und schick­salsschwere Ueberraschung wirken, um so mehr, als die Frage- der E r z t r a n s p o r t e in der der Os­loer Regierung überreichten Note keinegrößere Rolle zu spielen scheint. Die Stellung ist auch für Dänemark völlig unübersichtlich. Die Stunde, in der das außenpolitische Komitee des norwegischen Stör- ting versammelt war, ist eine für den Norden ent­scheidende Stunde."

E k s t r a b l a d e t" stellt fest, daß es für die Aktion der Westmächte unmöglich sei, eine andere Auslegung geben zu können alsklare Krän­kung der norwegischen Neutralität". Die Engländer hätten sich auf das Hoheitsgebiet eines neutralen Landes begeben, um dessen Han­delsverkehr mit Deutschland zu unterbinden, obwohl dieser sich im Rahmen des normalen Warenaus­tausches bewege, den man den Neutralen ausdrück­lich zugestanden habe. Man wisse, daß der Erztrans­port von Narvik nach Deutschland keinerlei vitale Bedeutung für Deutschlands Industrie habe. Des- balb sei es klar, daß außer dem vorgeschützten Zweck Der Minenlegung noch ein anderes Ziel verfolgt werde.

Der Eindruck in Rom.

»Offener Bruch des Völkerrechts-

Rom, 9. April. (Europapreß.) Die Vergewalti­gung der norwegischen Neutralität und Souveräni­tät durch die Westmächte, die innerhalb der norwe­gischen Dreimeilenzone Minenfelder ausgelegt haben, wird in römischen politischen Kreisen als eine wesentliche Verschär­fung der internationalen Lage bewer­tet. Die Maßnahmen der Westmächte stellten trotz aller beschönigenden Rechtfertigungsversuche einen offenen Bruch des Völkerrechts dar. Sie zielten überdies direkt oder indirekt darauf hin, die Neutralen gegen ihren Willen in den europäischen Konflikt hineinzuzwingen. Es sei selbstverständlich, daß die italienische öffentliche Meinung diese Vor­gänge mit Aufmerksamkeit verfolge im Hinblick auf die Entwicklungen, die sie in anderen Richtun­gen und anderen Sektoren nach sich ziehen könnten. Man erinnert in diesem Zusammenhang an die Erklärungen, die der Duce am Sonntag in Orvieto abgegeben hat und betont, Italien habe feine Vorbereitungen auf allen Gebieten fortgesetzt, um für jede Eventualität gerüstet zu sein.

Der diplomatische Mitarbeiter der Agenzia Ste- fani betont, dah es sich hier um einen offenen Neutralitätsbruch der West möchte han­dele. Abschließend unterstreicht der diplomatische Mitarbeiter der Stesani den deutschen Standpunkt, daß Deutschland die Neutralen respektiere, aber verlange, oaß diese auch alles tun würden, damit ihre Neutralität respektiert werde. Don dem Tage an, an dem Schweden und Nor­wegen Werkzeuge der Blockade gegen Deutschland würden, seien sie nicht mehr neutral, und Deutschland sei be­rechtigt, die notwendigen Verteidi- gungsmaßnahmen zu ergreifen. Berlin betone zu Recht, daß nicht Deutschland die Unab­hängigkeit der neutralen Staaten bedrohe, sondern daß die Westmächte diese Staaten zur Aufgabe der Neutralität trieben, damit diese sich in Abenteuer stürzen sollten.

Die römischen Abendblätter f>efren in ihren Be­richten die scheinheilige Begründung hervor, die die Westmächte sich ausgedacht haben, um dis unter

Vergewaltigung der norwegischen Neutralität er­folgte Verseuchung neutraler Gewässer mit Minen au bemänteln. In einer ironischen Randbemerkung derTribun a" heißt es, diese englischen Minen seien selbstverständlich Minen der Zivilisa­tion, da ja England ausgerechnet das Monopol dieser Zivilisation für sich in Anspruch nehme. Auf diese Art werde die von den Engländern als Vor­wand genommeneBarbarei der deutschen Minen"' aufgehoben durch dieZivilisation der englischen Minen". Die Tatsache, daß die einen wie die an­deren in der Explosion die gleiche Wirkung hervor­riefen, habe weiter keine Bedeutung und dürfe die italienische Oeffentlichkeit nicht täuschen. Zum Schluß macht sich das Blatt über die englische Heu­chelei luftig, daß das Auslegen englischer Minen in den norwegischen Hoheitsgewässern nicht eine politische, sondern nur eine technische Verletzung der Neutralität sei. Auch wenn eine Kanonenkugel irgend jemand den Kampf abreiße, sei dies kein poli­tischer, sondern ein technischer Vorgang.

Ferner schildern die römischen Pressevertreter in den nordischen Ländern die dort herrschende Be­sorgnis. Man befürchte, daß infolge des Vorgehens der Westmächte der Norden sich in einen Kampfplatz verwandeln werde.

Schließlich bleiben auch die von der französischen Presse geäußerten Drohungen hinsichtlich einer

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Verschärfung der Blockade im Mittel­meer nicht unbeachtet.Giornale d'Jtalia" zitiert eine Auslassung derLibertä", in der es heißt, die Westmächte würden auch dem Mittelmeer eine grö­ßere Aufmerksamkeit schenken, als bisher. Gleich­zeitig, so berichtet der Pariser Vertreter des Blat- tes weiter, würden in der französischen Presse jedoch auch Stimmen laut, die die Aufgabe der West­mächte als nicht gerade leicht bezeichneten, ganz be­sonders hinsichtlich der Maßnahmen, die in den ita­lienischen, japanischen, russischen mti> amerikani­schen Abschnitten ergriffen werden müßten.

Scharfe Reaktion in Holland.

»Ernste Schändung der norwegischen Neutralität und Kriegshandlung.-

Amsterdam, 9. April. (DNB. Funkspruch.) Nieuwe Rotterdamsche Courant^ wen­det sich scharf gegen das Auftreten der Westmächte in den norwegischen Territorialgewässern und schreibt u. a., das, was die Westmächte jetzt getan hätten, sei nichts weniger als eine ernste Schändung der norwegischen Neutralität und eine Kriegshandlung. Das Auftreten der Westmächte stehe in flagrantem Widerspruch zur neutralen Haltung Norwegens. Wenn man aber zu der Erkenntnis gelange, daß die Westmächte Norwegens Neutralität verletzt haben, dann müsse man weiter erkennen, daß das betreffende Land verpflichtet sei, sich dieser Neutralitäts­verletzung mit allen ihm zur Verfügung stehen­den Mitteln zu widersetzen. Die Westmächte hätten aber die Minenfelder angelegt, ohne daß von norwegischer Seite der Versuch unter­nommen sei, das zu verhindern. Norwegen sei in jedem Fall in eine gefährliche Lage geraten. Von englischer Seite versuche man, die Verletzung der norwegischen Neuttalität dadurch in ein gutes Licht zu setzen, daß man von Repressalien-Maßnahmen gegen das Auftreten deutscher U-Boote und Flug- zeuge spreche. Zwar sei eine kriegführende Macht berechtigt, Repressalien-Maßnahmen zu ergreifen, doch dürfe diese kriegführende Macht nicht die Rechte der Neutralen verletzen, so­lange nicht die andere kriegführende Partei die Neutralität des betreffenden Landes geschändet habe. Zweifellos hätten die West möchte die Sym­

pathie für ihre Sacke in der Welt Der« mindert. Sie hätten sich gegenüber Norwegen auf unmotivierte Weise einer unerlaubten Handlung schuldig gemacht, einer Kriegshandlung von viel größerem Umfange, als das bereits im Falle Cofsack" geschehen sei. Bei derAltmark" habe es

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sich um einen Zwischenfall gehandelt, jetzt aber stehe man vor einer Handlung, die offensichtlich einen dauernden Zustand habe herbeiführen wollen. Es handle sich um nicht weniger als um eine vorsätz- liche und wohlerwogene Schändung der norwegi- schen Neutralität. Ein derartiges Auftreten könne nicht scharf genug gegeißelt werden.

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Englischer Sabolageversuch ans der Donau.

Ein neues Verbrechen des englischen Secret Service. Anschlag mit Dynamit und Soldaten.

Berlin, 8. April. (DNB.) Wie bas DNB. er. fährt, ist das Auswärtige Amt im Besitz genauer Unterlagen über einen großangelegten, ungeheuer­lichen Sabotagen ersuch des englischen Secret Service, den dieser mit Hilfe eng­lischen Militärs auf der Donau durchzuführen versuchte.

Am 5. April wurde bekannt, daß unter Beglei­tung englischer Schnellboote die SchlepperBri- tannia",Elizabeth",Danubia Shell I",King George",Scotland",Lord Byron", ferner ein von England gechartertes griechisches SchiffDyo- nisia" mit vier Schleppkähnen undAlbion" mit fünf Kähnen sich auf einer Fahrt donauaufwärts befänden, lieber Aufgabe, Ladung und Besatzung dieser Schiffe war durch Indiskretion englischer Be­satzungsmitglieder folgendes bekanntgeworden:

An Bord der englischen Schiffe befinden sich in großen Wengen Revolver, Signalplslo- len, Handgranaten, Maschinengewehre, Schifss- kanonen, Wasserbomben, Minen, ferner leere Kartuschen und mehrere lausend Kisten Dyna­mit, ferner Über 100 als Matrose getarnte mit Sonderpässen versehene englische Spezlalsolda- ten, fünf englische Offiziere, mehrere Flieger- offizlere und technisches Personal englischer Sprengableilungen und Pioniere. Die Ladung war als Transitgut deklariert, und der Leiter des englischen Unternehmens ist ein als eng­lischerVizekonsul" getarnter Ehef des Secret Service in Rumänien. Das Unternehmen, das in allen Einzelheiten militärisch aufgezogen war, hatte die Aufgabe, die Donau für den Wirtschaftsverkehr nach Deutschland an einzel­nen Stellen unbrauchbar zu machen, um auf diese Weife den handel zwischen den Südost- skaaten und Deutschland zu stören.

Unter Mißbrauch diplomatischer Reckte, unter Fälschung der geltenden Regeln des zwischenstaat- liehen Wirtschaftsverkehrs und Bruch der Neutra­lität der Südoststaaten versuchte England einen schamlosen, jedem Völkerrecht und allen internatio­nalen Beziehungen der Völker untereinander hohn­sprechenden Akt der Vergewaltigung neutraler Staaten und machte sich des flagrantesten Bruches der Neuttalität durch Vorbereitung einer gegen Deutschland gerichteten militärischen Aktion auf neu­tralem Boden schuldig.

Rumänische Ueberwachungsorgane sahen sich auf Grund der bekannlgewordenen Einzelheiten veranlaßt, die verdächtigen Schiffe in dem Do- nauhasen G i u r g i u festzuhallen und zu unter­suchen. Die Untersuchung bestätigte vollauf den gehegten Verdacht. Allein auf einem Schiff wurden in über 400 plombierten und als Tran­sitgut deklarierten Kisten große Mengen hoch­empfindlichen Sprengstoffes entdeckt. Vis ins einzelne waren die Schiffe durch Bestückung mit Maschinengewehren und Schnellfeuerkanonen in Kriegsschiffe verwandelt und für militärische Operationen eingerichtet. Aus aufgefundenen Befehlen und Anordnungen geht hervor, daß die Absicht beßan^ im Falle von Störungen

der vorgesehenen Sprengungen durch Grenz­jäger oder Regierungstruppen einer der Süd­oststaaten Landungsmanöver vorzunehmen und von dieser Basis dann die Sabotageakte durch­zuführen. Gewisse Uferslellen der Donau und die Katarakte sollten in die Lust gesprengt und die' Lastkähne in der Fahrrinne versenkt wer­den. Ferner sollten einzelne Teile der Donau mit Minen verseucht und die Fahrrinne durch Werfen von Wasserbomben verschüttet werden. Es handelt sich hierbei um den flagrantesten Bruch der Neutralität eines Landes, nämlich um die Vorbereitung einer gegen Deutschland gerichteten Kriegshandlung auf einem neutralen Territorium.

Durch den Zugriff der rumänischen Sicherheit-« beworben ist ein ungeheuerlicher Anschlag auf den Frieden und die Ordnung des Südosttaumes ver­hindert worden. Nur dieser Aufmerksamkeit und der Wachsamkeit der rumänischen Ueberwachungs- stellen ist es zu verdanken, daß dem englischen Mordbrenner die Brandfackel noch einmal aus der Hand geschlagen werden konnte, die er an allen Enden Europas erhebt, um sich durch die Schaffung chaotischer Zustände aus seiner eigenen Immer schwieriger werdenden Position zu befreien.

Das Echo in Ungarn.

Budapest, 8. April. (DNB.) In zuständigen ungarischen Kreisen wird die in G i ur giu auf­gedeckte englische Verschwörung gegen Frieden und Ordnung der Südoststaaten mit ernster Sorge be­trachtet. Man verurteilt hier auf das entschiedenste dieses verantwortungslose Bemühen Englands, feinen Wirtschaftskrieg gegen Deutschland auf dem Umweg über Völkerrechtsbruch, Neuttalitätsver- letzung und verbrecherische Sabotage Erfolg zu ver- schaffen.

DieNachrichi verbreitete sich wie ein Lauffeuer in der ungarischen Hauptstadt, wo man nach dem ver­brecherischen Beschluß Englands und Frankreichs, den Minenkrieg auch in die norwegischen Hoheits- gewösser zu tragen, in diesem Anschlag auf die Sicherheit der Sudoststaaten einen weiteren Beweis flagranter Völkerrechtsverletzung durch England erblickt.

Biber in Deutschland

Von Professor Dr. Gustav Hinze

75 Seiten mit 9 Textabbildungen und 62 Abbildungen auf Kunftdrucktafeln nach Natururkunden des deutschen BibervaierS

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Herausgegeben von der Reichsstelle für Naturschutz, Verlin Ort Leinen gebunden RM. 3,00

Wie Wisent und Elch, so gehört auch der Biber zu jenen Tierarten die -inst in Deutschlands (Bauen wett verbreitet waren, aber durch das unnachsichtig« Eingreifen des Menschen mehr und mehr der Vernichtung anheimfielen. Es gehört heute zu den wichtigsten Aufgaben aller Freunde unserer heimischen Tierwelt, dieses seltsam« Nagetier vor t em Aussterben zu schützen und die wenigen in Deutsch­land noch vorhandenen Biber zu erhalten und zu hegen. Ein hervor­ragender Kenner gibt hier in trefflichen Schilderungen und herrlich« Natururkunden ein anschauliches Lebensbild vom deutschen Vib« Hugo Bermühler Derlag,Berlin-Lichterfeli>«

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