Ausgabe 
8.8.1940
 
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den Fortfall der alten Treppe wurde ein breiter

(Be­

aus

ihm eine bisher zahlte Wirtschaftsbeihilfe zur I schlaaes ' Schaltung des Betriebes in jedem Falle, sonst aber 1360 RM.

SJ.Jporl

Einzigartiges Schauspiel am Sternenhimmel.

Die Stadt Gießen und die Ludwigs-Universität haben sich von jeher als eine untrennbare Einheit

irtschasts- und Familienhilfe

nach der Entlassung aus -er Wehrmacht.

diesem Podest führen drei Stufen zu dem Skulp­turensaal empor, der 16,50 Meter lang, 7 Meter breit, 4,50 Meter hoch und über die ganze Länge mit Oberlicht ausgestattet ist. In diesem Raume werden die Skulpturen eine würdige Stätte finden und, da der Blick der Eintretenden von den Türen der Ein­gangshalle unbehindert durch den Raum gehen kann, zugleich auch eine* schöne Augenweide darbieten. Heber dem Oberlicht wird noch eine künstliche Be­leuchtungsanlage geschaffen, damit auch abends der Skulpturenfaal ein würdiges Bild zeigt.

Don dem Podest vor dem 'Skulpturensaal ge­langt man über breite Treppen, die beiderseits des Treppenhauses neu geschaffen wurden, zum ersten Obergeschoß. Hier entsteht in dem Raume der frühe­ren Kleinen Aula die Ehrenhalle für die Gefallenen der Universität. Darin wird auch die Ehrentafel mit den Namen der im Welt-

Die Neugestaltung des Vorlesungsgebäudes unserer llniversität

Ein würdiges Stück guter deutscher Raumkunst.

krieg 1914/18 gefallenen Angehörigen der Universi­tät, die bisher im Dorraum (Garderobe) der Aula ausgestellt war, ihren dauernden und würdigen Ehrenplatz finden. Der Fußboden wird in farbiger und dekorativer Gestaltung in Marmor ausgeführt. Die durch Unterzüge abgefangene Decke der oberen Aula trägt auch die großen Lichtkästen für die wür­dige Beleuchtung des Raumes. Zu dem nach der Straße hin vorgelagerten breiten Balkon werden doppelte Glastüren in moderner Gestaltung führen. In der Mitte der einen Querwand der Ehrenhalle wird die Ehrentafel mit den Namen der Gefallenen von 1914/18 ihren Platz finden, anschließend wird ein Marmorsockel rund durch den ganzen Raum zur gegenüberliegenden Wand führen, die für eine spä­tere Totenehrung vorgesehen ist.

Dom ersten Obergeschoß ab bleibt das Innere des Gebäudes unverändert wie bisher bestehen. Die Neugestaltung durch die repräsentative Eingangs­halle mit dem breiten Durchgang zur Aula, dem im Mittelgeschoß entstehenden Skulpturensaal mit vor­gelagertem Podest, die neue Anordnung der Trep­penaufgänge mit leichtem schmiedeeisernen Gitter­werk und die würdig ausgestattete Ehrenhalle wer­den das Vorlesungsgebäude um ein schönes Werk gediegener Raumkunst bereichern und damit ein be­sonderes Schmuckstück für unsere Alma mater Ludo- viciana bilden. B.

Aus der Stadt Gießen.

Urlaub im Sattel.

Es war nicht gerade im Sattel eines stolz traben­den Pferdes, aber es war doch immerhin im Sattel. Und wenn ein Pferd feinen Reiter unverdrossen über Täler und Höhen, über Stock und Stein trägt, so tut es das Stahlroß nicht minder. Ja, man kann sagen, daß das Stahlroß dem Pferde in ge­wisser Hinsicht sogar überlegen ist, wenn auch sonst gegen die edlen Rösser natürlich nichts einge­wendet werden soll. Jedenfalls kam der Gedanke, diesmal den Urlaub im Sattel bes, Fahrrades zu verbringen, wie von ungefähr, als die Möglichkeiten erwogen wurden, die sich in den gegenwärtigen Zei­ten für eine Ferienfahrt ergeben.

Der Gedanke zündete. Nur mein Freund wollte

Gießener Vochenmarktpreise.

* Gießen, 8. Aug. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Npf., Käse, das Stück 6 bis 10, Kartoffeln, % kg 7 Rpf., 5 kg 68 Rpf., Wirsing 8 bis 10, Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 10 bis 13, gelbe Rüben 8 bis 10, rote Rüben 8, Spinat 20, Römischkohl 10, Bohnen, grün, 16 bis 22, gelb, 22, Erbsen 25, Tomaten 25, Zwiebeln 14, Rhabarber 10, Pilze 50, Frühäpfel 40, Falläpfel 10 bis 12, Birnen 25, Him­beeren 40, Pflaumen 35, Zwetschen 35, Mirabellen 20 bis 35, Renekloden 30, Blumenkohl, das Stück 10 bis 60, Salat 5 bis 8, Salatgurken 10 bis 40, Ein- machgurken 1% bis 4, Endivien 15, Oberkohlrabi 5 bis 10, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 10, Ra­dieschen, das Bund 10 Rpf.

*

** Ausgezeichnet und befördert. Der Schütze in einem Panzerregiment Karl Schott, Asterweg 69, wurde für tapferes Verhalten vor dem Feinde anläßlich eines Panzerangriffes mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet und zum Ge- reiten befördert. Bereits am 30. Mai hatte er "bas l Zanzer-Sturmabzeichen erhalten.

Beim Obstpflücken tödlich verunglückt.

* Nidda, 7. Aug. Der 60 Jahre alte Landwirt Hermann Wenzel in dem benachbarten Michel­nau stürzte beim Pflücken von Birnen so Unglück- lid) von dem Baume ab, daß er mit schweren Ver­legungen in das Krankenhaus in Schotten eingelie­fert werden mußte. Dort ist er an feinen schweren Verletzungen g e ft o r b e n.

Beinahe in der Badewanne ertrunken.

LPD. Frankfurt a. M., 7. August. Eine Frau im Stadtteil Höchst wollte in ihrem Badezimmer ein Bad nehmen. Als sie ins Wasser stieg, rutschte sie aus und verletzte sich so schwer am Arm, daß sie sich nicht wieder erheben konnte und in der gefüllten Wanne liegenblieb. Nur unter großen Anstrengungen gelang es ihr, ab und zu den Kopf aus dem Wasser zu strecken und um Hilfe zu rufen. Schließlich wurde ihr im Garten arbeitender Mann auf die Hilferufe aufmerksam. Er mußte iedoch zunächst einen Schlosser herbeiholen, der die Badezimmertür öffnete. Als man die Frau endlich aus ihrer gefährlichen Lage befreite, war sie völlig erschöpft, und sie wäre er- trunken, wenn die Hilfe nur einige Minuten später gekommen wäre.

der Familienunterhalt für die Dauer von zwei Wochen weiter gezahlt. Wenn die entsprechenden Voraussetzungen gegeben sind, kann die Wirtschafts- beihilfe ober der Familienunterhalt auch weiterhin, jedoch höchstens bis zu einem Monat naä) dem Enttassungstaae gewährt werden. Ist dann die Fortführung des Betriebes oder der Lebensbedarf der Famitte noch nicht gesichert, so ist die Wirt- schaftsbeihilfe ober bet Familienunterhalt für einen weiteren Monat zu zahlen.

Heber bie Wirtschaftsbeihilfe für einberufene Bauern unb Landwirte ist das Landvolk im all­gemeinen nur unvollständig im Bilde. Darum fei auf das Wesentliche der einschlägigen Bestimmungen

Am die Erdal-Blechdosen mehrmals verwenden zu können, gibt es nun auch Erdal-Nachfüllpackungen. Das Nachfüllen ist eine einfache, saubere und schnelle Sache. Deckel abnehmen und das gefüllte Unterteil in die leere Erdal-Dose sehen. Das ist alles! Auf diese Weise läßt sich die Erdal-Blechdose lange Zeit Der- wenden, und man hat immer Erdal, das altbewährte Erdal! 3484V

Verwaltung eine seiner wichtigsten Aufgaben darin, auch jetzt im Kriege der Universität alle tatsrohe Förderuna durch die Stadt zuteil werden zu lassen. Eines dieser Förderungsmittel ist der gegenwärtige großzügige Umbau im Vorlesungsgebäude der Uni- oerfität, Der den Zweck verfolgt, in diesem Mittel­punkt des Universitätslebens eine würdige Reprä­sentation für unsere Alma mater zu schaffen. Diese Um- und Neugestaltung soll voraussichtlich noch im Laufe des kommenden Oktober abgeschlossen werden, o daß vom Beginn der nächsten Winter-Veranstal­tungen in der Aula den Besuchern beim Eintritt in oas Vorlesungsgebäude ein würdiges repräsen­tatives Bild sichtbar werden wird.

Die Umgestaltung nach den Plänen des Stadt- bauamts Gießen tritt zunächst in der Eingangs- Halle grundlegend in Erscheinung Van den frühe­ren zahlreichen Säulen in der Halle sind einige ent- ernt worden, so daß der Blick über den Raum nun viel freier umherschweifen kann. Die bisherige breite Treppe in der Mitte der Halle ist beseitigt worden, dafür sind neue Treppen über den bis­herigen Durchgängen zur Aula entstanden. Durch

Stadtmannfchast-Lustwaffe 7:1 (2:0) geftrigen Mittwochabend trat die Stadtmann- schäft Gießen gegen eine Elf der Luftwaffe an. Das Spiel wurde reichlich hart geführt. Die Stadtelf erwies sich den Gästen erheblich überlegen, zeigte eines ihrer besten Spiele und bewies damit eine erneute Forrnverbesserung. Der Kampf endete mit dem eindeutigen Ergebnis von 7:1 Toren für die Stadtmannschaft. Zur Halbzeit stand das Spiel 2:0. (Bericht folgt.)

Nr noch eingegangen. Das Ziel der Wirtschafts- bechilfe ist die Erhaltung der intensiven Bewirtschaft tung auch der landwirtschaftlichen Betriebe, in denen kerne Ersatzkraft für den Einberufenen eingestellt werden kann. Es soll gelingen, den aus dem Be­trieb zu gewinnenden laufenden notwendigen Le­bensbedarf der Angehörigen und den zur Siche- rung der Ernährungswirtschaft erforderlichen An­teil des Betriebes an der Erzeugung zu erhalten. Die Wirtschaftsbeihilfe wird daher mit der Auf­erlegung der Pflicht gewährt, sie zur ordnungs­mäßigen Bewirtschaftung des landwirtschaftlichen Betriebes zu verwenden. Die Auszahlung erfolgt in Form einer Pauschalsumme, die sich aus dem Grundbetrage, einem Kinderzuschlag und einem Lastenzuschlag zusammensetzt. Der Grundbettag wird nach dem Einheitswert des Betriebes berech­net, der Kinderzuschlag beträgt monatlich 5 RM. für jedes Kind. Ist das Grundstück mit Zins- und Tilgungsleistungen belastet ober sind Realleistungen

erfüllen, die jährlich 2,5 v. H. des Einheitswertes übersteigen, so erhöht sich der monatliche Staffel- satz. Wenn ein Grundstück mit einem Altenteil be­lastet ist, so wird zur Berechnung des Lastenzu- als jährlicher Aufwand ein Betrag von

-t. für jeden Altenteiler eingesetzt.

Am frühen Morgen holten mir stets unser Stahl­roß aus dem Stall, ließen es eine gute Weile lau­fen und rasteten erst wie-der, wenn sich eine Wald­schneise mit besonders schönem Ausblick öffnete, oder wenn wir sfroa in einem malerischen Talgrund an­langten. Mittags sahen wir uns irgendein Städt­chen an, erholten uns ein wenig im Freibad und verbrachten die Nachmittagszeit in schattigen Wäl­dern oder auf reizvollen Fluren. Eine bescheidene Herberge ließ sich am Abend immer finden. Eine Woche lang durchfuhren wir so schönstes deutsches Gebiet und hatten dabei prächtige Eindrücke.

Es war wirklich eine herrliche Sache", stellte mein Freund abschließend fest, als wir wieder die heimatlichen Gefilde erreichten. Nennenswerte Re­paraturen hatte es nicht gegeben, Störungen waren nicht aufgetreten, so daß das Gefühl reftfofer Be­friedigung alle beherrschte. Der Urlaub im Sattel erwies sich jedenfalls als ein äußerst beglückendes Erlebnis, dessen nachhaltige Wirkung noch jetzt den Alltag verschont. H. W. Sch.

Vornotizen.

Tageskalender für Donnerstag.

Gloria-Palast, Seltersweg:Mädchen im Vor­zimmer". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Wald­winter".

Rolizen für den 8. August.

Sonnenaufgang 5.30 Uhr, Sonnenuntergang 20.40 22^38 Uh Mondaufgang 11.36 Uhr, Monduntergang

BNM. Werkgruppe 2a/116

Heute, Donnerstag, 8. 8., tritt die Gruppe um 20 Uhr an der Gummifabrik, Leihgesterner Weg 35, zur Heilkräutersammlung an. Mitzubringen sind Schere, Korb ober Tasche. Bei schlechtem Wetter findet ber Dienst im Möserheim statt.

122180 2R 91. für das Kriegshilfswerk des Deutschen ZRoten Kreuzes.

Die jüngste Listensammlung für das Kriegshilfs­werk des Deutschen Roten Kreuzes gestaltete sich wieder zu einem schönen Zeugnis der Opferbereit- fchaft der Heimat. Im Kreis Wetterau wur- den Insgesamt 122 180,58 RM. gezeichnet und damit das höchste Ergebnis aller bisherigen Sammlungen erreicht. Auf öle Stadt Gießen entfielen allein 26 031,50 RM. Die Heimat erweist sich des Opfers der Front würdig!

(^aufalenöer 1941

NSG. Wie in jedem Jahre, so gibt die (Bau­leitung der NSDAP. Hessen-Nassau auch für 1941 wieder einen Gau kniender heraus. Der Gaukalender 1941 wird ein Kriegskalender sein. In vielen künst­lerischen Bildern wird ein Ausschnitt aus dem Kriegseinsatz unseres Gaues auf allen Gebieten ge­bracht werden. Mit seiner geschmackvollen Ausstat­tung, seinem Reiä-tum an interessanten und schönen Fotos wird der neue Gaukalender nicht nur ein schöner Wandschmuck, der das Gesicht der Rhein- Mainischen Landschaft widerspiegelt, sondern auch eine dauernde Erinnerung an den Krieaseinsatz Hessen-Nassaus sein. Bestellungen werden schon jetzt vom Gauprssseamt Hessen-Nassau, Frankfurt a. M., Adolf-Hitler-Haus, entgegengenommen.

Liebesgaben ans dem Heide.

Wie das Reichspostministerium mitteilt, hoben die zuständigen Weyrrnachtstellen und das Reichsfinanz- Ministerium hinsichtlich der Zollbebandlung von Post« sendungen von Wehrmachtangehorigen aus den be­setzten Westgebieten folgendes bestimmt:

Jeder Angehörige der Wehrmacht und der in den besetzten Westgebieten im Interesse der Wehrmacht eingesetzten Verbände (NSKK., RAD., NSV., Org. Todt) und jeder Beamte und Angestellte deutscher Dienststellen darf im Monat bis zu vier Päckchen im Höchstgewicht von je 500 g abgabenfrei in die Heimat schicken. Die Führer der Truppeneinheitett und die Vorgesetzten der Dienststellen, denen der Absender angehört, überwachen diese Vorschrift. Hierzu bestimmt das Reichspostministerium, daß das Höchstgewicht der Feldpostpäckchen vom Felde nach der Heimat 500 g betragen darf: Gewichtsüberschrei- tunflen bis zu 10 v. H. sind jedoch nicht zu be- anstanden.

Bon Wehrmachtangehörigen aus dem übrigen Zollausland, z. B. aus Norwegen, im General­gouvernement und aus Zollausfchlüffen, z. B. dem Protektorat, an Angehörige im Zollgebiet geschickte Feldpostsendungen werden allgemein' von der Bei­fügung einer Zollinhaltserklärung befreit, sie sind jedoch den ZollsteNen zu gestellen, soweit sie nicht als Sendungen bis zum Gewicht von 250 g nach der Post-Zollordnung von der Gestellung befreit find

nicht viel von der Sache wiffen.Das wird eine ziemliche Anstrengung", sagte er,und außerdem werden wir fortwährend mit Reparaturen zu tun haben." Ich hielt ihm vor, daß er als Büromensch ja schließlich ein bißchen körperliche Bewegung ganz gut gebrauchen könne, und was am Rade zu flicken sei, würde schon zu machen sein. Mit einigem Wider­streben gab er schließlich seine Einwilligung. Es hat ihn nicht gereut. An ihm wurde vielmehr jene Ver­wandlungskraft sichtbar, die bereits in grauen Zei­ten aus einem Saulus einen Paulus werden ließ.

Die Serienreife wurde in jeder Hinsicht zu einer prächtigen Fahrt. Nicht daß es uns auf Kilometer­längen angekommen wäre. Darauf hätten wir schon der Reifen wegen verzichtet. Aber gerade das ge­mächlichere Vorwärtskommen bot unendliche Reize. Schon kurz nach dem Start in der heimatlichen Hm weit spürten wir den Genuß, den das unbe­schwerte Dahingleiten durch die schöne Natur ver­ursacht. Wir waren drei Kameraden, doch jeder von uns hatte seine uneingeschränkte Freude an den Bildern, die die Landschaft in wechselnder Folge vermittelte. Dazu atmeten wir die köstlich freie Luft ber Urfaubstage, die Herz und Gemüt gleichsam aufschloß für die vielfältigen Erscheinungen rings umher.

üsmaß an dem geistigen Leben der Alma mater Ludoviciana teilnehmen zu lassen. Diese bewährte Gemeinschaft zum Nutzen beider Teile immer mehr zu vertiefen und immer enger zu gestalten ist das Ziel, dos auch jetzt im Kriege von der Stadtverwaltung und der Hniversität für die Gegenwart sowohl, als auch für die Zukunft unermüdlich erstrebt wird. Die Veranstaltung der zahlreichen öffentlichen Vorträge der Hniversität, in denen wichtige Probleme und Fragen der Kriegs­zeit und der Aufbauarbeit nach dem Kriege behan- oelt werden, legen seitens der Hniversität Zeugnis ab für den starken Arbeitswillen im Dienste der Wissenschaft und der Volksaemeinschaft, damit auch zum Besten der Gießener Bevölkerung. Anderseits sieht der Oberbürgermeister als Leiter der Stadt-

Radländerkampf Deutschland Ungarn 30:14 p.

Den deutschen Radsport-Ama teuren ist es am Sonntag auf der Rennbahn am Reichelsdorfer Kel- ler in Nürnberg gelungen, das kürzliche Hnentfchie- den im Landerkampf gegen Ungarn schnell zu be- richtigen. Mit 30:14 Punkten siegte unsere Mann- schäft diesmal ganz überlegen. Sie gewann alle vier Wettbewerbe. Den umrahmenden Großen Bayernpreis der Steher gewann Metze vor Hm- benhauer, Wengler und Scho».

Kurze Gportnottzen.

Den Ergebnissen des Altersturnens ist nachzutragen, daß in der Altersklasse II (41 bis 50 Jahre) un Dreikampf Baldauf vom Tv. 1846 Gießen mit 61 Punkten 1. Sieger und Jürgens vom gleichen Verein mit 57 Punkten 2. Sieger wurde.

Der lehtenaffauifche Postillon gestorben

LPD. Wallmerod (Westerwald), 7. August. Hier starb der älteste Einwohner Johann Göbel im Alter von 91 Jahren. Im Jahre 1863 kam er in den Postdienst der damals Thurn- und Taxisschen Post als Postillon auf der Strecke LimburgWall- merodFreilingen. Als 1866 mit der Annexion Nassaus auch die Post in preußische Hände überging, wurde er mit übernommen.

An Wehrmachtangehörige unter Feldpostanschrift, d. h. mit Feldpostnummer, eingehende Postsendungen aus dem Zollausland und aus Zollausschlüssen wer­den, soweit sie nicht zollfrei sind, aus Billigkeitsrück- ichten abgabenfrei gelassen. Sie sind von der ~ tellung durch die Reichspost befreit.

Rach 260 Jahren wieder einmal dieWeisen dem Worgenlande".

LPD. Am nächtlichen Himmel hat im diesen Tagen ein einzigartiges Schauspiel begonnen. Das Gestirn derWeisen aus dem Morgenland" oder derHeiligen drei Könige" ist wieder in unserer Gesichtskreis gekommen. Der vor fast 2000 Jahren die Magier aus dem Morgenland nach Bethlehem hinziehende Stern ist nur alle 260 Jahre für die Menschen unserer Halbkugel sichtbar. Diese Pia- netenkonstellativn hat während des ganzen Mittel­alters die Phantasie der Menschen beschäftigt. Es 1 ind zwei Sterne, die am Himmel erscheinen, die sich aber durch ihre Stellung am Himmel zur Erde und Sonne zu einem prächtig leuchtenden Sternbild for­men. Es sind Jupiter und Saturn. Man hat be­rechnet, daß die Konjunktion dieser beiden Planeten ich im Jahre 7 vor unserer Zeitrechnung abgespielt haben muß. Wenn die Konjunktion der beiden Sterne an sich auch alle 20 Jahre eintritt, so ist ihr Sichtbarwerden doch nur alle 260 Jahre möglich. Das letzte Mal war dies im Jahr 1682. 1940/41 wiederholt sich nun dieses Schauspiel. Die Annähe- rung der beiden Planeten hat bereits begonnen. Kurz vor Mitternacht tauchen sie am östlichen Him­mel auf. Mehrere Monate lang dauert die Er- scheinung. Am 15. August wird sie am vollendetsten ein. Im Oktober und Februar 1941 erreichen die beiden Planeten nochmals größte Annäherung.

Für den nichtselbständig Beschäftigten in der Landwirtschaft, ganz gleich, ob er als Landarbeiter oder als Gutsverwalter tätig war, gilt die allge­meine Bestimmung, daß das bestehende Beschäfti­gungsverhältnis durch die Einberufung nicht ge­löst wird. Dementsprechend ist der Entlassene ver­pflichtet, spätestens zwei Wochen nach seiner Ent­lassung die Arbeit wieder aufzunehmen. Innerhalb dieser Frist wird der durch die Gemeinde zur Aus­zahlung gelangende Familienunterhalt auf jeden Fall gewährt, Darüber hinaus auch noch bis zum Tage der ersten Lohn- oder Gehaltszahlung, läng­stens aber für einen Monat nach dem Entlassungs­tage. Die gleichen Fristen gelten für den Entlasse­nen, der erwerbslos ist. Dauert seine Arbeitslosig- feit länger als einen Monat, so kann ihm der Fa- milienunterhalt bis zu ihrer Beendigung, längstens jedoch für einen weiteren Monat gezahlt werden. Dieser. Fall dürfte in landwirtschaftlichen Verhält­nissen kaum eintreten. Liegt er aber doch einmal vor, so ist beim Antrag auf Auszahlung des Fa- milienunterhalts für den zweiten Monat eine Be- scheiniaung des Arbeitsamtes für die unverschul- bete Erwerbslosigkeit beizubringen.

Auf die Dauer von 14 Tagen zahlt die Wehr­macht dem entlassenen Soldaten feine Wehrmachts- aebührnisse weiter. Für diese Zeit kann ber Ent- loffene für sich selbst keinen Familienunterhalt be­anspruchen. Nach Ablauf der zwei Wochen steht ihm die Hnterhaltszahlung ebenfalls zu, sofern die Voraussetzungen dafür vorliegen.

, Ist der Entlassene Bauer ober Lanbwirt, so wirb

Daubringen 1. Jugend 1900 1. Jugend 5:0 (3:0).

Am vergangenen Sonntag stand die 1. Jugend der Spielvereiniauna 1900 der körperlich überlegenen Jugendmannschaft von Daubringen in einem Freund­schaftsspiel gegenüber. Trotzdem bie Gießener in ihrer zur Zeit stärksten Aufstellung antraten, war eine Nieberlage nicht zu oermeiben. Während bie Nertei- bigung unb bie Läuferreihe stets auf bem Poften waren, versagte ber (Stifrm vollständig. Das Spiel begann mit schön oorgetragenen Angriffen ber 1900er, Torerfolge blieben jedoch aus. Dann übernahm Daubringen bas Spielgeschehen, das cs auch nicht mehr abgab. Sie gestalteten das Spiel teilweise über­legen und konnten einen verdienten Sieg von 5:0 erringen.

Weg vom Eingang her zur Aula geschaffen, der nicht nur die Verkehrsabwicklung wesentlich flüssiger als bisher möglich machen läßt, sondern auch in gerader Linie einen schönen Durchblick durch die Eingangshalle zur Aula gewährt. Der Fußboden, die Säulen und die Wandpfeiler der Eingangshalle sollen mit Lahnmarmor verkleidet werden, die Decke wird in Hellen Stuckprofilen mit Leuchtschalen für eine würdige Beleuchtung gehalten sein. An beiden Seiten der Halle werden acht flache Nischen ge­schaffen, in denen die Aushängekästen für die Be- kanntmachungsanschläge der Uninerfität und ihrer Institute Platz finden sollen. Unmittelbar anschlie­ßend an den breiten Durchgang zur Aula werden, wie bisher, rechts unb links bie (Barberobeablagen sein, benen sicy ebenfalls rechts unb links die Toiletteanlagen in vollkommen neuer und erweiter­ter Gestaltung zugesellen werden. Der Garderobe- raum vor der Aula, der früher ovales Oberlicht hatte, wird künftig eine glatte Stuckdecke aufweisen.

Rechts von der Eingangshalle wird der Raum, der bisher einen Teil der Modelle griechischer Kunst­werke enthielt, einer völlig neuen Bestimmung zu­geführt. Hier wird im Anschluß an einen kleinen Vorraum mit Garderobe ein Sitzungssaal f ü r den Senat in würdiger und künstlerischer Art geschaffen, der auch für besondere Empfänge bei festlichen Gelegenheiten Verwendung finden wird. Auf der gegenüberliegenden Seite, also von der Eingangshalle links, wird eine Frühstücks- ftube f ü r die Studierenden mit Anrichte erstehen, die mit Möbeln in altdeutscher Art, die vom Deutschen Heimatwerk in Düsseldorf geliefert werden, ausgestattet sein wird. Die Zugänge zu diesen beiden Räumen werden nicht von der Ein- aangshalle her sein, sondern unmittelbar vor den Aufgängen zu den beiderseitigen Flügeln im Erd- geschah liegen, damit die Geschlossenheit der Halle gewahrt bleibt.

Heber zwei Treppen gelangt man zu dem im Mittelgeschoß über bem Garberobenraum neugeschaf­fenen Skulpturensaal, ber nach ber Ein­gangshalle hin burch fünf große Deffnungen völlig frei liegt unb bem ein breites, über ben ganzen Raum quer oerlaufenbes Pobest vorgelagert ist. Von

NSG. Wer zur Wehrmacht einberufen wirb, nimmt bie Sicherheit mit, baß für ben Unterhalt feiner Familie gesorgt ist. Jeber zum Lanbvolk gehörige Solbat weiß auch, baß bem nichtselbstänbig Beschäftigten seine Arbeitsstelle bleibt, währenb den einberufenen Bauern unb Lanbwirten bie wirt­schaftliche Sicherung ihres Betriebes gewährleistet wird. Gleich gut soll aber ber Solbat, sollen seine Angehörigen über Familienunterhalt unb Wirt- schaftshilfe nach ber Entlassung vom Wehrmachts­dienst unterrichtet fein. Die darüber ergangenen Vorschriften der Reichsbehörden sind jetzt, zugleich mit den der Verbesserung der Versorgung dienen­den Ergänzungen, zusammengefaßt worben. Sie gestalten es jebem, sich über feine Ansprüche genau zu unterrichten.

betrachtet unb erwiesen. Von ber Stabt würbe stets alles getan, um bie Hniversität überall zu förbern, wo es mit ben Kräften unb Mitteln ber Stabt mög­lich war. Die Hniversität sah immer ihre besonbere Verpflichtung batin, bie Bevölkerung von Gießen in weitem A