Ausgabe 
8.4.1940
 
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Schwerste deutsche Artillerie am Westwall

Ein Westwall-Koloß, gut getarnt und feuerbereit. (PK.-Scherl-Bilderdienst-M.)

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Ein schweres deutsches Eisenbahngeschütz feuert, beim Abschuß dröhnt und zittert die Erde. - (PK.-Presse-Bild-Zentrale-M.)

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Eine Division wird abgelöst

Von Sonderberichterliaiter Richard öaub

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Vorsichtig und gemütlich arbeitet sich unser Wägen aus der schmalen Landstraße durch das nächtliche Dunkel. Der Himmel ist bedeckt, und nur hier und da schimmert ein kleines goldenes Pünkt­chen durch die graue Dunstschicht über uns. Die abgeblendeten Scheinwerfer beleuchten immer nur ein kurzes Stück der Straße. Lange fahren wir so. Dann schwankt vor uns im Dunkel plötzlich ein rotes Licht hin und her. Wir kommen näher her­an und stellen nun fest, daß wir eine lange Marsch­kolonne der Artillerie vor uns haben. Die Gefechts­wagen sind hoch beladen mit Heu und Stroh, mit Kisten und Gerät aller 2lrt Und während wir im zweiten Gang langsam, ganz langsam an der Ko­lonie vorbeisahren, erkennen wir die schweren, mit vier Pferden bespannten Munitionswagen, die Protzen mit den an gehängten Geschützen und die Kanoniere, die neben den Geschützrohren sitzen. Wie ein langer Gespensterzug erscheint uns die Kolonne, wenn die einzelnen Fahrzeuge im Licht unserer Scheinwerfer auftauchen und dann wieder im Dun­kel der Nacht verschwinden. Bald haben wir die erste Kolonne überholt. Wir können den Motor wie- der schneller laufen kaffen. Aber es dauert nicht lange. Vor uns taucht schon wieder eine neue Ko­lonne auf. Wieder Artillerie. Wieder muß das Tempo verringert werden, und wir müssen ver­suchen, auf der schmalen Straße links an ihr vor- beizukömmen. So geht es noch einige Male. D^s Artillerie-Regiment, das auf dieser Straße in Rich' hmg Front vorrückt, hat viele Geschütze und Fahr­zeuge. Nun können wir das Tempo wieder beschleu­nigen. Wir fahren weiter durch die Nacht, haben allmählich die ersten verlassenen Vorfelddörfer er­reicht fahren über leere Dorfstraßen und denken dabei an die braven Kanoniere, die wahrscheinlich schon seit dem Einbruch der Dunkelheit neben ihren Geschützrohren sitzen und Stunden um Stunden auf der nächtlichen Straße auf dem harten sitz hm- und hergeschleudert werden.

In einem der nächsten Dörfer stoßen wir auf eine Infanteriekolonne. Wir fahren wieder an hochbe­ladenen Gefechtswagen vorbei, die mit Munitions­kisten und Gepäckstücken aller Art beladen sind, er- kennen in der Dunkelheit die dampfende Feldküche und kommen dann an die marschierenden Schutzen- kompanien heran. Vorneweg, hoch zu Roß. der Kompaniechef, dann hintereinander die einzelnen ^üge Eine unheimliche Stille herrscht draußen. Wir hören nur das leise Brummen des Motors, das dumpfe Rollen der Gefechtsfahrzeuge und den Rhythmus der Marfchtritte der Soldaten. Schwei­

plumper englischer Schwindet Keine Entlastung Reynaud s.

B e r l i n, 8. April. (DNB.) Die Welt steht noch unter dem Eindruck der deutschen Enthüllungen über Frankreichs wahre Kriegsziele, bie der französische Ministerpräsident von Englands Gnaden, Rechn aud, mit der Preisgabe der be­kannten Landkarte von Europa ermöglichte. Diese Aufdeckung des französischen Planes der Zer­stückelung Deutschlands ist Reynaud und seinen eng­lischen Auftraggebern mehr als peinlich gewesen, und aus verschiedene Arten wurde von Paris aus ein Rückzug nach dem anderen unternommen limrichtig zu stellen", um abzuleugnen und um­zufälschen.

Jetzt ist dem in Not geratenen Reynaud auch noch London direkt zu Hilfe gekommen, das dem Bundesgenossen durch sein sattsam berüchtigtes Lügenministerium beispriegt. Es veröffentlicht eine Karte, die dieNazikriegsziele" enthüllen und die «us einerZeittafel für die verschiedenen Stadien der Ausführung eines Zehnjahresplanes für die Er­oberung Europas" stammen soll. Diese von London enthülltenNazikriegsziele" sollen nicht mehr und nicht weniaer enthalten als einen Eroberungs- Hehnjahresplan, nach welchem in festge­setzter Folge nach Zeittafel sogar! alle Länder Eurovasunter das deutsche Joch gebrockt" bzw. besetzt" werden. Und diese Karte man höre und smune wurde imOriginal" schon im Jahre 1938 in Konrad Henleins Hauptquartier in Prag, Vie das englische Lügenministerium weiter feftstellt, entdeckt", und eine photographische Kopie der An­griffszeittafel wurde von einem der amtlichen bri­tischen Beobachter im Sudetenland nach London gebracht.

Soweit dieEnchüllungen" der Londoner Lügen- zentrale. Es erübrigt sich festzustellen, daß sie v o n t bis Z erfunden sind. Sie sind so dumm­dreist und frech zusammengelogen, daß jeder seiner Lätze von vornherein den Zweck dieses Schwindel­manövers offenbart: man brauchte eine sofortige Tntlastung für Reynaud, also setzte man auf seine Europa karte eine neue, die diesmal die Velt mitNazikriegszielen" in Erstaunen setzen sollte. Es erübrigt sich weiterhin festzustellen, daß

1 weder eine solche Karte, noch der sagen- haste Zehnjahresplan zur Eroberung Euro- fpas jemals einer Stelle der nationalsoziglistischen ' Partei- oder Staatsführung vorgelegen haben, also auch nirgends von englischen oder sonstigen Beobachtern" irgendwann gefunden worden sein können. Es bleibt somit von diesem neuen englischen Schauermärchen nur das eine übrig, daß dieser verspätete Aprilscherz die so lajige Reise von Prag stach London vertrug und seine so spritzig sein sol­lende Pointe wirkungslos verpuffte. Und Herrn Reynaud ist nicht zu helfen!

Tag der Wehrmacht: 17659146 Reichsmark.

Berlin, 6. April. <DNB.) Der am 17. März 1940 durchgeführte Tag der Wehrmacht er­brachte das Ergebnis von 17659146 R M. Dar­unter sind an Spenden des Feldheeres einschließlich des Generalgouvernements 1 530 728 RM. zu ver­zeichnen und 4 183 377 RM., die durch Veranstaltun- aen der Wehrmacht, wie Eintopfessen, Kleinkaliber- slhießen usw., aufgekommen sind. Gegenüber dem Vorjahre hat sich das Ergebnis um 11707862 RM. gleich 197 v. H. erhöht. Damit steigerte stch der Durchschnitt je Kopf der Bevölkerung von ' 7,4 auf 21,9 Rpf.

Ausgabe neuer Münzen $ul, 5 und 10Keichspfennig ausZink

I Sas Reichsfinanzministerium teilt mit: Die Reichsbank beginnt in den nächsten Tagen mit der Ausgabe von neuen Münzen zu 1, 5 und 10 ; Reichspfennig aus Zink. Diese Münzen sind dazu bcstimmt, die 1 und 2 Reichspfennigstucke aus Kupfer, sowie die 5 und 10 Reichspfennigstucke aus Aluminiumbronze zu ersetzen. Für die alten 2 i: Reichspfennigstücke wird keine neue Münze ge­prägt. Vorerst bleiben die zur Zeit umlaufenden alten Münzen neben den neuen Zinkmünzen im Umlauf. Der Zeitpunkt der Außerkurssetzung der alten Münzen wird zu gegebener Zeit bekanntge- glben. Die neuen 10 Reichspfennigstücke aus Zink können genau so wie die alten 10 Reichspfenmg- ftiicfe aus Aluminiumbronze für die Bedienung der Automaten benutzt werden.

die Urlaubsabgeltung für Einberufene

Zahlreiche neue Tarifordnungen enthalten die Beftimmung, daß ein Gefolgschaftsmitglied, das vor dem 1. Mai ausscheidet, keinen Urlaubsanspruch hat. Der Urlaubsanspruch soll nur für solche Gefolg- schaftsmitglieder bestehen bleiben, die seit ihrer Ein­stellung noch keinen Erholungsurlaub gehabt und M? Wartezeit erfüllt haben. Da die zum Wehrdienst ungezogenen Gefolgschastsmitglieder hinsichtlich des Urlaubs wie ausgeschiedene Gefolgschaftsmitglieder behandelt werden, findet nach einem Erlaß des Rüchsarbeitsministers die genannte Bestimmung auch auf sie Anwendung. Gefolgschastsmitgliedern, bi> vor dem 1. Mai zum Wehrdienst einberufen v>rden, steht danach in der Regel für das lausende llrlaubsjahr kein Urlaubsanspruch zu. Eine Abgel- iung kommt daher insoweit auch nicht in urafle- Der Minister teilt weiter mit, daß Gefolgschafts- ntgliebern aus dem geräumten Gebiet ein Urlaubs» nfpruch, der bei der Räumung bereits bestand, wie btt ausgeschiedenen Gefolgschaftsmitgliedern durch bin früheren Unternehmer abzugelten ist.

gend marschieren sie durch die Nacht. Weiter vorne machen wir Halt, um nach demWoher" undWo­hin" zu fragen. Es sind Truppenteile einer Divi­sion, die aus der Ruhestellung kommt, und nun nach vorne vorrückt,, um die Kameraden einer anderen Division abzulösen. Der Kompaniechef erzählt uns, daß alle seine Männer froh sind, daß sie wieder einmal ganz vorne an der Front eingesetzt werden sollen. Man ist gespannt auf die Landschaft und auf die besonderen Verhältnisse in dem künftigen Front­abschnitt, in dem sie nun die Wacht an der Grenze übernehmen sollen. Diese Männer waren schon ein­mal in der vordersten Linie eingesetzt. Sie haben dann eine lange Ruheperiode erlebt, in der die Ausbildung weitab von der Front vervollständigt wurde, in der es zeitweise strammen Exerzierdienst gab, und nun fühlen sie sich wieder richtig als alte Frontsoldaten. Frohgemut ziehen sie ihre Straße. Wenn der Morgen graut, bann sind sie auch schon in dem neuen Standquartier angelangt, dann wer­den sie sich dort, wo bisher die abzulösenden Trup­pen ihre Unterkünfte bezogen hatten, so bequem wie möglich einrichten.

Eine Division wird abgelöst! Das ist ein Unter­nehmen, das umfangreiche Vorbereitungen erfordert und dann mit größter Sorgfalt durchgeführt wird. Lange vorher haben die Generalstabsoffiziere in den hohen Stäben den Zeitpunkt der Ablösung durch die einzelnen Regimenter genau festgelegt. Ebenso natürlich auch die An- und Abmarschwege und die Marschzeiten. Dabei kommt es naturgemäß darauf an, daß sich sämtliche Truppenbewegungen reibungslos vollziehen und daß die Straßen nicht verstopft werden. Jedes Regiment und jedes Ba­taillon hat feine genau festgelegten Marschbefehle. Sie müssen unbedingt eingehalten werden. Ebenso muß sofort der Munitions- und Verpflegungsnach­schub sichergestellt werden.

Wenn bann bie neuen Vorfelbkompanien ihre Stellungen bei den vorbersten Postierungen bezogen haben, erfolgt ber Abmarsch der ab gelösten Trup­penteile. Auch sie haben schon vor einigen Tagen ihre genauen Marschbefehle bekommen. Und die ersten Marschziele sind jedem Bataillon bekannt. An ber vorbersten Front werden die neu angenom­menen Männer in ihre Stellungen eingewiesen, man zeigt ihnen am Scherenfernrohr bie Stellungen des Feinbes, macht sie auf die besonders gefährde- ten Punkte aufmerksam und gibt ihnen noch allerlei gute Ratschläge, die sich auf die zweckmäßigste Ein­richtung ber Unterstände, der Postenverteilung, und auf den täglichen Verpflegungsnachschub beziehen.

den skandinavischen Gesandten am 5. April über-1 reichte Note Vermutungen ber schwedischen Presse rviedergegeben werben, wonach diese Note, bie bis jetzt geheimgehalten werbe, den Zweck habe, auf bie Regierungen Schwebens und Norwegens einen neuen Druck auszuüben. Entsprechende Noten habe Reynaud in Paris den skandinavischen Ge­sandten überreicht. Dabei wird hier bie Wendung der betreffenden Havas-Meldung hervorgehoben, daß diese Noten bezweckten,die Position der Alli- erten im Zusammenhang mit der Neutralität der kandinavischen Länder zu klären".

Amerikanische Schiffsverkäufe.

R o m, 8. April. (Europapreß.) Der Sonderbienst des ,,®iornale d'Jtalia" Sonntagsausgabe) berichtet aus Reuyork, daß seit Kriegsbeginn 90 Dampfer derVereinigtenStaatenmit einer Wasser- Verdrängung von insgesamt 364 000 Brt. an bas Üluslanb verkauft bzw. im Auslanb registriert wor­den [eien. 119 300 Brt. Schiffsraum feien an Eng- lanb und Frankreich, ber Rest an Griechen­land), Panama, Belgien und Brasilien abgegeben worben.

Der Krieg der Ausbeuter

Mehr als ein Viertel ber bewohnbaren Erbe ist in Englands Hand. Nicht genug damit, raubte es alsMandate" auch noch den Groß­teil deutscher Kolonien, obwohl es nicht in der Lage ist, seinen eigenen Kolonialbesitz nutz­bringend zu verwalten. Ein Engländer selbst bestätigt es in ber ßonboner Finanzzeitschrift The Economist (August 1939):

Der jüngste Bericht des Wirtschaftsbelrates für den Ernährungsstand Im britischen Ko­lonialreich läßt einen gefährlichen Zustand von Unterernährung in vielen Gebieten er­kennen. Seine Ursachen sind wirtschaftliche Unzulänglichkeit, Gleichgültigkeit in der Be­kämpfung von Seuchen und frühe Sterblich­keit."

Dasselbe England aber, das so gerichtet wird, sprach Deutschlanddie Fähigkeit zum Koloni­sieren" ab und stahl uns in seiner unersättlichen Gier den kolonialen Lebensraum. Um ihr Aus­beutungssystem zu verewigen, haben die Pluto­kraten dem Reich den Krieg erklärt, denn ihr Reichtum beruht allein auf der Verelendung der unterdrückten Massen.

Der Sozialismus ist ihr größter Ieiud!

Die Kameraden der alten Vorpostenbesatzung er­zählen von den Ergebnissen der letzten Spähtrupp unternehmungen und helfen ihnen, sich schnell in die neue Lage einzuleben. Auch hier Muß sich wie­der einmal die Kameradschaft der Front bewähren. Einer hilft dem anderen die schwere Aufgabe zu erleichtern. Und wenn bann bie abgelösten Posten den Rückmarsch antreten, dann reichen sie sich kame­radschaftlich die Hand und verabfchieben sich mit einfachem Wunsch:Mach's gut, Kamerad!"

In den rückwärtigen Stäben haben inzwischen auch die Bataillons- und Regimentskommanbeure der ablösenden Division die einzelnen Frontab­schnitte offiziell übernommen. Auch die Komman­deure haben sich über die befonberen Verhältnisse in den jeweiligen Abschnitten ausgesprochen, so daß jeder von ihnen genau im Bilde ist über die Feind­lage, über die besonderen Geländeverhältnisse und über das bisherige Verhalten bes Feindes-in bem betreffenden Abschnitt. So vollzieht sich die Heb er­gäbe aller Kommanbostellen automatisch, vom Führer ber Gefechtsvorposten über bie Führer ber Vorfelb­kompanien, ber Bataillonskommanbeure unb ber Re. gimentskommandeure bis zum Divisionskomman­deur. Wenn alle Vorpostenstellpngen, alle Gefechts- stände und alle Quartiere von der ab lösenden Truppe übernommen worden sind, dann übergibt Öder bisherige Divisionskommandeur seinem )lger den Divisionsabschnitt. Dann kann auch der abgelöste Divisionsstab den Rückmarsch in bie zugewiesenen Ruhequartiere antreten. Zu diesem Zeitpunkt haben die ersten abgelösten Regimenter in der Regel schon ihre ersten Rastquartiere weit hinter der Front bezogen.

Eine Division rückte in die Front ein, eine an­dere marschierte zurück in das rückwärtige Armee- gebiet. Das bedeutet in der Praxis, baß ein unge­heuer komvlizierter Apparat innerhalb kürzester Frist in Bewegung gesetzt würbe, bei dem jede einzelne Bewegung mit ber Präzision eines Uhr­werkes abrollen muß. Nur wer die bis ins kleinste alles erfassende Organisation der deutschen Wehr« macht kennt, kann sich eine ungefähre Vorstellung von einem solchen Vorgang machen.

Wartender Westtvallrecke^ WK.-Atlanttk-Mj