und Seine wie immer einen
Len.
ss.
Das Echo in Aalien
am
'en
Ztaliens Verettschast
Kraftvolle Worte des Duce.
die Opferung Daladiers und
Reynaubs zum getreuen Statthalter Englands in Paris der festgefahrenen Kriegführung der Westmächte den erhofften neuen Glanz verleihen wird? Die neuen Piratenhaften Ueberfälle auf Norwegens Neutralität sind jedenfalls' nicht dazu angetan, das auf den Nullpunkt gesunkene Ansehen der West-
SS
Dir <
Äenep
„Die Hauplwaffe Englands ist sein Geld."
Feindliche Irühjahrsvffensive an der - wirtschaftlichen Front.
Rom, 7. April. (DNB.) Der Duce hat Sonntag dem Städtchen O r o i e t o einen Besuch
plump
Ke 8erlln uitter M", lüxr 8£a di- der fr«" S'iL etf, ,nd auf oet t|B fRüijufl im „richtl» lufälf^n- 2-tzt if*J iu>d)2on» kunüesgem) Sügenminist garte, die ! ms einer » kr Ausführ iberung Eu knthüllten „
r/anhi11 M flöt«
ffliM
S5
ülitie1
taere La««""' La°d°; ten feien-/- ■gilb ""d V* tvorden-
abgestattet, wo er einige neue Baulichkeit der weiblichen Akademie für Leibesübungen ihrer Besttm- mung übergab. Die Bevölkerung bereitete dem Duce begeisterte Kundgebungen. 21uf verschiedenen über die Straße gezogenen Spruchbändern konnte man lesen: „Wir erzeugen immer mehr Getreide und immer mehr Waffen".
In einer kurzen, mit größter Begeisterung von der Menge aufgenommenen Ansprache erklärte der Duce folgendes: „Die Ereignisse, die mir erleben, sind von grandiosem Ausmaß. Aber wir glauben ihnen gewachsen zu sein. Was uns auch dieses Spätfrühjahr bringen mag, Italien wird ihm zu begegnen wissen. Könnte es anders sein mit einem jungen und entschlossenen Italien des Liktorenbündels, das heute vor einem Jahr in drei Tagen ein Volk befreite und binnen sieben Monaten ein afrikanisches Imperium eroberte? Dieses Italien haben wir gewollt und während 20 Iahten ununterbrochen, immer wieder von Siegen gekrönter Prüfungen geschaffen."
Englische Kriegsschiffe in der Adria.
Stockho 1 m,' 8. April. (Europapreß.) „Aston- bladet" berichtet am Sonntag in großer Aufmachung über d.ie im Mittelmeer festzustellende Spannung, die sich auf die Anwesenheit einiger englischer Kriegsschiffe in der Adria gründe. Das Blatt deutet in einer Meldung aus London an, daß beabsichtigt sei, die deutschen Frachtdampfer, die von der jugoslawischen Küste Bauxit und Aluminium in die italienischen Häfen T r i e st und Fiume befördern, möglicherweise in Zukunft in italienischen Geleitzügen fahren zu lassen.
Moskau beobachtet aufmerksam.
Moskau, 8. April. (DNB.) Die Moskauer Presse verfolgt weiter aufmerksam die von den englisch-französischen Kriegstreibern gegen die skandinavische Neutralität gerichteten Machenschaften. Unter der Ueberschrift ,;Der englisch-französische Druck auf die skandinavischen Länder" bringt die „Prawda" zwei Berichte aus Stockholm und Paris, worin unter Hinweis auf die von Hali
Amsterdam, 8. April. (DNB.) Die Anstren- gungen der Westmächte zur Kriegsausweitung und Verschärfung der Blockade, wobei es nach den Darlegungen des französischen Blockadeministers M o n n e t nicht die geringste Rolle spiele, wenn weiter die deutschen Frauen und Kixider betroffen werden, werden von der Londoner Sonntagspresse sehr eingehenD besprochen. Die meisten Blätter machen das Thema zur Haupttyel- dung des Tages.
So schreibt der diplomatische Korrespondent der „Sunday Times" u. a., die Regierungen Englands und Frankreichs hätten, so glaube man, gegenüber Skandinavien keinen Zweifel über die Umstände gelassen, unter denen sie sich „gezwungen fühlen würden, Schritte zu ergreifen". Parallel mit der „Klarstellung^ der Haltung der Westmächte gegenüber der Neutralität der skandinavischen ßänDe-r laufe die diplomatische Offensive auf dem Balkan. Sie beginne mit den Beratungen der nach London berufenen britischen Dertteter in den Balkanländern. Dem Plutokratenblatt entschlüpft dann das Eingeständnis, daß es England uns Frankreich wohl kaum möglich sein würde, die mit der verschärften Blockade zusammenhängenden Fragen zufri-edenstellend zu lösen, wenn man sich an dem Buchstaben des internationalen Rechtes halte.
G a r v i n verkündet im „Observer", die F r ü h - jahrsofsensive, von der man während des ganzen Winters so viel gesprochen habe, habe jetzt tatsächlich begonnen. Sie sei von England und Frankreich an der wirtschaftlichen Front er-
Englands <?d;uSt>.
Belgrad, 8. April. (DNB. Funkspruch.) „Po litika" berichtet über die schwere Notlage der slowenischen Textilindustrie, da infolge der Beschlagnahme durch die britischen Kontrollbehörden die von jugoslawischer Seite im neutralen Ausland bestellte Baumwolle nicht geliefert worden sei. So hätten in Krainburg die großen Textilwerke „Textil-Indus" die Arbeitszeit auf drei Tage in der Woche beschränken müssen. Ebenso habe die Textilfabrik Jugotscheschka die Arbeitszeit verkürzt, während die Krainische Gummifabrik vor der völligen Arbeitseinstellung stehe.
setzter Folge Europas „u .besetzt" wei staune — i 1938 in Ko v!e bas en; .entdeckt", i irisfszeittaff tischen Beo Macht.
Soweit b lentrak. 6$ u bis Z steift und Sätze von ranöners Entlaß luf seine l Eßelt mit We. §s e ueber ei aste Zeh, las jemals artet» obei lud) nirg Beobachten lonnen. Es I Bdjauermän lerfpätete A lach London knbe Point Retjnaub ist
c
11
Berlin, durchs stochte bas' Merjinb ai 165 General, st'chnen und' stn der Wel Hetzen ufw
Mre fya
Qletd der Dur
U auf 21,9
Ai *Mur
R-i- sh Ife St
lut°maten i
ben vorgeben, daß die Blockade allein den Krieg entscheiden könne, machen sich doch immer mehr skeptische Sttmmen bemerkbar, die der Ansicht sind, daß der Krieg nur auf militärischem Wege entschieden werden iönne.
So erklärt die „Action Fran?aise", daß die deutsch-russische Zusammenarbeit tatsächlich eine ganz neue Lage geschaffen habe. Die russischen Rohstofflieferungen könnten es Deutschland in absehbarer Zeit gestatten, die Wirkung der Blockade in großem Ausmaß zunichte zu machen. Selbst wenn man annehmen würde, daß die Blockade ohne Lücken durchgeführt werden könnte, würde das nicht genügen, um Deutschland auf die Knie zu zwingen. Deutschland habe seit Jahren in Voraussicht eines Konfliktes große Vorräte an Rohstoffen und Lebensmitteln aller Art angehäuft. Man mülle zugeben, daß diese Reserven beträchtlich seien. Im übrigen werde Deutschland sich auch sicherlich nicht ohne weiteres der Blockade beugen, wenn sie ihm bedrohlich erscheinen würde.
Norwegen will in Frieden leben.
Erklärungen
des norwegischen Außenministers.
Oslo, 7. April. Der norwegische Außenminister Professor Koht betonte in seiner Rede vor dem Sterling, Norwegen wolle sein Seegebiet allein bewachen. Es wünsche seine Selbständigkeit aufrechtzuerhalten ohne Eingriffe von irgendwelcher Seite. Unter Bezugnahme auf den Erztransport durch norwegisches Gewässer erklärte, der Außenminister, die freie Fahrt für Handelsschiffe gelte für alle. Die friedliche Handelsfahrt mit schwedischem Erz sei voll gesetzlich. Diese Frage habe Norwegen mit beiden Kriegführenden besprochen und deren Einverständnis erhalten. Wenn Norwegen in gemeiner Weise davon abginge, würde es damit seine Neutralitätspflicht
Ihre Sorgen.
Die britisch-französische Einkreisungspolitik von Norden her mußte an ihrer eigenen Unwahrhaftig- keit und Unzulänglichkeit scheitern. Unter der Vorspiegelung wirksamer Hilfe für Finnland entfesselte man den Kriegsbrand im Norden, während man in Wahrheit nur Schweden und Norwegen in den Krieg gegen Deutschland hineinziehen und diesem den Bezug der schwedischen Erze unmöglich machen wollte. Gewitzigt durch die Erfahrungen mit Polen -bedankte sich der gesamte Norden für diese in letzter Stunde angebotene sogenannte Hilfe von ganzen 100 000 Mann, die angeblich irgendwo zur Verschiffung bereitgehalten wurden, und Finnland zog vernünftigerweise einen raschen, erträglichen Friedensschluß dem sicheren Untergang mit britischer Hilfe vor. So kamen die Herren an der Themse Posttag zu spät. Ob die Schilderhebung
verletzen und wäre sofort mitten tm Kriege. Dies« Feststellungen sprach der norwegische Außenminister, ohne die letzte Note Englands an Norwegen zu er- wähnen.
lieber die Neutralitätspolitik führte Koht weiter aus, ein neutraler Staat müsse gleiche Rechte und Regeln allen Ländern gegenüber anwenden, mit denen er in Verbindung stehe. Die- fern Grundsatz folge Norwegen mit peinlicher Sorg, falt. Norwegen habe vor dem Kriege selbst Neu- tratitätsregeln aufgestellt, die nach allen Seiten gerecht seien und den Rechtszustand genau festleg. ten. „Es wäre zum großen Schaden für unser Land, wenn wir uns zwingen ließen, von einer dieser Regeln abzugehen." Dor drei Monaten habe die britische Regierung gemeint, sie habe Grund zur Klage, weil Norwegen angeblich deutschen U- Booten Gelegenheit zur Operation in seinen Hoheits- gemässem gegeben habe. „Jetzt habe ich", so betonte der norwegische Außenminister, „mit großer Freude festgestellt, daß Chamberlain am 9. März zugab, daß nicht der geringste Beweis für diese englische Behauptung vorliege".
Jetzt komme England mit alten und neuen Klagen gegen Norwegen. Man sei sogar so weit gegangen, die Wache in den norwegischen Gewässern in eigene Hände übernehmen zu wollen. Demgegenüber betonte der Minister den norwegischen Willen zur Selbständigkeit. Wenn England verlange, Norwegen solle gegen „technische Neutralitätsverletzungen" nicht so streng protestieren, so müsse man feststellen, solche Verletzungen könnten schwere Folgen haben. Durch sie könne Norwegen schnell in den Krieg gezogen werden, wenn es sich nicht dagegen wehre.
Der Außenminister schkvß seine Rede mit folgendem Satz: „Wir fragen uns, ob wir nicht das Recht haben, unser. Le benin'Friedenzuführen. Wip kleinen Nationen würden uns freuen, wenn die Kriegführenden ihre Worte von der A ch t u n g d e r Rechte der kleinen Nationen in die Tat umsetzen würden."
Zur Lage.
Don Major a. O. von Reifer.
Ein ereignisreicher Kriegsmonat liegt hinter uns. Unsere Luftwaffe hat wiederum mehrfach ihre große Ueberlegenheit über die englische bewiesen. Der russisch-finnische Krieg ist beendet, die West- mächte haben in Skandinavien eine entscheidende politische Niederlage erlitten. Ihr Versuch, Italien mit brutalster wirtschaftlicher Vergewaltigung unter ihren beherrschenden Einfluß zu bringen und von Deutschland zu trennen, ist durch das deutsch- italienische Kohlenabkommen völlig zunichte gemacht worden. Die überraschende Zusammenkunft von Führer und Duce auf dem Brenner hat die unverbrüchliche deutsch - italienische Freundschaft vor aller Welt erneut bekräftigt.
Scapa Flow und Sylt, schärfer als mit diesen beiden Namen kann der klaffende Abstand zwischen erfolgreicher deutscher und erfolgloser britischer Luftkriegsührung nicht gekennzeichnet werden. In stürmischer Märznacht bei 20 bis 30 Grad Kälte in den oberen Luftschichten fliegen deutsche Kampfflieger fast 900 Kilometer weit, werfen über die versammelte Homesleet trotz der Flakabwehr aus vielleicht tausend Rohren eine große Anzahl Bomben ab, vernichten eines der stärksten Schlachtschiffe fast völlig, beschädigen drei weitere Schlachtschiffe und zwei kleinere Schiffe sehr schwer und kehren ohne jeden Verlust nach dem heimatlichen Flughafen zurück. Der Nimbus der Unbesiegbarkeit der britischen Schlachtflotte ist mit einem Schlage gebrochen: Sie hat unter stärksten Verlusten eine schwere Niederlage erlitten, obwohl nur ein verschwindend geringer Teil der deutschen Kampfflieger zum Angriff angetreten war.
Dagegen Sylt! Die britischen Flieger hatten es erheblich leichter, sie flogen bei gutem Angriffswetter, ihr Flugweg war nur etwa halb so lang wie der der deutschen Flieger. Trotzdem brachten ihre sechsstündigen Angriffe mit einer großen Zahl von Flugzeugen Und einem Abwurf von etwa 100 Bomben nicht den geringsten praktischen Erfolg, dafür aber einen englischen Verlust von mindestens 6 Kampfflugzeugen. Eine kluge Seekriegleitung hätte geschwiegen. Statt dessen wurde ein großer Luftsieg in die Welt hinaus trompetet, der durch neutrale Pressevertreter prompt in seiner ganzen Nichtigkeit entlarvt wurde. Die Welt lachte, und mit Recht, umsomehr, als nur 24 Stunden nach dem angeblichen britischen Luftsiege über Sylt wie- herum in der Höhe von Scapa Flow durch deutsche Kampfflugzeuge aus einem — angeblich so sicheren — britischen Geleitzuge heraus 9 Kriegs- und Handelsschiffe mit 42 000 Tonnen Raumgehalt versenkt wurden.
Auch der U-Boot-Krieg geht in voller Stärke weiter, schon sind im ganzen über 2 Millionen Tonnen britischen und England nutzbaren neutralen Schiffsraumes auf den Grund des Meeres geschickt worden. Die Zahl der neutralen Reedereien, die ihre Schiffahrt nack den britischen Todesküsten einstellen, mehrt sich. Armer Seelord, wir verstehen
Die Kriegsausweitungspläne der Plutokraten
Englisch-französische Noten an Skandinavien.
clique.
Amtlich verlautet in London, daß Halifax die am Montagnachmittag stattfindende Sitzung im Außenamt leiten wird. Die britischen Botschafter von Moskau und Ankara, ebenso wie die britischen Gesandten von Bukarest, Belgrad, Budapest, Sofia und Athen werden zugegen sein. Eine weitere Besprechung ist für Dienstag, 15 Uhr, in Aussicht genommen. Die britischen Vertreter werden dann nochmals im Außen- amt ,Sitzen", und mindestens eine weitere Besprechung wird noch gegen Ende der Woche im Blockadeministerium stattsinden.
Sowjetrußland und Finnland.
Moskau, 8.April. (DNB.) Die (Somjetre- gierung hat ihren bisherigen Gesandten tn Riga, Iwan Soto w, zum Gesandten inHelsinki ernannt. Damit sind die regulären diplomatischen Beziehungen zwischen der Sowjetunion und Finnland wieder aufgenommen.
lieber die Betrauung eines neuen finnischen Gesandten für Moskau verlautet hier zur Zeit noch nichts.. DagegOi weilt Minister Paafikivi mit feinen Mitarbeitern feit dem Friedensschluß in Moskau, wo über zahlreiche laufende Fragen der sowjetisch-finnischen Beziehungen verhandelt wird, die mit der Grenzziehung, der Vorbereitung von Wirtschaftsbesprechungen u. dgl. zusammenhängen.
Rom, 8. April. (Europapreß.) Di« römisch« Presse stellt das Vorspiel zu der Generaloffensive der West möchte gegen die Neutralen in den Vordergrund ihrer Betrachtungen. Sie stellt fest, daß die von London an Stockholm und Oslo gerichtete Note von London zwar noch immer nicht veröffentlicht worden sei, daß aber ihr in den Hauptzügen bereits bekannt gewordener Inhalt einer ständig wachsenden Erregung und Abwehr bei allen Neutralen begegne. Die Besorgnisse in Schweden und Norwegen dauerten unvermindert an.
Auch in Paris ist nach den Berichten der italienischen Korrespondenten die Hauptaufmerksamkeit auf die Verstärkung der Wirtschaftsblockade und deren unvermeidliche Folgen gerichtet. In einem Teil der französischen Presse zeige sich aber, so berichtet der Pariser Korrespondent der „Voce d'Jtalia", wachsende Verstimmung gegenüber den Balkan ft aaten. Das sei auf Die unfreundliche Reaktion dieser Staaten auf die Pläne der Westmächte zurückzuführen. Anscheinend sei diese Reaktion viel schärfer, als man dies in London und Paris vorausgesehen habe.
Bei dem englischen Versuch, plötzlich in die früher gemiedenen Balkanmärkte einzubringen, handele es sich, wie „Popolo di Roma" unterstreicht, ebenso wie bei den Vorbereitungen zur illegalen Verschärfung Der Blockade im Norden nur um den verschleierten Versuch, jene Staaten und jene Neutralen unter Druck zu setzen, die sich weigerten, an dem heiligen Krieg gegen den Nationalismus" teilzunehmen, weil dies weder ihr Krieg, noch gar ein heiliger Krieg ist. In Ermangelung eines Kreuzzuges gingen die Westmächte nunmehr darauf aus, einen, wenn irgend möglich, allgemeinen Brand zu entfeffeln.
Eine erste energische Antwort auf die Londoner Drehungen hat Deutschland, wie Der Berliner Vertreter Des „Giornale d'Jtalia" unterstreicht, in Der abgelaufenen Woche an England erteilt, als die deutsche Luftwaffe ttotz ungünstiger Witte- rungsverhältnifse blitzarttge, erfolgreiche Aktionen gegen Scapa Flow und Die Orkney-InsKn, sowie verschieDene bewaffnete Geleitzüge unternahm. Auf die Drohung mit Der Aushungerung hat Deutschland prompt mit Bomben von 250 und 500 Kilogramm geantwortet, während die Angriffsversuche englischer Flugzeuge durch die deutsche Luftabwehr ein vorzeitiges Ende fanden.
Warum die Engländer unpopulär sind.
Amsterdam, 7. April. (DNB.) „Financial News" veröffentlicht den Bries eines Engländers aus Kopenhagen, in dem sich dieser zu den Auswirkungen äußert, die das Absinken des englischen Pfundes im neutralen Ausland hervorruft. Der Engländer schreibt u. a., auf seinen Reisen im neutralen Ausland habe er allmählich entdecken müssen, daß die Engländer t eine s m e a s populär im neutralen Europa seien, seitdem das Pfund Sterling zu sinken an- aefangen habe. Neutrale Geschäftsleute erzählten ihm alle dieselben Geschichten und wiesen Darauf hin, daß, wenn sie mit Großbritannien mehr Handel trieben, sie auch immer mehr Geld verlören. Dänemark sei ein gutes Beispiel dafür. In England wundere man sich, warum die neutralen Länder die Engländer nid)t mehr liebten, aber, so bemerkt der Briefschreiber, einige dieser neutralen Länder betrachteten die Engländer als Wirtschaftsdiktatoren, die ihre Preise selbstherrlich festsetzten. Der Briefschreiber habe Gelegenheit gehabt, in den Balkanländern ähnliche Beschwerden gegenüber England zu hören.
Der Druck aus Slandmavien
Amsterdam, 7.April. (Europapreß.) Der englische Außenminister Lord Halifax hat Den Ge- farnbten Schwedens und Norwegens in London Noten für ihre [Regierungen übermittelt. Ebenso hat die französische Regierung Den schwedischen und norwegischen Gesandten in Paris Noten zugestellt, die sich mit den englischen Noten inhaltlich decken.
lieber Den Inhalt der Noten verlautet nach Presse- meldungen, sie enthielten die Aufforderung an die beiden skandinavischen Länder, ihre Neutralität „nickt weiterhin zum Vorteil Deutschlands und zum Nacyteil Der Westmächte" auszulegen. Falls die beiden neutralen Länder infolge ihrer militärischen Schwäche nicht in der Lage seien, die ..Mißbräuche" Deutschlands zurückzuweisen, dann müßten die Westmächte es als ihre „internationale Pflicht" betrachten die chnen notwendig erscheinenden Schritte zur Beseitigung dieser „Mißbräuche" zu ergreifen. Die Noten brächten ferner zum Ausdruck, daß die Westmächte, falls die skandinavischen Länder auf diesen klaren Ruf zur Ordnung hin Den Westmächten nicht freimillia die Wahrung ihrer Neutralität übertrügen, Die Drohung Chamberlains mit der E n t z i e h u n g der Rohstoffe und sonstigen Er Zeugnisse des englischen und französischen Imperiums, sowie mit Der Rationierung ihrer Einfuhr wahrmachen würden.
Die Frage Der „Verschärfung Der B 10 ckaDe" nimmt in Der französischen Presse weiterhin einen großen Raum ein. Die Ansichten über die Wirksamkeit Der BlockaDe sinD aber keineswegs einheitlich. Während einige Blätter zu glau-
öffnet worden. Die Hindernisse, Die bisher einer „totalen Blockade" im Weg gestanden hätten, wür-- Den jetzt „roegaefegt". Die Hauptwaffe Eng- lanDs in Diesem Kampf sei sein GelD, so ver- künDet dieser würdige Vertreter Der Plutokraten-
Mächte wieder zu heben.
Vorläufig wird das mißglückte Einkreisungsspiel im Norden mit verstärkter Kraft auf dem Balkan fortgesetzt, wo das rumänische Del dl« gleiche Anziehungskraft auf die Westmächte ausübt wie das schwedische Erz. Die lügnerische Behauptung, Deutschland habe Rumänien ein Wirtschaftsultimatum gestellt, ist von der rumänischen Regierung sofort scharf zurückgewiefen, der britische Reuterver- treter binnen 24 Stunden ausgewiesen worden. Rumänien rüstet mit aller Macht, um seinem unbedingten Willen zur Erhaltung des Friedens Ausdruck zu verleihen, auch der vulgarische Minister- Präsident hat in schärfster Form erklärt, daß sein Land.seine Neutralität mit allen Mitteln verteidigen werde. Das Deutschland und Italien direkt benachbarte und befreundete Südslawien wird ganz gewiß kein williger Helfer der britisch-ftanzösisthen Pläne sein. Auch Griechenland und selbst die Türkei haben nur den einen Wunsch, aus Dem Kriege yerausgelassen zu werden. Das ist die Lage au Dem Balkan; auch hier scheint Das Spiel für Die Kriegstreiber in London und Paris schon heute verloren.
Soviel Mißerfolge für die Westmächte, soviel Erfolge für Deutschland. Sein Wirtschaftsverkehr mit dem Norden und Südosten entwickelt sich immer günstiger, fester denn je steht Italien an feiner Seite, und der Friedensschluß im Norden erleichtert Sowjetrußland die Erfüllung seines Wirt- schaftsabkommens mit dem Deutschen Reiche. Das deutsche Volk kann mit größter Zuversicht in die Zukunft blicken und fest auf die Worte feines Führers am Heldengedenktage vertrauen: „De^Mon Den kapitalistischen Machthabern Frankreichs?mnd Englands dem Großdeutschen Reich aufgezwungene Kriea muß zum glorreichsten Sieg der deutschen Gescyichte werden."
Strategisch und politisch ist die Hunger- blockade der Plutokratien gegen d i e Neutralen in vollem Gange. Die Offensive richtet sich zunächst gegen Skandinavien, denn Lord Halifax hat die Gesandten von Schweden und Norwegen zu sich kommen lassen, um ihnen ein Schriftstück auszuhändigen, das zunächst noch als diplomatisches Geheimnis behandelt wird. Nach allem, was oorausgegangen ist, dem Piratenstreich des „Cossack", der Bereitstellung des 100 000-Mann- Heeres, Das in Norwegen und Schweden eindringen ollte, der offenen Drohung, sich um die neutrale Dreimeilenzone an der norwegischen Küste nicht mehr zu kümmern, leidet es keinen Zweifel, daß das von Lord Halifax überreichte Schriftstück sich g e g e n Die Neutralität Skandinaviens richtet. Weil die gewissenlosen Plutokraten, die England und Frankreich regieren, sich verspekuliert hoben, weil sie erkannt haben, daß Deutschland Durch die HungerblockaDe nicht überrannt werden kann, deshalb Der verbrecherische Versuch, im Norden und Süden neue Kriegsschauplätze zu schassen.
Daß die Note der Plutokratien an Norwegen und Schweden, Die sehr umfangreich sein soll, sich nicht mit nebensächlichen Dinqen beschäftigt, wird Dadurch bestätigt, Daß wie auf Kommando die Berichterstatter Der skandinavischen Presse in London sich abmühen, Dieser Diplomatischen Offensive Der Westmächte eine harmlose Deutung zu geben. Selbst wenn Die skrupellosen Deutepolitiker in London nicht gleich soweit gegangen finD, um Den skandinavischen Staaten gewissermaßen Die Pistole vorzuhalten, so entspricht das durchaus Der englischen Taktik. Die Gefahr liegt eben darin, daß die Neuttalen Überhaupt erst einmal Da$u gebracht xverden sollen, mit den Plutokratien darüber zu verhandeln, was Neutralität ist. An und für sich konnte es darüber keinen Streit geben, daß die Dreimeilenzone völkerrechtlich geschützt und daß es völkerrechtswidrig ist, den Außenhandel Der Neutralen zu kontrollieren und zu begrenzen. Die Neutralen müssen heute selbst einsehen, weich' große Gefahr ür sie darin gelegen hat und noch liegt, sich nicht ofort mit aller Energie gegen das Pircttentum der Engländer zur Wehr gefetzt zu haben.
Dieser Seeräuberkrieg, Der Die Neutralen, soweit ie Schiffahrt und Handel treiben, in Der Haupt- ach« trifft, kann und wird Deutschland nicht niederzwingen. Die Gangster in London machen sich nun stark, jede-Einfuhr nach Deutschland zu verhindern, sei es zu Wasser oder zu Lande. Von neutraler Seite ist schon darauf aufmertfam gemacht worden, daß Die Ausweitung des pluto- kratifchen Handelskrieges den Westdemokratien, insbesondere England, schwer schöben muß. England kann nur exportieren, wenn die neutralen Länder kaufen können, was wieder voraussetzt, daß diese neutralen Länder imstande sind, ihren Außenhandel irgendwie aufrechtzuerhalten. Darum arbeitet die Zeit für Deutschland, das ruhig märten kann, bis der englische Außenhandel infolge der Schisfsraumverluste und des Kaufkraftschwundes Der Neutralen zusammen schrumpft. England rechnet selbst mit dieser Entwicklung, Der es zuvor- zukommen sucht dadurch, daß es den Kriegsschauplatz ausweitet, sei es mit den Sammetpfötchen nplomatischer Verhandlungen, oder mit den Krallen einer offenen Drohung.
Die Halifax-Note an Skandinavien ist so etwas wie ein Sammetpfötchen, in dem die Krallen verborgen sind, die die Neutralen in den Krieg hineinzerren sollen. Wer zu solchen Methoden greift, der gesteht, ob er will ober nicht, daß er oabanque spielt, daß er zu allen Mitteln seine Zuflucht nimmt, um den tödlichen Schlag von sich abzuwenden ober solange wie möglich hinauszuschie-
töte Sie I -NC ben Sw Wint Ä


