Ausgabe 
8.2.1940
 
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Stadtverwaltung ihre Vergehen kannte. Die lokalen Behörden verweigerten den Bundesbeamten bei der Bekämpfung der Verbrechen nicht nur die Mit­arbeit, sondern setzte alle Ortspolizisten auf eine schwarze Liste, welche über das in Miami herr­

schende Derbrechevunwesen aussagten. Gangster, Schwindler und anderes Gesindel, welche aus dem ganzen Lande durch Miamis Wintersaison ange- zo-aen wurden, konnten unter der lvkalen Polizei­behörde ungestört ihr dunkles Handwerk ausüben.

Geduldspiele.

Don Rudolf Schne»0er-Sche1de.

Geduldspiele sind Spiele, welche angeblich Ge­duld lehren, da sie Geduld benötigen. Es gibt eine ganze Menge davon, vom Kügelchen, das nicht in ein bestimmtes Loch rollen will, bis zu den Pa­tiencen, welche eine mehr geistige als manuelle Ge­schicklichkeit voraussetzen. Man spielt sie meistens dann, wenn man bei irgend etwas die Geduld ver­loren hat, sei es das Leben, sei es die Liebe, und sie haben den Vorteil, daß man bei ihnen größere Gewinnchancen hat als in der Wirklichkeit, schon darum, weil man jederzeit das Spiel neu beginnen kann, was im Leben und in der Liebe nicht so leicht möglich ist.

An sich ist es schwer verständlich, daß es Men­schen gibt, die für Geduldspiele etwas übrig haben. Man sollte meinen, daß etwas, das sozusagen das Schicksal der Irdischen ausmacht und so selten be­lohnt wird, die Hebung in Geduld, uns dermaßen zum Hals heraushängt, daß es nicht die leiseste Aussicht hat, auch noch ohne Not, zeitvertreibshalber oder sogar mit Leidenschaft betrieben zu werden.

Aber die Geduldspiele haben ihren Namen ja mit Unrecht. Sie sind Spannungsspiele wie alle an­deren Spiele auch. Sei es, daß des Leben eine Pause macht, sei es, daß es uns unbefriedigt läßt, oder daß unser übergroßer Tatendrang in dem Lebensvorgang, in den wir hineingeraten sind, nicht aufgebraucht wird: für all das und mehr ist das Spiel vorhanden.

Geduldspiele, vom rollenden Kügelchen bis zur Brasilianischen Acht", dieser an Möglichkeiten rei­chen Patience, die selbst dem Kenner und Könner nicht immeraufgeht", sind für den, der sie liebt und betreibt, Sport; Lehnstuhlsport zwar oder Sofa­leidenschaft, aber das muß in bezug auf Spannun­gen und Erregungen keine herabmindernde Bezeich­nung sein. Auch das rasendste Hasardspiel wird im allgemeinen sitzend um einen Tisch herum betrieben.

Freilich, die Geduldspiele sind die Gaukelei der Einsamen. Da sitzen sie abends, manche schon am hellen Tag, in ihrer Ecke und mischen das Spiel. Sie legen die Karten aus, denn Karten sind es immer zuletzt, bei denen der Geduldspieler landet, und damit stellen sie sich in der Entsprechung, die alles Spielen bedeutet, dem Leben. Wie der Karten­fall verläuft, erregt ihr Staunen, ihr Nachdenken, ihre Trauer. Für den Zuschauer ist es nur eine Reihe hübsch bedruckter Blättchen, die sich da aus­breitet, dem Spieler aber bedeutet dieses Feld eine Fülle von Problemen, Hoffnungen und Klippen, durch die hindurchzufinden, seine nicht einfache Auf­gabe ist. Er wundert sich über einen leichten Sieg, ist beglückt, wenn es ihm gelingt, Schwierigkeiten zu überwinden, und oftmals ist er tiefen Nachden­

kens voll, wenn er erkennt, daß ein vermeintlich glückbringender oder ein gänzlich belanglos erschei­nender Zug,.den er getan hat, ihn später unweiger­lich zur Niederlage führt.

Man sage nicht, Geduldspiele seien dumm oder langweilig oder geistlos. Es kommt darauf an, und mancher Spötter hat aus der Aktion hinausge­worfen ihnen seinen Tribut gezollt. Man sage natürlich auch nicht, sie seien interessanter als das Leben selbst, das sind sie so wenig wie andere Lieb­habereien, wie Briefmarkensammeln, Hundezucht oder Schachspiel, die alle höchstens dankbarer als das Leben sind, weil einfacher und daher leichter zu begreifen.

Heute sind die Geduldspiele etwas aus der Mode gekommen. Das waren sie schon oft. Aber gerade, wenn sie ganz aus der Mode waren, begann wie­der ihre Zeit. Nur die Ausübenden einiger Berufe sind es, die zu natürliche Beziehungen zu den Regeln aller Geduldspiele haben, als daß sie je von ihnen vergessen werden könnten. Schriftsteller zum Beispiel: denn was könnte es anderes sein als ein geradezu verteufeltes Geduldspiel, zu versuchen, aus einer schier unübersehbaren Fülle von Wörtern Sätze zu machen, die nicht nur einen scheinbaren Sinn, sondern wirkliche Tiefe, zündenden Witz und blendenden Verstand haben müssen, wenn sie brauch­bar sein wollen. Zum Glück gibt es für die an diese Galeere Geschmiedeten außer der richtigen Lösung auch noch andere, die Gefallen finden.

Kapuzen.

Eines Morgens wacht man auf, harmlos und nichtsahnend, geht aus die Straße und siehe da, alle Frauen (oder um nicht zu übertreiden, wenig- stens die Hälfte von ihnen) haben den Kopf in die Kapuze gehüllt. Es ist wie auf eine Verab­redung. Woher kommen mit einem Schlag all diese Kapuzen? Vorher waren sie nicht da. Auf einmal sind sie in Mengen vorhanden. Im Daviets be­wundern wir den Zauberer. Er krempelt sich die Aermet hoch und fördert aus einem vorbildlich erhaltenen Zylinderhut Sträuße und Girlanden zu­tage, auf Wunsch auch lebende Kaninchen. Dann greift er aus der Luft klingende Taler und bren­nende Zigaretten. Zaubernde Damen, die Vrefki- digitateusen heißen müßten (schnell zehnmal hintereinander herzusagen), sind auf der Bühne selten. Frauen zaubern lieber zu Hause. Ohne alle Apparate. Schwerer noch, sogar ohne Kleiderkarte. Aus nichts, aus weniger als nichts entstehen von heute auf morgen Kapuzen. Offenbar auch aus der Luft gegriffen. Konservativ und unbeugsam fah­ren mir Männer fort, brav an den Ohren zu frie­

ren. Dabei haben doch eigentlich wir die Kapuze erfunden. Aber das Gedächtnis der Menschen ist leider kurz, und das mit der männlichen Kapuze ist schon lange her. Damals hieß sie Gugel. Daher auch der Gugelhupf. Die Gugel hat sich, zur Ka­puze umbenannt, in die Tracht der Kapuziner ge­rettet. Kapuziner heißt in Wien ein Kaffee mit einem kleinen Schuh Milch (dieweil er dann so braun ist wie bas Gewand der Kapuziner). Andere Leute trinken den Kaffee ganz ohne Milch, auch ich. Das heißt, ich trinke ihn ohne Sahne. Das klingt feiner und kostet auch nicht mehr. O. Robolsky.

Orei Later um Anna."

Es ist zwar eine etwas dunkle Geschichte um die Herkunft der Tochter der verstorbenen Donka Stansky, aber davon wissen die biederen Bewoh­ner eines Dorfes an der bayerisch-böhmischen Grenze nichts. Diel me-hr bringt es sie auf, daß der heim gekehrte Dr. Fogg die bildhübsche Anna bei sich behält und Mit ihr zusammenlebt. Insbe­sondere die Frauen und Mädchen regen sich mäch- tig darüber auf und beeinflussen natürlich auch die männliche Dorfbevölkerung. So ist es kein Wun­der, daß Fogg tauben Oyren predigt, als er auf einem wüsten Stück Land Graphit findet und den Bauern vorschlägt, das Vorkommen genossenschaft­lich auszubeuten. Anna erfährt von allem und auch von dem Gerede, das über sie und ihrenOnkel Fogg" im Darf herumgetragen wird und will das Dorf verlassen. Aber zum Schluß renkt sich alles ein, Anna findet sogar ihren richtigen Vater und in Fogg endlich auch den geliebten Mann.

Der Film, der von Zügen eines feinen Humors umwoben ist und in hübschen Bildern das dörfliche Leben schiDert, ist einem Roman von Walther K l o e p f f e r nachgeschaffen, der unter dem Titel Fogg bringt ein Mädchen mit" vor eini­ger Zeit im Gießener Anzeiaer großen Anklana ge­sunden hat. In der geschickt besetzten Darstellung sieht man Ilse Werner als liebreizende Anna, die sich in natürlicher Bescheidenheit gibt und da- durch um so anzi'chender wirkt. Neben ihr steht in kraftvoller und klarer Männlichkeit Hans Stüw e als Dr. Fogg. lieber den Ameiser Theo­dor Daneggers, wie auch über seinen Haus­drachen Afra (Josephine Dora) gibt es vi-el und herzlich zu lachen. In Georg Vogelsangs Gfodmair und Beppo Brems Fenzl begegnet man zwei kraftvollen bäuerlichen Typen. Auch die übrigen Rollen sind glücklich besetzt. Regie führt Carl B o e s e. Sehr fein tmb künstlerisch gesehene Dorf- und LandschaftMlder erhöhen den Reiz des Filmwerks ungemein.

Gin Kulturfilm führte die Zuschauer nahe heran an große erdgeschichtliche Zusammenhänge, insbe- sondere an die Bildung unserer Gebirgszüge und brachte außerdem phantastische Silber aüs einer großen Felsenhöhle in den Alpen.

H. L. Neuner.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, Verlag und Druck: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., Derlngsleiter: Dr. Erich Hamann, alle in Gießen.

Im Alter von 59 Jahren.

Gießen, den 8. Februar 1940.

655D

sondern

Gießen-Wieseck, Lollar, den 7. Februar 1940.

652D

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In tiefer Trauer:

Emma Sack und Kinder sowie alle übrigen Angehörigen.

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Die feierlichen Exequien werden gehalten am Samstag, dem 10. Februar, vormittags um 7% Uhr. Die Beisetzung findet am selben Tage, vormittags um 11% Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt

Fr.LinkerS Sohn, Gießen

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Am 7. Februar verschied nach kurzer, schwerer Krankheit, ver­sehen mit den heiligen Sterbesakramenten, mein lieber, treu­sorgender Gatte, unser lieber Vater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel

Herr Heinrich Sack

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Heute morgen entschlief sanft nach kurzem Leiden unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel

Karl Schneider IV.

Reichsbahn-Oberzugschaffner 1. R.

Die Beerdigung findet Freitag, den 9. Februar, nachmittags 2% Uhr, vom Sterbehause Brunnengasse 12 aus statt.

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ncht durfte sich das Gebirge am Nordastrand- des Santes befinden, das Byrd wahrend feiner Kund- fahrt von 1829 vom Flugzeug aus entdeckte. Byrd hat auch schon die Blldvermessuna der Sukberaer. Bucht abaefchlofsen und das V°?hand°nK L weiteren Bucht östlich von Kap Colbeck na-haeprüst der er wegen des Wetters, in welchem er das Um ternehmen durchführt«, vorläufig den Namen Bucht der Stürme" gab.

E. G. Burggaüer gefallen.

Als Major der Luftwaffe und Kommandeur einer Jagdgruppe hat der frühere Rennfahrer Ernst- Gunther Burg g aller den Fliegertod gefunden. Burggaller, der im 44. Lebensjahr stand und be- reits im Weltkrieg beim Jagdgeschwader Richthofen als Offizier diente, war einer unserer erfolgreichsten Privatfahrer im Motorrad- und Automobilsport. Eine Zeitlang gehörte er auch der Auto-Union- Rennmannschaft an. Besonders im Kleinwagen hat Burggaller zahlreiche Erfolge errungen.

Neunzehn Todesopfer eines Erdrutsches in Spanien.

Ein schweres Einsturzunglück hat sich in dem Dorf Fuentes dx Cesna (bei Granada) ereignet. Gewaltige Erbmassen, die sich infolge anhaltender Regengüsse von einem Berghang gelöst hatten, b e - gruben elf H ä u s er der Ortschaft unter sich. Dabei wurden neunzehn Einwohner ge­tötet und zahlreiche andere verletzt. Man befürch­tet, daß das ganze Dorf verschüttet werden wird.

26 Tote bei einem Großfeuer auf einer französischen Zeche.

Än der KohlenzecheP a r e n t" dei M a r ch i e n- nes im Kohlenbecken von Charleroi brach in den frühen Morgenstunden des Donnerstag eine große Feuersbrunst aus. Bisher wurden 26 Tote und fünf Schwerverletzte gezählt.

Drei Hunderttaufendmarkgewinne auf Los Nr. 225 215.

Dn der Ziehung der 4. Klasse der 2. Deutschen Reichslotterie fielen drei Gewinne von 100 000 RM. auf das Los Nr. 225 215. Die Glücksnummer wird in der ersten Abteilung in Vierteln, in der zweiten und dritten in Achteln gespielt.

Volksschadling hingerichtet.

Am Dienstag ist der 30jährige Rudolf Bro- Müller aus Würzburg hingerichtet worden, den der besondere Strafsenat des Reichs- Berichts wegen schweren Raubes als Volks­schädling zum Tode und dauerndem Verlust der Ehrenrechte verurteilt hatte. Bromüller, ein viel- fach vorbestrafter Verbrecher, überfiel zusammen mit einem Komplizen unter Ausnutzung der Ver­dunklung heimtückisch einen 55jährigen Mann, dem er sich nach einer Zecherei als Begleiter auf­gedrängt hatte, und raubte ihm die Geldtasche.

Verbrecher paradies in bekanntem USA-lBinferfurotf.

Die Bundesgeheim Polizei deckte in dem bekannten Winterkurort Miami Beach (Florida) ein wah- res Derbrecherparadies auf, das hauptsächlich m i t Hilfe der korrupten städtischen Poli­zei florierte. Ihr gehörten sechs vorbestrafte Per­sonen an, die nicht entlassen wurden, obwohl die

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Bekanntmachung.

Die Strom- und Gasgelder im Stadt- und lieber- landgebiet sind nach den Lieferungsbedingungen grundsätzlich bei der Ablesung an den Erheber zu zahlen. Geschieht dies nicht, dann können die Strom- und Gasgelder noch innerhalb der nächsten 8 Tage ohne kosten an die Kasse der Stadtwerke Gießen, Gartenstraße 3, auf Postscheckkonto Frankfurt (Main) Nr. 277 07 oder auf die auf den Quittungskarten ver­zeichneten Bankkonten eingezahlt werden. Bei lieber- schreiten des Zahlungstermins müssen die Beitrei­bungskosten berechnet und entrichtet werden.

Dom 15. Februar 1940 ab wird die Strom- und Gaslieferung bei allen Abnehmern gesperrt, die die Strom- und Gasgelder für den Monat Dezember 1939 einschließlich kosten noch nicht entrichtet haben. Die Kosten der Strom- und Gassperre gehen zu Lasten der Säumigen. 646A

Gießen, den 6. Februar 1940.

Direktion der Stahlwerke Gießen.

Bekanntmachungen.

Zur Abgabe von Schlachtfetten.

Durch die Aufhebung der Bestellscheinpflicht für Schlachtfette ist die Freizügigkeit beim Einkauf von Schlachtfetten gegeben. Es ist dafür gesorgt, daß jeder Verbraucher das ihm zustehende Schlachtfett erhält. Es wird jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, daß in gewissem Maße auch Speck zur Versorgung mit herangezogen wird. 657D

Wichtig für Rückgeführte!

Die Betreuungsstelle des Gaues Hessen-Nassau für die Rückgeführten aus der freigemachten westlichen Zone befindet sich von jetzt ab bei der Gauleitung Hessen-Nassau der NSDAP, in Frankfurt a. M., Gutleutstraße 814, Adolf-Hitler-Haus. Der Gau- beauftragte, Ortsgruppenleiter Märker, ist daselbst Montags bis Freitags von 14 bis 18 Uhr zu sprechen. Die Ruckgeführten werden jedoch gebeten, ihre An­liegen möglichst schrifllich an die Betreuungsstelle einzureichen. _________________656D

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312 Gewinne zu 400 RM. 4 22357 22723 22803 26983 36- 50453 52845 57998 60671 6h 100667 102220 112472 117134 133081 134194 151562 155281 171232 179741 185630 192268 212820 213346 215539 217435 233269 236128 236983 237711 246951 252393 253175 258976 284085 285642 289206 290834 310860 310865 311408 318471 332401 334316 341099 351641 364190 367811 370359 381119 399319

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122581 126196 128517 130291 157334 163071 168527 170617 194421 202487 202801 205313 220507 225362 230185 232159 239050 239617 242247 243501 268850 275364 278868 279220 296725 297775 302070 307771 321358 324905 326598 328061 358622 361184 363317 363392 390380 392295 396214 397832

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289187 304338 _

21 Gewinne zu 1000 RM. 239269 305353 334564

72 Gewinne zu 500 RM. 39484 79515 114178 121630 171354 193530 232032 235465 327140 345560 349656 394047

206996 223799 2654dV

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300 Gewinne zu 400 RM. 1461 6740 13076 20000 23352

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159383 185809

219770 261428 288664 334482

370652 393565

117296 144339

172325 197282

242831

275591 321816

354325

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259882 280627

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Außerdem wurden 513 Gewinne zu je 300 RM 6558 Gewinne nu ie 150 RM aezo"en

44914 49042 52209 54573 55180 63705 ,^063

81712 87415 90493 100520 104207 104791 105548 10564?

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