Ausgabe 
7.12.1940
 
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Besuch in einem Mefferschnntt-Augzeugwerk

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logsszenen die wichtigsten Stationen preußisch.!

scher Geschichte, die entscheidenden Lahre L«

etwa zwischen 1862 und 1871: bas zieht vorder B wie ein Filrnbanb; der optische Eindruck wird tjj i

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Neue Bücher für -en Weihnachtstisch

Politik unb Geschichte

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175 g Maizena, 125 g Weizenmehl, 40 g Fett odr* 30 g O I, 80-100 g Zucker, 1 Ei, V* 1 entrahmt* Frischmilch, 1 Paket Backpulver, 150 g Marmelade«. Aus dem mit dem Backpulver gesiebten Maizena und Mehl wird unter Zugabe genannter Zutaten schnell der Teig zusammen gerührt, auf ein gut gefettetes Blech gestrichen, 10-15 Minute» im heißen Ofen gebacken, mit der Marmelade bestrichen und sofort aufgewickelt. Nach dem Erkalten schneidet man schräg* Scheiben und richtet sie nebeneinander auf flacher Schüssel a»

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vorgingnicht ohne Gefahr. Hans Thyri®.

Deutsche Erzähler.

Theodor Hae ring: Das LächelnLii

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Familien-Cat6 in Gießtn ->

gesteigert durch die Beigabe eines sorgfältig cjji

gewählten, zeitgenössischen Bildmaterials. Die r>w

artige Darstellungssorm ist, vor allem für den H zähler oder Dramatiker selbst, nicht ohne aber auch angesichts einer zunehmenden z» griffe- und Stilverwirrung, wie sie am bedenk^ sten aus dem Stoffmangel der Filmproduftion!«»

selber Soldat gewesen, die sunge, aufstrebende Bru- dernatiün galt ihnen lange Zeit als Vorbild. An­dererseits verfolgte man in Japan lange mit Sympathie diese Entwicklung der chinesischen Er­neuerungsbewegung, aber die endlosen chinesischen Wirren brachten Japan zu dem Entschluß, selber Ordnung auf dem Festland zu schaffen, wobei es notwendigerweise in den'* schärfsten Gegensatz zu dem chinesischen Nationalismus geraten mußte, der keine weiteren Einschränkungen der chinesischen Staatshoheit ertragen wollte. So steht m diesem Kriege das fortschrittliche China gegen das fort­schrittliche Japan und Lily Abegg stellt die ent­scheidende Frage, ob es dem von der Welt fast ganz abgeschnittenen West-China Tschiangkaischeks gelin. gen wird, sein Ziel der Erneuerung Chinas zu er­reichen oder ob der japanische Lehrmeister seine Verantwortung auf ganz China ausdehnen muß. Eine Prognose ist heute noch schier unmöglich. Im- merhin gewinnt man aus Lily Abeggs Buch ein von der landläufigen Meinung in manchen Punk­ten abweichendes sehr eindrucksvolles Bild der außerordentlichen Anstrengungen der Tschungking- Regierung auf allen Lebensgebieten, namentlich auch in sozialer und volkserzieherischer Hinsicht, um die Chinesen aus ihrer Lethargie zu rütteln und durch eine nicht nur in den Aeußerlichkeiten stecken blei« benbe Erneuerung in ihnen Nationalgefühl und Widerstandswillen zu stärken. Man erhält auch aus den Schilderungen Lily Abeggs von ihren viel- fachen Reisen hinter die japanischen Fronten einen Begriff von den unendlichen Schwierigkeiten, mit

zens, die Mut und Vertrauen weckt, well es an die schwierigen Dinge dieses Lebens mit !?n ;

alles besiegenden guten Willen herantritt und tin * * Br ben Schatten niemals bas Licht vergißt. Wir läuft 1

einen Namen machte. Der Jagbeinsitzer Mester- jchmitt 109 hat feine hervorragenden Flugeigen­schaften bei allen Kämpfen in diesem Kriege ge­nügend bewiesen. In seiner Weiterentwicklung hat das Flugzeug noch erhebliche Verbesserungen erhal­ten. Gerade bei den Kämpfen Jäger gegen Jäger ergab es sich, daß man die Me 110 heute als das beste und das schnellste Jagdflugzeug der Welt be- zeichllen kann. A

Die Me 110 ist ein einmotoriges Zerstörer-Flug­zeug. Es hat eine Besatzung von zwei Mann und gegenüber der Me 109 eine wesentlich größere Reichweite. Aus dieser Reichweite ergibt sich auch die Aufgabe dieses Zerstörers: Nicht nur den Feind von den Grenzen zu halten, sondern auch ties in Feindesland einzudringen und dort seinen Auftrag zu erfüllen. Die Me 110 ist mit mehreren Kanonen und Maschinengewehren schwerbewaffnet. Sie hat sich bei all ihren Einsätzen hervorragend bewährt. Sie ist den schnellsten feindlichen Jägern ebenbür­tig. Ihre enorme Steigfähigkeit erlaubt es ihr in wenigen Minuten schon die 5000-Meter-Grenze zu übersteigen. Dieses wie ein Jäger schnelle und wen­dige Flugzeug kann neuerdings auch als Bom­benflugzeug eingesetzt werden. Durch eine sinn­reiche Konstruktion können am Rurnvse dieser Ma­schine Bomben von erheblichem Kaliber angebracht werden, die es auf weitere Strecken mitführen und dank seiner Bewaffnung und Schnelligkeit von feindlichen Jägern ungehindert ans Ziel bringen kann. _ , , ,

Gerade jetzt, wo die deutsche Luftwaffe in sehr starkem Maße ihre Angriffe gegen die Rüstungs­zentren Englands fliegt, ist die industriernä- ßige Herstellung schneller unb leistungsfähi­ger Flugzeugtypen von größter Wichtigkeit. Ein Rundgang durch die Werkstätten und Montagehal- len eines der Messerschmitt-Werke gestattet einen Einblick in den Produktionsgang der serienmäßigen Herstellung. In den riesigen Werkhallen werben unter weitgehender Verwendung von automatischen Werkbänken die einzelnen Zubehörteile hergestellt. In ben technischen Werkstätten erfolgt der Bau der hochempfindlichen, technisch vollkommenen Apparate und Meßgeräte. In großen Montagehallen ist ein Heer von Arbeitern mit dem Zusammenbau der Flügel und Rümpfe, dem Einbau der Motoren und Waffen, der technischen Avparate unb Instru­mente beschäftigt. Nach einer Prüfung aller Teile, Geräte und Motoren und dem Einschießen der Waf­fen, erfolgt durch besonders bewährte Piloten das Einfliegen der Maschine. Hierbei muß sie be- weisen, ob sie allen an sie gestellten Anforderungen genügt und ob das Material von einwandfreier Güte ist. Erst nach dieser Kontrolle ist sie front- fähig. Die große Leistungsfähigkeit der deutschen Flugzeugindustrie, die erstklassige Qualität der Ma- schinen unb des Materials unb das hervorragende Können und der Schneid unserer Piloten und Flugzeugbesatzungen sind die Garanten dafür, daß Deutschland die erste Luftmacht der Welt ist und bleibt!

Herrn Liebeneiner. Verlag Eugen 6ilitb Heilbronn. Preis geb. 1,60 RM. (179) S fes Büchlein des bedeutenden Tübinger Philosopfn ist ben Kämpfern in der Heimat gewidmet. Gsi| W von jener schlichten und stillen Fröhlichkeit des fo

Berlin, 6. Dez. (DNB. Funkspruch.) Die An­griffe der deutschen Luftwaffe gegen England gaben uns Veranlassung, einem der bekanntesten Flug­zeugwerke Deutschlands, der Messerschmitt A. G., einen Pesuch abzustatten und uns von sei­nem Leiter und genialen Chefkonstrukteur Professor Messerschmitt einiges über den Aufbau und die Aufgaben des Werkes unb die Entwicklung unb Fabrikation feiner bekannten unb tausendfältig be­währten Flugzeugtypen erzählen zu lassen. Dabei hatten wir gleichzeitig Gelegenheit, eines der gro­ßen Messerschmitt-Werke in Süddeutschland ein- gehend zu besichtigen und uns von der außeror­dentlichen Höhe der Probuktionskapazität dieser Flugzeugwerke zu überzeugen.

Die Messerschmitt 21. (3. ist hervorgegangen aus dem in 1923 gegründeten Ude t-Flugzeug- bau, der später von ben 1926 entstandenen Bayerischen Flugzeugwerken äbgelöft wurde. Diese Werke, die 1938 in Anerkennung der großen Verdienste ihres Chefkonstrukteurs in M e s s e r s ch m i t t A.G. umbenannt wurden, haben einen wesentlichen Anteil an dem schnellen Auf­bau der jungen deutschen Luftwaffe. Besonders der Jagdeinsitzer Messerschmitt 109, der heute unbestritten als bester unb schnellster Jagd­einsitzer der Welt gilt, ist der Standard-Jäger der deutschen Luftwaffe. Mit diesem Flugzeug, mit dem die Moelders, Wick und Galland so überragende Erfolge erzielten, riß der junge Flugkapitän Wen- bei den absoluten Geschwindigkeitsrekord an sich. Beim Feldzug in Polen wurde auch der zwei­motorige Zerstörer Messerschmitt 110 eingesetzt, der sich als geradezu hervorragendes Kampfmittel erwies. Es fei nur an die erste große Luftschlacht in der Deutschen Bucht erinnert, wo von Messerschmitt Flugzeugen nicht weniger als 36 modernste Wellington-Bomber abgeschossen wur- den. Erwies sich an der Nordsee bas Messer­schmitt-Flugzeug als absolut sichere Abwehr-Waffe gegen feindliche Bombenangriffe, so waren die Messerschmitt-Jäger im Westen ihren Gegnern vom

.Das Reich, Idee und Gestalt, Fest­schrift für Johannes Haller zu seinem 75. Geburts­tag. Herasgegeben von Heinrich Dannenbauer und Fritz Ernst. Verlag I. G. Cotta, Stuttgart. Preis in Leinen geb. 12,50 RM. (208) Zu einer Ehrung des bedeutenden Tübinger Historikers, der vor dem Welkrieg auch einige Jahre an unserer Gießener Universität gelehrt hat und sich durch eine Reihe mutiger politischer Schriften wieDie Aera Bülow" uno wesentlicher historischer Werke wie Die Epochen der deutschen Geschichte",Tausend Jahre deutsch-französischer Beziehungen" undDas Papsttum" auch weit über den Kreis der gelehrten Welt hinaus sich einen Namen gemacht hat, haben sich hier Fachgenossen, Freunde und Schüler vereinigt, die ihre den verschiedensten Zeiten angehörenben und den verschiedensten Gegenständen gewidmeten Auftätze doch alle unter einen bestimmenden Ge­danken gestellt haben: Das Reich. Das zeichnet die­

ses Sammelwerk vor Dielen ähnlichen Publikatio­nen aus. Und vielleicht ist es die Aufgeschlossenheit unserer bewegten Zeit für historische Entwicklungen und Wandlungen, oaß wir in manchem dieser Auft sätze, so fern uns das in ihnen behandelte Thema zu liegen scheint, eine ungeheure Aktualität spüren, ohne daß uns diese von ben Autoren besonbers nahegebracht wäre. Das gilt um nur einige Bei­träge herauszugreifen von dem fesselnden Auf­satz bes Frankfurter Historikers Matthias Geizer über die Anfänge des römischen Weltreichs und'den Ausführungen bes Grafen Schenk von Stauffendera über ben Reichsgebonken Kon­stantins nicht minder wie für ben Aufsatz bes Ber­liner Historikers Robert Holtzmann (ebenfalls früher in Gießen) über bte Jtalienpolitik ber Me- rovinger und bes Königs Pippin, für bie Arbeit Der Reichsgedanke zur Zeit ber Karolinger", bie ber Wiener Altmeister ber mittelalterlichen Ge-

benen die japanischen Armeen in d?n von Ihnen besetzten chinesischen Gebieten zu kämpfen haben, in denen die Bevölkerung, soweit sie nicht wie bie meisten begüterten und einflußreichen Kreise nach Westen abgezogen ist, durch immer wieder austre­tende nationalistische Propagandisten und irregu­läre Truppen Tschiangkaischeks in ihrer passiven Resistenz gegen die japanische Besatzung bestärkr wirb. Aber Lily Abegg läßt sich keineswegs zu vor­eiligen Schlüssen verleiten. Sie sieht sehr wohl die außerordentlichen militärischen Machtmittel, die trotz äußerster Anspannung doch sehr großen wirtschaft- lichen Möglichkeiten, bie weltpolitische Situation Japans uno verkennt auch telneswegs die starke sittliche Kraft, bie Japan für feinen Ordnungsge- danken einzusetzen hat. Mit warmem Gefühl schil- bert Lily Abegg ben inneren Umbruch im chinesi­schen Volke, aber sie sieht auch klar alle Schwierig­keiten und Wiberstänbe, die in der Natur des Chi­nesen liegen und aus ber Abdrängung auf die westlichen Provinzen erwachsen. Besonders festelnv sind die Persönlichkeiten Tschiangkaischeks und Wangtschingweis charakterisiert und der Kreis der führenden Männer und Frauen um die beiden Widerparte der chinesischen Erneuerungsbewegung geschildert. Ihre Darstellung ist bei aller sachlichen Begründung ungemein lebendig und plastisch. So kann man sich keinen interessanteren und zuverläs­sigeren Führer durch das Labyrinth der ostasiati- fchen Probleme wünschen als dieses Buch

Dr. Fr. W. Lange.

Wnas Erneuerung.

Dr. Lily Abegg: Chinas Erneue­rung. Der Raum als Waffe, mit zahlreichen Bildern und Rattern Preis in Seinen gebunden 7,50 RM. Sozietäts-Verlag Frankfurt am Main (113)Wir haben schon mehrfach auf dieses Buch hingewiesen, weil seine Verfasserin uns zu ben bestunterrichteten Kennern der verwickelten Verhältnisse Ostasiens zu gehören scheint. Ihnen kann man nicht allein von der politischen oder .wirtschaftlichen Seite her beikommen. Wer das tun wollte, bliebe an ber Oberfläche haften. Lily Abegg, bie als Rorrefponbentin berFrankfurter Zeitung" jahrelang in Japan unb bann auf b-em chinesischen Kriegsschauplatz bie Gelegenheit genutzt hat, bie Probleme Ostasiens zu erforschen, ist ben tieferen Grünben bes chinesisch-japanischen Konflikts nach- gegangen unb findet bie Wurzel bereits in einer Zeit, als Japan von bem kulturell bamals weit überlegenen China besten Kultur empfing, bie bie Japaner als Ueberfrembung zu empfinben began­nen, als sie sich ihrer ^eigenen Kraft bewußt wur­den. Aus dieser Zeit, in ber ber bemokratischen Be- amtenhierarchie in China ein mittelalterlicher Feu- batftaat in Japan gegenüberftanb, blieb ben Chine­sen bas Gefühl der kulturellen Ueberlegenheit, bas sie heute noch auf bie Japaner herabsehen läßt, ohne zu bemerken, baß die große Erneuerungsbe- mepmg um die Mitte des vorigen Jahrhunderts aus Japan einen modernen Staat gemacht hat, der trotz ipan<)er Reibungen unb Unausgeglichenheiten doch im Großen gesehen es verstanden hat, alle ihm wesentlich dünkenden Errungenschaften der west­lichen Zivilisation wie Wissenschaft, Technik, Wirt­schaft, Milikärwesen in die eigene tief im Völkischen gegründete und hieraus auch immer wieder neue Kräfte schöpfende Kultur einzubauen. Auch China mit dieser durch die westlichen Anregungen berei­cherte Idee zu durchdringen und damit die mehr als 400 Millionen des chinesischen Volkes und die ungeheuren wirtschaftlichen Möglichkeiten des chine­sischen Raumes der modernen Entwicklung zu er- schließen, ist die höhere Jde^ in dem Kampf, den Japan auf sich genommen hat, weil es der Mei­nung ist, daß sich nur ein großer Block der ost- asiatlschen Völker im Kampf gegen die weiße Welt behaupten könne. Auch ber chinesische Nationalis­mus, ber »von Sunjatsen begründet wurde und heute in Tschiangkaischek seinen Führer sieht, will die Erneuerung Chinas, aber er sieht sie als Ziel eines revolutionären Freiheitskampfes und lehnt bie japanische Führung ab. Die Führer des fort- schrittlichen Chinas haben zu einem guten Teil in Japan ftubiert unb finb bort wie Tschiangkaischek

Durch den Krieg hat sich auch Deutschlands Stel­lung in ber Welt so grundlegend geändert, daß wir es nicht mehr nötig haben werden, mit Rücksicht auf bie Ausfuhr über den großen Teich zu schielen. In Amerika, wo Del und Benzin fließt, mag man sich darüber streiten, ob dasGesicht" eines Wa­gens wie ein Palästinahaus oder wie eine Rubens- sche Damenfigur aussehen soll, damit man möglichst Diel Betriebsstoff oermenbe. Wir Deutsche können ber Wett jetzt die Früchte unseres eigenen Gei­stes anbieten, unb ber schafft nicht süßlichen Jugend- (til, sonbern auch im Fahrzeug strenge-, klare Linien, ebenbürtig ber Willensarchitektur in den Städten unb Straßen Abolf Hitlers.

Typ Moräne, Curtiß, Hurricane und Spitfire stets überlegen.

Das geistige Schaffen der Messerschmitt-Werke spiegelt sich nach außen hin In der Zahl und in ber Art ber dem Unternehmen gehörigen Patente, lieber nicht weniger als 70 deutsche Patente ver- fügt heute die Messerschmitt A.G. Während wett über 300 angemeldete Patente sich noch in Nach­prüfung befinden. Diese Erfindungen beziehen sich auf bas Gebiet ber Konstruktion, auf Aero- bnnamit, Fertigung, Meß- unb Waffentechnik usw. Auf dem Gebiete ber Aerobynamik hanbelt es sich vor allem um Erfindungen, bie sich mit ber Stei­gerung bes Auftriebes unb ber Erhöhung ber Kipp­sicherheit befassen, ferner um Verbesserungen ber Steuerung unb ber Flugleistungen. Aus ber Fülle ber Erfindungen mag vor allem ber (5 i n I) o l m flügel genannt fein, besten Konstruktion eine größere Trägerhöhe unb einen größeren Flügel­innenraum mit sich brachte. Die S ch w i n g u n g s« sicherheit ist ein befonberes Merkmal dieser Flügelbauweise, mit ber auch festigungs-technische Vorteile oerbunben sind. Zu den bahnbrechenden Erfindungen der Werke gehört weiter das Ein - b e i n s a h r w e r k, die das Einziehen des Fahr­gestells erleichtert und größere Geschwindigkeiten ermöglicht, sowie die Rumpfschußbauweise, deren Vorteile fertigungstechnischer Natur finb. Die aus Leichtmetall bestehenben Rumpfteile, bie links unb rechts elngebörtelte Spanten besitzen, können schußweife aneinanbergefügt werden. Weiter ver­dient der endlose Patronengurt hervor- gehoben zu werden.

Die Messerschmitt 108, 109 und 110 sind Flug­zeugtypen, die als Ergebnis einer jahrelangen For­schungsarbeit des Erfinders alle Vorzüge und Vor­teile in sich vereinen. Niedriges Baugewicht, höhere Festigkeit und Geschwindigkeit bei geringer Moto­renstärke. Die Messerschmitt 108 ist das unter dem NamenTaifun" bekannte Ganzmetall-Kabinen­flugzeug, das bei Flugveranstaltungen in allen Tei­len der Welt größte Erfolge erzielen konnte und sich

sich auf die vermeintliche Dummheit des Käufers am Ueberlie-ferten kleben, daher unnötig hohen Wi­derstand haben und ein Drittel bes Kraftstoffs un­nütz vergeuten. Die Industrie wird es nach bem Kriege auch gar nicht mehr nötig haben, die An­klänge an Ine Entwicklung bes Kraftwagens aus ber Pferdedroschke beizubehatten. Sie wird vielmehr chre Fahrzeuge nach Jngenieur-Erkenntnisten zweck­mäßig gestalten können. Denn nach dem Kriege wird eine solche Nachfrage nach Kraftwagen herr­schen, baß auch ungewohnte, aber technisch rich­tige Formen sich verkaufen lassen. Die Run- denmasse wird dann rasch bie Vorteile für ihren Geldbeutel erkennen und sich um so leichter daran gewöhnen

schichtsschreibung Msons Dopfd) beigesteuertfo nicht minder für die Beiträge aus der neueren schichte wie den des Stuttgarter Professors Göring über Deutschland, Oesterreich unb :15 Haus Habsburg ober ben Aufsatz des Gieß^, Professors Kurt Borries über eine Episode Iln welthistorischer Bedeutung aus dem italienifa,. Freiheitskampf 1859, die auch auf das Problem Einkreisung interessante Schlaglichter wirft, Cfr schließlich die bis in unser eigenes Erleben himj ragende Untersuchung des Innsbrucker Prosts Reinhard W i 11 r a m über das Reich unb die kl tischen Deutschen. Diese bei aller Wissenschaft!!^ ; Sachlichkeit doch durchaus gegenwartsnahe !F fchichtsschreibung, wie sie in den hier zusanMi-, I getragenen Aufsätzen sich äußert, verdient auch i^r bie fachlich interessierten Kreise hinaus rege y 'r teilnahme. Dr. Fr. W. Langt j fR

Rolf Lauckner: Bismarck. Der jd

zum Reich. 223 Seiten mit 93 Abbildungen. Pcw,^ N banb 3,80 RM. Verlag F. Bruckmann, mündhJ E (240) Lauckner, als Dramatiker feit bekannt, hat schon in seinen letzten Büchern ,jg| ER Leben für ben Staat" (Friebrich ber Große) Preußische Liebesgeschichte (Prinz Wilhelm 4 Elisa Rabziwill) ben neuen Stil erprobt, der qj bas jüngste, bereits verfilmte Buch auszeichnet: vereinfachte Drehbuch als Lesebuch, der Film t||- Lektüre, so könnte, wenn es nicht parabor iw ber von Lauckner zum Prinzip erhobene SJerw genannt werben. InBismarck" gibt er in om kurzen, volkstümlichen, anekbotifch gespitzten W .

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ten uns benken, baß gerade zum Weihnacht! : dies anmutige und nachdenkliche Büchlein man.fti] eine willkommene Gabe für eine Stunde stiller kk! finnung fein wirb. Fr. W. Lanxr. !

Walbemar Vonscls: Di e k l in gerbt Schale. Märchenbilder und Traumgestatten. 8- bunben 4,80 RM. (Deutsche Verlags-Anstalt, gart-Berlin.) (192) Nächst feinen Tier- Walbgefchichten hat sich Waldemar Vonsels mit n H fo sehr die Liebe feiner ßefergemeinbe erworben w mit jener Art des ihm eigentümlichen, poefwcCtt, von Witz und Ironie durchleuchteten Märchis. dessen Inbegriffs dieBiene Maja" ist Aus ditj« Geiste stammt fein neues Buch. Doch nicht nn Märchenbilder", sondern auchIraumgeftadn* verspricht uns der Dichter, und so setzt er neben te naiv fabulierte Phantasiestück einen Lobgesang as die Natur, neben die einfache Legende eine so nr- finnige Erzählung wie die Titelgeschichte, bei iil bas Lauschen nach dem Sinn der Schöpfung iai bes von Menschenhand Geschaffenen den TonM bestimmt. Ein wohlüberlegter Aufbau ordne! üt Siebenzahl der Geschichten zum eindrucksviü» Sternbild: Die drei großen, bebeutungsfdjnwrr Phantasiestücke vom Moortinchen, von der Rlinr«- den Schale und vom Knaben am Meer bilden M sam eine Achse, um die sich die vier schlichteren « heiteren Märchen symmetrisch reihen. Welchen 12 den Vorzug gibt der lauteren Legende oom pich der Teja oder dem entzückenden Koboldmöich Klien, das wird jeder Leser für sich entsäM Alle aber werden sie darin übereinstimmen, daß Natuxseligkeit unb Menschenliebe mit bichtechq* Abel unb Humor bie schönste Verbindung elnge-i* ' gen sind.

Heinrich Zillich :Ärippe ß üi und der Feuermann." Eine Geschichtc Kinder. Mit 4 farbigen Vollbildern und 30 (Hf Zeichnungen von Mariatheresia von Rebay. 1 Leinen gebunden 3,80 RM. Verlag Albert ßan^fl1 Georg Müller, München. Im tiefen Wald fW bas Männlein Kripp-Kripp unb bie Wurzelig Lor-Lor ein frohes unb zufriebenes Leben. 6 zeigen auf bem Jahrmarkt ihre luftigen KM bas Männlein hat einen riefenlangen Bart, 0 bem es allerlei vergnügliche Posten treibt, und W Frau zerbeißt bie Nüfse, baß Die Schalen fM4 unb zerfchneibet mit ihrer messerscharfen Nase ceM was ihr in ben Weg kommt. Ihre Rinber, W Bürschlein Krippe-Lore unb besten Schwester Lst Krippe stellen so viel Unfug an, baß sie halb roetJ bafür bekannt finb. Krippe-Lore hält mit j* Jahren schon bie Spatzen zum Narren unb bifi-« ber Kuh ben Melkeimer an ben Schwanz. 21b a breijter er sich zeigt, in um fo größere FeinW gerät er mit bem Schlachter Feuermann, vor | schließlich Hals über Ropf mit seinem Freunde | sinke! in bie Frembe fliehen mu^ Die fröhLiA ; unb traurigen Abenteuer, bte sie beibe unter off ' zu bestehen haben, bis sie in ber großen Stab»' fangen und wieder nach Hause zurückgebracht