Ausgabe 
7.12.1940
 
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7/8. Dezember 1W

3um125. Geburtstage Adolr von Menzels.

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Am 8.'Dezember 1915, vor 125 Jahren, mürbe tn Breslau der große deutsche Maler Adolf von Menzel geboren, wnfer Bild zeigt die am 1 Fe­bruar 1905 gestorbeneKleine Exzellenz" im Ar­beitszimmer. Wir verweisen auf die in den Fa­milien blättern vom 7. Dezember erscheinende Wür­digung des Künstlers. (Scherl-Archiv-M.)

I Jetzt sparen- " 1*1s_Päter,

WANDERER- RAD

Gießener Anzeiger iGeneral-Anzetger für Oderheffen)

Zweites Blatt

Krieg hat den Kraftfahrern, auch jenseits

Der

Sonnte

Mr Hans und Lenchen.

.Bon Hilde Hürstenberg.

3n

10,- 8,- 6,- 4,- 4,-

nacb Grimo weiter.

II bis 1.60. so

We'te Steife eines Lachses.

Saroki, einem Ort an dem russischen Fluß im Süden des Weißen Meeres, wurde ein gefangen, von dem man feststellen konnte.

nach Grims Leiter.

kauft!

In Wyg Lachs

r bis 17.80 t: Miete!

ipchec

r- einander doch nicht zu denken ist, ja vielleicht h einmal ins Rampenlicht der Weltbühne ge- n wäre

lefe wahrhaft dramatische Verknüpfung, die man iller Zukunft nicht mehr wird übersehen dürfen, ns sich von dem Augenblicke an, da Friedrich n seinenBunbesaenossen" an Persönlichkeit il Genialität turmboch überlegen an die Spitze

Die wirtschaftliche Form ist aber die mit kleinstem Luftwiderstand und gering­stem Gewicht Die Forschungswagen von Ever- ling^lAutoschau 1938) sowie von Kamm und Schlor lAutolchau 1939) beweisen, daß bei strömungstech. nilch richtiger Gestalt an Benzinersparnis und Ge­schwindigkeitszuwachs weit mehr zu erreichen ist als

Den kleinsten Luftwiderstand hat der Schlor- Wagen, der etwa die Form eines halben Luftschiffs besitzt; in der hinteren Spitze ist der Motor unter­gebracht. E v e r l i n g hat ein übliches Fahrgestell mit vornliegendem Motor verwendet und sich die Aufgabe gestellt, es so zu verkleiden, daß die Bau­länge geringer wurde als bei der Serienkarolfie- rung. Er hat aus diesem Grunde das spitze 5)erf einfach senkrecht abgeschnitten Die Hinterwcmb ähnelt also der herkömmlichen Form, ist aber mit einer besonderen Vorrichtung versehen, die der Ab­lösung und Ausbildung von Wirbeln an dieser Stelle entgegenwirkt und dadurch den Luftwider­stand vermindert. Der Kamm-Wagen' hat einen besonders starken, gleichfalls vornliegenden Motor; seine fietfform liegt" zwischen denen von Everling und Schlor, sein Luftwiderstand ist so groß wie beim Everling-Wagen.

Diese Forschungsarbeiten, die vom Reichsver» kehrsministerium tatkräftig^ gefördert wurden, zei­gen nun. wie der Kraftwagen nach dem Kriege wirtschaftlich gebaut werden kann. Wenn alle Fahr-

Ar trat die der 23'ährigen Königin von ^Ungarn LrZrbe strittig machen wollten. Man lasse es sein, süidiese Jahre, wie später für den Siebenjährigen

i-iqin* den Degen zog. Und diese wieder fühlte b blutmäßia als pflichtgebimdehe Erbin einer et en Ueberlieserunq, die im Geiste der Zeit ge- stark im Hausmachtgedanken wurzelte, aber itj zugleich viel reichllch's Gedankengut in sich il h Es war sonach auch deutsche Tradition, ir sie gehorchte, als sie den Kamps aufnahm, um ihn urnähliaem anderen Länd»rbesitz das blü- li^e deutsche Schlesien zu behaupten, darüber hin- M aber ihrem lothringischen Gemahl den Weg zur !a erfrone zu öffnen, die die Vorfahren zuerst 1273 if bann ununterbrochen durch 300 Jahre getragen

setzlichkeit oder die Vorsehung, oder wie wir sonst das Unerklärlich nennen, sind so weise, daß sie alles gegenwärtig haben Es ist ihnen einfach alles be­kannt, sie umschließen es, für sich da etwas >u verlangen, ist eigentlich eine große Unverschämtheit aber was bleibt uns sonst hier unten übrig?

Was Heißt: unten, unsere Masse gelten für die Unendlichkeit gar nicht.

Während ich derartiges in ineiner armseligen Gehirnwerkstatt übersegte, sah ich fortwährend zum dunkler werdenden Nachthimmel auf. .

Es ist keine rechte Art zu sagen: Der Du bist im Himmel er ist dach überall zu fordern: Zu uns komme Dein Reich wir sind stets mitten drin, und es ist immer da zu bitten: Dein PZllle aeschehe? Es gibt gar keinen anderen!

Ich umsaßte den Birkenstamm. rüttelte ihn hin und her, und er schwankte oedilldiq ein wenig, es war wie geaenfeit'ges Händeschütteln

Leicht und wohl im Gemüte fuhr ich meinen Schubkarren über das jeden Laut verschlingende, nun schneebedeckte Gras, das samtene, fnürbare Finsternis unter mir geworden war, die sich von selbst erhellte, dem Hause zu

So ober so. es wird mit der Birke und mir und allem richtig werden, es ist schon alles recht.

Die Birke.

Von Walter v. Molo.

Als ich mit meinem vollgeladenen Schubkarren vor der kahlen Birke ankam, um ihr zu helfen, war es Nacht geworden. Schnell kippte ich um, leerte die Erde aus und ebnete mehr nach dem Gefühle als nach dem Augenmaß mit der Schaufel die mich beunruhigende Einsenkung um den Stamm

Nichts war weithin zu vernehmen, nur den von mir angerichteten fahlen Fleck sah ich im feucht niedergesunkenen, herbstlich entfärbten Gras, auf das die ersten Schneeflocken um mich niederwirbel­ten. Müde stützte ich mich an den nahen glatten und kalten Stamm einer anderen Birke An ihm empor blickte ich zum sternenlosen Himmel auf. Vielleicht wird es der Birke schaden, dachte ich, wird die Erde sie ersticken, die ich soeben um ihren Stamm gehäuft habe? Da jetzt die Säfte im Baum schwach sind, wenn nicht genug Feuchtigkeit zu ihr niederdringt, kann es ihr Abbruch tun.

Fragend blickte ich zum verhängten Himmel auf, vor dem die zarten leeren Aeste über mir sich fin­ster abzeichneten Dom Himmel und der Nässe, die er spendet, hängt alles ab, alles hängt vom Himmel ab Um jeden einzelnen Baum muß er sich küm­mern, um jedes Gesträuch, um jeden Grashalm, weithin, um alles auf der ganzen Erde.

Sonderbar, sagte ich halblaut vor mich hin und schüttelte meinen Birkenstamm ärgerlich und be­wundernd, ihr alle treibt und vergeht, wie er es will Er kann sich doch gar nicht um jeden einzel­nen von euch sorgen, in der Art, die wir uns oor- zustellen vermögen aber er tut es doch Nicht^nur mit jedem Tier und jedem Manschen, sondern auch mit den vielen unzählbaren Sternen und Sonnen und ihren Systemen tut er es in gleichem Maße, alles, einfach alles, auch alles, von dem ich nicht weiß, und das ist das meiste, hängt von ihm ab. Das kann man nicht fassen, aber ich spüre es

Er kann nicht alle Wünsche hören, geschweige sich merken, jeder will etwas von ihm. vertraut ihm an, was er möchte, Kluges und Dummes, was ihm wirklich oder vermeintlich fehlt Er vernimmt es doch wohl, er weiß alles, er sorgt sich auch um meine Birke. Gott ober die Allmacht, oder die Ge-

o ftrantfuiiii ers Gießen,!, n Quittung.

30,-

daß er eine ungewöhnlich lange Wanderung hinter fich hatte Der Fisch trug an feinem Körper ein Metallplattchen auf dem die WorteZooloaifcher Garten Oslo. Nummer 133" eingeprägt waren Als man Erkundigungen bei der Direktion des Zoologi­schen Gartens von Oslo einzog, eraab sich, daß der Lachs tatsächlich von der Hauptstadt Norwegens ans feine Reise anaetreten und selbständig über 3000 Klometer im Meere zurückgelegt hatte. Er mußte die ganze Küste Norweaens entlanggefchwommen sein, dann die Barents-See erreicht und schließlich durch das ganze Weiße Meer den Fluß Wyg. der in dem südlichst-m Teil mündet, aefunben haben, nm hier dem Angelhaken eines Fischers zum Opfer zu fallen. C. K.

Oer Kraftwagen nach dem Kriege

von Dr. Emil Everling, Professor an der Techniken Hochschule Äerlim

P schönste ist

.Was wünscht du dir, Lenchen?" fragt Hans öJid) leise

(ie schüttelt ratlos den Kopf.Das Rotkäppchen '? eicht? Ober die Eisenbahn?"

Die Eisenbahn?" Hans ist entrüstet.Eisenbahn ! nicht für kleine Mädchen, die ist für Jungens h er .Damit kommst du ja doch nicht zurecht h fällt sie bestimmt immer aus den Schienen, und lirm kommt sie auch nicht auf den Berg, weil du 8' imcht genug aufgezogen- hast Dazu hast Du ia »n keine Kraft"

Ich habe genau so viel Kraft nne du sagt das ?n,chen fest, und dies muß dem kleinen Bruder £r wahr erscheinen, denn er widerspricht nicht leicht ist das an einem jmfteren Tag einmal ichen ihm und dem Lenchen ausprobiert wor-

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.Aber die Eisenbahn kannst bu trotzbem nicht Mummen", beharrt er.

[8 bis 21 W gghtattu«

Ilaria Theresia und Friedrich der Große

proteflor Dr. h c Edmund Glase von Oorstenau Staaism nister a. O. Generalmajor im Oderkommando d r Wehrmacht

Warum nicht?"

Weil ich fie haben will"

Das Lenchen ist nicht streitsüchtig und über­läßt dem Bruder gern die Eisenbahn.Ich kann auch ebenso gut das Rotkäppchen nehmen ."

Sie stehen plötzlich noch einen Auaenblick und chauen. dann sagt das Lenchen plötzlich:Wir müssen jetzt reingehen."

Bist du ganz sicher, daß du das Rotkäppchen haben willst?" fragt Hans vorsichtshalber noch ein­mal. / - , , . _ .

Sie nickt nur und ergreift ihn bei der Hand Gleich darauf stehen fie, beide im Laden und fchauen v-rtrauen^voll zu der 93erfänferin auf. Sie 'st schlank und groß und ganz hellblond, und das Len­chen denkt: ,£)b es vielleicht ein verkleideter Engel ifP"

Fräulein", sagt sie schüchtern, aber ganz ernst­haft,wir möchten die Eisenbahn bestellen und das Rotkäppchen "

Das Fräulein schaut in der Kinder ernsthafte Ge­sichter und ist einen Augenblick im Zweifel.Ja" sagt sie schließlich,für wen darf ich es aufschrei­ben

Für Hans und Lenchen."

Nun lächelt das Fräulein und muß offenbar einen wichtigen G-banken zu Ende denken denn es acht zur Seite und sieht an den Kindern vorbei Dann kommt sie zurück.Das genügt aber noch nicht" sagt fie.ich muß euren anderen Namen auch wissen Wie beißt ihr denn noch?"

.Ach das brauchst bu gar nicht zu wissen" er­widert das Lench->n. großzügig,das kommt schon an Im vorigen Jahr ist es auch richtig anqekom- men "

3a. schon recht, aber weißt bu, bas ist doch wegen dem Bezahlen'"

Lenchen ist erschüttert von io viel Unverstand Beinahe mitleidig richtet sie die großen blauen Augen auf die VerkäuferinBezahlen?" lagt sie Das braucht niemand zu bezahlen. Das bekommen wir doch vom Christkind "

Und zuversichtlich ergreift sie des Bruders Hand und gebt mit ihm wieder aus dem Laden. Es war doch kein Engel, denkt sie, sonst hätte sie es wis­sen müssen.

Sons mrb Lenchen stehen an einem großen Schau­der und drücken ihre kleinen Nasen platt, sie sind .JäisdjenfhH' und in Anschauen versunken. denn f ir drinnen hinter der Glasscheibe ist em herunter» 'l' llenes Stück aus dem Himmel zu sehen Aus

n Weihnachtshirkimel! Da stehen Rotkäppchen und kr Wolf, io schön, als ob sie beide lebendig wären, in Schneewittchen mit Zwergen sitzt vor einer lütte unb auf einer Wiese ist eine Gänsemagd mit pulen Don einem Berg herunter kommt eine pmbabn und verschwindet spurlos in einem [irPIen Tunnel kommt plötzlich wieder hervor. Ft zwischen Bäumen und Bauernhöfen dahin kl krabbelt schließlich wieder auf den Berg, um kr dort ihre Fahrt von neuem zu beginnen. In h<r Ecke ist Geburtstagskaffee bei den Puppen p fehlt aber auch nichts, es scheint wirklich ein Pwildlicher Haushalt zu sein Tassen und Teller, p ecke und Servietten. Gläser und Kannen und kr Blumen stehen auf dem Tisch Und wie die p~ien alle herrlich angezogen sind! Dem Lenchen boif das Herz, unb es weiß nicht, welche von allen

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1Naeh eihH da freitrai w n3 Wn Siej ft> sowie! M in fp? ^von 2-5 i

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muß M ;jkr y, Schuldfragen aufzuwerfen Was beide, der sein. W->ße und die' Oesterreicherin vollbrachten, war IHik- deutsche Schuld, sondern deutsches Schick- " Der Preuße hatte vom grimmigen Vater ein

meisterhaft bezwang. Die Rollen waren, wenn man es so sehen will, gegenüber dem ersten Ringen ein wenig vertauscht. Mana Theresia gehorchte, politisch eher im Angriff als in der Abwehr, dem brennend schmerzhaften Gefühl, das goldene Schlesien zurück- geroinnen zu müssen, und nicht der Ueberlegung, sondern der Instinkt der Frau unb Mutter sagten ihr, daß mit dem Schicksal dieses Landes auch das Schicksal des Reiches für sie und ihr Haus entschie­den wurde. Friedrich hingegen wußte, daß es dies­mal, gegenüber der von seiner großen Gegnerin ge­führten Koalition, nicht bloß um eine Provinz, son­dern um die Zukunft des ganzen Königreiches ging Eine entfcheidende Lösung durch die Waffen blieb so recht eigentlich in dem Kampfe aus, der im übrigen, ebenso wie die ersten Kriege zwischen den beiden, durch die Verquickung mit dem britisch­französischen Ringen um Amerika und Indien, e i n richtiger Weltkrieg war Zwei große histo­rischeZufälle", der Tod der Zarin Elisabeth und der Sturz des älteren Pitt, hatten wesentlichen An­teil am Ausgang Es ist aber doch so: nur gegen­über einer Widersacherin vom Format der Oester- reichenn konnte sich der tödlich bedrohte Preußen- könig im Strahlenkranz so gewaltigen Heldentums der Mit- und Nachwelt erweisen. Dies gereicht auch den beiden Armeen zum Ruhme

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sei, der ihr Freude gemacht habe. Auch dieses Be­kenntnis entsprach Gesinnungen friderizianischer Prägung. ' 4

So ist es denn ein Gebot jeglicher künftiger, wahrhaft großdeutscher Geschichtsbetrachtung: wer einer der beiden großen Führerpersönlichkeiten jener Tage gedenkt, wird es nicht mehr tun können, ohne sich auch der anderen zu erinnern, lieber gewaltige Klüfte hinweg reichen sich, was sie im bemnie getan hatten, im Denken der zum erstenmal Ünd endgültig geeinten Natron zwei wesensverschie­dene und doch so daseinsnahe Gestalten unserer Ge­schichte die Hand wie der Preuße Friedrich und die Oesterreicherin Maria Theresia, diese zwei großen deutschen Menschen.

bei den sogenannten Stromlinienwagen, die neuer­dings vielfach angeboten werden.

Eine Grundregel der Strömungslehre besagt nämlich, daß ein Körper nur bann von der Lust glatt umschlossen wird, wenn er an der Vorder­seite möglich st gut gerundet ist. Bestnden sich aber vorn schon Vorsprünge, wie Scheinwerfer­kanten, freisteheirde, halboffene Kotflügel und dgl., so legen sich die Lustfäden nicht mehr glatt um den Wagenkörper. Sie reißen vielmehr ab und lösen sich in Wirbel auf. Dann kann aber auch das schönste, glatteste und schlankste Heck nach Art eines Flug­zeugrumpfes oder halben Luftschiffs nicht mehr viel einbringen. Ist dagegen dieSchnauze" des Wa­gens schön rund und glatt, vermeidet man auch die Vorsprünge an den Seitenwänden, wie Fen­sterrahmen und Türgriffe, dann schmiegen sich die Lustfäden. wie bei einem neuzeitlichen Flugzeug, überall gut an und folgen zur Verjüngung des Hecks nahezu bis zur hinteren Spitze oder Schneide.

Die Folge ist, daß die meisten handelsüblichen Stromlinien" nicht viel -weniger Luftwiderstand haben als ein gut gestalteter Wagen herkömmlicher Bauart, wie etwa der bekannte Opel Olympia. Solche Formen sparen daher nicht so viel Benzin ustd steigern die Höchstgeschwindigkeit nicht so erheb­lich, wie es bei wirklicher Luftwiderstandsvermm- berung möglich ist. Diese wirkt sich erst bei höherer Geschwindigkeit aus. Daher ist die Meinung ent­standen. das müßte so sein. Die erwähnten For- fchungswagen zeigen aber daß man schon bei schneller Straßenaeschwindigkeit, etwa 50 km/h, er­heblich an Brennstoff sparen kann

unserer Grenzen, gezeigt, wie nützlich es märe, m i t weniger Kraftstoff auszukommen, R e i fe n v e r schl e i ß zu vermeiden und den Motor zu schonen. Hat der einzelne bisher, der übernommenen Modeform des Kraftwagens zu­liebe, höheren Aufwand für Benzin in Kauf ge­nommen, so wird er künftig bereit sein, sich auch mit einer ungewohnten Gestalt zu befreunden, falls sie nur im Verbrauch wirtschaftlich ist. Denn wenn er für eilte bestimmte Strecke nicht viermal, sondern nur dreimal tanken muß, so spart er nicht nur so viel Geld, daß er davon seine Garagenmiete laufend zahlen kann, sondssrn auch den Aufenthalt des Tankens; das bedeutet aber, in Strecke umgerech­net, einen Vorsprung von etwa 20 Kilometer. Außerdem braucht ein Motor, der weniger Benzin frißt, auch entsprechend seltener Del und Wortung, weil er ja nicht so stark angestrengt wird. Schließ­lich gestattet eine wirtschaftlich zweckmäßige Wa- genform. die gleiche Höchstgeschwindigkeit mit etwa zwei Drittel der Motorleistung zu erzielen. Da nun die meisten Käufer fragen: Wie schnell ist der Wa­gen?, so kann man ihnen die gleiche Geschwindigkeit bei einem günstig gestalteten Fahrzeug mit wesent­lich schwächerem, also billigem Motor anbieten.

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$r einigen Wochen rundeten sich zwei Jahr- Serie seit der Thronbesteigung Mana The- ii| a s. und in diesen Tagen wetden es 160 Jahre [n seit Die große mütterliche Fürstin -bei [bin für eine so lange Reise recht schlechten Wet- m die Ewigkeit hinübergeschlummert ist.

Ad Das Jahr zuvor hatte sie, im Kampf um das Husche Erbe mit Dem alten Fritz einen letzten jsiuh, allerdings auf diplomatischem Boden, aus- Men und mit demgarstigen Manne" hinter w Rücken ihres Sohnes Briefe gewechselt, um

Den Willen des Kaisers und Mitregenten iw neuen Bruderkrieg hintanzuhalten Unb |ieb r i d) her Große der fie schon in feinem |nment von 1768 eine Frau genannt hat. in ber |r sehr wohleinen großen Mann erblicken jf?" rief ihr nun ins Grab die oft zitiertenMorte 1Sie hat ihrem Thron Ehre gemacht unb p[i ganzen Geschlechte, ich habe mit ihr Krieg Mitt, aber ich bin nie ihr Feinb gewesen " »efer Ausspruch bes alten Königs kennzeichnet jjEragöbie jener Epoche deutscher Geschichte bes- jjcls es dicke Wälzer zu tun vermöchten: daß U beiden B e ft e n d e r Nation aus unbe­wegbarem inneren Pflichtgebot einander ein Men- Malter als Gegner gegenüberstehen mußten k ft aber zugleich der verläßlichste Wegweiser

Die vielverschlungenen Pfade geschichtlichen ^uens hinweg, ein Wegweiser hurch das Dickicht sichtlicher Betrachtung, das allenthalben wuchern jEte, ehe die Schöpfung des Großdeutfchen Rei- M den Blick ins Land einer unbefchwerten. tn WTiefen ber beutfchen Seele wurzelnden Erkennt- Ärreigab Nun ist bie Stunde da, die es erlaubt, Mlekennen baß bie Vorsehung mit Friedrich und Heia Theresia in schicksalhafter Zeit zwei Men-

refia nahm bas Bündnis mit dem Erbfeind ihres Hauses keineswegs als seelisch tiefgreifende Ange- legenheit, eher als Last, wie es Friedrich der Zweite zwanzig Jahre früher zeitweilig auch tat. Dennoch hat Roßbach den Preußenkönig so recht erst zum deutschen Helden emporgehoben. Nun brauchen wir mit ber Meinung nicht zurück.zuhalten, baß bie Oesterreicherin bennoch auch nach Roßbach eine wahrhaft oorbilbliche beutsche Frau geblieben ist.

In ber inneren Politik war Friebrich der erste Diener des Staates; Mana Theresia ihrem Lande gegenüber vor allem bie fraulichste aller Mütter, jener regierte mit ber Staatsräson des auf­geklärten Absolutismus, dessen glänzendster Ver­treter er war Die kaiserliche Mutter nannte ihren Sohn, der es dem Preußen aleichtun wollte, zu Zeiten eineGeisteskokette" und waltete ihres Re- gentenamtes, wie sie ihres Amtes als Mutter wal­tete in ihrer vielköpfigen Familie. Trottdem gingen gerade die innerpolitischen Wege in ihrer Grund­haltung bei aller Verschiedenheit der staatlichen Or­ganismen weitgehend parallel mit denen bes gro­ßen Königs und die Erfolge ber Kaiserin waren, an ber Spröbigkeit bes Materials gemessen, nicht wesentlich geringer Am Enbe ihre^ sozialen Wir­kens steht eine fälschlich bem Sohne zugeschriebene, urtümlich beutsche Tat, ber erste Schritt jur gro­ßen Bauernbefreiung den sie früher Jat, als irgendein Gewalthaber ihrer Zeit. Sie royfbe als Frau geboren unb konnte bem großen Gegner im Felde nicht selbst entgegentreten (wie sehr sie es auch in hinreißendem Harn ein ober bas andere Ma! heraufbeschwor). 2Ityrals sie tn alten Tagen bie Leitung bes Heeres schweren Herzens ihrem Sohne überließ, geschah es mit ber Bemerkung^daß

** ' ttge Zweig ber Staatsgeschäste gewesen Freude gemacht habe. Auch dieses Be-

Rein menschlich war die Kaiserin mehr deutsch litt - Bewußtsein als ihr großer Gegner. Die Anerken- es der einzig nung, daß jemand em ehrenhafter deutscher Mann sei, konnte jnart aus ihrem Munde unvergleichlich öster vernehmen als aus dein des großen Friedrich.

in bie deutsche Verganaenheit gestellt hat, die [eaneinanber kämpfen mußten und beren Größe

Ihrem Heere hat sie mit Ausstrahlung bis in den Bünbniskrieg 1914/18, bie beutsche Dienstsprpche festgesetzt, mit ber es bis bahin in ber schon fecty buntscheckigen Armaba nicht zum besten bestellt war. Als sie, bei Dettingen, allerdings vergeblich um das deutsche Elsaß focht, jubelte ihr bie Natiwa zu. Im Siebenjährigen Kriege rocyibte .sich daniMhohl bas Blatt. Die Koalition von Versailles war Ebenso eine Frucht Der Kabinettspolitik wie bas Abkommen von Westminster. Sie bot aber dem genialen königlichen Feldherrn die Möglichkeit, Frankreich bei Roßbach, im Herzen Deutschlands, zu schlagen. Maria The-

zeuge so aussähen, könnten jährlich Treibstoffe im Werte von etwa zwei Millionen Reichsmark ge­spart werben!

Sobalb bie Verkleidung vernünftig gestaltet ist unb nicht mehr, wie bisher, ein Drittel ber Lei­stung roieber wegbremst, wäre es natürlich ein wirtschaftlicher Unfug, bem Durchschnittskäufer stär­kere Motoren 'als 35 bis 40 PS anzubieten D<mn mit biefer Leistung kann ja eine Höchstgeschwindig­keit über 120 km/h erzielt werden, unb für bas Bergsteigen wie für bas Beschleunigen im Stabt- verkehr reicht sie völlig aus. Ein stärkerer^ Motor ließe sich fast gar nicht ausnutzen; er wäre nur teurer in Anschaffung unb Verbrauch, Wartung und Versicherung.

Ein noch größerer wirtschaftlicher Unfug wäre es, wollte man weiter Fahrzeuge bauen, bie mit Rück-

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jniqreid) ber Grenzstriche" geerbt, dessen gebiets- inf machtmäßiger Unterbau in keinem Verhältnis M* BiD zu den hohen staatsbildenden unb sozialen i Dienstag,ttßdOen, die der geheimnisvolle Schoß branden- teresumi binzlsch-preußischer Erde barg unb bie zuerst unter zhMz unb bann unter Bismarck so mächtig in bie 'ne schießen sollten; er gehorchte diesen geheim- Üicolau- P? °[,n Kräften, als er 1740 wider diearme :UCKSAcdi rühl. Gieliji

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^id)t gegenüber ber Mittelmäßigkeit des Bayern, Jr? ern nur geaenüber bem Wiberpart ber feenhaft M'ouchienben Persönlichkeit Friebrichs konnte Die Of:°rreicherin. verlassen von allen, auch von den . . M ten ihrer greifen Ratgeber, zu einer menich- pSuB»31 und staatsmännischen Größe emporwachsen. Au(i5i bie fie später wohl gehalten, aber nie mehr über- ___ ' .M-en hat

rTLi i i-hnl'ches gilt für Den Preußenkönig, als er. im LThr , C beniähnaen Krieg, sich wie ein ge- Miete! Wild umstellt fühlte und trotzdem Die Sage

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