Ausgabe 
7.12.1940
 
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nung unter Führung -er Achsenmächte ein. So bür» i fen mir, ohne uns voreiliger Ueberheblichkeit schul-1 oig zu machen, die Marburger Behring-Feier als ein Zeichen für das unbändige Kraftbewußtsein des | deutschen Volkes nehmen, das sich keineswegs aus­gibt in der ungeheuren militärischen und wirtschaft­lichen Anspannung dieses Krieges, sondern mitten im Kriege auch seine aus großer Tradition geborene kulturelle Verpflichtung fühlt, die eine jo unver­mindert starke Anziehung auf alle schöpferischen Geister des Auslandes ausübt, wie es die Marbur­ger Tage gezeigt haben.

Daß die Welt nicht stille steht, weil die britischen Friedensstörer sich mit der Ausschaltung Englands aus den europäischen Dingen noch nicht abzufin­den vermögen, wird auch auf einem ganz anderen Gebiet als dem des wissenschaftlichen Zusammen­wirkens der Völker immer deutlicher sichtbar. Auch im wirtschaftspolitischen Bereich haben die letzten Tage Ereignisse gezeitigt, die für Charakter und 'Methode der Neuorientierung des von den Fesseln der britischen Plutokratie befreiten Europas rich­tungweisend sein werden. Ein vom britischen Fi­nanzkapitalismus speziell jüdischer Prägung be­sonders bevorzugtes Gebiet war der Südosten. Die soziale Nüctständigkeit der Völker des europäischen Südostens, die man gern alsAnspruchslosigkeit" pries, das entnervende politische Intrigenspiel der Parteien in den meisten Südoststaaten und die un» fruchtbare Uebcrspitzung der nationalen Gegensätze zwischen diesen Staaten boten den rechten Boden für die großzügigen Fischzüge des britischen Finanz, kapitals. Die Anleihen, die die Londoner City in die südosteuropäische Wirtschaft pumpte, waren poli- tisch zweckbestimmt. Die Wucherzinsen, die man nahm, sorgten dafür, daß die mit dem englischen Goldseaen beglückten Völker aus der finanziellen Knechtschaft, die gleichbedeutend war mit politischer Abhängigkeit, niemals herauskamen. Griechenland ist heute noch ein schlagendes Beispiel dafür, das Rumänien des verflossenen Königs Carol II. war es Ein Netz von Agenten des britischen Intelligence Service leitete die britischen Pfunde, in die rich­tigen Kanäle und in die Taschen derjenigen Poli­tiker, die gewissenlos genug roaten, die Interessen ihrer Geldgeber über die nationalen Erfordernisse ihres Vaterlandes zu stellen. In die Wirtschaft des Südostens verpflanzten die Engländer ihr Kolonial- fyftem skrupelloser Ausbeutung. Aus den reichen Bodenschätzen dieser Länder wurde mit dem gerinn- sten Aufwand das Höchstmögliche herausgeholt. An der Hebung des Lebensstandards oder gar' des kul­turellen Nweaus der Bevölkerung lag den briti­schen Kapitalisten nichts, die ihr Geld in die Un­ternehmungen der Balkanländer steckten. Im Ge­genteil, sie wollten einen hohen und schnellen Ge­winn, jede Verbesserung in der Lebenshaltuna der einheimischen Arbeitermassen wäre diesem Zweck zuwider gewesen. Sie waren auch brutal genug, durch Preismanipulationen und Betriebsstillegun­gen einen Druck auf die Regiexungen auszuuben, wenn man dort begann, gegen den englischen Stachel zu locken. Zudem gab die empfindliche Ab­hängigkeit der südöstlichen Nationalwirtschaften, namentlich des vorwiegend agrarischen Rumäniens von den schwankenden Weltmarktpreisen der Lon- doner City eine weitere Handhabe, diese Länder ohne Rücksicht auf deren eigenes Wohlergehen poli- tisch und wirtschaftlich fest am britischen Gängel­band zu halten. Man braucht sich nur der Kalami­täten zu entsinnen, die Rumänien mit dem Absatz feines ungeheuren Weizenüberschusses hatte oder an die unfairen Manipulationen zu erinnern, die die britischen Kapitalisten in der rumänischen Erdöl- wirtschaft anstellten, um die Bukarester Regierung der britischen Politik gefügig zu machen. Der Auf- kauf von Rohstoffen und Lebensmitteln durch eine eigens zu diesem Zweck gegründete Gesellschaft, die die aufgekausten Vorräte einlagern sollte, war ein wesentlicher Teil der britischen Kriegführung ge­worben. Man wollte auf diese Weise Deutschland den Brotkorb höher hängen und sich schon für die bald erwartete Friedenszeit ein Wirifchaftsmono- Sol verschaffen, das England gestatten sollte, in den ann kommenden Jahren großen Bedarfs die auf- gespeicherten Vorräte zu Wucherpreisen an den Mann zu bringen.

Deutschland hat diesem unterirdischen Treiben der Agenten des britischen Plutokratenklüngels ein schnelles Ende bereitet, unterstützt durch die Einsicht südosteuropäischer Staatsmänner, die das Verhäng­nisvolle dieser von England eingeleiteten Operation begriffen hatten und klar erkannten, daß eine wirt­schaftliche Zukunft ihrer Länder einzig und allein in enger Anlehnung an den großdeutschen Wirt­schaftsraum und in der Förderung reger Wechsel­beziehungen mit diesem gesichert sein kann. Man nehme als Beisviel nur Jugoslawien, in dessen Außenhandel im Monat Oktober, für den die letzten Zahlen vorliegen, Deutschland mit dem Pro­tektorat mit 66,76 v. H. der Einfuhr vor Italien, Ungarn und Rumänien und mit 38,30 v. H. der Ausfuhr vor Italien und der Schweiz weitaus an der Spitze stand. Nicht viel anders liegt es mit Bulgarien und sogar mit Griechen­land und der Türkei, wo England alle Minen springen lieh, um den deutschen Handel zu verdrängen. Aber auch hier ist das Gebot der natürlichen wirtschaftlichen Zusammenhänge stärker als kurzsichtige politische Konstruktionen. So bezog Griechenland noch kurz vor dem Kriege fast das Vierfache an Waren aus Deutschland roie ihm Eng­land liefern konnte und führte mehr als das Drei­fache nach Deutschland aus. Deutschland stand damit ebenfalls weitaus an der Spitze in der griechischen Handelsbilanz. Besonders enge Beziehungen ver­binden schon seit Jahren die deutsche und rumä­nische Wirtschaft. Im ersten halben Jahr 1940, allo noch vor dem politischen Umschwung in Ru­mänien, lag Deutschland mit 60 v. H. der Einfuhr und 40 v. H. der Ausfuhr an der Spitze. Es führte für 10,9 Milliarden Lei Waren nach Rumänien ein und bezog von dort Waren im Wert von 10,6 Milliarden. Aber die wirtschaftlichen Beziehungen beider Länder, die sich auf so vielen Gebieten auf das glücklichste ergänzen, erschöpfen sich ncht im gegenseitigen Warenaustausch. Das zeigt das soeben DcröffenthdjteProtokoll über die deutsch-rumä­nische Zusammenarbeit bei der Durchführung eines Zehnsayresplans für den Aufbau der rumänischen Wirtschaft". Es soll einmal handelspolitisch den rumänischen Erzeugnisien auf dem deutschen Markt ein sicheres Absatzgebiet mit angemessenen und von wirtschaftlichen Ärtfeif unabhängigen Preisen klaf­fen. Rumäniens Wirtfchcrft, die namentlich durch den einseitigen Anbau von Weizen und Mais außerordentlich empfindlich auf die oft spekulativen Preisschwankungen auf dem Weltmarkt reagierte, fall von diesen gefährlichen Zufälligkeiten unab­hängig gemacht werden. Da die gleiche Tendenz auch in dem ebenfalls in diesen Tagen zwischen Deutschland und Italien abgeschlossenen agrar- politischen Abkommen zutage ttitt, sehen wir hier in der Regelung unseres wirtschaftlichen Verhält- Visses zu unseren Nachbarn ein ähnliches Prinzip

ll-Vooi versenkt vier feindliche Handelsdampser mit 13300 IM.

Der Wehrmachtbericht Vom Freitag.

Berlin, 6. Dez. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3m Sübatlanlit kam es, wie bereits be- kanntgegeben, zu einem Seegefecht zwischen einem deutschen und einem britischen Hilfskreuzer, in dessen Verlauf das britische Kriegsschiff schwere Beschädigungen erlitt. Ein U-Boot versenkte vier feindliche Handelsdampfer mit insgesamt 13 300 BRT. Davon wurden zwei aus einem Geleitzug herausgeschossen.

3n der^ Nacht zum 5. Dezember griffen Kampf­flugzeuge London, Birmingham und Southampton an. 3n allen drei Städten wur­

den kleinere und größere Brände als Folgen des Bombenabwurfs beobachtet. 3m Laufe des Tages beschränkte sich die Tätigkeit der Luftwaffe auf Lin- zelStörangrisfe gegen London und einige weitere Ziele in 5üb- und Wittel-England. 3d der Nacht zum 6. Dezember waren wiederum London und Portsmouth das Ziel deutscher Luftangriffe. Das Verminen britischer Häfen wurde fortgesetzt.

Fernkampfbatterien der Kriegsmarine und des Heeres beschossen wirksam einen feind­lichen Geleitzug ostwärts Dover.

Einige britische Flugzeuge flogen in der Nacht zum 6. Dezember in das westliche Reichsgebiet ein, ohne Bomben abzuwerfen. Die G e f a m l v e r - lüfte des F indes betrugen gestern zehn Flugzeuge, davon 6 im Luftkampf. Sieben eigene Flugzeuge werden vermißt.

Was Ausländer in England sahen.

Stockholm, 6. Dez. (Europapreß.) In der Nacht zum Freitag haben starke deutsche Luftfor- mationen ununterbrochene Angriffe gegen eine noch Ungenannte Stadt im Südosten des Landes durchgeführt. London erlebte zwei Angriffe. Schon im Laufe des Donnerstags war die Bevöl­kerung durch zwei größere deutsche Luftangriffe in die Luftschutzräume geschickt worden. König Georg hat am Donnerstag in zwei Städten intensive deut­sche Luftangriffe erlebt. Er war in Begleitung von Innenminister Morrison in Portsmouth und Plymouth, die beide von der deutschen Luftwaffe angegriffen wurden, als König Georg mit der Be­sichtigung früher bombardierter Stadt- und Hafen­teile beginnen wollte. Der König war gezwungen, beide Male die Luftschutzkeller auszusuchen.

Der Londoner Berichterstatter vonSvenska Dagdladet" schreibt dazu:Es bleibt niemandem mehr verborgen, daß die deutsche Angriffstaktik zur Zeit auf eine Zusammenarbeit zwischen U-Bootsastgriffen auf die Zufahrtswege nach England und Luftangriffen auf die englischen Produktionszentren hinausläuft. Die englischen Fahrzeugverluste sind groß. Auf dem Er- näyrungsgediet ist die geringe Kenntnis, die man von den Wirkungen der Angriffe hat, erstaunlich. Die Reserven werden in einem solchen Maße angegriffen, daß sich die Auswirkungen auf die Produktionskapazität in wichtigen Industrie­zweigen bemerkbar machen. Seitdem die Angriffe auf London nachließen, werden konzentrische An­griffe auf solche Städte gerichtet, die für d i e Flugzeugfabrikation und die Zufuhr

von Bedeutung sind, nämlich Coventry, Liverpool, Bristol und Southampton. Ich habe fast jeden die­ser schwer heimgesuchten Orte gesehen. Was für Coventry gilt, gilt auch für Bristol und South­ampton. Enorme Vernichtungen und ein vollkommenes Chaos. Dies trifft besonders für Bristol und Southampton zu. Es ist durchaus keine malerische Uebertreibung von Feuerwehr­leuten, wenn sie die Nächte so beschreiben, daß Brandbomben wie Konfetti von Sonnen- Untergang bis zum Morgengrauen auf die Erde regneten.

lieber die Wirkung der Luftangriffe auf South­ampton sagt der Londoner Berichterstatter der Zei­tung ,,Uj Magyarsag":Eine derartige gründliche Zerstörung habe ich noch niemals gesehen. Gewal­tige Mengen von Lebensmftteln wurden vernichtet. Man kann nur mit größten Schwierigkeiten völlig unzureichende Lebensmittel einkaufen. Die Gas-, Elektrizitäts- und Wasserversorgung hat aufgehört. Auch die Hafenanlagen bieten ein Bild schrecklicher Verwüstung. Aber schon heulen wieder die Luft­schutzsirenen auf; ein neuer Angriff kommt aus dem Westen." Auch der Londoner Berichterstatter der Madrider ZeitungABE" sagt:Southampton war eine lebendige und arbeitsame Stadt. Jetzt- ist sie in einigen Stadtteilen ein großer Trümmer­haufen. Noch immer fallen die brüchigen Wände zusammen, und die Atmosphäre wird von den dauernden Explosionen erschüttert, mit denen die Pioniere die vom Einsturz bedrohten Gebäude sprengen. Es werden noch einige Tage vergehen, bis das Zentrum der Stadt wieder zu begehen ist."

Rumäniens neue Wirtschaftspolitik.

Bukarest, 7. Dez. (DNB. Funkspruch.) Der rumänische Unterftaatsfetretär für Presse und Pro­paganda, C o n st a n t i n, behandelt in der Legio­närszeitungBuna Destire" die neue deutsch-rumä­nische Wirtschaftsvereinbarung und schreibt, die Wirtschaftspolitik Rumäniens gründe sich jetzt eben­so wie die unter der Herrschaft König Carols I., auf die natürlichen Raumbeziehungen üno volkswirtschaftlichen Wirk lichkei- t e n. Sie schalte alle Börsen- und Finanzspekula- tionen aus. Die von Deutschland unter äußerst gün­stigen Bedingungen gewährten Kredite seien im Gegensatz zu denen Der Vergangenheit produk­tive Darlehen, durch die es möglich sein werde, das Land auf allen Geoieten der Wirtschaft m i t den modern st en technischen Anlagen und Maschinen auszustatten. Der so oft herbei­gewünschte gehobene Lebens st andard des rumänischen Volkes insbesondere der großen Masse der Landwirte, könne nun Wirklichkeit werden.

DieActiuner" schreibt zum gleichen Thema, die bisher Rumänien gewährten Kredite Hätten stets nur dazu gedient, das Defizit des Staats­haushaltes auszugleichen. Die natürliche Folge derartiger Anleihen fei die immer stärkere Verschuldung und Verarmung des Lan­des gewesen. Die Wirtschaftsvereinbarung mit Deutschland stelle den Beginn einer neuen Wirtschaftspolitik dar, die unter Berück­sichtigung der internationalen Wirtschaftsinteressen Rumäniens der zukünftigen Entwicklung des Lan­des diene. DiePorunca Vremii" meint, die deutsch- rumänische Zusammenarbeit auf wirtschaftlichem Gebiet habe vor allem in dem großen Umfang, der

durch das neue Abkommen festgelegt sei, für beide Seiten Vorteile. Sie könne nur als ein Segen an­gesehen werden.

Engländer betrogen den rumänischen Staat um 2 Millionen Lei.

Bukarest, 7. Dez. (DNB. Funkspruch.) Gegen die früheren Leiter der Petroleum-Gesellschaft, '21 ft r a Römana, bis auf einen sämtlich Eng­länder, wurde ein Verfahren wegen Be­trugs zum Schaden des rurnänifchen Staates ein­geleitet. Das Gericht stellte jetzt fest, daß die Astra Romana durch Erdölbohrungen, die in das Gebiet des Staates hinübergriffen, im Laufe der Jahre den rumänischen Staat um zwei Millionen Lei geschädigt hat. Die Auslieferung der geflüchte­ten verantwortlichen Leiter der Gesellschaft wurde beantragt.

Verdeutschung der magyarisierten Namen auch in Rumänien.

Bukarest, 6. Dez. (Europapreß.) Der Leiter der deutschen Volksgruppe in Rumänien, Andreas Schm idt, hat in einer Unterredung mit General Antonescu, Vizepräsident Horia Sima und dem Iustizminister Michael Antonescu den Er­laß eine's Dekrets über die Verdeutschung magyari- sierter Namen von Angehörigen der deutschen Volksgruppe in Rumänien besprochen. In einem Aufruf der deutschen Volksgruppe in Rumänien sind nun die Ortsgruppenleitungen aufgesordert worden, sämtliche Volksgenossen zu melden, die magyarisierte Namen tragen.

wiederkehren, das sich schon in unserer Binnen- wirtschaft vor allem für unsere Landwirtschaft segensreich ausgewirkt hat: die Marktordnung mit ihren stabilen Preisen und ihrem gesicherten Absatz.

Nur eine solche Gewähr vermag auch der rumä­nischen Wirtschaft die festen Grundlagen zu geben, auf denen sich ein Zehnjahresplan von dem Ausmaß des für Rumänien vorgesehenen aufbauen läßt. An feiner Spitze steht die Hebung der land­wirtschaftlichen Produktton. Wir haben hier vor einigen Wochen schon einmal bargelegt, daß in weiten Teilen des Landes noch heute der Holzpflug das Handwerkszeug des rumänischen Bauern ist. Jede Intensivierung bedarf also vor allem einer ungeheuren Mengen landwirtschaftlicher Maschinen, für deren Anschaffung eine Summe von 30 Mil­liarden Lei vorgesehen ist. Auch die bereits einge­leitete Umstellung von der bislang herrschenden Getreidemonokultur auf Indultriepflanzen und Fut­termittel, für die der deutsche Markt fast unbegrenzt aufnahmefähig ist,, bedarf erheblicher. Investitionen. Deutschland wird nicht nur gegen langfristigen Kre­dit die notwendigen Geräte und Maschinen liefern, sondern auch Fachleute zur Verfügung stellen, die ben rumänischen Behörden mit Rat und Tat zur Seite stehen werden. Die gleichen Grundsätze sollen auch für die deuttch-nrrnänische Zusammenarbeit zur Förderung der industriellen Erzeugung und zum Ausbau des rumänischen Verkehrsnetzes gelten. Der Prinzip elle Unterschied zwischen der deutschen Kre­ditpolitik, die durch die Lieferung von Maschinen erhebliche Werte in der rumänischen Wirtschaft in­vestiert, um die Erzeugung zu steigern, und damit die Lebenshaltung der Bevölkerung zu hebet, be­strebt ist, und der rein finanzkapitalistisch ausge­richteten britischen Anleihepolitik einer Gott fei Dank nun auch für Rumänien überwundenen Epoche liegt klar auf der Hand. Das nationallozia- listtsche Wirischaftsprinzip will den eigenen Wirt­schaft»- und Lebensraum starken, aber nicht auf

Kosten der anderen Völker^ sondern indem es ihnen die Hand reicht zum Ausbau ihrer Nationalwirt­schaften, deren natürliche Reichtümer nur der Er­schließung durch einen modernen Produkttonsappa­rat bedürfen, um einer fleißigen und intelligenten Bevölkerung materiellen Wohlstand und nationale Kultur zu sichern. So zeichnen sich in dem Abkom­men mit Rumänien wie in den Abreden über eine Intensivierung der landwirtschaftlichen Zusammen­arbeit zwischen Deutschland und Italien die Grund­linien einer neuen europäischen Gemeinwirtschaft aus, die die ganze Mannigfaltigkeit des Bedarfs wie der Erzeugung unter einen großen ©eneralge- danken stellt und von hier aus planvoll aufein­ander abstimmt. Das Zeitalter der künstlichen Auf­spaltung und Zerreißung des europäischen Konti­nents geht seinem Ende entgegen. Die europäische Revolution gegen die Herrschaft des Geldes, w e sie politisch und wirtschaftlich in der angelsächsischen Plutokratie sich repräsentiert hat, wird unter deut­scher Führung die europäischen Völker zu -einer Gemeinschaft nutzbarer Arbeit zusammenschlie­ßen, die die icherste Bürgschaft für nationalen Wohlstand und eigenständige Kultur fein wird.

Dr. Fr. W. Lange.

Zlalienische Geienangriffe in Albanien.

Der italienische Wehrmachtbericht.

Rom, 6. Dez. (DNB.) Der llalienlfche Wehr- rnachlbericht vom Freitag hat folgenden Wortlaut:

3n Albanien fetzt der Feind, der Verstärkung auch von anderen Grenzen herangezogen hat, fei­nen Druck n^nehmlich auf unserem linken Flügel fort. Unsere Truppen haben Gegenangriffe durch, geführt. 3m Verlaufe der Kampfe haben sich die Divisionen Arezzo und Venezia über jedes Lob er-

Zürcher Dreistigkeiten.

bnn unsrer berliner Schriftleilunq. I

Die Schweizer Presse lebt fast ohne Ausnahme noch in der Stickluft demokratischer und plutokra- < tischer Einrichtungen. Infolgedessen wirst sie mit der Miene des Mannes, der stets zuspät kommt, di« . Fensterscheiben derer ein, die im neuen Geist und 's mit frischem Mut daran gehen, eine andere Welt? zu bauen und für sie zu kämpfen. Don der bekann- ten Meckerei, die sich die Organe d efes kleinen Landes gegen alles, was im großen Deutschen Reiche geschieht, erlaubest, wollen wir hierbei ab- sehen. Ihr Gekläff beweist nur, daß wir reiten. Aber wenn diese Presse die Ehre unserer deutschen Waffen besudelt, muß sie erwarten, daß mit ihr Fraktur gesprochen wird. Dor einiger Zeit hat d- Neue Zürcher Zeitung" schon eine derb« Abreibung erhalten, weil sie einen Bericht ihres Londoner Korrespondenten gebracht hatte, in dem dieser Scribifax ganz im Churchill-Sinne hämische Bemerkungen über die Taten der deutschen Luft, roaffe machte. Jede veraniwortungsbewußte Schrift, leitung hätte es sich dreimal überlegt, ob sie die'« Aeußerungen zur Veröffentlichung und damit zur öffentlichen Diskussion für reif hielt. Nicht so die Neue Zürcher Zeitung". Auf d e scharfe Zurück­weisung antwortete dieses Organ mit einer Fest- stellung, daß die deutsche Presse die Churchill-Mei« I nung ihres Londoner Korrespondenten niedriger ge­hängt hätte.

Wer aber geglaubt, daß Besserung eintreten I würde, sieht sich gröblich getäuscht. Mit der Vev bocktheit des schlechten Gewissens läßt jetzt die Neue Zürcher Zeitung" ihren Londoner Korrespon. deuten abermals und im gleichen Sinne zu Wort | kommen. Er schreibt über Coventry: ,Hch muß be- ftätigen, nachdem ich Coventry gesehen habe, ba| f die deutschen Angriste ebenso wie im Fall von Loir. | don nicht so sehr auf militärische Ziele wie au| Fabriken, sondern vielmehr auf Terrorisierung ab­dielten. Das Zentrum der Stadt, von dem ein Teil dem Erdboden gleichgemacht wurde, enthielt prak- tisch keine Fabriken, sondern nur Läden und Wohiv j Häuser." Am gleichen Tage berichtet der Londoner' Korrespondent der schwedischenNya Dagliat Alle-| h.anda" genau das Gegenteil und auch bte nord- amerikanische Press* wie die übrigen Nachrichteiv agenturen haben bestätigt, daß mit Coventry ge-" rabe die für die Rüstungsindustrie tätigen Fabriken zerstört wurde.Es ist ein Frontalangriff auf die Industrie", sagte noch am 5. Dezember der Unter- ftaatsfefrc*».*r im englischen Luftfahrtministerium. Wenn der Londoner Gewährsmann derNeuer Zürcher Zeitung" im Solde Churchills oder der en$. lischen Presfepropaganda steht, wenn er also nicht unparteiisch, nicht neutral, nicht wahrheitsgemäß be- richten will, bann hatte dieNeue Zürcher Zeitung'' die allereinfachste Anstandspflicht, ihm auf Die Fiir. ger zu sehen. Da das Zürcher Blatt trotzdem die Schmüdungen, die aus englisch-jüdischen Gistkanr- incrn stammen, gegen die deutsche Wehrmacht zu wiederholen wagt, müssen wir annehmen, baß es als Feind bes Deutschen Reiches betrachtet zu wer- ben wünscht. Dann aber sollen die Herren nicht \t bummbreift ihreNeutralität" betonen.

haben gezeigt. Unsere Luftwaffe hat mit Erfolg verbindungsslraßen und Truppenansammlunge» des Gegners mit Bomben und 7NG.-Feuer ange­griffen. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt.

3n Nordafrika fanden PalrouillenzufammeL- stöße im Gebiet südlich von Sidi el Baravi statt. Der Feind wurde in die Flucht geschlagev und ließ Waffen und IHunifion zurück. Die feind- liche Luftwaffe hat einige Bomben im Gebiet vo» Tobruk, wo es zwei Tote und einen Verwun­deten gab, und in den Gebieten von Sollu« und Sidi el Barani abgeworfen, wo es weder Opfer, noch Sachschaden gab.

Neuer italienischer Generalstabschef.

Rom, 6. Dez. (DNB.) Marschall Pietro Ba­do g l i o ist durch Kgl. Dekret auf eigenen Wunsch von seinem Amt als G^neralslabschef der Wehr­macht e n t b u v d en worden. Durch Kgl. Dekret Ifl der Armeegeneral Ugo E a v a l l e r o zuck General- stabschef der Wehrmacht ernannt worden. Generst Cavallero, der 1880 geboren ist, war im letztes Jahre des Weltkrieges Chef der Operatiousabteiluvlg des Generalstabes unter dem Oberbefehlshaber Ge­neral Diaz. Er wurde im 2Uai 1925 UnlerstaaK- fekretär im Kriegsministerium und bekleidete diese« Posten bis November 1928. Später wurde ihm dm Oberbefehl über die italienischen Streitkräfte i« Aelhiopien übertragen. Er gehört feit 1926 de« italienischen Senat an.

Schlechter Start der englischen Wirb schastskommission in Argentinien.

Buenos Aires, 6. Dez. (Europapreß.) W Blockai)erückwirkungen haben in Argentinien er­heb l i ch e Verstimmungen hervorgerufen. Die feit einigen Tagen in USA. verhandelnde eng­lische Wirtschastsmisfion unter Führung von ßor-h Wellingdon hat schon deswegen einem schlechten Start. In diesen Verhandlungen geht B ben Engländern darum, die argentinische Wirtschafi davon zu überzeugen, daß England infolge feiner vordringlichen Rüstungskäufe mch! mehr in der Lage sei, feine knapp gewor­denen Deoisenvorräte einzusetzen; daher müsse es Barzahlungsgeschäfte nach Mög­lichkeit vermeiden. Ein Mitglied her Mission, Sir Granville Gibson, erklärte:Es ist möglich, daß unsere argentinischen Freunde wünschen, wir möchten diejenigen Waren abnehmen,

Mkinderöößsp-i^ fl£ sind i° s° s-sund-- monpamin

* Mondamin gibt es auf die mit eine« Xverseheueu Abschnitte der Reichs' brottarte für Kinder bis znüJahrtS