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Zur den Frieden geschaffen - im Kriege bewährt
Von dem Leiter des Rhein-Mcnnischen
ver-
Nach dem
Vorschläge für die Gonntagswanderung
der Rechtsanwaltsgebührenordnung entsprechen.
saltischen Vulkans, treffen wir blaue Striche, die Stunden zu machen sein.
(Nachdruck verboten!)
10. Fortsetzung.
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Iugendherbergswerkes, Gebietsführer Stabe der RIF. Geißler, erhalten
folgenden Beitrag zum Reichswerbe- Opfertag am 8. und 9. Juni.
Das deutsche Jugendherbergswerk hat in den
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Keine Spur von Hauck
Roman von Sharlotte Kaufmann.
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folgreich war.
Aranksurker Schlachlviehmarkt.
Frankfurt a. M., 7. Juni. (Vorbericbt.) Der Hauptmarkt für Großvieh und Nebenmarkt für Kälber und Schweine war gut beschickt und nahm einen regen Verlauf. Das gesamte Vieh wurde zu etwa i folgenden Preisen zugeteilt: Ochsen 36 bis 46,5, ! Bullen 35 bis 44,5, Kühe 18 bis 44,5, Färsen 25 ; bis 45,5, Kälber 25 bis 65, Härnrnel 30 bis 51, Schafe 20 bis 44, Schweine 50 bis 56 Rpf.
Briefkasten der Redaktion.
2L Ihre Anfrage läßt sich in dieser allgemeinen Form nicht beantworten. Es ist daraus nicht ersichtlich, ob es sich um Ansprüche eines Wirtschaftsberaters ober eines sog. Steuerhelfers handelt. Wie . die Vergütung zu erfolgen hat und in welcher Höhe, läßt sich ohne Kenntnis des weiteren Sachverhaltes j nicht sagen. Für die Vergütung bestehen an sich . keine gesetzlichen Bestimmungen, wohl aber gewisse Tarife, die bei den Wirtschaftsprüfern den Sätzen
Gießen — Wettenberg — krofdorfer Forst — Schmelz — Fronhausen.
Eine für die heiße Jahreszeit empfehlenswerte Wanderung, da sie größtenteils durch Wald führt, knetet die schwarze Punktmarkierung, die am Neustädter Tor beginnt. Bis zum Wegweiser benutzen wir die Krofdorfer Straße, um von hier nach rechts obzubiegen. Heber eine Eisenbahnbrücke steigen wir aufwärts zum Wettenberg, oder Sieben Hügel, wo sich eine prächtige Aussicht auftut. Leider ist der Blick von der höchsten Kuppe, der sog. Napoleons- nase, die mit einem Ringwall umgeben ist, durch wild Heranwachsende Bäume sehr beeinträchtigt. Nach kurzer Zeit überschreiten wir die Krofdorf- Wißmarer Straße und gelangen bald darauf in den großen Krofdorfer Waw, in dem wir stundenlang auf schönen Schneisen weitergehen. Unterwegs kreuzen wir hei einer alten hohlen Eiche dos Wißmarbachtal (schwarze Striche), später den Hess. Rennweg (rotes H und roter Keil), um bald darauf ein Seiten- tälchen des Salzbödetals und in diesem abwärtsgehend letzteres zu erreichen. Nach einer Rast in der idyllisch gelegenen Schmelz (Sommerwirtschast), führen uns die Zeichen über einen Höhenrücken nach unserem Endziel Fronhausen. Wanderzeit 4*/- Stunden.
Großen-Buseck — hoher Berg — Climbach — Mendorf — Totenberg — Lollar.
Joachim sah in die Ferne, hinüber zur Werft und zu d'en schwarzen Hellingen. Er dachte an den Rechtsanwalt Dr. Thomas Mjölln. Merkwürdig, daß die Leute diesen älteren, würdigen Herrn für den tüchtigsten Anwalt der Stadt hielten. Ihm machte er keinen solchen Eindruck. Aber er hatte sich nun einmal für ihn entschieden. Also mußte er abwarten.
Gleich damals, als er Sibylle in Hamburg ins Hotel brachte, hatte er sich vorgenommen, ihr zu helfen. Immer waren ihm Menschen begegnet, denen man irgendwie helfen konnte. Und immer tat er es. In aller Stille. Heimlich fast und so, als schämte er sich.
Er wandte sich zur Dänischen Straße hinüber. Die Blumenbeete vor der Universität waren kahl, nur ein paar Rosen standen noch. Dor der Kunsthandlung Woelker blieb er einige Minuten stehen und betrachtete die Landschaft, die dort ausgestellt war. Berge im Schnee. Im Winter würde er nach Bayern fahren, überlegte er. Wahrscheinlich Weihnachten. Vielleicht würde Jngeborg mitkommen. Ja, vermutlich würde sie mitfahren. Eine Sekunde lang war ihm der Gedanke daran unangenehm, ohne daß er wußte, weshalb. Rasch ging er weiter.
Die Herbststürme fielen über die Stadt und die Bucht, wie jedes Jahr. Die Förde draußen war verlassen und öde. Das Meer warf Miesmuscheln und Tang an den Strond, während die grauen Nebelkrähen in Haufen auf den Steilufern von Teek hockten und über die See äuaten.
Es regnete und die Menschen waren schlechter Stimmung. Selbst auf Jngeborg Petersen drückte das Wetter. Sie war mißmutig und jede Kleinigkeit ärgerte sie. Konsul Petersen schüttelte mehr cus einmal den Kopf.
Stundenlang konnte sie am Klavier sitzen und spielen. Dann wieder verließ sie dke Wohnung, ohne zu sagen, wohin sie gehen wollte, und jedesmal dauerte es dann viele Stunden, bis sie wiederkam. Meistens war es spät in der Nacht, wenn sie zurückkehrte. Sie sagte nicht, wo sie gewesen war.
Wenn der Konsul ihr dann vorhielt, daß ihr Benehmen seit einiaer Zeit reichlich merkwürdig sei, unb wenn er sie bat, sie möge ihm doch sagen, was sie unruhig mache, dann sah sie ihn höchstens trotzig an und antwortete: ,Hch weiß nicht, was du willst.
ungewiß ist.
Klein-Linden I — Hungen I. Auf dem Sportplatz in Klein-Linden muß Hungen zum Rückspiel antreten. Im Vorspiel siegte damals überraschend Hungen. Die Gäste haben inzwischen durch ihre Siege bewiesen, daß sie ein sehr ernst zu nehmender Gegner geworden sind. Die Platzherren, die verlorenen Boden aufholen müssen, werden alles daransetzen müssen, wenn nicht auch dieses Spiel verlorengehen soll.
Grüningen I — Garbenteich I. Dieses Spiel sollte ein Spaziergang für Garbenteick sein, denn der Tabellenzweite hat genügend Kraftreserven, um auch den Platzherren selbst auf eigenem Platze die Punkte abknöpfen zu können, da der Gegner noch keine Erfahrung für derartig schwere Spiele hat.
Zugendfußball im Tv. Heuchelheim.
Heuchelheim 1. 3gb. — Mendorf 1. 3gb. 5:3 (4:1).
Von Anfang gab es ein Spiel. Nach 5 Minuten hieß es schon 1:0 für Heuchelheim. Der Mittelstürmer hatte sich fein durchgearbeitet und gegen dessen Schuß war der Tormann machtlos. Die Freude dauerte nicht lange*- Kurz darauf fiel das zweite Tor der Gastgeber. Nun kam auch Mendorf mehr ins Spiel, aber die wenigen Angriffe scheiterten an der sicheren Hintermannschaft der Blauweißen. Angriff auf Angriff rollte gegen das Tor der Gäste. Dabei fiel yuch das dritte Tor. Kurz vor Halbzeit schoß der Halbrechte das vierte Tor, während die Gäste durch schönen Schuß zum ersten Treffer kamen. In der zweiten Halbzeit hatte Allendorf mehr vom Spiel und schoß noch zwei Tore, während Heuchelheim noch einmal er»
Huhn blieb am Leben. Hoffentlich gelingt es, den Räuber unschädlich zu machen, bevor er weiteren Schaden anrichten kann.
Volksschädling hingerichiet.
Lpd. Frankfurt a. M., 6. Juni. Die Justizpresseftelle Frankfurt teilt mit: Am 6. Juni ist der 38jährige Anton Bungert hingerichtet worden, den das Sondergericht Frankfurt als Dolks- schädling zum Tode und zum dauernden Ehrverlust verurteilt hat. Bungert, bereits wegen eines ähnlichen Verbrechens bestraft, hat sich an der Ehefrau eines im Felde stehenden Soldaten in ihrer Wohnung vergriffen und ihr in brutalster Weise Gewalt anzutun versucht. Sein Opfer hat durch die Tat schwere seelische Schäden erlitten.
Eine abwechslungsreiche Wanderung, die allerdings gut 6 Stunden umfaßt, ist die Begehung der roten Punktmarkierung, die in Großen-Buseck ihren Anfang nimmt. Nachdem das Dorf durchschritten ist, führt uns das Zeichen über den Hohe Berg mit hübschen Ausblicken und weiter auf verschwiegenen Waldpfaden nach dem hochliegenden Climbach. Beim Aspenkippel, dem wohlerhaltenen Krater eines ba-
Tv. Atzbach — Tv. Münchholzhausen Tv. Heuchelheim — Sp.-G. Großen-Buseck Tuspo Wetzlar-Niedergirmes — Tv. Katzenfurt.
Trotzdem auch Hochelheim ersatzgeschwächt antreten muß (beide Mannschaften stellen ja das größte Kontingent an der Bezirksmannschaft) ist mit einem Sieg zu rechnen. — Das Garbenheimer Spiel ist vollkommen offen. Beide Gegner sind sich gleichwertig. Die glückliche Mannschaft wird diesmal Sieger bleiben. — Atzbach hat Aussichten, ein weiteres Spiel zu gewinnen, nachdem Münchholzhausen in seinen Leistungen stark zurückgegangen ist Auch Heuchelheim sollte diesmal sicherer gewinnen, als im Vorspiel, zumal Großen-Buseck an innerem Zusammenhalt starke Verluste erlitten hat. Äor spannenden Kämpfen der r. Klaffe.
dem Jugendherbergswerk Aufgaben, sondern gerade in der jetzigen Zeit hat es sich ju bewähren. Sofort bei Ausbruch des Krieges stellte der Landesverband Rhein-Main im Reichsverband für deutsche Jugendherbergen seine Häuser der Wehrmacht zur Verfügung. Während die Jugendherbergen in der ersten Zeit den Truppen als willkommene Quartiere dienten, in denen bis jetzt viele Tausende deutscher Soldaten übernachteten, wurden sie, den jeweiligen Verhältnissen entsprechend, zu allen möglichen Verwendungszwecken herangezogen. Die größten und schönsten Häuser sind als Reservelazarette eingerichtet worden. Aber auch jetzt stehen für die Durchführung des Fahrten- und Schulungsbetriebes der HI. und des DDM. und für die Abhaltung von Lagern und Lehrgängen der einzelnen Formationen noch eine ganze Anzahl Jugendherbergen zur Verfügung. Auch auf die Mitglieder des Jugendherbergsverbandes ist weitgehendft Rücksicht genommen 'worden, so daß der eigentliche Betrieb keine wesentlichen Unterbrechungen erfährt.
Welche Bedeutung von feiten des Staates dem Jugendherbergswerk beigemessen wird, geht daraus hervor, daß der Führer persönlich eine große Hausund Straßensammlung für den 8. > und 9. Juni genehmigt hat. Die dadurch aufgebrachten Mittel sollen zum weiteren Ausbau des Jugendherbergswerkes Verwendung finden. Wer für das Jugendherbergswerk spendet, hilft auch unseren Soldaten. Die zum Verkauf kommenden Runen waren unseren Vorfahren Heilzeichen der Kraft, des Glaubens und eines unbändigen Siegeswillens. Es soll deshalb jeder am 8. und 9. Juni dieses Zeichen tragen.
vorerst gemeinsam mit den roten Punkten gehen. Auf aussichtsreicher Straße steigen wir mit beiden Zeichen abwärts nach Allendorf, wo uns die Striche verlassen. Die Punkte leiten uns jetzt in langsamem Anstieg hinauf zum 356 Meter hohen Totenberg, einer alten Kultstätte, wo sich eine prächtige Aussicht bis weit in das Hinterland und über unsere Gegend hinweg nach dem Taunus erschließt. Der Weitermarsch führt uns durch den schönen Walddistrikt Maistrauch, vorüber an dem sagenumwobenen Heidekönigsgrab über Staufenberg nach unserem Endziel Lollar.
Friedelhausen — Alleberg — Waidhaus — Dünsberg — Bieber.
Mit dem Frühzug fcchren wir nach der Station Friedelhausen, gehen von hier über die Lahn und folgen dem roten H des Hess. Rennwegs, das uns durch Odenhausen am Fuße des Altenbergs her führt. Wir steigen indes hinauf, um von dem kahlen Kamm des Berges die prächtige Aussicht bis Marburg und Gießen, auf die Lahnberge und viele Ortschaften des Lahn-Salzböde- und Lumdatals zu genießen. Bald hinter dem Berg nimmt uns der Wißmarer Wald auf, der später in den Krofdorfer Forst übergeht. Gemeinsam mit dem roten Keil kommen wir auf stillen Waldwegen am Forsthaus Waldhaus vorüber, hinter dem alsbald das rote H geradeaus geht, wir jedoch mit dem Keil nach links abbiegen. An zahlreichen Grenzsteinen der ehemalig preußisch-hessischen Grenze entlang kommen wir später auf die Krumbacher Straße und von da in steilem, aber kurzen und aussichtsreichen Aufftieg zum Gipfel des Dünsbergs, wo wir Sonntags Erfrischungen haben können. Nachdem wir noch die herrliche Rundschau vom Turm bewundert haben, führen uns schwarze Punkte hinab nach Bieber, von wo wir heimfahren. Die Wanderung dürste in vier
(Sin Aufruf des Veichssporlführers.
2. Reichswerbetag für das kinberlurnen.
Der Reichssportführer hat für den 2. Reichswerbetag für das Kinderturnen einen Aufruf erlassen. In diesem wendet er sich an alle Vereinsführer, Helfer und Helferinnen im Kinderturnen und stellt das unabänderliche Ziel heraus, zu den schon vorhandenen zahlreichen Kinderabteilungen der Vereine viele Tausende guter und echter Pflegestätten neu einzurichten und sie mit Leben zu erfüllen. Es heißt ferner in dem Aufruf:
„Der 2. Reichswerbetag für das Kinderturnen am 29. und 30. Juni soll getragen sein von der tiefen Verantwortlichkeit für die mir vom Führer gestellte Aufgabe, die Entfaltung der gesamten leibeserziehlichen Kräfte zur Grundlage der Gesamterziehung zu machen. Er soll die Gemüter wecken und aufrütteln, daß die Eltern sich mitverantwortlich fühlen für Leben und Gesundheit ihrer Kinder und nach der Einrichtung von Kinderspielplätzen und Durchführung von Kinderturnstunden unter guter Leitung drangen und verlangen. Damit erfüllen wir den Auftrag des Führers, eine gesunde und lebensfrohe Kinderwelt schaffen zu helfen, die stolz und stark in die Jugend des NSRL. hineinwachsen
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vor er verschwand. Ein solches Vorhaben pflegten Künstler, nach Mjöllns Ansicht, auch gewöhnlich auszuführen. Man würde also einmal in den Ausstellungen nachfragen müssen. In den Kunsthand- lungen. War eine ganz anständige Arbeit, und Herr Joachim Keit würde eine schöne Rechnung bekommen.
Thomas Mjölln begann sich in Gedanken Bilder vorzustellen. Eine Sache, mit der er sich bis jetzt nicht beschäftigt hatte. Er entdeckte dabei einen Kalender an der Wand. Ein sonnengebräuntes Mädchen, das am Strand lag und für eine Hautcreme Reklame machte.
,Hm", machte Mjölln vor sich hin. Es war dies ein Laut, den er ständig ausstieß, wenn ihn einmal etwas erregte. Diese Frau Hauck lag ja damals auch im Sand, als sie gemalt werden sollte, und lächelte dabei. Er starrte auf den Kalender und versuchte zu ergründen, ob das Mädchen dort ebenfalls lächelte. Das tat es. Es zeigte blitzende Zähne, die grell von dem Braun der Haut und dem Rot der Lippen abstachen. Es war eine glatte, schattenlose Plakatschönheit, die da an der Wand hing. Vermutlich schon seit dem 1. Januar des Jahres, ohne daß er sie bis jetzt gesehen hatte. Und nun war Oktober.
Thomas Mjölln wollte den Namenszug des Malers auf dem Plakat lesen. Aber so nah er auch seine kurzsichtigen Augen an den ockergelben Strand hielt, er konnte nichts entziffern.
Na, weiß der Teufel, Hauck schien es nicht zu heißen.
Thomas Mjölln war zum ersten Male in feiner langen Praxis wirklich ärgerlich auf seinen Auftraggeber. Wenn es sich hier nicht gerade um Joachim Keit von den Scheffield-Werken gehandelt, und wenn er nicht wie jedesmal das Wort „Kleinigkeit" gleich am Anfang gesagt hätte, bei Gott, er würde den Auftrag wieder zurückgeben.
Unterdessen ging Joachim langsam und in Gedanken durch die raschelnden Kastanienblätter, die den Boden der Wasserastee bedeckten. Rechts lag der Außenhafen, grau, breit. Der Sturm der vergangenen Nacht hatte viel Wasser in die Förde getrieben. Es stand bis über die Planken der Anlegebrücken Iim Ägeshafen. Im Fischereihafen war das Sturmzeichen aufgezogen.
Nun waren sie wieder da, die Herbststürme.
der Chirurgischen Klinik bereits verstarb. Die polizeilichen Ermittlungen wurden sofort ausgenommen.
** Zusammenkunft der Gelnhäuser und Kinzigtaler. Die Gelnhäuser und Kinzigtaler hielten eine Zusammenkunft im „Andres" ab, die diesmal im Zeichen der Erinnerung an das alljährlich im Juni gefeierte Schulfest stand. Kamerad Walther wies in gebundener Form und in launigen Worten auf dieses Fest hin. Heimatpflege und Heimatliebe waren das Leitmotiv für diesen Abend.
Landkreis Gießen.
# Mainzlar, 6. Juni. In der Nacht zum Donnerstag drang ein M a r d e r in den Hühner- ft a 11 eines hiesigen Bauern ein und t ö t e t e f ü n f- zehn Hühner und einen Hahn. Nur ein
gangenen Jahren in stetem Ausstieg eine wichtige Stellung in der Erziehung unserer Jugend eingenommen, die es nun zu bewahren und auszubauen gilt. Ermöglicht wurde diese Entwicklung vor allem durch die Opferfreudigkeit des deutschen Volkes, das bisher immer durch feine Spenden Mittel zu zahlreichen Neubauten gab. Wenn während des Krieges, für dessen siegreiche Beendigung alle verfügbaren Kräfte des deutschen Volkes eingesetzt werden müssen, auch jetzt nicht daran zu Lenken ist, neue Jugendherbergen zu bauen, so handelt es sich doch darum, unserer Jugend ihre Jugendherbergen zu erhalten und weiter zu verbessern, damit sie dereinst wieder ihre Aufgaben erfüllen können, unsere Jungen und Mädel auf ihren Fahrten durch unsere schöne Heimat aufzunehmen und chnen Heimstätte
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zu sein.
Die neuen Gebiete im Osten und die Schlachtfelder im Westen werden nach Beendigung dieses Krieges das Ziel von Hunderttausenden deutscher Jungen sein. Die bestehenden Jugendherbergen reichen aber dann bei weitem nicht aus. In verstärktem Maße müssen neue Jugendherbergen gebaut werden. Wie auf allen Gebieten unseres wirtschaftlichen und kulturellen Lebens wird auch hier ein gigantischer Aufbau erfolgen.
Aber nicht nur die vor uns liegende Zeit stellt
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Ich bin nicht anders als sonst. Es fehlt mir gar nichts."'
Aber sie war sehr wohl anders als sonst. Und fit wußte dies auch gut.
Ihre Freundin Cvamaria war die einzige, zu der sie etwas sprach.i
,Hch bin komisch", sagte sie, wenn sie spät abends auf der Couch lag. Evämaria bewohnte zwei möblierte Zimmer in einem Haus der Reventlow' Allee. Sie studierte Medizin und war sehr selbständig. „Ja, wahrlich, ich bin sehr komisch. Findest du nicht auch?"
Evamaria schien nichts dergleichen zu finden. Sie beschäftigte sich emsig mit ihrem kleinen Haushalt, kochte Tee, richtete Schinkenbröte her und wusch Strümpfe im Schlafzimmer nebenan.
„Ich ärgere mich über ihn. Tatsächlich, sein Benehmen ärgert mich. Ich gebe zu, ich habe mir zuerst nicht viel daraus gemacht, daß er zurückkani- Wenn Bobby nicht eine Autotour mit mir unternommen hätte, würde ich ihn ja auch gerne abgeholt haben. Aber wir hatten eine Panne, es murb?: zu spät. Sage selbst, ist das ein Grund für ihn, mich« seitdem so gleichgültig- zu behandeln, wie er es tut” Hörst du überhaupt, was ich sage, Evamaria?"
„Natürlich höre ich", klang es durch die offen« Tür.
„Weißt du, er sieht gut aus. Er fährt fabelhastt Auto."
Evamaria kam ins Zimmer. Ihre Hände waren« naß. Sie hing Strümpfe neben den Ofen zum Trocknen. Es war wohlig warm im Raum. „Willst dA noch ein Schinkenbrot?" fragte sie.
„Nein, danke. Ich bin längst satt. Kannst du div denken, weshalb er so gleichgültig ist? Da muh doch noch etwas anderes fein. Es interessiert ihn tauim mehr, was ich spreche."
Evamaria aß im Stehen mit nassen Händen ein Brot. „Die Männer sind manchmal so", sagte fit. „Vielleicht hat er Aerger im Geschäft. Viellelchl.- Gott, vielleicht ist er ein Mensch, der, auf die Daue» gesehen, eben doch langweilig ist."
„Denkst du, daß ihm eine andere Frau gefällt?
„Wer sollte ihm schon gefallen. Du sagst doch, MS er nicht ausgeht.
„Nein, das tut er nicht."'
(Fortsetzung folgt.)
kann."
Opferschießen erbrachte ^Million.
Der Deutsche Schützenverband hat als Ergebnis des Opferschießens dem Kriegswinterhilfswerk des deutschen Volkes den Betrag von 557 077,72 RM. zur Verfügung gestellt. Mit dieser Summe ist das Rekordergebnis des Vorjahres von 235 000 RM. weit überboten worden.
Deutsche Fußball-Meisterschast 1940.
Die Endrundenfpiele um die deutsche Fußballmeisterschaft treten jetzt in ein entscheidendes Stadium. Erstmalig ist für kommenden Sonntag ein volles Meisterschaftsprogramm mit acht Begegnungen vorgesehen. Von diesen Kämpfen verspricht man sich eine weitere Klärung in allen vier Gruppen. Der Spielplan lautet:
Gruppe 1: VfB. Königsberg — ,Union Obers schöneweide; NSTG. Graslitz — Vorwärts Rasensport Gleiwitz.
Gruppe 2: VfL. Osnabrück — Dresdner SC.; 1. SV. Jena — Tod. Eimsbüttel.
Gruppe 3: Schalke 04 — Fortuna Düsseldorf; Mülheimer SV. — SC. 03 Kassel.
Gruppe 4: Kickers Offenbach — 1. FC. Nürnberg; SV. Waldhof — Stuttgarter Kickers.
Handball:
Bezirk Friedberg—Bezirk Gießen.
Zu dem bereits für kommenden Sonntag fest- gelegten Programm ist eine weitere Veranstaltung gekommen. Ganz kurzfristig wurde ein Vergleichskampf zwischen den beiden führenden Bezirken des Gaues Hessen - Nassau abgeschlossen. In Butzbach werden sich zwei Einheiten gegenüberstehen, denen die besten Spieler angehören, über die wir z. Z. verfügen.
Während der Bezirk Friedberg Uebungsspiele und den Kampf gegen Hanau hinter sich hat, war es infolge der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit nicht möglich, die Männer des Bezirkes Gießen nochmals zusammenzuführen. Trotzdem kann man volles Vertrauen haben, weil' es sich um Einzelkönner handelt, die sich ganz bestimmt auch in der Mannschaft finden werden.
Die ursprünglich vorgesehene Mannschaftsaufstellung mußte hier und da kleinere Aenderungen erfahren. An Stelle von Ulm (Heuchelheim) wurde Heller (Katzenfurt) und für Schmidt (Hörnsheim) Braun (Hochelheim) eingestellt. Als Ersatz fahren mit: Müller (Hörnsheim) und Weber (Dutenhofen).
In Holzheim treffen Lützellinden (Bann 88) und die Platzmannschaft (Bann 116) aufeinander, und zwar im Zuge der Vorrundenspiele um die Gebietsbeste Handball-Vereinsmannschaft. Es wird ein schwerer Kampf werden, zumal keine Mannschaft infolge Spielverlustes ausscheiden möchte. Wer gewinnt, hat die Möglichkeit, in die Zwischenrunde zu kommen. Aussichten haben beide Gegner.
Im Lahnpokal stehen an:
Tv. Hörnsheim — Tv. Hochelheim
Tv. Garbenheim — Tv. Dutenhofen
VfB.-Reichsbahn II — Großen-Buseck I. Auf dem Waldsportplatz tritt der Tabellenführer den Grün-Weihen im Rückspiel gegenüber. Wenngleich der eigene Platz ein wichtiger Faktor fein wird, so dürfte doch der Ausgang des Kampfes keineswegs zweifelhaft fein, denn gerade die Großen- Bufecker werden von Spiel zu Spiel besser. Wir erwarten daher die Gäste als sichere Sieger.
Heuchelheim I — Steinbach I. Nach dem unglücklichen Ausgang des Spieles in Großen-Buseck empfangen die Heuchelheimer die Spieler aus Stein- bad). Die Gäste haben zwar etwas mehr Spielerfahrung, find auch körperlich stärker, aber die Platzherren schlugen schon immer zu Hause eine scharfe Klinge. Wenn sich die Gastgeber wieder von ihrem ersten Schrecken erholt haben, dürfte ein spannendes Spiel in Aussicht stehen, dessen Ausgang
Aber auch Thomas Mjölln war in keiner Weise froh über den Besuch. Jetzt, da er allein war, kam es ihm erst richtig zum Bewußtsein. Kopfschüttelnd ließ er sich in seinen Stuhl zurückfallen, und starrte zur Decke.
Wahrlich, er war doch ein Rechtsanwalt, ein alt- angesehener Rechtsanwalt mit einer langjährigen und ausgedehnten Praxis, aber doch kein Detektiv. Wahrhaftig, er hatte schon die unmöglichsten Fälle gehabt, aber das waren doch jmmer reale Dinge gewesen. Ein Schisfszusammenstoß beispielsweise, der machte ihm jedesmal Spaß. Auch ein bei Nacht und Nebel über Bord gefallener Matrose hätte ihn nicht im geringsten erregt. Er balgte sich immer wieder mit Freuden herum, wenn es um nicht abgenommene oder schlecht bezahlte Fischladungen ging. Raufhändel, die draußen am Hafen ausgetragen wurden oder in den kleinen Kellerkneipen, waren seine Sache. Aber ein Kunstmaler war ihm noch nicht untergekommen.
Wohnten in dieser Stadt überhaupt Kunstmaler? Er erhob sich und holte das Adreßbuch aus dem Regal. Er blätterte das Berufsverzeichnis auf. Tatsächlich. Drei Kunstmaler wohnten hier. Drei. Und einer wohnte sogar in Gulden drüben und zwei gar in Maut, draußen an der Förde. In Stein wohnte keiner. Hm. Er suchte nach dem Namen Hauck, ohne ihn zu finden. Natürlich, die wohnten ja noch weiter draußen als Stein. Das gehört wohl schon zu einem ganz anderen Bezirk.
Er klingelte dem Sekretär.
„Ach, Frommel, sind Sie noch da? Haben Sie das Stenogramm schon in die Maschine übertragen?"
„Nein, ich dachte, es eilt nicht so." Der Sekretär war bereits im Mantel.
„Na, es ist gut. Am Montag dann."
Mjölln setzte sich wieder an seinen Schreibtisch. Er überlegte, was wohl gleich zu tun märe. Polizei? Unsinn. Die hatte längst gesucht und nichts gefunden. Ein Bild wollte dieser Hauck malen, be«
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