Ausgabe 
7.2.1940
 
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Nr. 52 Erstes Blafi

Mittwoch, 7.8ebruarl94j0

190. Jahrgang

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

Druck und Verlag: vrühlsche UnwersttStsdruckerei «.Lange in Stehen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schnlstrah« 7

Autotunnei durch den Wasserturm Europas

Don hier aus können

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Englische Kriegsziele

Wiedererrichtung einer entwaffneten und kontrollierten System-Republik.

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2.

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gehört, daß Deut] naten nicht g e f

in den letzten fünf Mo- e n hat, und man könne

von der zunächst

hinzufügen, daß wirklich an alles gedacht und für alles gesorgt sei, so daß an unserer abso­luten Ueberlegenheit keinerlei Zweifel mehr mög­lich sei. So könne das deutsche Volk auch jetzt in starker Zuversicht dem Führer folgen.

Rußland nie um eine Unter st ützung irgendeiner Art gegen Finnland gebeten hat, Deutschland niemals irgendeine mili« tärische Unter st ützung im russisch-finni­schen Konflikt an Rußland g e l e i st e t hat, man eigentlich annehmen sollte, daß die immer lahmer werdende englische Propaganda allmäh­lich auf originellere Schwindeleien kommen sollte.

Tunnel überwacht werden. An jedem Tunnelportal sollen Tankstellen, Garagen und Reparaturwerk­stätten angelegt werden. Für den ganzen Tunnel ist elektrische Beleuchtung vorgesehen, so daß mit abgeblendeten Lichtern öder ohne Licht gefahren werden kann.

Die Gesamtkosten sind auf 48 Millionen Schwei­zer Franken veranschlagt. Von dieser Summe ent­fallen 5 724 000 Franken auf Ventilatoren, Ma­schinen, Apparate, Gebäulichkeiten, Zufahrtsrampen usw. Der eigentliche Tunnel stellt sich auf 42,2 Mil­lionen, d. h. der Tunnel kostet je Meter 2812 Fran­ken. Die Entwässerung des Tunnels soll durch den

Ermäßigte Grundpreise Bäderanzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Rpf.

etwa 1,7 Meter über dem des Bahntunnels pro­jektiert, damit der gesamte Aushub an Steinen und

Berlin, 6. Febr. (DRB.) Vor den Leitern der Reichspropagandaämter entwarf Reichspropaganda­minister Dr. Goebbels ein Bild von der Haltung des deutschen Volkes in den Wochen des Wartens, die die Welt durchlebt. Er schilderte, wie sich überall das Gefühl durchgesetzt habe, daß die großen Entscheidungen diesmal zum Aus­trag kommen müßten, und wie das deutsche Volk von dieser harten Notwendigkeit tief durch­drungen sei. Deutschland habe den Willen seiner Feinde zur Kenntnis genommen, das deutsche Volk als Machtfaktor ein für allemal auszulöschen, und ruhig, sicher und mit nüchterner Entschlossenheit gehe es der Entscheidung entgegen. Das Wis­sen um unser absolutes Ueber gewicht über unsere Gegner auf allen Gebieten lasse über den Aus gang dieser Auseinandersetzung kei­nerlei Zweifel aufkommen.

Im einzelnen behandelte Dr. Goebbels eine Reihe

Tagesfragen, denen gegenüber er als Grundsatz aufstellte: Erstklassig ist zur Zeit nur das Problem: Wie gewinnen wir den Krieg? Darauf ist alles einzustellen, und dem ist alles andere unter­zuordnen. Nichts anderes ist heute von maß­gebender Bedeutung, und alles, was wir tun, alles, was wir denken, alles, was wir sagen, unterneh­men und vorbereiten, hat nur dieser einen Frage ju dienen. Gewiß sei freilich, daß die Aus­einandersetzung mit der westlichen Ptutokratie kein Kinderspiel sein werde. Aber das deutsche Volk habe es ja schon aus dem Munde des Führers

Wirtschaftskrise Hinwegzubringen. E s

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nal für Ausmauerung usw. soll aber durch den neu- geschlagenen Stollen selbst hereingeholt werden. Querstollen werden Bahn- und Autotunnel verbin-

Ein schweizerisches Verkehrsprojekt.

Don unserem C.A.-Korrespondenten.

reden zu wollen, müßte man in den Friedensver­trag Bestimmungen wie die folgenden aufnehmen: Verbannung aller führenden Persönlichkeiten der Naziregierung aus Deutschland; Bildung einer demokratischen Regierung aus deutschen Staatsbürgern, die vor dem Kriege eine nazifeind­liche Einstellung nachweisen können. Ernennung von deutschsprechenden Engländern und Franzosen als Berate r" in allen Provinzen für einen Zeit­raum von zehn Jahren.(!) Vollständige Ab­rüstung, Abschaffung der Waffenfabriken, Luft­waffe, Unterseeboote, Großkampfschiffe und Stütz­punkte. Wiedererrichtung der Tschecho- Slowakei, Oesterreichs und Polens. Verbot deutscher Einwanderung oder Interessenwahrneh­mung in jedem dieser Länder; Rückgabe gewisser ehemals deutscher Kolonien, die aber zehn Jahre lang englisch-französischer Aufsicht unterstellt bleiben; zwangsweise Mitgliedschaft bei der Genfer Liga; zehn vom Hundert des Jahreshaushaltes für Re­parationen.

Das Interessante an der Zuschrift liegt in dem Vorbehalt» daß diese Art der Kriegführung aller-

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Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Dormittags Srnndpreife für \ mm höhe für Anzeigen

von 22 mm Breite 7 Rpf. für Textanzeigen

von 70 mm Breite 50 Rpf. Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse Mengenstaffel B

Plahvorschrist nach vorheriger Vereinbarung 25 % mehr.

nicht. Es konnte nicht gelingen, weil Südosteuropa von den Westdemokratien in Versailles nicht nur mit wirtschaftlichen, sondern auch mit politischen und nationalen Gegensätzen überlastet wurde.

Wenn die vier Staaten des Balkanbundes auf ihrer Ratstagung in Belgrad eine Entschließung fassen konnten, die nicht nur bewußt an der Neu­tralität festhält, die weiter dem Willen Aus­

Erbärmlicher Angriff auf die deutsche Soldatenehre

leichter und billiger stellen als der Gotthard-Eisen­bahntunnel. Der Tunnelplan ist das Werk des in Bafel lebenden schweizerischen Architekten und In­genieurs Paul H o s ch. So grandios sein Plan ist, so einfach ist er, die Finanzierung stellt keine unmöglichen Ansprüche. Dazu kommt, daß die Gott­hard-Route der zentralste und wichtigste Alpen­durchgang nicht nur für die Schweiz, sondern auch für Mittel- und Westeuropa ist.

Wie das Ei des Columbus wirkt die Idee, zum Bau des Tunnels den bestehenden Bahntunnel der Schweizerischen Bundesbahnen mit heranzu­ziehen. Dadurch würde es möglich, den Tunnel in kaum mehr als zwei Jahren durch das Gotthard- massiv zu stoßen, und überdies würde die Hälfte der Erstellungskosten gespart werden. Durch die Einbeziehung des Bahntunnels wäre die Ent­lüftung des Autokanals durch die Luft des Eisenb^ihntunnels ermöglicht. Damit fiele der Bau der teuren Luftkamine, die oft eine Höhe von meh­reren hundert Metern erreichen, weg An die Stelle dieser kostspieligen Kamine würden Frischluftschachte treten, welche die ftische Luft von dem Bahntunnel- doden her in den Autotunnel blasen würden. Durch den Bahntunnel würden ebenfalls viele langwieri­gen Geländevermessungen und Aufnahmen fort- ^allen. Auch würden sich die geologischen Unttr- uchungen erübrigen, da das zu durchfahrende Ge­birge bis in alle Einzelheiten bekannt ist

Es ist geplant, den Autotunnel auf die Westseite des Bahndurchstichs zu legen. Der Gotthard-Auto- 'unnel würde parellel zum bestehenden Bahntunnel geführt, und zwar in einem Achsenabstand von 25 Meter, und würde in seiner Linienfuhrung^eme Abkürzung um 1. . _ .

: Straße GöschenenAirolo von , ..

Länge ergeben. Das Niveau des Autotunnels i|t

Berlin, 7. Febr. (DNB.) Die Stockholmer Zei­tungDagens Nyheter" verbreitet eine Meldung ihres Londoner Gewährsmannes, der zufolge deutsche Flugzeuge die Rettungs­boote beschossen hätten, in denen sich die Be­satzung des gesunkenen norwegischen Dampfers T e m p o" in Sicherheit zu bringen suchte. Dieselbe Zeitung bringt weiter einen Aufsatz über die See­kriegführung, in dem gleiche Behauptungen verall­gemeinert wiedergegeben werden.

Hierzu ist eindeutig und bestimmt festzustellen, daß diese Meldung völlig frei erfunden ist und jeder Grundlage entbehrt. Deutsche Luftstreit­kräfte befinden sich nur im Kampf gegen die feind­liche Luftwaffe, gegen feindliche Kriegsschiffe, Vor­postenboote, Küstenbewachungsfahrzeuge sowie be­waffnete im Geleitzug fahrende Frachtschiffe, die Kriegsfahrzeugen gleichzusetzen sind, und diesen Kampf führen die deutschen Piloten entschlossen und erfolgreich. Ist aber der Feind zur Strecke gebracht, lassen sie ihm jede Hilfe zur Rettung des Lebens angedeihen, zu der sie in der Lage sind.

Erinnert sei hier nur an die Vernichtung des

Zur größten Sicherung gegen jedmögliche Gefahr sollen in Nischen in je hundert Meter Abstand Sandbehälter angebracht werden, Feuerlöschappa­rate für Brände, ferner Telefon usw. In wenigen Abständen sind Luftanalysatoren ungeordnet, die den Kohlenstoffgehalt der Tunnelluft nach dem zentralen Schalt- und Bewachungssaal melden. Bei Störungen sollen den Tunnelbenutzern Anweisun­gen durch Leuchtschrift gegeben werden können. An einem Tunnelportal befindet sich die zentrale Schalt-

Realitäten stärker als Pfunde.

In Belgrad hat die R a t s t a g u n g d e s Bal­kanbundes ein Ergebnis gebracht, das, in einer überlegten Entschließung formuliert, weder in Paris noch in London befriedigt hat. Das geht aus den sauer-süßen Betrachtungen hervor, mit denen die Presse der Westdemokratien das Ergebnis begleitet, wobei ausdrücklich darauf hingewiesen werden muß, daß noch am 3. Februar in derTimes" versucht wurde, einen ungewöhnlich starken Druck auf die rumänische Regierung auszuüben. Südosteuropa ist ja seit dem Versailler Diktatfrieden immer der Tum­melplatz politischer und diplomatischer Umtriebe der Westdemokratien gewesen, wie denn der ganze Auf­bau über die Kleine Entente hinweg in der Hauptsache dazu bestimmt war, die egoistische Macht­politik der Westdemokratien zu besorgen. Das war, solange die Benesch-Tschechei bestand, auch der Fall, obschon die Benesch-Tschechei kein Balkanstaat war. Der Balkanbund war ursprünglich dazu bestimmt, so etwas wie einW urmfortsatz" der Klei­nen Entente zu sein, aber die tatsächlichen Mochtverhältnisse sowie die geopolitische Gegebenheit wirkten sich in einem ganz anderen Sinne aus.

Solange über die Kleine Entente hinweg das westdemokratische Interesse in Südosteuropa und auf dem Balkan vorherrschend war, solange lastete ge­rade auf den Balkanstaaten, die heute im Balkan­bund vereinigt sind, eine schwere wirtschaftliche und finanzielle Krise. Der Balkan zeigt nun einmal eine vorwiegend a g r a r w i r t s ch a s t l i ch e Struktur, so daß es darauf ankommt, für die Gesamtproduk­tion der Balkanstaaten Märkte zu finden, auf denen sich die Produkte nicht nur absetzen lassen, sondern sie einer Wirtschaft zugehörig sind, die imstande ist, das im Austausch zu liefern, was der Balkan braucht. Diese Sttuktur hatte die Machtpolitik der Westdemokratien gründlich vernachlässigt; denn, was immer versucht wurde, die Balkanstaaten aus der schweren Wirtschafts- und Finanzkrise herauszu- manövrieren, scheiterte an der Untauglichkeit aller hierfür eingesetzten Mittel. In Stresa und in Ouchy wurden von den Westdemokratien vor acht Jahren W i r t s ch a f t s k o n f e r e n z e n veranstaltet, um Mittel und Wege zu finden, den Balkan über die

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dings erst dann Einsetzen solle, wenn die Engländer dieGewißheit" besitzen, daß sie auf Grund ihrer eigenen Rüstung etwaige deutsche Vergeltungsmaß­nahmen auchsicher" abhalten könnten. Beachtlich ist ferner, daß diese Stellungnahme von der Zei­tung mit einem Preis ausgezeichnet wurde.

In der Zuschrift heißt es u. a.: Eine gehörige Dosts von Zerstörung deutscher Städte und Ortschaften würde wahrscheinlich eine Menge Gutes tun als eine Lektion, daß der Krieg nicht immer einseitig und außerhalb Deutsch­lands geführt zu werden braucht. Es ist zweifelhaft, ob die Zeit für eine solche Maßnahme unsererseits schon gekommen ist. Es wäre erwünscht, daß man zuerst einigermaßen sicher ist, daß wir eine a u s a e s p r o ch e n e Ueberlegenheit in der Luft besitzen. Hierbei müssen wir berück- sichtigen, daß Frankreich Vergeltungsmaßnah­men weit mehr ausgesetzt ist als wir selbst. Es gibt jedoch schon gewisse Anzeichen, daß Deutsch­land keine große Reserve an Fliegergeist besitzt...! Wenn ein wirklicher Mangel dieser Art vorliegen sollte, so spricht dies sicherlich für die Erwünscht­heit dauernder und schwerer Luftangriffe ..."

Lahme Propagandalügen aus England.

B e r l i n, 6. Febr. (DNB.) Der neueste Schwindel der englischen Propaganda befaßt sich wiederum mit der deutschen Haltung im russisch-fin­nischen Konflikt. Um die eigene heuchlerische Einstellung zu diesem Konflikt zu verschleiern, bemüht man sich krampfhaft, erneut die seit Beginn des Konfliktes von Deutschland eingehaltene Linie strikter Neutralität in Zweifel zu ziehen. So sprechen eng­lische Presse und Rundfunk von deutschen Offi­zieren und Technikern, die in der sow­jetrussischen Armee Dienst tun, von deutschen Schiffen, die Artillerie und Munition für die russi­schen Truppen nach Petsamo und Murmansk gebracht hätten, ferner von einem Austausch deutscher Kriegsschiffe gegen russische U-Boote und so fort.

Hierzu wird amtlich mitgeteilt, daß

druck gibt, den wirtschaftspolitischen Realitäten Rechnung zu tragen, so ist das alles nicht das Ergebnis der Balkanpoliti'k der Westdemokratien. Es mußte erst die Machtergrei-

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den; sie werden mit Türen versehen, die sich auto­matisch schließen, wenn die Frischluftventilatoren stillgelegt werden; hierdurch wird die Gefahr aus- aeschaltet, daß Gase nach dem Bahntunnel über­strömen können. In den 17 Derbindungsstollen, die in einem mittleren Abstand von etwa 800 Meter auf den Tunnel verteilt sind, befindet sich je ein Frischluftventilator. Es sind Propellerventilatoren vorgesehen mit etwa 1,20 Meter Flügeldurchmesser, direkt mit den Elektromotoren gekuppelt. Die Mr toren sollen von einem zentralen Schaltsaal aus gesteuert werden, lieber den beiden Tunnelportalen befinden sich Abluftventilatoren.

herangezogen werden soll

Schon vom Maultierpfad über die Pässe bis zur Landstraße war es ein riesiger Schritt; als das erste Projekt eines Eisenbahntunnels auftauchte, erklärte man die Ingenieure für verrückt. Nach dem Sieges­zug des Autos stellt sich, die Frage:Wird die Schweiz die für einen ganzjährigen Autoverkehr not­wendigen Tunnels schaffen?" Das grandiose Pro­jekt des Gotthardtunnels, dessen Verwirklichung der Schweiz auf verkehrstechnischem Gebiet einen großen Vorsprung geben würde, liegt, wie die schon aus­gearbeiteten Pläne zeigen, absolut im Bereich des Möglichen, die Ausführung würde sich bei weitem

Amsterdam, 6. Febr. (DNB.) Je länger der Krieg dauert, desto offener rücken die Engländer mit ihren wahren Kriegsabsichten heraus. So findet sich wieder imStar" eine Stellungnahme, in der die v o l l st ä n d i a e W e h r l o s m a ch u n g Deutschlands geformt wird, da es kein anderes Mittel gäbe, ein Volk von 80 Millionen in Schach zu halten. Es heißt dort:... man braucht ein solches Volk, wenn erst einmal der Krieg gewonnen und Deutschland zur Wierderabrüstung gezwungen ist nur daran zu hindern, sich wieder zu bewaffnen. Diese Aufgabe ließe sich wirksam lösen durch bie Schaffung einer internationalen Luft­flotte von sagen wir 20 000 Bombenflugzeugen. Die Unterhaltungskosten hätte Deutschland zu tra­gen ... Der einzige Weg zum Frieden in Europa ist eiji unbewaffnetes Deutfchlan d."

Darüber hinaus wird auch eine Einflußnahme der Alliierten auf die Regierungsbildung und innere Verwaltung des Reiches (?) befürwortet und die be-

Genf, im Februar 1940.

Seit Ausfall des Rheinhafens von Basel, in dem 40 v. H. des gesamten schweizerischen Außenhandels umgeschlagen wurden, und seit der relativen Schließung der Grenzen nach Westen, Norden und Osten sind zwei Dinge für die Schweiz fühlbarer denn je geworden: ein gewisser Mangel an ganz­jährig zu befahrenden Autostraßen nach Süden, und die Beschränkung des Eisenbahnverkehrs durch die eingleisige Gvtthardbahn. Kein Wunder, daß im Augenblick der Entwertung der meisten Verbin­dungswege mit dem Ausland ein Riesenprojekt jüngster Vergangenheit, der Bau eines Auto­tunnels durch den St. Gotthard, den Wasserturm Europas, aufs neue aufgetaucht ist.

Die Schweiz, im Herzen Europas und zwischen den wichtigsten europäischen Staaten gelegen, stellte bisher im internationalen Bahn- und Autoverkehr Europas eine Art Verkehrsdrehscheibe de­alten Erdteils dar. Trotzdem machte sich aber gerade hier jedes Jahr in den Wintermonaten ein großer Verkehrsmangel bemerkbar: Die Alpen st raßen sind wegen des Schnees Monate hindurch für jeden Verkehr gesperrt. Um nun eine ganzjährige Autodurchführung der Alpen von Nor­den nach Süden und umgekehrt zu ermöglichen, ist der Ruf nach Autotunnels immer lauter und dringender geworden. Die Diskussion ging dann seit letztem Jahre hin und her, bis die Riesen­projekte wieder fast in Vergessenheit gerieten. Heute, wo einerseits wegen der durch den Krieg entstan­denen Verkehrsschwierigkeiten diese Tunnels eine große Erleichterung dar stellen würden, auf der an­deren Seite aber im Augenblick keine Möglichkeit besteht, die mit der Erstellung von Autotunnels äußerst kostspieligen Arbeiten aufzunehmen, taucht das Projekt, durch den St. Gotthard einen Auto­tunnel zu bauen, wieder auf. Und es ist gar nicht so unmöglich, daß in nicht allzuferner Zukunft Kraftwagen im Hundertkilometertempo durch den Wasserspeicher Europas, den St. Gotthard, fahren.

Das gigantische Verkehrsproblem und das Projekt des Gotthard-Autotunnels ist in der Schweiz und über sie hinaus in der ganzen Welt in den Brenn- Sunft einer leidenschaftlichen Diskussion zwischen ngenieuren, Technikern, Verkehrsfachleuten und Wirtschaftspolitikern gerückt. Damit wird auch die Frage der seit Jahren, besonders in der Schweiz, wachsenden Konkurrenz von Schiene und Straße besonders aktuell, zumal dieser ganze , Fragenkomplex in einem Fremdenverkehrsland wie der Schweiz ein ganz anderes Gesicht als sonstwo erhält. Der Sonnenbalkon der Schweiz, der ganz italienisch anmutende Tessin, ist im Kraftwagen vom Norden aus im Winter nicht zu erreichen. Ueberdies ist die Gotthardlinie so überlastet, daß,es hier einer dringenden Abänderung bedarf. Auch verkehrswirtschaftliche und strategische Gesichtspunkte spielen bei dem Problem der ganzjährigen Auto­befahrung einer schweizerischen Alpen-Nord-Süd- route eine große Rolle. Die Lösung all dieser Fra­gen heißt: Bau eines St.-Gotthard,Autotunnels, zu dessen Bau der bereits bestehende Eisenbahntunnel

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Nur ein Problem: Wie gewinnen wir -en Krieg?" Reichsminister Sr. Goebbels: Das deutsche Volk über den Ausgang des Entscheidungskampfes nicht im Zweifel.

Erde ohne Ueberwindung eines Höhenunterschiedes K ,, ,

im Bahntunnel in die auf Gleisen rollenden Wagen I ""b.,berwachungsanlage.

großen britischen Flugbootes durch ein deutsches Aufklärungsflugzeug am 19. 12. 1939, nach dessen Absturz auf die See das deutsche Flugzeug 808- Rufe aussandte, durch die die Rettung der britischen Flieger ermöglicht wurde. Auch noch während der großen Luftschlacht am 18. 12. 1939 waren deutsche Flugsicherungsschiffe und Flugzeuge unterwegs, um abgeschossene eng­lische Flugzeugbesatzungen aus der See aufzufischen und in Sicherheit zu bringen.

Kämpft der deutsche Flieger so ritterlich gegen seine Gegner, was sollte ihn dann dazu bestimmen, die wehrlose, schiffbrüchige Besatzung eines nor­wegischen Schiffes in ihren Rettungsbooten zu be­schießen. Kein deutscher Soldat wird sich je zu einer solchen sinnlosen Tat bereitfinden, auch wohl dann nicht, wenn ihm solche feigen und erbärmlichen Handlungen des Gegners ein moralisches Recht geben würden. Die Meldung derSagens Nyheter" unterscheidet sich in nichts von den Greuelmärchen der englischen Presse und ist eine gemeine und erbärmliche Lüge und nichts anderes.