Ausgabe 
6.11.1940
 
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Professor Goetze machte die Feststellung, daß fast nur Rinder erkranken, die mit Schafen zu­sammen in einem Stall stehen. Er ver­mutet, daß es sich bei dem Erreger um eine Spi­rochätenart handelt; es gelang ihm, diese bei seinen Untersuchungen sichtbar zu machen.

(Scherl-Bilderdienst-M.)

Frauenarbeit

im Gau Hessen-Nassau.

Am 6.November.sind es fünf Jahre her, seit der Gauleiter Frau Erna Westernacher zur Gaufrauenschaftsleiterin berufen hat. Im ganzen Gaugebiet sind täglich Tausende von Frauen tätig, um im Haushalt, bei der Kindererziehung, Kran­kenpflege und hundert anderen HUfeleistungen der berufstätigen Frau oder der überlasteten Mutter beizustehen. 50 000 Frauen im Gau Hessen-Nassau arbeiten als Nachbarschaftshelferinnen, für Behör­denstellen, als ehrenamtliche Mitarbeiterinnen auf unzähligen Aemtern und im Bahnhofsdienst der NSV. Hinzu kommt die freiwillige Leistung un- zähliaer Frauen in Nähstuben, bei der Erteilung von Kursen, bei der Erntehllfe, kurz auf allen Ge­bieten, auf denen die Arbeit der Frau benötigt wird. Wenn heute etwa 200 000 Frauen und Mädel im Gau Hessen-Nassau als Mitglieder zur NS.-Frauen- schaft / Deutsches Frauenwerk zählen, so ist das eine Zahl, die immer weller wachsen wird. Der Frauen­hilfsdienst ist eingesetzt zur Hilfe in Krankenhäusern und Wohlfahrtseinrichtungen. Unzählige Helferin­nen stehen allmonallich für NSV., Luftschutz und Rotes Kreuz zur Verfügung. Bei dieser Gelegenheit sei auch einmal der Frauen gedacht, die seit Jahren

unermüdlich ihre Arbeit an irgendeiner Stelle tun, von Haus zu Haus gehen, treppauf, treppab, nie ermüdend, well sie wissen, daß auch die kleinste Tat beiträgt zum Aufbau Großdeutschlands.

Wenn die vergangenen fünf Jahre im Gau Hes­sen-Nassau neben vieler Mühe und Arbell reichen Lohn gebracht haben, bann gebührt der Dank dafür in hohem Maße der Gaufrauenschaftsleiterin, Frau Erna Westernacher, die, selbst Mutter von fünf Kindern, seit fünf Jahren in ehrenamtlicher Tätigkell Aufbau und Arbeitseinsatz der NS.- Frauenschaft und des Deutschen Frauenwerkes leitet. Unzählige Frauen des Gaues haben bei ihr stets Hilfsbereitschaft gefunden und selbstverständliche Kameradschaft. Sie ist unendlich vielen Frauen zum nimmermüden Vorbild geworden und kann heute auf eine segensreiche Tätigkeit als Gaufrauenschafts- leüerin' zurückblicken.

Niederschlagung von Handwerkskammerbeiträgen.

Der Reichswirtschaftsminister hat angeordnet, daß die Handwerkskammern die für das Rechnungsjahr 1939 gestundeten Handwerkskammerbellräge der­jenigen Betriebe, die bereits im Laufe des Rech­nungsjahres 1939 wegen Einberufung oder Dienst­verpflichtung des Detriebsinhabers stillgelegt wur­den, nieder schlagen. Eine Veranlagung dieser Handwerksbetriebe zum Handwerkskammerbeitrag für das Rechnungsjahr 1940 findet nicht statt. Be­triebe, die im Laufe dieses Rechnungsjahres wieder eröffnet worden sind oder werden, sind mit dem auf die Wiedereröffnung folgenden Vierteljahr anteil­mäßig zum Handwerkskammerbeitrag heranzuziehen.

Blaues Licht bei Verdunkelung.

Der Reichsmmister der Luftfahrt und Ob erbe» fehlshaber der Luftwa-fte hat verfügt: Blaues Licht ist künftig zu verwenden für Verkehrsräume, deren Ausgänge unmittelbar ins Freie führen (Ein­gangshallen, Vorräume, Hauseingänge, Wind- fange, Flure, Lichttchleusen usw.); für Jnnenräume, deren Fenster und Außentüren zwar lichtdickft abge­blendet sind, aber gelegentlich unter Beibehaltung ebner schwachen Beleuchtung geöffnet werden (z. B. Räume in den Krankenanstallen). Solche Räume sind neben der Normal beleuchtung mit Blau­lichtbauten auszustatten, die jedesmal vor dem Auf- blenden der Fenster und Außentüren an Stelle der Normalbeleuchtung einzuschallen sind, für die Jn- nenbeleuchtung von Straßenbahnen, Omnibussen, Kraftfahrzeugen und Eisenbahnwagen: für beleuch­tete Verkehrszeichen sowie für die Beleuchtung von Bahnsteigen, Wartehallen und Frensprechhäuschen; für die Kennzeichen-, Zielrichtunas- und NuMmern- fchllder von Straßenbahn, Omnibussen sowie Kraft­fahrzeugen; für Hand- und Taschenlampen im Freien; für leuchtende Hinweisschilder zur Kenn­zeichnung von Geschäften, Hotels, Gaststätten, Thea­tern und Lichtspielhäusern. Für öffentliche Lust- schutzräume, Luftschutz-Rettungs- oder Befehlsstel­len, Polizeidienftstellen, Postämter, Krankenhäuser, Apotheken usw. sind die amtlich vorgeschriebenen Kennfarben weiter zu verwenden. Die Fenster von Treppenhäusern sind lichtdicht abzublenden. Leuch- terche Hinweisschilder zur Kennzeichnung von Ge­schäften, Hotels, Gaststätten dürfen lediglich An­gaben über Art und Namen des Betriebes aufmel­

fen. Bei Theatern und Lichtspielhäusern darf außer­dem der Titel der Darbietung angezeigt werden. Jede Lichtreklame auch bei Tage ist unter» sagt. Leuchtende Hinweisschilder sind bei Geschäften aller Art mit Geschäftsschluß, bei Gaststätten zu Be­ginn der Polizeistunoe, bei Theatern und Lichtspiel­häusern eine Viertelstunde nach Beginn der letzten Vorstellung zu löschen. Bei Fliegeralarm sind Hin­weisschilder einschl. derjenigen von Hotels, sofort zu löschen.

Aus aller Welt.

Schweres Flugzeugunglück in USA.

Wie aus Soll Lake Eity im Staate Utah gemel­det wird, ist ein Flugzeug der United Air Lines mit sieben Fluggästen und drei Mann Besatzung an Bord hei Centerville verunglückt. Sämtliche Insassen wurden getötet.

Vom Tankwart zum Opernsänger.

Am Stadttheater in Görlitz wird mit Beginn der neuen Spielzeit ein Breslauer als Opernsänger erscheinen, der noch vor zwei Jahren in Breslau als Tanwart tätig war. Es ist der 28jährige Ger­hard Frei, der feit zwei Jahren an der Schu­lung seiner stimmlichen Mittel arbeitete und nach dem Besuch der Landesmusikschule Breslau jetzt sein erstes Engagement nach Görlitz erhiell. Don der Mechanikerwerkstatt über die Tankstelle zur Opern­bühne gekommen, wird der pinge Bassist u. a. im Tannhäuser" undParsisal" vor die Oestentlich- keit tteten._________________________________________________

HauplichcisUetier: Dr. Hrtevnch SW beim Lange. Siellveraeler Del HauvNchrirkletters: Ernst Blumschetn. Beraniwottlich für Poiiki. und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für bti Feuilleton: Dr. Hans Thhriot; für Stadl Gießen, Provin,, Wittichasl u. Sport: Ernst B>um,che.n.

Druck und Berlag Brühliche UniöenUätsDnideret R. Lange 5t. G. Beriagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann- Anzergenlelter Hans Beck. Berantwo^l'ch -ürdenInbaliderAn'eiaen: TbeiidorKümmel Pl.N'-.g.

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Nach langem, schwerem Leiden entschlief plötzlich und unerwartet mein lieber, treuer Mann, unser herzensguter, treusorgender Vater, Schwiegervater, Groß­vater, Bruder. Schwager und Onkel

Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 7. November. 14 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt

Am Montag, dem 4. November, verschied nach kurzer, schwerer Krankheit mein lieber Vater, Schwiegervater, unser guter Bruder, Schwager und Onkel

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Donnerstag, 7.Nbv.

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Die Trauerfeier findet Donnerstag, den 7. November, nachmittags 3% Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt. - Von Beileids­besuchen bittet man absehen zu wollen.

In tiefer Trauer:

Emma Weinbrenner, geb. Seiler

Otto Weinbrenner, z. Z. im Felde und Frau Maria, geb. Schmidt

Artur Wembrenner, z. Z. im Felde

und Frau Mi Hy, geb. Spahn

Musikmeister Albert Klöckner, z.Z. im Felde und Frau Else, geb. Weinbrenner

Maya Weinbrenner, geb. Fahrbach und 4 Enkelkinder.

Freitag unwiderruflich letzter Tag!

Edgar

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Mittwoch, den 6., Donnerstag, den 7.w und Freitag, den 8. November 1940, nachmittags 4 Uhr und 5.30 Uhr

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