Mittwoch. 6. November 1940
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Gietzener Anzeiger
[90. Jahrgang Nr. 265
General-Anzeiger für Oberheffen
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wurden il a. in Walttsharn und Ford erneut hallen getroffen und eine große Anzahl von Flugzeugen am Boden zerstört.
Nach nächtlichen Angriffen auf L o v e n t r y und Liverpool konnten mehrere starke Explosionen und Brände beobachtet werden. In hillingkon, Ldiaburgh-Leilh und anderen Orten Schottlands erhielten Industrieanlagen schwere Treffer, die heftige Explosionen hervorriefen. Das Verminen britischer Häfen nahm feinen Fortgang.
Der Gegner unternahm keinerlei Einflüge in das Reichsgebiet. Lin britisches Flng- zeug, das sich der Lanalküste näherte, wurde abgeschossen, ein eigenes Flugzeug wird vermißt.
aussetzungen des Sieges, daß das deutsche Volk verstand, worum es ging. Ohne eine tief verwurzelte Bereitschaft jedes einzelnen Soldaten, die kühne Zielsetzung des Führers in sich aufzunehmen, wäre der Sieg in dieser Weise nicht möglich gewesen. Die Schicksalsstunde des Reichs fand ein Geschlecht, das der Stunde gewachsen war.
Frankreich hatte sich nicht nur militärisch, sondern auch g e i st i g hinter die Maqinotlinie zurückgezogen. Die Befestigung seiner Grenze im Osten ist das Symbol seines Verhängnisses, Hinter _ seinen wissenschaftlichen Definitionen und militärischen Panzerwerken erstarrt, verstand es die lebendige Geschichte nicht mehr. Längst bevor es einen Kriegsminister Maginot gab, hatte sich die französische Nation durch eine Ideologie, die die Statik über Dynamit, Logik über Wille, fertige rationale Formeln über geschichtliches Werden und Verstehen setzte, aus der lebendigen Wirklichkeit zurückgezogen. Der französische Chauvinismus war nichts anderes als die Unfähigkeit, ein Volk als eine zwischen Gefahr und Größe sich bewegende Wirklichkeit zu erkennen. Die Maginotlinie gab dem dogmatischen, unlebendigen und geschichtlslos denkenden französischen Geist seinen klassischen Ausdruck. hinter dieser Linie glaubte der Franzose wie hinter seiner Sprache dem geschichtlichen Werden
Broadway immer lebhafter. In der Gegend des Gebäudes der „New York Times" mußte der Straßenverkehr schließlich umgeleitet werden. Auch die Straßenbahnen mußten hier den Betrieb einstellen. , Die Menge stand zu Tausenden dicht gedrängt und erwartete die Bekanntgabe der Wahlergebnisse, die durch Zettel an den Schaufenstern der Zeitungen, durch elektrische Reklame an Hochhäusern, durch Lautsprecher, Rundfunk, Extrablätter, auf der Leinwand der Kinos, ja in Washlttg- ton sogar durch ein halbstarres Luftschiff verkündet wurden, an dessen Außenwänden in grellrotem Licht die letzten Resultate erschienen.
Der Wahltag war in den Vereinigten Staaten kein Feiertag. Nur die Regierungsangestellten erhielten Freizeit zur Wahlausübung, während die übrigen Berufstätigen vor oder nach der Arbeit oder während der Mittagspause ins Wahllokal gehen mußten. In Neuyork hatten jedoch fast sämtliche Büros und Geschäfte geschlossen. Bis zum Urnenschluß bestand Alkoholverbot. Die Polizei war für alle Zwischenfälle gewappnet und hatte eine Reserve von 19 000 Mann einsatzbereit.
Rekordbeteiligung n den präsidenischastswahlen Ungeheures Interesse in Neuyork^
Berlin, 5. Rov. (DRV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Troß der auch weiterhin besonders nugün- stigen Wetterlage griff die Luftwaffe bei Tag und Rächt England, Schottland und als Hauptziel London an. 3n der Zeit von 19 bis 6.30 Uhr warfen Kampfflugzeuge in rollendem Angriff anf die britische Hauptstadt insgesamt über 1 5 00 Bomben aller Kaliber. Am 4. Ro- vember und in der Rächt zum 5. Rovember unter- nahmeu Kampffliegerverbände außerdem zahlreiche Angriffe auf kriegswichtige Ziele, wie Flugplätze, Industrie- und Verkehrsaulagen, sowie Munitionsanstallen und Barackenlager. Dabei
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Druck und Verlag: vrühlsche UutverMtrdruckerei B. Lange
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Nachlässe:
Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengensiasiel 8 Plabvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25’/« mehr
Für die Demokraten kandidiert Franklin D. R o o s e v e l t (rechts), der damit also die dritte Amts- periode erstrebt, für die Republikaner Wendell L. Willkie, der Präsident des Kraftkonzerns, der „Common wealth and Southern“. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Balkanschicksal.
Seitdem man von einem europäischen Staaten- raum neugeschichtlicher Prägung sprechen kann, stand der Balkan ständig im Brennpunkt von Inter- essenkämpfen und politischen Intrigen, die sich allerdings im wesentlichen aus der Mentalität des Bal- kanmenschen selbst ergeben. Trotzdem soll nicht geleugnet werden, daß die Balkanvölker, nachdem sie ich in harten Kämpfen vom ottomanischen Joch bereit hatten, bemüht waren, sich zusammen zu schlie- zen, um als einheitlicher Raum eine Politik auf Gegenseitigkeit ohne Bindung an andere Staaten- gruppen zu betreiben. Doch diese Bestrebungen, die ährende Männer des damaligen Balkans verraten, scheiterten sämtlich an der politischen lln« ertigkeit ihrer Völker. So konnte es auch geschehen, daß der Balkan schon eine Reihe Jahre vor dem Weltkrieg in die Einflußsphäre von zwei geaenein- ander eingestellten Großmächten, des zaristischen Rußland und der österreichisch-ungari- schen Monarchie gelangte, wodurch eine klare innen- und außenpolitische Haltung der Balkan- oölker gerade in dieser unruhigen Zeitperiode un- möglich wurde. Nach dem Weltkrieg, der mit dem Zusammenbruch der erwähnten Großmächte endete, geriet der Balkan, soweit er sich auf die Seite der Alliierten geschlagen hatte, durch, die Gunstbezeugungen Frankreichs und Englands nur allzu schnell i n westliches Fahrwasser, womit England im wesentlichen wirtschaftliche, Frankreich dagegen politische Ziele verfolgte. Beide Richtungen trafen ich schließlich auf der Linie möglichst weitgehender Niederhaltung und Ausbeutung der Balkanstaaten mit dem militärischen Hintergedanken, zu gegebener Zeit in Verbindung mit der Tschecho-Slowakei und Polen den Balkan als östliche Aufmarschzone gegen ein wieder erstarkendes Deutschland benutzen zu können.
Es liegt eine gewisse Tragik im politischen Lebenslauf des Balkans nach dem Weltkriege, daß die meisten feiner Staaten sich gerade mit den Groß- möchten solidarisch erklärten, die die wirtschaftspolitische Ausnutzung des Balkans als Zielsetzung betrieben. Die intellektuellen Kreise ließen sich von der wesllichen Scheinkullur blenden, die Frankreich und England bewußt in den Hauptstädten der einzelnen Länder verbreiteten. Die niederen Volksschichten besaßen dagegen auch jetzt noch nicht soviel politische Schulung, um real zu denken und ihre Interessen wirkungsvoll zu vertreten. Erst in der weltwirtschaftlichen Depression um 1930 sowie später, als die Balkanstaaten trotz ihrer eigenen Nöte auf Anordnung der Westmächte zur Teilnahme an den Sanktionen gegen Italien im Abesfinienkrieg gezwungen wurden, erkannten zwei Staatsmänner des Südostens, König Alexander von Jugo-
448Wahlmänner für Roosevelt gegen 83 für Wilkie Das vorläufige Gesamtergebnis ergab in 38 Staaten eine Mehrheit für Roosevelt.
Mitten im Deutsch-Französischen Kriege war von Nietzsche die „Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik" niedergeschrieben worden. In dem Vorwort an Richard Wagner, mit dem er seinen Erstling ausstattete, wendete Nietzsche sich nicht ohne Ironie gegen diejenigen, die allzugern eine phllosophische Untersuchung dem großen geschichtlichen Augenblick für nicht angemessen zu er- ' klären geneigt sind, und die im Angesicht des bluti- : een Kampfes der Völker die Philosophie und die ....... " j eine Art „heite-
toerben könne.
Das Jahr, in welchem wir stehen, hat in der ollen Auseinandersetzung zwischen Deutsch- Iland und Frankreich eine unwiderrufliche Entscheidung gefällt. Nichts ist besser geeignet, zu einer Besinnung über den Anteil des G e i ° ft e s an den geschichtlichen Schicksalen der Volker ouszufordern, als diese Entscheidung. Auf den Schlachtfeldern des Westens sind nicht nur «ntge f>eere geschlagen worden — ein ganzes V o l k ist der Kraft der deutschen Waffen und des deutschen .Geistes erlegen. Es wurde nicht GamMn oder Wey-
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stellen möchten. Nicht nur die Kunst — auch die philosophische Besinnung auf die $ u n ft gilt Nietzsche als etwas anderes denn ein „lustiges Nebenbei, ein auch wohl zu missendes Schellengeklingel zum.Ernst des Daseins". In der Mitte der durch den Krieg neu angefochten deutschen "Hoffnungen versetzt er das ästhetische Problem ,*'das ihm an der Musik Richard Wagners oufgegangen ist. v m_
In dieser mutigen Herausstellung der Philosophie inmitten einer geschichtlichen Entscheidung erkennen wir einen tiefen deutschen Zug. Die Tat des Soldaten und des Politikers, die Schöpfung des Künstlers und das Werk des Denkers entspringen ein und derselben Kraft der Seele; es ist ein Zeichen verhängnisvoller Störungen, wenn die Linie der Tat und die Linie des Geistes auseinandergehen, i Geradezu verhängnisvoll aber müßte sich auf die j Dauer die Meinung auswirken, daß die Leistung des Soldaten, vielleicht verbunden mit der des Na- turwifsenfchafllers, gleichsam absolut sei, und auch . isoliert bestehen könne, während die Leistung des Philosophen und des Geisteswissenschaftlers als ein zuzeiten zu missendes „Schellengeklingel" angesehen
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eillich c ' Neuyork, 6. Nov. (DNB. Funkspruch.) Unter iung ui riesiger Beteiligung und ungeheurer Anteilnahme der gesamten Bevölkerung gingen in den Vereinigten Staaten am Dienstag die Wahlen vor sich. Bis 5 Uhr nachmittags, das ist 24 Uhr deutscher ßeit, hatten in Neuyork bereits 85 v. h. der Iähler ihre Stimme abgegeben, obwohl die Wahl- kale wegen der starken Zunahme der Wahlberech- [ten drei Stunde^ länger geöffnet waren 5 früher und erst um 9 Uhr abends schlossen. K a - f ornien, das hinter dem ameriknischen Osten ei Stunden zurück ist, schloß sogar erst um 11 Uhr, so um 6 Uhr früh deutscher Zeit. Natürlich dauert nun noch geraume Zeit, bis die Ergebnisse auszählt sind, denn man rechnet mll einer in der eschichte der USA. noch nicht dagewesenen Be- iligung von wahrscheinlich 50 Mil- Ni o ne n an der Präsidentenwahl.
Die Spannung, mit der die Bevölkerung das
Gleichzeitig mit der heutigen Präsidentenwahl erfolgt die Wahl des Vizepräsidenten. Ferner werden gewählt 35 Senatoren aus 102 Kandidaten, 432 Vertreter des Repräsentantenhauses, für die 979 Kandidaten aufgestellt sind, endlich 33 Gouverneure,- 255 Munizipalbeamte und Richter aus 607 Kandidaten. Der am 1. Juni begonnene Wahlfeldzug kostete die Demokraten bis Ende Oktober 1,2 Millionen Dollar, während die Republikaner ihre Wahlauslagen mit 1,17 Millionen Dollar beziffern.
Das erste Wohlergebnis.
Neuyork, ,5. Nov. (Europapreß.) Mit einer Schnellwahl haben die Einwohner des Keinen Ortes Sharon in New Hampshire es verstanden, bereits in den er ft en fünf Minuten des Dienstags den Namen ihrer Stadt in den USA. berühmt zu machen. Mit 24 Stimmen für Willkie und 10 Stimmen für Roosevelt konnte Sharon als e r ft e r Platz den Entscheidungskampf Willkie— Roosevelt zugunsten des Ersteren beenden.
Neuyork, 6. Rov. (DRV. Funkspruch.) Das vorläufige Gesamtergebnis der Präsidenteu- wahlen in den Vereinigten Staaten hat in 38 Lundes sl aalen eine Mehrheit für Roosevelt, in 10 Bundesstaaten eine Mehrheit für Vilkie ergeben. Die Zahl der Wahlmänner ür Roosevelt beträgt 448, die für Wilkie 3. Die Errechnung beruht auf 39,5 Millionen ab- egebener Stimmen, 20 Millionen fehlen noch. Doch ann sich das Ergebnis nur noch unwesentlich vergeben. Rund 55 v. h. der Wähler stimmten für loofeuelL Daß eine so erheblich größere Zahl der Vahlmänner für Roosevelt sich ergibt, liegt an dem ier bereits erläuterten Wahlsystem der Bereinigten Staaten.
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aand, sondern Frankreich besiegt, und es lohnt sich, sich die Ursache dieses folgenreichsten Zusammenbruchs, den die Geschichte Europas kennt, zu vergegenwärtigen.
Die frühere deutsche Disharmonie zwischen Tat und Geist, die ihren letzten Grund in dem tragischen Gesamtverlauf unserer Geschichte hat, ist den Franzosen erspart geblieben. Sie hatten den Vorzug, gerade in den letzten Jahrhunderten Epochen der Uedereinstimmung zwischen Tat und Geist zu erleben. Ihre Gefahr lag an einer anderen Stelle: sie mußten sich hüten, in dem' Glück ihrer Harmonie zu erstarren. Die Dogmatisie- rung des Glücks ist die französische Nationalgefahr ebenso, wie einstmals die Entzweiung die Nationalgefahr der Deutschen war. Wir hatten niemals Gelegenheit, in scheinbarer Vollendung und gettäum- ter Vollkommenheit fest und sicher zu werden. Soviel wir auch in unserer Vergangenheit zu betrauern haben, so ist doch eines gewiß: wir sind immer in Bewegung geblieben. In einem Bewegungskrieg ohnegleichen wurde schließlich^ das Verteidigungssystem der Franzosen von uns überrannt. Bei diesem einzigartigen Vorgang übertrug sich die gewaltige Dynamik des Führerwillens in einer geradezu wunderbar anmutenden Weise auf die Geführten. Es war eine der wesentlichen Dor-
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entzogen zu sein. Er, der im Verkehr von Mensch zu Mensch so geschickt den Augenblick zu erfassen versteht, ist heute allem geschichtlichen Geschehen völlig entfremdet.
Die französische Geisteswissenschaft, insbesondere die französische Geschichtsschreibung, trägt an dieser Unwissenheit über die eigene Wirklichkeit und um das eigene Schicksal kein geringes Maß an Schuld. Die Geisteswissenschaften haben in Frankreich viel dazu beigetragen, die Nation gegen das Schicksal zu isolieren und in einem dogmatischen Absolutismus erstarren zu lassen, bis schließlich das versteinerte Nationalbewußtsein nicht mehr imstande war, den europäischen Ereignissen zu folgen.
Die Geisteswissenschaften haben in Deutschland immer eine andere Stellung eingenommen als in dem einseitig naturwissenschaftlich und technisch interessierten Frankreich. Das lebendige geschichtliche Bewußtsein, das wir unter einer starken Führung heute unter uns erwacht sehen, ist ohne die ruhmvolle Arbeit der deutschen Geschichtswissenschaft und Geschichtsphllosophie im letzten Jahrhundert nicht zu denken. Das g e - schichtliche Erfassen der Wirklichkeit ist es, das den deutschen Geist am tiefsten vom westlichen mit feiner Neigung zum psychologischen, soziologischen und juristischen Formalismus Unterscheidet. Dieses geschichtliche Vorstellen ist von den Franzosen wohl bemerkt und oft genug als eine Art der deutschen „Unklarheit" verspottet worden. Das geschichtliche Verstehen der Wirklichkeit läßt sich in der Tat nicht auf Definitionen von der Art bringen, wie die Franzosen sie lieben. Dafür hat dieses Verstehen den Vorzug, daß es auf die Schicksale der Völker bezogen hleibt und imstande ist, das Unvorhergesehene in sich aufzunehmen. Was dem im Cartesianismus erstarrten Franzosen als „Unklarheit" erschien, war in Wahtheit ein eigener Stil des Denkens und Forschens, der einem tieferen, logisch schwerer zu erfassenden Verhältnis zur Wirklichkeit entsprang.
Alles was Ausdruck der Grundanlagen eines Volkes ist und auf die Haltung des einzelnen.einwirkt, ist in der Stunde der Bewährung gegenwärtig und daher von unmittelbarer politischer Bedeutung. Wie es ein cheoretischer Irrtum ist, die Naturwissenschaften von den Geisteswissenschaften und der Philosophie zu trennen, so ist es ein praktischer Fehler, die Geisteswissenschaften wegen ihres physikalisch nicht meßbaren Ertrags im Ernstfall als geringwertig anzusehen. Die sittliche Energie, mit welcher ein Volk dem Schicksal begegnet, ist sehr wesentlich davon abhängig, ob ein Volk geschicht-, liche Zusammenhänge und Notwendigkeiten auf« zusassen und zu verstehen vermag. Die Haltung des deutschen Volkes in diesem Kriege, die keinerlei Anleihe bei einem theologischen Bewußtsein von Auserwähltheit bedurfte, ist ein Zeugnis dafür, daß die geistigen Mächte, die diese Haltung mit geformt haben, ihrem Gesamtsinne nach im Einklang mit dem Ernst des deutschen Schicksals waren. Zu diesen Mächten gehörte auch die deutsche Wissenschaft. Es ist die stolze Aufgabe unserer Generation, dafür zu sorgen, daß auch die Geisteswissenschaften ihre große politische Ausgabe immer entschiedener erfüllen.
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Der Anteil des Geistes an den geschichtlichen Schicksalen der Völker
Von Dr. Alfred Bäumler, o. Professor der Philosophie an der llniversiiät Äerlin.
si es aber nirgendwo zu ernsthaften Zwischenallen gekommen. Lediglich einige Personen wurden wegen versuchten Wahlschwindels verhaftet. In 't e u y o r k sammelten sich bereits vor Einbruch her Dunkelheit viele Tausende im Stadtzen- rum, um die Bekanntmachung der Einzelergebnisse ibzuwarten. Noch bis in die späten Nachmittagstunden hatten beide Parteien auf den Straßen tarfe Propaganda durch Lautsprecherwagen, Flugblätter usw. betrieben. Auch die Rundfunksen- 'er hatten Auftufe an die Wähler verbreitet. Be- onders lebhaft war das Straßenbild a m B r o a d - vay, in dessen Nähe die Parteileitungen hre Hauptquartiere auigeschlagen hatten. Mit her- ünbrechendem Abend wurde der Verkehr auf dem
masatökErgebnis erwartet, ist außerordentlich stark. 2lus n Lmk- Straßen und Plätzen wurde überall lebhaft über Mäße l len Wahlausgang diskutiert. Trotz der Hochspannung
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