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Die Grafschaften Englands

(Scherl-Bilderdienst-IWege-M.)

die graue Perücke auf die Sitzung des Parla-

Uebergabe der Mrschallstäbe an die Feldmarschälle der Luftwaffe

Immer wieder der britische Verteidigungsgürtel durchbrochen

Oie schweren Schäden können nicht mehr verheimlicht werden.

Lustalarm unterbricht die ünterhaussihung.

Churchill will den Briten das Gchachergeschäst mit USA. schmackhaft machen.

den Kopf gefetzt hatte, um mente zu verkünden, und die Abgeordneten ihre Fragen an die Regierung richten sollten, schrillten die im Prunksaal des Parlaments schon in der letz­ten Septemberkrise eingebauten A l a r m s i r e n e n, um die Anwesenheit der deutschen Flugzeuge über London zu verkünden. Man versuchte anfänglich, Ruhe nach außen hin zu wahren, doch*mußte, wie der Londoner Nachrichtendienst zugeben muß, der Sprecher dem unruhigen Blick der Abgeordneten nachgeben, und man flüchtete in das zum Luftschutzraum ausgebaute Kellergeschoß, Churchill und das Kabinett an der Spitze. Erst nach zwei Stunden konnte die Sitzung wieder aus­genommen werden. Sie begann mit der Rehe Chur­chills, um sie nicht durch einen neuen Alarm völlig vom Programm verschwinden zu lassen. Churchills Rede beschäftigte sich mit der englisch-amerikanischen Zerstörer ° Transaktion, mit dem Schiedsspruch von Wien und mit dem Luftkrieg und seinen verhängnisvollen Folgen für die englische Oeffentlichkeit.

Es überrascht nicht, daß Churchill zu Beginn seiner Rede das für England blamable Tauschge- schäft mit Amerika als politische Großtat zu stem­peln versucht.Die zwischen Großbritannien und den Vereinigten Staaten vorgesehene Transaktion , so erklärte er stolz,ist nunmehr Wirklichkeit ge­worden. Die Admiralität hat uns erklärt, daß wir sehr zufrieden darüber sein dürften, diese 50 Zer­störer zu erhalten. Sie werden die Lücke füllen, die besteht, bis unser Kriegsbauprogramm ausgesthrt ist", fuhr Churchill vorbeugend hinzu. Denn auch m England könnte man merken, daß entgegen Jemen bisherigen Dementis und Verkleinerungsoersuchen, dieser Handel um jeden Preis, der einer Zwangs- liquidierunq des britischen Imperiums gleichkommt, ein, wenn auch kümmerliches Pflaster für die Wun­den bedeutet, die deutsche Torpedos und Bomben der britischen Flotte rissen. f ,.

Entgegen seiner sonstigen Überheblichkeit mach Churchill gute Miene zum bösen Spiel, als er auf den Wiener Schiedsspruch zu sprechen kommt. Die Gebietsveränderungen im Donauraum schluckt er glatt hinunter und erklärt plötzlich: ,/Äch

wie Churchill sagt,der Kraft, des Willens und der Ausdauer" als Fundament zu dienen.Möge dieser Kampf so lebhaft und so lange sein, wie er kann: Wir werden vor ihm nicht zurückweichen", diese Worte sind im Munde desSiegers" von Andals- nes, Dünkirchen und Berbera schon mehr als faul.

Unsere Angelegenheiten befinden sich im weite­sten Ausmaße in Fluß",Niemand darf annehmen, daß die Gefahr einer Invasion vorüber ist", fährt Churchill dann fort, um sich dann an dem allgemein neu Rätselraten in England zu beteiligen, ob dec tödliche Angriff von jenseits der See" vor oder nach dem 15. September oder gar erst im Winter erfolgt. Jedenfalls scheinen ihm des Führers Worte, daß "er kommt", mächtig in die Glieder gefahren zu sein. Sich selbst Mut machend, glaubt er gegen seine eigene Ueberzeugung behaupten zu müssen, daßEngland sich seit einigen Monaten in der besten Lage befindet".

Diese beste Lage illustriert Churchill durch einen Blick auf den mittleren Orient, wobei er zugeben muß, daß hier schwere Kämpfe zu erwar­ten sind.Aber wir haben die Absicht", so erklärt er,dort unsere Stellung mit aller uns zur Ver­fügung stehenden Macht zu behalten". Die Tatsachen werden, wie immer, anders aussehen.Auf diese Art", so schließt Churchill,werden wir sowohl im Mutterlande wie im Auslande unseren Weg fort­setzen, von wo auch die Winde wehen mögen." Wo­hin der Weg führt, den Churchill fortzusetzen ge­denkt, hat der Führer in seiner siegesgewissen Rede deutlich gesagt. Es nutzt Churchill nichts, wenn er die Worte Adolf Hitlers zu ignorieren versucht. Sie sind noch frisch in der Erinnerung der Welt. Das Phrasengeklüngel des alten Hetzers verrät um so deutlicher seine Verzweiflung und Ohnmacht.

habe schon immer daran gedacht, daß der Süd­teil der Dobrudscha Bulgarien wiedergegeben wer­den müsse. Auch bin ich noch niemals damit ein­verstanden gewesen, wie Ungarn nach dem ersten Kriege behandelt worden ist." Wann und wo Chur­chill sein Herz für eine gerechte Aufteilung des Donauraumes gezeigt hat, sagt er allerdings nicht. Wie der Fuchs in der Fabel von den Trauben gibt er angesichts der Tatsache, daß das brittsche Ränke­spiel auf dem Balkan ein für allemal ausgeschaltet ist, klein bei, England habe nichts gegen Grenzver­änderungen einzuwenden, die im Einverständnis mit den beteiligten und interessierten Staaten erfolgen. Dann vertrat Churchill aber die Ansicht, daß bei den

Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht überreichte wie schon gemeldet in seinem Arbeitszimmer in der Neuen Reichskanzlei in Anwesenheit des Reichsmarschalls Göring den Feldmarschällen der Luftwaffe Generalfeldmarschall Milch,Sverrle (links) und Kessel. Eing (rechts) die MrjchallMbe als Jnjiflnien des i&nen am ILSulj b8I d.emLeMMaLeichstagMetzem»MmWajlianges. WMeH°llmana°W^

in Wien getroffenen Abmachungen die rumänische Regierung nicht ausreichend konsultiert worden sei und man über die Oeffentlichkeit von Rumänien und Ungarn hinweg die neue Grenzziehung vorgenom­men habe.

Voller nimmt Churchill dann den Mund, als er auf die deutschen Luftangriffe zu sprechen kommt. Viel Neues weiß er allerdings nicht zu sagen. Seine Zahlenkunststücke sind zu abgenutzt, um damit noch irgendwelchen Eindruck machen zu können. Wenn er das Verhältnis der abgeschossenen deut­schen Flugzeuge zu denen Englands mit 3:1 bezeich­net, weiß die ganze Welt, daß das Gegenteil kaum die Verlustquote Britanniens bezeichnet. Chur­chill wird auch in England kaum Glauben finden, wenn er die verheerende Wirkung deutscher Bomber zu verkleinern und zu verschleiern sucht und be­hauptet, daß die Zerstörungen, die nur sekundärer Natur wären, bereits während des Monats August wieder repariert wurden und nur 800 Häuser derart beschädigt waren, daß man sie nicht wieder aufbauen kann.

Das britische Volk dürfte durch den Augenschein besser unterrichtet sein und es als wenig tröstlich empfinden, wenn der einst so geschwollene Kriegs­hetzer verkündet, daß England sich für den Sep­tember noch auf einen weit schwereren Kampf gefaßt machen müsse. Vorsichtig bereitet er darauf vor, daß Deutschland seine Luftangriffe noch vergrößern könne. Vor der kühnen Behauptung, daß sich die englische Luftwaffe an Zahl sehr schnell der deutschen nähere, bekommt Churchill selbst Angst, so sagt er:D a s h e i ß t, e s festigtsichunser Glaube, daß wir es in dieser Periode des Krieges erreichen werden."

Das alles find wenig tröstliche Tatsachen und sie sind schlecht geeignet, diesemKriege der Nerven",

Stockholm, 5.September. (Europapreß.) Die am Sonntag angekündigte große Rede Winston Churchills im Unterhaus mußte dank der Ak­tivität der deutschen Luftwaffe, der es abermals gelang, den Verteidigungsgürtel Londons zu durch­brechen, zeitlich verschoben werden. Kurz, nach­dem sich der Sprecher des Unterhauses gemäß der Tradition des Parlaments die

Ueber denBlitzkrieg in der Luft" äußerte sich Donnerstag abend im britischen Rundfunk Luftmar­schall Sir Philip Joubert. Er sagte dabei, vor einiger Zeit sei es noch nicht ganz klar gewesen, welches der S i n n u n d Z w e ck der deutschen Luft­angriffe sei. Jetzt könne man aber klarer sehen, und er1 (ei der Auffassung, die Deutschen beabsich­tigten, die Engländer mit ihrer Luftverteidigung immer weiter von der Küste landein­wärts abzudrängen. Bis jetzt sei das den Deutschen noch nicht gelungen. Allerdings müsse er zugeben, daß an Flugplätzen und Verkehrsknotenpunkten einiger Schaden von deutschen Maschinen angerichtet wor­den sei. Seit einiger Zeit führten nun die Deut­schen auch umfangreiche Nachtangriffe auf England durch. Sie richteten dabei eine ganze Menge Scha­den an. Des nachts sei die brittsche Abwehr bis jetzt nicht besonders erfolgreich gewesen. Es komme eben daraus an, noch mehr Erfahrungen zu sammeln.

Erzählt uns die Wahrheit."

Immer mehr Zweifel an den britischen Berichten.

Madrid, 6. Sept. (Europapreß.) Unter der Ueberschrift:Erzählt uns di e Wahrheit", veröffentlichtNews Chronicle" den Brief eines Lesers, in dem wieder einmal Beschwerde geführt wird über die Stichhaltigkeit amtlicher Kommuni­ques in bezug auf die Wirkung der deutschen Luft­angriffe. Churchill habe kürzlich erwähnt, daß f a st tausend Häuser in der Hafenstadt Rams­gate zerstört worden seien. Der Briefschreiber fährt dann fort: ,Zch habe all die amtlichen Kom­muniques des Luftfahrt- und Innenministeriums nachgesehen, die nach den Luftangriffen ausgegeben wurden und finde dort keinen Hinweis, daß dort so schwerer Schaden angerichtet wurde. Einige Gebäude wurden getroffen." Ich möchte sagen, eine geringe Angabe (Understatement) für tausend Häuser." Wenn Churchill die Wahrheit zu- gegeben habe, so werde dieser kurze Einblick in die Schäden, die die deutschen Angreifer anrichteten, von nun an nur dazu dienen, Zweifel an allen offiziellen Kommuniques zu äußern.

Truppen ohne Unterkunft, Heüenschützen ohne Schlaf.

Stockholm, 5. Sept. (Europapreß.) In Eng­land herrscht beträchtliche Ratlosigkeit wegen der noch ungelösten Frage, wo man während der Wintermonate die Angehörigen des stehenden Heeres und die aktiv dienende Truppe unterbringen soll. Das stehende und akttve Heer war bisher i n großen Zelten untergebracht, da die requi-

Stockholm, 6. Sept. (Europapreß.) London hat in den Morgenstunden des Donnerstag einen weiteren Luftangriff erlebt. Er dauerte von 9 bis 10 Uhr englischer Zeit und wurde in erster Linie gegen die in den Grafschaften südlich von London gelegenen Flugplätze ausgewogen. Der englische Nachrichtendienst muß bestätigen, daß die deutsche Luftwaffe in den letzten zwölf Stunden bei ihren Angriffen gegen militärische Ziele in ganz England verheerenden Schaden angerichtet hat. Man erklärt, daß die Deutschen sich in erster Linie gegen die Flugplätze in Südengland wandten und bestätigt, daß zahlreicheTrefferzu verzeich­nen waren. Allerdings werden die deutschen Er­folge verkleinert. Man räumt aber doch em,das bedeutet nicht, daß keinerlei Schaden angerichtet wurde". Die Aktton der deutschen Luftwaffe erstreckte sich bis in die Vororte der englischen Hauptstadt. Zwei Städte im Nordosten erlebten besonders heftige Luftakttonen während der Nacht, in einer dieser Städte ist eine Industrieanlage nach Londoner Bestätigung vernichtet worden. In Lon­doner Vororten wurden, wie man ebenfalls bestä­tigt, Bomben auf Fabrikanlagen geworfen. Es sind Volltreffer zu verzeichnen gewesen. Die Angriffe gegen den SüÜosten werden als besonders hefttg bezeichnet. In diesem Zusammenhang macht der englische Nachrichtendienst die Mitteilung, daß es deutschen Bombern gelungen sei, einige englische Jagdflugzeugplätze derartig mit Bomben zu belegen, daß sie vorübergehend vollständig außer Aktion gesetzt werden mußten und den englischen Flugzeugeinheiten nicht als Opera­tionsbasis dienen konnten.

In einem R e u t e r b e r i ch t heißt es, daß die Luftkämpfe an der Südostküste als sehr heftig zu bezeichnen seien, da Massen deutscher Bomben- und Jagdflugzeuge die Verteidigungsgürtel Englands durchbrachen, um gegen die Themsemündung vorzudringen. Eine Anzahl Explo­siv- und Brandbomben wurde über dem Außen­bezirk der englischen Hauptstadt abgeworfen. Auch über den Middlands erschienen am Donners­tagnachmittag wieder zahlreiche deutsche Flugzeuge, die militärische Ziele unter Feuer nahmen.

Reuters Luftfahrtkorrespondent gibt au:Es wird nicht abgeleugnet, daß mehrere vorgeschobene Flug­plätze ernsthaft zetstampft worden find. Die Rollfelder wurden getroffen. Die Gebäude, Büros und Flugzeugschuppen haben gewisse Beschädigungen erlitten." Man habe bereite neue Mannschaften ein- setzen müssen, um einige Flugplätze wieder gebrauchs­fähig zu machen. Auch wird eingestanden, daß die Operationen der RAF.auf Grund der Heftigkeit und Ausdauer der deutschen Angriffe" behindert worden seien. Die britischen Jäger hätten sich aber noch nicht auf die Londoner Grenze zurückgezogen. Größere Hemmungen wurden durch den Verlust an Personal der Luftwaffe verursacht."

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Gleichnamige Grafschafts- Haupt Städte sind in der Karte ohne Hamen eingetragen

Die Zahlen bezeichnen die Grafschaften,deren Namen nicht mehr eingezeichnet werden konnten

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