Ausgabe 
6.7.1940
 
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22.26 Uhr.

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tauschverhältms von Marmelade zu

können. Diese Neuregelung verfolgt den Zweck, daß

bürgermeisters.

Wirtschaft

Erfrischende Getränke der Sommerzeit.

Besuch in einer Gießener Limonade-Fabrikation.

Brände verhüten heißt Ernten sichern

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Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstagnach. mittags geschloffen.

das vornehme ,067D i Familien-Caf& in Qießen

Sonnenaufgang 5.12 Uhr, Sonnenuntergang

21.47 Uhr. Mond aufgang 7.50 Uhr, Monduntergang

NSG. Oft genug fällt die Ernte von Getreide, Stroh, Heu, Flachs und anderen wichtigen landwirt­schaftlichen Erzeugnissen mit ausgesprochenen Trockenperioden zusammen. Schon das ist Gefahr genug und verlangt ständige Wachsamkeit gegenüber allerlei äußeren Entwicklungen, die zur Entstehung von Bränden führen können. Darum wird jeder ein­sichtige Mensch die bekanntgegebene Polizeiverord­nung über die sichere Lagerung von Getreide- und anderen Ernteerzeugnissen begrüßen und bei seiner eigenen Arbeit sorgfältig beachten. Man weiß ja, wie leicht Brände auf die Vorräte übergreifen kön­nen, wie gefährlich der Funkenflug vom Eisenbahn­damm her oder von den Häusern der Umgegend für die Vorräte der Feldscheunen, Schobern, Diemen usw. ist, wieviel Brände schon durch das Rauchen an derartigen Stätten entstanden sind. Leichtfertig­keit und Unachtsamkeit waren stets die besten Helfer des Roten Hahns. Wer sie energisch bekämpft, trägt dadurch sehr wesentlich zum Schutz vor Feuer­gefahren bei. Daran muß heute noch nachdrücklicher als sonst erinnert werden, denn die Kriegszeit bringt es mit sich, daß gerade zur Erntezeit auch Helfer auf dem Acker erscheinen, die mit den an sich selbstver­ständlichen und leicht begreiflichen Vorsichtsmaßnah­men nicht genügend vertraut sind.

Noch ernster ist die Gefahr, die bei der Verwen­dung von Kriegsgefangenen in landwirtsckaftlichen Betrieben erwächst. Bestand schon sonst Anlaß ge­nug, auf die Tatsache zu verweisen, daß auch der tüchtigste Helfer aus diesen Reihen ein Angehöriger der feindlichen Heere ist und bleibt, so muß jetzt im­mer wieder bedacht werden, daß die Vernichtung von Erntevorräten durch Brandstiftung besonders leicht durchführbar ist und daher zu den verbreüet- sten Sabotageakten gehört. Höch st e Aufm e r k - samkeit ist das sicherste Mittel dagegen. Wer durch sein eigenes Verhalten ein Vorbild gibt, kann von seinen Kameraden und Mitarbeitern mit wen größerem Nachdruck verlangen, daß sie nicht durch Leichtsinn und Unachtsamkeit den Roten Hahn heran-

Es sei daran erinnert, daß die vom Reichskrimi- nalpolizeiamt geführte Brandstatistik innerhalb dreier

Strafkammer Gießen.

Der A. W. in Bingenheim war durch Urteil des Amtsgerichts Nidda vom 15. März d.J. zu einer Geldstrafe von 30, RM. verurteilt worden. Er fuhr am 23. Oktober v.I. mit einer Zugmaschine mit Anhänger auf der Ortsstraße in Bingenheim, ohne im Besitze des Führerscheins der Klasse II zu sein. Gegen das Urteil legte er Berufung ein. In der Hauptverhandlung war der Angeklagte trotz ordnungsmäßiger Ladung nicht erschienen, weshalb die Berufung verworfen mürbe.

ßen Gr.-Buseck, Heuchelheim Launsbach, Krofdorf Atzbach. 28. 7.: Atzbach Gr.-Buseck, Krofdorf Mtv. Gießen. 4.8.: Heuchelheim Krofdorf, Launsbach Atzbach. 11.8.: Mtv.

ßen Heuchelheim, Gr.-Buseck -Launsbach.

der Einzekhaushalt in den Stand gesetzt werden soll, ausreichende Mengen Obst für den Eigenbedarf einzukochen.

Notizen für den 7. Juli.

Staffel 3: 7.7.: Krofdorf Launsbach, Mtv. Gießen Atzbach, Heuchelheim Gr.-Buseck. 14.7.: Launsbach Mtv. Gießen, Atzbach Heu­chelheim, Gr.-Buseck Krofdorf. 21.7.: Mtv. Gie- Gr.^Buseck, Heuchelheim Launsbach,

zwei Monaten. Der Angeklagte wurde wegen Ver­gehen gegen die Verordnung über die Behandlung von Ausländern zu einer Gefängnisstrafe von ei­ne m M o n a t, abzüglich sechs Tage Untersuchungs-

Jn der Zeit des hohen Sommers wird gerne und oft nach einem Glas erfrischenden Getränks gegriffen und es fehlt auch nicht an solchen Erfrischungen, die sich jedermann entweder selbst bereitet, oder aber er­wirbt, wo sie ihm geboten werden. Viele begnügen sich vielleicht mit einem Trunk frischen Wassers, die meisten aber wollenejwas auf der Zunge habe n". Für die meisten muß die Erfrischung mit Geschmack verbunden sein und die besten Mittel hierzu sind die Fruchtsäfte. Dieses Verlangen nach Fruchtsäften hat sich die einschlägige Industrie zu­nutze gemacht. Es ist vielleicht nicht jedermann be­kannt, daß es in unserer Stadt Betriebe gibt, in denen man sich ausschließlich mit der Herstellung von erfrischenden Getränken beschäftigt. Dabei fei noch nicht einmal an die Fruchtsaftkeltereien gedacht, die die gärungslose Früchteverwertung pflegen, son­dern an solche Betriebe, die Limonaden Her­stellen. Wir besuchten einmal einen solchen Betrieb in der Walltorstraße und sahen, mit welcher Sorgfalt die Limonaden hergestellt werden.

Der erste Eindruck, der dabei zu gewinnen war, war der eines modernen Maschinenparks. Da blitzt Kupfer und Nickel von blanken Behältern und Röhren. Da gibt es eine automatische Flaschen­reinigungsmaschine, die in rascher Folge die in war­mem Laugenwasser vorbehandelten Flaschen kristall­klar sauber spült und bürstet, um sie schließlich hy­gienisch einwandfrei zu entlassen.

Und von der Reinigungsmaschine aus wandert die Flasche sofort zum Füllgerät. Wenn Limonade^rnt- stehen soll, sei es nun die charakteristische leuchtend gelbe Zitronen-, die rote Himbeer- oder die grüne Waldmeisterlimonade, so wird zunächst ein ganz be­stimmtes Quantum Fruchtessenz in die Flasche ge­bracht und anschließend wird Wasser zugeführt, bis die Flasche gefüllt ist. Das Wasser, das dabei in die Flaschen kommt und sich innig mit den Fruchtessenzen verbindet, ist nicht Wasser schlechthin, vielmehr hat es vorher schon eine energische Anreicherung mit Kohlensäure erhalten. Für diesen Kohlensäurezusatz

dann in einer weiteren Maschine das Etikett auf­geklebt ist, dann können die frischgefüllten Limonade- Flaschen in ganzen Batterien den Weg in die Gast­stätten, in die Erfrischungskioske, Kantinen usw. an­treten, um schließlich über diese Stationen ihrer Be°

Fußball der Bezirksklaffe Gießen.

1900 Rodheim.

Die Blau-Weißen haben am morgigen Sonntag die Mannschaft von Rodheim auf eigenem Platz am Trieb zu Gast. Mit dieser Gastelf haben die Gießener noch eine Rechnung offen. Beim Vorspiel verlor die Spielvereinigung, wenn auch knapp, mit 1:0. Diese Scharte gilt es auszuwetzen, Wenn auch der Gegner nicht unterschätzt werden darf, so sollte man doch, zudem die 1900er den eigenen Platz unter den Füßen haben, mit ihrem Sieg rechnen können. Eine abermalige Niederlage würde wohl für alle Anhänger der Blau-Weißen eine grobe Enttäuschung bedeuten. Mit der Mannschaft Fischer, Schneider, Goß, Bischoff, Jäger, Hain, Rodenhausen, Pechauschek, Kraft, Heeg, Nachtigall sind die Aus­sichten nicht schlecht.

Die 2. Fußball-Klasse im Kampf um die punkte.

Garbenleich I Grohen-Buseck L

Wohl das schwerste Spiel hat der Tabellenführer in Garbenteich auszutragen, denn die Platzherren haben bewiesen, daß sie zu Recht den zweiten Ta­bellenplatz einnehmen. Die Mannschaft hat in den letzten Spielen beachtliche Siege herausaeholt und will sich auch für die Niederlage im Vorspiel schad­los halten. Dies dürfte durchaus möglich sein, zu­mal die Elf den Dortell des eigenen Platzes hat. Die Gäste stehen daher vor einer sehr schweren Auf­gabe, sie müssen schon mit besseren Leistungen als am Dorsonntag auswarten, wenn der große Wurf gelingen soll.

Hungen I Steinbach I.

Hungen erwartet Steinbach zum fälligen Rück­spiel. Nachdem die Hungener im Vorspiel eine deut­liche Niederlage einstecken mußten, hat sich inzwi­schen das Stärkeverhältnis stark zu Gunsten der Platzherren geändert. Erst am letzten Sonntag zeigte Hungen ein hervorragendes Spiel. Die Gaste da- I gegen mußten eine derbe Niederlage hinnehmen.

Heuchelheim I VfD. R. II.

gedacht. Dr. Luh nahm daran teil und erreichte im Kugelstoßen die Weite von 14,85 Meter. Mit dieser Leistung, die allerdings hinter seiner diesjährigen Bestleistung zurückbleibt, konnte er sich an der Spitze der Wettbewerber behaupten. Der Länüerkämpf gegen Ungarn, an dem Dr. Luh teilgenommen hätte, wurde abgesagt.

zentrale Anlagestelle für die verfügbaren Gelder der Sparkassen. Daneben werden alle Geschäfte bank­mäßiger Art in den durch die Grundsätze der Mündelsicherheit gezogenen Grenzen auch das Pri- vatkreditgeschäft gepflegt.

Die Geschäftsräume befinden sich in Darmstadt. Die seitherigen Filialen der Landeskommunalbank Girozentrale für Hessen in Mainz und Offenbach führen ihre Geschäfte als Filialen der neuen Bank unverändert weiter. Auch in der Geschäftsführung der Öffentlichen Bausparkasse tritt keine Aenderung ein: sie ist von jetzt ab eine Abteilung der neuen Bank.

Das Direktorium der neuen Dank seht sich wie folgt zusammen: Generaldirektor Dr. Acker (Be­triebsführer), stellvertr. Generaldirektor Dr. K u z e l, Landesbankdirektor Henkel, sowie als stellvertr. Mitgl. Landesbankdirektoren Schmid und Dr. K i ß n e r.

Die Hessische Landesbank Girozentrale ist auf Grund der von den zusammengeschlossenen In­stituten übernommenen Organisation in der Lage, ihre volle Tätigkeit sofort aufzunehmen.

zusammengeschlossen werden. Die neue Bank ist für das Gebiet des Landes Hessen als Körperschaft des öffentlichen Rechts mit dem Sitz in Darmstadt er­richtet.

Das Vermögen der erstgenannten drei Banken ist im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf die neue Bank übergegangen. Die Hessische Landesbank Girozentrale ist mit einem Stammkapital von 5 Mill. Reichsmark ausgestattet. Neben dem eigenen Vermögen (Stammkapital und Vermögen) haften ür die Verbindlichkeiten das Land Hessen (später Landesverband) und der Hessische Sparkassen- und Giroverband unbeschränkt als Gesamtschuldner.

Durch die Gründung der neuen Bank wird nun­mehr nur noch ein zentrales öffentlich-rechtliches Kreditinstitut im Lande Hessen bestehen. Die Bant wird bei ihrer Größe (die Bilanzsumme wird 380 Mill. Reichsmark erreichen) und bei ihrem Geschäfts­kreis berufen fein, im Rahmen der Wirtschaft und des Kreditwesens eine wichtige Rolle zu spielen. Sie hat nach ihrer Satzung insbesondere die Auf­gabe, Hypotheken und Kommunaldarlehen im Lande Hessen zu gewähren; hierbei beschafft sich die Bank die Mittel durch Ausgabe von Pfandbriefen und Kommunalschuldoerschreibungen. Die neue Bank hat ferner die bankmäßigen Geschäfte des Landes Hessen, der Sparkassen und der Gemeinden, so­wie der sonstigen Körperschaften des öffentlichen Rechts zu besorgen und dient als Girozentrale und

Die langjährigen Bestrebungen zu einer Derem- .heitlichung im hessischen öffentlichen Bankwesen wer- des Wassers steht wieder ein besonderer Apparat bjen nun verwirklicht. Durch die persönliche Jnitia- zur Verfügung, mit dessen Hilfe es möglich ist, dem tive und auf besonderen Antrag des Reichsstatthal- Wasser Kohlensäure bis zur fünffachen Sättigung fers in Hessen und Gauleiters Sprenger hat der zuzusetzen. Das bedeutet also, daß Limonade, auf Reichswirtschaftsminister angeordnet, daß am 1. Ju- diese Weise behandelt einen besonders erfrischen- n 1940 die Hessische Landesbank Staatsbank, den Charakter trägt, herrlich schäumt und prickelt, die Landeskommunalbank^Girozentrale für Hessen so, wie es nicht nur die Kinder, sondern auch die und die Hessische Landes-Hypothekenbank A.G. zu Erwachsenen gerne haben. Rasch werden die Flaschen einer Gemeinschaftsbank mit dem Namen e f « geschlossen. Die Limonade befindet sich in Flaschen fische Landesbank Girozentrale" unter einem Druck von vier Atmosphären. Wenn I

Monate unter vielen anderen schweren Bränden in landwirtschaftlichen Betrieben die Vernichtung von sieben Gehöften, 137 mit Erntevorräten gefüllten Scheunen, drei Getreideschobern, einem Heuschober, 16 Schuppen, einem großen Getreidelager, aufzählt. Unter den Brandursachen überwiegen vor­sätzliche und fahrlässige Brandstif­tung sowie die Brandstiftung durch Kin- d e r. Weit mehr als die Hälfte der großen Feuers­brünste in einem Vierteljahr ist auf verbrecherisches und leichtsinniges Verhalten des Menschen zurück- zuführen.

Die Folgerung wird jeder für sich selbst ziehen. Die Technik Hilst wohl dabei, Haus und Hof bet Ge­witter vor Einschlägen und Bränden zu schützen. Durch sorgfältige Ueberwachung der technischenAnlagen, insbesondere der e l e k - trischen Zuleitungen, lassen sich ebenfalls Feuersgefahren verhüten. Doch das Gefühl, für bte Ernährung der Volksgemeinschaft verantwortlich zu fein, gibt dem Landvolk die Pflicht auf, nicht nur gegen einige, sondern gegen alle Gefahrenherde des Brandschadens die gebotenen und erfolgverheißen­den Schutzmaßnahmen zu treffen.

allem auch daheim sehr schwer zu bezwingen sind), müßten die Grün-Weißen ein großes SpiÄ liefern, wenn es zu einem Siege reichen soll.

Grüningen I Klein-Linden L

Der Sportverein Grüningen empfängt die Elf von Klein-Linden zum Vunktkampf. Die Gäste gelten als sehr stark, jedoch hat der Gastgeber jetzt eine Mannschaft zusammen, die von Spiel zu Spiel bef­er wird. Dazu kommt noch der eigene Platz. Ein Grund mehr, den Gästen wenig Aussichten auf den Sieg einzuräumen.

Endspiel

der Handball-Kriegsmeisterschast.

In einer der handballfreudigsten Städte des Rei­ches, in Halle, steigt am Sonntag das Endspiel um die deutsche Handball-Kriegsmeisterschaft, für das sich Polizei Magdeburg und SV. L i n t - fort, die Meister der Bereiche Mitte und Nieder­rhein, qualifiziert haben. Man darf einen ziemlich ausgeglichenen Kampf erwarten, dessen Ausgang recht ungewiß ist. Polizei Magdeburg, der Meister aus dem Jahre 1935, hat bekannte Spieler in ihren Reihen. Lintfort erreichte bereits im vergangenen Jahr das Endspiel, scheiterte aber knapp am MTSA. Leipzig, dem Meister der drei letzten Jahre. Vielleicht gelingt den Rheinländern diesmal der große Wurf.

Ausgleichsspiele zur Lahnpokalrunde.

Für die nicht an den Entscheidungsspielen betei­ligten Mannschaften hat der Bezirksfachwart eine neue Runde eingeteilt, und zwar die

Ausgleichsspiele zur Lahnpokalrunde.

Daran sind alle Mannschaften des Bezirkes beteiligt. Sie spielen um eine Urkunde des Bereichs und um einen von der Bezirksführung zur Verfügung ge­stellten neuen Handball. Insgesamt konnten 17 Mannschaften berücksichtigt werden, die in 3 Staf­feln zusammengestellt wurden.

Im Hinblick darauf, daß die Einteilung bereits interessante Paarungen ergeben hat, ist mit spannen­den Spielen zu rechnen. Im übrigen aber haben die teilnehmenden Mannschaften die Möglichkeit, ihren Spielbetrieb aufrechtzuerhalten. Das aber soll nicht zuletzt der Zweck der Pslichtspiele fein.

Die Termine:

Staffel 1: 7.7.: Dutenhofen Hörnsheim, Holzheim Niedergirmes. 14.7.: Hörnsheim Holzheim, Niedergirmes Dutenhofen, Lang- Göns Lützellinden. 21.7.: Holzheim Lang- Göns, Lützellinden Niedergirmes. 28.7.: Lang- Göns Dutenhofen, Niedergirmes Hörnsheim, Lützellinden Holzheim. 4.8.: Dutenhofen Lützellinden, Hörnsheim Lang-^Göns. 11.8.k Holzheim Dutenhofen, Hörnsheim Lützellin­den, Lang-Göns Niedergirmes.

Staffel 2: 1.1.: Grüningen Kl.-Linden, Oberkleen Gr.-Linden. 14.7.: Lang-Göns Grüningen, Kl.-Linden Oberkleen. 21.7.: Gr.- Linden Lang-Göns, Grüningen Oberkleen. 28. 7.: Oberkleen Lang-Göns, Kl.-Linden Gr.-Linden. 4.8.: Gr.-Linden Grüningen, Lang- Göns Kl.-Linden.

Einmachzucker steht bereit.

Die Versorgung mit Zucker im Einzelhaushalt ist für die kommende Einkochzeit günstiger als bisher geregelt worden. Außer oen 9*00 Gramm, die es auf die Reichszuckerkarte für je vier Wochen gibt, kann Zucker bis zum 20. Oktober 1940 einschließlich auf die Reichs karte für Marmelade vorbezogen werden. Dieser Vorgriff aber auf die als Ersatz für Marmelade gegebenen Zuckermengen von vier Zu­teilungsperioden, also für 16 Wochen, muß die Hausfrau zur Sparsamkeit zwingen. Die 450 Gramm Zucker, die je vier Wochen an Stelle von 600 Gramm Marmelade entnommen werden dürfen, müsfen auch wirklich für das Einmachen von Obst zu Marmelade,'Saft, Kompott usw. Verwendung finden, weil es ja für den, der Zucker auf die Reichs - karte für Marmelade (wahlweise Zucker) bezieht, keine Marmelade gibt. Richtige Einteilung das ist die Ausgabe, die die Hausfrau bewälti­gen muß, wenn sie vom 1. Juli an außer den 900 Gramm fester Ration noch weitere .1800 Gramm Zucker, also insgesamt 2700 Gramm, sich vom Kauf­mann abholen kann. Wer weniger Zucker benötigt, kann auch auf die vier Bestellscheine der Marmelade- karte teilweise Zucker, teilweise Marmelade ver- langen.

Das ist die Erleichterung, die den Hausfrauen für die Zeit des Einmachens gegeben wird. Es kommt nur darauf an, sie auch auszunutzen. Der Zucker ist zu wertvoll, um jetzt im Kriege als Süß­stoff verwertet zu werden. Um Getränke und Spei­sen zu süßen, können wir mit Erfolg Süßstoff neh­men, wenn wir mir sehr kleine Mengen beigeben. Das Vorurteil gegen Süßstoff ist der unvorsichtigen Anwendung zu verdanken. Zucker aber ist ein kraftspendendes Nahrungsmittel, dessen konservie­rende Wirkung außerdem unersetzlich ist für das Einkochen von Obst. Mit Zucker sparsam wirtschaf­ten heißt: ihn zur Haltbarmachung oder nur dort verwenden, wo seine, hohen Nährwerte auch voll

Amtsgericht Gießen

Der St. Z. aus Polen war angeklagt, am 27. v. Die Grün-Weißen müssen in Heuchechnm an- Mts seinen Aufenthaltsort ohne Genehmigung der treten. Da die Leistungen der Mannschaft stark Kreispolizeibehörde verlassen zu haben. Der An- schwanken (die Platzherren nicht nur genullt sind, flageoertreter beantragte eine Gefängnisstrafe von wieder einmal zu Punkten zu kommen, sondern vor

ftimmung entgegengeführt zu werden. Manches

glückliche und genießerischeAh" begleitet die ent- *Cttttl0lätWCnutttpT

scheidende Etappe der Zweckbestimmung des Ge- Deutschland Italien.

reo5roie Limonade, so wird auch Selters- Italiens Tennisspieler kamen am ersten Tag des wasser hergestellt. Nur daß an Stelle des Frucht-' Länderkampfes gegen Deutschland m Berlin durch saft-Konzentrats eine rasch lösliche Salzpastille von den Gewinn der beiden ensten Einzelspiele zu einer ganz bestimmter Zusammensetzung tritt die dem 2:0-Fuhrung. RomanoNr (I) schlag

Getränk den charakteristischen Geschmack "verleiht. 3n 0:6, 7:5, 6:3 11:9 und ^ucelli (I) .^wang Buch- dem Betrieb, von dem hier gesprochen ist, wird auch Holz (D) mit 11.9, 6.3, 8.6. Auch der Reichssport entsprechend einer erworbenen Lizenz, das koffein- führer wohnte den Spielen bei.

haltige ErfrischungsgetränkAfricola" hergestellt. £ufo flfÄÄf 14 85 Meter.

Nicht jedermann kann heute ohne weiteres Limo- **Jr' v

nabe und Selterswasser Herstellen. Mit ber Ertei- Der bekannte Gießener Leichtathlet Dr. Luh hing ber Genehmigung gehen bie zuständigen Be- nahm in diesen Tagen an einem Abschlußtraining Hörden sparsam um. Wer heute Limonaben Her- Her deutschen Leichtathlettkmannschaft in Dresden stellen will, muß die notwendigen Fachkenntnisse und teil. Das Abschlußtraining war als letzte Ueberschau praktischen Fertigkeiten nachweisen. Aus unserer über die Leistungen der deutschen Leichtathleten, bie Schilberung ist außerbem zu ersehen, baß bie Ein- den Länderkampf gegen Ungarn bestreiten sollten, richtung einer ben mobernen Erfordernissen ent- " ~ '

sprechenben Limonabe-Fabrikation einen stattlichen Kapitalaufwanb erforbert.

Erfreulich ist es, zu sehen, auf welch hygienisch tabellose Weise bie Limonaben hergestellt werben, bie gerabe in btefen Tagen so gerne unb viel ge­trunken werben. dl-

haft, verurteilt.

Der W. St. aus Polen war wegen Bedrohung angeklagt. In der Hauptoerhandlung wurde er auch «wegen Vergehen gegen bie Derorbnung über bie . 5 f ... -- . Behandlung von Ausländern angeklagt. Er hat im

^Sonnenaufgang: 5.13 Uhr, Sonnenuntergang, d.J. seinen Aufenthaltsort ohne Genehmigung 21.47 Uhr; Mondaufgang: 9.06 Uhr, Mondunter- Kreispolizeibehörde verlassen. Der Anklagever- gang: 22.58 Uhr. , tretet beantragte wegen Vergehen gegen die er»

Gießener Vochenmarktpreise. wähnte Verordnung eine Gefängnisstrafe von zwei

* Gießen, 6, Juli, Aus dem heutigen Wochen- Wochen, Di- Entscheidung hinsichtlich der Bedrohung markt kosteten: Markenbutter, K kg 1,80 RM stellte er in das Ermeßen des Gerichts D°r Ange- Matt- 30 Rps Käse, das Stück 6 bis 10, Eier, klagte wurde wegen Vergehen gegen die erwähnt- deutsch- 12, K°rt°sf-In, alt-, % kg 05 Rpf, 50 kg Verordnungzu -m-r E°f°ngni-str°se von zwei 48 Rpf 50 kg 4,15 RM Wirsing, grün, kg 18 Wochen, abzüglich eine Woche Untersuchungshaft, Rpf,,Weißkraut 20, Gelberüben 25, Roterüben, das verurteilt und im übrigen sr-igesproch-n.

Bund 10 bis 15, Spinat, Yi kg 15, Römischkohl 10

bis 15, Bohnen, grün 26 bis 50, gelb 26 bis 50, Erb- Ptlfieretl

fen 25 bis 30, Mischgemüse 15, Tdmctten 65, Pilze VCV tUgcrCH

45 bis 50, Pfirsiche 50, Himbeeren 50 bis 55, Kir- Landkreis Gießen,

sth-n 50, Heidelbeeren 42 Stachelbeeren 20 bis 25, - Steinbach, 5, Juli, Unterofsizier Ludwig

Johannisbeeren 30, Erdbeeren 50 bis 60, Blumen- g h a r d, Sohn des Schreincrmeifters Anton J* da- Stück 10 bi- 60 Salat 8 bis 1°. Salat- Feldwebel befördert und mit

3sn M3 Dbh rt°m,mh in f $ 10 dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet,

bis 15, Radieschen, das Bund 10 Rpf. , * Lang-Göns, 5, Juli. Die hiesige Land-

_ wirtschaftliche Bezugs- und Absatz-

* Mit dem Eisernen Kreuz ausge- ^enossenschaft hielt im Gasthaus ,Lum zeichnet. Der Forstreferendar Heinz Fischer Schwanen" ihre 21. Generalversammlung unter Lei- (Ludwigstraße 44), zur Zeit Leutnant in einem Pio- tunß ^s Vorsitzenden des Aufsichtsrats, Altbürger- nier-Bataillon wurde für hervorragende Tapferkeit meister Wilh. Karl R o m p f, ab. Aus dem Geschäfts- vor dem Feind mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse bericht, den Direktor Alfred R o m p f erstattete, war ausgezeichnet. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse er- ,u ersehen, daß die Geschäftslage der Genossenschaft hielt stuck, phil. Kurt Reus chling (Gnauth- gut ist. Der Rechner unb Geschäftsführer Karl straße 42), ber als Unteroffizier bei einem Infan- Weil gab den Bericht über das Warengeschäft. In terie-Regirnent im Westen dient. der Aussprache sprach Vorstandsmitglied Bürger-'

** Dienstjubiläum bei ber Stabt meister unb Ortsbauernführer Albert Weil über Gießen Die Stabtverwaltung Gießen teilt mit: verschiebene aktuelle landwirtschaftliche Fragen. Der Sein fünfunbzwanzigjähriges Dienstjubiläum bei ben Umsatz von 1939 betrug 140 080 RM. Die Mitglie- Stabtwerken kann heute ber Schlosser Karl Her- derzähl beträgt 166. An Maschinen besitzt bie Ge­rn a n n feiern. Im Kreise der Arbeitskameraden nossenschaft Motoranlagen, Saatgutreinigungsan- wurde der Jubilar geehrt und erhielt in Anerken- ^ge, Dämpfkolonne, Schrotmühle unb verschiedene nung seiner langjährigen treuen Dienste, neben einer Heinere landwirtschaftliche Maschinen.

Treuevrämie. ein Glückwunschschreiben des Ober- --------

zur Geltung kommen.

Es soll nicht der Verschwendung von Zucker die­nen. wenn feit Mai dieses Jahres ein besseres Um= '' i Zucker geschaf- j

fen worden ist, wenn jetzt sogar 16wölyentliche Mar- nung seiner langjährigen treuen Sienfte, neben eine: melad e -Ratio n en gegen Zucker, ein getauscht werden Treueprämie, ein Glückwunschschreiben des Ober-