Ausgabe 
6.2.1940
 
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DaspWWrhataüsnErwartungen entsprochen

Aus dem neuen ^Kladderadatsch

Aus aller Welt

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sie früher unmittelbar von der Schule kamen, sind körperlich kräftiger und gesünder gewor-

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Nach der ZeitungAl Mokattam" ist General W e y g a n d, der Oberbefehlshaber der französischen Armee in Syrien, in Kairo eingetroffen, wo er sich drei Tage lang aufhalten will.

und Gaststättenmarken in Zukunft nur in den Fällen ausgeben, in denen die Haushaltskarten für Brot, Fleisch und Fett zur Verpflegung außerhalb des Haushaltes nicht ausreichen. 612D

Die Bestellscheine sämtlicher Lebensmittelkarten sind in der Woche vom 5. bis 10. Februar 1940 bei den Verteilern abzugeben. Die verspätete Abgabe der Bestellscheine kann zu Schwierigkeiten in der recht- zeitigen Beschaffung der von den Verteuern darauf zu beziehenden Waren führen. Die Verbraucher wer­den deshalb in ihrem eigenen Interesse aufgefordert, die Bestellscheine rechtzeitig abzugeben.

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Mütter!

Gegen 2 mit einem X bezeichnete Nährmittel» abschnitte der Reichsbrotkarte für Kinder bis zu 6 Jahren erhalten Sie 2-wöchentlich ein Paket 250 g Maizena, das seit über 70 Jahren bewährte Säuglings- und Kinüernährmittel für die Zlasche, für den Brei, für den Pudding.

Kochanweisungen liegen jedem Paket bei.

MAIZENA

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Auf dem Weihnachtstisch der italienischen Fa­milie darf derPanettone", ein Art Napf­kuchen, niemals fehlen. In den letzten Tagen vor dem Feste türmen sich diese knusprigen Kuchen zu Hunderten und Tausenden in den einschlägigen Ge­schäften. Um aber dem Italiener, dessen Spielleiden- chaft bekannt ist, noch einen besonderen Anreiz zum

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den, haben meist zugenommen, sind reifer und haben sich ausgearbeitet. Die früheren ungünstigen Gesundheitsverhältnisse in vielen Industrien werden durch das Pflichtjahr eine spürbare Besserung er­fahren. Hinzu kommt die Hauswirtschaft- liche Ertüchtigung der Mädel. Es war bis­her vielfach erschütternd, wie wenig die Fabrik­arbeiterin von Hausarbeit verstand. Im Pflichtjahr verbinden sich so die arbeitseinsatzmäßige Entlastung mit dem erzieherischen Erfolg und einer hauswirt­schaftlichen und gesundheitlichen Ertüchtigung der weiblichen Jugend, deren Bedeutung erst später ein­mal ganz ermessen werden kann.

In diesem Jahre wird wahrscheinlich die Zahl der Mädel, die ins Pflich^ahr gehen, noch weiter steigen. Ausnahmen werden nur in ganz besonderen Fällen gemacht. Jedes Mädel, das einen Beruf ergreifen will, muß vorher das Pflichtjahr a b l e i st e n , es fei denn, daß es zuvor eine Lehre durchmacht. Infolge der kriegs­bedingten Einschränkungen in manchen Industrie­zweigen gewinnt das Pflichtjahr erhöhte Bedeu­tung, da es die Unterbringung aller Mädel gewähr­leistet und damit jede Arbeitslosigkeit vermeiden hilft. In stärkerem Maße noch als bisher muß in diesem Jahre d i e Landwirtschaft bei der Zu­teilung von Pflichtjahrmädeln berücksichtigt werden, da die Landfrau eine Entlastung besonders nötig hat. Es ist selbstverständlich, daß die Mädel nicht ü b e r l a st e t werden, insbesondere nicht mit Feld­arbeiten beschäftigt werden, wie überhaupt durch sorgfältige Auswahl und Ueberwachung aller Stel­len für die beste Unterbringung der Mädel gesorgt wird. Während des Pflichtjahres werden die Mädel auch von der Berufsberatung betreut, um Vermittlung und Einsatz in dem gewünschten Beruf nach dem Pflichtjahr vorzubereiten. Ein be­sonderer Erfolg des Pflichtjahres ist es, daß viele Mädel erst durch das Pflichtjahr ihren wahren Be­ruf gefunden haben, indem sie sich entschlossen, einen land- oder h a u s w i r t s ch a s t l i ch e n B e - ruf zu ergreifen.

unfl der Aufgabe wurde sich «« zusätzlicher Gewinn noch dadurch ergeben, daß nicht jede Dienststelle der Verwaltung gezwungen wäre, nach und nach aroke eigene volkswirtschaftliche Abteilungen aufzubauen

An der Grenze von W a z i r i st a n ist eine eng­lisch-indische Truppenabteilung aus dem Hinterhalt überfallen worden. Bei dem sich eittfpinnenoen »sind zwei enaliiche Soldaten getötet worden, ufständischen sollen schließlich vertrieben Vor­

heriger Hebung mit punktierten Linien umrändert worden, so daß auch weiterhin durch diese Kennzeich­nung die Handhabung sämtlicher Lebensmittelkarten erleichtert ist. . v ,

Zur Erleichterung der Verpflegung m Kindertages­stätten erhalten Kinder von drei bis sechs Jahren wiederum zwei Milchkarten zu je % Liter an Stelle einer Milchkarte zu einem halben Liter, so daß eine der Karten der Kindertagesstätte zur Verfügung ge­stellt werden kann.

Die bisherigen Reife- und Gaststättenkarten wer­den mit Ablauf des 11. Februar 1940 ungültig. Ab 12 Februar 1940 gelten neue Reise- und Gaststätten­marken, die für je ein Lebensmittel wie Briefmarken in Bogen zu je 100 Stück zusammengefaßt sind. Jede Marke hat einen bunten Unterdrück, der für Brot m roter, für Fleisch in blauer, für Butter in gelber, für Margariene in hellbrauner, für Schweineschmalz in hellgrüner, für Käse in dunkelgrüner und für Nährmittel in Rosafarbe hergestellt ist. Die Käse­abschnitte lauten künftig über je 30 g. Die übrigen Reisemarken lauten über dieselben Mengen wie bisher. , ,

Da nunmehr bei den Reichsfettkarten für Normal­verbraucher ebenso wie schon bei den Reichsbrot- und -fleischkarten weitgehend die Möglichkeit gegeben ist, sich ihrer auf kürzeren Reisen und in Gaststätten zu bedienen, rverden die Kartenausgabestellen Reise»

nachksvertrieb der Kuchen mit einer Art Lotte- r i e. Jedem Panettone wird ein Los bei gegeben. Der Hauptgewinn betrug in diesem Jahre nicht weniger als 100 000 Lire. Er ist einem Einwohner Neapels zugefallen, der es aber verstanden hat, bis­her das strengsteInkognito" zu wahren. Der Glück- liche, der offenbar den zahllosen Bettelbriefen aus dem Wege gehen möchte, die in solchen Fällen den Gewinnern ins Haus zu regnen pflegen, hat sein Los durch die Neapeler Filiale einer Großbank ein­lösen lassen, so daß sein Name nicht einmal der Zahlstelle der Mailänder Firma bekannt gewor­den ist.

Kleine politische Nachrichten.

Der Führer hot Seiner Majestät dem Kaiser von Mandschukuo zum Geburtstag drahtlich seine Glückwünsche übermittelt.

"Der Bestellfchein^sür Margarine oder Speifeol lautet letzt über 160 g, zu dem zwei Emzeladschnstte Über je 80 g gehören. Diese Abschnitte werden nach wie vor entwertet «nicht abgetrennt) und mu °n b°, dem Verteiler eingelöst werden, der den Bestellschein entgegengenommen hat. Die übrigen Mengen über 62 5 g (/s Pfund) und über 90 g können frei be- loaen werden. Die Abschnitte werden abgetrennt. Der Abschnitt über 90 g ist in 18 Kleinabschnitte über je 5 g aufgeteilt worden, um den Verbrauchern die Möglichkeit zu geben, ohne Umtausch ihrer Haus- baltskarten in Reise- oder Gaststattenmarken ihre Mahlzeiten gelegenllich in. Gaststätten einzunehmen oder sich auf kürzeren Reisen zu r^rpflegen. Diese 5-g-Abschnitte berechtigen nur zum Bezug von Mar- aarine also nicht zum Bezug von Speiseöl Die- wenigen Verbraucher, die sich nicht in Werkküchen, Kanonen oder Gaststätten verpflegen, beziehen zweck- mnfciaerroeüe auf je einen Abschnitt über 80 g zu- mit ie. neun Abschnitten über 5 g 125 g Buaarb"utnnennöeÄd)ni«6 der M-ischk-rte und di- Abschnitte der Fettkarten, soweit s,e abzutrennen sind werden °°n den Verteilern gesammelt und bilden in Zukunft di- Grundlage für d,e Abrechnung mit den Ernährungsämtern.

Di- künftig Nicht mehr zu entwertenden, sondern iabzustenn-nden Adlchnitte finb entsprechender bti-

Bekanntmachung.

Die Lebensmitlelzuleilung

vom 12. Februar bis 10. März 1940.

3n der L-b-nsmitt-lzuteilungsp°ri^° o°m Fe­bruar bis 10. März 1940 bleiben die Rations atze für Brot, Fleisch, Butter, Margarine, Schmalz, Käst, Milch, Marmelade, Zucker und Nährmittel gegenüber den Rationen der vorhergehenden Zuteüungsperwde unverändert.

Als Sonderzuteilung werden wiederumi 1-5 g Fleisch oder Fleischwaren und auf dieAbschnü e N 28/29 der Nährmittelkarte 2o0 g Hulsenfruchte ausgegeben. .

umb entgegennimmt, eingelost werden. Der Fleischer bestätigt die Abgabe der Bestellscheine durchAb. Stempelung des Stammabschnittes der LAchkartem Der Bestellschein für Schweineschmalz, Speck oder Talg ist sortgefallen. Dies- Lebensmittel sollen m erster Linie bei dem Fleischer gekauft Eden, dem der Fleischbedarf gedeckt wird. Die Einzel Abschnitte für Schweineschmalz, Speck oder Talg wer

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tausende Kunden der Gefahr ausAesetzt haben, die zur Sicherung des Alters und für ihre Familien bestimmten Prämienbettäge einzubühen. Um die ftarf aufstrebende nationalsozialistische Bewegung im Interesse des Judentums zu bekämpfen, gab der Phönix mit vollen HändenSubventionen" anvaterländische" Verbände, wie Hei­matschutz, Ostmärkische Sturmscharen, aus; das ge­schah im Sinne der Wünsche der Regierungen Doll­fuß und Schuschnigg.

Zwillingsfchwesiern beginnen ihr 90. Lebensjahr.

Die Zwillingsschwestern Frau Katharina Rößler, geb. Feldpausch, Bad Ems, und Barbara Merz, geb. Feldpausch, Kemmenau, konnten ihr 90. Lebens­jahr beginnen. Beide find noch ziemlich rüstig.

(Eine Chronik aus der römischen KaiferzeN in Ostia entdeckt.

Aus den Ausgrabungen an der ehemaligen Hauptstraße der antiten Hafenstadt Ostia vor den Toren Roms hat man jetzt ein bedeutendes Bruch­stück der Chronik des kaiserlichen Roms gefunden. Dieses Fragment behandelt die Jahre 146, 147 und 148 unserer Zeitrechung. Für das Jahr 146 sind die dort ausgezeichneten Ereignisie nicht vollständig, weil die Inschrift an dieser Stelle beschädigt ist. Ver­zeichnet sind nurludi circenses", also Zirkus- spiele, und ein Sportspiel, die im Juni des genannten Jahres unter Kaiser Antoninus Pius veranstaltet wurden. Dann folgt noch die Erwähnung der beiden höchsten Beamten der Stadt Ostia (Duovirn), von denen es heißt, daß sie auf eigene Kosten drei Tage lang Spiele veranstalten würden. Für das Jahr 147 werden auch wichtige Ereignisse aus der Hauptstadt erwähnt. Im Fe­bruar 147 weihte Kaiser Antoninus Pius die Agrippa-Brücke ein, die nahe bei der heutigen Six­tus-Brücke (ponte Sisto) lag. Im April verursachte eine große Überschwemmung des Tiber viele Schä­den an der Stadt und an den Aeckern. Zahlreiche Gebäude sind weggerissen und viel Vieh getötet worden. Verzeichnet wird u. a. auch die Geburt der ersten Tochter Mark Aurels, Annia Faustina, und die Verleihung des Titels Augusta an Fau­stina, die Gattin des damaligen Thronfolgers Mark Aurel, durch Kaiser Antoninus Pius. Aus dem Jahre 148 sind nur noch die Namen von vier Paar Konsuln erhalten. Im ganzen geben diese Bruch­stücke die Gewißheit, daß in den Jahrbüchern von Ostia die Ereignisse aufgeführt werden, die die kai­serliche Familie betrafen, und auch manche Ge­schehnisse aus der Chronik der Hauptstadt Rom selbst.

Cin Weihnachiskuchen, der 100 000 Lire einbringt.

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Am Montagabend fand im Westwallerholungs­heim Plasfenburain Kulmbach eine Feier­stunde statt, in deren Mittelpunkt die A u s z e i ch - nun g von 65 Westwallarbeitern mit dem Westwall-Ehrenzeichen durch den Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen Generalmajor Dr. Todt stand.

Der Duce und Generalstabschef Starace er­widerten die Grüße der SA., die Stabschef Lutze der Faschistischen Miliz zum 17. Jahrestag im Namen der Großdeutschen SA. übermittelt hat. Der Duce und der Generalstabschef Starace brach­ten bei dieser Gelegenheit die kameradschaftliche Ver­bundenheit beider Formationen zum Ausdruck.

Im Hinblick auf die bevorstehenden Schulent­lassungen ist die Berufsberatung der Arbeitsämter gegenroärtig damit beschäftigt, den neuen Mädel- Jahrgang f ü r das Pflichtjahr zu er­fassen und durch Aufklärung die große und viel­seitige Bedeutung des Pflichtjahres herauszustellen. Dir Sachbearbeiterin des Reichsarbeitsministeriums, Fräulein Dr. Hamann, erklärte dazu, obwohl das Pflichtjahr zunächst nur für wenige Berufe zur Voraussetzung der Aufnahme von Berufsarbeit gemacht wurde, ist von den Arbeitsämtern bis­her schon in 1 1 0 0 0 0 Fällen die Ableistung des Pflichtjahres im Arbeitsbuch bescheinigt worden. Zur vollen Auswirkung kam das Pflichtjahr erst­malig im Jahre 1939, als das Pflichtjahr allgemein als Voraussetzung für die Berufsaufnahme einge­führt wurde. Sett dem Frühjahr 1939 sind allein durch Vermittlung oder mit Genehmigung des Ar­beitsamts 265 000 Mädel in das Pflichtjahr gegan­gen, um es im freien Arbeitsverhältnis abzuleipen. Rechnet man dazu die Pflichtjahrmädel im Arbeits­dienst, im Landdienst, im Hauswirtschastlichen Jahr, in der ländlichen Hausarbeitslehre und anderen auf das Pflichtjahr anzurechnenden Dienstleistungen, so ergibt sich, daß über 300 000 Mädel des Jahrganges 1939 ihr Pflichtjahr ableisten. An­nähernd die Hälfte davon ging in Pflichtjahrstellen auf dem Lande.

Die an das Pflichtjahr geknüpften Erwartungen sind reichlich erfüllt worden. Von allen Seiten ist bestätigt worden, daß die Mädel zwar keine volle Arbeitskraft ersetzen, aber doch eine wesentliche Entlastung für die Land- und Hausftau be­deuten. Der beste Beweis für die Bewähruna ist, > in vielen Bezirken in diesem Jahre die A n orderungen von Pflichtjahrmädeln viel ) ö h e r sind als im vorigen Jahre. Nach den Be­richten der Arbeitsvermittlung sind die aus dem Pflichtjahr kommenden Mädel viel leichter in Berufen unterzubringen als die Mädel,

Goethemedaille für Werner Jansen.

Der Führer hat dem Schriftsteller Professor Dr. med. Dr. phiL Werner Jansen in Berlin- Frohnau aus Anlaß der Vollendung seines 5 0. Lebensjahres in Anerkennung feiner chriftstellerischen Arbeiten im Dienste der rassischen Erneuerung des deutschen Volkes dieGoethe-- m et) a ille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Ein Aufsatz in der morgigen Ausgabe der Fami'lienblätter" wird das literarische Werk Werner Jansens würdigen.

Vannführer Holz knecht durch Lawinensturz verunglückt.

Der Stabsleiter des Gebietes Tirol- Vorarlberg (33), der HJ.-BanNführer Willi Holzknecht, verunglückte durch Lawinensturz tödlich. Die HI. verliert damit einen ihrer verdien­testen Führer, der sich schon lange vor der Heim­kehr der Ostmark in der österreichischen Kampfzeit unermüdlicy für den Sieg der Bewegung und den Aufbau der ostmärkischen Hitler-Jugend eingesetzt hat. An der Beisetzung in Innsbruck nahm der Be­vollmächtigte des Reichsjugendführers, Stabsführer Hartmann Lauterbacher teil.

Paganlnl-Feiern in Genua.

Die Paganinifeiern in Genua zum Gedenken des 10 0. Todestages des großen Geigers be­ginnen am 15. Mai mit einem großen Orchester­konzert. Am 28. Mai soll eine feierliche Pilgerfahrt von Genua nach Parma stattfinden, wo Pagamnt begraben ist. Bei den Konzerten werden die Werke Paganinis natürlich den Ehrenplatz einnehmen.

Jlattenlfches Austlärungsflugzeug abgesiürzt.

Bei Apuana-Massa (Toskana) stürzte am Sonntag aus unbekannter Ursache ein Aufklärungs­flugzeug ab, dessen fünf Insassen unter den Trümmern den Tod fanden.

Ileue Erdstöße in Anatolien.

Neue Erdstöße haben in Kleinasien zwei Dör­fer bei Ers indjan zerstört. Es sind 45 Tote und viele Verletzte zu beklagen. Dm Ge­biet von Karahissar sind ebenfalls neue Erd- stöße verspürt worden. Die Ortschaft Pulur ist vollkommen zerstört worden. Zehn Personen sind den Erdstößen zum Opfer gefallen und zahlreiche andere wurden verletzt.

Die Verantwortung gegenüber Familie und Volksgemeinschast.

Eine Entscheidung zum Erbrecht.

Nach dem neuen Testamentsgesetz ist eine Der- ; siigung von Todes wegen nur dann nichtig wenn sie in einer dem gesunden Volksempfinden gröblich widersprechenden Weise gegen die Rück- sichten verstößt, die ein verantwortungsbewuß- : ter Erblasser gegen Familie und Volks- gerne in sch a ft zu nehmen hat. Das Kammer- gericht hat in einer Entscheidung erklärt, daß wenn die Prüfung ergebe, daß der Erblasser einen nach dem gesunden Volksempfinden als gerechtfer­tigt anzuerkennenden Grund für seine Verfügung gehabt habe, das Testament gültig sei. Im vor- 1 liegenden Falle hatte die Erblasserin unter lieber- gehung ihrer wohlhabenden geschiedenen Eltern 1 ihren Verlobten, einen jungen, strebsamen Lehrer, zum alleinigen Erben eingesetzt. Den Eltern steht gegen den Erben ein Pstichiteils- anspruch in Höhe der Hälfte des Nachlaßwertes zu. Alle Instanzen haben die Gültigkeit des Testaments festgestellt. Die Erblasserin wird als eine sittlich hochstehende Persönlichkeit von starkem Familien­sinn mit großem Pflichtgefühl, Gerechtigkeitssinn und selbstlosem Charakter geschildert. Ihre Be­gehungen zu den Eltern waren, nicht zuletzt wegen deren Scheidung, in den letzten Jahren nicht beson­ders eng, während die Zuneigung zu chrem Der- «lobten ihr Lebensinhalt geworden war. Mit der Erbeinsetzung hat sie den in dürftigen Verhältnissen lebenden Verlobten hauptsächlich den Abschluß sei­nes Hochschulstudiums ermöglichen und sein weite­res Fortkommen fördern wollen. Wie Ministerial­dirigent Vogels vom Reichsjustizministerium in der Deutschen Justiz" feststellt, verstößt ein solcher Be­weggrund sicherlich nicht gröblich gegen gesundes Dolksempfinden. Der Umstand, daß die genannte Bestimmung des Testamentsgesetzes bisher in ver­hältnismäßig seltenen Fällen zur Nichtigkeit eines Testamentes geführt hat, bedeute nicht, daß b-ie Vor­schrift wirkungslos fei. Man dürfe nicht ihre vor­beugende Wirkung übersehen. Sollte wirklich ein Erblasser geneigt sein, grob pflichtwidrig zu testie­ren, so werde er sich hiervon durch das Bewußtsein obhalten lassen, daß ein solches Testament der Nich­tigkeit verfällt. Anderseits dürfe ein Erblasser, der aus sittlich hochstehenden Beweggründen in einer bestimmten Weise über feinen Nachlaß verfügt, dar­auf oertrauen, daß die Gerichte feinen letzten Wil­len vor ungerechtfertigten Angriffen schützen werden.

<5run»fteuerbilltgte>f0rid?thnien.

Durch Erlaß des Reichsftnanz- und Reichs- Innenministers sind die Richtlinien für Billigkeits­maßnahmen bei der Grundsteuer für das Altreich neu gefaßt worden. Die Aenderungen berücksichtigen in der Hauptsache die durch den Krieg beding­ten besonderen Verhältnisse, die sich auch auf den Grundbesitz auswirken können. Die neuen Richt­linien enthalten auch die Regelung der Ertragsmin- irerungen beim Beherbergungsgewerbe und bei den -Prioatkrankenanstalten.. Die Gemeinden sollen bei der Anwendung der Weisungen w o h l w o l l e n d verfahren und eine durch den Krieg eingetre- tene Verschlechterung der persönlichen Verhältnisse des Steuerschuldners genügend berücksichtigen. In den Fällen, in denen ein Billigkeitserlaß nach den Richtlinien wegen befonders ungünstiger Verhäld Nisse nicht ausreicht, sollen die Gemeinden durch weiteres Entgegenko mm en helfen. Im einzelnen verweisen die Richtlinien auf den nicht steuerbegünstigten Neubau, bei dem wegen der Überhöhten Gestchungskosten und Zinslasten beson­dere Verhältnisse vorliegen können. Auch die Ver­günstigungen für unbebaute Grund- jt ü cke gewinnen im Kriege erhöhte Bedeutung. Die Richtlinien gelten rückwirkend für die Grundsteuer, die für die Zeit ab 1. April 1939 erhoben wird.

Auch bei KnegSprüfungen: Erreichung des Lehrziels.

Nachdem sich bereits bei den Lehrab-schlußprüfun- gen im Herbst 1939 gezeigt hatte, daß die Kriegs- verhättnisfe kaum eine wesentliche Behinderung be­dingen, sollen die Lehrabschlußprüfungen rm Jahre 1940 wieder in dem früher üblichen Rah­men abaehalten werden. Soweit sich aus zwingen- s den Gründen eine Abweichung notwendig macht, I sollen die Prüfungsanforderungen auf alle Falle so gestellt werden, daß der Lehrling vollauf, Ge- legenheit hat, die ErreichungdesLehrziels | gu beweisen.

Filme, die nicht für Jugendliche sind.

3n einem Erlaß mir» mitgeteilt, es fei beobachtet I worden, daß Kinder sowie Jugendliche immer mehr s solche Filmvorführungen besuchen, in denen für sie nicht zugelassene FUme gezelgt' E den. Um einer Verwahrlosung der Jugend vorzu I beugen, die besonders leicht wahrend eines Krieges durch das Fehlen des väterlichen Erziehers, eny treten tonnte, werden die PolEidehorderl ersucht, : Filmvorführungen aller Art nac^rucklicher als bis­her auf die Beachtung der Vorschriften des Llch hnelgesetzes zu überwachen.

Bekanntmachung.

Ab heule wieder ein Ll.

In der Zeit vom 6. bis 10. Februar 1940 wird auf die gültige Reichskarte für Marmelade, Zucker und Eier 1 Ei je Versorgungsberechtigten auf Abschnitt c ausgegeben. Es wird darauf hingewiesen, daß durch die bestehenden Transportschwierigkeiten, die infolge der Kälte aufgetreten finb, die Eier unter Umständen nicht in sämtlichen Einzelhandelsgeschäften am ersten Ausgabetag verfügbar sein werden.619D

Geschäfts-Drucksachen "XX"

Briefumschläge

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bei Brühl, Schulstraße 7 Qesohlftakartee

Der Phönix-Zusammenbruch vor Gericht.

Vor einem Strafsenat des Landgerichts Wien hat die Verhandlung gegen den Direktor- Stellvertreter der Lebensversicherungs- gefellschaft Phönix Max Israel Bret- s ch n e i b e r und den Oberbuchhalter Eduard Hannn, die des verbrecherischen Betruges ange- klaat sind, begonnen. Das unmittelbar nach dem Zu­sammenbruch der Phönix ausgearbeitete Gutachten beziffert die Verschuldung der Phomx mit der Rie- sensumme von 478 ^lIinV^ah^ 1929

wirft den Beschuldigten vor, daß sie vorn Jahre 1929 bis zum Februar 1936 uls leitertbe ear Kauf deUeihnachts-Panettone zu geben, verbindet mals schon stark uderfchMeten Anstatt bewutzt oie *a j ^iländer Firma Motta, deren Er- ,^7-a-füM^Änd-°rt. z°u8 zu den begehrtesten g-h°r-o, d-n Weih.

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