Ausgabe 
6.2.1940
 
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Alarm in Flamborough.

Deutsches Kampfflugzeug greift britischen Geleitzug an

oerbinbung zwischen Regierung, Parlament, han­del und Industrie stets so hoch, daß jedes einzelne Bankkonto viele, viele Abhebungen vertragen kann und immer noch einige Millionen übrig bleiben. Aehnlich geht es allen mit den Ministern ver­wandten und befreundeten Abgeordneten oder In­habern wichtiger Aemter und Stellungen, hinter­ließen doch zum Beispiel nach englischer Berechnung die zwischen 1931 und 1938 verstorbenen konserva­tiven Abgeordneten je ein durchschnittliches Ver­mögen von 4,4 Millionen RM.

birgt wie ein wärmendes Tuch.

Jetzt fünfen sie sicherlich vom Flatkreuzer, von den Zerstörern und Torpedobooten, von den Küsten- stationen. In wenigen Minuten werden von den nahegelegenen Flugplätzen die ersten enalischl Jäger und Zerstörer starten. Diese Gewll

Oer Reichsbankausweis.

Berlin, 5. Febr. (DRV.) Nach dem Ausweis der Deutschen Reichsbank vom 31. Januar 1940 stellt sich die Anlage der Bant in Wechseln und Schecks, Lombards und Wertpapieren auf 11950 Millionen Reichsmark. Im einzelnen betragen die Bestände an Wechseln und Schecks sowie an Reichsschatzwechseln 11143 Millionen Reichs­mark, an Lombardforderungen 33 Millionen Reichs­mark, an deckungsfähigen Wertpapieren 374 Ä« Pionen Reichsmark, an sonstigen Wertpapieren 401 Millionen Reichsmark. Der Deckungsbestand an Gold und Devisen beträgt 77 Millionen Reichsmark. Die Bestände der ReichsbanE an Rem- tenbankscheinen stellen sich auf 167 Mllionen Reichsmark, diejenigen an Scheidemünzen auf 369 Millionen Reichsmark, die sonstigen Aktiva auf 1950 Millionen Reichsmark. Der Umlauf an Reichsbanknoten beträgt 11505 Millionen Reichs­mark. Der fremden Gelder werden mit 1628 Millionen Reichsmark ausgewiesen.

Erforschung der völkischen Wirtschaft.

Der Abteilung für Rechtsforschung der Akade­mie für Deutsches Recht ist eine neue Klass« Erforschung der völkischen Wirtschaft" angegliedert worden. Die neue Klasse soll die Probleme der Wirtschaftswissenschaft umfassend unter Heranziehung hervorragender Vertreter aller Richtungen dieses Gebiets behandeln und in Ausschüssen und Arbeits­gemeinschaften auch der Bearbeitung aktueller Fra­gen dienen. Professor Dr. Jessen (Berlin), der Sekretär der neuen Klasse, weist darauf hin, daß das Wissen um die Wirtschaft etwas anderes fei, als die Beherrschung der Chancen und Spielregeln des Wirtschaftslebens. Wir Deutschen hätten die Hoffnung und den Willen, in unserem Sozialismus eine Lebensform zu finden, in der Tätigkeit uni Haltung des Einzelnen sich verbinden mit einer weit- ausschauenden Lenkung der Volkswirtschaft, eine kluge Verschmelzung des Wissens um die Wirtschaft mit der Kenntnis der Lebensbedingungen des einzelnen. Professor Jessen verspricht sich von der Arbeit der neuen Akademieklasse vor allem die Klärung aller grundsätzlichen Fragen der Wirtschaftswissenschaft und die Schaffung einer festen Grundlage. Es müsse eine Verschmelzung der verschiedenen Schich­ten der Wirtschaftswissenschaft im weitesten Sinne vorbereitet werden. Weiter verspricht er sich von dieser Arbeit eine fortschreitende Verbindung von Wissenschaft und Praxis, vor allem auch der Derwaltungspraxis. Bei erfolgreicher-

....... 5. Febr. (PK.) Spitz wie eine Sichel, o stößt Flamborough Head nördlich der Humbermündung ins Meer, die Steilküste ist Englands Stirn. Schroff und ohne jeden Uebergang ragt sie aus der See hervor, auf der die Brandung scharfe weiße Striche zieht. Ein Leucht­turm, einige Sommerhäuser und die Gebäude der Küstenstationen unterbrechen den Blick auf das da­hinterliegende Land, das sich glatt wie eine Platte dahinzieht. Wir erreichen Flamborough nach einem Flug durch Nebel und Wolken dicht unter der grauen Fläche der See. Eisige Kälte herrscht trotz der Heizung in der Maschine. Die mehr als 20 Grad dringen durch das Glas der Kanzel, durch die winzigen Oeffnungen der MGs und durch die Bodenluke. Sie ziehen durch den offe­nen Stand des Funkers und durch die fchmalen, kaum sichtbaren Spalten in den Bodenklappen. Doch diese,Kälte vermag nicht die Pelzkombination, die hohen Stiefel, Wollsweater und Schals der Be­atzungen zu durchdringen. Wieder einmal erweist ich die hervorragende Navigationsfähig­keit der deutschen Flieger. Wie schon damals an der Themsemündung, so wird auch heute das be- ohlene Ziel auf den Kilometer genau und zur festgesetzten Zeit angeflogen.

Ein leichter Nebelschleier hüllt die Küste ein, als wir zum ersten Male, von Süden her über Land gehend, die Spitze von Flamborough überfliegen. Als wir die Wolkendecke vorsichtig durchstoßen, liegen wie auf einem Tablett mehr als 20 Schisse südlich unter uns: ein Geleitzug. Es find so viele Schiffe, daß man mit einem Blick nicht aus­machen kann, welcher Art und wie stark die Ein­heiten der englischen Kriegsfahrzeuge firch, die diese stänke Flotte von Handelsdampfern schützen. Unter Deckung der Wolken geht Leutnant Sch. näher heran, stößt abermals durch. Da blinkt uns durch das Grau spukhaft ein Lichffignal entgegen: das ist das Alarmzeichen. Es wird von einem Kriegsfahrzeug gegeben, das größer ist als die drei Zerstörer und als die drei Torpedoboote, die die Handelsdampfer auf der Südseite decken. Wir^ sind auf einen der größten und am stärksten geschützten Geleitzüge gestoßen, die je in diesem Teil der Nord­see angetroffen wurden. Die Blinksignale stammen von einem Flaktreuzer. Nicht weniger also als siebenKriegsfahrzeuge mußten bei diesem Konvoi auf geboten werden, um die Handelsschiffe gegen die Angriffe der deutschen Luftwaffe zu chutzen. Das sind Einheiten, die an anderer Stelle sicherlich ebenso dringend benöttgt werden. Gibt es einen besseren Beweis für die Tatsache, daß die Engländer bei den Luftangriffen der vergangenen Wochen ausnahmslos schlechte Erfahrungen gemacht haben?

Bis auf wenige hundert Meter sind wir heran, als uns die erste Salve aus denAbwehr-

DasSiudiumderVolksaesundhett

Eine planmäßige Gesunüheitsführung ist nur durchführbar, wenn befähigte einsatzberett Gesund- heitsfiihrer vorhanden sind. Die Ausbildung dieser Gesundheitsführer hat sich die Reichsfachgruppe Volksgesundheit der Reichsstudentenführung zum Ziele gesetzt. In sämtlichen Studentenführungen wurden Arbeitsgemeinschaften errichtet, die den Me­dizinstudenten die Gelegenheit geben, die wichtig­sten gesundheitspolitischen Probleme zu studieren. Der planmäßigen Erzieh ungzumLandarzt dient die Arbeitsgemeinschaft Dorfuntersuchung, in der der Student im persönlichen Einsatz alle ge­sundheitlichen Probleme in den deutschen Dörfern erlebt. Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, daß durch dieses persönliche Erlebnis ein großer Teil gerade der wertvollsten Studenten sich ent­schlossen hat, Landarzt zu werden und damit das Bollwerk gegen die Landflucht zu stärken. In der Arbeitsgemeinschaft Betriebsuntersuchung werden alle die Studenten zusammengefaßt, die später in der Gesundhei t sfü hrung des Arbeiters tätig fein wollen. Im Fabrikdienst, der jetzt Pflicht ist, lernen sie zunäckst an der Arbeitsstelle die Arbeitsbedingungen des Arbeiters kennen. Sechs Wochen lang müssen sie arbeiten, keine Schwierig­keit und keine Sorge des Arbeiters bleibt ihnen er­spart. Die Arbeitsgemeinschaft Betriebsuntersuchung ist die konsequente Fortsetzung des Fabrikdienstes im Verlauf des Studiums mit dem Ziele, für den späteren Einsatz als Betriebsarzt vorzuberet- ten. So wird in wenigen Jahren ein Stamm von leistungsfähigen jungen Betriebsärzten zur Ver­fügung stehen. Eine weitere Arbeitsgemeinschaft be­faßt sich mit der Gesundheitsführung der Hitlerjugend, mit der Betreuung der Lager usw. Auch zum Gesundheitsführer der Jugend muß man erzogen und ausgebildet werden. Weitere Ar- beitsgememschaften behandeln die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Krankheit und die Fragen der Bevölkerung spolitik und Rassenhygiene. Zum Studium der Heilkunde ist damit das Studium der Volksgesundheit als Er­gänzung der ärzttichen Ausbildung getreten^

Das Ergebnis der Belgrader Konferenz. Die Möglichkeit zu friedlicher Lösung aller strittigen Balkanfragen.

B e l g r a d , 5. Febr. lEuropapreß.) In politischen ' Kreisen wird darauf yingewiesen, daß in dem Kommunique der Balkankonferenz der Wunsch der Mitglieds des Balkanbundes ausgedrückt wurde, zu ihren Nachbarstaaten möglichst gute Be- Ziehungen zu schaffen, doch seien k e i n e f o n f r e» ten Vorschläge gemacht worden. Bemerkt wird auch, daß im Kommunique ein versönlicher Ton an­geschlagen wurde und gewisse Ausdrücke wie Status , quo vermieden worden sind. Damit manifestiere ; der Dalkanbund seine Bereitwilligkeit, mit den Nach­barn einen Modus vivendi zu finden. Weiter , habe das Kommunique festgestellt, daß die Mit­gliedsstaaten ihren bisherigen Standpunkt gegenüber dem europäischen Konflikt beibehalten haben. Das Schlußkommunique sei sehr e l a st i s ch den Ver­hältnissen im heutigen unruhigen Europa angepaßt. Dir offizielleVreme" unterstreicht, daß die Bal- karfftaaten ihre Solidarität bestätigt hätten. Die Be­deutung der Konferenz liege auch darin, daß die Diplomaten der Balkanstaaten Gelegenheit hatten, einander chre Auffassung klarzumachen, was zur Annäherung ihrer außenpolitischen Linie in der Zu­kunft beitragen dürfte. Das Verhältnis zu den kriegführenden Mächten sei jetzt klar. Ungarn und Bulgarien sei die Bereitwilligkeit gezeigt worden, alle bestehenden Fragen zu liquidieren.

Die Ausfassung in Italien.

Englands Propagandafeldzug auf dem Balkan gescheitert.

Mailand, 5. Febr. (Europapreß.) Als wich­tigstes Ergebnis der Konferenz des Balkanbundes wird von derGazetta del Popolo" die geplante Prüfung der Möglichkeit betrachtet, zu einer fried­lichen Regelung der Gegensätze zwi­schen Rumänien, Ungarn und Bulga­rien zu gelangen. Damit werde ein neuer Geist auf dem Balkan seinen Einzug halten. Die Reden der Außenminister G a f e n c u und Marko­witsch zeigten klar, daß keine unüberwind­lichen Hindernisse für friedliche Lösung der Fragen mit den Nachbarn bestünden. Damit biete Rumänien im Einverständnis mit den anderen Balkanstaaten Ungarn und Bulgarien die An­bahnung von Verhandlungen zur freund­schaftlichen Regelung chrer Ansprüche an. Zu dieser realpolitischen Auffassung des Gleichgewichts in Südost-Europa und diesem Verständigungswillen habe Italien beigetragen. Damit stehe der Weg offen für einen neutralen und unabhängigen Frie­den auf dem Balkan.

Übereinstimmend heben die Mailänder Blätter hervor, daß Frankreich und England von den Belgrader Ergebnissen sichtlich enttäuscht seien. Das (Ergebnis der Belgrader Tagung bestä­tige, daß der von London aufgenommene Feld­zugfür die Neutralen^ gescheitert sei. Für den Augenblick müsse man in den westeuro­päischen Demokratien jede Hoffnung einer Aktion in lenem Telle Europas fahren lassen. Es sei bezeich­nend, daß man mit Beharrlichkeit jetzt dazu zurück­kehre, von den finnischen Angelegenheiten zu sprechen, die den Engländern und Franzosen neue Bewegungsmöglichkeiten schaffen sollen.

Oer japamjche Marineminister zum FalleAsama Marn".

T o k i o , 6. Febr. (Europapreß.) Marineminister N o s h i t a erklärte im Parlament über den Zwi- Mnsall derAsama Maru", die internationalen

Streitfälle sollten im allgemeinen auf diploma­tt s ch e m W e g e beigelegt werden. Es bestehe jedoch nur geringe Hoffnung, zu einer befriedi­genden Regelung des japanisch-britischen Streitfalles zu kommen. Die japanische Flotte sei indessen entschlossen, alle erforderlichen Maßnah- m en zu ergreifen. Der Marineminister lehnte es je­doch ab, nähere Mitteilungen über diese Maßnahmen zu machen.

Russische Lustangriffe.

Helsinki, 5. Februar. (DNB.) Die russi­schen Angriffe im Summa-Sektor auf der karelischen Landenge dauerten, wie der finnische Heeresbericht Mitteilt, noch an und sollen unter starken russischen Verlusten abgemiejen worden sein. Ein weiterer rufsischer Angriff ostwärts des Muolajärvi konnte von den Finnen ebenfalls auf« gehalten werden. Nordostwärts des Ladogasees sol­len finnische Patrouillen die rückwärtigen russischen Verbindungen gestört haben. Bei Kuhmo haben die Finnen chre Stellungen russischen Angriffen gegen« über gehalten. Die sowjetische Luftwaffe führte Angriffe auf Hangö (Hanko), Ekenäs (Tammi- faari) und Koivisto (Björkö) aus. Weitere Angriffe er­folgten auf Mamtyluoto und Ekenäs (lammtfaart) in Südwestfinnland, auf Kerava, Lovisa und Kotka in Südfinnland und auf Seinäjöki und Kuopio in Mittel sinntand. Kleinere russische Formattonen haben die Gegenden von ßietfa, Duokottt, Hyryn- salmi, Salla und Kemijärvi angegriffen. An der Nordfront wurden Jvalo und Nauffi bombar­diert. Neben Materialschäden sollen 4 0 Perso­nen getötet und etwa 50 verletzt worden sein. Auch auf der karelischen Landenge fand eine leb­hafte Lufttätigkeit statt. Vüpuri (Bibora) wurde mehrmals angegriffen. Die finnischen Luftstteit- träfte waren in Luftkämpfe verwickelt und führten Erkundungsflüge und Luftangriffe auf russische Luftbasen und Truppenverbände durch. Die Finnen erklären, elf russische Maschinen abge­schossen zu haben.

Nach dem Heeresbericht des Lenin­grader Militärbezirks vom 4. Februar ereignete sich an der Front nichts Wesent­liches. Die sowjetische Luftwaffe habe erfolgreiche Luftangriffe auf militärische Ziele der Firmen durchgeführt.

Oeutsche Vitamin-Schutzmaßnahmen finden in Dänemark Beachtung.

Kopenhagen, 5. Febr. (Europapreß.) Die Maßnahmen der Reichsregierung, der englischen Hungerblockade gegen Frauen und Kinder auch durch die Verabreichung von besonderen Vitamin- Schutzstoffen entgegenzuarbeiten, haben in dänischen

wissenschaftlichen Kreisen allgemein größte Be­achtung gefunden. Dänemark ist wegen des her­vorragenden Niveaus seiner Säuglings- und Kin­derpflege in internationalen Fachkreisen als Pio­nierland anerkannt, lieber die deutschen Vorbeu- gungs- und Schutzmaßnahmen sagte der Chefarzt des bekannten Königin-'Luise-KinSerkrankenhauses in Kopenhagen, Oluf Andersen, * unter den augenblicklichen Umständen müsse man es als außerordentlich klug" bezeichnen, zu ver­suchen, die Kleinkinder, die in ^riegszeiten stets be­sonders ernschaft bedroht seien, zu schützen.

heit kann die Besatzung nicht von der Durchfüh- rung ihrer Ausgabe abhalten. Sie greift wieder an. Wieder steht vor uns eine PaMsade von Abwehr- geschossen. Doch diesmal aelingt es uns d u r ch - zustoßen bis zu einem der letzten in dem Geleit fahrenden Handelsdampfer und chm eine Bombe auf das Vorschiff zu legen. Man sieht die Besatzung, bereits mit Schwimmwesten angetan, erregt Herumlaufen. In weiter Kurve umgehen wir im Schutze der Wolken den Schauplatz dieses merk­würdigen Gefechts, in dem eine einzige deutsche Kampfmaschine sieben englische Kriegsfahrzeuge zur stärksten Abwehrtätigkeit zwingt. Sie haben längst die Formation des Zuges aufgelöst und fahren i n wilden Zickzacklinien durcheinander, nur wenige Meilen vor ihnen ist die K ü st e mit den rettenden Häfen, in deren Angesicht sie wieder und wieder angegriffen werden.

Wieder, jetzt zum dritten Mal, fliegen wir von der Küste her den Geleitzug an. Da steht 300 Meter entfernt eine englische Maschine in der Luft, klar als Zerstörer zu erkennen. Beide Be­satzungen müssen sich im gleichen Augenblick gesehen haben. In rasendem Flug zieht der Engländer eine Linkskurve auf uns zu. Doch dröhnend laufen unsere beiden Motoren auf vollen Touren, tragen das Flugzeug wie in einem Fahrstuhl innerhalb weniger Sekunden in die Wolken hinein. Minuten­lang verhüllen sie uns. Minutenlang schwebt man in der erregenden Erwartung, den Schatten englischer Maschinen auftauchen zu sehen. Wir fühlen nicht mehr die Kälte, in unseren Adern pulst heißes Blut, und von der Stim des Beobachters am Bombenab­wurfgerät perlen dicke Schweißtropfen. Unbewußt fällt mein Blick auf die Armbanduhr. 1% Stunden belagern wir jetzt den Geleitzug, den Kreuzer, die Zerstörer und Torpedoboote. Wird Leutnant Sch. noch weitere Anflüge wagen?

Anflüge wagen?

Doch ehe man diesen Gedanken noch zu Ende ge­dacht hat, sind wir schon wieder überraschend über dem Schluß teil des Convois. Pendelnd geht eine Bombe in die Tiefe und. trifft einen 3000- Tonner im Heck. Gleich darauf neigt sich der Damp­fer zur Seite. Wenige hundert Meter nördlich da­von schlingert ein brennender Dampfer in der See. Es ist das Schiff, das beim zweiten An­flug getroffen wurde. Sein gesamtes Vorschiff ist jetzt in Rauch gehüllt. Seine Ladung an Kohlen scheint von dem Feuer erfaßt zu fein. Eine Anzahl kleinerer Küstenfahrzeuge eilt ihm in schneller Fahrt zur Hilfe. Drüben, unmittelbar über der Küste, fliegen jetzt drei Zerstörer. Sie haben uns abermals zu spät erkannt.

Nach einem weiteren Angriff, dem fünften, der wieder im Hagel des Abwehrfeuers erfolgt, dreht Leutnant Sch. zum Rückflug ab. Eine Stunbe und 50 Minuten sind vergangen, feit wir den Geleit­zug ausmachten und zum ersten Anflug ansetzten. Fast zwei Stunden wurde Flamborough im höchsten Alarmzustand gehalten. Der Nordost hat erheblich zugenommen. Noch immer sucht der Funker ange­spannt den Himmel ob. Noch ist die Möglichkeit nicht ausgeschaltet, einem überlegenen Gegner in die Arme zu fliegen, tausendfach tanzen unter uns die weihen Linien der Wellen in der groben See ... Doch in schneller ungestörter Fahrt trägt die Ma­schine die Besatzung heim. Lange glimmen an die­sem Abend die roten Landelichter im Heimathafen. Im Gruppengefechtsstand umstehen die Komman­danten der gelandeten Flugzeuge ihren Komma-n- deur, über Karten gebeugt und Aufzeichnungen. Man glaubt den Atem jedes einzelnen zu hären, wenn das Telephon die Besprechung unterbricht. Sie warten auf drei Besatzungen ... Wie ein Licht der Hoffnung glimmen draußen am Platzende die roten Signale.

Was aber das Schlimme ist: auch noch in man­chen anderen Ländern fetzt sich die Anschauung durch, daß Arbeit und Leistuna mehr wert sind als Gold, das man bisher doch jo gern von London aus (versteht sich: gegen gute Zinsen!) verliehen hat. Ja, die Deutschen sind sogar mit ihrem Beispiel erfolgreich gewesen, indem sie die Währung nicht durch Gold, sondern schlicht und einfach durch Arbeit gedeckt haben. Und nun beginnen plötzlich olle englischen Bankguthaben zu wanken! Das Pfund rutscht in die Tiefe, und es wird nicht mehr lange dauern, daß nur noch die Schecks gültig sind, die durch Arbeit und Leistung ge­deckt sind. Das aber wäre das Ende der Plu­to kratie, wäre das Ende aller englischen und mit ihnen befreundeten Mllionäre. Was einst nur Angsttraum war, wird jähe Wirklichkeit werden, aus der es kein Erwachen gibt: man wird die ar­beitsscheuen und arbeitsungewohnten Mllionäre wegen ungedeckter Schecks vor dem Richterstuhle des Weltgewissens als Betrüger zur Verantwortung ziehen! Wer zweifelt jetzt noch, daß es die schlot­ternde Angst der Mllionäre Englands und chrer plutokrattschen Trabanten ist, die diesen Krieg gegen Deutschland und damit gegen die neue Zeit des Sozialismus freventlich angezettelt hat? F. B.

Alles wäre nun für die millionenreiche Oberschicht Englands in bester Ordnung, wenn da nicht für die einen mehr, für die anderen weniger deutlich erkennbar eine neue Zeit heraufzuziehen begänne! Diese neue Zeit brüstet sich nun zwar nicht mit dem Wort Demokratie, dafür steht ihr aber die Volksgemeinschaft hoher als alle Erbeingesessenheit und mühelos erworbener Reich­tum. Besonders in Deutschland ist diese Volksge­meinschaft zu einem mächtigen Faktor angewachsen. Bezöge sich diese Volksgemeinschaft nur auf das gesellige und kulturelle Zusammenleben der Deut­schen, was ginge es Englands Mllionäre an? Allein diese Volksgemeinschaft wirkt sich auch poli­tisch und wirtschaftlich aus! Und so wird sie zur Trägerin einer neuen Weltanschauung und zur leidenschaftlichen Vorkämpferin für einen wahren und echten Sozialismus. Dieser Sozialismus aber stellt alle bisher gültigen Werte auf den Kopf. Nicht mehr Gold und Geld sollen in der Welt herrschen, nicht mehr der Besitz soll das Zepter schwingen, sondern nur noch d i e Ar­beit und die persönliche Leistung.

g e s ch ü tz e n entgegenschlägt. Wie bunte Papier­rollen umspringen uns jetzt die Feuerstöße der MGs, dann folgen die Geschütze. Es sieht aus, als ob ein brennender Scheinwerfer zerschlagen wurde, der zerberstend seine sonst gebündelten Sttahlen frei und ungehemmt nach allen Seiten ausfpeit Weiß- §raue Wolkendecken stehen vor der Maschine in der Ust. Es scheint, als jage eine Stafette heran. Im­mer dichter krepieren vor uns die Granaten. Sie schießen gut in Richtung und Höhe, nur die Ent­fernung stimmt nicht. Vergeblich versucht Leutnant Sch. die letzten Schiffe des Geleitzuges zu bombar­dieren. Die Geschosse verfolgen uns bis unter die Wolkendecke, die nun die Maschine umhüllt und ver-

^negsfinanzierung.

Die Rede, die Reichswirffchaftsminister Funk vor dem Beirat der Deuffchen Reichsbank gehalten hat, enthält eine überzeugende Begründung für die Art, wie Deutschland den ihm aufgezwungenen Krieg finanziert. Es entspricht nationalsozialistischem Denken, wenn Reichsminister Funk eingangs er­klärte, das Problem der Kriegsfinanzierung sei nicht so sehr ein Geldproblem wie ein Problem dec GüterversorgunA Man muß sich klar machen, was in einer Volkswirtschaft vor sich geht, die sich in den Dienst eines Krieges stellen muß, um die Dinge richtig zu sehen. Der Krieg verursacht außerordentliche Aufwendungen an Kriegsmaterial aller Art, aber auch an Unterbringung und Der« pflegung von Menschen, die im Frieden ihren Le­bensunterhalt selbst verdienen. Wir bezeichnen es alsOpfer der Heimat", wenn die in kriegsunchtt- gen Bettieben beschäftigten Menschen ihre Arbeit steigern, um nicht nur das Kriegsmaterial herzu« stellen, sondern auch die ausfallenden Arbeitskräfte an der Front zu ersetzen. Reichswirffchaftsminister Funk hat die beiden Hauptquellen genannt, aus denen der Krieg finanziert wird, nämlich die Ein- schränkung des privaten Verzehrs und einen weitgehenden Verzicht auf den Ersatz von Kapitalgütern, die der Abnutzung unterliegen.

Abermals hat der verantwortliche Leiter des Deuffchen Währungsinstituts, der Reichsbank, be­tont, daß der Krieg nicht mit Preis- und Lohn st eigerungen finanziert werden soll. Preis- und Lohnsteigerungen ohne gleichzeitige Produktionsvermehrung führen zur Geldentwertung und damit zu einer Stö­rung im Wertverhältnis von Leistungen, Gütern und Geldzeichen. Zu den angeblich unwiderleglichen Argumenten", die unsere Gegner für die Begrenzt­heit der deutschen Widerstandskraft anführen, gehott die Behauptung, daß wir die Gelder zur Kriegfüh- rung nicht aufbringen konnten. Mit dem gleichen Scheinargument haben sie im Februar 1933 das große Arbeitsbeschaffungsprogramm und im Sep­tember 1936 den Dierjahresplan als totgeborene Kinder bezeichnet. Sie haben sich beide Male ge­täuscht. Sie werden sich auch das dritte Mal täuschen.

An den Vorttag des Reichsbankpräsidenten unb Reichswirtschaftsministers Funk vor dem Beirat der Reichsbank hat sich eine lebhafte Aussprache über den deuffchen Ausfuhrhandel angeschlossen. Das war durchaus kein Abweichen vorn Thema; vielmehr ist der Außenhandel das wichtigste Mittel zur Bezahlung von Nahrungsmitteln, Rohstoffen und Waren, die wir im Inland nicht ausreichend herstetlen. In Deutschland herrscht nicht erst seit der britischen Kriegserklärung vorn 3. September 1939 Knappheit an Arbeitskräften; schon vorher verur­sachte den zuständigen Stellen der richtige Arbeits­einsatz ernste Sorgen. Bei unserem Hauptgegner, England, feierten Ende 1939 immer noch 1,4 Mil­lionen Arbeiter und Angestellte. Auf der anderen Seite verstärken sich die Klagen der enalischen Presse, daß nicht äenügenb Waren für die Ausfuhr zur Verfügung stehen. Ueberträgt man die Zustande m England auf das Reich, d. h. zieht man die grö­ßere Bevölkerungszahl Deuffchlands in Betracht, so bedeutet das, daß wir etwa 2Vz Millionen Menschen mehr ausnutzen, als England es bisher vermocht hat. Rechnet man den Wert der von 2V2 Millionen Menschen geleisteten Arbeit mit je 34000 RM. im Jahr, so ergibt sich für Deutschland im Vergleich zu England eine um 8 bis 10 Milliarden Mark im Jahr größere Wirtschaftsleistung.

Deutschland hat in diesen Aufbaujahren bewiesen, daß es durch richtige Arbeitsökonomie den Mangel der Kapitalknappheit weitgehend ausgleichen kann. Die Auslandsguthaben, über die Großbritannien verfügt, sind m den letzten Monaten empfinblid) entwertet worden. Sie werden von fachmännffcher Seite auf knapp 500 Millionen Pfund Kurswert (etwa 6 Milliarden RM.) beziffert. Das ist unge­fähr der Wert, den die feiernden 1,4 Millionen englischen Arbeitslosen schaffen konnten, wenn man sie richtig anzusetzen verstünde. Die Darlegungen Des Reichsbankprüfidenten und Reichswirffchafts- minifters lassen erkennen, daß Deuffchland einen ungleich solideren Weg der Kriegsftnanzierurrg ein­geschlagen hat als sein Hauptgegner England. Cr.

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