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geisterungsslürme.) Hier werden Deutschland und Italien Sorge tragen, daß sich das in der Geschichte ein zweites Mal nicht wiederholt.

Und hier werden England auch alle seine Ver­bündeten nichts helfen, weder der Kaiser Halle Se- lasst, noch Herr Benesch, noch irgendein anderer, auch König Haakon nicht und nicht die Königin Wil­helmine und auch nicht der französische General de Gaulle. Alle diese Verbündeten werden gar nichts helfen. Und was sie sonst auch noch planen mögen, was sie sonst vielleicht noch in der tiefsten Falte ihres Herzens in Aussicht genommen haben, wir sind auf der Hut, wir find zu allem bereit, zu allem entschlossen und gewillt, jederzeit zu han­deln. Man erschreckt uns durch gar nichts. Wir deutschen Nationalsozialisten sind durch die härteste Schule gegangen, die überhaupt denkbar ist. Erst waren wir Soldaten des großen Krieges, und dann waren wir die Kämpfer der deutschen Wiedererhe­bung. Was wir in diesen Jahren erdulden mußten, das hat uns gehärtet. Man kann uns daher durch nichts einschüchtern und durch nichts über­raschen.

Als man in England vor einem Jahr in den Krieg eintrat, sagte man: -Wir haben einen Verbünde­ten." Wir waren neugierig, wer das wohl sei. Sie sagten:Da» ist ein General, dieser Verbündete, er heißt GeneralRevolution! Haha! (Schal­lende Heiterkeit.) Die haben eine Ahnung vom neuen nationalsozialistischen deutschen Volksstaat! Und nun warten sie in London auf die Tätigkeit dieses Generals Revolution. Am 6. September, am 7. September tat sich nichts, am 8. Sevtember kam die Enttäuschung. Denn nach ihren Musterungen sollte ja binnen einer Woche dieser General Revo­lution sich erheben; er. war aber nirgends aufzu­finden. (Erneute stürmische Heiterkeit.) Dann hieß es:Wir haben einen anderen verbündeten Gene­ral, es ist dies der General Hunger." Wir haben von vornherein damit gerechnet, daß diese grasten Menschenfreunde wie im Weltkriege ver­suchen würden, Millionen Frauen und Kinder aus- zuhungern und haben uns darauf vorbereitet. Auch dieser General war nur eine Fehlspekulation, eine Erscheinung, ein Irrlicht im Gchirn des Mr. Chur­chill. (Wieder brausender Beifall.) Jetzt ist man einem dritten Verbündeten auf die Spur gekom­men. Es ist der General Winter. Er ist schon einmal dagewesen. Er hat damals versagt und er wird und würde auch diesmal genau so versagen.

Die Engländer sollten, wenn sie schon wirklich so obskure fremde Generale nehmen, nicht vergessen, ihren bedeutendsten eigenen General vielleicht zum britischen Reichsgeneralfeldmarschall zu erheben: nämlich den General Bluff. Das ist ihr ein­ziger solider Verbündeter, der es verdienen würde, daß sie ihm tatsächlich die höchste Beförderung zu­teil werden lassen. Uns allerdings schlägt man mit diesem General nicht mehr. (Brausender Beifall.) Mit ihm kann man das britische Volk vielleicht dumm machen, aber das deutsche Volk hat England genügend kennengelernt. Diese Schwätzereien des Mr. Churchill oder des Mr. Eden vom alten Chamberlain zu reden, verbietet einem die Pietät diese Schwätzereien lassen das deutsche Volk ganz kalt, oder bewegen es höchstens zum Lachen. Es aibt in unserer hochdeutschen Sprache für eine Er­scheinung wie Duff Cooper kein passendes Wort. Da muß man schon zur Mundart greifen, unt> hier ist nur im Bayerischen ein Wort geprägt, das so einen Mann charakterisiert: Krampfhenne! (Tosen- ser Jubel und brausende Heiterkeit.)

Die Herren können sich beruhigen, mit die­sen Mitteln werden sie den Krieg nicht ge­winnen. Die anderen aber sind Gott fei Dank in unserer Hand und werden in un­serer Hand bleiben. (Dieder stürmischer Bei­fall.) Denn die Stunde geschlagen hat, dann werden wir an die Stelle der Generale Hun­ger, Revolution, Winter oder Bluff wieder den General der Tat sehen, d. h. die Hand­lung. Und dann werden wir sehen, wer sich hier am besten bewahrt! (Abermals brausender Beifall.)

Den Dank des deutschen Volkes an seine Soldaten habe ich bereits im Reichstag ausgesprochen. In diesen Tagen bewegt uns all? der Dank an un­sere Luftwaffe, an unsere tapferen Helden, die Tag für Tag nach England einfliegen, um das zu beantworten, was der geniale Mister Churchill erst erfunden hat. Darauf komme ich noch zu spre­chen. Ich möchte aber heute nun vor allem den Dank an die Heimat richten für dieses hinter uns liegende Jahr, den Dank an das ganze deutsch? Volk für seine Haltung, die es in diesem Jahre in oft nicht leichten Situationen zeigte. Denn vielleicht ist das vielen gar nicht bewußt, was es hieß, in wenigen Wochen des vergangenen Jahres über 700 000 Menschen zu evakuieren. Das ging alles reibungslos. Allerdings, es war bei uns auch alles gut vorbereitet im Gegensatz zu den anderen. Aber was die Massen nun im einzelnen hier auf sich nahmen, war oft sehr schwer. Und sie haben es geradezu bewunderungswürdig ertragen! Wir find glücklich, daß sie nun wieder in ihre Heimat zurück- kehren konnten.

Wir müssen aber auch allen denen danken, die in dieser Heimat selbst die wichtigsten Schutzmaß­nahmen durchführten, für die sie verantwortlich sind: dem Luftschutz und besonders der gewaltigen Organisation des Roten Kreuzes, den Aerzten, dem Sanzen Sanitätspersonal und den Schwestern, die ngeheures leisteten. Wir wollen vor allem der deutschen Frau gedenken, der Millionenschar deutscher Frauen, deutscher Mütter und auch deut­scher Mädchen, die den Mann jetzt ersetzen müssen, die in Stadt und Land arbeiten, die dafür sorgen, daß das tägliche Brot vorhanden ist und der Soldat die notwendigen Waffen und Munition bekommt. An ihrer Seite stehen alle die Millionen deutscher Arbeiter in den Munitionsfabriken, die sich ein­setzen für die kämpfende Front, ob alt oder jung, damit ihr nichts an dem fehlt, an dessen Mangel sie einst im Jahre 1918 letzten Endes zusammenbrach.

Es ist etwas Wunderbares, unser Volk im Krieg au sehen, in seiner ganzen Disziplin. Wir erleben das gerade auch jetzt in dieser Zeit, da uns Herr Churchill seine Erfindung der Nachtflug- <rn griffe vorführt. Er tut es nicht deshalb, weil diese Luftangriffe etwa besonders wirkungsvoll wären, sondern weil seine Luftwaffe bei Tage nicht über deutsches Land fliegen, kann. Während die deutschen Flieger, die deutschen Flugzeuge Tac für Tag über englischem Boden sind, kommt ein Eng­länder bei Tageslicht kaum über die Nordsee her­über. Darum fommen sie in der Nacht und werfen wie Sie wissen ihre Bomben wahllos und planlos auf zivile Wohnviertel, auf Bauern­höfe und Dörfer. Wo sie irgendein Licht erblicken, wird eine Bombe daraus geworfen.

Lieber eine Milliarde gab die Heimat.

Oer Opfersinn des deutschen Volkes der Heldentaten seiner Söhne würdig.

Der Rechenschaftsbericht.

Berlin, 4. Sept. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels sprach zu Beginn der Rede, mit der er den Rechenschaftsbericht für das Kriegs-Winterhilfs- roert 1939/40 ablegte, von der großen und festen Gemeinschaft, die Front und Heimat bei der gegen­wärtigen gigantischen Auseinandersetzung bilden. Heimat und Front wetteiferten in dem edlen Bestre­ben, die Schwierigkeiten und Sorgen dieses Krieges gerecht zu teilen und jedem das aufzuerlegen, was er tragen könne, aber auch tragen müsse. Wir alle wüßten, daß der Krieg erhöhte Opfer von uns fordere. Das beredteste Zeugnis dieser opferfreudi­gen Gesinnung der Heimat, mit der sie der Front den Beweis haben erbringen wollen, wie treu sie zu ihr stehe, sei das vergangene erste Kriegs- Winterhilfswerk des deutschen Volkes und das Kriegshilfswerk für das Deutsche Rote Kreuz ge­wesen.

Das Gesamtaufkommen des ersten Kriegs- Dinkerhilfswerkes habe nicht nur 602, sondern in der Schlußabrechnung 681 Millionen Reichsmark betragen gegen 566 Millionen im vergangenen Jahr. Es fei also eine Steigerung von 115 Millionen feslzuslellen. Dementspre­chend hätten sich auch die Leistungen auf 642 Millionen Reichsmark erhöht.

Besonders hob Dr. Goebbels hervor, daß gerade einzelne Gaue, die erst im Zeichen des National­sozialismus neu zum Reich hinzugetreten seien, sich in ihrer Gebefreudigkeit selbst übertroffen hätten. Der Gau Salzburg, also einer der Gaue, von denen die Engländer der Welt weismachen wollten, sie sehnten sich nach der sogenannten österreichischen Unabhängigkeit zurück, stehe dabei mit weitem Ab­stand ander Spitze aller deutschen Gaue, und dichtauf folgten andere ehemals österreichische Gaue und der Gau Sudetenland.

Wenn man das Gesamtergebnis der großen Kriegshilfswerke zusammenrschne, so zeige sich, daß das deutsche Volk an jedem Wochenende freiwillig für soziale Zwecke rund 25 Millionen Reichsmark ausgebe genau so viel, wie nach englischen An­gaben das tägliche Defizit ausmache, das England in feinem Kriegshaushalt aufzuweifen habe, und weiter die gleiche Summe, die in England ganze neun plutokratische Lords den Bewohnern der be­

rüchtigten Slums für ihre Elendsquartiere an Jah­resmiete abpreßten. , . _ .

Dr. Goebbels verkündete dann, daß das Spenden- auffommen bei fünf Haussammlungen und zwei Straßenfammlungen des Kriegshilfswerkes für das Deutsche Rote Kreuz insgesamt 221,5 Millionen Reichsmark betragen habe. Das deutsche DoIk habe seine Führung auch hier wieder einmal ttes be­schämt, denn bei der Gründung dieses Kriegshllfs- werkes habe man mit einem (Ergebnis non etrna 60 Millionen Mark gerechnet. Die freiwilligen sozia­len Gesamtleistungen des Jahres 1939/40 betrugen 681 Millionen für das Kriegs-Winterhilfswerk, 221,5 Millionen für das Kriegshilfswerk für das Deutsche Rote Kreuz und 124 Millionen Mitgll^s- beiträge für die NSV., so daß das deutsche Volk als freiwillige soziale Gesamtleistung im CS>Cn Kriegsjahr 1026,5 Millionen aufgebracht habe. Was diese Zahl bedeute, werde einem klar, wenn man sich vergegenwärtige, daß das reiche Deutschland von 1914 in vier Weltkriegsjahren an Geldspenden für das Rote Kreuz nur insgesamt eine halbe -Dal» liarde aufgebracht habe.

Aus den Mitteln des Winterhilfswerkes f^n für das HilfswerkMutter und Kind" im Jahre 1935/36 7 Millionen, im Jahre 1939/40 343 Millionen, ms- gefamt von 1935 bis 1940 aber 660 Millionen Reichsmark zur Verfügung gestelltworden, die großzügige Emrichtungen von Dienststellen für Mut­ter und Kind, von Kindergärten und Kindertages­stätten ermöglicht hätten. Die Säuglingssterblichkeit, die im alten Reichsgebiet noch im Jahre 1933 7,7 v. H. betragen habe, fei inzwischen auf 6 v. H. vm Jahre 1939 herab gedrückt worden das bedeute, daß von 1934 bis 1939 durch freiwillige Spenden des deutschen Volkes rund 235 000 (Säuglinge m Deutschland dem Leben erhalten -geblieben seren. Weiter hätten von 1933 bis 1939 in NSD.-Heimen rund 400 000 Mütter mit rund 29 000 Säuglingen Müttererholung gefunden. Ende 1939 seien über 25 000 besoldete und fast 3000 ehrenamtliche weib­liche Fachkräfte im HilfswerkMutter und Kind tätig gewesen, darunter rund 1600 Volkspflegerin­nen, rund 500 Jugendleiterinnen und rund 7600 Kindergärtnerinnen. Von 1933 bis 1939 seien allein über zwei Millionen Kinder durch die NSV. zur Erholung aufs Land verschickt worden, und von 1934 bis 1939 seien über 800 000 kurbedürftige Kin­der in NSV.-Heime gekommen. Diesen Zahlen des

Aufbaues stellte Dr. Goebbels den englischenSo« üalismus" entgegen, der sich in erschütternden Zu­ständen, in Not, Elend, Hunger und Krankheit do« fU Jln^ Volk will Opfer bringe n", so fuhr Dr Goebbels fort,es will Anteil nehmen an die­ser geschichtlichen Zeit. Es will nicht abseitsstehen, wenn die großen Schicksalsfragen der Nation ent«^ schieden werden. Und nun naht wieder ein Winter, wieder wird er erhöhte Anforderungen an unsoatte stellen, und sie sollen und müssen auch alle erfüllt werden. Wiederum ruft deshalb der Führer zum zweiten Kriegs-Winterhilfswerk auf. Wer wollte sich diesem Ruf versagen. Was gilt in dieser Zeit noch Gkldbesitz, wo wir um unsere nationale Existenz kämpfen. Verlören wir in diesem Krieg unsere Frei­heit, uns könnte auch kein Geld mehr retten. Nicht im Geldbesitz liegt das Glück eines Volkes. Die soziale Volksgemeinschaft ist das höchste Glück. Erringen wir durch sie den Sieg und wie könnte es anders sein, so wird unser Volk seine Zukunft in Freiheit sich selbst gestalten können. *

Unser Gemeinschaftsgedanke basiert auf der Jo- zialen Gerechtigkeit. Die Gemeinschaft macht uns stark und unbesiegbar. Sie ist das Ge­heimnis unseres Erfolges. Es soll in Deutschland keinen mehr geben, der nicht zu spüren bekommt, was er an seinem Volk und an seinem Vaterlands besitzt. Dafür wollen wir opfern, so viel wir nur können. Der höchste Lohn dieses Opfers ist dann die soziale Gemeinschaft unseres Volkes, die sich in die­sem Kriege so herrlich bewährt hat und die uns unüberwindlich macht, wenn wir sie rein und un­verfälscht erhalten. Das ist der Inhalt der Lehre, die der Führer uns gab." Ist jemand da, der statt in dieser Zeit der Opfer, aber auch der Erfolge und der stolzesten Gegenwart lieber in einer satteren und bequemeren Zeit hätte leben wollen? Nein, die ganze Nation dankt dem Führer, daß er uns diese Zeit brachte, daß wir in ihr leben und an ihr Mit­wirken dürfen. Unsere Soldaten kämpfen für das Reich und ferne Zukunft. Wir aber wollen für sie und ihre Heimat geben, mit vollen Hän­den, damit die Gemeinschaft unseres Volkes fester geschmiedet und eiserner gehärtet werde, auf daß dieses Volk lebe, auf daß Deutschland groß und stark werde und der stolzeste Sieg unseren Kampf kröne! Das geloben wir und das wollen wir hallen!

Wir werden

diesen Aachtpimlen das Handwerk legen."

Ich habe drei Monate lang das nicht beant­worten lassen in der Meinung, sie würden diesen Unfug einstellen. Herr Churchill sah darin ein Zeichen unserer Schwäche. Sie werden es ver­stehen, daß wir jetzt nun Rächt für Rächt bie Untroorf geben, und zwar in steigen­dem Maße. (Tosende Beifallsstürme.) Und wenn die britische Luftwaffe 2 oder 3 oder 4000 Kilo­gramm Bomben wirft, dann werfen wir jetzt in einer Rächt 150, ISO, 230 000, 300 000, 400 000 und üiehr Kilo. (Wieder ungeheurer Beifall.) Wenn sie erklären, sie werden unsere Städte in großem Ausmaß angreifen wir werden ihre Städte ausradieren! (Immer stürmischer wird der Beifall der Massen.) Wir werden diesen Rachkpiraten das Handwerk legen, so wahr uns Gott helfe. (Die Zehntausende springen auf und bringen dem Führer eine unbeschreibliche Ovation.)

Es wird die Stunde kommen, da einer von uns beiden bricht, und das wird nicht das nationalsozia­listische Deutschland sein! (Brausender Beifall.) Ich habe schon einmal einen solchen Kampf in meinem Leben durchgeführt bis zur letzten Konsequenz, und schon damals wurde der Gegner gebrochen, der heute noch in England auf einer letzten Insel in Europa sitzt-

Gerade angesichts dieses Kampfes aber ist es erst recht notwendig, zu begreifen, wie wichtig bie 21 u s - geftaltungundFormungunsererdeut- s che n Volksgemeinschaft ist. Wir hätten das alles nicht leisten können, wenn da vorne, ver­loren, auf sich selbst allein gestellt, ein deutscher Soldat stünde, ohne Verbindung zu gleichgestimm­ten Seelen in der Heimat. Was den deutschen Sol­daten an der Front stark macht, ist das Bewußt­

sein und das Wissen, daß hinter ihm in eiserner Ge- schlossenhett und fanatischem 2ßillen ein ganzes Volk steht! Und zwar ein Volk, erfüllt von eine; hphen Zielsetzung. Und diese Zielsetzung geht weit darüber hinaus, nur den Krieg zu gewinnen. Nein, wir wollen einen neuen Staat aufbauen! Deshalb werden wir auch heute von den andern so gehaßt. Sie haben das oft ausgesprochen. Sie sagen:Ja, ihre sozialen Experimente sind «sehr gefährlich! Wenn das um sich greift, und wenn das auch unsere Ar­beiter sehen, dann ist bas sehr bedenklich. Das kostet Milliarden und bringt nichts ein. Es rechnet sich das in keinen Gewinn, in keine Dividende um. Was soll das also! Wir haben an einer solchen Entwick­lung fein Interesse. Wir begrüben alles, was dem materiellen Fortschritt der Menschheit dient, soweit sich dieser Fortschritt in einen wirtschaftlichen Ge­winn verwandelt. Aber soziale Experimente, bas, was sie da alles machen, das kann nur dazu füh­ren, daß die Begehrlichkeit der Masse geweckt wird, und wir von unserem Postament herunter müssen. Das können sie von uns nicht erwarten." Man sah in uns das b ö f e ft e Beispiel. Jede Einrichtung, die wir machten, wurde abgelehnt deshalb, weil sie sozial war. Sie sahen darin schon wieder eine Kon­zession auf dem Wege zu einer sozialen Gesetzgebung und damit zu einer sozialen Entwicklung, die in diesen Staaten verhaßt ist. Es sind eben Pluto­kraten, in denen ein ganz kleiner Klüngel von Kapitalisten diese Massen beherrscht, und natürlich in engster Verbindung mir den internationalen Ju­den und Freimaurern. Wir kennen ja üteje Feinde aus unserem inneren Kampf her, unsere alte liebe Koalition aus dem System-Deutschland, die sich zum Teil hinübergerettet hat. Sie hassen uns wegen unserer sozialen Einstellung, und alles, was wir aus dieser heraus planen und durchführen, erscheint ihnen gefährlich. Sie sind der Ueberzeugung, daß man bieje Entwicklung beseitigen muß.

Die Zukunst gehört den jungen Völkern.

Ich aber bin der Ueberzeugung, daß dieser Ent­wicklung die Zukunft gehört, und daß Staa. ten, die sich ihr nicht anschließen, früher oder später zerbrechen. Die Staaten mit ungelösten sozialen Fragen werden, wenn sie keine Lösung der Ver­nunft finden, früher oder später zu einer Lösung des Wahnsinns gelangen. Das hat der NatiSncllso- zialisrnus im deutschen Volk verhindert. Sie kennen nun unsere Zielsetzung und wissen, daß wir beharr­lich und konsequent dies Ziel verfechten und auch erreichen werden. Deshalb der Haß dieser ganzen internationalen Plutokraten, der jüdischen Zeitungen, der Weltbörsen, und deshalb auch die Sympathie für diese Demokratien in all den Ländern, die eben­so ober ähnlich denken wie sie.

Weil wir aber wissen, daß dieser Kampf letz­ten Endes um die ganze soziale Grund- lage unseres Volkes geht und gegen die Substanz unseres Lebens gerichtet ist, müssen wir uns gerade im Kampf für diese Ideale immer wieder zu diesen Idealen bekennen. And so ist auch das Winterhitfswerk, diese großartigste soziale Hilfseinrichtung, die es über­haupt auf Erden gibt, eine mächtige De­monstration dieses Geistes!

Es wird mir jeder zutrauen, daß wir das Finan­zielle dieses Problems auch anders hätten lösen kön­nen. Wir hätten auf dem Steuerwege das ohne wei­teres hereinbringen können. Es wäre nicht notwen­dig gewesen, diese riesige Organisation aufzubauen, wir hätten das alles durch Beamte machen können. Mer selbst wenn das Ergebnis finanziell genau so

groß gewesen wäre, ja meinetwegen größer: Ideell wäre das Ergebnis nicht annähernd an das heran- gefommen, was mir so besitzen. Denn es ist so die freiwillige Organisation der deutschen Volksgemein­schaft in ihrer praktischen Auswirkung eine Er­ziehung des einen, der gibt, aber auch eine Er­ziehung des anderen, der nun selber freiwillig die Arbeit leistet. Denn es sind zwei, die ihr Opfer brin­gen, der eine der das Opfer gibt, und der andere, der das Opfer nun verwaltet und zwar ehren­amtlich verwaltet. Jedes kleine Mädchen, das hier auf der Straße einsammelt, unterstützt von allen Berufen, die im Turnus diese Arbeit vollbringen, bis hinauf zu den Repräsentanten des Staates der Wirtschaft, der Kunst usw. Sie alle erleben eine praktische Erziehung zur Volksge- mein schäft. Und das ist das E n ts ch e i d e n de meine Volksgenossen.

Denn wir alle sind irgendwie belastet mit lieber» heferungen der Vergangenheit, der Herkunft des Standes, des Berufes usw. Entweder wir verzich­ten auf Millionen Menschen, die unersetzlich sinh m ihrer nationalen Tätigkeit und wirtschaftlichen Arbeit, weil sie noch nicht reif sind für eine solche Gememschaft, oder wir erziehen sie zu vie­ler Gemeinschaft. Der Nationalsozialismus 5^ von vornherein die Auffassung vertreten, daß lebe Haltung nur das Produkt der Erziehung, der Gewöhnung, der Vererbung ist, also auch wieder umerzogen werden kann. Denn das Kind das in unserem Volke groß wird, wird nicht geboren mit irgendwelchen Vorurteilen standesmaßiger oder klassenmäßiger Herkunft, sie werden chm erst aner- zogen. Erst im Laufe feines Lebens werden Ihm

diese Unterschiede künstlich aufoktroyiert. Und das zu beseitigen, ist unsere Aufgabe, wenn wir nicht verzichten wollen auf den Aufbau einer wirklich organischen, tragfähigen, menschlichen Gesellschaft. Diese Aufgabe haben wir übernommen und be­ginnen sie auf allen Gebieten durchzuführen. Sobald das Kind soweit ist, daß man ihm früher die Di­vergenzen des menschlichen Lebens anerziehen konnte, beginnen wir mit der Anerziehung des Gemeinsamen und lassen dann nicht mehr locker. Und wenn auch der eine oder andere nach den Ergebnissen fragt ja, mein lieber Freund, wir haben ja auch erst seit wenigen Jahren ange­fangen, erst in unserer Partei als Gemeinschaft und dann seit bald acht Jahren im deutschen Volk eine kurze Frist, aber im Ergebnis doch schon unge­heuer, wenn du bedenkst, daß Jahrhunderte vorher umgekehrt wirkten. Dafür sprechen diese gewaltigen Demonstrationen unserer Gemeinschaft. Das wäre doch alles noch vor 20 Jahren unmöglich gewesen, vor 30 Jahren undenkbar, vor 40 Jahren hätte man es gar nicht gewollt, und heute ist es bereits eine reale Wirklichkeit.

Wir erziehen die Menschen zu einer einheitlichen Lebensauffassung, zu einer einheitlichen, gleich­mäßigen Pflichtauffassung, und wir sind der Ueber­zeugung, daß nach einem gewissen Zeitalter dieser Erziehung die Menschen die Produkte dieser Er­ziehung sein werden, d. h., sie werden genau so die neuen Gedanken repräsentieren, wie sie heute noch teilweise die alten verkörpern. Es ist das ein mühe­voller Weg des Abschleifens und des Erziehens, aber wir sehen es ja auch im Winterhilfswerk: es macht Fortschritte. Als das erste Winterhilfswerk kam, da liefen noch sehr viele in Deutschland herum, die sagtenWer kommt denn dort?" Ein Mann mit einer Büchse. (Stürmische Heiterkeit.) Also rechts um ober links um! (Erneute Heiterkeit.) Oder so­gar irgendeine dumme Bemerkung. Daß sich das gebessert hat, kann man schon daraus ersehen, daß die Spenden immer größer wurden. Die Behqrr- lichkeit hat auch hier zum Ziele geführt. Allmählich hat selbst der rückfälligste Repräsentant alter Ord­nung eingesehen: erstens nützt es sowieso nichts, die Sammler kommen immer wieder, zweitens ist es beffer zu spenden, und drittens wird im Grunde genommen doch wirklich etwas geleistet.

Denn was geschieht damit? Was haben wir da- mit in Deutschland für Wunden geheilt! Wo haben wir überall geholfen, wo haben wir den Menschen überall unter die Arme gegriffen! Welche giganti- ichen sozialen Einrichtungen sind geschaffen worden! Glauben Sie, viele Menschen sind einfach aus Träg­heit oder Gedankenfaulheit gegen solche Neuerungen; Wenn sie aber erst einmal sehen, was dar« auf wird, dann sagen sie:Dann kann man natürlich auch etwas geben. Ich habe das gar nicht gedacht, ich habe mir gar nicht vorgestellt, daß das so etwas Gewaltiges wird und endlich, daß das so viel Folgen hat. Es find doch wirklich großartige Taten, die da vollbracht werden." Und wenn sich der Mensch das überlegt, ist er selbst als der ftarr- ropfigfte Repräsentant früherer Auffassungen be« reits auf dem Wege zum neuen Deutschland hin. (Neuer stürmischer Beifall.)

Umgekehrt, wenn wir früher, vor 30 Jahren, emem gesagt hätten: ,^Herr, hier haben Sie eine -Luchse. Jetzt stellen Sie sich an eine Straßenecke und bitten, daß Ihnen jemand etwas gibt für Ihre dEri hätte er gesagt:Was, ich gebe selbst etwas. Aber das können Sie von mir nicht verlangen. Ich bin der Herr Sowieso. Das aUt mir nicht ein. Und außerdem: Wie werde ich angeredet. Weiß ich, ob mir nicht einer etwas Dum­mes Jagt? Ja, er selbst war ja auch nicht gescheiter al£V^, der ibn vielleicht so dumm anredet. Man muß die Menschen gegenseitig erziehen. Es ist sehr gut, wenn ne sehen, wie blöde manche Menschen andere anreden. (Brausender Beifall.) Wer gerade vieses Werk hat in so wenigen Jahren schon gezeigt, wie ein mir F ung s fäl)i g ein Volks körper ist, und wie !ehr die Menschen am Ende doch gepackt wer« den von einer großen Idee, aber auch itSx' großen Arbeit, einer großen Leistung. Unb wir packen sie ja von allen Seiten. Ueberall wird diese Erziehung durchgeführt.

Ich weiß nicht, wie ojt man auch früher das gs»