Donnerstag, 5. September 1940
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190. Jahrgang Ur. 210
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Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen ^»ietzen,^Sch»I»rötzir-4
Die Wett wird frei werden von der britischen Tyrannei.
Deutschland wird kämpfen bis zu einer ganz klaren Entscheidung. - Oes Führers große Rede zur Eröffnung des zweiten Kriegswinterhilfswerks des deutschen Volkes im Berliner Sportpalast.
3m Berliner Sportpalast.
Berlin, 4. Sept. (DNB.) In einer gewaltigen Kundgebung wurde im Berliner Sportpalast das achte Winterhilfswerk des deutschen Volkes, das 2. Kriegs-Winterhilfswerk 19 40/41, durch den Führer eröffnet. Lange vor Beginn der Kundgebung find Parkett und Ränge überfüllt. Heber dem goldenen Hoheitsadler m der Mitte des Podiums leuchtet es von rotem Tuche in großer Schrift: „Zweites Kriegs-Wint^rhilfswerk 1940/41". Mit Heilrufen werden die führenden Männer ans Staat, Partei und Wehrmacht empfangen. Das Parkett und die Ränge füllen die Vertreter der Millionenarmee der freiwilligen Helfer des Winterhilfswerkes, unter ihnen sieht man viele Angehörige der Wehrmacht, Schwestern, Helfer und Helferinnen des Deutschen Roten Kreuzes. Die Verwundeten haben, von Schwestern betreut, auch bei dieser Kundgebung wieder einen Ehrenplatz erhalten. Kurz vor Beginn geleitet der Beauftragte für das Winterhilfswerk, Hauptamtsleiter H i l g e n f.e l d t, Reichsminister Dr. Goebbels in den Sportpalast, der dann den Rechenschaftsbericht erstattet. Kaum hat er geendet, da intoniert die Musik den
Badenweller Marsch, und geleitet von Reichshauptamtsleiter Hilgenfeldt erschien der Führer in Feldgrau. Ein Jubelsturm ohnegleichen empfing ihn, als er, begleitet von Reichsführer ff und Chef der Deutschen Polizei, Himmler, Reichsleiter Bormann und seinen persönlichen Adjutanten durch die Saalmitte schritt, nach allen Seiten für die stürmischen Kundgebungen dankend. Sie erneuerten und verstärkten sich, als Reichsminister Dr. Goebbels den Gruß auf den Führer ausbrachte. Dr. Goebbels erinnerte an das Wort Chamberlains: Er hoffe, noch den Tag zu erleben, an dem der Führer und fein Reich vernichtet werde. Es sei, seitdem dieses Wort gesprochen wurde, sehr viel vernichtet worden, aber nicht das vom Führer geschaffene Reich. Die Front habe die Antwort in das Buch der Geschichte eingetragen. Die Heimat habe nicht versäumt, sich der Front würdig zu erweisen. Auch der erneute Ruf des Führers an die Ration werde einen noch stärkeren Widerhall finden als in den' vergangenen Jahren. Als nun der Führer an das Rednerpult trllt, bereiten ihm die Massen erneut eine Kundgebung von Ausmaßen, wie sie auch der Sportpalast bisher kaum erlebt haben dürfte. Alles ist von den Plätzen aufgestanden, hat den Arm zum Gruß erhaben und jubelt dem Führer zu.
aus gesehen^weit hinter Lillehammer seien und daß wir eine schwere Niederlage erlitten hätten. Und so marschierte der britische Brigadekommandeur an der Spitze seiner Brigade in Lillehammer ein und legte sich dort in Ruhe zu Bett, zur Seite eine Kiste, gefüllt mit Dokumenten, auf denen stand: Streng geheim! Und nicht dem Feind in die Hände fallen lassen! (Brausende Heiterkeit erfüllt den Sportpalast.) Und hier wurde er nun noch in der gleichen Nacht mitsamt seiner kostbaren Bundeslade von unseren Truppen ausgehoben. (Erneute schallende Heiterkeit der Zehn- tausende.) Das kommt daher, wenn sich jemand auf den Kriegsberichterstatter Mister Churchill verläßt! (Wieder stürmische Heiterkeit und jubelnde Zusttm- mung.)
So war es überall: Sie haben gelogen und gelogen. Sie find in das Weer geworfen worden, und es war „ein ganz großer Sieg“. Daß es ihnen gelang, ein paar letzte Trümmer aus Andalsnes oder Ramsos zu retten, erklärten sie der Welt als den gewaltigsten Erfolg der neueren britischen Kriegsgeschichte. Damit können wir uns dann natürlich nicht messen! (Tosende Heiterkeitsstürme.) Aber dem stehen Tatsachen gegenüber: Wenige Wochen später gab es, mili-
Der Führer spricht zur Nation.
Oer Wortlaut der Führer-Nede im Berliner Sportpalast.
In diesen Tagen endete das erste Kriegsjahr. Das zweite begann und mit ihm das neue Kriegswinterhilfswerk. Die Erfolge dieses ersten Jahres, meine Volksgenossen, sind einmalige — so einmalig, daß sich nicht nur die Gegner diesen Ablauf der Geschichte so nicht vorgestellt hatten, sondern daß auch viele im deutschen Volk die Großartigkeit der Vorgänge und die Schnelligkeit der Ereignisse kaum begreifen konnten. Wir können zum Vergleich das erste Kriegsjahr des Weltkrieges gar nicht heranziehen; denn in ihm sind trotz größter Tapferkeit, trotz unerhört größerer Opfer nur Teilergebnisse erzielt worden und keine einzige endgültige Lösung. Diesmal brauchen wir nur das gewaltige Dreieck anzusehen, das heute v o n üer deutsichen Wehrmacht beschützt wird: Im Osten der Bug, im Norden das Nordkap, Kirkenes und Narvik und im Süden die Grenzen Spaniens? Eine Anzahl unserer Widersacher ist beseitigt. Nur seiner glücklichen geographischen Situation und seiner außerordentlichen Schnelligkeit im Aus- rüifen hat es England zu verdanken, daß ihm das gleiche Schicksal noch nicht zuteil wurde! (Große Heiterkeit.) Denn es äst ja nicht so, wie es einige britische Politiker darlegten, daß etwa die britische Armee, wie ein wildes Pferd am Zügel reißend, vor Begierde brennt, endlich losgelassen zu werden gegen den deutschen Feind. Sie waren uns doch so nahe und hätten ohne weiteres ihre „Begierde" befriedigen können. Sie selber haben sich aus unserer Nähe entfernt, und es blieb ihnen vorbehalten, diese traurigen Rückzüge als große Siege hinzustellen.
So sehen ihre gesamten „Erfolge" aus! Neben dem großen Gebiet, das zur Zeit von den deutschen Truppen beherrscht wird, hat unser Verbündeter Italien seinerseits in Ostafrika die Offensive ergriffen, dort seine Position verstärkt und England zurückgeschlagen. Natürlich stehen dem auch englische „Erfolge" gegenüber. Es sind da Erfolge, die nur normalerweise der gesunde Menschenverstand nicht begreift. Wir erleben es immer wieder, daß die englische Propaganda von einem Extrem ins andere, von der Höhe in die Tiefe fällt, um dann allerdings wenige Tage später in noch größeren Höhen zu schweben. So konnte man z. B. einmal lesen: „Jetzt fallen die Würfel des Krieges. Wenn es den Deutschen nicht gelingt, nach Paris zu kommen, und das wird ihnen nicht gelingen — dann haben sie den Krieg verloren. Sollten sie aber doch nach Paris kommen, dann wird England den Krieg gewinnen." (Stürmische Heiterkeit.) Solcher Art hat England seit dem 3. September zahlreiche „Siege" erfochten. Der glorreichste Sieg — in unseren Augen allerdings der schmählichste Mißerfolg — (erneut brausende Heiterkeit) war die Flucht aus Dünkirchen. Aber was tut man nicht in der Not! Wir brauchen nur die britischen Kriegsberichte zu lesen, um zu^wissen, was es mit diesen „Erfolgen" auf sich hat. So beißt es 3.».: „Man sagt uns, daß ..." o^er „Man erfährt aus wohlunterrichteten Kreisen: oder „^an hört von wohlinformierten Stellen:" oder „„-öl011 kann von Sachverständigen vernehmen ..." (immer wieder unterbricht stürmische Heiterkeit den Führer), ja einmal hieß es: „Man glaubt, Grund zu haben, glauben zu dürfen, daß..." (erneutes stürmisches Gelächter). So kann natürlich iede Niederlage 3 um Erfolge werden!
Wir rückten gerade in Polen ein, als die englischen Propagandisten erklärten, daß sie „aus wohlunterrichteten Kreisen" wüßten, daß die Deutschen bereits eine ganze Anzahl schwerster, schwerster Niederlagen erlitten hätten, und daß die Polen im siegreichen Vorgehen gegen Berlin seien Wenige Tage später versicherten „wohlinformierte Kreise , daß sich jetzt das Schicksal im Osten endgültig gewendet hatte. Dann kamen ebenso wohlunterrichtete „Sachverständige", die bemerkten, daß selbst, wenn Deutschland einen Erfolg errungen haben sollte, was gar nicht der Fall sei, dieser Erfolg in Wirklichkeit doch nur ein Mißerfolg wäre, natürlich von einer höheren strate
gischen Warte aus gesehen. Und als wir schon vor Warschau standen, da wußte man bann wieder, „daß man das Recht hätte, annehmen zu dürfen, daß nunmehr im Westen der Angriff der Alliierten einen großen, und zwar durchschlagenden Er- olg' erzielt hätte". Und fo ging das nun weiter, bis es endlich kein Polen mehr gab. Dann sagte man, „von uns ist ein großer Albdruck genommen. Dieses Polen im Osten war immer unsere schwache Seite. Wir können uns nun endlich auf den Kriegs - chauplatz konzentrieren, auf dem wir den Deut- chen überlegen sind, und das werden sie auch in kurzer Zeit erfahren".
Dann war längere Zeit Ruh e. Diese Ruhe war natürlich auch nur ein ungeheurer andauernder Craig der britischen Wehrmacht, und ein ebenso kontanter Mißerfolg Deutschlands. Was haben in die- en Monaten die Engländer nicht alles gearbeitet und was Haden wir nicht alles verschlafen? (Stürmische Heiterkeit.) Was haben die englischen Politiker in dieser Zeit nicht alles gesehen und richtig erkannt und vor allen Dingen immer im richtigen Zeitpunkt ersaß t? Und was haben
tärisch gesehen, kein Norwegen mehr, und die britischen Streitkräfte muhten auch dieses Land räumen.
Dann kam die Stunde der Auseinandersetzung im Westen, und wir sind auch hier nicht zu spät gekommen. Gerade in diesem Feldzug hat die alliierte Koalition wirklich nichts anderes als nur Niederlagen einstecken müssen. Die Tatsachen — die geschichtlichen Tatsachen — legen Zeugnis dafür ab. Trotzdem endete auch dieser Feldzug mit einem großen britischen Sieg — nämlich mit der herrlichen, ruhmvollen Waffentat von Dünkirchen. Die Spuren dieser Waffentat habe ich mit meinen eigenen Augen gesehen — es sah ziemlich unordentlich aus. (Abermals ungeheure Heiterkeit.) Nun ist Frankreich ebenfalls zerbrochen. Und was hat man jetzt für eine Erklärung? Als Norwegen endgültig von den Alliierten gesäubert war, da hatte man erklärt: „Das haben wir ja gewollt. Wir wollten die Deutschen ja nur hier herauflocken. Das ist ein Sieg, ein einzigartiger Sieg für uns." Nachdem Frankreich Endgültig niedergeschmettert war, sagte man: „Jetzt kann sich England zum erstenmal mit seiner ganzen Kraft konzentrieren. Wir sind nicht mehr gezwungen, unsere Truppen zu vergeuden und zu verzet- teln. Jetzt haben wir die sttategische Lage erreicht, die wir ununterbrochen gewünscht und erhofft hatten. Der Ballast Frankreich ist jetzt von uns ab-
Oie Heimat wird ihre pflicht tun.
Oes Führers Aufruf zum zweiten Kriegswinterhilfswerk des deutschen Volkes 4940/41.
Zum achtenmal rufe ich das deutsche Volk zum freiwilligen Opfer für das Winter- hilfswerk auf. Diese grohe soziale Einrichtung isteinAusdruckderzurTatgewordenen Gemeinschaft des deutschen Volkes. Leder Volksgenosse in der Heimat fei sich dabei bewußt, wie klein sein Beitrag ist gegenüber den Opfern, die unsere Soldaten an der Front gebracht haben und bis zur endgültigen Sicherstellung der Freiheit und Zukunft unseres Volkes noch bringen müssen. Die Heimat hat im vergangenen Kriegsjahre durch ihre Haltung und ihren Opferfinn bewiesen, daß sie dieses großen Einsatzes ihrer Söhne würdig ist. Lch bin überzeugt, daß sie auch im kommenden Kriegswinterhilföwerk 1940/41 ihre pflicht tun wird, um in unserem Volke das Bewußtsein der unlösbaren sozialen Gemein
schaft noch weiter zu stärken.
Berlin, 4. September 1940.
wir demgegenüber nicht alles verpaßt? (Brausende Heiterkeit.)
Bis dann Norwegen kam. Als die Operationen begannen, da freute sich die englische Kriegsgerüchterstattung über den „ungeheuren Fehler", den wir Deutsche gemacht hätten. „Endlich haben die Deutschen einen Fehler gemacht, und das werden sie jetzt büßen", so schrieb man. Und man freute sich in England, daß man endlich Gelegenheit bekomme, sich mit den Deutschen messen zu können. Dabei hätten sie sich doch jede Stunde mit uns Deutschen messen können, denn wir sind ja im Westen nur wenige hundert Meter voneinander entfernt gelegen. Ader sie taten so, als ob sie uns dort überhaupt nicht hätten sehen können. Und nun gab ihnen in Norwegen zum ersten- mal das gütige Schicksal die Gelegenheit, dank unserer und besonders meiner Dummheit, sich endlich mit uns kriegerisch auseinandsrsetzen zu können. Und die Auseinandersetzung kam ja auch. Es ist nun wirklich eine Ironie des Schicksals, daß der vielleicht für die Engländer damals schlimmste Schlag ihrer eigenen Propaganda zu verdanken war.
Als wir nämlich die Norweger schon längst über Hamar und Lillehammer hinausgeschlaaen hatten, marschierte eine britische Brigade biederfromm und ahnungslos des gleichen Weges gegen Hamar. Sie hatte nach rückwärts keinerlei Verbindung, denn diese Verbindung hatten unsere Stukas und Kampfbomber zerschlagen. So hörten sie nur auf den britischen Rundfunk. Und im brittschen Rundfunk vernahm der Briaadekommandeur, daß wir noch weit, weit vor Lillehammer bzw. von ihm
Adolf Hitler.
gefallen. Dieser hat uns nur kostbares britisches Blut gekostet, und wir sind jetzt in der Lage, den Deutschen ganz anders entgegenzutreten." (Stürmische Heiterkeit.)
Man hat sich gleich bei Kriegsbeginn mit bestimmten Prophezeiungen über die Dauer des Krieges befaßt. Man sagte: „Der Krieg dauert drei Jahre, Britannien richtet sich auf drei Jahre ein." Das mußte man auch schon tun, denn die Leute, die schwerreiche Besitzer von Kriegsfabrikationsaktien find, diese Leute sind klug genug, um zu wissen, daß sich diese Neuanschaffungen gar nicht in einem halben oder einem Jahre verzinsen und amortisieren können, das muß also schon einige Zeit länger dauern.
Aber ich war ebenso vorsichtig und habe damals dem Reichsmarschall gleich gesagt: „Göring, bereiten wir alles vor auf 5 3ahre!“ Richt, weil ich glaubte, daß der Krieg 5 3ahre dauert, aber was auch kommen mag, England wird niederbrechen! So oder so! (Stürmischer, . minutenlanger Beifall.) Ich kenne keinen anderen Termin als diesen allein! (Erneut tosender Beifall.) Ratürlich werde ich alles klug, vorsichtig und gewissenhaft vorbereiten. Das werden Sie verstehen. Und wenn man in England heute sehr neugierig ist und fragt: „3a, warum kommt er denn nicht?“, beruhigt euch, er kommt! (Die Waffen erheben sich in unbeschreiblicher Begeisterung und jubeln dem Führer minutenlang zu.) Wan muß nicht im-
Wenn die Stunde schlägt...
Don unserer berliner Schristleiiung.
Der Führer hat uns gedankt. Wir, das deutsche Volk, dürfen stolz sein auf diesen Dank. Reichsminister Dr. Goebbels nannte in seinem Rechenschaftsbericht die Beträge, die während des ersten Kriegsjahres in Deutschland freiwillig für soziale Zwecke aufgebracht worden sind. 681 Millionen Reichsmark wurden für das Kriegswinterhllfswerk gegeben, .221 Millionen Reichsmark wurden für das Deutsche Rote Kreuz gesammelt, und 124 Millionen Reichsmark nahm die Nationalsozialistische Volks- wohlfahtt aus Mitgliedsbeiträgen ein. Zusammen sind das über 1 Milliarde Reichsmark und damit mehr als doppelt so viel, wie das reiche Deutschland von 1914 während des ganzen Weltkrieges für soziale Zwecke geopfert hat. Eine ungeheure Summe und eine ungeheure Leistung, die nicht durch Zwangsmittel, sondern durch den Appell an Vernunft und Seele des deutschen Menschen hervorgerufen wurde und die gerade deshalb das vielumrätselte Geheimnis der beispiellosen deutschen Waffenerfolge im ersten Kriegsjahr enthüllt.
Der Führer hat uns nicht nur gedankt, sondern feinen Appell an die Opferfreudigkeit der Heimat erneuert. Er sprach zu Beginn seiner Rede von der gegenwärtigen Kriegslage, er ließ noch einmal die militärischen Ereignisse der vergangenen zwölf Monate im Lichte der englischen Propaganda an uns vorüberziehen und fertigte dabei die armselige Lügenkunst eines Churchill mit so überlegener Ironie ab, daß eigentlich schon das brausende Gelächter des deutschen Volkes genügen müßte, um dem Lügenlord Angst und Bange zu machen. Aber der Führer ließ auch keinen Zweifel über die Härte und Unerbittlichkeit seines Willens, mit der ewigen Lebensbedrohung durch das britische Plutokratengesindel für immer und gründlich Schluß zu machen. Dis neugierige Fragerei der Insulaner nach der Stunde der Entscheidung und das Rätselraten darüber, wann Hitler eigentlich komme, beantwortete er mit den Feststellung: „Beruhigt euch — er kommt." Allerdings, wenn die Stunde geschlagen hat, dann werden wir nicht mit den Generälen „Hunger", „Revolution", „Winter" und auch nicht mit sogenannten Verbündeten nach Art der Halle Selassie, Benesch und Haakon operieren, sondern dann werden wir wieder den General „Tat" und den General „Pflichterfüllung" sprechen lassen.
Daß Deutschland nicht gesonnen ist, sich auch nut die geringsten Uebergriffe gefallen zu lassen, beweisen ja schon jetzt die gewaltigen Bombenlasten, die unsere Kampfflieger Nacht für Nacht als Antwort auf Churchills nächtliche Mordfliegerei nach England tragen. Der Führer sprach in diesem Zusammenhang der Luftwaffe, die gegenwärtig die Hauptlast des Krieges trägt, seinen besonderen Dank aus und zeigte uns, daß, je größer die Anforderungen an den Soldaten sind, umso wichtiger die Ausgestaltung der deutschen Volksgemeinschaft sei. Was bisher die Front standhaft machte und sie zu ihren einzigartigen Siegen befähigte, war, daß hinter ihr in fanatischer Entschlossenheit ein ganzes Volk stand, ein Volk- das erfüllt ist von dem Glauben an die Größe des Reiches, das sich aber auch als Bannerträger der größten sozialen Revolution der Geschichte fühlt. Die Groschen, die wir in die WHW.-Büchsen werfen- verwandeln sich zwar nicht in Kanonen und Tanks, aber sie schmieden die seelischen und geistigen Waffen, mit denen der plutokratische Feind zrr Boden geschlagen wird. Darum wollen wir den Dank des Führers mit einem wirklichen Opfer vergelten. H. Evers.
mer so neugierig fein! Diese Welt wird frei werden! Es muß ein für allemal mit dem Unfug aufgeräumt werden, daß es einer Ration möglich fein kann, je nach Belieben einen Kontinent zu blockieren.
Es muß in Zukunft unmöglich gemacht werden, daß es einem Piratenstaat von Zeit zu Zeit immer wieder je nach Wunsch und Laune einfallen kann, 450 Millionen Menschen mehr oder weniger der Armut und dem Elend auszuliefern. Wir haben es als Deutsche für alle Zukunft satt, uns von England vorschreiben zu lassen, ob wir vielleicht dieses oder jenes tun dürfen oder nicht, ja am Ende so- gar, ob der Deutsche Kaffee trinken darf oder nicht. Wenn es England nicht gefällt, dann wird die Kaffee-Einfuhr einfach gesperrt. Mich persönlich berührt das gar nicht. Ich trinke keinen. (Stürmische Heiterkeit.) Aber es ärgert mich, daß andere ihn nicht ttinken können sollen. (Brausender Beifall.) Ueberhaupt finde ich es unerträglich, daß hier eine 85-Millianen-Nation von einem anderen Volk jederzeit an Leib und Leben bestraft werden kann, wenn es irgendeinem Plutokraten in London paßt. Ich habe dem englischen Volk so oft die Hand zur Verständigung gereicht. Sie wissen es selbst: Es war das mein außenpolitisches Programm. Ich habe es neulich zum allerletzten Male gesagt.
Ich ziehe jetzt vor zu kämpfen, bis endlich eine ganz klare Entscheidung herbeigesührt ist. (Die Waffen jubeln erneut dem Führer stürmisch zu.) Diese klare Entscheidung kann nur die sein, daß dieses Regime erbärmlicher und niederträchtiger Kriegshetzer beseitigt und ein Zustand hergeslellt wird, in dem es unmöglich ist, daß eine Ratton in Zukunft ganz Europa zu tyrannisieren vermag. jErneule Be-


