Ausgabe 
5.8.1940
 
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gaben, die natürlich mit einer gewissen Spannung erwartet wurden. Er sagte, schon Anfang April habe er in Ankara wissen lassen, daß ein auslän­disches Flugzeug türkisches Gebiet überflogen und das russische Erdölgebiet von Datum inspiziert habe. Die Türkei habe zunächst dieses Flugzeug ab­geleugnet, aber die Veröffentlichung der deutschen Dokumente des Weißbuches habe ooch klargelegt, was das für ein Flugzeua war" nämlich ein englisches. Die Dokumente hättenein ungünstiges Licht auf gewisse Seiten der Tätigkeit in der Türkei geworfen", und daraus sei zu folgern, daß die sow­jetrussischen Vorstellungen in der Türkei vollauf begründet waren.

Es muß auffallen, daß Molotow nicht nur die gegenwärtigen und künftigen Beziehungen der Sow­jets zu Deutschland und Italien als im kardinalen, also grundsätzlichen Staatsinteresse Moskaus liegend sehr begünstigt beurteile, sondern auch Japan einige freundliche Worte widmete. Dagegen waren seine Ausführungen über das besiegte Frank­reich kalt und absprechend, über England sehr zurückhaltend, danach all den feindseligen Akten Englands gegen die UdSSR, schwerlich eine gute Entwicklung der sowjetisch-englischen Beziehungen zu erwarten war", und über die Politik Roose­velts sehr bitter und ironisch. In den USA. gebe esnicht wenige Leute, die es lieben, ihre imperia­listischen Pläne mit einer marktschreierischen Sorge um die Interessen der gesamten westlichen Halbkugel zu verbinden". Daher müsse die Sowjetunion wach­sam sein. Diese Ausführungen haben die Stellung der Sowjetunion so sorgsam und klug formuliert, daß gewissen Leuten in London und Washington jetzt olle Felle weggeschwommen sein dürsten. Es war eine klärende, es war eine grundsätzliche Rede über die Außenpolitik unseres mächtigen Nachbarn, und es war eine Rede, die die Möglichkeiten einer weite­ren natürlichen Entwicklung des deutsch-russischen wie des russisch-italienischen Verhältnisses durchaus bejahte. E. S.

Die Bevölkerungsgliederung der Sowjetunion.

Berlin, 4. Aug: (DNB.) Aus den Ergebnissen der letzten Volkszählung in der Sowjetunion im Januar 1939 bringtWirtschaft und Statistik" einen aufschlußreichen Bericht über die Gliederung der Bevölkerung der Sowjetunion nach Nationali­täten, sozialen Gruppen, Alter und Bildung. Da­nach leben auf dem Gebiet der Sowjetunion nicht weniger als 47 verschiedene Nationali­täten. Den Hauptbestandteil der Bevölkerung bil­den mit 99 Millionen oder 58 v. H. der Gesamt­bevölkerung die Russen. In weitem Abstand fol­gen die Ukrainer mit 28 Millionen oder 16 v.H. und die W e i ß r u s s e n mit 5,3 Millionen oder 3 v. H. Aus diesen drei slawischen Völkern setzt sich zu mehr als drei Vierteln die Bevölkerung der Sow- jetunion zusammen. Von den übrigen 44 Nationali­täten haben einen Anteil von mehr als 1 v. H. an oer Bevölkerung nur noch die Usbeken, Tataren, Kasaken, Juden, Aserbaidschaner, Grusiner und Ar­menier. An Deutschen wurden 1,4 Millionen oder 0,8 v. H. gezählt.

' Der sozialen Gliederung nach bilden die Kollektivbauern mit 75,6 Millionen oder 44,6 v. H. die stärkste Bevölkerungsgruppe. Auf die Arbeiter in Stadt und Land entfallen dagegen nur 32,2 v. H. und auf die Gruppe der Ange­stellten 17,5 v. H. Von Interesse sind auch die Angaben über die Veränderung der sozialen Gliede­rung der Bevölkerung im letzten Jahrzehnt. Infolge der Industrialisierung und der Kollektivierung ist danach von 1928 bis 1939 der Anteil der Arbeiter und Angestellten von 17 v. H. auf 49,7 v. H. und der Anteil der Kollektivbauern einschließlich der ge­nossenschaftlich organisierten Heimarbeiter von 3 v. H. auf 46,9 v. H. angewachsen. Der Anteil der Ein­zelbauern dagegen ist von 73 v. H. auf 2,6 v. H. gesunken.

Der B i l d u n g s st a n d hat sich von 1926 bis 1939 gehoben. Der Anteil der Vollanalphabeten an allen *9 und mehr Jahre alten Personen ist von 49 auf 19 v. H. zurückgegangen. Immerhin kann auch heute noch ein Drittel aller Landstauen weder lesen noch schreiben. Personen mit Hochschulbildung wur­den 1,1 Millionen ober 0,6 v. H., Personen mit Mittelschulbildung 13,2 Millionen oder 7,8 v. H. gezählt.

Oie Eingliederung Bessarabiens und der Anschluß Litauens.

Moskau, 3. Aug. (DNB.) Der Oberste Sowjet beschloß die Vereinigung Bessarabiens mit der moldauischen Republik, die zu einer sowjetischen sozialistischen Bundesrepublik er­klärt wird. Wahlen werden festgesetzt. Die Nord­bukowina sowie die bessarabischen Bezirke Cho- tin, Akkerman und Ismail sollen der ukraini­schen Bundesrepublik angegliedert werden. Auch hier sollen Wahlen festgeseK werden. In der Sitzung des Obersten Sowjets am Samstag wurde Litauen durch einstimmigen Beschluß der Ver­sammlung als 14. Bundesrepublik der Sowjetunion angegliedert. Einige Be­zirke der weißrussischen Bundesrepublik mit vor­wiegend litauischer Bevölkerung sollen zur Litau­ischen Bundesrepublik kommen.

Mandel wird nach Frankreich gebracht.

Rom, 4. Aug. (Europapreß.) Der ehemalige Minister des Innern im Kabinett Reynaud, der Jude Mandel, wird von Meknes (Nordafrika) nach einem Ort in der Nähe von Clermont-Ferrand gebracht werden, um vom Kriegsgericht ab­geurteilt zu werden. Die Tagung des Gerichts ist auf den 8. August anberaumt worden. Gleich­zeitig mit Mandel sollen auch G a m e l i n, D a - lädier, Reynaud und Löon Blum vor dem Kriegsgericht erscheinen. Die französische Zeitung L'Eclaireur de Nice" erfährt aus Perpignan auf­schlußreiche Einzelheiten über die Flucht reicher Juden aus Frankreich. Der jüdische Bankier Edouard Ponas war beim Ueberschreiten der spani­schen Grenze im Besitz von ausländischen Devisen im Werte von 30 Millionen Franken mit einer Ausfuhrbewilligung der damaligen französischen Re­gierung. Ein Sonderzug von 15 Wagen brachte 75 Mitglieder der jüdischen Familien Rothschild und W e y l über die Grenze, die alle mit einem Visum für Marokko und Südamerika versehen waren und über 200 Millionen Franken in Gold und Devisen mitführten.

Die stanzösische Regierung hat durch den Rund­funk eine letzte Warnuna an Angehörige des französischen Heeres erlassen, sich weiter am Kriege ^u beteiligen. Die Regierung weist darau hin, daß dieses Vergehen von nun an rücksichtslos mit der Todesstrafe geahndet werde. Nur wer bis zum 15. August 1940 nach Frankreich zurück kehre und sich den Behörden stelle, könne noch auf eine gewisse Nachsicht zählen.

Deutsches lldoot versenke sieben bewaffnete feindliche Handelsschiffe mit 56118 MT.

Der Wehrmachlsbericht vom Samstag.

Berlin, 3. Aug. (DBB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Ein U-Boot unter Führung von Kapitänleutnant Kretschmer hat auf einer Fernfahrt sieben bewaffnete feindliche Handelsschiffe mit 56118 BRT. versenkt, darunter drei in Geleitzügen fahrende Tanker. Damit hat dieses Boot bisher insgesamt 117 367 BRT. feindlichen Handelsschiffsraumes und den britischen Zerstörer Daring" versenkt.

An der Ostküste Englands vor Harwich und der Themsemündung sowie vor den Hebriden wurden am 2. August mehrere bewaffnete feindliche Handels­chiffe mit Bomben belegt. Drei der angegrif- enen Schiffe mit zusammen 16 000 BRT. wurden versenkt. 3n der Rächt zum 3. August wurden einzelne Angriffe auf Tanklager und Flakstellungen in England durchgeführt. 3m Tanklager Thameshaven wurden hierbei aus­gedehnte Brände beobachtet.

Einige am Tage in Holland und Rordfrankreich eingeflogene feindliche Flugzeuge fliehen überall auf wirksame 3agd- und Flakabwehr, so daß ie ihre Bomben ungezielt ins Gelände warfen. Bei Lufttämpfen über der 3jssel-See und im Seegebiet von 3jmuiden gelang es, zwei Briftol-Blenheim- Flugzeuge, bei Le Havre ein weiteres Flugzeug des gleichen Musters durch Flakartillerie a b z u f ch i e - z e n. Rach Rord- und Westdeutschland in der Rächt

Reuyork,3. Aug. (DRB.) Die Spätausgaben der Reuyorker Abendblätter bringen in großer Aufmachung und mit schreienden Ueberschriften auf der ersten Seite amtliche Berichte aus London, wo­nach britische Luftstreitkräfte Hamburgpul- v e r i s i e r t" hätten. Es wird besonders hervorge­hoben, daß dtt Briten nur militärische Ob­jekte angegriffen hätten und nur ein einziges britisches Flugzeug werde vermißt. ,

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Wir sahen am Samstag, einem Tag nach dem angeblichenGroßangriff" der RAF. das pul­verisierte Hamburg". Wir fuhren kreuz und quer durch die große Hafenstadt, durch die Arbei­terviertel, die Villenoorstädte, und das weitver­zweigte Hafengebiet. Wir sprachen mit den Hamburgern und mit den in Frage kommen­den Dienststellen und erfuhren bei unserem For­schen nach denTrümmerstätten", daß von den ver­gangenen vier Nächten nur in d e r letzten NachtFliegeralarm" war, lediglich Flie­geralarm!!'Es ist nicht eine einzige Bombe auf Hamburger Gebiet gefallen. Der Angreifer wurde durch die starke und wirkungsvolle Abwehr zum Abdrehen gezwungen, bevor er seine Bombenlast loswerden konnte. In den Nächten vor­her war von der vielgerühmten RAF. weder etwas zu hören, noch etwas zu sehen.

Das sind die Tatsachen, von denen sich am Samstag auch eine große Reihe von Auslands- pressevertretern überzeugen konnte. Hamburg, un­sere schöne Elbestadt, ist unversehrt. Das Le­ben geht seinen normalen Gang. Jetzt zum Wochen­ende strömen die Bewohner hinaus ins Freie. Im Hafen, auf den Wersten und den Helligen deutet nichts darauf hin, daß sich die Engländer hier seit Monaten bemühen, ihre Bomben wirkungsvoll ab=. zuladen. Sie fanden bisher immer ein anderes Ziel, jene Wohnviertel wie Barmbeck, den dichtbevölkertsten Teil Hamburgs, wo am 3. Juli Engländer ihre Bomben z w i s ch en spie­lende Kinder warfen. 13 Kinder und drei Er­wachsene waren auf der Stelle tot. Neun Kinder starben später an ihren furchtbaren Verletzungen im Krankenhaus. Wir sahen an der Grenze von Alsterdorf jene G r e i s e n a n st a l t, die Krüppel und Epileptiker beherbergt. Hier ebenso wie in Barmbeck, kilometerweit ab von irgendwelchen Bau­ten die man als industriell oder militärisch wichtig ansprechen könnte, säten sie Tod. Mehrere dieser unglücklichen Greise und einige Krankenschwestern mußte diese Infamie mit dem Tode bezahlen. Wir sahen die Kanalstraße in dem Vorort Uhlen­horst, ebenfalls eine reine Wohngegend. Vier

zum 3. August eingeflogene britische Flugzeuge war­fen ihre Bomben wiederum nur auf nichtmili - tärische Ziele ab. Sie zerstörten Wohnhäuser und töteten und verletzten Zivilpersonen. 3n Ehra, kreis Gifhorn, in dessen weiterer Umgebung keinerleimilitärifcheZiele liegen, ist ein bäuerliches Anwesen durch eine Anzahl Sprengbomben zerstört worden. Die vier­köpfige Bauernfamilie, darunter zwei Kinder im Alter von eins bis zwei 3ahren, wurde getötet, zwei weitere Personen schwer verletzt.

Oelhasen bei Liverpool bombardiert.

Der Wehrmachtsbericht vom Sonntag.

Berlin, 4.Aug. (DRB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die Luftwaffe klärte am 3.August über dem Seegebiet zwischen dem Kanal und den Hebriden auf. 3n der Rächt zum 4. August belegten unsere Kampfflugzeuge den Oel- hafen von Stanlow bei Liverpool mit Bomben. Zahlreiche Brände wurden hierdurch verursacht Ferner wurden Flakstellungen bei Eanday 3sland und Swansea angegriffen.

Britische Flugzeuge flogen während der Rächt zum 4. August in Rord- und Westdeutschland ein. Trotzdem sie mehr Bomben als in den letzten Rächten warfen, war der ausschließlich an nicht- militärischen Zielen angerichtele Schaden noch geringer als bisher.

Bomben landeten hier auf der Straße in der Nähe eines Waisenhauses. Einzig und allein den vorsorglichen Luftschutzmaßnahmen ist es zu danken, daß hier nur Verletzte yx beklagen waren. Viele Verletzte unter der Zivilbevölkerung gab es dann auch vor 14 Tagen in Rothen­burgsort in der Strefowftraße. Auch hier fie­len die Bomben direkt in eine Wohn st raße, zum Teil auf die Höfe der Arbeiterhäuser.

Das sind dieErfolge" der RAF., deren Flieger wahllos ihre Bomben herabschleudern, nur um dem Heimathorst die Meldung geben zu können:Bom­ben ab geworfen." Der Tag der Vergeltung kommt. Wann es sein wird, bestimmt allein der Führer. Und bis zu' diesem Tage das soll jene Pluto- kratenclique sich merken vermag sie keinen Deut­schen zu erschüttern. Hoch oben vom Michel, dem Wahrzeichen Hamburgs, geht der Blick weit über die alte Hansestadt. Die Schlote rauchen, von den Helligen hinauf zum hohen Turm bringt der Lärm der Arbeit, grüßt uns das Bild schaffenden Lebens, wie Deutschland es in Wahrheit dar­stellt, und nicht des Todes und der Zerstörung, wie England es wahrhaben möchte.

Die LISA -vreffe berichtigt sich.

N e u y o r k, 4. August. (DNB.) Die Lügen Duff Coopers über diePulverisierung" Hamburgs sind selbst in USA., wo man sie begierig aufgegriffen hatte, nur. gerade 24 Stunden alt geworden. Jetzt bringen alle Zeitungen die Berichte ihrer Korre­spondenten, die sich selbst in Hamburg da­von überzeugen konnten, daß an den Lon­doner Meldungen über die angeblichenErfolge" der britischen Luftwaffe nichts wahr ist. Die amerikanischen Berichterstatter bestätigen, daß in Hamburg keinerlei Spuren von Zerstö­rung zu sehen seien. Sie widerlegen auch ein­wandfrei die verlogene Behauptung, daß die eng­lischen Angriffe sich auf militärische Ziele gerichtet hätten. Ihre Feststellungen besagen, das Hamburger Straßenbild sei in jeder Hinsicht normal, Hafen und Elbtunnel seien intakt, die Werft Blohm & Voß sei absolut unbeschädigt. Die ausgezeichnete Aussicht vom Turm der Michäeliskirche habe keinePulveri­sierung" erkennen lassen.

Um so größer dürfte wohl gerade in USA. die Wirkung der sofortigen und nachhaltigen Wider­legung des brittschen Phantasieproduktes fein, als erst vor wenigen Tagen die ZeitschriftPicture Magazine" auf die Beweiskraft einer Besichtigung durch neutrale Journalisten verwiesen hatte. Das Blatt schreibt, die Annahme, daß die deutsche Luft­waffe im Gegensatz zur RAF. ihre Ausgaben erfülle, werde dadurch bestätigt, daß die Eng-

Ouff-Cooper-Lügen.

Don unserer Berliner Schristeiiung.

Achtzig Jahre lang war es üblich, faustdicke Schwindeleien als Tartarenmeldungen zu kennzeich- nen. Wie sich das gehört, ist die Tartarenmeldung englischen Ursprungs, denn im Krim- Krieg, in dem sich die englischen Truppen nicht gerade Lorbeeren erwarben, wurden trotzdem eng­lische Siege überall hin gemeldet. Immer mar es ein Tartar, der angeblich zur nächsten Poststatton geritten war, um eine englische Siegesmeldung auf­zugeben. Das alles waren nur bescheidene 2Infange im Vergleich zu dem, was heute C h u r ch 11 l und Duff Cooper fertig bringen. Churchill log un­entwegt über versenkte deutsche Kriegsschiffe und U-Boote, wobei es immer so war, daß, wenn un­bedingt der Verlust eines englischen Kriegsschiffes zugegeben werden mußte, der Lügenlord vorher melden ließ, es seien wieder einmal ein halbes Dutzend deutsche U-Boote oder gar ein deutsches Schlachtschiff versenkt worden. Die >,Gneisenau" al­lein ist von Churchill mindestens sechsmal im Rund, funk versenkt worden. Duff Cooper kann als Jn- formattonsminister zwar ebenso schlecht und dumm lügen, allein das hat wohl nicht ausgereicht, um die öffentliche Meinung in England über die furcht­baren Rückschläge und Niederlagen in Norwegen, Flandern und Frankreich auf dem Wasser, zu Lande und in der Luft hinwegzutäuschen. So hat er nun zu ganz groben Lügen seine Zuflucht genommen, um damit einmal zu erreichen, daß er nicht selbst in der Versenkung verschwinden muß, sodann daß seine Lügen vielleicht den Erfolg haben, in den Vereinig­ten Staaten Stimmung dafür zu machen, daß sich Leute als Piloten für England melden. In England selbst finden sich offenbar nicht genügend brauchbare Piloten, nachdem es sich herumgesprochen hat, wie­viel englische Piloten von chren Flügen nicht zurück- gekehrt sind. Deshalb die Werbung in den Der- einigten Staaten. Die englischen Flieger sollen hun- bette deutsche Städte bombardiert haben, sollen Hamburg in Schutt und Trümmer gelegt haben. Englische Truppen sollen auch wieder in Frankreich sein, sollen Peronne zurückerobert haben, sollen so­gar vor oder in der Maginotlinie stehen. Das wird dann nach England zurückgemeldet. Wie muß di« Stimmung in England in Wahrheit beschaffen sein, wenn Duft Cooper sich gezwungen sieht, zu solch plumpen Schwindeleien zu greifen. Ob sich in Eng­land noch jemand findet, der diesen einfältigen Duff-Cooper-Lügen glaubt, ist bei dem strengen MaulkorbMang, den das Kabinett Churchill über das freieste Volk der Welt verhängt hat, natürlich schwer festzustellen. Allein wie die Selbsttäuschung, die solche Phantastereien in England Hervorrufen, auch beschaffen sein mögen, das Erwachen wird eines Tages schrecklich sein.

länder sich weigerten, neutrale Pressever­treter nach den bombardierten Gebieten zu bringen. Das spreche für sich selbst. Deutschland dagegen hat nichts zu verbergen. DieHeldentaten" der Royal Air Force auf deutschem Gebiet erschöpfen sich in Völkerrechtsbrüchen, in gemeinen Morden an Frauen, Kindern und Greisen. Das aber soll die Welt ebenfalls wissen!

Strategische punkte im Sudan bombardiert.

Der italienische Wehrmachtsbericht vom Sonntag.

Rom, 4.August. (DRB.) Der italienische Wehr­machtsbericht hat folgenden Wortlaut:

Unsere osiafrikanischen Luftgeschwader haben i m Sudan Erkowit und die Flughäfen von Sumtnif und Haiya bombardiert, wodurch eine große Flug­zeughalle in Brand geriet Außerdem wurde der Eisenbahnknotenpunkt Haiya getroffen.

3n Kenia wurde ein Autopark südlich von Waijr bombardiert. Bei den vorgestern gemeldeten Kämpfen von Debet hat der Feind vor unseren Stellungen 64 Tote, darunter drei Offiziere, zu­rückgelassen. Die Fahne des 6. Bataillons der Kings African Rifles ist erbeutet worden. 3n CEng- tifch - Somali ist der Hafen von Z e i l a wirkungsvoll bombardiert worden. Eines unserer Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt. Ein feindlicher Luftangriff auf den Hafen von 7) er na in Rord- afrika hat nur ganz geringen Schaden angerichtet Eines unserer U-Boote ist nicht zu seinem Stütz­punkt zurückgekehrt.

Oer italienische Wehrmachtsbericht vom Samstag.

Rom, 3.Aug. (DRV.) Der italienische Heeres­bericht Rr. 55 hat folgenden Wortlaut:

Aus sicheren Feststellungen ergibt sich, daß der durch unsere kürzliche Bombardierung hervorgeru­fene Brand in Haifa noch nach drei Tagen andauerte.

3m S u d a n hat unsere Luftwaffe die Eisenbahn- anlage von p o rt Sudan bombardiert, wobei ein Lager in Brand geriet, sowie den Flughafen von G e b e i l, wo schwerer Schaden angerichtet und etwa zehn Flugzeuge am Boden getroffen wurden. 3n Kenia wurden in der Rähe von Buna Truppen- und Kraftwagenansammlungen mit Bomben und Maschinengewehrfeuer belegt

3n Rordafrika haben feindliche Flieger V a r d i a überflogen, ohne Materialschaden anzurichten. Es gab einige Verluste unter den Truppen.

Während eines feindlichen Einfluges über dem Lufthafen von Cagliari, der nur ganz leichten Materialschaden, einen Toten und drei Verletzte zur Folge hatte, wurden zwei feindliche Flugzeuge a b - geschossen. Die Besatzung des einen Flugzeuges wurde gefangen genommen.

Wieder Bomben auf Gibraltar.

Madrid, 4. August. (Europapreß.) Auch am Samstagnachmittag wurde Gibraltar zur - gleichen Stunde wie an den vorhergehenden Tagert von einem einzelnen Flugzeug unbekann­ter Nationalität überflogen. Das Flug­zeug, das nun schon seit Wochen täglich erscheint, ist den Bewohnern diesseits von Gibraltar bereits eine vertraute Erscheinung. Aufgefallen ist vor allem, daß das Flugzeug auf keinem der vierzig Flüge, die es bereits über Gibraltar ausführte, trotz dem heftigen Feuer der britischen Flak je eine Beschädigung erhalten hat. Man nimmt an, daß die Aufgabe des unbekannten Flugzeuges, das bis jetzt niemals eine Bombe auf Gibraltar abgeworfen hat,

EnglischeVomben gegen friedliche deulscheViirger

Unser Bild zeigt einen brittschen Bomber, der für einen Fernflua mit dem Ziele in Fortsetzung der Verbrechen britischer Luftpiraten neue Bombenangriffe auf nichtmilitärische Ziele, einzelne Bauernhöfe und reine Wohngegenden in deutschen Städten auszuführen, startferttg gemacht wird.

(Associated-Preh-M.)

Rundfahrt durch daspulverisierte Hamburg".

Wahrheit und Dichtung. - Was die Engländer zusammenlügen.