Ausgabe 
5.7.1940
 
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Wandervorschläge für den Sonntag

(Nachdruck verboten!)

34. Fortsetzung.

bau) vorstehen wird.

Fußballehrer Loni Seiderer, einst ak­tiver Spieler der SpVgg. Fürth, starb in Stuttgart im Alter von 47 Jahren. Seiderer, der einer der besten und bekanntesten deutschen Fußballspieler mar, stand achtmal in der Nationalmannschaft und gewann 1926 mit der SpVgg. die deutsche Meister- schäft. Zuletzt betreute er den VfB. Stuttgart.

Kreis Friedberg.

* Butzbach, 4. Juli. Dieser Tage weilten Ka­meraden des Oberleutnants Hellmuts Lenzer

Ach nein, so genau kannte ich ihn nicht."

Er ist ja ein wenig verrückt gewesen." Neels' i Hand eilte über den Block.Erzählte er Ihnen nie davon, daß er in Beirut im Krankenhaus lag?"

Ach nein. In Beirut?"

Mit Malaria oder sonst einem Fieber... Ich weiß nicht mehr."

Im Zimmer breitete sich die Dunkelheit aus und verschlang die Gegenstände. Mjölln hatte ein Gefühl, als säße er mit seinem Stuhl auf einem fremden Stern, inmitten des eisigen Weltenraumes. Er fror jetzt abscheulich.

Manchmal erzählte er zehn Wochen hintereinan­der, jedesmal wenn wir zusammenkamen, dasselbe. Dann vergaß er es wieder für ein halbes Jahr."

Was erzählte er?"

Von Beirut. Daß er dort im Krankenhaus lag. Mit Fieber oder etwas Aehnlichem. Sind Sie ei­gentlich ein Arzt?"

Ich?" entsetzte sich Mjölln.Nein. Wie kommen Sie darauf?"

,Zch dachte nur. So nebenbei. Vielleicht rücken Sie noch ein wenig näher ans Fenster."

Mjöllns Stuhl schleifte über den Boden. Auf der Straße blitzte die Bogenlampe auf und warf breite Bündel Licht ins Zimmer.

Ich habe keine Lampe", erklärte der Maler. Ist auch nicht nötig. Man kann bei dem Licht von da draußen lesen."

Aber malen?"

Nur mit Farbe nicht."

Aha." Mjölln bewegte seine Finger in der Man­teltasche.Wie war das noch mit Beirut? Sie unter­brachen sich vorher..."

Ach ja, Beirut. Er bekam dort Einspritzungen mit Quecksilber oder weiß der Teufel was. Schade, daß Sie kein Arzt sind. Da hätte ich Sie etwas fra- gen können, nachdem Sie mich schon an den Mann : erinnern. Er hatte nämlich die fixe Idee... er bil° i bete es sich ein... er erklärte uns, daß der Kranken- , schwester dort ein Fehler passiert sei. Er behauptete, das Glasröhrchen, in dem das Quecksilber aufbe­wahrt gewesen sei, wäre zerbrochen, und man hätte . ihm einen Splitter dieses Glases miteingespritzt. Ei- : nen winzigen Splitter. Ein Molekül... Sie müssen > den Kopf ein wenig heben, Herr Plüschke. Sie haben chn vorher anders gehalten."

Wohnen Sie schon lange hier am Krautweg?" versuchte er sich mit dem arbeitenden Maler zu un­terhalten. ...

Ein Jahr vielleicht", erwiderte der Mann, wah­rend er mit zugekniffenen Augen in Mjöllns Gesicht starrte. Er hatte blaue Augen und dunkles Haar.

So, erst ein Jahr. Sie sind wohl gar kein Hol­steiner?"

Nein, nein."

Aber die Gegend hier kennen Sie doch?

Ein wenig. Früher bin ich länger hier gewesen."

's gibt wenig Maler in der Stadt." Mjölln ver­suchte, langsam, ohne die Stellung seines Kopfes dabei zu verändern, die Hände in die Tasche zu stecken.

3mmer noch genügend."

Die Landschaft am Meer ist ja auch sehr schön." Jedesmal, wenn Neels den Kopf senkte und einen ruschen Strich auf das Papier warf, machte Mjölln den Mund auf zu einem kurzen Satz, um ihn gleich darauf wieder zu schließen, sobald der Maler prü­fend sein Gesicht betrachtete. ,Zch kannte mal einen, der malte viel die Landschaft hier. Ich weiß nicht, ob Sie schon von ihm gehört haben. Hauck hieß er. Detlef Hauck. Jetzt ist er gestorben..."

So", sagte der Maler gleichgültig und strich mit dem Daumen eine Linie von der Zeichnung weg, ist er jetzt gestorben?"

Kannten Sie ihn denn?" Mjölln machte em er­stauntes Gesicht.

Ein wenig nur, ganz wemg. Wir waren da |o ein kleiner Kreis. Wir tranken in der Wirtschaft Lum goldenen Horn' unseren Schnaps. Dahin kam er manchmal." Der Mann lächelte. Ein Lächeln, das nicht zu deuten war.

So, so, im .Goldenen Horn'."

Das .Goldene Horn'. Ja. Das erinnerte ihn im­mer an den Bosporus. An Konstantinopel und die Dardanellen. Er war mal dort gewesen. Aber das wissen Sie wohl."

Lpd. Darmstadt, 2. Juli. Einer der bekannte­sten hessischen Pferdezüchter und erfolgreicher Land­wirt, Oekonomierat Karl Fritsch, ist im Alter von 78 Jahren auf seinem Gut Dilshofen im 78. Le­bensjahr nach einem arbeitsreichen Leben gestorben.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. TI., 5. Juli. (Dorbericht.) Es kosteten: Ochsen 25 bis 46,5, Bullen 27 bis 44,5, Kühe 16 bis 44,5, Färsen 28 bis 45,5, Kälber 25 bis 59, Lämmer unö Hämmel 20 bis 51, Schafe 15 bis 44, Schweine 53 bis 59 RM. Marktverlauf: Alles ausverkauft.

keine Spur von Hauck

Roman von Lharlotte Kaufmann.

Ach ja, verzeihen Sie." Mjölln reckte fein Haupt, das er, ohne es zu wissen, horchend vorgebeugt hatte.

Was halten Sie von einem solchen kleinen, win­digen Glassplitter in den Blutbahnen eines Men- chen?" Der Maler starrte Mjölln geradewegs in die Augen, höhnisch, herausfordernd, um feine Lider gleich darauf wieder zu senken. Eifrig betrachtete er dann mit schief geneigtem Kopf feine Zeichnung.

Ich verstehe Sie nicht", erwiderte Mjölln unbe­haglich.lieber derartige^ Dinge habe ich bei Gott noch nie nachgedacht.

Das ist verständlich." Neels nickte ernsthaft. Für einen vernünftigen Menschen besteht ja auch keine Veranlassung, über derlei nachzudenken. Nun, Hauck jedenfalls behauptete, daß dieses winzige Teil eines Splitterchens in seinem Blut wandere, vor- wärtsgeschoben würde und sich langsam und stetig seinem Hirn nähere... Sie haben den Kops schon wieder zu weit nach vorn geneigt... sehen Sie, und da hätte ich Sie gern gefragt, wenn Sie Arzt gewesen wären... ob so etwas möglich ist."

Es war jetzt in den Tiefen des Zimmers voll­kommen dunkel. Der Himmel draußen .vor dem Fenster über der grellen Bogenlampe war schwarz wie Tinte. Nur auf dem Fenstersims, auf der Lehne von Mjöllns Stuhl und auf dem Zeichenblock lag gelbes Licht.

Ich habe keine Ahnung", erwiderte Mjölln,ob so etwas möglich ist."

3a, wir wußten es auch nicht. Wir versuchten, es ihm auszureden. Aber er war überzeugt davon, daß der Splitter sich eines Tages in seinem Hirn festsetzte und daß er dann unabwendbar irrsinnig würde... wie gesagt, er litt an einer fixen Idee. Und nun tft er gestorben, wie sie sagen. Gott sei Dank. Es wäre schrecklich gewesen für seine Frau, einen irrsinnigen Mann zu haben. Wollen Sie sich die Zeichnung einmal ansehen?" Er riß das Blatt vom Block.

Ah, sehr schön", machte Mjölln und starrte in fein eigenes Gesicht, das iyn ansah, horchend, lauernd und ... ängstlich.

Was bin ich schuldig?"

Fünf Mark", sagte Neels und wischte sich seine kohlebeschmutzten Finger am Taschentuch ab.

Mjölln fingerte in feinem Gellrbeutel, holte Geld . hervor, legte es auf die Kommode. Fünf Mark. Samt legte er noch einmal fünf Mark dazu, und

Als Sibylle mit Joachim das kleine Lokal in der Hafenstrahe verließ, stürmte der Wind mit unver­minderter Schnelligkeit durch die Straßen der Stadt.

Joachim beschwor Sibylle, über Nacht hier ju bleiben, in' ein Hotel zu gehen. Sie wollte nicht. Schließlich war sie jedoch nahe daran, einzuwilligen, mit dem Dampfer nach Teek zu fahren und das Boot in der Stadt zu lassen. Er wollte sie heim­bringen.

Da begegneten sie auf der Straße, drunten am Wall, einer hastig eilenden Frau: der Bettina Krug.

Joachim gab zu, daß Sibylle mit der Bettina, die sich ihm, verlegen lächelnd, vorstellen ließ, nach Hause fuhr. Er verabschiedete sich drunten am Dampfersteg, da Sibylle es so wünschte.

Komm gut heim", sagte er und preßte chre Hand. Sibylle ..." .

Sie sah ihm nach, wie er davonging, hinüber zur Dänischen Sttaße. Die Bettina ftanö neben ihr.

Haben Sie nicht Ihren Kahn da, Frau Hauck?"

Sibylle drehte sick zurück.Doch, an der Fischer- brücke dümpelt er."

Dann könnten wir vielleicht doch versuchen, mit dem Ding hinauszufahren, meinen Sie nicht? Man könnte sich das Fahrgeld sparen."

Sibylle nickte. Joachim war nicht mehr zu sehen. Er war so überängstlich. Sie lächelte.

Natürlich, das können wir."

Sie gingen zum Steg hinüber. In tausend Stern­chen lag das Licht der Hafenanlagen, der Wersten und Schifte auf dem Wasser.

(Fortsetzung folgte

Löhnberg Obershaufen Rafenberg Veilstein Greifenstein Edingen.

Wir fahren nach dem reizvoll am Berge gelege­nen Lahnstädtchen Löhnberg, das wir, an der hoch über dem Flusse liegenden alten Burg Darüber« gehend, durchschreiten, um der Wanderstrecke 7 des Westerwaldvereins zu folgen. Mr kommen an der Löhnberger Hütte vorbei durch Niedershausen, hier­auf durch das liebliche Kallenbachtal nach Obers- haufen, das inmitten des Orts von feiner Kirche überragt ist. Später an der Oberförsterei Johannis- burg vorbei gelangen wir auf den 512 Meter hohen Rafenberg, wo sich uns eine wundervolle Fernsicht bis zu den Bergen der unteren Lahn, wie Schloß Schaumburg und den Limburger Dom, auf Feld­berg, Greifenstein, Dünsberg, Hohensolms usw. bie­tet. lieber Hutweiden abwärts steigend kommen wir an der Schmalburger Ley, einem sehenswerten großen Basaltsteinbruch vorbei nach Beilstein, das malerisch gelegen von einer Burgruine bekrönt ist. Blaue Striche führen durch Wald und Feld an der Beilsteiner Ley, einem früher mächtigen Basalt­lager, vorbei nach Greifenstein, dessen Burgruine eine Besichtigung lohnt. Auf aussichtsreichem Wegen steigen wir abwärts nach unserem Endziel Edingen. Dauer der Wanderung 5 Stunden.

Gießen Annerod Rleilbach Lich.

Sehr lohnend ist eine Wanderung auf der gelben Strichmarkierung, die am Alten Friedhof beginnt und die Wannschneise auswärts über die Hohe Warte nach Annerod leitet. Da jedoch eben der Weg über die Hohe Warte gesperrt ist, müssen wir auf einem andern Weg nach Annerod wandern, wo wir das Zeichen treffen. Dieses führt uns hinüber zum Femewald und auf hübschen einsamen Waldschnei-

Wirtschaft.

Börse sehr still.

Frankfurt a. M., 4. Juli. Die Stimmung an der Börse ist in der Berichtszeit ziemlich uneinheitlich gewesen, ohne daß angesichts der großen Geschäfts- stille die Tendenz etwa prägnanteren Charakter an­nahm. Nach glatter Ueberwindung des Ultimos, nüch dem Aufhören größeren Angebots aus dem Verlan­gen, sich wieder flüssiger zu machen, herrschte weit­gehende Unternehmungsunlust. Vereinzelt heraus- kommendes Angebot findet nur zögernd Unterkunft und die Kursschwankungen entsprechen oftmals nicht der Bedeutung der Umsätze. Nach der vorangegange­nen kräftigen Erholung bröckelten Aktien meist ab. Größere Schwankungen verzeichneten u. a. Holz­mann, die wieder über 201 anzogen, dann aber auf ca. 198 zurückfielen, Zement Heidelberg, die zuletzt bis auf ca. 169 anziehen konnten und Dt. Linoleum, die man vor acht Tagen um 152 nannte und vorüber­gehend 164 erreichten. Dieses Papier zeigte am deutlichstem, wie sehr die Kursbewegung von kleinsten Umsätzen berührt wurde, denn hier stieß eine Zufalls­order auf völlige Marktleere, und als diese Nachfrage von wenigen Mllle gedeckt wurde, sackte der Kurs wieder um nahezu 4% herunter. Fest lagen die Woche über Banken. Montanwerte unter kleineren Schwan­kungen im allgemeinen behauptet, Autowerte un­einheitlich.

Das Interesse am Aktienmarkt ist allgemein gesehen sehr lau, man wandte sich wieder mehr dem Rentenmarkt zu. Hier hat im Laufe der Börsenwoche das Angebot in Jndustrieobligationen einer, wenn auch vorerst kleinen Nachfrage Platz gemacht. Reichs­anleihen erfreuten sich weiterhin guten Interesses, in 4% Reichsschatzanweisungen konnte ein weiterer Teilbetrag auf dem Markt untergebracht werden.

Pfandbriefe waren weiter gesucht, die Kurse sind hier meist nur nominell. Stadtanleihen ruhig. Im Freiverkehr sind die Aktien der Dinglerwerke Zwei­brücken und Rastatter Waggon weiterhin gesucht bei fast täglichen Kursheraufsetzungen. An diesem Markt halten sich aber seit langem die Umsätze in engsten Grenzen. -

sen nach Albach. Hinter dem Ort kommen wir in den ausgedehnten Walddistrikt, die Meilbach. Auf lauschigen Schneisen und stillen Pfädchen, an leise plätschernden Bächlein entlang, geht unser Weg stundenlang durch stattlichen Laubwald, an. dessen Ausgang sich ein Überraschender Blick auf den Hohen Vogelsberg und namentlich auf das hoch­liegende Grünberg darbietet. Wir verlassen jetzt das Zeichen, wenden uns rechts und gehen auf guter Sttaße an Ober-Bessingen vorüber, später durch Nieder-Bessingen nach unserem Endziel Lich, das wir nach insgesamt sechsstündiger Wanderung er­reichen.

Hungen Schellnhof Linartshausen Jägerhaus Laubach.

Diese genußreiche Waldwanderung, die in ihrem ersten Teil mit blauen Strichen bezeichnet ist, be­ginnen wir in Hungen. Nachdem wir das fteund- liche Horloffttädtchen durchschritten haben, folgen wir von der Obermühle der Schottener Landstraße, die längere Zeit durch prächtige Waldungen, an einigen Gruben und an der Hubhöhe vorbeiführt. Unterwegs ermöglichen Waldlichtungen reizvolle Blicke, so u.a. auf das hochgelegene Stornfels. Beim Schellnhof verlassen wir die Striche und gehen ohne Zeichen nach Einartshaufen, einem echten Vogelsbergdorf mit hübschen Fachwerkhäusern. Von hier schlagen wir die Sttaße nach der Kiliansher- berqe ein, wo wir weiße Ringe antreffen, die uns bis zum Jägerhaus (Gaststätte) begleiten.. Hier be- fichttgen wir die hinter dem Anwesen liegende Kir­chenruine des vor Jahrhunderten untergegangenen Dorfes Ruthardshaufen. Dem Tale der Wetter ent­lang führen uns jetzt blaue Ringe nach unserem Endziel Laubach. Dauer der Wanderung 5 Stunden.

** Mit dem Eisernen Kreuz ausge­zeichnet. Der Leutnant und Kompanieführer Erich He gl er (Schwarzlachweg 20), wurde für Tapferkeit vor dem Feind mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet.

** Mit der Spange zum Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Dem ehemaligen Div.° Arzt der 9. Division, Oberstarzt Dr. Wolkewitz (seit Kriegsausbruch Korpsarzt eines Armee-Korps), wurde anläßlich der großen Durchbruchfchlacht im Westen die Spange zum Eisernen Kreuz verliehen.

Aus der engeren Heimat.

Oberhessens ältester aktiver Polizeidiener.

Lpd. Bobenhaufen, 4.Juli. Einen der älte­sten moch im Dienste befindlichen Polizeidiener in Oberheffen, wenn nicht in ganz Hessen, dürfte die Gemeinde Bobenhaufen im Kreise Büdingen haben. Dort feierte der feit 40 Jahren fein Amt versehende Polizeidiener A l b r a n b feinen 8 6. Geburts- t a g. Außer dem Ortsdieneramt versieht er auch noch das des örtlichen Flurhüters feit mehr als 30 Jahren.

G. A-Sport.

Vor weiteren spannenden Handballkämpfen.

Durch vorgenommene Neuorganisation der Spiele im Handball verspricht mgn sich einen weiteren Auftrieb. Das ist schon um deswillen sehr wahr­scheinlich, weil in der Zwischenzeit weitere fünf Mannschaften neu hinzugekommen sind, und zwar: Klein-Linden, Großen-Linden, Lang-Göns, (2) uub Oberkleen.

Die im Augenblick laufende Eittscheidungsrunde ist, wie bereits erwähnt wurde, um die Ausaleichs- fpiele zur Lahnpokalrunde bereichert worden. Waren schon die Vorspiele interessant und spannend, so wird das diesmal nicht minder der Fall sein.

Die Spiele:

Tv. Katzenfurt Mtv. Gießen

Tv. Dornholzhausen Tv. Hochelheim.

Katzenfurt ist zu Hause nur sehr schwer zu schla- gaen. Aus dem Grunde muß der Mtv. Gießen schon in stärkster Besetzung antreten, wenn er zu einem für ihn günstigen Ergebnis kommen will.

Das gleiche gilt auch für Hochelheim. Wir wissen zwar, daß die Mannschaft in Ordnung geht. Es ist aber auch ebensogut bekannt, wie stark Dornholz­hausen von scher auf eigenem Platz war.

Tv. Dutenhofen Tv. Hörnsheim

Tv. Holzheim Tuspo. Wetzlar-Niedergirmes Tv. Grüningen Tv. Klein-Linden

Tv. Oberkleen Tv. Großen-Linden

Dv. Krofdorf Tv. Launsbach

Tv. Heuchelheim Sp. Großen-Bufeck Mtv. Gießen Jgd. Tv. Atzbach.

Zu einem spannenden Kampf, dessen Ausgang vollkommen offen ist, wird es in Dutenhofen kom­men. Kommen die Gäste in ihrer bewährten Aus­stellung, wird ihnen ein knapper Sieg beschieden fein. Holzheim hat es in der Hand, sein erstes Spiel siegreich zu bestehen, wenn die Mannschaft endlich einmal so spielt, wie es erforderlich ist. Wir glauben nicht, daß es Klein-Linden gelingt, in Grüningen die Oberhand zu behalten. Gro­ßen-Linden kann fein erstes Auftteten mit einem Siege beenden, wenn alle Mannschaftsteile gut zu­sammen harmonieren. In Krofdorf wird Launs­bach zu einem knappen Siege kommen. Heuchel­heim sollte Großen-Bufeck ziemlich eindeutig nieder­ringen und auch die Mannschaft des Mtv. Gießen hat Aussichten, gegen Atzbach zu gemin.ven._______

plötzlich legte er hastig alles hin, was er bei sich trug. ,Hch bin sehr zufrieden", nickte er.Sehr. Fünf Mark sind natürlich viel zu wenig. Besten Dank, Herr Neels." Er suchte nach feinem Hut in der Dunkelheit. .

Der Maler rollte ihm die Skizze zusammen und hüllte ihm eine Zeitung darum.Empfehlen Sie mich Ihren Bekannten", Zagte er und verbeugte sich. Dabei lächelte er wieder wie vorher. Ein nicht zu deutendes Lächeln, das langsam und unverkennbar höhnisch wurde.Auf Wiedersehen, Herr Plüschke." Er öffnete die Tür. .Kommen Sie gut heim. Fallen Sie nicht über die Treppe. Wir haben hier kein Licht im ganzen Haus/

Tv.1846 Bezirkssieger im Faustball.

Auch bei den Spielen dieses Jahres hat sich wie­derum die Mannschaft des langjährigen Gaumei­ters To. 1846 Gießen im Bezirk 8 als unbedingt überlegen erwiesen. Nach wie vor stellt sie eine Klasse für sich dar und dürfte, was das technische und taktische Können anbettiftt, so bald nicht zu er­reichen sein. Durch Zugänge hat sich zudem i m die- em Jahr die Spielstärke nicht unbeträchtlich geho­ben so daß der Tv.Gießen mit feiner Mannschaft Dr.' Nohl, Riexinger, Becher, Trapp, Dr. Pfeffer wieder als ernsthafter Anwärter auf den Titel des Bereichsmeisters zu betrachten ist. In den Bezirksspielen erzielte Ergebnisse von u. a. 6-60 oder 15:50 beweisen augenfällig die gute Form der Spieler, die aus einem sorgfältigen Training erwachsen ist. In Zusammenarbeit zwischen dem Turnverein 1846, dem Pol.-Sportverein und meh­reren Behörden zur Pflege des Faustballspiels konnte ein guter Spieldettieb aufgebaut werden, der entsprechend den anderen Uebungsgememschaf'-- ten des NSRL. in Gießen nicht nur zahlenmäßig, sondern apch leistungsmäßig bereits einen sichtbaren ^ch'LVchiuß bet Spiele hn Bezirk tritt der Gießener Turnverein nun am kommenden Sonntag gegen die Bezirke Limburg und Wester­wald an, um den Teilnehmer für die weiteren Spiele um die Bereichsmeisterschaft zu ermitteln. Auch bei diesen Spielen dürfte für Gießen mit der vorgesehenen Ausstellung der Sieg sicher sein.

Kurze Sportnotizen

Die beiden Schiedsrichter für die Dor- schlußrundenspiele um die deutsche Fußballmeifter- chaft am 14. Juli sind jetzt bestimmt Das Stutt­garter Spiel zwischen Schalke und Waldhof leitet Rühle (Merseburg), während dem Treffen Rapid Wien Dresdner SC. in Wien Multer (Lan­

der infolge seiner beim Feindflug erlittenen schwe­ren Verwundungen in einem Lazarett in Koblenz verstarb am Grabe des Verstorbenen und legten einen großen Kranz nieder. In Würdigung seiner Tapferkeit vor dem Feind wurde dem jungen, hoff­nungsvollen Offizier das Eiserne Kreuz 1. Klaffe verliehen, nachdem er vorher schon das Eiserne Kreuz 2. Klasse besaß. Außerdem überbrachten die Kameraden das silberne Verwundetenabzeichen und das Beobachterabzeichen. Die Auszeichnungen wur­den zusammen mit einem persönlichen Handschrei­ben des kommandierenden Generals dem Vater des gefallenen Helden überreicht.

Oer Raucher im Luftschutzkeller.

Lpd. Frankfurt a.M., 2. Juli. Als bei einem Fliegeralarm sich ein Hausbewohner mit Frau und Kind in den Luftschutzkeller begab, sand er dort einen älteren Hausbewohner vor, der sein Pfeifchen rauchte. Der Familienvater machte den Mann dar­auf aufmerksam, daß das Rauchen hier nicht gestattet sei, worauf der Raucher eine Belei­digung nach der andern gegen den Mitbewohner schleuderte. Die Sache wurde von dritter Seite zur Anzeige gebracht und der Raucher ist vom Amts­gericht Frankfurt wegen des verbotenen Rauchens mit 20, RM. und wegen der Beleidigungen mit 30, RM. Geldstrafe bestraft worden.

Heidelbeer-Rekordernle im Odenwald.

Lpd. AusdemOdenwald,2. Juli. Zur Zeit sind alle verfügbaren Hände bei der Ernte der Waldbeeren beschäftigt. Neben gutem Behang der Himbeeren und Erdbeeren, die vielfach von den Schulkindern als freudig begrüßte Gabe für die be­nachbarten Lazarette gesammelt wurden, haben nun die Heidelbeer-Sammler einen sehr starken Behang im Walde einzuheimsen. Nach den bisherigen Er­gebnissen darf man im Odenwald mit einer Rekord­ernte rechnen.

Eintritteermäßigung

für Schwerkriegsbeschädigte.

Der Reichsminister für Volksaufklärung und Pro­paganda hat eine Anordnung erlassen, durch die die Unternehmer (und Veranstalter) von Theatern, Lichtspielunternehmen, Konzerten, Vorträgen, artisti­schen Unternehmen (Variete, Kabarett, Zirkus-Ver­anstaltungen usw.), Tanzvorführungen und Ausstel­lungen kultureller Art verpflichtet sind, Schwer- ckriegsverletzten, die im Besitze eines amtlichen Aus­weises find, eine E i n t r i 11 s e r m a ßi g u n g von 50 Prozent zu gewähren Die Elnttltts- ermäßigung gilt für alle Plätze und alle Vorstellun­gen, mit Ausnahme von Ur- und Erstaufführungen sowie von Festaufführungen, bei denen Frei- und Ehrenkarten allgemein für ungültig erklärt sind.

Keine Sommerschlußverkäufe 1940.

Fwd. Vom Reichswirtschaftsminister wurde an­geordnet, daß die Sommerschlußverkäufe des Jahres 1940 nicht durchgeführt werden.

Kamerad - Humor."

Für die Soldaten hat jetzt der Landesfrem­denverkehrsband Rhein-Main em Falt­blatt herausgebracht. Die kleine Schrift tragt den TitelKamerad Humor" und ist allen Soldaten zu­gedacht, die vor dem Feldzug im Westen ihre Be- reitfdiaftsquartiere im Rhein-Main-Gebiet hatten, sowie allen Verwundeten, die jetzt hier m den La- zaretten untergebracht sind. Das Faltblatt will den Soldaten in heiterer und bodenständiger Weise an­sprechen: daher stehen im Mittelpunkt launige und witzige Gedichte oder Anekdoten in den Mundarten der rhein-mainischen Landschaft. Zeichnungen ver­stärken den Eindruck des geschriebenen Wortes. Das Faltblatt wird kostenlos bei der Truppe und in den Lazaretten verteilt.

Mustergültiges Ernährungeiamt Gießen.

In diesen Tagen weilte Staatssekretär Reiner in Gießen und stattete dabei auch dem Gießener Ernährungs- und Wirtschaftsamt im Siebtgbau einen Besuch ab. Er ließ sich die gesamte Organi- falten und die Arbeitsweise des Amtes erläutern, besuchte verschiedene Zimmer und sprach mit ben Mitarbeitern des Amtes, das unter der Leitung von Oberinspektor Müller ftejit. Staatssekretär Reiner gewann den Eindruck, daß beim Ernahrungs- und Wirtschastsamt Gießen eine mustergültige Ar­beit geleistet wird und sprach sich darüber m an­erkennender Weise aus. .

Einen gleichen Eindruck gewann eine Kom- mission des Landesernährungsamtes, die den Aufbau des Ernährungs- und Wirtschafts­amtes die Arbeitsweise und die Handhabung der gesetzlichen Bestimmungen einer Überprüfung unter« ^Kürzlich weilte außerdem der Beauftragte des Reichskohlenkommissars beim Wirtschastsamt unse­rer Stadt. Er bestätigte, daß in Gießen in der Kohlenabteilung des Amtes eine tadellose Arbeit geleistet wird.