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Ich möchte noch einmal betonen, Daß es für Großbritannien wie auch für Frankreich e i n e Fra-ge von Leben oder Tod ist, ob diese Forderungen unverzüglich erfüllt werden.

Der Oberbefehlshaber der Luftwaffe, (gez.) Vuillemin.

Neues Kabinett in Rumänien.

Bukarest, 4. Juli. (DNB.) Unter der Mini­sterpräsidentschaft von Jon Gigurtu, der in der bisherigen Regierung Tataresku bis zum-28. Juni Außenminister war, wurde ein neues Kabinett gebildet und sogleich vom König vereidigt. Die neue rumänische Regierung besteht, abgesehen von eini­gen Generälen und parteilosen Fachleuten aus An­hängern des vor zwei Jahren verstorbenen rumä­nischen Dichters und Staatsmannes Oktavian G o g a und des alten Vorkämpfers des rumäni­schen Antisemitismus, Prof. Cuza. Ein Teil der neuen Minister, wie Pros. Caracostea und Pros. Crainic, haben enge wissenschaftliche Beziehun­gen zu Deutschland. Pros. Crainic ist vor kurzem zum Ehrendoktor der Wiener Universität ernannt worden.

1940.

30. Mai

2. Juni 1940.

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Die britischeChurchill-Linie"

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s a tz gegen die zur Zeit rue Defensivsront

Geheim!

Nr. 1272/3/F. T.

...... , zösische

fiee/, das Enormes aüsh alten muß. Der fron- daß d ie französi zösische Obevkommandierende bittet das britische I o p s e r t werden darf.

Nr. 1328/3/F.T.

Arcole an Brumaire.

Charakter der Situation, die ich Ihnen geschrieben habe. Ich beehre mich, meinen Gedankengang zu diesem Thema wie folgt Darzulegen:

Seygand und Vuillemin erbitten dringend tlnierstützung der briiischen Lustwasfe.

Arcole an Brumaire.

Bitte dem britischen Oberkommando sofort fol-

den.

Ich habe daher die Ehre, Sie zu bitten, bet den obersten britischen Behörden vorstellig zu werden, damit die Unterstützung nach folgenden Gesichts­punkten erfolgt:

1. Augenblickliche Entsendung von zehn britischen Jagdgeschwadern, die in der Gegend von EvreuxDreux stationiert werden sollen und

zur Unterstützung der Landkräfte westlich des fran­zösischen Aufmarsches zwisck)en der Linie Pontoise Peronne und dem Meer eingesetzt werden können. Dies würde mich in die Lage versetzen, stärkere Kräfte für die übrige Front bereitzuhalten, wobei auch die nach dem Südosten zu kommandierenden Einheiten zu berücksichtigen sind.

2. Vorbereitungen für die ftarf beschleu­nigte Entsendung nach Frankreich von weite­ren zehn Jagdgeschwadern, die vom ersten Schlacht­tage ab auf dem schon von den Briten besetzten Gebiet zu stationieren wären. ,

3. Da diese Geschwader auf bereits von den Bri­ten und Franzosen besetzten Stützpunkten zu statio­nieren wären, brauchte ihr Nachschub keine Be­wegungen vorzunehmen. Wenn tatsächlich der Feind den strategischen Fehler machen sollte, "hne Dor= herige erneute Osfensivhandlungen gegen Fiavkreich anzugreifen, so könnten diese Geschwader noch am Fleichen Tage auf ihre englischen Stützpunkte zurück­kehren; außerdem würden sie auf diese Weise ver­mutlich der planmäßigen Bombardierung der Jagd­fliegerstützpunkte in England entgangen sein, mit denen der Feind sicherlich seine Operationen gegen England einleiten roirb.

Ohne unverzügliche Hilfe geht der Krieg verloren. -Eine Frage von Leben oder Tod."

Oberkommando inständig, die Schwere dieser Laos begreifen zu wollen und alle Maßnahmen zu ergreifen, damit sofort ein erheblicher Teil der britischen Luftwaffe, insbesondere Jäger, als Bereit­schaft für die bevorstehende Schlacht m Frankreich stationiert werden können. (gez.) Weygand."

Appell an die britische Solidarität

Die französische Nachhut in Dünkirchen soll nicht geopfert werden.

XIX.

nennenswerten Schaden anzurichten. 6 feindliche Flugzeuge wurden vernichlel. 4 deutsche Flugzeuge werden vermißt.

Mltemscher WehrmachlSdenchl-

Rom, 4. Juli. (DRV.) Der italienische Wehr- Machtsbericht vom Donnerstag hat folgenden Wort­laut:

Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt:

An der Grenze der Lyrenaika erreichte eine un­serer Kolonnen Wussid, in der Zone von Sollum, unter Zurückwerfung kleinerer Panzerabteilungen, während unsere Luftflotte eine feindliche Auto­kolonne angriff und zersprengte. Weiter südlich wurden wiederholte englische Angriffe gegen das befestigte Werk Lapuzzo glatt abgewiesen.

Eines unserer A-Voote ist nicht zu seinem ötuh- punkt zurückgekehrt.

In Jtalienisch-Ostafrika haben unsere Dubais (Eingeborenen-Truppen) ein feindliche Fort bei Rloyalo erobert und es trotz eines ergebnislosen englischen Luftangriffes, womit der Gegner geant­wortet hatte, behauptet.

An der Sudan-Grenze haben unsere Geschwader feindliche Kräfte bei Akobo und Gallabet bombar­diert. Lin feindlicher Luftangriff auf Assab hat leich- ten Schaden angerichtet.

3. Juni 1940. Dringlichst! Streng geheim!

Herr General Vuillemin als Oberbefehlshaber der Luftwaffe an den Oberbefehlshaber und Chef des Generalstabes der Nationalen Verteidigung, Ober­befehlshaber auf allen Kriegsschauplätzen (Cabinett Generalstab 3. Büro).

Mit Schreiben Nr. 3906 3/0S./E. L. G. vom 31.Mai 1940 habe ich Sie gebeten, auf das dring­lichste bei den obersten britischen Behörden vorstellig zu werden, um von ihnen einen massierten Oagbfliegerangriff in Frankreich zu erhalten. Die Entwicklung der Ereignisse, die zur Zeit in Richtung auf ein Eingreifen starker deut­scher Bombenverbände im Südosten und die Mög­lichkeit des unmittelbar bevorstehenden Kriegsein­tritts Italiens geht, verstärkt noch den kritischen

Frankreich trägt die ganze Last des Kampfes.

Die britische Luftwaffe nach England zurückgekehrt.

XVIII.

Der Wehrmachtsbericht vom Donnerstag.

Führerhauptquartier, 4. Juli. (DRV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Ein U-Boot unter Führung von Oberleutnant zur See E n d r a ß erzielte einen Torpedotreffer auf den neuesten britischen FlugzeugträgerJllustrious .

Deutsche Kampsflugzeuge griffen am 3. Jul» im Kanal und an der Rordsee britische Hafenanlagen, Küstenbefestigungen, Flugplätze, Barackenlager so- wie Anlagen der Rüstungsindustrie an. So wurden der Truppenübungsplatz Aldershot, das 5lug- zeugwerk Reading und schwere Küslenbalterien bei Rewhaven erfolgreich mit Bomben belegt.

Bei einem Angriff auf einen britischen Geleitzug im Kanal erhielt ein großes Schiff zwei schwere Bombentreffer.

Britische Flugzeuge warfen im Schuhe tiefliegen­der Wolken im Laufe des gestrigen Tages an meh­reren Stellen Rord- und Westdeutschlands Bomben ab. hierbei griffen sie in skrupelloser Weise die Zivilbevölkerung an, wobei in Hamburg-Barmbeck 11 Kinder, 3 Frauen und 1 Wann getötet, 11 Kin­der und 9 Frauen schwer verletzt wurden. Auch in der Rächt zum 4. Juli flogen einige feindliche Flug­zeuge nach Belgien und Holland ein, ohne jedoch

Rom, 4.Juli. (Europapreß.) Obwohl die eng­lische Presse über das Ergebnis der Reife Chur­chills zur Besichtigung der Verteidigungsanlagen an der Südküste keine Angaben mache, heißt es m den hier vorliegenden Berichten, könne man aus einer Erklärung, die der britische Krlegsnumster Eden im Unterhaus abgegeben habe, den Schluß ziehen, daß die Verteidigungsanlagen gegen Den befürchteten Einfall Der deutschen Trupen gegenwär­tig nuraufdemPapi er beständen. Eden habe nämlich auf eine Anfrage mitgeteilt, daß ,chie Auf­merksamkeit der Regierung sich aus die dringende Notwendigkeit konzentriere, große Arbeitermassen für den Bau der Küstenbefestigungen zu mobilisie­ren". Diese Antwort Edens hat wesentlich zur Ver­schärfung der in der Öffentlichkeit herrschenden Be­unruhigung beigetragen, da frühere Regierungs­erklärungen den Eindruck hervorgrufen hatten, daß die Küstenverteidigungs-Anlagen eine ArtMa- qinotlinie" in Miniatur bereits vollendet feien. '.Lavoro Fascista" berichtet, daß in London und vielen großen englischen Provinzstadten an strate­gisch wichtigen Punkten mit Maschinengewehren und Schnellfeuerkanonen bestückte Barrikaden aus Sandsäcken errichtet worden feien. Be­sondere Sicherungsmaßnahmen seien im Hafen von London getroffen worden. Ein gleiches fei auch im Arsenal von Woolwich an Der Themsemündung vorgesehen. Diese Maßnahmen hätten Massenentlassungen von Arbeitern zur Folge gehabt. In der Bevölkerung mache sich nun eine

Torpedo ausdenneuestenbrittschenNuMUMgek Erfolgreicher Bombenangriff deutscher Kampfflugzeuge auf militärische Anlagen in England.

Wenn der Feind, wie zu erwarten steht, binnen kurzem einen neuen massierten Panz e r- und Luftwaffeneinsatz gegen die zur Zeit im Aufbau befindliche neue Defensivfront durchführt, so steht durchaus zu erwarten, daß er von neuem unsere Stellung einbrüdt und einen schnellen und tiefen Einbruch durch- ührt, den wir nicht mehr aufhalten können, wenn wir nicht in der Lage find, fchon zu Beginn des Angriffes die feindlichen Bomberkräfte durch einen massierten Einsatz der alliierten Jagdflieger­verbände auszuschalten. Ein derartiger massierter Einsatz setzt Die Unter st ützung mindestens der Hälfte der auf englischen Flughäfen statio­nierten Luftwaffe voraus. Dies ist um so notwen­diger, als Die deutsche Aktion im Südosten und Der mögliche Kriegseintritt Italiens mich in Anbetracht Der außerordentlich schwachen Mittel im Südosten und in Nordafrika bereits gezwungen haben, Teile Der Luftwaffe nachdem SüDosten abzukommandieren. Diese im Verhältnis zu Der möglichen Gefahr lächerlich geringen Kommandos würden nach dem Krieg seintritt Italiens verstärkt werden müssen, wenn nicht unser ganzer Südosten ohne Verteidigung einer italie­nischen Aktion ausgeliefert werden soll; eine solche Aktion könnte ebenfalls Panzerwagen und Luft­waffe zugleich umfassen und könnte gut denselben Erfolg haben wie der deutsche Angriff im Nordosten. Ich brauche Den Ernst Der oben geschilderten Ge­samtlage nicht zu unterstreichen. Wenn wir nicht von Den obersten britischen Behörden die geforderte Unterstützung vollständig und unverzüg­lich erhalten, so erscheint es wahrscheinlich, daß die französischen Kräfte geschlagen werden und Der Krieg für Großbritannien und für Frankreich ver­lor e n g e h t. Da Der Feind sich den Zeitpunkt des Angriffes aussuchen kann, so kann die geforderte Unterstützung nur dann als unmittelbar bezeichnet werden, wenn Die britischen Jägerverbände i m voraus in Frankreich ft ationiert wer-

gendes mitzuteilen:

Der Leiter der britischen Militärmission hat am 29. Mai dem General Georges mitgeteilt, daß die britische Regierung beabsichtige, den Kamps m Frankreich an der Seite der französischen Armee fortzusetzen. Die Panzerdivision und die 51. Dwi- sion verbleiben in Frankreich unter dem Be­fehl des ftanzösischen Oberkommandos und werden sobald wie möglich eine Verstärkung erfahren. Die britische Luftwaffe verbleibt in Frankreich. Der Oberkommandierende Weygand dankt dem britischen Oberkommando für diesen Beweis der Solidarität, er glaubt jedoch, die Aufmerksamkeit Der General« stabschefs auf Die Lage der in Frankreich verbliebe­nen britischen Luftwaffeneinheiten lenken zu müssen. Gegenwärtig verbleiben auf unserem Staatsgebiet nur Drei JagDgeschwader; alle a n D e re ns i n D nach England zurück gekehrt. Nach der Beendigung der Schlacht in Flandern sind Die zu­letzt genannten Geschwader außer stand e, tn die neue Schlacht einzugreifen, die möglicherweise an der Somme-Front, in Der Champagne oDer an der Maas beginnt. Das ganze G e w ich t der Schlacht fällt somit auf Das f ra n f * *

XX.

Großes Hauptquartier. Der Oberbefehlshaber Rr. 582 Cab./D. N.

Streng geheim!

3. Juni 1940. Durchschlag.

Herr Präsident!

Ich erlaube mir, Ihnen heute noch einen Bnes zuzuleiten, Den mir General Vuillemin geschrie­ben hat unD Den er als äußerst dringlich bezeichnet. Dieser Brief unterstützt Den Dringlichen Appell, Den Sie Herrn Winston Churchill zugehen ließen. Seine Schlußfolgerungen sinD keineswegs übertrie­ben. Sollen unsere Truppen nicht mit zu ungleichen Waffen morgen in Die Schlacht gehen, so brau­chen sie Die Unter st ützung einer star­ken 3 agDf lieg er ei. Keiner, Der an Den letz­ten Schlachten teilgenommen hat, wirD Dies be­streiten. Unsere eigene Luftwaffe ist nicht in Der Lage, unseren Truppen Diese unerläßliche Unter­stützung zu gewähren. In Anbetracht des Ernstes der Lage bitte ich Sie, noch einmal auf Den bri­tischen Premierminister einwirken zu wollen. Der Brief Des Generals Vuillemin ist bereits Dem Ober­befehlshaber Der britschen Luftwaffe in Frankreich und Dem Chef Der ftanzösischen Mission beim Bri­tischen Luftfahrtministerium zur Kenntnis gebracht worden.

Genehmigen Sie, Herr Präsident ... usw. gez. Weygand.

ck

Der Oberbefehlshaber Der Luftwaffe.

Generslstab 1. Büro.

398? 3/0. S.

Bitte sofort beim Britischen Oberkommando zwecks nachfolgender Mitteilung vorstellig zu werden:Ad­miral Nord hat heute morgen telegrafiert, daß außer den 25000 Franzosen, die. den Brücken­kopf Dünkirchen verteidigen, noch ungefähr 22 000 weitere Franzosen verbleiben. Alle Eng­länder werden heute abend abtranspor­tier t. Da zu hoffen ist, daß in Der folgenDen Nacht diese 22 000 Mann abtransportiert werden können, verbleiben morgen früh noch 25 000 Verteidiger. Aus diesen Gründen hat Admiral Nord erklärt, daß er in Dünkirchen bleibe und Die Sperrung Der Hafeneinfahrt ausübe. Er verlangt. Daß ihm morgen Montag abend sämtliche britische Wasser- und Luftfahrzeuge zur Verfügung gestellt werden, um Die 25 000 Mann abzutransportieren, Die Durch ihr Ausharren Die Einschiffung Der letzten britischen Kontingente ermöglicht haben."

Bitte in Der dringendsten Form namens Des Ober» fommanbierenDen für Die Erfüllung Der Bitte Des Admirals Nord einzutreten. Weiset darauf hin, daß die Solidarität der beiden Armeen erfordert, Daß Die französische Nachhut nicht

.Verteidigungsanlagen nur auf dem Papier."

große Erregung bemerkbar. Zur Aufrechter- Haltung Der Ordnung seien daher Truppeni tn Die Bezirke entfanDt roorDen, in denen Die Entlas­sungen erfolgt seien. Beschaffungsmimster Morrison teilte im Unterhaus mit, daß Die englische Regie­rung in Den Vereinigten Staaten 75 000 Tonnen Eisenbahnschienen gekauft habe. Diese Eisenbahnschienen sollten, so erklärte Morrison, zum Ersatz der Schienen Dienen, Die im Falle eines feindlichen Einfalles zerstört oder beschä­digt werden könnten. .

Die Furcht vor deutschen Fallschirm- truppen kostet manchem englischen Bürger das Leben. Am Tage nach Dem BombarDement von Nottingham, so berichtetTribuna" über San Se­bastian aus LonDon, seien in Sheffield drei Radfahrer auf Dem Heimweg von Ange­hörigen Des freiwilligen Fliegerabwehrkorps für deutsche Fallschirmspringer gehalten worden. Zwei seien durch Gewehrschüsse getötet, Der Dritte schwer verletzt worden. Vor den Toren Londons sei eine junge Malerin, deren Kleidung männ­licher Art war und Die ihren Malkasten auf Dem Rücken trug, auf Den Anruf des Freiwilligen ge­flohen, wodurch der Mann in seiner Vermutung bestärkt worden fei, einen Fallschirmsprin­ger vor sich zu haben. Seine Schüsse verletzten das Mädchen sehr schwer. Diese Vorfälle, so bemerkt Tribuna", spiegelten deutlich Die in England herr­schende Furcht vor Dem nahe bevorstehenDen Deut, scheu Angriff wider.

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