Bereit sein ist alles!
ordnet.)
P. C., 16. Mai 1940.
17. Mai 1940.
Nr. 533 CAB/D. N.
schwer.
Abschrift.
Französisch-britische Sitzung vom 22. IHal 1940.
tt. Er hat den Oberbefehl an Oe- der Stadt verfüge.
d abtreten müssen, der seiner- Hierauf fuhr Oberst Simon mit der allgemein P r i o u x ersetzt worden ist. I nen Darlegung der Lage fort Die Somme ist offen-
Der Oberbefehlshaber General G a m e l i n an General Lelon. Für Mister Winston Churchill bei feiner Ankunst in London.
Heeresteile mit Erfolg durchgeführt werden.
Am Vortage tonnte General Weygand diese Frage leider mit General Gort nicht besprechen, da sich dieser außer Reichweite befand. Jedoch hatte General Weygand eine lange Besprechung mit dem König der Belgier und dessen Generalstab.
neral Blancharl __________ ... ,, ,
seits von General Prioux ersetzt worden ist
die Verbindungswege der britischen Armee. Ich fordere erneut den Einsatz der britischen Luftwaffe in jeder Weise als Beitrag zu der Schlacht. Insbesondere wäre die Legung von magnetischen Minen in der Maas sehr wirksam, um Verstärkung und Nachschub des Feindes zu stören. General Gamelin.
Derzisfert und abgesandt am 17. Mai, 9.25 Uhr.
wärtigen Stellungen zu gefährden. Nur in dieser Weise kann der Rückzug der in Belgien stehenden
Churchill: „Engländer, wir werden jeden Zollbreit dieses geheiligten Bodens oerteibtgenr (Zeichnung Bob Hinbersin — Scherl-M.)
gung der englischen Streitkräfte über die Kanalhäfen ist sehr stark in Frage ge - stellt, so daß unter diesen Umständen das Gebiet
XIV.
Präsidium des Ministerrates. Streng vertraulich!
Völlige Ratlosigkeit während derIlandernschlacht
Der Oberste Kriegsrat tagt im Hauptquartier Weygands in Anwesenheit Churchills und Reynauds.
Deutschland hat Europa einen Dienst geleistet.
Oie italienische presse zu den Enthüllungen der französischen Generalstabsakten
Gamelin bittet Churchill um Einsatz der britischen Lustwaffe
Dieser hat sich an der Spitze des Kavalleriekorps hervorragend geschlagen.
Winston Churchill erklärte, daß eine deutsch e Panzerkolonne, die am Morgen des Vortages nach Abbeville aufgebrochen sei, den Ort Staples in Richtung auf Boulogne passiert habe. Ein verwundeter englischer Offizier, der diese deutschen Streitkräfte vorbeifahren sah, habe sie auf vier- bis fünftausend Mann geschätzt. Ungefähr die Hälfte dieser Trupveneinheit, die im Vordringen nach Norden begriffen sei, sei gegen 16.30 Uhr von britischen Luftstreitkräften, die in Großbritannien gestartet seien, angegriffen und so in Etaples auf- gehalten worden. Zwei Gardebataillone — die beiden letzten noch in England verbliebenen Einheiten der aktiven britischen Armee — seien mit 48 Paks in Boulogne gelandet. Ihre Aufgabe sei die Verteidigung dieser Stadt gegen etwaige deutsche Angriffe. Zur Verteidigung von Calais und Dünkirchen feien gleichfalls Maßnahmen getroffen worden. Man könne somit annehmen, daß diese drei Häfen gegen einen Ueberfall, wie er sich in Abbeville ereignet habe, gesichert feien.
General Weygand bestätigt die Angabe des Premierministers. Er fügte hinzu, daß sich in Calais drei französische Jnfanteriebataillone befänden, und daß der Kommandant von Dünkirchen ein besonders tüchtiger Admiral sei, der über die erforderlichen Kräfte für die erfolgreiche Verteidigung
Wie Frankreich von den Briten verraten wurde. pSSsäSB
• belgische Armee in ihrer bisherigen Stel-
Weitere aufschlußreiche Dokumente aus den Geheimakten des französischen <5enerolfloto
Der Oberbefehlshaber General Gamelin an General Lelong für Mister Winston Churchill.
Ich erlaube mir, erneut auf die Tatsache hinzuweisen, daß zur Zeit die wesentlichste Aufgabe der britischen wie der französischen Luftwaffe darin liegt, auf die feindlichen Truppen einzuwirken unter besonderer Berücksichtigung derjenigen Punkte, die sie zwangsläufig passieren müssen.
(gez.) Gamelin.
Verzisfert und abgesandt <nw 16. Mai 1940 um 14.20 Uhr.
xin.
Unsere Armee Giraud wird feit heute vormittag südlich Maubeuae angesetzt. Die Kämpfe sind sehr ' ' Die Folgen können schwerwiegend sein, und zwar nicht nur für Frankreich, sondern auch für England. Die Richtung bedroht namentlich
bündeten als Kanonenfutter und stelle die fran-l zosischen Soldaten auf die gleiche Stufe ime feine | Neger und seine anderen farbigen Volker. Frankreich werde langsam gewahr, was die englische Freundschaft ihm eingebrockt habe. „Alcazar unterstreicht, daß die französischen Matrosen, die vor wenigen Tagen noch Waffenbrüder der ^iglischen Mattosen waren, unter den englischen Granaten ihr Leben für die verlorene und schlechte Sache eines imperialistischen Imperiums geopfert hatten, der dadurch wiederum seine kalte und berechnende Unmenschlichkeit beweise im Gegensatz zur ritterlichen Kriegführung des neuen Europa, das auf allen Schlachtfeldern siegreich fei. „Pueblo schreibt, durch den Gewaltakt von Oran wurden auch die letzten steunüschaftlichen Gefühle für England aus den Herzen der Franzosen gerissen und alle Aoude- rer für die Politik Pötains gewonnen.
R o m, 5. Juli. (Curopapreß.) Die römische Presse befaßt sich eingehend mit den Geheimdokumenten des französischen Generalstabes. „In ihrer Gesamtheit", schreibt „Giornale d'Jtalia", „sind sie dazu angetan, Licht auf die Verschwörung der beiden imperialen Demokratien zur Ausdehnung des Krieges auf ganz Europa zu werfen. Der von England mit Gamelin und Weygand ausgeheckte Plan der Besetzung der skandinavischen Halbinsel, der Vernichtung der russischen Erdölquellen und der Aufwiegelung aller Balkanftggten sei nicht etwa die Blüte eines Kriegs-Schundromans, sondern ein von den beiden Generalstäben in allen Einzelheiten ausgearbeiteter Plan gewesen. Die Haltung Italiens habe die Durchführung der englisch-französischen Pläne im Südosten Eurovas und im Nahen Osten verzögert, und schließlich habe der Eintritt Italiens in oen Krieg diese Pläne endgültig über den Haufen geworfen." „Tribuna" schreibt: Deutschland habe der Durchführung dieser Pläne vorgegriffen und sie vereitelt. Die Bedeutung der Geheimdokumente liege darin, daß sie genau alle Einzelheiten der fieberhaften Wühlarbeit des französischen und englischen Außenamtes in Südvst-Europa enthüllen. Wenn es den Westmächten nicht gelungen sei, ihre unheilvollen Pläne auszuführen, so fei dies nur den blitzschnellen Siegen Deutschlands und dem entscheidenden Einfluß der faschistischen Diplomatie im Donau- und Balkanraum zu danken.
„Mefsaggero" sagt, das Interesse an den aufgefundenen Schriftstücken werde noch erhöht durch den besonderen Augenblick, in dem sie entdeckt
XI.
Nr. 529 CAB/D.N. Geheim! P. C., 16. Mai 1940.
Der Oberbefehlshaber General Gamelin an General Lelong. Für Mister Winston Churchill.
Ich erlaube mir, erneut an Sie heranzutreten, um die sofortigeEntsendungder 10 vorgesehenen Jagdgeschwader zu erbitten. Lage sehr ernst. Natürlich würden diese 10 Geschwader an der unteren Seine stationiert werden, wo sie Schutz haben und wo Sie sie leicht wieder zurückholen können.
Derzisfert und abgesandt am 16. Mai 1940 um 10.30 Uhr. General Gamelin.
Gegen 12 Uhr kam Winston Churchill im Großen Hauptquartier an. In seiner Begleitung befanden sich der britische Botschafter, der General John Dill, der Vize-Marschall der Luftwaffe Pirs und General Jsmay. Paul Reynaud wird von Hauptmann de Margerie begleitet. General W e y g a n d empfing die beiden Premierminister im Kartenzimmer feines Generalstabes. Er ersuchte Oberst Simon den Schlachtplan der alliierten Streitkräfte in großem Zuge darzulegen.
Oberst Simon erklärte, daß sich zwei französische Divisionen unter dem Befehl des Generals F a g a l d e im äußersten Norden an der Schelde und in Zeeland befinden. Ihnen folgen die belgischen Truppen bis ungefähr Aube- narbe. Das britische E x p e b i t i o n s k o r p s steht weiter im Süben mit vier Divisionen, zu benen brei Divisionen in ber Gegend von Arras kommen. Zwei britische Ersatzdivisionen befinden sich im Raume von Lille. An sie schließt sich die erste französische Armee an, an deren Flanke sich das Kavalleriekorps befindet. General Billotte, der Oberbefehlshaber der französisch-englisch-belgischen Armee im Norden liegt wegen eines ernsten Autounfalles im Lazarett. Er hat den Oberbefehl an Ge-
unb veröffentlicht wurden. Es fei nämlich der gleiche Augenblick, in bem Rumänien öffentlich auf die englische Garantie verzichte, in dem die Türkei ihre Haltung als nichtknegführenbe Macht erneut bestätige. Diese Länder seien die letzten Steine in dem britischen Schachspiel gewesen und mit ihnen sei auch die l e tz t e H o f f n u n g E n g l a n d s da- hingeschwunden, noch einige Divisionen zu finden, I die in den Dienst seiner britischen Majestät gestellt werden könnten. „Popolo di Roma" erklärt, Deutschland habe, indem es den englisch-französischen Kriegsausweitungsplänen zuvorkam, nicht nur für seine eigene Verteidigung aufs beste und schnellste gesorgt, sondern auch dem von einer großen Verschwörung bedrohten Europa einen Dienst
geleistet. Dank der schnellen deutschen Aktion W-----—----------------------------------
seien umfangreiche Teile des Kontinents von den Ylebtr die Aufgabe der belgischen Armee bestehen hinterlisttgen Umtrieben ber Westmächte und damit „ach 6em OberLommandierenden zwei Austassun- vom Krieg und Blutbad verschont geblieben. Wenn ™ Bisher hat sich der König für keine dieser in Europa noch Oasen des Friedens und der fried- 21uffanungen entschieden. Die eine Auffassung, liehen wirtschaftlchen Tätigkeit beständen, dann fei hie General Weygand teilte, besteht darin, ber bei- bies das alleinige Verbienst der Achsen- gischen Armee aufzugeben, fick von der Scheibe auf Mächte, die bazu berufen seien, morgen ein bie mjer zurückzuziehen und dabei die Deckung ber neues, besseres europäisches Leben in ber Gerech- französisch-britischen Streitkräfte, bie auf St. Quen- tigfeit wieberherzustellen. „Popolo b'Jtalia" schreibt, tin oorgehen, zu übernehmen. Tatsächlich befindet ein langer Krieg auf dem Festland sei nur durch hie belgische Armee zwischen der Scheldemün- die Präventivaktion ber deutschen Armee und bie Gent und Audenarde in einer gefährdeten entschlossene Haltuna Italiens verhindert worden. Zuge. Die Unterstützung, die sie den übrigen Hee- Italien habe von Anfang an als ernsthafter ©eg- resteilen ber Westfront leiht, kann ebensogut von ner ber Westmächte gegolten und sei als solcher in c r Äser aus mit Hilfe von Ueberschwemmungen ben englisch-französische» Plänen miteingesetzt ge- durchgeführt werben. (General Weygand hat übri- wesen. " gens das fofortige Einlassen des Wassers ange-
Dies England prahlt seit Monaten mit seiner angeblich unüberwindlichen Lustmacht. Nun wissen mir, daß Egland die in Frankreich angesetzte englische Luftwaffe bei bem Ausbruch des Unwetters Mitte Mai sofort zurückzog, um sie nicht der Gefahr auszusetzen, von der deutschen Luftwaffe zerschlagen zu werden. Seit bem 15. Mai bestürmten nacheinanber Gamelin unb Weygand Churchill, die wieder nach England geflohene englische Luftmacht nach Frankreich zurückzusenden, wo sie mehr als bringend gebraucht wurde. Churchill war genau bekannt, was in Frankreich vorging, wie er auch mußte, daß es gerade auf die Flugwaffe ankam. Einen Bundesgenossen im Stich lassen, besonders bann, menn es ihm schlecht geht, bas ist in ber Geschichte Englands immer Hausgebrauch gewesen. Während also Weyganb himmelhoch ficht, währenb er auf den ganzen Ernst der Lage hinweist, in ber sich bie französische Armee Anfang Juni befinbet, bleiben bie britischen Plutokratenhäuptlinge kaltschnäuzig und ungerührt.
Aber die Franzosen haben noch mehr hinnehmen müssen, bas feigste unb erbärmlichste Piratenstück mußte erst noch geliefert werden. Ein Teil ber englischen Flotte, ber zuvor erkundet hatte, was an französischen Kriegsschiffen im Hafen von Dran lag, ließ zunächst die Hafeneinfahrt mit Minen verseuchen, um dann auf bie zum Teil abgerüfteten französischen Kriegsschiffe aus sicherer Entfernung das Feuer zu eröffnen. Das ist Seeräubermoral, wie die englische Flotte sie auch in diesem Krieg wiederholt gezeigt hat, so bei bem Ueberfall auf den unbewaffneten Dampfer ,Mtmark" in den norwegischen Hoyeitsgewässern.
Als Begrünbunt für dieses neueste Verbrechen Churchills mirb in London die Lüge verbreitet, Deutschland beabsichtige, die französische Flotte gegen England einzusetzen. Die Regierung Churchill weiß dabei genau, daß das ausgeschlossen ist Denn in Punkt 8 der deutschen Waffenstillstandsbebingungen heißt es ausbrücklich: „Die deutsche Regierung erklärt ber französischen Regierung feierlich, daß sie nicht beabsichtigt, bie französische Kriegsflotte, bie sich in ben unter deutscher Kontrolle stehenben Häfen befindet, im Kriege für ihre 3 m e d e zu verwenden, außer solchen Einheiten, die für Zwecke der Küstenwacht und des Minenräumens benötigt werden. Sie erklärt weiterhin feierlich unb ausdrücklich, daß sie n i ch t b e a b s i ch - tigt, eine Forderung auf bie französische Kriegsflotte bei Friedensschluß zu erheben."
Es ist also nichts als schamlose Lüge, womit Churchill seine neueste Schurkerei vor der Weltöffentlichkeit zu bemänteln sucht, unb es ist bodenlose Anmaßung, wenn England vorgibt, die „Integrität des französischen Imperiums" sicherstellen zu müs
sen. Nur ein skrupelloser Verbrecher, der sich rettungslos gestellt sieht und in seiner Verzweiflung alles auf eine Karte setzt, ist eines solchen brutalen Gewaltaktes fähig, wie es sich die Briten vor Oran geleistet haben. Die Abrechnung auch für diese Schurkerei wird nicht mehr lange auf sich warten lassen.
Entrüstetes Echo in (Spanien.
Madrid, 5. Juli. (DNB Funkspruch.) Den Eindruck, ben bie britische Schurkentat von Oran in Madrib gemacht hat, spiegeln bie Kommentare ber Mabrider Presse wider. Sie spricht von einem skrupellosen Piratentum ber Eng- l ä n b e r. Die Zeitung „Mabrid" sagt, bie Tat von Oran beweise erneut, wozu bie englische Politik fähig sei. Englanb bettachte seine französischen Ber-
, , r , .,, r, . .. I Aufgabe ist, die Küste in einem weiten Halbkreis
bar ensetts Ham nicht überschritten worben, die pichen. Der Nachschub kann in diesem Fall über Deutschen besitzen einige Brückenköpfe, einen davon ästende unb Dünkirken gesichert werben. Zur Bein Pfanne unb einen anberen südlich von Amiens, aründung dieses Planes mies General van Over- Eine französische Armee unter dem Befehl des Ge- f^aten auf dieErmüdungberbelgischen neral Frere nimmt ben Raum zwischen ber Oise Gruppen hin. Diese haben' von Maastricht her und der Somme ein und zieht sich foxtschrettenb in ununterbrochene Märsche zurückgelegt. Der belgische ber Richtung gegen Westen zusammen. Sie umfaßt General wies auch auf bie Moral dieser Trup» acht Divisionen, von denen vier vollständig sind, pen hin, bie unter diesem langen Rückzug natürlich während die vier übrigen noch verladen werben. Gelitten hat. Seit der Ankunft der" belgischen Diese Armee hat den Befehl erhalten, einen An- Armee an der Schelde haben die Truppen nach ei- griff nach Norden auszuführen, um das ner 24-ftündiqen Ruhe wieder Fassung gewonnen Somme-Tal frei zu machen. Weiter im Osten be- und dies am 21. Mai dadurch bewiesen, daß sie inden sich bie Armeen Touchon unb Huntzi - zwei deutsche Versuche, ben Uebergang über bie ger. Schelde zu erzwingen, Mnzenb abgeschlagen ha-
Was bie beutfdjen Armeen anlangt, so haben b€n> Don diesen Truppen zu verlangen, erneut le in ber ersten Linie an ben kritischen Punkten zurückzuweichen unb basnationaleGe- Panzerbivisionen aufgestellt. Hinter tiefen biet fast in seiner Gesamtheit preiszugeben, Einheiten folgen motorisierte Divisio- hieße die Truppe nach der Ansicht des Generals nen, hinter diesen wieder die normalen Divisio- oan Ooersttaaten ben Gefahren einer neuen Welle nen, bie auf Pferbekraft angewiesen finb. Es hat -iner Demoralisierung aussetzen.
ben Anschein, als ob eine Anzahl von Infante- General Weygand hat sich dieser Auffassung r i e - D i v i s i o n e n im Begriffe sei, sich im mit großer Entschiedenheit widersetzt. Er hat zu be- Raume von St. Quentin zur Verteidigung einzu- denken gegeben, daß die Stteikräste der Alliierten ...... .... eine Einheit darstellten, daß die Franzosen
Auf eine Frage Winston C h u r ch i 11 s erk art und Engländer den Belgiern in Belgien zu Hilfe General Weyganb, baß bereits große Waffen glommen feien und daß jetzt die Belgier weiter femblicher Infanterie in Berührung mit ber Armee anber Seite berEnglänberundFran. Huntziger ftunben. Er fügt hinzu: Bor unferenLofen den Kampf fortführen müßten. Er Augen spielte sich unb freit sich no* jetzt ein hat hinzugefügt, daß der Nachschub für die Armee erster deutscher Angriff ab, ber nach einer bisher des Königs unter den von General von Over- unbekannten Formel mit neuen Kampfmit- ftraaten 'vorausgesehenen Umständen unmöglich kein vor sich geht. Der General ist ber Ansicht, durchgeführt werden könne, und daß in diesem Fall daß diesem ersten Angriff eine Offensive klassischen sich die belgischen Streitkräfte sehr bald ge- Stils mit starker Artillerieunterftützung folgen zwun gen sehen würden, zu kapitulieren, werde. Nach Lösung ber ersten Frage wurden wir Der König hat in bie Disposition nicht eingegriffen, uns sonach mit einem zweiten Problem zu befassen Erst bei seiner Rückkehr zum Großen Hauptquar- haben, besten Losung nicht minber schwierig sei, um tier erfuhr General Weyganb, baü das belgische so mehr, als heftige Vorstöße des Feindes gegen Oberkommando sich seiner Meinuckh angeschlossen Süden, nämlich gegen bie in ber Maginot- habe unb sich entschlossen habe, Ruckzug auf bie Linie stehenben Heeresgruppen zu erwarten feien. Äser in zwei Etappen zu mache«, von denen die General Weyganb berichtete anschließenb in erstere einen Rückzug bis zur Lys vorfah.
großen Zuge« über bie Ergebnisse seiner Reife Unter biefen Umständen, fährt der General fort, an bie Front. Der Oberkommanbierenbe erklärt wird die belgische Armee die Rolle als Deckung es für ausgeschlossen, von der englisch-sran- spielen, die ich ihr zugedacht habe, während die zosisch-belgischen Hauptgruppe, bie sich noch im Nor- französisch-englischen Stteitkräste sich nach Süden den befinbet unb mehr als 40 Divisionen umfaßt, entfalten werden, wobei sie zu ihrer Rechten durch zu verlangen, sich einfach nach Suben burch- das französstche Kavalleriekorps und burch bas bei- zuschlagen unb ben Anschluß an bie französische gische Kavalleriekorps verstärkt werben, von benen Hauptarmee zu finben. Ein berartiges Manöver fei letzteres zum Teil motorisiert ist. Der König hat zum Scheitern verurteilt unb bie betei- vorgesehen, dieses dem franMschen Oberbefehl zur ligten Truppen hätten mit ihrem sicheren Verlust Beifügung zu stellen.
zu rechnen. Die Lage verlangt im Gegenteil, baß Während der Dauer des Vorttages von General die verfügbaren französischen unb englischen Streit- Weyganb ließen Mister Winston Churchill unb kräste unter bem Schutz bes belgischen General Sir John Dill vielfach ihre Zustim- Heeres, bas für sie bie Deckung gegen Osten mung erkennen und zeigten burch Fragen und und gegebenenfalls gegen Norden übernehme, im Unterbrechungen, daß ihre eigene Auffassung über Raume von Cambrai und Arras und in der all- die Schlacht genauestens mit ber bes Generalissimus gemeinen Richtung St. Quentin einen Anariffüberein stimmte, insbefonbere wo es sich um nach Süben vortragen unb auf diese Weise ben bie ber belgischen Armee zugeteilte Rolle beutschen Panzerbivisionen, bie sich derzeit im Sack handelte. Der brifische Premierminister wiederholte von St. Quentin - Amiens befinden, in bie mehrfach, baß die Wiederherstellung ber Verbindung Flanke fallen. Gleichzeitig hat bie französische der Nord-Südarmeen über Arras unerläßlich fei; ; Armee des General Fröre, die südlich der daß die englischen Stteitkräste unter General G o r t Somme in ber Gegenb von Beauvais steht, n a ch nunmehr für vier Tage Lebensmittel hätten; baß Norben vorzustoßen unb so ben Druck auf ber gesamte Nachschub unb alles Kriegsmaterial bes i bie feinblichen Panzertruppen im Raume von britischen Expebitionskorps ab Calais längs ber Amiens, Abbeville unb Arras zu verstärken. Das Küste in Richtung auf St. Nazaire konzentriert sei; i wesentlichste besteht barin, biefc Truppen einem unb daß ber Hauptgedanke des Generals Gort dahin i ständigen Druck auszusetzen, ihnen nie die Initiative gegangen sei, diese für ihn lebenswichtigen Berbin- zu überlassen, sondern sie ständig in Bewegung zu dungswege offen zu halten. Daher hat er sich feit > halten, ihnen „Berluste beizubringen unb ihre rück- s vorgestern in Bewegung gesetzt, indem er auf fei- r ner rechten Flanke eine Anzahl Einheiten hinter btefe Linien verlegt hat, um in Richtung auf Arras unb Bapaume vorrücken zu können. Es hanbelt sich hier um eine für die Zukunst des Krieges entscheidende Schlacht, denn die Berfor-
xn.
Nr. 531 CAB/D. N.
X.
Nr. 526 CAB -DN. F. C. XXX. 15. Mai 1940.
Der. Oberbefehlshaber General Gamelin an ben Air Marshall Newall. (Bleistiftanmerkung: für General Lelong.)
Im Nachgang zu bem Ersuchen ber französisch^ Regierung präzisiere ich, baß bie Aahl der Jaad- aeschwaber, deren unverzügliche Entsendung auf Die Flugplätze ber britischen Luftwaffe in der Champagne erforderlich ist, 10 beträgt. Hierbei ist zu beachten, daß im Falle des Kriegseintritts Italiens Frankreich gezwungen wäre, einen Teil feiner Jagdgeschwader nach bem Sübosten Frankreichs und nach Tunis zu versetzen. Wir werden bas erforber- liche Bobenpersonal stellen. Einzelheiten können burch unmittelbare Berelnbarung zwischen General Buillemin unb Marschall Barratt geregelt werben.
General Gamelin.


