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Was unsere Pioniere geleistet haben

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Gießen, Mainz und Wiesbaden.

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Für Führer und Vaterland starb den Heldentod

der DRK.-Haupthelfer und Kreisstellen-Sportwart

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Gießen, den 4. Juni 1940.

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Diefieimat arbeitet und opfert!

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Am 27. Mai 1940 wurde in Frankreich unser lieber, guter, treuer Sohn, mein heißgeliebter Mann, unser Bruder, Schwager und Onkel

im After von 36 Jahren. Wir verlieren an ihm einen stets einsatzbereiten und treuen Kameraden, den wir nie vergessen werden.

Deutsches Rotes Kreuz, Kreisstelle Gießen und DRK-Bereitschaft (m) Gießen 1.

Du warst so jung und starbst so früh, Wer dich gekannt vergißt dich nie.

Gestern abend starb nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, meine innigstgeliebte Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante

20 Schafe und ein Schäferhund getötet. In fünf Fällen wurden Bomben auf Waldgebiete ab-gewor- fen, und in nicht weniger als 25 Fallen auf freies Feld oder Acker.

Das Gesamtbild der in der Zeit zwischen dem 22. bis 31.5. erfolgten feindlichen Bombenabwürfe auf deutsches Reichsgebiet bestätigt vollauf die be­reits Mitte Mai getroffene Feststellung, daß die feindlichen Luftwaffen völlig planlos Bomben­abwürfe vornehmen und jede völkerrechtlich gebo­tene Rücksichtnahme auf die Zivilbevölkerung hierbei vermissen lassen.

In tiefem Schmerz; Gustav Weinbrenner und Familie Frau Maja Wein brenn er, geb. Fahrbach Otto Weinbrenner, z.Z.im Felde, und Familie Artur Weinbrenner z. Z. im Felde, und Familie Albert Klöckner z.Z.im Felde, und Familie.

Tempo durchgeführt werden, das den Erfordernis­sen des Blitzkrieges entsprach. Hinzu kam noch ein Moment: Jeder wollte bei der Vorhut sein, eine erfreuliche Schwierigkeit zwar, aber immerhin doch etwas, was der Führung angenehmen Kum­mer machte. Es war nicht immer leicht für die Pionieroffiziere, den Kämpfergeist ihrer Männer zu zügeln und den richtigen Ausgleich zwischen dem Möglichen in der Truppenführung und den Wünschen der Truppe herauszusinden, aber sie hat­ten dafür die frohe Gewißheit, eine freudige Mannschaft hinter sich zu haben.

Die Brücken mit hoher Tragkraft sind ent­scheidend. Es gibt zwar eine Menge anderer lieber« setzungsmittel, aber diese schaffen natürlich nicht das, was eine belastungsfähige Brücke zuläßt und eine rasche Kriegführung erfordert. Aus dieser Erkennt­nis ergab sich die Notwendigkeit, das Gerät für die Brücken in der Vorhut mitzuführen. Die Erkunder wurden in Flößen über die Maas gesetzt, während der Feind noch vom jenseitigen Ufer schoß. Mit welchem Schneid diese Brückenschläge durchge­führt wurden, zeigt die Tatsache, daß während d'er Vermessung der Brückenstellen von den Pionieren Gefangene gemacht wurden. Zugleich setzten Pio­nierstoßtrupps mit geballten Ladungen über mit dem Auftrag, den Feind daran zu hindern, wichtige rückwärtige Brücken zu zerstören. Um 9 Uhr vormittags stand der erste deutsche Soldat an bet' Maas. Schon eine Stunde später begann der Brückenschlag, wobei insbesondere bei Maastricht und Maeseyck bedeutende technische Probleme zu lösen waren (8 m hohe Brückenpfeiler, Stahlbau­konstruktion).

Die Schnelligkeit, mit der der Bau schwerster Brücken durch unsere Pioniere erfolgte, ist eine Leistung, die auch dem Nichtfachmann Achtung ab­

nötigt, selbst wenn er im Lager des Feindes steht. So tat ein holländischer Gendarm in Maastricht den Ausspruch:Wir haben an der Wilhelmina- Brücke zwei Jahre gebaut, die Deutschen machen das in zwei Tagen." Nachts wurde bei Scheinwer­ferbeleuchtung gearbeitet, die wiederum feindliche Flieger herbeizog, so daß Fliegeralarm gegeben und die Beleuchtung abgestellt werden mußte. In diesen Stunden zeigten die Pioniere höchste solda­tische Tugenden, gepaart mit gründlicher Fachkennt^ nis und unerschütterlicher Ruhe. So wurde das stolze Ergebnis erzielt, daß 100 Stunden nachdem der erste deutsche Soldat die Grenze überschritten hatte, in einem einzigen Armeebereich sechs für alle Lasten geeignete Brücken über die Maas errichtet waren, daneben, noch kleinere Brücken. Die Gesamtlänge der in diesem Armee­bereich in 100 Stunden erbauten Brücken beträgt einen Kilometer. Von der Festigkeit dieser Brücken kann man sich ein Bild machen, wenn man er­fährt, daß beispielsweise die als Ersatz für die Wilhelmina-Brücke in Maastricht erstellte Pionier­brücke in den ersten vier Tagen des Vormarsches von 1 2 0 0 0 Fahrzeugen aller Art b e - nutzt wurde. Die Pioniere fanden bei ihrer Ar­

neun Bomben aus schätzungsweise 8000 Meter Höhe (!) auf freies Feld abgeworfen. Aus solcher Höhe, noch dazu nachts um 1.30 Uhr, können irgendwelche Ziele überhaupt nicht genau ausge­macht werden. Nördlich Düren wurden 3 5 S ch a f e getötet. Zwei Kilometer von Jülich fielen acht Bomben auf eine freie Wiese und töteten eine Kuh. Auf Gut Margaretenhof, 6 Kilometer von Jülich, wurden sieben Tiere durch mehrere Bomben getötet. In zwei Fällen erfolgte Bom­benabwurf in Weinberge. Zwischen Huchem Stammeln und Birkersdorf, Kreis Düren, wurden

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Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 6 Juni, um 14 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt.

In tiefer Trauer: AugUSt Römer und Angehörige.

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Born 15. Juni 1940 ab wird die Strom- und Gas­lieferung bei allen Abnehmern gesperrt, die die Strom- und Gasgelder für den Monat April 1940 einschließlich kosten noch nicht entrichtet haben. Die Kosten der Strom- und Gassperre gehen zu Lasten der Säumigen.

Gießen, den 3. Juni 1940.

Direktion der Stadtwerke Gießen.

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Seine schönen Anlagen, seine idyllische Lage und seine gut geführte Badewirtschaft machen es zu einem gerne besuchten Erholungsort

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beit waffenbrüderliche Unterstützung durch die Kraft­fahrtruppen, die in unermüdlichem Einsatz trotz feindlichen Fliegerbeschusses und zerstörter Straßen die schweren Lasten rechtzeitig sicher und ohne Wagenausfall heranführten.

Mit der Ueberbrückung der Maaslime begann die Arbeit der Pioniere, aber sie war damit nicht erschöpft. Nach sieben Tagen Vormarsch waren in einen 6000 Quadratkilometer umfassenden Raum insgesamt 25 Brücken errichtet und neben vielerlei ähnlichen Aufgaben, Sperren in zahlenmäßig gar nicht mehr erfaßbarer Menge beseitigt. Besonders am Albert-Kanal mit seinen breiten Ufern waren die technischen Arbeits­bedingungen oft sehr schwierig. Eine wertvolle Hilfe war dabei, daß durch die Tapferkeit unserer Fall» schirmt»uppen wichtige Brücken von den deutschen Truppen unversehrt in die Hand genommen werden konnten. Ein Pionierkommandeur sagtet Pionierdienst ist höchste Kameradschaft im takti. schen Sinne des Wortes, Hilfe für andere Truppen, für den Angriff." Wer über die Brücken unserer Pioniere marschiert oder gefahren ist, der hat diesen Satz verstehen gelernt und wird ihn freudig und dankbar bejahen. W. Roennberg.

Frau Anny Römer

kurz nach ihrem vollendeten 46. Lebensjahre.

Nach der Beisetzung der toten Helden, welche Embourg erstürmten: Der Kommandierende General erweist den toten Soldaten die letzte Ehre. (PK.-Gutjahr-Scherl-M.)

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P. K. Die belgische und holländische Grenze hat­ten gegen Osten einen starken natürlichen Schutz­wall in dem Fluß- und Kanalsystem der Maas. Dieser naturgegebene Schutz war von unseren west­lichen Nachbarn künstlich verstärkt worden durch Befestigungen neuzeitlicher Art und die Vorberei­tung von Ueberfhitungen und Brückensprengungen. Darüber hinaus war das Vorfeld bis zur deutschen Grenze durch Straßen- und Wegesperren ungang­bar gemacht worden. Es ergab sich somit für die deutsche Führung die Pflicht gründlicher gedank­licher Vorbereitung für den Einsatzbefehl. Der Pionierwaffe fiel hier eine ungemein ver- anwortlichh, aber auch ebenso großartige Aufgabe zu.

Pioniere kämpfen im Schatten", so charakteri­siert der Dichter Ulrich Sander das Wesen dieser Waffe,Niemand spricht von ihnen in der Armee. Jeder marschiert mit einer Selbstverständ­lichkeit über die Brücke. Höchster Lohn ist dem Pionier, als Brückenwache an seinem Werk zu stehen und der marschierenden Truppe ,Waffen- schwein* zu wünschen." Dieser Lohn ist unseren wackeren Pionieren an den Psingstfeiertagen in reichem Maße zuteil geworden, aber er mußte mehr als sauer verdient werden. Zudem war der Bau von Brücken keineswegs die einzige Leistung, die von den Pionieren verlangt wurde. Wenn sie auch die augenfälligste war. Es mußten Möglichkeiten zur Herbeiführung schwerster Waf­fen für die Bunkerbekämpfung geschaffen werden. Es mußten in allerkürzester Frist die Straßen­sperren so beseitigt werden, daß die Truppe unge­hemmt vorwärts konnte. Es mußten zusätzliche Uebersetzungsmittel selbst für die schwersten Waffen herangebracht werden. Dabei mußten die Pioniere selbst zunächst übersetzen und gegen die Bunker kämpfen. Das alles und noch mehr mußte in einem

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