Der
eS‘
GULDENRING
CMit OzMundStück,
HAUS
so wenig wie der Griff an einer Klinge. Bei der GÜLDENRING idl es nun erglmalig gelungen, dem Zigarettenpapier selbst diese schützenden Eigenschaften zu geben.Ihr neues tFMund- glück igl unsichtbar; es entspricht damit auch den Wünschen aller der Raucher, die bislang mundglücklose Zigaretten bevorzugt haben.
GRIFFund KLINGE, beid erfüllen ihren besonderen Zweck; ähnlich wie bei einer Zigarette das (Mundglück und die übrige Hülle. Hier soll sie nur den Brand der Zigarette fördern, während es dort darum geht, den Tabak vor Feuchtigkeit zu bewahren und die Lippen des (Rauchers vor Verletzungen zu schützen. Ein Zigaret- ten-Mundüück id also keineswegs ein entbehrliches Beiwerk, genau
Staaten des Südostens bedroht, schon aus dem einfachen Grunde, weil der Siidosttn ein wichtiges Wirtschaftsgebiet für Deutschland darstellt. Die Gefahr für die Neutralität des Balkans könne unter den gegebenen Verhältnissen, so meint man aus dem Balkan, nur von den We st Mächten, von England und Frankreich, kommen. Der Friedensschluß im Norden habe aber auch hon dieser Seite die Gefahr verringert. Denn dieser Friedensschluß bedeute zweifellos einen harten Schlag für das Prestige der We st Mächte im Süd- ofteru Er zeige, daß England und Frankreich entweder nicht gewillt oder nicht fähig seien, kleinen Völkern Schutz zu gewähren. Es sei also klar, daß nach diesen Erfahrungen kaum ein Staat des Südostens bereit sein würde, einem Druck von feiten der Westmächte nachzugeben. Es habe sogar den Anschein, daß auch in der Türkei das Vertrauen zu den Westmächten aus diesen Gründen stark gelitten habe.
In den Pressekommentaren zu der finnischen Episode im europäischen Konflikt wird unterstrichen, daß die Staaten des S ü d o st e n s die Lehre daraus gezogen haben, daß neutrale Staaten, die entschlossen sind, neutral zu bleiben, und die sich nicht von augenblicklichen Gefühlen oder Panikstimmungen verleiten lassen, diese Neutralität tatsächlich auch erhalten können. Das Beispiel Schwedens und Norwegens beweise das. Die Erhaltung des* Friedens und der Neutralität —
im rasenden Fahrtwind einsam hin und her schlug. Allmählich waren wir in die Dunstschicht und damit aus der Sicht der Jäger gekommen.
Als wir bald in Erdnähe angelangt waren, wachte unser Funker aus seiner Bewußtlosigkeit auf. Trotz seiner Verwundung setzte er sich ans Peilgerät und gab uns wertvolle Peilungen für unseren Heimflug, bei dem wir im Tiefflug über das französische Land hinwegflitzten. Ich selbst kniete auf meinem Sitz, um das vordere MG. zu bedienen. Beim Tiefflug, so eben über alle Erdhindernisse und Gebäude hinweg, boten sich genug lohnende Ziele. Der eine Motor mußte aber auch einen Treffer abbekommen haben; seine Umdrehungszahl betrug unten beim Geradeausflug hur noch die Hälfte. So kam uns der Weg endlos vor. Orientieren konnten wir uns bei dem Dunst nicht allzu gut.
Endlich sahen wir eine größere Stadt und nicht allzu weit entfernt eine stärkere Flakstellung. Groß war unsere Freude, als wir erkannten, daß d i e Rohre alle nach Westen zeigten; da wußten wir, daß wir über deutschem Gebiet waren. Bald konnten wir auch den genauen Weg zum Heimathafen ausmachen, wo man uns schon sorgend erwartete.
Nur die Landung wurde noch etwas schwierig, als wir Fahrgestell und Landeklappen betätigen wollten, merkten wir, daß die elektrischen Leitungen entzwei waren. Kurz entschlossen drehten wir sie mit den Handkurbeln heraus. Aber auch der Luftreifen eines Rades war von feindlichen Treffern zerrissen. Wir versuchten, auf einem Rad zu landen. Bald setzte jedoch das zweite Rad mit auf, blieb aber im Boden stecken, so daß das Flugzeug blockiert und um 180 Grad herumgedreht rourhe.
Als wir dann ousstiegen, sahen wir erst die ganze Bescherung; an vielen Stellen hatten die Treffer Löcher gerissen, ohne aber das Flugzeug in seiner Flugfähigkeit beeinträchtigen zu können. Man wird uns" glauben, daß wir besonders jetzt auf unseren Vogel stolz waren!" Fritz Stern.
Als erst die Rohre nach Westen zeigten
Erfolgreiche Heimkehr eines deutschen Fernaufklärers.
B e l g r a d , Anfang April 1940.
___Abschluß des Friedens zwischen Sowjetrußland und Finnland rief in allen Ländern des Süd- oftens ein Gefühl der Erleichterung hervor. Man hofft allgemein, daß der Südosten unter den augenblicklichen Verhältnissen in Frieden bleiben und seine Neutralität bewahren können werde. Nach allgemeiner Auffassung des Südostens habe Deutschland niemals die Neutralität der
Hauptschrlftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Emst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner.
Dmck und Verlag: Brühlsche Universitätsdmckerei R. Lange K. ®. Verlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann; Anzeigenleiter: HanS Berk. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Pl.Rr..-
bestimmt waren. Den Inhalt verbrauchte er für sich oder versteckte ihn in seiner Wohnung. Schließlich erkannte ein Soldat einen ihm gehörenden Schal wieder, den der Angeklagte trug. Der Schal war in einem Feldpostpäckchen an den Soldaten abgeschickt worden, das seinen Adressaten aber nicht erreichte, weil Niehl auch diese Sendung nicht abgeliefert hatte. Die Strafkammer verurteilte den Angeklagten wegen Verbrechens gegen die Dolksschädlings- Verordnung, fortgesetzter Unterschlagung unter Ausnutzung der durch den Kriegszustand geschaffenen Verhältnisse zu einer Zuchthausstrafe von zwei Jahren. Wer sich an Gut von Frontsoldaten vergreife, müsse die ganze Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.
Große Ueberschwemmungen in Jugoslawien.
Die Ueberschwernrnungen im Stromgebiet der Donau und der Save nehmen immer größeren Umfang an. Die an der Donau und Save gelegenen unteren Wohnhausteile von Belgrad stehen zum größten Teil unter Wasser, so daß aus ihnen über 1000 Familien evakuiert werden mußten. Die Donau hat bei Neusatz einen Flußdamm durchbrochen, wodurch die Stadt unmittelbar bedroht ist. Die Stadt Petrovgrad (Groß-Betschkere) ist fast völlig evakuiert. Mehrere Eisenbahnlinien in der Batschka sind unterbrochen.
Weihnachten 1939 unter Ausnutzung her Verdunkelung unternommener Einbruch in ein Textilwaren- lager in Köln führte jetzt zu feiner Verurteilung als Volksschädling zum Tode und damit zur endgültigen Ausmerzung dieses unverbesserlichen Gewohnheitsverbrechers.
Ferner ist am 4. April 1940 der am 19. Juli 1892 in Königshütte geborene Wilhelm Janik hingerichtet worden, den das Sondergericht in Essen am 26. Februar 1940 als Volksschädling zum Tode und dauerndem Ehrverlust verurteilt hat. Janik, der in den letzten 20 Jahren 12 Jahre in Strafanstalten wegen verschiedenartiger Verbrechen zugebracht hat, hat sich durch einen raffinierten Betrug und Ein- bruchsdiebstahl von neuen als gemeingefährlicher, unverbesserlicher Verbrecher erwiesen und daher sein Leben verwirkt.
Zwei Jahre Zuchthaus für Unterschlagung von Aeldpostpäckchen.
Wegen einer gemeinen Tat hatte sich der erst 21 Jahre alte Alois Niehl aus Boppard vor der Großen Strafkammer in Koblenz zu verantworten. Niehl war Angestellter des Reservelazaretts in Boppard, wobei zu seinen täglichen Obliegenheiten auch die Abholung der eingegangenen Poft beim Postamt gehörte. In mehreren Fällen entwendete er hierbei Feldpostpäckchen, die für kranke Soldaten
..... 4. April. (PK,) Mit einer für die Franzosen sicher ans Unheimliche grenzenden Genauigkeit meldet täglich der Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht die Flüge der deutschen Fern- aufflärer über Oft» und Nordsrankreich. Sie sind zur Selbstverständlichkeit geworden, und doch bedeutet jeder einzelne Flug den bedingungslosen Einsatz jedes Mannes der Besatzung. Ob er Flugzeugführer, Beobachter oder Funker ist, jede Arbeit ist gleich wertvoll; denn einer ist auf den anderen angewiesen. Ihre Zusammenarbeit erst bedingt den Erfolg des Fluges, die Erfüllung des Auftrages.
Manchmal kehrt eine Besatzung nicht zuruck. Dann wissen wir, daß sie erst nach schwerem Kampf untergegangen ist. Aber auch die anderen konnten ihre Aufgabe meist nur unter großen Schwierigkeiten oder unter Opfern durchführen.
Von der Besatzung eines Flugzeuges (Flugzeugführer Oberfeldwebel R., Flugzeugfunker Unteroffizier Z.) berichtet der Beobachter, Leutnant W., über das Kampfgeschehen des letzten Fluges:
In großer Höhe flogen wir unseren genau errechneten Kurs und machten laufehd Aufnahmen von dem uns zur Erkundung zugewiesenen Landstreifen. Wir waren gerade fertig, als sich eine von Westen Dorhringenhe Dunstschicht immer stärker bemerkbar machte. In diesem Augenblick überhöhten uns noch in ziemlicher Entfernung drei französische Jäger. Der eine hängte sich bald hinter unser Leitwerk. Um dem Feuer seiner Kanone und seiner MGs, das unser Funker eifrig erwiderte, zu entgehen, drehten wir über direkte Fläche. Auf diesen Augenblick warteten die beiden anderen französischen Jäger, die unter uns auf der Lauer lagen. Wild schossen sie auf uns los. Aber unser Funker blieb ihnen die Antwort nicht schuldig. Dann war plötzlich unser MG. ruhig. Beim Umdrehen sah ich nur noch den Funker zusammensinken. Unmittelbar darauf prasselte eine ganze Geschoßgarbe oben in den Heckstand. Steil drückten wir die Maschine hinab. Dabei schlug noch ein Treffer in das Funkgerät und jagte dem Bordfunker Splitter ins Gesicht und ins Auge. So gut ich's konnte, bettete ich ihn auf meinen Sitz, während oben das MG
davon ist man jetzt nach hem Friedensschluß im Norden mehr denn je im Südosten überzeugt — sei die erste Pflicht und Aufgabe der kleinen Staaten am Balkan.
„Bulgarien ist nicht gerecht behandelt worden und wir Bulgare^ haben zahlreiche Forderungen und Beschwerden unseren Nachbarn gegenüber. Jedoch alle diese Probleme treten heute zurück vor dem großen Problem der Erhaltung des Friedens. Das bulgarische Volk hatte in der Vergangenheit viel Blut vergossen, und die heiligste Pflicht der leitenden Männer in Bulgarien ist, das bulgarische Volk vor neuem Blutvergießen zu bewahren. Deshalb wird Bulgarien unter den heutigen Verhältnissen' nichts unternehmen, was irgend jemanden einen Vorwand geben könnte, den Frieden am Balkan und den bulgarischen Frieden in Gefahr zu bringen." Mit diesen Worten erklärte dieser Tage eine hochgestellte Persönlichkeit in. Bulgarien die Ziele und den Standpunkt der bulgarischen Außenpolitik. Das sind die Ziele und der Standpunkt der bulgarischen Außenpolitik schon seit mehreren Jahren. Auch in den anderen Staaten des Balkans gewinnt diese Auffassung der Außenpolittk immer mehr an Boden und Kraft, so daß mit vollem Recht erwartet werden kann, daß die Solidarität der Balkanvölker von Monat zu Monat stärker und wirkungsvoller werden wird. Und je stärker ihre Solidarität, um so größer wird die Sicherheit des Friedens am Balkan und die Unantastbarkeit seiner Neutralität sein.
Schiffsladungen mit gespendetem Metall. u
Im Berliner Westhafen begann man bereits mit dem Abtransport der m der Reichshauptftavt anfallenden Metallmengen. Unser Bild zeigt, wie die Metallspenden von einem Lastwagen in einen Frachtkahn geladen werden. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Wer will, kann neutral bleiben.
»Deutschland hat die Neutralität des SüdostenS niemals bedrohte
Don unserem v.M'Äerichierstatier.
i
3


