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Kopenhagen, 5. April. (Europapreß.) Der hundertprozentige Einsatz bewaffneter eng« lischer Fischkutter im Vorposten- und Wach­dienst der englischen Kriegsmarine hat seit gerau­mer Zeit bei den Fischern der dänischen Westküste eine unverkennbare Unruhe ausgelöst. Man be­fürchtet von dieser Einstellung ehemaliger Fisch­kutter in den Kriegsdienst nachhaltige Folgen für das neutrale Fischeretgewerbe. In einem Augen­blick, da die dänischen Fischkutter erneut auslaufen wollen, wird hier bestätigt, daß, wieBerlingske Tidende" am Donnerstagmittag schreibt, die eng­lischen Kutter bewaffnet sind und einem Luftangriff nicht mehr hilflos gegenüberstehe n". Diele Kutter werden dar­über hinaus von der Kriegsmarine zu Nachrich- t e n z w e ck e n ausgenutzt. Sie bilden eine Vor­postenkette und melden sich sofort, wenn ein Luft­angriff bevorsteht.

Oslo, 5. April. (Europapreß.) Unter der Ueber- fchriftDie englische Gefahr" bringt die Osloer TageszeitungArbeideren" einen Leitartikel, in dem es heißt:Der gefährlichste Feind der kleinen neutralen Länder ist heute der englisch-französische Kriegsblock. Sein Programm heißt Kriegsverlängerung und Kriegsausweitung. Sein Ziel ist nicht nur eine Zerstückelung Deutschlands, sondern die Verwand­lung aller anderen europäischen Länder in eng­lisch - französische Vasallen st aaten. Wenn die englische Politik sagt, sie kämpfe für die Wiederaufrichtung Polens, so meint sie damit die erneute Unterwerfung Polens unter den Einfluß der Westmächte. Genau dasselbe ist mit der Tschecho- Slowakei der Fall. Sie kämpfen nicht für die Freiheit der Völker, sondern für die Kon­trolle über alle Völker. Die französisch- englischen Kapitalisten kämpfen einzig und allein für ihre eigenen Geldsäcke. Erst als es

Alle englischen Mkutter bewaffnet.

Beunruhigung in Dänemark.

Die Gefahr droht von England."

Eine beachtliche Stimme aus Norwegen.

Blockade vor Italiens Tür.

Engländer in der Adria.

Berlin, 4. Avril. (DNB.)Stampa" meldet am Mi wchabend eine Ausdehnung der englisu-en Blockade auf das Adriati­sche Meer. Dort seien englische Krieasschiffe auf­getaucht und hätten drei jugoslawische Fracht­dampfer angehalten, die mit Bauxit, dem Rohstoff des Aluminiums, nach italienischen Häfen unter­wegs waren. Das Blatt bemerkt, diese Art der Blockadeverschärsung komme höchst überraschend. Wenn auch bereits die zwischen Italien und den Vereinigten Staaten verkehrenden Schiffe im Mit­telmeer angehalten worden seien, so bilde doch die Tatsache, dah die britische Flotte Blockadeoperatio­nen in der Adria vornehme, eine Neuigkeit, deren bedeutungsvolle Tragweite niemandem ent­gehe.

Englische Bestätigung.

Amsterdam, 5. April. (DNB.) Die Meldung der TurinerStampa" wird jetzt aus eng­lischer Quelle bestätigt. Dem diplomatischen Korrespondenten desDaily Expreß" zufolge sind Einbeiten der britischen Flotte im Adriatischen und Aegäischen Meer zur Erweiterung der Blockade eingesetzt worden.

Mussolini berät mit Badoglio.

Rom, 5.April (DNB. Funkspruch.) Musso­lini empfing den General stabschef der ita­lienischen Wehrmacht, Marschall Badoglio, und hatte mit ihm eine mehr als einstündige Unter­redung über Fragen der militärischen Vor­bereitung Italiens.

Starke Beachtung finden in den Blättern die Ausführungen des Staatssekretärs im Kriegsmini­sterium General Soddu über die Stärke der Wehrmacht des faschistischen Italiens. General Soddu unterstreicht darin vor allem die vorzügliche Ausbildung des Heeres und insbesondere der Offiziere, deren Ausbildungsgrad dank ihrer

OerRat müder Männer".

Die Londoner presse zur englischen Regierungsumbildung.

aus der Gefahrenzone herausführen können. Das hochkapitalistische England, das ttotz seiner Reichtümer im Auslande aus der pluto- kratischen Moral heraus keine Bedenken trug, die Vereinigten Staaten um die im Kriege aufgenommenen Schulden in Höhe von 40 Milliar­den z u prellen, hat es bis heute noch nicht fertig gebracht, der Arbeitslosigkeit und einer grauenhaften Verarmung und eines schrecklichen Elends in den Slums seiner Industriestädte Herr zu werden. Frankreich, das sich von Advokaten und jüdischen Finanzgaunern regieren läßt, sieht seine Landwirtschaft völlig zugrunde gehen, während In­dustrie und Handel sich nur mühsam fortschleppen. Reynauds neues Europa ist von den bankerotten Plutokratien offenbar dazu bestimmt, den Zusammenbruch zu verschleiern. Aber die jungen und starken Völker, die aufgebro­chen sind, um sich selbst zur Nation au gestalten und Europa zu befreien, werden dafür sorgen, daß von dem Schutt und Unrat der Plutokratien in Europa nichts mehr übrig bleibt. s§.

Die deutsch-russische Freundschaft.

Schluß der Tagung des Obersten Sowjets.

Moskau, 5.April. (DNB. Funkspruch.) Mit einer letzten Sitzung des Nationalrates fand Don­nerstag abend die sechste Session des Obersten Sowjets im Moskauer Kreml nach siebentägiger Dauer ihren Abschluß. Den Höhepunkt dieser Session bildete die große außenpolitische Rede, die der Vor­sitzende des Rates der Volkskommissare und Außen­minister Molotow am Eröffnungstage vor dem Obersten Sowjet hielt und in Der er fest und klar die außenpolitische Linie zeichnete, die die Sowjet­union in her gegenwärtigen Weltlage innezuhalten bestrebt ist: Aufrechterhaltung und Ver- tiefung der politischen Freundschaft und wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Deutschland auf der einen Seite und weitere Wachsamkeit gegenüber den Machenschaften und Plänen der engltsch-französischen Kriegsbrand­stifter auf der anderen. Die milltärische Be­reitschaftshaltung der Sowjetunion kommt vor allem in den 57 Milliarden Rubel, d. h. fast ein Drittel des Staatshaushalts, betragenden sowjeti­schen Militärbudget zum Ausdruck, das im Rahmen der Staatshauehaltsdebatte des Obersten Sowjets ohne jede Diskussion einstimmig angenommen wor­den ist. Durch die Vereinheitlichung Sowjetkareliens mit dem durch den sowjetisch-finnischen Friedensver- trag neu erworbenen Gebieten und ihre Erhebung zu einer karelisch-finnischen Bundes­republik hat schließlich der Ooerste Sowjet den Schlußstrich unter eine politische Entwicklung im Norden Europas gezogen, die Den von den West­mächten geschürten Kriegsbrand in Finnland end­gültig aus der Welt schafft und der Sowjetunion den Frieden an ihrer nordwestlichen Grenze sicher- stellt.

Die Ministerbegegnung in Budapest.

Budapest, 5. April. (Europapreß.) Reichsver­weser von Hortby besuchte am Donnerstag Die Budapester landwirtschaftliche Ausstellung. Zur gleichen Zeit hielten sich sämtliche in Budapest wei­lenden Ministeraäste auf Der Ausstellung auf. Sie begrüßten Den Reichsverweser zusammen mit Dem ungarischen LanDwirtschaftsminister Graf Michael T e l e k i. Es waren anwefenD Reichsminister Darrs, Der italienische Kolonialminister (Erol- lalanza, Der jugoslawische LanDwirtschaftsmini­ster Tschubrilowitsch und Der jugoslawische Minister ohne Portefeuille Konstantinowitsch.

Der italienische Minister für Ackerbau und For­sten Tasstnari hat sich nach Budapest begeben, wo bekanntlich aur Zeit wichtige Besprechungen zwischen den LanDwirtschaftsministern Deutschlands, Ungarns und Jugoslawiens stattfinden.

Das RegierungsorganEsti Ujsag" widmet der Zusammenkunft Der Lqndwirtschaftsminister Deutsch­lands, Italiens, Ungarns und Jugoslawiens in Bu­dapest seinen Leitartikel. Das Blatt hebt hervor, diese Zusammenkunft verdiene angesichts Der heu­tigen weltpolitischen und weltwirtschaftlichen Lage besonderes Interesse. Worüber Die vier Landwirt­schaftsminister auch immer beraten mögen, ihre Be­ratungen würden das Schicksal von Millionen Land­wirten betreffen, worin die größte Bedeutung dieser Zusammenkunft liege. Der Landwirt sei heute der festeste Punkt im europäischen Durcheinander. So­wohl das industrielle Deutschland, als auch das faschistische Italien hätten riesige Anstrengungen ge­macht, Den Lebensstand des Bauernoolkes zu heben. Noch natürlicher sei es also, daß in Den Agrar­staaten Ungarn und Jugoslawien die ganze Staats­ordnung, Produktion und Der Außenhandel aus das Bauernvolk gestützt roerDe. Es sei sicher, schließt Der Leitartikel, Daß die Budapester Zusammenkunft der vier Landwirtschaftsminister die Völker Dieser vier Länder einander noch näherbringe und damit einen nützlichen Dienst für die Zukunft und für Den Frieden erweisen werde.

Englands Schiffsraum.

Italienischer Mar nesachverständiger gegen Londoner Reklamezahlen.

Rom, 5. April. (DNB.) Entgegen den Reklame­angaben der Engländer über Den ihnen angeblich zur Verfügung stehenden Schiffsraum stellt ein Marinesachoerständiger desGiornale d'Jtalia" fest, dah Großbritannien in Wirklichkeit bei Beginn des Krieges nicht einmal zehn Millionen Bruttoregister- tonnen versenkbaren Schiffsraumes zur Verfügung hatte. Inzwischen habe es mehr als eine M i l- lion Bruttoregistertonnen durch die deutsche See- und Luftkriegführung verloren, also bereits 10 v. H. Wenn England aber heute aus propagadistifchen Gründen behaupte, daß diese Ver­luste durch Neubauten sofort ersetzt werden könn­ten, so sei auch diese Angabe unrichtig, da heute die englischen Wersten zu 70 v.H. für Die englische Kriegsmarine beschäftigt seien, so daß nur 3 0 v. H. für Den Bau von Handelsschiffen zur Verfügung ständen. Diese Tatsachen seien übrigens vom Abgeordneten S h i n w e l l im Unterhaus mit­geteilt worden, Der dabei sehr richtig bemerkt habe, daß, wenn man einmal die Vorherrschaft zur See verliere, man sie nicht mehr so leicht zu- rückgewinnen könne.

DieMauretania" auf der Flucht.

B e r l i n, 5. April. (DNB. Funkspruch.) Wie der Londoner Nachrichtendienst meldet, ist dieM a u - retania" auf ihrer Flucht nach Australien in Honolulu eingetroffen. Das Schiff wird sich dort verproviantieren und dann seine Flucht über Den Pazifik antreteu.

Amsterdam, 5. April. (Europapreß.) Bezeich­nend für Den süß-sauren Empfang, Den die englische Presse Der Umbildung des Kabinetts Chamberlain bereitet, ist die Stellungnahme. DerTime s". Das Blatt meint, Die neue Minister­liste sei nicht geeignet und vielleicht auch nicht ein­mal bestimmt, große Begeisterung zu erwecken. Auf den ersten Blick sehe sie aus wie ein kompliziertes W echfelt-das-Bäumchen"-Spiel. Die Times" ist auch, im Gegensatz zu den meisten an­deren Blättern, skeptisch gegenüber her Ernennung Sir Samuel Hoares zum Luftfahrtminister, meint aber, man werde Kritiken zurückstellen, bis Hoare Gelegenheit gehabt habe, zu zeigen, ob er Erfolg in seinem Amte habe. Das Blatt bedauert, daß es nicht zur Bildung eines kleineren Kriegskabi- getts gekommen ist. Nach längeren^Bettachtungen über die Schwierigkeiten, Die ihr entgegenstehen, kommt DieTimes" zu dem Schluß, daß die offi­zielle Anerkennung Churchills als Senior Der Wehrminister hoffentlich ip Kürze dazu führen werde, daß der Kriegs - und Der Luftfahrt- Minister von der Teilnahme an Den täglichen Sitzungen des Krieaskabinetts entbunden würden und Churchill Dort a l s Vertreter Der gesamten Wehrmacht auftreten könnte. Da­durch würde das Kriegskabinett, das nach dem Aus­scheiden Lord Chatfields noch acht Mitglieder hat, auf sechs Minister beschränkt werden.

Sehr scharf greift derD a i l y H e r a l d" Cham, berlain an.Mit Erstaunen und Bestürzung", stellt das arbeiterparteiliche Blatt fest, sehe man, daß der Ministerpräsident wieder eine Gelegenheit für eine gründliche Rekonstruktion Der Regierung versäumt habe. Der konservativeDaily Telegraph" er­härt demgegenüber, es seien zwar starke Argumente für eine Koalitionsregierung vorhanden, und sie seien

In Erkenntnis Der sich hieraus für die Neutralen ergebenden Gefahren hat das dänische Ministerium für Handel und Seefahrt erst kürzlich untersagt, daß dänische Fischkutter-auf hoher See von ihren Sendeanlagen Gebrauch machen, damit sie nicht mit englischen Fahrzeugen verwechselt wer- den, Danach liefen vor wenigen Tagen etwa hundert Fischkutter aus, während etwa 75 weitere trotz des Beginns der Fangsaison es vorzogen, die Entwick­lung abzuwarten. Nachdem' in Dänemark Bilder und genaue Beschreibungen Der für militä­rische Zwecke umgebauten englischen Fischkutter erschienen sind, macht sich in Esbjerg eine noch größere Vorsicht und Angst be­merkbar. Es hat den Anschein, daß die Fischer Der dänischen Westküste es vorziehen, größere Fangver- luste zu erleiden, als auf hoher See mit englischen Nachrichtenfischern verwechselt und entsprechend als militärisches Fahrzeug behandelt zu werden.

ihnen nicht gelang, Den Krieg zu entfesseln, den sie so lange angeftrebt hatten, nämlich Den Krieg zwischen D eutschland unD Rußland, erklär­ten sie Deutschland den Krieg. Polen, das damals als Aufmarschgebiet dienen sollte, wurde geopfert. Finnland wurde zu nutzlosem Widerstand ermun­tert. Jetzt macht der Kriegsblock große Anstrengun- gen, um Norwegen und Schweden in Den Krieg hineinzuziehen. Besonders Norwegen genießt die Aufmerksamkeit Der englisch-französischen Kriegs­brandstifter zur Zeit in'erhöhtem Maße. Es würde die Menschenfeinde Chamberlain, Chur­chill und Attlee nicht im geringsten stören, wenn sich das norwegische Volk verbluten würde. Die Hauptsache wäre, daß damit Die Interessen Des englischen Imperialismus geförDert würden. Immer größeren Teilen des norwegischen Volkes wird es jetzt klar, wer Norwegens Neutrali­tät und Unabhängigkeit bedroht. Die Gefahr droht von Seiten Englands."

Kriegserfahrungen in Libyen und Aethiopien, so­wie überaus zahlreicher Reserveübungen stets Dem neuesten Stand Der Technik angepaßt seien. Beson­deren Wert legt General Soddu den in größten Verbänden von über Divisionsstärke abgehaltenen Manövern bei, die in Italien im weitestgehenden Maße Den tatsächlichen Kriegsverhältnissen ange­paßt werden. Voll Stolz auf seine Vergangenheit, seiner Mission bewußt, so schließt der Artikel von General Soddu, richte das Heer Den Blick in Die Zukunft, neige Die ruhmreichen Fahnen vor dem König und Kaiser und grüße in Dem Duce Den Schöpfer seiner Schlagkraft.'

Englands Balkanpläne.

Londons Kampf

für das Recht der Neutralen".

Amsterdam, 5. April. (DNB.) DerDaily Sketch" verfügt über einen militärischen Mit­arbeiter, Der offenbar befonDers gut über Die Vor­gänge hinter den Kulissen in London orientiert ift Er veröffentlicht einen Aufsatz, wie Derbevor, stehende Krieg auf Dem Balkan" ge­führt werden soll. Ohne von irgendeinem Skrupel belastet zu sein, führt dieser ehrenwerte Herr aus, daß man von der Türkei aus und unter Be­nutzung des griechischen Hafens von Salo­niki zunächst Bulgarien angreifen müsse, obwohlder bulgarische Widerstand vermutlich nur durch Gewalt gebrochen werden könne".D t e Anwendung von Gewalt sei aber nötia, weil England nicht mehr lange warten könne.

Selbstverständlich würde die Türkei ohne wei­teres Die Durchfahrt Durch Die DarDanellen öffnen, zumal wenn Die Weygand-Armee Die Ernsthaftigkeit Des LonDoner Willens Durch ent- sprechende HanDlungen zu erkennen gebe (1). Der Daily Sketch" muß es ja wissen!

Chamberlains Aufmerksamkeit auch nicht entgangen, die Arbeiterpartei fei aber durch einen Beschluß ihrer Parteikonferenz daran gehindert, sich an einer Regierung zu beteiligen. Bis dieser Beschluß rück­gängig gemacht worden sei, sei Chamberlain auf die Regierungsparteien für die Ergänzung seiner Re­gierung angewiesen. Dies, so sagt das konservative Blatt, sei ein unanfechtbarer Grund Dafür, daß Der Ministerpräsident dieses Mal Auswechslung und Be­förderung von Mitgliedern Der Regierung einer völligen Rekonstruktion des Kabinetts vorgezogen habe.

Der liberaleNews Chronicle" schreibt, eine der Schwierigkeiten, Chamberlains liege Darin, daß er innerhalb feiner Partei nur begrenztes Material und begrenzte Talente zur Verfügung habe. Die konservativeDaily Mail" ist auch keineswegs zufrieden und wiederholt ihre Forderung nach einem kleinen Kriegskabinett mit den Worten:Das Verlangen nach einem wirk­lichen Kriegskabinett wird wachsen und muß erfüllt werden, wenn der Krieg sich hinzieht. Der Sieg wird nicht leicht kommen, wenn unsere Kriegsanstrengung von einem RatmüderMän. n e r geleitet wird."

Churchill* absolute Vormachtstellung

Rom, 4. April (DNB.) Die Umbildung der eng­lischen Regierung und Die Verschärfung Der Blockade Durch England sind Die beiDen Hauptthemen Der Korrespondenten Der römischen Presse, Die betonen, Daß Churchill eine absolute Vormacht­stellung gegenüber den anderen Ministerien Der Wehrmacht erlangt habe und zu Dem geheimen Motor wurde, Der Die Geschicke Des Friedens und vor allem des Krieges von Großbritannien leite.

Die politische Karikatur des Tages.

Der große Irrtum.

Und ich sage Ihnen, meine Herren, Die Zeit arbeitet für uns!"

(Zeichnung von Bob Hindersin. Scherl-M.)

Kommentar aus Moskau.

Moskau, 4.April. (DNB.) Die Umbildung Der englischen Regierung wird in hiesigen politischen Kreisen stark beachtet und in Zusammenhang ge­bracht mit Den bisherigen Miße r f o I g e n Der britischen Kriegspolitik. Wie man hier betont, weise die Betrauung Churchills mit Dem Vorsitz im Obersten Kriegskomitee Darauf hin. Daß Die Methoden der britischen Kriegspolitik aufs neue verschärft werden sollen. Churchills Re­putation als eines rücksichtslosen Vertreters der Pläne zur Erweiterung des Kriegsschauplatzes auf Kosten der neutralen Staaten werde sich, wie man hier annimmt, aufs neuebewähren".

Flugzeug-Beschwerden.

Amsterdam, 5. April. (Europapreß.) Schwere Angriffe wegen Mängeln in Der Herstellung von Kriegsflugzeugen und Beschwerden über Materialverschwendung in den staatlichen Flugzeua- reparaturwerkstätten bringt DieDaily Mail. Das Blatt beruft sich auf einen nichtgenannten Mo­torenfachmann, Der angeblich in einer der staat­lichenSchattenfabriken" beschäftigt ist. Nach seinen Angaben bedürfen zahlreiche Flugzeugmotoren vor- zeitiger Reparaturen, weil sie in einem Flugzeug­typ montiert seien, dessen zurückziehbares Fahrge­stell häufig versage, und zwar nicht nur beim Lan­den, sondern sogar schon bei Fahrversuchen auf Dem Boden. Hierbei komme Der Propeller in Berührung mit Dem Boden und der Schaft werde verbogen. DieDally Mail" sagt hierzu:Dies bedeutet in Der Tat, daß unsere Ingenieure ein Fahrgestell ent­worfen haben, das nicht einmal Der Beanspruchung gewachsen ist, wenn das Flugzeug auf Das Roll­feld hinausgefahren wird, um Die Maschinen auf Touren zu bringen." Der Gewährsmann derDaily Mail" gibt ferner Beispiele Dafür, daß in Den Re­paraturwerken Raubbau mit Ersatzteilen getrieben wird.

Kunst und Wissenschaft.

rar? 1

Der Dichter 3ofef Ponten f.

Im Alter von 56 Jahren starb in München der Dichter des Auslandsdeutschtums, Josef Ponten. Der Ernst seiner Arbeit und Die Architektonik seines Stils sicherten Dem Heimgegangenen einen ehren­vollen Platz im Deutschen Schrifttum. Josef Ponten war Träger sowohl Des Rheinischen als auch Des Münchner Dichter-Preises. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Die Goethe-TNedoille verliehen.

Der Führer hat dem ordentlichen Professor em. Dr. phil. Arthur Wehnelt in Berlin aus Anlaß Der Vollendung seines 70. Lebensjahres in Würdi­gung feiner besonderen Verdienste auf dem Gebiete der technischen Physik die Goeche-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen.

Der Führer hat ferner dem ordentlichen Professor em. Geheimen Medizinalrat Dr. Ewald Hering in Köln-Lindenthal in Würdigung feiner bahn­brechenden Forschungsarbeiten auf dem Gebiete Der Blutkreislaufregulierung die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen.

Aus aller Wett.

Hinrichtung zweier Volksschädlinge.

Am 4. April 1940 ist der am 11. Dezember 1899 in Dortmund geborene Ernst Barwig hingerich­tet worden, den das Sondergericht in Köln als Volksschädling zum Tode und zum dauernden 23er- lust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt hat. Barwig, ein berüchtigter Wohnungs- und Geschäfts­einbrecher, war insgesamt zehnmal, darunter drei­mal mit Zuchthaus vorbestraft. Die Hälfte seines Lebens hat er. in Gefängnissen und Zuchthäusern gesessen. Immer beging er kurz nach Der Entlassung aus der Strafanstalt neue Verbrechen. Ein am