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Hessens Schimeisterschaften abgeschlossen.
Der Gau Hessen wickelte am Reesberg in der Rhön bei Gersfeld den letzten Teil seiner Gaumeisterschaften mit dem Abfahrts- und Torlauf ab. Mit 66 Männern und 14 Frauen war die Beteiligung stärker als in Friedenszeiten, ebenso war in den Leistungen eine klare Steigerung zu erkennen. Die Entscheidungen fielen eindeutig, denn mit dem Gefr. Götzenberger (Luftwaffe) und Gerda Spangenberg (CT. Hessen - Preußen Kassel) waren die neuen'Meister im Abfahrts-Torlauf und in der Kombination der Männer und Frauen gegeben. Bei den Männern war der Vorjahressieger Volk (Willingen) nicht am Start, bei den Frauen mußte sich die Titelverteidigerin Elfi K u k u t s ch k a (Gießen) diesmal besseren Mtbewerberinnen beugen. Die Abfahrt führte über 1500 Meter bei 220 Meter Höhenunterschied und mußte von den Män
nern zweimal, von den Frauen einmal genommen werden. Der Torlauf war auf einem 600 Meter langen Hang mit 15 Toren abgesteckt.
Gießener Schiläufer mit guten Erfolgen beteiligt.
An den Meisterschaftskämpfen im Torlauf und im Abfahrtslauf nahmen auch einige Gießener Schiläufer mit guten Erfolgen teil. In der Altersklasse I kam Karl Althaus mit 1:53,4 Minuten auf den zweiten Platz. Im Torlauf wurde er Dritter mit 3:13,4 Minuten. Mit diesen beiden Ergebnissen behauptete sich Althaus auch als Dritter in der Kombination hinter dem Soldaten Böhm und dem Kasseler Dr. Von dran. In der Allgemeinen Klasse lief auch Eckert vom Schiklub Gießen mit und sicherte sich gegen starke Konkurrenz in der Kombination den 4. Platz. Elfi K u k u t s ch k a vom Schiklub Gießen wurde im Abfahrts- wie auch im Torlauf Dritte und behauptete diesen Rang auch in der Kombination.
Glanzvolle Internationale Wintersportivoche.
Oie Abfahrtsläufe.
Prächtige Schikämpfe brachte die fV. Internationale Wintersportwoche in Garmisch-Partenkirchen auch am Samstag. Die zahlreichen Zuschauer wohnten am Vormittag den Abfahrtsrennen auf der gut hergerichteten Strecke vom Kreuzeckjoch bei und sahen herrliche Leistungen. Die deutsche Spitzenklasse blieb durch ihre beiden Weltmeister Christ! Cranz und Peppi Jennewein gegen das starke Auf- aebot des Auslandes erfolgreich. Die besten Abfahrtsläufer aus Italien, Jugoslawien, Rumänien, Bulgarien, der Slowakei und dem Protektorat hatten sich am Start eingefunden, ohne jedoch die deutschen Siege gefährden zu können. Bei den Frauen wurde die Tschechin Beinhauer als beste Ausländerin Fünfte, und auf dem gleichen Rang endete im Rennen der Männer hinter vier Deutschen der Italiener Chierroni. Sein Landsmann Zanni kam nicht über den zehnten Platz hinaus und noch weiter zurück endete Marcellin.
Spannende Torläufe.
Am Sonntagvormittag versammelten sich an der Torlausttrecke am Gudiberg die Abfahrtsläufer, die mit der Entscheidung im Torlauf auch die Sieger der Kombination ermittelten. Auf etwas stumpf gewordenem Schnee hatte der Partenkirchener Fachmann Schindel sehr geschickt 44 Tore gesteckt, die die Schußfahrt über rund 108 Meter Höhenunterschied gewaltig bremsten. Es gab nocheinmal harte Kämpfe, die selbst den Favoriten nichts schenkten. Das überlegene Können unserer Weltmeister Christel Cranz und Pepi Jennewein setzte sich
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aber doch durch, und mit ihren Siegen in diesem Teilwettbewerb war ihnen auch der Nombinations- erfolg sicher. Die ausländischen Teilnehmer mußten sich mit Plätzen begnügen. Frl. Beinhauer vom Protektorat landete auf dem sechsten Platz und bei den Männern wurde Marcellin (Italien) Achter im Torlauf und sein Landsmann Chierroni wurde Sechster in der alpinen Kombination.
Bei den Frauen hätte es fast die Ueberraschung einer Niederlage von Christel Cranz gegeben. Die Freiburgerin war im oberen Teil der Strecke leicht gestürzt und blieb dann auch noch an einer Fahnenstange hängen. So blieb sie mit ihrer ersten Zeit (85,6 Sek.) fast drei Sekunden hinter Hildesuse Gärtner und Lisa Resch zurück. Der nun folgende Zweikampf zwischen ihr und Lisa Resch war sehr schnell entschieden, da diesmal Lisa Resch durch Sturz viel Zeit verlor, während Christel Cranz in 77 Sekunden am Ziel anlangte.
Gleichmäßig gute Leistungen sah man bei der Spitzengruppe der Männer. Weltmeister Pepi Jennewein war zunächst mit 68,6 Sekunden der Schnellste, dichtauf folgten der Deutsche Meister Willi Walch mit 69 und Albert Pfeifer mit 70,5 Sekunden. Im zweiten Gan-g lief Pfeifer mit 66,7 die Tagesbestzeit, die ihm aber nur noch den zweiten Platz einbrachte, denn Jennewein lief wieder 68,2 und war damit in her Gesamtwertung nicht zu schlagen.
Sprunglauf: Nachwuchs rückt auf.
Aller Glanz des Schisportes trat auf der olympischen Kampfstätte zutage beim abschließenden Spezialsprunglauf am Sonntagnachmittag. Rund 10 000
Zuschauer umsäumten die Große Oympiafchanze am Gudiberg, die für diesen reizvollsten Wettbewerb der IV. Internationalen Wintersportwoche auf das beste hergerichtet war. 55 Springer gingen über den Schanzentisch und begeisterten die zahlreichen Wintersportfreunde. Die Sensation des Tages war, daß der junge Allgäuer Sepp Weiler mit seiner vorzüglichen Haltung und Schiführung unsere weitaus stärker eingeschätzten Klassespringer ausstach. Mit 75 und 77 Meter erhielt er die Tagesbestnote von 223,3. Auch auf den nächsten Plätzen folgten mit Mair, Höll und Kraus deutsche Springer vor Budarek (Protektorat), der sich mit Weiten von 72 und 74 Metern als bester Vertreter des Auslandes erwies. Die größte Weite erreichte der Innsbrucker Franz Mair mit 78 Meter. Sepp Weiler wurde für seinen Sieg mit dem Ehrenpreis des Reichsinnenministers Dr. Frick ausgezeichnet.
Eishockey.
Deutschland ausgeschieden!
Im Eishockey-Sechsländerturnier der Internationalen Wintersportwoche in Garmisch-Partenkirchen mußte Deutschland wider Erwarten am Samstag ausscheiden. Im letzten Kampf der Gruppe A wurde unsere Mannschaft von den überaus eifrigen Ungarn mit 3:2 (1:1, 1:1, 1:0) geschlagen.
Protektoratssieg im Eishockey.
Zum Eishockeyendspiel der Internationalen Wintersportwoche traten nach dem unvermuteten Ausscheiden Deutschlands durch eine 2:3-Niederlage gegen Ungarn die beiden Gruppensieger Protektorat Böhmen und Mähren und Ungarn zum Endspiel an. Das Protektorat feierte mit 6:0 (3:0, 1:0, 2:0) einen glatten Sieg und gewann so als Turniersieger den Ehrenpreis des Reichsministers Dr. Goebbels.
Ausklang.
Zum Abschluß der IV. Internationalen Wintersportwoche von Garmisch-Parteikirchen hatte der Reichssportführer von Tschammer und Osten noch einmal alle Teilnehmer und Gäste im Festsaal von Garmisch zu einem Kameradschaftsabend eingeladen. Der Führer des deutschen Sports dankte insbesondere den ausländischen Mannschaften für ihre Teilnahme an der Wintersportwoche. Anschließend überreichte der Reichssportführer den Siegern die wertvollen Preise und den Placierten die Plaketten. Mit einem Sieg-Heil auf alle Sieger und Siegerinnen wurde die Wintersportwoche abgeschlossen.
Kurze Sportnotizen.
Einen Vierländerkampf im Schwim- m e n richtet Italien im Laufe des Sommers aus. Neben dem Gastgeber Italien werden Deutschland, Ungarn und Jugoslawien ihre besten Kräfte zu diesem Turnier entsenden, das das gesamte Olympische Programm umfassen soll.
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Freiherr oon Waldenfels, der frühere Leiter der Kavallerieschule Hannover, ist im Alter von 50 Jahren gestorben.
e NDarstellungundRegie.ssn
Fußball um die KriegSmeisterschast.
VfV.R. I — Tuspo. Neunhelm I 6:0 (3:0).
Die Grünweißen erfochten einen hohen Sieg über die gewiß nicht schlechten Gäste. Es wurden dabei an alle Spieler hohe Anforderungen gestellt. Die Grünweißen, die durch körperliche Unterlegenheit benachteiligt waren, kämpften mit großem Einsatz und haben, das Spiel verdient gewonnen. Die Naunheimer hatten einen schwachen Sturm. Die Grünweißen liefen mit Heeg; Fleischhauer, Fröhlich; Hädrich, Leutheuser, Kraft; Chmann, Nikolai, Funk, Godglück und Lehrmund ein. Die Gäste drückten zunächst stark, ohne jedoch die ausgezeichnete Hintermannschaft der Grünweihen überwinden zu können. Nunmehr wurde das Spiel offener, denn die Grünweißen hatten sich gefunden und man merkte den jungen Stürmern an, daß sie gefährlicher waren, wie die des Gegners. Nach 15 Minuten fiel der erste Erfolg, Ehmann flankte vorbildlich zur Mitte, dort stand Godglück und schoß zum vielbejubelten Führungstor ein. Sofort im Gegenanstoß wurde der Linksaußen der Gäste von Heeg festgehalten, doch der Elfmeter ging an die Latte. Etwas später war es der Halblinke, der frei vor dem Tore stehend, den Ball nicht ins leere Tor brachte. Die Grünweißen waren glücklicher, Ehmann brach durch, legte schön zu Funk vor, und dieser schoß das zweite Tor. Die Angriffe der Grünweißen waren sehr gefährlich, denn hier vergaß man im Gegensatz zum Gegner den Torschuß nicht. Kurz vor Halbzeit flankte Lehrmund zu Nikolai, dessen Schuß ergab das dritte Tor. Nach dem Wechsel konnte Godglück eine Ecke direkt verwandeln, dann übernahmen die Gäste das Kommando und drängten die Grünweißen in die eigne Spielhälfte zurück. Wenn der Sturm nicht zu schießen vergessen hätte, wären einige Treffer fällig gewesen, denn die Grünweißen waren stark erschöpft. Kurz vor Schluß in der 81. Minute rafften sich die Platzherren auf und Nikolai setzte einem Ball nach, flankte zur Mitte, wo Godglück mit dem Kopf einleUkte. Zwei Minuten vor Schluß war es Ehmann, der eine Vorlage von links mit Kopfball ins Tor lenkte.
Die Spiele der Gauliga.
Kurhessen Kassel — Hessen-Preußen Kastel 4:3; Tuspo Harleshausen — Tuspo Niederzwehren 6:7; Tuspo Bettenhausen — Tuspo 86/09 Kasse 6:3; Spielverein Kassel — Tuspo Wilhelmshöhe 5:10
Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum* schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 5 vom 1. Dezember 1939 gültig.
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