Ausgabe 
5.2.1940
 
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arum Kohlenmangel?

wurde

Das neue

ü*.Mundstück

der GÜLDENRING ist ein Mundstück

das man nicht sieht und nicht schmeckt

am

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0er Wehrmachtsbencht vom Montag.

B e r l l n, 5. Febr. (DJIB. Funkspruch.) Das Ober­kommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Der Tag verlief ruhig. 1

aijer-M dentüchen Inlvh der Zoethe« >rlichen.

das aber wirkt! Es le^t nämlich eine unsichtbare und vollkommen neutrale

nung handelt.

Argentinisches Flugzeug beim probeflug abgestürzt.

Eine Maschine der Argentinischen Flugzeuggesell- schäft ist bei einem Probeflug aus 300 Meter Höhe tn die Gewässer des Rio de la Plata abgestürzt, etwa 1500 Meter von der argen«

Aus aller Wett.

Drei Jahre Zuchthaus für Abhören ausländischer Sender.

Arzneimitteln sicherzustellen, werden au) Sammelsanitätsparke ausgestellt. Luftwaffe werden für besondere Äufgak

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tätsparke eingesetzt. Die Versorgung durch sie erstreckt sich auf die Sanitätskompanien, aus die Feld- und Kriegslazarette sowie gelegentlich auf einzelne Truppenteile. Um den Nachschub von außerdem Bei der

der GÜLDENRING dadurch besonders angenehm und appetitlich!

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stark genug zu Provokationen, und sie hegen die Zu- verficht, in der Stadt Wilna einen Mittelpunkt des polnischen Widerstandes zu bilden. Dabei spielt der Gedanke eine Rolle, auch im deutschen und russischen Gebiete unterirdische Verbindun­gen zu schaffen, denn viele der in Wilna weilenden Polen sind Flüchtlinge des früheren pol- n i s ch e n R e g i m e s. Den Engländern und Fran­zosen mag das ganz angenehm sein, wenn sich die Polen dazu hergeben, als Störenfriede gegen die übrigen Staaten des europäischen Ostens aufzutre­ten, aber man wird von keiner Regierung verlangen können, daß sie sich solche Quertreibereien bieten läßt.

Dom Sondergericht Freiburg der 52 Fahre alte Wilhelm Reinhardt aus Badenweiler wegen Abhörens ausländischer Rund- funksendungen zu einer Gesarntzuchchausstrafe von drei Fahren verurteilt. Don September bis Mitte November hatte R. vorsätzlich auÄäickische Sender, in der Hauptsache französische und englische, ab ae - hört und die abgehörten Nachrichten bei Bedie­nung feiner Kundschaft weitererzählt. Aus den Jeugenaussagen yatte sich außerdem weiter­ergeben, daß es sich bei Reinhardt um einen Schwätzer und Miesmacher er st er Ord -

...... , . .... ufgaben Luft-

waffen-Sanitätszweigparke errichtet. Zur Beschaf­fung von Arzneimitteln besitzen der Hauptsanitäts- park und die Wehrkreissanitätsparke selbständige, von einem Heeresapotheker geleitete Arzneimittel­abteilungen. Hier erfolgt nicht nur die Fertigung der Präparate aus den von der Pharmazeutisch- Ehemischen Industrie aufaetauften Rohstoffen, son­dern es ist gleichzeitig em Kontroll-Laboratorium vorhanden, in dem die aufgekauften Rohstoffe auf ihre Reinheit geprüft und die Fertigwaren einer fortlaufenden Kontrolle unterzogen werden. Der Satz, daß für den Soldaten das beste Arzneimittel gerade gut genug ist, erklärt ferner eine Anordnung, wonach die fertigen Arzneierzeugnisse fortlaufend aufzufrischen, d. h. durch neue zu ersetzen sind.

Es gehört auch zu den Aufgaben des Hauvtfani- tätsparks, alle' auf dem Arzneimarkt auftauchenden Neuerungen zu überwachen und die neuen Er­zeugnisse der Industrie auf ihren Wert für Heeres- zwecke zu begutachten. Das gilt auch für Verband- mittel, Geräte, Instrumente usw. Trotz des vorbild­lich organisierten Nachschubs an Arzneistoffen kann der Apotheker an der Front einmal in die Lage kommen, den Arzneibedarf auf andere Weise zu decken. Der Heeresapotheker wird dabei z. B. vor

Der frühere Fürst Ernst Rüdiger von Start) emb erg ist als Leutnant in die fran- zösischeArmee eingetreten. Damit scheint dieser verkommene Sproß eines ruhmreichen Geschlechtes vorläufig die unterste Stufe der Derräterei erreicht zu haben. Sein Ahn gleichen Namens verteidigte 1683 die Stadt Wien mit Erfolg gegen die Türken. Von Starhemberg war zuletzt die Rede, als er vor anderthalb Jahren in Genf versuchte, als Emigrant den Völkerbundsrat für die Wiederherstellung des Schuschniggsystems in Oesterreich zu gewinnen und für sich selbst eine Befreiung aus seinen ständigen Geldschwierigkeiten zu erhalten. Starhemberg, der frühere Bundesführer der österreichischen Heimwehr, war im Alter von 31 Jahren im Kabinett Vaugoin drei Monate des Jahres 1930 Innenminister. 1931 inszenierte er den kalten Putsch der Heimwehren in der Weise, daß nur die steierischen Formationen mar­schierten und so deren Führer sämtlich gefangen ge­nommen wurden. Schon im System-Oesterreich war Starhembera wegen feiner kindischen Eitelkeit und seines politischen Größenwahns zu einer lächerlichen Fiaur geworden. Daran änderte auch nichts die Tat­sache, daß er ein eigenes Jägerbataillon aufstellte und ausrüstete. Derartige Extravaganzen zusammen mit seiner kostspieligen Lebensweise führten seit Mai 1932 dazu, daß er selbst wegen seiner Zahlungsschwierig­keiten das Ausgleichsverfahren gegen sich beantragen mußte, nachdem er schon zweimal vorher durch seine Verwandten saniert worden war. Jetzt hat er, der einst als Leutnant im österreichischen Dragoner-Regi­ment Nr. 4 in Rußland und an der Piave kämpfte, fein verpfuschtes Leben noch mit dem Makel be­schmutzt, daß er gegen seine eigenen Landsleute in fremder Uniform Dienst tut. Man kann wohl an- nehmen, daß feine Regimentskameraden ihn fühlen lassen werden, was sie von einem Lumpen halten.

Oie Arzneimittelversorgung der Truppe.

Innerhalb des Sanitätswesens der Wehrmacht spielt die Versorgung mit Arzneimitteln eine große Rolle. In welcher Weise sie durchgeführt wird, zeigt eine Betrachtung, die Unterapotheker Dozent Dr. Reichert vom Hauptsanitätspark in der Zeit­schriftDie Pharmazeutische Industrie" veröffent­licht Beim Heer erfolgt die Belieferung der ein­zelnen Truppenteile mit Arzneimitteln und Sai- zelnen Truppenteile mit Arzneimitteln und Sani­tätsparke, den Hauptsanitätspark und die Wehr- treissanitätsparke. Bei der Marine sind zwei Ma- rine-Sanitätslager für die ordnungsmäßige Arznei- mittelbeschaffung zuständig. Die Sanitätsdienst­stellen der Luftwaffe werden vom Hauptsanitäts­park sowie den Weyrkreissanitätsparken in gleicher Weise wie die Sanitätseinrichtungen des Heeres betreut.

Selbstverständlich müssen im Kriegsfälle neue Einrichtungen geschaffen werden, um eine schnelle Versorgung der kämpfenden Truppe mtt Arzneimitteln zu gewährleisten. Zu diesem Zweck werden im Kriegsgebiet Arme es an i-

die Aufgabe gestellt, anfallendes Beuteaut für die Truppe nutzbar zu machen dzw. die Arzneistoffe von Apotheken des besetzten Gebietes auf ihre Eig­nung zu untersuchen. Um diese Fragen entscheiden zu können, ist der im Felde stehende Wehrmachts- apotheker mir chemischen Untersuchungsgeräten aus­gestattet.

tinischen Küste entfernt. Vier Mitglieder einer tech- nischen Kommission wurden inderKabineein- geschlossen tot aufgefunden. Dagegen gelang es, den Flugzeugführer und einen Mechaniker in schwer verletztem Zustande an Land zu bringen.

Riefenfeuer in Belgien.

In Turnh vut bei Antwerpen geriet eine elek­trische Müllerei in Brand. Trotz der sofort einsetzenden Löscharbeiten brannte das Werk, das mehr als hundert Arbeiter beschäftigt hatte, bis auf die Grundmauern nieder. Der Schaden soll mehrere Millionen Franken betragen.

Zum Tode verurleill.

Das Sondergericht Landau verurteilte den 29jährigen. 15mal vorbestraften Vik­tor Doll aus Landau wegen zweier Verbrechen des erschwerten Einbruchsdiebstahls begangen unter Ausnutzung der Verdunkelung, zum Tode. Unter Ausnutzung der Verdunkelung drang Doll am 12. September in Gleisweiler in eine Wirtschaft ein und entwendete 100 Mark. Im zweiten Fall stieg er in Landau in die Wohnung einer Kellne­rin ein, brach den Schrank auf und stahl einen Be­trag von 2000 Mark. Weiter entwendete er aus dem Vorratsraum einer Wirtschaft in Nußdorf eine größere Menge Lebensmittel. Das gestohlene Geld verbrauchte er, obwohl er verheiratet und Vater dreier Kinder, in zweifelhafter Gesellschaft. Bei sei­ner Verhaftung überwältigte er einen Polizeibe­amten und ergriff die Flucht. Er konnte aber bald darauf festgenommen werden.

Branbftiffer zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt.

Dor der Strafkammer des Landgerichts Trier hatte sich als Angeklagter der 30j ädrige Robert Thewellis aus Düren, ein bereits erheblich vorbestrafter Mensch, wegen vorsätzlicher Brandstiftung unter erschwerenden Umständen es war dadurch der Tod eines Arbeiters ver­schuldet worden zu verantworten. Die Freveltat war am 3. September 1938 in Ormont aescheden und hatte eine dortige Gastwirtschaft bettoffen. Als das Haus brannte, wurde der Angeklagte dabei betroffen, als er in verschiedenen Räumen die Schubladen durchsuchte, und in der Gastwirtschaft an der Kasse hantierte. Der Staatsanwalt hielt bei dem Vorleben des Angeklagten und der abgrunb- tiefen Niedrigkeit der Tat, deren Ziel gewesen sei, bei der durch den Brand verursachten Unruhe zu rauben, mildernde Umstände für ausgeschlossen und beantragte lebenslängliche Zuchthausstrafe. Das Gericht erachtete Th. als überführt und verurteilte ihn zu 15 Fahren Zuchthaus.

Drei leichtere Erdstöße in Nordschweden.

In Nordschweden wurden am Sonntag drei leich­tere Erdstöße beobachtet. An vielen Orten klirrten die Fensterscheiben. Man führt die Erschei­nung auf die ständig zu beobachtende Land­erhöhung Skandinaviens zurück.

Was ist Bronze?

Aus der Verbindung von Kupfer und Zinn entsteht Bronze. Dieser Werkstoff hat einmal im Mittelpunkt einer Kultur gestanden, die nach ihm genannt wird. Mit Bronzegeräten haben schon die Phönizier gehandelt. Heute wird Bronze, wie alle anderen oevisenverzehrenden Metalle, weit­gehend ausgetauscht durch Leichtmetalle und seine Legierungen.

Stunde zu derselben Arbett. Vereiste Kupplungen und Weichen mußten bei 20 Grad Kälte mit klam­men Fingern beweglich gemacht werden. Sttecken, die früher in wenigen Stunden zu bewältigen waren, leiden heute hier, morgen dort unter Schnee­verwehungen. Gewiß ist der durch den Mangel an Arbeitsttäften stockende Abtransport der Kohlen von Bahnhöfen zu den Verteilern und Verbrauchern durch den Einsatz freiwilliger Hilfskräfte, insbesondere der Partei und ihrer Glie­derungen, so gut organisiert, daß dort keine Stockun­gen mehr vorkommen. Aber die Anlieferun­gen an die Bahnhöfe ist erschwert. Und dennoch werden zur Zeit allein per Bahn z. B. nach Berlin mehr Kohlen gebracht als Eisenbahn und Wasser­straßen in normalen Wintern zusammen heran- schafften. Die stärkere Kälte hat den Kohlenbedarf eben erheblich gesteigert und es wird alles Men­schenmögliche getan, um dem Uebelstande abzuhel­fen und den Ueberfluß an Kohlen, der uns an den Stätten der Kohlenproduktton zur Verfügung steht, überall ins Land hineinzulenken, wo man dringend Kohlen verlangt.

Auf der anderen Seite aber sollte jeder Volks­genosse an die Ueberwindung der entstandenen Schwierigkeiten mit dem Gefühl Herangehen, daß diese Schwierigkeiten einerseits die Folge eines Naturereignisses sind, über das Menschen keine Macht besitzen, und daß sie andererseits einen Teil des Tributs darstellen, den jetzt nachttäglich die Heimat für den siegreichen Polenfeldzug, für die rechtzeitige und vollständige Einbringung der Ernte und für die Schaffung und die Verstärkung des un­überwindlichen Walles im Westen barbringt. So schwer die Kohlennot für den einzelnen, der von ihr betroffen wird, auch sein mag, darf nicht vergessen werden, daß nickt Deutschland allein unter ihr leidet. Wenn auch der Mensch gegen solche Natur­ereignisse im allgemeinen nicht genügend Vertei­digungsmittel besitzt, dann sind diese Naturereignisse Gott sei Dank immer nur von kurzer Dauer.

Der ftrenge Winter, der wie ein elementares Naturereignis über die ganze nördliche Erdhälfte hereingebrochen ist, hat wie in anderen Län­dern so auch in Deutschland tief in das Leben des einzelnen und das der Oeffentlichkeit eingegrif­fen. Manch einer wird sich gefragt haben, wie es wohl möglich ist, daß er bei dem Kohlenreichtum DeutfchlaiÄs nicht genug Kohle für den Hausbrand bekommt, daß an manchen Stellen Schulen wegen Kohlenmangels geschloffen wurden und daß die Eisenbcchn ihren Personenverkehr zu Gunsten der Güterzüge empfindlich einschränkte. Mr haben schon andere ftrenge Winter erlebt, ohne daß sich diese Erscheinungen, wenigstens in solchem Ausmaß bemerkbar machten.

Wenn nun jemand meint: Fa, man hätte eben rechtzeitig Vorsorge treffen müssen und hätte die Kohlentransporte im Herbst vordringlich durchfüh­ren sollen, dann vergißt er, daß mir im Herbst einen Feldzug in Polen siegreich durchge- führt haben! Eine militärische Aktton wie die Zer­schlagung des polnischen Heeres in knappen 18 Tagen erforderte den restlosen Einsatz aller Verkehrsmittel. Der schnelle Sieg im Bewe­gungskrieg in Polen hat unendlich viel kostbares deutsches Blut gespart. Seine Bedürfnisse waren deshalb ungleich wichttger, als die sonst übliche Stapelung von Kohlenvorräten für den Hausbrand im ganzen Lande. Darüber hinaus mußte in den Tagen des Polenseidzuges und in der darauf fol­genden Zeit der großen Umgruppierung der deutschen Wehrmacht aber auch noch die Ernte eingebracht werden, und sie ist, Gott fei dank, ein- gebracht worden. Alle diese Aufgaben mußten vor Einbruch des Winters vordringlich gelöst werden. Erft nachdem sie gelöst waren, konnte man an die Kohlenverforgung Herangehen.

Unter welch erschwerten Umständen aber mußte das nun geschehen! Auf Rangierbahnhöfen, auf denen im Sommer oder in normalen Winterzeiten eine Zugbildung sich in 10 bis 12 Minuten über den Ablaufberg vollzieht, brauchte man heute eine

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