fraüen und -Kinder vorgezogett hatten, nach einige Zeit im Lager zu bleiben!
Jedes Wort ist Lüge, Hohn und widerwärtige Heuchelei. Die englische Oeffenttichkett, die heute noch das Verfahren gegen die Burenfrauen und -Kinder gut heißt, bekundet damit, daß sie abseits steht von den einfachsten Moralbegriffen. Allerdings: das Verfahren gegen die Familienangehörigen des tapferen Burenvolkes soll jetzt durch den Versuch der Aushungerungsblockade gegen Deutschlands Frauen und Kinder wieder angewandt werden, denn in ihren Kriegen ist den Engländern bekanntlich auch das heimtückigste Mittel recht.
Konzentrationslager im berüchtigten englischen Stil gibt es schon, seitdem Lord Kitchener im Januar 1901 Oberbefehlshaber der englischen Truppen im Burenkriege wurde. Sein Befehl an die Truppenkommandeure besagte, der Zweck dieser Lager sei, „die moralische Widerstands- kraft der kämpfenden Buren durch ihre Sorge um Frauen und Kinder zu brech e n". Die Engländer logen damals der Mitwelt vor, die Frauen und Kinder der Buren seien „unversorgt zurückgelassen" worden und hätten deshalb im Lager untergebracht werden müssen. Tatsache ist, daß die Engländer im Burenlande wie Busch- klepper hausten und sämtliche Farmen und Siedlungen einfach niederbrannten.
In den Konzentrationslagern begann alsbald wegen des völligen Mangels an jeglicher Derfor- gung ein M a f f e n st e r b e n. Im Oktober 1901 war die Sterblichkeit bereits auf 344 pro Tausend gestiegen, d. h. es starb zu dieser Zeit bereits mehr als ein Drittel der Insassen. Nach amtlich be- glaubigten Untersuchungen sind mindestens 4000 Frauen und 16 000 Kinder der kämpfenden Buren in den Konzentrationslagern elend u m g e k o m - men, während die Tommys zusahen. Eine englische Augenzeugin, die Schriftstellerin Sarah R a a l, deren bürgerlicher Name O. I. S n y m a n ist, berichtet in ihrem Buch „Mit den Buren ins Feld", daß sogar 26 370 Frauen und Kinder in den Lagern umgekommen sind. Die englische Regierung ließ am 9. August 1938 durch den Antrag des Abgeordneten Tothill im südafrikanischen Parlament das Verbot dieses Buches betreiben, was jedoch durch die damalige Regierung H e r tz o g ver- hindert wurde. Die Gattin dieses alten Buren- generals, der bekanntlich langjähriger Ministerprä- sident in Südafrika war, hat selbst zwei Jahre im Konzentrationslager verbringen müssen. Als die Engländerin Emilie H o b h o u s e, eine bekannte Philanthropin aus der ersten englischen Gesellschaft, sich von den grauenhaften Zuständen und dem Massensterben in den Konzntrationslagern selbst überzeugt hatte und nach der Rückkehr nach London vom Kriegsminister Abhilfe verlangte, erreichte sie gar nichts. Sie veröffentlichte ihre Beobachtungen, es gab einen Skandal im Unterhaufe, die englische Regierung entsandte eine amtliche Frauen- kommission nach Südafrika. Diese hat die Feststellungen der Frau Hobhouse vollinhaltlich b e - stätiqt. Als Frau Hobhouse eine zweite Reise nach Kapstadt auf eigene Faust unternahm, weil ihr die Reise von der englischen Regierung verweigert wurde, ließ man sie bei der Ankunft in Kapstadt auf dem Schiff fest nehmen und sofort nach England zurücktransportieren.
Selbst ein Churchill schreibt in feinem Buch „Weltabenteuer im Dienst" auf Seite 304 u. a.: ,Dieser so endlos in die Länge gezogene Kampf verursachte Uebel abstoßender Art. Die englischen Behörden ließen ganze Distrikte von der Einwohnerschaft frei machen und die Zusammengetriebenen in Konzentrationslagern seschal- ten. Da die Eisenbahnlinien immer wieder unterbrochen wurden, stieß die Versorgung dieser Lager mit den notwendigsten Gegenständen des Lebensbedürfnisses auf Schwierigkeiten. Seuchen brachen aus und mehrere tausend Frauen und Kinder kamen um. Das Verfahren, die Farmen niedsrzubrennen, deren Besitzer als eidbrüchig angesehen wurden, vermochte die kämpfenden Buren nicht zu lähmen, sondern stachelte sie erst recht zu verzweifeltem Widerstand an."
Die schon oben erwähnte Schriftstellerin Sarah Raal schildert in ihrem Buche ausführlich die von den Engländern begangenen Greuel. Hier zunächst eine Probe der englischen Mordbrenner-Taktik: „In einem Ort kommt uns eine Herde Schafe entgegen, ungefähr 2000. Die Engländer haben sie auf einen Haufen in das hohe Gras getrieben und dann das Gras in Brand gesteckt. Die Tommies stellen sich ringsum auf und verhindern die Flucht der Schafe aus den Wammen. Es war fürchterlich, diesen Hausen Tiere zu sehen. Diejenigen, die nicht ganz verbrannt waren, hatten frummgebogene Beine. Sie krochen aus den Vieren. Anderen Schafen sind in den Flammen die Augen aus den Köpfen gesprungen. Ich würde niemals geglaubt haben, daß es Menschen gibt, die s o grausam sein können, wenn ich es nicht selbst gesehen hätte. Aber die Engländer würden sicher alles tun, um die Buren auszuhungern."
Oder sie erzählt an einer anderen Stelle (Seite 81—82): „Als wir zu einer Herde von Schafen kommen, werden die Tiere alle in eine Umzäunung getrieben. Dann fangen die Engländer sie und schneiden ihnen die Kehle durch, nicht wie es sich gehört, so daß die Tiere tot sind, nein, nur die große Ader wird durchgeschnitten, und dann wird das Schaf auf die Seite geworfen, bis es verblutet ist."
Heber das Leben in den Konzentrationslagern berichtet sie u. a. folaendes: ,Zch konnte nicht verstehen, daß die Menschen noch Mut haben, um zu leben. In fast jedem Zelt kann man das Stöhnen der Kranken hören, uni) täglich werden sechs bis sieben Menschen begraben. Kleine Kinder werden von der Brust der Mutter weggeris- fen und ins Hospital gebracht. Ich habe Kinder gesehen, die noch lebend nach dem Toten- haus getraaen wurden. Im Hospital fah ich, daß die fiebernden Kinder zu schwach waren, um die Fliegen aus dem Gesicht zu jagen. Dann kriechen die Fliegen in die Nasenlöcher hinein, und es dauert nicht lange, bis die Würmer aus der Nase herauskriechen. Ich glaubte, ich werde verrückt zwischen all dem Jammer und Elend."
An einer anderen Stelle schreibt sie: ,Hedes Kind im Lager ist nur noch Haut und Knochen, mit großen Augen, die tief im Kopf liegen. Den ganzen Tag Über jammern sie, daß sie Hunger haben." General S m u t s , der heute als Verräter seines Volkes Südafrika im englischen Sold tyrannisiert, schrieb im Januar 1902 aus Dan Rhynsdorp, diese englische Buren-Politik fei „eine unerhörte Barbarei, Grausamkeit und Mißachtung der elementarsten Grundsätze allen internationalen Kriegsrechts." Er führte weiter aus, die Engländer hätten die Farmen der Buren verbrannt, Getreide und Dieh vernichtet, die B-urenfrauen und -ckinder in ihre Konzentrationslager getrieben, während der Reift der Bevölkerung im Busch und in den Bergen unter wilden Tieren und Kaffe rn umher- Im. Die englische Regierung habe auch den Wilden
Oer Krieg im hohen Norden.
Helsinki, 4. Febr. (DNB.) Nach dem finnischen Heeresbericht wurde ein russischer Angriff an der karelischen Landenge auf dem Ostabschnitt von Summa.zurückgewiesen. Der Kampf soll sich in Richtung auf Summa noch in der Nacht fortgesetzt haben. Nordostwärts des Ladoga soll ein feindlicher Stützpunkt von den Finnen erobert worden sein, wobei sie Kriegsmaterial erbeutet und Gefangene gemacht haben wollen. In der Richtung auf Salla soll ein russischer Angriff zurückgeschlagen worden sein. Auf den anderen Frontabschnitten der Landfront lebhafte Patrouillentätigkeit, wobei mehrere russische Patrouillen vernichtet worden sein sollen. In der Nacht zum 2. Februar wurde von der russischen Luftwaffe die Gegend von Turku (Abo), Hanko (Hangö) und Tammisaari (Ekenäs) bombardiert. Am Tag sollen russische Luftstreitkräfte Bombenangriffe auf verschiedene Ortschaften in Südwestfinnland, an der Küste des Finnischen Meer- bufens und in Mittelfinnland vorgenommen haben. Auf dem Kriegsschauplatz selbst wurde Sortavala bombardiert, wo zahlreiche Feuersbrünste entstanden sein sollen.
Um Mitternacht wurde auch in Helsinki Alarm gegeben. Die Stadt liegt anscheinend in der Nähe einer von den Russen bevorzugten Einflugzone ; denn die Flugzeuge wurden nur nordwestlich der Stadt gehört. Einige Bomben wurden nördlich der Stadt abgeworfen. Die Stadt selbst wurde nicht überflogen. Mehr Bedeutung wird der Bombardierung von R o v a n i e m i im Norden bei gemessen. Amtlich wird berichtet, daß erheblicher Sachschaden angerichtet wurde. Man nimmt an, daß die rückwärts liegenden finnischen Linien nunmehr durch Luftangriffe unter Druck gesetzt werden sollen. Zu dem russischen Angriff im Frontabschnitt von Summa hört man, daß er nach sechsstündiger schwerer Artillerievorbereitung, unterstützt von starken Bomben- und Jagdfliegerverbänden erfolgte. Dor dem Jnfanterieangriff wurde von Tanks eine Wand gepanzerter Schlitten gegen die finnischen Linien vorgebracht. Erstmalig wurde von Panzerkräften eine Einnebelung durchgeführt.
Die Panzerangriffe erfolgten überraschend aus dieser Nebelwand heraus, sollen indes im Vorfeld zum Stehen gebracht worden sein. Während russische .Jäger den Schutz gegen finnische Jagdflugzeuge übernahmen, griffen russische Bomber die finnischen Stellungen an. Es wurden mehr als 170 aktive am Kampfe beteiligte russische Maschinen gezählt.
Keine finnischen zlngzengangnffe auf Kronstadt.
Amtliches russisches Dementi.
Moskau, 4. Febr. (DNB.) Die russische Telegraphenagentur TASS veröffentlicht folgendes D e - menti des General ft abes des Leningrader Militärbezirkes: 1. Agenten im Solde der Feinde der Sowjetunion verbeiten in der Auslandspresse das Gerücht, daß finnische Flugzeuge Angriffe auf Gebiete der Sowjetunion unternommen, und daß sie in Kronstadt sowjetrussische Kriegsschiffe mit Bomben belegt hät- ten, daß letztere in Brand ständen usw. Der Generalstab erklärt, daß alle diese Gerüchte in allen Teilen erfunden sind. Obwohl die finnische Flugwaffe die neuesten Modelle von Flugzeugen aus England, Frankreich, den USA. und Schweden erhalten hat, hat sie k e i n e L u f t a n g r i f f e unternommen. 2. Die gleichen Agenten im Solde der Feinde der Sowjetunion behaupten in der Auslandspresse, daß auf der karelischen Landenge, im Gebiet nördlich des Ladogasees eine große Offensive der Sowjettruppen begonnen habe, und daß die Aussichten dieser Offensive noch nicht klar seien. Der sowjetrussische Generalstab erklärt, daß auch diese Behauptung j e d e r G r u n d - läge entbehrt. Auf der karelischen Landenge und im Gebiet nördlich des Ladogasees haben tatsächlich nur Teil-Scharmützel mehrerer Kompanien örtlichen Charakters stattgefunden, die begleitet waren von einer Artilleriebeschießung von kurzer Dauer.
Das Ergebnis Ver Balkankonferenz.
Fortführung der Neutralitätspolitik zur Iernhaltung des Krieges vom Balkan.
Belgrad, 4. Febr. (DNB.) Zum Abschluß der Tagung des Ständigen Rates der Balkanentente in Belgrad unter Vorsitz des rumänischen Außenministers G a f e n c u , bei der Griechenland durch seinen Ministervräs identen und Außenminister Metaxas, Jugoslawien durch Außenminister Cin- car-Markowitsch und die Türkei durch Außenminister Saracoglu vertreten waren, wurde ein sieben Punkte umfassendes Kommunique ausgegeben, in dem es heißt:
„Der Gedankenaustausch zwischen den Mitglie« dern des Ständigen Rates, der in einer herzlichen und vertrauensvollen Atmosphäre stattfand, erlaubte ihnen, einmütig festzustellen,
1. das gemeinsame Interesse der vier Staaten cm der Aufrechterhaltung des Friedens, der Ordnung und der Sicherhrit im Südosten Europas,
2. ihre feste Entschiedenheit, die entschlossene, friedfertige Politik fortzusetzen, indem sie ihre Stellungen int gegenwärtigen Konflikt strikt beide- halten, um diesem Teil Europas Kriegsprü- fungen zu erfparen,
3. ihren Willen, einig zu bleiben im Schoße der Entente, die nur ihre eigenen Ziele verfolgt und gegen niemand gerichtet ist sowie gemeinsam über das Recht jedes einzelnen unter ihnen auf Schutz der Unabhängigkeit und des nationalen Territoriums zu wachen,
4. ihren aufrichtigen Wunsch, freundschaftliche Beziehungen mit den Nachbar- floaten in einem versöhnenden Geist des gegenseitigen Verstehens und der friedlichen Zusammenarbeit zu unterhalten und zu entwickeln,
5. die Notwendigkeit, die Wirtichafts- und Verkehrsbeziehungen zwischen den Balkanstaaten enger zu knüpfen und zu vervollkommnen, indem sie vor allem den Handelsaustausch innerhalb der Entente organisieren,
6. die Verlängerung des Balkanpaktes um eine neue Periode von sieben Jahren, die am 9. Februar 1941 beginnt,
7. die Entschlossenheit der vier Außenminister, unter sich einen engen Kontakt bis zur nächsten ordentlichen Ratstagung aufrecht zu erhalten, die im Februar 1941 in Athen ftattfinben wird."
In diplomatischen Kreisen der jugoslawischen Hauptstadt ist man von den Ergebnissen der dreitägigen Ratstagung, wie sie m der amtlichen Schluhverlautbarung zum Ausdruck kommen, offensichtlich befriedigt. Der Friedenswille habe sich durchgesetzt. Keinerlei Möglichkeiten für einen weiteren friedfertigen Ausbau der Beziehungen der Staaten auf dem Balkan und im Donauraum untereinander wären verschüttet, die seitherigen Stellungen gegenüber allen von außen kommenden Drohungen und Lockungen wurden gehalten. Sehr zufrieden ist man in italienischen Kreisen Belgrads damit, daß eine Erweiterung der Balkanentente zu einem Balkanblock, wie sie vor allem von englischer und französischer Seite propagiert wurde, in der Schlußverlautbarung überhaupt nicht
erwähnt wird. Am Sonntagabend gab linear- Mark o witsch im Außenministerium ein Essen. Um 23 Uhr fuhr Gafencu nach Bukarest zurück. Kurz darauf reiften Metaxas und Sara- coglu zusammen mit Ministerpräsident Zwei- kowitsch nach Risch, wo sie den Montag als Gäste des Ministerpräsidenten verbringen, um dann nach ihren Hauptstädten zurückzukehren.
Das Echo in Rom.
Rom, 5. Februar. (Guropapreß.) Der Belgrader Vertreter des „Meffaggero" hebt in seinem Bericht über die Balkan-Konferenz hervor, daß sowohl der jugoslawische Außenminister Cinoar-Markowitsch als auch der rumänische Außenminister Gafencu die Entschlossenheit bekundet hätten, den Krieg vom Balkan um jeden Preis sernzu halten. Es sei klar, daß jeder der vier Staaten sich i n einer verschiedenen Lage befinde-, aber ebenso klar, aufrichtig und positiv sei auch ihr Vorsatz, eine enge Zusammenarbeit untereinander zum Besten aller zu verwirklichen. Dazu sei notwendig, daß jedes Mitglied des Balkanbundes eine wirkliche Kraft und nicht ein totes Gewicht, eine Schwächung oder gar eine Schädigung darstelle. An dem Tag, an dem dies eintreten würde, könnte man sicher fein, daß das betreffende Mitglied automatisch trotz aller Abkommen und Vereinbarungen isoliert oder ausgefchi>eden werden würde. Nachdem jetzt jede Neigung zu einer Blockbildung — falls eine solche in der Vergangenheit überhaupt' bestanden yaben sollte — beseitigt worden sei, werde der Balkanbund eine aktive Zusammenarbeit entfallen, um die Knoten zu lösen, die der Verwirklichung einer vollen regionalen Solidarität noch entgegensteh em
Der Belgrader Korrespondent der „Voce d'Jtalia" schreibt, die Konferenz habe gezeigt, daß die Bal- kanstaaten genügend Willen und Tatkraft besäßen, um ihre unabhängige Neutralität in dem unwahrscheinlichen Fall aufrecht zu erhalten, daß irgendwelche kriegführende Mächte Lust verspüren sollten, sich über ihre Rechte hinwegzusetzen. Die Konferenz sei entschlossen, ihre Zusammenarbeit auf diesen gemeinsamen festen Punkt zu konzentrieren. Aus den Trinksprächen in Belgrad gehe hervor, daß der neue Geist der Zusammenarbeit im Süd osten bereits den Weg für wichtige und glückliche Entwicklungen freigemacht habe. Den Bemühungen um die Lösung der revisionistischen Probleme Ungarns und Bulgariens fei die Unterstützung Italiens gewiß, nachdem jetzt der Weg für eine Normalisierung der Beziehungen der Balkanstaaten untereinander offen zu sein scheine. Rom habe dies stets als Vorbedingung für fein direktes Eingreifen gemacht. Es fei jetzt wahrscheinlich, daß der Weg zu einem festen, neutralen und unnachKebigen Balkanfrieden in Zukunft gesichert fei.
Randeloffen zum Tage.
Die schweren Verluste, die die bewaffnete britische Schiffahrt gerade in den letzten Tagen unter den Schlägen der deutschen Luftwaffe wieder erlitten hat, haben naturgemäß einen neuen Ansturm von beunruhigten und erregten Fragen und Vorwürfen in der englischen Öffentlichkeit verursacht. Auf die Dauer kann man dergleichen nicht mit den kindischen Ausreden beschwichtigen, mit denen sich Herr Churchill bisher begnügte. Dies um so weniger, als er sich dabei genau so oft in Widersprüche verwickelt, wie seine eigenen Behauptungen ständig von der deutschen Wehrmacht widerlegt werden. Hinsichtlich der allgemeinen bewaffneten englischen Schiffe arbeitet nämlich Herr Churchill je nach Bedarf mit zwei Variationen. Werden solche mit Artillerie bestückten Schiffe versenkt, dann entfesselt er wehleidige Klagen über das „grausame" Vorgehen deutscher Flieger gegen diese völlig harmlosen, völlig schutzlosen Schiffe. Gelingt aber solchen armierten Dampfern das E i n- laufen in einen englischen Hafen, dann läßt Herr Churchill stolz verkünden, das hätten diese Schiffe nur ihrer — Bewaffnung zu verdanken! Es muß sehr schwer fein, in solchen Zeitläuften Erster Lord der britischen Admiralität zu sein.
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Die englische Propaganda teilt voller Befriedigung mit, daß für das Rote Kreuz in Großbritannien innerhalb fünf Monaten (!) eine Million Pfund a e f a m m e 11 worden ist. Das sind nach deutschem Gelde rund 10 Millionen Mark. Die Plutokratie scheint sich an dieser Sammlung nicht besonders eifrig beteiligt zu haben, denn sie ist in der Lage, für ihre politischen Zwecke ähnliche Beträge aus der Westentasche zu bezahlen. So wird die Sammlung für das Rote Kreuz eine Sache des englischen Mittelstandes geblieben sein, denn die breiten Volksschichten in England pflegen sich an solchen Dingen überhaupt nicht zu beteiligen. Zum Vergleich sei erwähnt, daß in Deutschland der vierte Opfersonntag des WHW. nicht weniger als 12,8 Millionen RM. erbracht hat. Zu diesem stolzen Ergebnis hat man aber keine 5 Monate gebraucht, sondern einen einzigen Tag. Das liegt daran, daß bei uns die nationale Solidarität eine Sache des ganzen Volkes ist!
Der englische und der französische Gesandte haben bei der litauischen Regierung Protest eingelegt gegen eine angeblich schlechteBehand- lung der polnischen Minderheit im Wilnagebiet. — Wenn England und Frankreich nicht in der Lage waren, die den Polen gegebene „Garantie" einzuhalten, so sind sie doch bereit, durch törichte Proteste zu beweisen, daß die polnischen Aspirationen gegen andere Staaten im Sinne der Politik der Westmächte liegen. Die Polen in Wilna haben sich in unverschämter Weise gegenüber der litauischen Herrschaft benommen. Sie fühlen sich
Die Tagung beschäftigte sich im übrigen mit Fragen, die sich aus der endgültigen Sicherung des deutschen Volkstums ergeben. Eine neue Periode weltanschaulicher und arbeitspolitischer Schulung wird sich über die Schulungsmänner der Partei, die Obmänner der Deutschen Arbeitsfront und die KdF.-Warte bis in die Zellen der Betriebe aus- wirken.
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Der Führer hat dem Direktor des Kaiser-Wil- helm-Jnstituts für Strömungsforschung, ordentlichen Professor Prandtl in Göttingen, aus Anlaß der Vollendung seines 65. Lebensjahres die Goethe- Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen.
Der Führer hat dem Oberbibliothekar a. D. Professor Dr. Wilhelm Seelmann in Berlin-Wilmersdorf aus Anlaß der Vollendung seines 91. Lebensjahres in Anerkennung seiner großen Verdienste um die niederdeutsche Sprach- forschuna die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen.
Mit der Einnahme von Pingyang, 65 Kilometer nordöstlich von Nanning, der Hauptstadt der südchinesischen Provinz Kwangsi, haben die Japaner 200 000 Chinesen fast völlig eingeschloffen.
Waffen gegeben und das schrecklichste Blutbad unter den Burenfrauen und -kindern anrichten lassen.
Das Verbrechen am Burenvolke trägt jetzt für England bittere Früchte. Trotzdem ist der damalige Ausrottungsfeldzug nach Ansicht auch der heutigen Engländer durchaus berechtigt gewesen, da er zu Englands Reichtum sehr wefenmch bei trug. Daher denn auch die Mohrenwäsche der „Dimes", die das Verbrechen des Burenkrieges als Ganzes dadurch verteidigen will, daß sie seine gemeinsten und wi- bcrmärhgften Exzesse abzuleugnen versucht.
Oie „Richtlinienbewegung" in der Schweiz.
B a s e l, 3. Febr. (Europapreß.) Unter der lieber- schrift „Ein rühmloses Ende" widmet die „Neue Züricher Zeitung" ihren Leitartikel der Richt- linienbewegung, die im Oktober 1936 mit dem Ziele einer „Neuorientierung der gesamten Politik in der Schweiz" startete. Am 2. November 1939 stellte die „Nation", die der Richtlinienbewe- flung sehr nahe steht, fest, daß es keinen Sinn mehr habe, die Tatsache zu unterdrücken, daß die Fregatte der Richtlinien!) eweauna gekentert fei. Man werde mit neuen Kräften beginnen müssen. Dis
„Neue Züricher Leitung" schreibt dazu, je eindeutiger die Richtlinienbewegung — nachdem sie anfangs im Mittelpunkt der gesamten politischen und wirtschaftlichen Diskussion der Schweiz gestanden habe — den versprochenen Kurs der Mitte vermissen ließ und sich dafür einem altvertrauten Linkskurs verschrieben habe, desto mehr seien ihre Chancen, eine wirkliche Umgruppierung der politischen Kräfte herbeizuführen, ge- schwunden. Dieser Niedergang sei nicht von ungefähr gekommen. Der schwerste Mangel sei ihre innere Unwahrhaftigkeit gewesen. Die Richtlinienbe- wegung habe sich den Anschein gegeben, als ob sie etwas grundsätzlich Neues erftreten wolle. In Tat und Wahrheit sei es aber so gewesen, daß eine längst bestehende Mächtegruppierung von Arbeitnehmerorganisationen und Linksparteien versuchte, ihren Aktionsradius zu vergrößern.
Kleine politische Nachrichten.
Eine Reichsarbeitstagung des Hauptschulungsamtes der NSDAP, und des Amtes Werkschar und Schulung der DAF. in Berkin unter Leitung des Reichs- schulungsleiters Schmidt fand am Sonm.«g ihren Abschluß mit einer Rede Reichsleiter Alfred ftohntog« über bte welt-anfchauttchs Lag^
Deutschlands Kampf gegen die Rachitis.
Erfolgreicher Einsatz in mehreren Gauen.
Die yroße Rachitis-Dekämpfungsaktton, die von der Relchsgefundheitsführung gemeinsam mit dem Reichsinnenmimsterium als eine besonders wichtige Maßnahme gegen die englische Blockade durchgeführt wird, hat in mehreren deutschen Gauen erfolgreich eingesetzt. So ist im Gau Saarpfalz der größte Tril der Kinder bereits mit dem Vitamin-Präparat Vigantol versorgt worden. Die Aktion wird so verlaufen, daß sämtliche Kinder innerhalb des ersten Lebenshalbjahres in dem Kuftändigen Gefundhettsamt oder durch einen Privatarzt, der darüber eine Bescheinigung aus- stellen muß, untersucht werden und daß den Müttern das reine Vitamin D verabfolgt wird, das etwa für zwei Monate ausreicht. Nach Mlauf dieser Zeit werden die Mütter erneut mit Ihren Kindern zu einem „Rachttis-Termin" gebeten und erhalten dann, wenn nötig, eine zweite Flasche des Vitaminpräparates. Eine Abschlußunterfuchung soll den Erfolg nachkvntrollieren. Es wird auf diese Weise erreicht werden, daß alle Kinder in den sonnenarmen Wintermonaten, in denen auch vitaminreiche frische Gemüse seltener zu haben sind, vor Mangel an Vitamin D und damit vor der Rachitis geschützt werden. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, daß die Mütter die außerordentkiche Bedeutung dieser Maßnahmen erkannt haben. Damit ist Borsorae getroffen, daß Englands Kampf gegen die deutschen Frauen und Kinder die deutschen Säuglinge nicht treffen wird.
Berufsvorschulen
für die Unteroffiziersschule des Heeres.
Im Frühjahr 1940 werden Berufsvorschu- len für die bereits angekündigten Untero fft» zierschulen des Heeres eröffnet. Zur Aufnahme können sich nach beendeter Volksschulzeit Jungen im Alter von 14 und 15 Jahren melden, die die Absicht haben, im Heere Unteroffizier zu werden. Die Vorschulzeit dauert drei Jahre. An sie schließt sich eine zweijährige militärische Ausbildung auf einer Unteroffizierfchule an. Die Schüler erhalten freie Bekleidung, Unterkunft und Verpflegung. Hervorraaende Schüler können in die Ossi* zrerslaujbahn übernommen werde».


