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Aus aller Welt
Weihnachtliches Kriegstagebuch
and sein Ende
Beigeschmack,sodass man glauben
^Jahrelang ging der
könnte, es sei überhaupt nicht
Streit um die leidige
vorhanden. Es ist aber da
Frage, ob eine Zigarette
ein Mundstück haben müsse
oder nicht. 3etzt hat das neue
UMundstück der GÜLDENRING
Goldmundstück
endlich die entscheidende Lösung
unsichtbar, ferner frei von jedem Geruch oder
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mit ö*MiAXic£stü.ck 4 Pfennig
idern ien.
gebracht.Es vereint nämlich die Vorzüge beider Mundstückarten! Denn es ist vollkommen
hotten, auch die Geschenke von der Truppe und von der Batterie überraschten uns. Die Sache mit dem Wein, dem Stollen, der Schokolade, den Rauchwaren und dem bunten Weihnachtsteller stimmte
Die Expedition des sowjetrussischen Eisbrechers „Sedow", der seit über zwei Jahren in den nördlichsten Breiten des Polarmeeres driftet, nähert sich ihrem Ende. Die Drift des „Sedow" führte vom Laptew-Meer an der nordsibirischen Küste in westlicher Richtung quer durch das nördliche Polarbecken aus die Nordküste Grönlands zu und berührte somit eine Gegend, in die n o cf) nie zuvor ein Schiff oder ein Flugzeug eingedrungen war. Mit der Fahrt des „Sedow" durch das Polareis kann nur .....~ '1 von Frithjof Nansens verglichen werden. Die Drift des „Se-
Oie Reichsbahn im Lahre 1939.
Befriedigende finanzielle Entwicklung. - Neue große Aufgaben
zähmen.
22. 12. Drei Postfäcke, vollgefüllt mit Päck- “ * inaetroffen. Auch diese wurden
rt^. weil arundläklicb alle Feld
aus Weihnachten eingestellt.
23. 12. So gründlich und so schnell haben wir noch nie unsere Bunker und die Dunkervorhöfe geputzt. Die Arbeit „flutschte" nur so, feder packte kräftig mit an, sodaß wir frühzeitig fertig waren. In unserer Vorfreude steckten wir den Adventskranz an, legten einige Aepfel aus den Ofen und brannten Tannenzweiae an. So schufen wir eine rechte weihnachtliche Stimmung, die durch keinen Alarm gestört wurde. Wer hätte es geglaubt, daß wir uns als Soldaten nochmals wie die Kinder auf Dkihnachten freuen würden ...
24. 12. Fast tat es uns leid, als wir heute früh aus den Bunkerwall kletterten und dort unseren Tannen bäum „fällten". Bereits im Herbst hatten wir diesen Baum zusätzlich mit in die Tarnung eingepflanzt und ihn als unseren Weihnachtsbaum bestimmt, lieber und über war das Bäumchen mit Rauhreif überzogen, als wir es umlegten. Gar rasch schwand die kristallene Schönheit im Bun- kervorhos dahin. Eine Schönheit, die auch durch den schönsten Schmuck und durch die Kerzen Nicht wieder hervorgezaubert werden konnte. Aber herrlich war unser Bäumchen doch.
Unvergessen wird uns die abendliche Feierstunde bleiben, bei der wir von allen Seiten in so reichem
Volksschädling zum Tode verurteilt.
Das Sondergericht Königsberg verurteilte am Donnerstag den 49 Jahre alten Heinrich Micha- lowski wegen Verbrechen nach §4 der Verordnung vom 5. September 1939 zum Tode. Dieser Volksschädling war durch Neigung zum Trunk und aus Arbeitsscheu schon 1910 auf die Bahn des Verbrechens geführt worden. Er hat insgesamt 2 6 V o r- strafen aufzuweisen, fast alle wegen Eigentumsvergehen. In den verschiedensten Gegenden Deutschlands trat er als Landstreicher, Zechpreller und Betrüger auf. Von einer großen Tour durch Polen kurz vor Kriegsbeginn nach Danzig zurückgekehrt sah er mit dem Instinkt des Betrügers eine günstige Gelegenheit, auf Kosten anderer zu leben, darin, sich als geflüchteter Volksdeutscher auszugeben. In verschiedenen Städten und zahlreichen Ortschaften Ostpreußens, zuletzt in Königsberg, beschwatzte er Volksgenossen und ließ sich Geld geben. Ueberall erzählte er, durch seinen Einsatz für andere Volksdeutsche habe er die Aufmerksamkeit der polnischen Polizei auf sich gelenkt, sei verhaftet, mißhandelt und seines Eigentums beraubt worden. Nach kühner Flucht aus dem Gefängnis habe er sich mit Mühe und Not über die Grenze gerettet. An alledem war kein Wort wahr.
Berufsverbrecher hingerlchlek.
Am 4. Januar ist der am 2. Januar 1915 in Jahnsbach im Erzgebirge geborene Heinz M e i sch- ner hingerichtet worden, der vom Sondergericht in Freiberg (Sachs.) am 23. November 1939 wegen Verbrechens nach der Verordnung gegen Volksschädlinge in fünf Fällen sowie roegen schweren Diebstahls, versuchter Notzucht, gefährlicher Körperverletzung, schweren Raubes unö versuchten Totschlages viermal zum Tode verurteilt und zu lebenslangem Zuchthaus sowie zu dauerndem Ehrverlust verurteilt worden war. Meischner, ein Berufsverbrecher, der in der letzten Zeit nur von Einbruchsdieb st ählen lebte, hat innerhalb dreier Tage unter Ausnutzung der Ver
wenden.
21. 12. Don der eingetroffenen Feldpost hat uns heute der Spieß nur d i e Briefe ausgehändigt. Die Pakete hat er uns vorenthalten und etngeschlos- sen. Er meinte nämlich, es seien ja alles Weih- nachtspakete, die uns an Weihnachten^ selbst die größte Freude machen würden. Also könnten wir ruhig rroch drei Tage unsere Neugierde be-
scheranstalt. „ ,
19.12. Don den Derpflegungswagen sind heute eine Menge Kisten mit unbekanntem Inhalt ab geladen worden. Dom Fahrer erfuhren wir, daß das die Sonderzuwendungen der Truppe für Weihnachten feien, und daß noch mehr Dinge nachfolgen würden, die zusätzlich aus den Ueberschüsien der Marketenderei gekauft werden sollen.
20.12. Im letzten Augenblick ist uns eingefallen, chen, sind erneut ein .. .. , . „
daß wir ja an Weihnachten nicht nur etwas er- sofort „beschlagnahmt , well grundsätzlich alle Feld-
warten dürfen, sondern daß wir auch s e l b st etwas geben müssen. Wenn wir aus den Stellungen herauskommen würden, wäre es ja leicht für uns, etwas einzukaufen, um uns im engeren Kameradenkreise gegenseitig etwas zu schenken. Aber schließlich kommt es darauf gar nicht an. Wir wollen am Weihnachtsabend einmal zeigen, was wir können und daß wir Kameraden sind. Schließlich haben wir in unseren Reihen einige Künstler, denen es nicht tarn er fällt, eine schlichte Feierstunde zu gestalten. Auch zwei Verseschmieder sind darunter, die nun eifrig lustige Reime auf die Kameraden machen und die bestrebt sind, ja nichts zu vergessen. Gute und weniger schöne Eigenschaften der Kameraden sollen am Weihnachtsabend vom Weihnachtsmann in treffsicherer Weise behandelt
also genau so, wie das persönliche Geschenk, das jeder von uns noch von der Batterie erhielt. Nachdem wir uns von unserem Erstaunen etwas erholt hatten, griff rasch eine fröhliche Stimmung Platz, die bis zum Zapfenstreich anhielt. Freiwillig lösten wir in kurzen Abständen unsere Posten und die Flugmelder ab, damit jeder Kamerad an der Weihnachtsfeier teilhaben konnte. Selig wie die Kinder — im Gedanken an unsere Lieben in der Heimat — schliefen wir ein.
25.12. Das genaue Sichten unserer Ge- schenke war heute die Hauptbeschäftigung. Eine neue Ueberraschung brachte uns die Feldküche mit dem ge ft elfen, das mir trotz größter Anstrengung nicht restlos bewältigen konnten ... Ein richtiger Feiertag.
26.12. Für die vielen Geschenke muß man sich auch bedanken. Das ist nunmehr zum großen Teil geschehen. In Massen wurden die Dankbriefe geschrieben — wahrlich keine leichte Beschäftigung bei den vielen Geschenken. Es war wunderschön, unser Weihnachtsfest im Bunker! Wir werden es nicht vergessen. Hans Jütte.
den Mehreinnahmen erhöhte Aufwendungen gegenüber. Die Zahl der Gefolgschafts- mitglieder der Reichsbahn mußte abermals beträchtlich vermehrt werden. Ebenso erforderten die erheblich gestiegenen Verkehrs- und Betriebsleistungen einen erhöhten Aufwand für die Betriebsführung und für die Unterhaltung und Erneuerung der Bahnanlagen und Fahrzeuge. .
Die an die allgemeine Reichskasse zu entrichtende Abgabe bemißt sich für 1939 erstmals nach den Bestimmungen des neuen Reichsbahn-Gesetzes. Entsprechend den höheren Verkehrserträgen sind auch die an das Reich zu zahlenden Beträge höher als im Vorjahr. Die Gesamtrechnung der Reichsbahn wird in Einnahme und Ausgabe ausgeglichen sein. Nunmehr treten gewisse Anforderungen, z. B. aus der baulichen Neugestaltung deutscher Städte, zurück hinter Bauausführungen, die vom wehrwirt- schaMchen Standpunkt aus vordringlich sind. Auch das große Fahrzeugbeschaffungsprogramm ist den kriegswirtschaftlichen Verhältnissen angepaßt worden. Als wesentliche Ausgabe ist neu hinzugekommen der Wiederaufbau des Eisenbahnwesens in den heimgekehrten Ostgebieten.
Der Gesamtschulden st and der Reichsbahn ist weiterhin günstig. Unter Einschluß der neuen Anleihe und unter Einrechnung der im Zusammenhang mit der Eingliederung der ehemaligen österreichischen Bundesbahnen übernommenen Schuldverpflichtungen sowie nach Rückzahlung der fälligen erheblichen Schuldbeträge belaufen sich ihre langfristigen Verbindlichkeiten auf rund 3350 Millionen Reichsmark. Demgegenüber stellte sich das Anlagevermögen der Reichsbahn anfangs 1939 auf fast 35 Milliarden Reichsmark und ihr Eigen- kapital auf nahezu 19 Milliarden Reichsmark. Einschließlich des Anlagewertes der Eisenbahnen in den Herrn gekehrten Ostgebieten wird das Anlagevermögen der Reichsbahn Ende 1939 annähernd 40 Milliarden Reichsmark ausmachen.
Berlin, 4. Ian. (DNB.) Wie schon 1938, so ist auch im Geschäftsjahr 1939 die Entwicklung der Reichsbahn weitgehend durch Ereignisse weltgeschichtlichen Ausmaßes mitbeftimmt worden. Neben dem Aufmarsch und der Versorgung der Armeen hat die Reichsbahn nach dem Ausfall des Krastfahrzepg- Fernverkehrs zusammen mit der Wasserst raße den gesamten allgemeinen Güterverkehr abzuwickeln. Den allgemeinen Personenverkehr muß sie allein bewältigen. Außerdem hat die Reichsbahn einen erheblichen Strecken- zuwachs in den heimgekehrten Ostgebieten, ^ür diese sowie für den Neuaufbau des Eisenbahnwesens im Generalgouvernement hat sie Tausende von Bediensteten zur Verfügung gestellt. Neben dem politischen Geschehen tritt als das für die Reichsbahn, ihre Stellung im Reich, ihren inneren Aufbau und ihre Finanzwirtschaft wichtigste Ereignis im abgelaufenen Geschäftsjahr das neue Reichsbahn-Gesetz vom ^Luli hervor Die Reichsbahn behäll ihre eigene Wirtschaftsführung und ihre eigene Rechnung, die getrennt von der allgemeinen Rechnung des Reiches geführt wird. Diese finanzwirtschaftliche Selbständigkeit trägt ihrer Eigenart als Wirtschaftsunternehmen Rechnung, die eine größere Bewegungsfreiheit fordert, als sie die starren Formen öffentlicher Haushalte gewähren können. , v ,
Die finanzielle Entwicklung der Reichs- bahn ist durch die politischen Geschehnisse weit- gehend beeinflußt worden. Umfangreiche Einschränkungen des allgemeinen Verkehrs Ende August / Anfang September 1939 haben die Der- kehrseinnahmen zunächst erheblich a b f i n f e n lassen. In der Folgezeit haben sich jedoch mit dem Wiederaufleben des allgemeinen Verkehrs auch die Verkehrseinnahmen wieder so wesentlich gebesiert, daß mit einer Gesamteinnahme von rund 5650 Millionen Reichsmark, das sind rund 520 Millionen Reichsmark - 10,1 v. H. mehr als im Vor- jähre, gerechnet werden kann. Auch in 1939 stehen
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dunkelungsmaßnahmen ein Sittlichkeitsverbrechen, die berühmte Reise einen Raubüberfall auf eine Frau und drei Ein-1 „F r a m" verglichen
PK. 17. Dez. 39. Heute war große „Geheim- sitzu ng" im Ehefb unter. Der Spieß tat zwar sehr geheimnisvoll, als er von der Besprechung kam. Es läßt sich aber nicht leugnen, daß das Thema Weihnachtsfeier zur Debatte stand. Wurden doch auch später bei der Befehlsausgabe die Namen der 20 Kameraden bekanntgegeben, die über Weihnachten in Urlaub fahren dürfen. Wir anderen werden die Stellung halten und eine zünftige Soldatenweihnacht feiern.
18 12. Man munkelte heute von allerlei Zuschüssen und Zuwendungen zum Weih- nachtsfest Bestimmt sind das alles wieder Latrinenparolen. Einer behauptet sogar, daß jedermann von der Batterie eine Flasche Wein, einen Weihnachtsstollen, eine Tafel Schokolade und eine Menge anderer D'»nge bekommen würde. Schön wäre ja so etwas. Aber schließlich ist der. Kommiß keine Be-
und bietet empfindlichen den gleichen Schutz wie eiru
brüche begangen. Bei dem Raubüberfall hat er das Opfer durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt.
Vollstreckung von Todesurteilen.
Am Donnerstag wurde der am 13. Mai 1902 geborene Friedrich Pferfching hin gerichtet, der durch Urteil der Strafkammer Tübingen vom 28. September 1939 wegen Mordes zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt worden ist. Pfersching hat am 21. August 1939 in Urach feine Schwester niedergeschlagen und erhängt, weil sie ihm wegen seines Lebenswandels berechtigte Dor- Haltungen gemacht hatte. — Am 4. Januar 1940 ist der am 23. Juli 1897 in Hemslohbruch, Kreis Diepholz, geborene Otto Grewe hingerichtet worden, der vom Sondergericht in Hannover wegen Verbrechens nach der Verordnung gegen Volksschädlinge zum Tode und dauerndem Ehrverlust verurteilt worden war. Der Verurteilte hat e i n e Mühle angezündet und so große Getreide- und Mehloorräte vernichtet. — Am 4. Januar 1940 ist der am 17. Oktober 1914 geborene Franz Seitz aus Ludwigshafen a. Rh. hingerichtet worden, der vom Sondergericht Kaiserslautern am 30. Dezember 1939 wegen Mordes zum Tode und zu dauerndem Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt worden war. Franz Seitz, ein entarteter Sittlichkeitsverbrecher, hatte am 28. Oktober 1939 in Ludwigshafen a. Rh. an einem achtjährigen Knaben einen Lustmord begangen.
Sowjet-Eisbrecher „Sedow" auf der Heimfahrt.
postpäckchen am Weihnachtsabend verteilt werden. Maße beschenkt wurden. Nicht allein, daß wir lange Unser Programm ist auch schon fertig, sodaß wir Zeit brauchten, bis wir die F e l d p o st p a ck ch e n also mit Rühe dem Fest entgegensehen können. Der mit ben vielen Liebesgaben geosfne^und bewundert Dienst macht uns in diesen Tagen direkt unbändige Freude — so sehr sind unsere ganzen Erwartungen


