Ausgabe 
4.11.1940
 
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Kundgebung am Sonntagabend

liche Schluß des Abends.

Aus -er Stadt Gießen

| ** Ein Einundachtzigjähriger. Am morgigen Dienstag, 5. d. M., begeht der Hausmeister i. R. Wilhelm D e ch e r t, Horst-Wessel-Wall 46,

Erfolge der nationalsozialistischen Weltanschauung und damit auch des Rassegedankens Hinweisen konnte. Er wies in diesem Zusammenhang die Un­sinnigkeit der von demokratischen und anderen Ideen vertretenen Auffassung Mensch gleich Mensch nach, und stellte demgegenüber die hohen Werte der Einzelpersönlichkeit, ihrer Leistungshohe und chrer Erbwerte heraus. Ueberzeugend machte er die un­geheure Stärke des von der Idee des Führers ge­schaffenen deutschen Sozialismus sowohl für das Leben der Gemeinschaft, als auch für die Einzel-

Ehrung eines früheren Gießener Gelehrten. Don der Pressestelle der Ludwigs-Universität Gießen wird uns mitgeteilt: Der emeritierte Pro- fesi'or Dr. phil. Dr. med. h. c. Rudolf Herzog wurde durch die Bayerische Akademie der Wissen­schaften in ihrer Sitzung vom 15. Juni 1940 zum ordentlichen Mitglied gewählt. Die Wahl ist vom Herrn Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung bestätigt worden.

Führerscheine für landw^rischastliche Schlepper ohne pol»zeiprüfung

eigentlichen Krankheiten sind.

Reben der richtigen Zielsetzung ist die Schulung des Selbstvertrauens nötig, um eine gesunde Lei­stung zu erzielen. Störungen werden um so leichter überwunden, je früher der Mensch lernt, mit ihnen fertig zu werden. Hierbei ist die Erziehung in der Hitler-Jugend, im Reichsarbeitsdienst und in der Wehrmacht entscheidend. Wesentlich ist aber auch die gesunde geistige Leistung. Der geistig starke Mensch ringt um die Erfüllung des unbedingten Sitten­gesetzes. Zahlreiche Abwandlungen ergeben sich aus diesem Kampf um die innere Selbstbehauptung.

Der Vortragende ging dann ausführlich auf den Niedergang des deutschen Idealismus in der Sy­stemzeit und auf den erneuten Aufstieg dieser Gei­steshaltung in den letzten Jahren und besonders während des gegenwärtigen Krieges ein und be­sprach die Voraussetzungen für die Erhaltung dieser Geisteshaltung. Neben der Staatsftihrung auf sitt­licher Grundlage sei vor allem die selbstverantwort­liche Leistung nötig, welche durch die Uebertragung der Autorität vom Familienvater auf den Staat in den letzten Jahrzehnten wesentlich eingeschränkt wurde. Andererseits bringt die Abwandlung des technischen Zeitalters eine Ausgliederung zahlreicher selbstverantwortlicher Leistungen mit sich. Die natio­nalsozialistische Losung vom Blut und Boden gibt dem einzelnen seinen individuellen Stand bei blut» mäßiger Verflechtung im ganzen Volk und die Bin« düng der sittlichen Regungen in der Kulturgemein, schajt des deutschen Dolles. Dm Abschluß bildete die

des Deutschtums für Europa ist ebenso entschieden, wie die Frage der politischen und wirtschaftlichen Führung. Auch der geistige Sieg wird unser sem. Glauben und Geist des ewigen Deutschen aber ist verkörpert in der Person des Führers, dem auch nur deshalb die Schaffung des Reiches gelang. Mehr aber als von der Sicherung der Macht ist der Ewigkeitsbestand dieses Reiches abhängig von der ewigen Lebendigkeit und Kraft der geistigen Stärke des germanisch-deutschen Menschen.

Adolf Hitler verwirklichte die Sehnsucht unserer Ahnen und übergibt sein Wörk dem ewigen Strom deutschen Blutes, unseren Kindern und Kindes­kindern, als Geschenk und Erbe. Wir alle aber wollen uns glücklich schätzen, daß wir bisher schon unserem Führer haben helfen können am Bau dieses ewigen Reiches. Wir «wollen geloben, an seinem Ausbau auf dem uns übertragenen Gebiet weiterzuarbeiten mit aller Kraft, auf daß einst­mals vor der Geschichte nxben dem deutschen Schwert bestehen wird deutscher Glaube und deut­scher Geist."

Professor Dr. Haas, Gießen,

Gründung der WHenschastüchen Akademie des ASD-Dozentendlmdes.

seinen 81. Geburtstag. Wir gratulieren!

** Verkehrsunfall. Am Samstagabend wurde ein Beamter der hiesigen Hilfspolizei in der Dunkelheit von einem Straßenbahnwagen im Wie- fecker Weg angefahren und schwer verletzt. Der bedauernswerte Mann mußte von der Sanitäts­bereitschaft des Roten Kreuzes mit einem schweren Schädelbasisbruch in bedenklichem Zustande der Kli­nik zugeführt werden.

** BDM.-Werk-Gruppe 1/116 (Süd). Dienstag, 5. November, Antreten am Möserheim, Seltersweg, um 20 Uhr, zu>m monatlichen Gruppen« gcmeinschastsabend. Alle Beurlaubungen fallen an diesem Abend fort

** Von der Deutschen Arbeitsfront, Abteilung für Berufserziehung und Betriebsführung, Gießen, wird in Gießen- Wieseck in der Wilhelm-Gustlvfs-Schule, Gießener Straße, ab Mittwoch. 6. 11., eine Lehrgemeinschaft in Kurzschrift für Anfänger durchgefuhrt. Inter­essenten wenden sich zwecks Auskunft an die Kreis- waltung der DAF. oder Ortswaltung in Gießen» Wieseck, Pg. Loose.

dachte.

Einleitend hob der Redner hervor, daß mir heute im Reiche Adolf Hitlers die Erfüllung der Sehn­sucht aller Deutschen erleben. In unserer Zeit voll­ziehe sich auch die große geistige Wandlung der Weltordnung, denn in diesem Kriege gehe es nicht allein um die Sicherung der materiellen Existenz unseres Volkes, sondern die neue Weltanschauung führe auch eine neue Wissenschaft zum Sieg über die wirklichkeitsfremde Wissenschaft der wissens­armen Völker demokratischer Prägung. Der deutsche Wissenschaftler sei schon vor Beginn der großen Auseinandersetzung der geistige Soldat des Füh­rers gewesen, und so war auch der Beginn des Krieges für die Wissenschaftler der Aufruf zum Marsch in die Entscheidung. Auch heute rasten die deutschen Wissenschaftler nicht, in unablässiger Ar­beit suchen sie sich der Heldentaten ihrer Kame­raden an der Front würdig zu erweisen, so daß in der revolutionären Gewalt der neuen Wissens­macht unseres Volkes dieUniversalität" der hetero­genen Geistesmächte unserer Gegner dahinschwindet |

Der Redner ging dann auf die Arbeit des NSD- Dvzentenbundes ein und betonte, daß der erste Ab­schnitt der Erneuerunqsavbeit an den Hochschulen gekennzeichnet sei durch die Gewinnung der kämp­ferischen und schöpferischen Menschen an den ein­zelnen Hochschulen. Der zweite Abschnitt dieser Ent­wicklung führte dann zu der Ausrichtung der klei­nen Gemeinschaften an den einzelnen Hochschulen auf das gemeinsame Ziel aller deutschen Wissen­schaftler. So seien die Wissenschaftlichen Akademien des NSD. - Dozentenbundes die entscheidenden Kampfplätze der Revolution von Hochschule und Wissenschaft. Als zentralen Arbeitskörpern der Hochschulen obliege allen Akademien gemeinsam die Schasftmg einer echten Universitas und die einheit­liche Grundausrichtung aller Fachwissenschaften durch den Einsatz der geballten Kraft, denn nur von innen heraus könne die deutsche Hochschule gewan­delt werden. Der dritte Abschnitt der Geschichte des NSD.-Dvzsntenbundes wurde eingeleitet durch die 1. Reichstagung der Wissenschaftlichen Akademien in München im Sammer 1939. Kennzeichnend für diese Etappe sei im besonderen die Ausrichtung der wissenschaftlichen Gemeinschaftsarbeit der Dozenten auf die lebenswichtigen Aufgaben unseres Volkes.

Der Redner gab bann seiner Freude darüber Ausdruck, die Wissenschaftliche Akademie an der Ludwigsuniversität in Gießen eröffnen zu können, und schloß den Wunsch an, daß die bisherigen An­fänge revolutionärer Hochschultätigkeit auch in Gie­ßen zu einem vollen Erfolg fiihren möchten.

Nicht nur für die deutsche Wissenschaft", so fuhr der Redner fort,bedeutet die völkische Erneuerung durch den Nationalsozialismus die größte Befrei­ungsaktion in der Geiftesgefchichte. Durch die Säu­berungsaktion der nationalsozialistischen Führung ist das deutsche Volkstum von den kulturlosen Geistes­barbaren erlöst worden. Heute schreiten wir in dem großen soldatischen und politischen Ringen über die Grenzen des Reiches hinaus in ein Stadium der Weltentscheidung. Die Frage der geistigen Führung

NSG. Der Besitz des Führerscheins der Klasse 4 ist Voraussetzung, um einen landwirtschaftlichen Schlepper zu fahren. Die Erlangung des Führer­scheins stellt sich mancher im Landoalk schwieriger vor als das der Fall ist. Immerhin hat das Dor- urteil dazu beigetragen, daß der eine oder der an­dere sich gar nicht erst um die Ausstellung der Ge­nehmigung bemühte. Das wirkt sich jetzt, da jede fachkundige Arbeitskraft besonders notwendig ist, recht unvorteilhaft aus. Um so erfreulicher ist es, daß der Reichsoerkehrsminister jetzt unter Berück­sichtigung der gegenwärtigen Lage der deutschen Landwirtschaft Erleichterungen für die Erlangung des Führerscheines bewilligt hat. Seine (im Reichs- oertehrsblatt B 1940/256 veröffentlichte) Anordnung betagt, daß bei Anträgen auf Erteilung des Führer­scheines der Klasse 4 von einer Prüfung durch die Polizeibehörde abzusehen ist, wenn der Antrag- toller einen landwirtschaftlichen Schlepper führen oll. Damit nun aber nicht gänzlich Ungeübte das tählerne Roß besteigen und den Verkehr und sich elbst gefährden, wird von dem Antragsteller ver­langt, daß er sich über die Verkehrsvorschriften un­terrichtet und seine Kenntnisse durch eine Prüfung des der für seinen Wohnsitz zuständigen Motorstan­darte des NSKK. nachweist. Den Erfolg der Prü­fung bestätigt das NSKK. und auf Grund der vor­gelegten Bescheinigung erteilt die Polizeibehörde ohne weiteres den Führerschein der Klasse 4. Die Er- leichterung bleibt bis Kriegsende in Kraft.

Bornotizen.

Tageskalender für Montag.

Gießener Konzertring: 19.15 Uhr im Stadttheater Orchefterkon'zert. Gießener Universitätswoche 1940: 15 Uhr Leibesübungen der Studenten; 20 Uhr in der Großen Aula Gastvortrag des Generals der Ar- tillerie von MetzschZeitgemäße wehrpolitische Be­trachtungen". Gloria-Palast, Seltersweg:Das Fräulein von Darnhelm". Lichtspielhaus, Bahn­hofstraße:Der Herr im Hause".

Ortszeit für den 5. November.

Sonnenaufgang 8.29 Uhr, Sonnenuntergang 17.47 Uhr. Mondaufgang 13.48 Uhr, Monduntergang 23.03 Ufo

Am gestrigen Sonntagvormittag fand in der Großen Aula in Gegenwart des Gauleiters und Reichsstatthalters Sprenger und des Reichs­dozentenführers, Ministerialdirektor Professor Dr. Schultze, München, sowie zahlreicher weiterer Ehrengäste von Partei, Staat und Wehrmacht und von Freunden der Universität die feierliche Grün­dung und Eröffnung der Wissenschaftlichen Akademie des NSD.-Dozentenbundes an der Universität Gie- ^Nachdem das Streichorchester des städtischen Orchesters Beethovens 1. Satz aus dem Streichquar­tett op. 18 in r-dur zu Gehör gebracht hatte, be­grüßte der Rektor mit besonderer Freude den Gauleiter und den Reichsdozentenführer, ferner alle übrigen Gäste. Dann sprach der

ReichsdozeulNisührer profeffor Dr. Schultze, München überHochschule und Wissenschaft im Großdeutschen Reich", womit er die wissenschaftliche NSDDB.-- Akademie Gießen eröffnete und zugleich des fünf- jährigen Wirkens des NSD.-Dozentenbundes ge-

Welt tie nach unserer nationalsozialistischen Welt- anschauung auf der Grundlage des Gesetzes von Blut und Rasse geschaffene neue sinnvolle Ordnung als fruchtbaren Boden für die glückliche Aufwärts­entwicklung unseres Volkes gegenüberstellte. In die­sem Zusammenhänge ließ er die Hörer die Er- ziehungs- und Führungsleistung des National- ftzialismus kraft der Volkwerdung aller Menschen deutschen Blutes klar erkennen, woraus sich auch für die Einzelpersönlichkeit und ihr Wirken im Rah­men der Gemeinschaft klare Folgerungen ergeben; fo nannte der Redner u. a. als unlösbare V^rpststy' tun'g jedes einzelnen deutschen Menschen seine Zu­gehörigkeit zur Sippe und die verpflichtende Auf­gabe, seine und damit der Sippe Werte von Ge­schlecht zu Geschlecht weiterzureichen; dem Recht auf Arbeit stellte er als gleichverbindlich für jeben einzelnen die Pflicht zur Arbeit an die Seite; und schließlich betonte er die unabdingbare Aus- gäbe, alle charakterlichen Werte des einzelnen m der Gemeinschaft zum höchsten Einsatz zu bringen zur Erhaltung der Gemeinschaft Volk.

Nach kurzer Betrachtung einiger grundlegenden Positionen des Faschismus und des Nationalsozia­lismus und deren Macht- und Raumposition lehnte der Redner eine Wiedererstehung etwa des früheren Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation ab und stellte demgegenüber die Forderung nach dem Germanischen Reich deutscher Nation auf, womit auch die Grenzen zwischen den Mächten der Achse als klar abgesteckt gelten können. Unter diesen Ge­sichtspunkten einer neuen Gestaltung in Europa er­gab sich die Erkenntnis, daß eine wahrhaft euro- päische Ordnung nur dann möglich ist, wenn der europäische Raum unter deutscher Führung steht, und schon in wenigen Jahren werde nicht derjenige ein Europäer sein, der in Paris gewesen ist und französisch spricht, sondern derjenige, der deutsch spricht und die deutsche Kultur kennt. Damit solle aber nicht eine deutsche Herrschaft, sondern eme deutsche Führung nach einem neuen geistigen Gesetz und der neuen Gemeinschaftsidee proklamiert werden, wie wir sie in der Idee des Reiches als maßgebende Grundlage erkannt und schätzengelernt haben. Adolf Hitler als Schöpfer dieser Weltanschau­ung werde auch die neue europäische Ordnung schaf­fen, und in diesem großen Wirkungskreis werde unser Reich bestehen als das Reich der Ehre, der wahren Freibeit und der Gerechtigkeit. Die Hörer dankten dem Redner mit starkem Beifall.

über die Hochschulgesellschaft gemacht wurden, hat Fabrikant Dr. Leitz (Wetzlar), ebenfalls über die Gießener Hochschulgesellschast, dem Kunstwlssen- sch östlich en Institut einen kleine« Brldpro^ktlons- apparat als Geschenk übermittelt.

Oie Stiftungsurkunde der Stadt Gießen.

Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen hat sich entschlossen, mit Genehmigung des Herrn Reichs- statthalters und Gauleiters Sprenger der Ludwigs« Universität zu Gießen zum Zeichen der engen Ver­bundenheit und um der Größe der Gegenwart sicht­baren Ausdruck zu geben, das Vorlefungsgebaude im Innern neu zu gestalten, einen Empfangs- und Senats-Sitzungssaal auszubauen und eine UntDer- sitäts-Diele für die Studierenden zu schaffen. Gleich­zeitig werden die für diese Räume erworbenen Einrichtungs- und Ausstattungsgegenstände ber Ludwigs-Universität mit dem heutigen Tag über­eignet A ..

Damit soll der Universität der Dank der Stadt Gießen für die jahrhundertelange gedeihliche Zu­sammenarbeit abgestattet werden mit der gleichzei­tigen Versicherung, auch fernerhin mit allen Kräf­ten für sie eintreten zu wollen.

Gießen, den 2. November 1940.

gez. Ritter Oberbürgermeister und Ehrenfenator der Ludwigs-Universität

Der gestrige Sonntagabend vereinigte wiederum in der Großen Aula eicke-außerordentlich starke Zu­hörerschaft zu dem Vortrag des Leiters des Raffen­politischen Amtes der NSDAP.,

Oberdtenstleiters profeffor Dr. Groß, Berlin, über das ThemaRaffe und Weltbild". Nach den Grußworten des Rektors, Professor Dr. Kranz, an den Redner und die vielen Besucher gab Professor Dr. Groß in seinen fesselnden Dar­bietungen einen umfassenden Ueberblick über die Be­deutung des Rassegedankens und das unter diesem Gesichtspunkt geformte Weltbild. Er gliederte seine Ausführungen in zwei Gruppen, deren erste der Auswirkung des Raffegedankens auf die Betrach­tung und das Verständnis der Gemeinschaften, in denen der Mensch lebt, geschichtlich und gegenwär­tig-politisch gesehen, abgestellt war, während die zweite Gruppe der Auswirkung des Rassegedankens auf das Bild und die Haltung des einzelnen Men­schen selbst sich bezog. Ueberzeugend machte der Redner die weittragende Bedeutung des Rassige- dankens bis in die vielfältigsten Verästelungen des Lebens ber Gemeinschaften unb ber einzelnen Men- scheu klar, er nahm zugleich auch entschieden «Stel­lung gegen den Vorwurf, daß der Rassegedanke ehrfurchtslos fei und stellte vielmehr überzeugend das Gegenteil klar. Wie sehr die Auffassungen und Begriffe draußen in anderen Ländern sich wan­deln, machte er u. a. daran klar,'daß er betonte, wie sich immer mehr die einftigen Künder der inter­nationalen Gedanken zum Verfechter nationaler Ge­sichtspunkte entwickeln und damit den National­staat proklamieren.

In fesselnden Darlegungen beschäftigte sich der Redner dann mit der Stellung der Gemeinschaft des eigenen Volkes unter rassischen Gesichtspunkten, wo­bei er die völlige Fruchtlosigkeit der vor 1933 bei uns geltenden politischen Gedankenwelt bewies und im Gegensatz dazu auf die außerordentlich großen

Eine (Stiftung für die Universität.

Anläßlich der Universitätsfeier hat die Gieße­ner Hochschulgesellschaft der Universität eine Stiftung von 1 0 000 RM. überwiesen, die dem Rektor zur freien Verwendung zur Ver­fügung sicht. Außer einer Reche anderer Zuschüsse und «Stiftungen, die für die Zwecke der Universität

Persönlichkeit klar.

Wie stark das auch vom Raffegedanken geformte neue Denken und politische Bild des einzelnen Men­schen sich zum besten der Gemeinschaft auswirkt, machte der Redner u. a. durch den Hinweis auf die großartigen Ergebnisse der Opferspenden für das WHW., die NSV. oder anderer der Gemein- schäft dienender Zwecke deutlich. In diesem Zusarn- menhang stellte er auch den weitreichenden Wandel der charakterlichen Haltung der deutschen Menschen, wobei er u. a. auf die neue Einstellung unseres Volkes zu den Erfordernissen des Aufbaues unserer Gemeinschaft auf dem Wege ber Bevölkerungsver- mehrung hinwies unb babei ben Wert des Einzel­menschen als Persönlichkeit kennzeichnete, der die Entfaltung seiner Kraft als Aufgabe, Pflicht und Recht anfehe. Er warnte aber auch davor, die Em- zelpersönlichkeit zu überschätzen und sie etwa vor den Wert der Gemeinschaft stellen zu wollen. Dabei hob er hervor, daß jedes persönliche Wirken immer nur ein Teil des Ganzen darstelle und so zu einem allerdings wichtigen Beitrag für die Gemeinschaft werde. Am «Schlüsse seines eindrucksvollen Dor- träges wies er auf das große Vorbild des Führers hin und forderte alle Volksgenossen auf, nach diesem Beispiel sich auszurichten und zu leben unb so un- fer Reich zu einer Heimat zu gestalten, in der sich alle innerlich zu Hause und wohlfühlen.

Dem außerordentlich starken Beifall unb bem Dank bes Rektors an den Redner folgte der üb-

B.

ber Leiter des Amtes Wissenschaft des RSD.- Dozentenbundes Gießen, hielt anschließend die Fest» rede, die den Beziehungen seines Fachgebietes, der Hygiene, zu den Geisteswissenschaften galt. Die Lehr- und Fovschungsaufgaben der Hygiene (Gs- sundheitswissinschaft) umfassen dieSchadenverhütung und die Leistungssteigerung. Während die «Schaden- Verhütung eine Ausgabe des Staates ist, der durch Gesetze die von außen austretenden Schädlichkeiten bekämpft, ist die Leistungssteigerung eine erzieherische Ausgabe der Partei, die ben einzelnen dem Gebot unterwirft, eine gesundheitlich richtige Lebensfüh- rung einzuhalten. Die letztere Aufgabe tritt in der Gesundheitspolitik immer mehr in den Vordergrund. Manche Aufgaben lassen sich überhaupt nur durch die Erziehung und burd; bie Gestaltung der öffent­lichen Meinung lösen. Beispielsweise ist die außer­ordentliche Herabsetzung der Säuglingssterblichkeit die öilge einer anhaltenden Müttererziehung. Der Kampf gegen den Genußmittelmißbrauch wird eben­falls auf diesem Wege fruchtbar sein. Das bekannte I Alkoholverbot in den Vereinigten «Staaten scheiterte 1 )aran, daß die öffentliche Meinung dagegen stand, die stärker war als das erlassene Gesetz Hier liegen die Beziehungen der Hygiene zur Pädagogik und zur Ethik, denn die Gesundheitserziehung verfolgt zugleich eine sittliche Zielsetzung. Die Beziehungen zur Seelenkunde ergeben sich aus der Tatsache, daß neben den körperlichen die seelischen «Schäden von nachhaltiger Bedeutung sind. Für die seelische Ge­sunderhaltung handelt es sich um die Bekämpfung der seelischen Leistungsstörungen, die noch keine

Sicherung der deutschen Größe und seiner Macht­stellung in der Welt.

Dem stürmischen Beifall der Festversammlung zu der Rede des Gauleiters folgte der Schluß der Feierstunde in der üblichen Weise.

Besuch im zahnärztlichen Institut.

Am Samstagnachmittag folgte eine Besichtigung bes im Hause Wilhelmstraße 14 neuerrichteten zahn­ärztlichen Instituts der Universität.

Kundgebung am Samstagabend

Der Samstag schloß mit einer öffentlichen Kund­gebung ber Universität in Gemeinschaft mit Partei und Wehrmacht in der Großen Aula. Als Redner des Abends sprach der Leiter des Hauptschulungs­amtes der NSDAP.

Hauptbefehlsleiter Schmidt über das Thema:Die nationalsozia­listische Weltanschauung schafft eine neue europäische Ordnung". In fesselnder Weise gab der Redner seinen mit großer Spannung lauschenden Zuhörern ein aufschlußreiches Bild von der neuen deutschen Führungs- und Ordnungsauf­gabe auf dem europäischen Kontinent. Er umriß zu­nächst die grundlegenden Voraussetzungen für un­sere Forderungen, die er durch treffende Beispiele aus der deutschen Geschichte belegte unb in einem geistig interessanten Brückenschlag bis zu unserer Zeit wirkungsvoll ergänzte. In diesem Zusammen­hänge wurde den Hörern überzeugend bargelegt, welche weitreichende Bebeutung die Bewegung Adolf Hitlers schon in ihren ersten Anfängen gegen bas System von Versailles hatte, wie schon damals ber Führer als Protestierender eine grundlegende Aenderung ber Welt anbahnte, die schließlich zu bem großen Aufbruch unseres Volkes führte. Die revolutionäre Proklamation ber vom Führer ver­kündeten Gemeinschaftsidee hat denn auch nicht nur die Fehlkonstruktion ber Weimarer Republik unb Versailles, sondern die ganze demokratische Ideen­welt zum Einsturz gebracht und in unserem Reiche die Idee des Blutes und ber Rasse zum maßgeb­lichen Gesetz bes Lebens aller Volksgenossen er­hoben. Diesen Wandel der Dinge beleuchtete der Redner dann in vielseitiger und interessanter Weise, wobei er die geistige Brüchigkeit der alten politischen Ideen klar erkennen ließ und jener dahingesunkenen

Beziehung zur Aesthetik, indem die Kunstbetrach­tung die geistige Erholung und Lösung von der Spannung zweckgerichteten Denkens darstellt.

Oer Rektor profeffor Or. Kranz übernahm nunmehr die Akademie in den Arbeits­kreis ber Universität und verkündete anschließend das wissenschaftliche Arbeitsprogramm dieser neuen Einrichtung.

Ausstellung »LandschastSgebundene Wissenschaft".

Am Sonntagnachmittag war die Ausstellung des Gießener NSD.-DozentenbundesLandschaftsgebun­dene Wissenschaft" in der Kleinen Aula der Uni­versität das Ziel zahlreicher Interessenten, tue ber esselnden Schau ihre Aufmerksamkeit zuteil werden ließen. Wir werden auf diese Veranstaltung noch zurückkommen.

Deutsche Niederlage in Agram.

Jugoslawien schlägt Deutschland 2:0 (1:0)

Im vierten Fußballändertreffen zwischen Deutsch­land und Jugoslawien, das am Sonntag vor 25 000 Besuchern in der kroatischen Hauptstadt Agram vor sich ging, ist der deutschen Elf die Ver­geltung für die im Frühjahr in Wien erlittene 1:2- Niederlage leider nicht gelungen. Die Gastgeber be­hielten vielmehr mit 2:0 (1:0) Toren die Oberhand, so daß jetzt zwei deutschen Siegen auch zwei jugo- slawische gegenüberstehen. Obwohl an der Berechti­gung bes jugoslawischen Sieges an sich nicht gerüt­telt werden kann, muß erwähnt werden, daß die

Schickt 3Uuftrierte an die Front!

Der Frontsoldat wird dafür dankbar sein.

deutsche Elf insofern geschwächt war, als der Stutt­garter Sturmführer Conen wegen einer Verletzung nicht mitspielen konnte und ber umgestellte «Sturm mit Zwolanowski als Rechtsinnen keine Wirkung zu erzielen vermochte. Dazu kam noch, daß der kleine Platz feine Tücken hatte. Insgesamt darf gesagt werden, daß die deutsche Nationalelf ein recht schwaches Spiel lieferte und vor allem im Sturm stark enttäuschte. Die Jugoslawen hatten eine sichere Abwehr (Glaser!) und einen gefährlichen Sturm. Die Tore schossen Bozovic in der 44. und Nmev, mandc in der 63. Mimte.