>4». Jahrgang Ur. 287
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Geistige Verdunkelung
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^60000 BRT. an einem Tage versenkt
fionen in den Lagerhäusern der Hafenviertel waren
Bristol ein Nammenmeer
Neuer Angriff deutscher Kampffliegerverbände'.
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Tanger, 6nbe November 1940.
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Erfolg ist das unter Führung von'Kapitänleutnant Mengersen stehende U-Boot mit der Versenkung von 5 Schiffen mit zusammen 41 000 BEI. führend beteiligt. Außer den genannten Erfolgen meldet ein weiteres U-Boot die Versenkung von zwei bewaffneten feindlichen Handelsschiffen mit insgesamt 21 247 BRT.. darunter das moderne britische Motorschiff „Victor Roh" von 11 247 BRT. Damit sind während des 2. Dezember allein durch Unterseeboote^ insgesamt mehr als 160 000 BRT. versenkt worden.
Wie bereits gemeldet, haben stärkere deutsche Lampffliegerverbände in der Rächt zum Montag die Augri ffe auf Southampton fortgesetzt und die noch anhaltenden Brände erweitert. Lxplä-
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bn alles anders kam. da die unglaublich verbrecherische Illusion.eines Church'll, mit einer unterlegenen Luftwaffe Deutschland angreifen zu können, furchtbar hart auf die englische Bevölkerung zurück« fällt, jetzt schreit diese Presse nach — Pressefreiheit!
England muß jetzt dafür bezahlen, daß es sich von diesen Lügnern gegen den Geist der Wahr-beit und des Friedens in Giftne-bel tauchen ließ. Wir haben in Deutschland diele Pest ausgerottet. Der deutsche Journalist ist nicht mehr Angestellter einet privaten Interessentengruppe, sondern er dient dem ganzen Volke. Die deutsche Presse ist nicht dis ..Dirne des Geldes", sie hetzt nicht durch Lügenkanv pagnen die Völker aufeinander, wie es heute no<ch . die angelsächsische Presse tut, sondern sie hat sich in den Dienst der weltumspannenden Gedanken des Führers gestellt. Und nur mit Verachtung schauen wir jenen britischen Lügnern zu die von Pressefreiheit fabeln und selbst nur Soldlchrerber privater und plutokratsch-jüdischer Geschäftemacher sind, ..Prostituierte des Geistes", wie einer der ihrigen bekannte ... E. S.
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Lleber 5 Millionen Kilo Sprengbomben im November auf England.
Kein Nachlassen der deutschen Vkrgeltungsangriffe.
zweier- weiterer Schiffe des Geleitzuges von zu- fionen in den Lagerhäusern der Hafenviertel waren sammen 16 000 BLT. ist wahrscheinlich. An diesem! weit über den Kanal bis nach Frankreich sichtbar.
Die Schwäche der britischen Abwehr erhöhte die Treffsicherheit der deutschen Flugzeuge. Auch £oneben, Birmingham und Liverpool wurden mit Bomben angegriffen.
Das Verminen britischer Häfen wurde fortgesetzt.
Die Tätigkeit der Luftwaffe beschränkte sich auf Aufklärung, dabei wurde südwestlich 'Irland ein Handelsschiff durch Bombentreffer versenkt..In der Rächt znm 3. Dezember griffen stärkere deutsche Verbände eine Hafenstadt an der britischen W e st k ü st e an. Die nächtliche Tätigkeit der^brl- tischen Luftwaffe beschränkte sich auf einige Bin. flüge in die besetzten Küstengebiete. Lin deutsches Flugzeug wird vermißt. '
Deutsche Seeffreitkräste in fernen Meeren.
Berlin, 3. Dez. (DNB.) Durch das in letzteO Zeit verschiedentlich gemeldete Auftreten beute scher Ueberwasserstreitkraste im 3ne
Ziel zwischen 100 000 kg und 600 000 kg Bomben abgeworfen wurden. Zu diesen massierten Einsätzen kommen noch die zahlreichen Einzelangriffe, die sich täglich gegen kriegswichtige Objekte von der Südküste bis nach Schottland hinauf richteten. 3m Monat Rovernber sind allein bei diesen Großangriffen insgesamt über fünf Millionen kg Sprengbomben und zusätzlich eine bedeutende Menge von Brandbomben auf Großbritannien abgeworfen worden.
Es ist also einwandfrei erwiesen, daß die Angriffe der deutschen Luftwaffe keineswe"s nachgelassen haben, sondern vielmehr erheblich verstärkt wurden. Auch in Zukunft w-rd unsere Luftwaffe dafür sorgen, daß die britischen Hoffnungen auf ein Rachlassen der deutschen vergel- tungsangrisfe sich als Schall und Rauch et- weisen.
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Der Wehrmachwenchl vom Dienslag.
Berlin, 3. Dez. (DRB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Unterseeboote haben am 2. Dezember einen nach England bestimmten großen Geleitzug mit besonderen Erfolg angegriffen und zersprengt. Trotz stärkster Sicherung durch Kreuzer und Zerstörer und sofort eiusehender heftiger Abwehr wurden 15 Schiffe mit über 110 000 BRT. und ein zur Sicherung des Geleitzuges gehörender britischer Hilfskreuzer von rund 17000 BRT. aus dem Geleitzug versenkt. Die Versenkung
Berlin, 4.Dez. (DRB.) Die Engländer haben nach Einsehen der deutschen Vergeltungsflüge seit dem 7.9.1940 häufig die Auffassung zum Ausdruck gebracht, daß der Materialverschleih sowie der Brennstoffverbrauch ihnen nach kurzer Zeit eine Entlastung bringen müsse; die deutsche Luftwaffe könne das scharfe Angriffstempo keineswegs durchhalten.
Die verstärkten Kampfhandlungen gegen England dauern nunmehr schon über zwölf Wochen an. wie verhält es sich nun mit der Frage des angekündigten Rachlassens der deutschen AngriffsläKgkeit? Was den zurückliegenden Monat Rovember betrifft, so hat inzwischen die deutsche Luftwaffe in eklatanter Weise den Gegenbeweis gegeri diese Theorie erbracht. Während der 3 0 R o - vembertage sind 23 Großangriffe gegen englische Industrie- und Hafenstädte durchgeführt worden, bei denen jeweils in einer Rächt auf ein
Berlin, 3.Dez. (DRB.) Rach den beim Oberkommando der Wehrmacht vorliegenden Meldungen griffen inderRachtvom3.12. stärkere Kampffliegerverbände die hafenanlageu von Bristol mit Bomben aller Kaliber an. Bei der allgemein schlechten Wetterlage stießen unsere Flug- zeige teilweise bis zu der tiefliegenden unteren Wolkendecke durch, um die befohlenen Ziele mit Erdsicht anzugreifeu. Lin Kampf- stugzeug, das gegen Lnde des Angriffs besonders tief flog, stellte fest, daß im Osten und Westen der Stadt eine Fläche von je etwa ein Ona- bratfilometcr Ausdehnung In Flammen stand. Dazwischen zogen sich lange Streifen brennender Lagerhäuser und Speicher. Auch andere Beobachtungen bestätigen die gute Trefferlage im Ziel.
„3n Wänden von 3 Mimten".
Amerikanische Berichte über den Luftangriff auf Bristol.
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Neues Leben in Tanger
Don unserem Dr.-Äerichterstatter.
heioorrufen können.
Man muß sich von dem Glauben frei macken, als Herrsche die britische Festung allein die fast 7Ü Kilometer lange und 14 bis 22 Kilometer breite Yi-aße Der Umstand, daß vor nicht langer Zeit Mßtzb internationale Zone von Tanger mit 583 I yavratkilometer Land und 80 000 Einwohnern,
der Stadt entstanden. Das Fabrikviertel habe die Hauptlast des Angriffes zu tragen gehabt. „In Abständen von drei Minuten" heitzt es im Bericht des United-Preß-Korresvondenten. Der Angriff, der vier Stunden dauerte, habe schweren Schaden angerichtet und - zahlreiche Opfer gefordert. Diele frühere Bewohner Coventrys, die nach Bristol geflüchtet waren, erklärten^, der Schaden sei zum Teil noch schlimmer als in Coventry. Jedoch wird darauf hingewiesen, daß Bristol doppelt so groß sei,- als Coventry. Hunderte von Brand- und Explosionsbomben seien auf die durch frühere Angriffe bereits teilweise schon zerstörte Stadt niedergegangen, die den Eingangshafen für die aus Kanada und den Vereinigten Staaten ankommenden Schiffe bilde. Kurz nach (Sonnenuntergang seien die ersten Bomber eingetroffen. Zunächst sei ein Hagel von Brandbomben gefallen, der in weiten Stadtgebieten riesige Feuer auslöste. Einige Brandherde hätten am anderen Morgen noch gewütet. Als die zweite Welle kam, batten die Brände bereits den Himmel erhellt. Mit hoher Geschwindigkeit seien dann die weiteren Bomberwellen- angeflogen, hätten dem Flakseuer getrotzt und hunderte von hochexplosiven Bomben geworfen. Der Korrespondent der Neuyorker Zeitung „Sun" meldet, Flüchtlinge erklärten, die Straßen der Stadt sähen aus wie die verwüsteten Gebiete während.des Weltkrieges. Das Informationsministerium habe die Wirkung des deutschen Angriffes damit erklärt, daß die englische Flak nicht in der Lage gwesen sei, die Angriffe abzuwehren.
tngland hat in den letzten Monaten die Nehrung, bit das Felsennest Gibraltar mit der Pyrenäen- 'hjbiniel verbindet, durchstechen lassen. Dadurch Hl )ie Festung mit ihren Anlagen zu einer Insel mporden Doch scheinen die Fluten, die hier in- piff der Gezeiten des Ozeans wie seines weniger ^halligen Wassers nur von Westen nach Osten Men können, in dem Graben noch nicht allzu ftk zu schäumen, denn seine Erbauer haben sich zu- letz noch dazu verstanden, mittels einer Brücke den -Virkehr zu Lande wieder aufrechtzu- erhalten. Ob diesem Tun bestimmte militärische Nichten zugrunde liegen oder ob es nur eine fonbolifthe Handlung darstellt, mag unerörtert blei- beiu Auf das neue Spanien macht das wie das
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Für Tanger selbst hat diese Vereinheitlichung tut ganz wesentliche Bedeutung. Als es noch der erblichste und Europa nächste Hafen des Sultanats Marokko war, befaß es einen lebhaften Schiff- fchrtsverkehr. In dem Augenblick aber, als die tobt vor bafö 30 Jahren international!« , fie rJ wurde, sah sie sich ihres Hinter! an- dis beraubt Das damals ost gebrauchte Wort , Dm der „offenen Tür" in Marokko wirkte sich piaktisch so aus, daß die Franzosen die bisherigen Hrkehrsweg, nach dem von ihnen befehlen Gebiete ! dlenften und den hier liegenden Häfen Rabat ivd vor allem Casablanca zuführten. Die Hjenbahnverbindung allerdings mit der Hauptstadt blieb erhalten. Bloß sank deren Bedeutung mu Jahr zu Jahr, da die seit 1911 betriebene industrielle Erschließung des Landes sich hauptfach- lih in den küstennahen Gebieten vollzog.
In spanischem Besitz hat Tanger wieder eine Zukunft. Seiner Lage nach ist es nämlich atlan- !isch »ausgerichtet. Es blickt hier nach Norden nn Mutterland auf die reichsten Teile der Landschaft Itbalufien mit der Mündung des Guadalquivll:, bta einzigen schiffbaren Flusses der Halbinsel. In helfen Mündungsgebiet liegt der wichtigste atlan- Ache Kriegshafen Cadiz, der aber zugleich em bedeutender Handelshafen ist. Jahrhundertelang hat der am Fluß selber gelegene Seehafen Sevilla die spanische Einfuhr von Ueberfee beherrscht und te einen Reichtum erworben, von dem noch heute bi? wundervollen Paläste und Kirchen aus mauri- Ver und habsburgischer Zeit zeugen. Die Ei gen- lässt als Ueberseehafen will indessen Sevilla trotz Silage eines Seekanals in der Zeit nach dem Weltkriege so recht nicht wieder gelingen. So bleibt 8)r Hauptbetätigungsfeld die Küstenschiffahrt an den ( afrikanischen Gestaden sowohl im Mittelmeer als ttch im Atlantischen Ozean.
Hierbei wird in Zukünst Tanger ganz anders feinen Beruf erfüllen als bisher. Die von der Re- aierung jetzt bewilligten Mittel sollen in erster Linie der Ausgestaltung des Straßen- unb Eisen- i^hnnetzes des doch immerhin etwa 29 000 Ouadrat- luometer zählenden Landes mit 875 000 nun dienen. Klimatisch ist dieses an der Atlanttschen Rifte durch ausgiebigen Regenfall begünstigt. Dieser kenn nicht sehr weit nach Osten dringen da sich lehr bald der scharfe Grat des langgestreckten Rifs i nhedt, der schließlich sogar infolge der Trocken- biit Steppencharakter erzwingt. Gleichwohl ergan* un sich beide Telle: die Bodenerzeugmsse des Welt ns verlangen nach den tierischen des Ostens. Den Ausgleich vermittelt die Landeshauptstadt T e tu a n (SO 000 Einwohner), die zwar selbst nicht am Meere lii-gt, aber durch Eisenbahnen mit deni nahen Halt« Marti! sowie nut dem an der «.trage von Stbraltar gelegenen Ort Ceuta verbunden ist. Nun« irehr lohnt es, eine ebensolche auch mit ^Langer 3U schaffen, das dann sicher die Erwartungen der Re- gerung erfüllen Und einen neuen Aufschwung ney-
trieben. _
Noch 1929 wurde in Amerika darüber geklagt, daß die demokratische Presse lediglich für den Profit arbeite und ihre Aufgabe darin bestehe, ,,Geld zu machen". Und was in Amerika Üblich ist, ist am. Sitze der Plutokratte, in England, schon längst Gepflogenheit. Wenn ein Churchill die Kunst der Lüge im Kriege als britische Großtat preist — die Prostituierten der „Times und anderer englischer Gazetten haben sie auch hn Frieden zur Meister- schäft ausgebildet. Sie haben sich nicht bemüht, ihre Leser über die wirkllchen Vorgänge in anderen Na° , tionen zu informieren, sondern die Geister ihrer Leser aeradezu verblödet. Die gewaltigen sozialen und kulturellen Umwälzungen auf dem europäschen Kontinent sind, was Deutschland und Italien angeht, dem e Durchschnittsbriten völlig unbekannt geblieben, weil die internationale Journaille unter jüdischem Einfluß und durch jüdische Haßartikel im Sinne der „Pressefreiheit" die Tatsachen umfälschte. Was die französische Journaille am Frankreich der Gegenwart verbrochen t)at,_ muß jetzt das französische Volk bezahlen, das für die Fensterscheiben, die diese Presse eingeworfen hat, jetzt nrit*bem Verlust seiner gewohnten Lebensart büßt. Und die Engländer? Sie sind von ihrer Preffe, allen voran der „Times", systematisch belogen und betrogen worden. Deutschland war nach diesen plutokratilchen Ausführungsorganen schwach, es seufzte unter der Diktatur, es konnte e’nen Krieg nicht zwei Monate aushalten, es hatte Tanks aus Pappe, und vor den leeren Läden stand das deutsche Volk und hungerte. Das war bas verzerrte Bild, das diese Presie den Engländern schon in Friedens- zeiten vorsetzte. England hat den Haßdildern ge» glaubt, wie es auch die aus Deutschland geflüchteten Juden als die edelsten Geistesriesen ansah, und jetzt.
fcpon 16500 Europäern, der Verwaltung von Hqnisch-Marokko unterftellt wurde, ohne daß die ! Mwerwalter Frankreich, England und Italien mehr d? einen formalen Protest einlegten, hat vielmehr (-wirkt, daß nunmehr tatsächlich Spanien falle in die wesentlichen Strecken Der Nord- und dMgestade der Straße fest in feiner Hand hat.
“ihr alt ar liegt am Ost ausgang her Straße, Jo am Mittelmesr. Hier ist diese 22 Kilo- wter breit und wird tm Süden von der spanischen Kstung Ceuta in Marokko genau so flankiert wie « Norden von Gibraltar: beidemal springen Kalk- irllen ins Meer vor und halten die Verbindung mit Kn Festland durch eine Nehrung aufrecht. Hierbei iss zu veachten, daß die Straße nach Westen zu sih rasch auf 14 Kilometer verengt, und zwar sonders zwischen dem spanischen Hafen T a r i f a Nd dem ihm vorgelagerten Punta Marroqui sjoie dem Cap Esris ailf afrikanischer Seite. Ziese Enge kann nun nicht mehr von dem inter- nctionalen Hafen Tanger mit englischen Flotten- Meiten gestört werden, weil eben bie ganze Sybfeite einheitlich s p a ni sch ist.
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Die Lonboner firnes" setzt sich wieber einmal auf den Richterstuhl und lobt die Pressefreiheit. In Wirklichkeit spricht sie vom Ideal der Pressefreiheit und müht sich ab, zu zeigen, daß Die edlen Briten doch noch nicht ganz dieses Ideal erreicht hätten, denn einmal mußten sie daran den- ken, daß auch der Feind zu den Lesern gehöre, und bann habe bie Nachrichtenzensur Coopers doch sogar bie Nennung der Namen bombardierter Städte verboten, was doch, gesteht sogar bie „Times , als Geheimniskrämerei üble Wirkungen haben mußte. Allerdings sei dieser Zustand innerhalb des Rechtes der freien Meinungsäußerung noch besser als der „intellectual black-out“ (was man mit geistiger Verdunkelung übersetzen kann), den Hitler über Europa verhängt habe, so daß sogar die französischen blätter der unbesetzten Zone nur eine Scheinpolemik führen dürften, denn in Wirklichkeit wurden auch sie „von dem deutschen Herrscher kontrolliert. Das ist, nebenbei bemerkt, natürlich Unsinn, aber es zeigt doch bie Art, mit ber bie „Times" ihr Gift selbst bei Erwähnung von Nebensächlichkellen zu verspritzen versteht.
Worin bie so gelobte unb, wie selbst bte „Times nachweist, doch nicht durchführbare Pressefrechell in den demokratischen Ländern besteht und wie sie wirkt, bas wird vorsichtigerweise nicht gesagt. Wir können der „Times" aber an Hand von Zeugnissen aus ihrer eigenen Sphäre zeigen, was sie w i r t • lich ist. Wir brauchen nicht auf Napoleon zuruck- zugehen, der in feinem Bulletin vom 8. Oktober 1806 verächtlich von jenen Schmähschriften sprach, , bie bas englische Kabinett von seinen Zellungs- schreidern um 500 Pfunb jährlich machen laßt, noch auf Richarb Wagner, ber 1855 aus Lonbon sckrieb: „Don ber Nichtswürbigkeit, Unverschämtheit, Bestochenheit unb Gemeinheit ber hiesigen Presse ift ‘jeher, ber hier lebt, so innig überzeugt, daß ich mich nicht gern auch nur mit bem Anfassen solch eines Blattes besudele." Die demokratische Presse wirb aus mammoniftischen Grünben be
griffe aus Norbamerika zu erwehren. Die Kultur- Verbundenheit wird durch den spanischen Rundfunk nachhaltig gepflegt, wie die Vorträge gerabe_ der letzten Wochen zeigen. Der Sender Sevilla übernimmt hier die Aufgaben, bie einstmals ber Hafen geleistet.
Dabei braucht so ganz nicht ber alte Seeweg vergessen zu werden. Für den Verkehr mit Südamerika spielten die Kanarischen Inseln gewissermaßen die Rolle des Vorhafens. Hier sammelten sich die Atlanttkfahrer unb fuhren bann, modern ausgedrückt, im Geleitzug nach Spanien, um nicht zuguterletzt von den Seeräubern des Mittelmeers oder auch den Schiffen englischer „Seehelden" wie Francis Drake und Sir Walter Raleigh gekapert zu werden. Heute ist ber auf ihnen gelegene Hafen Las Palmas ein bekannter maritimer Stützpunkt sowie Kabelstation und Flugplatz. Der auf ber Nackbarinsel Teneriffa gelegene Hafen Santa Cruz yat ähnliche Eigenschaften unb ben gleichen starken Seeverkehr, wie ihn die meisten spanischen Häfen selbst nicht erreichen. Die Kanarischen Inseln (7273 Quadratkilometer mit 600 000 Einwohnern) bilden eine Provinz des Mutterlandes. Diese Stellung im Staate deutet die Wertschätzung ourch bie Heimat an und betont nachdrücklich die von Spanien nie aufgegebene Absicht, eine seefahrende Nation zu sein. Das neue Leben an der Straße von Gibraltar wird auch aus dieser Richtung neue Impulse empfangen und solche dahin geben.
Berlin, 4. Dez. (DNB.Funkspruch.) Die verheerende Wirkung des deutschen Luftangriffes auf bie bebeütenbe westenglische Hafenstadt Stift ol, der trotz der allgemeinen schlechten Wetterlage in der Nacht zum Dienstag durchgeführt wurde, wird jetzt durch amerikanische Schilderungen bestätigt. Weitverbreiteter Schaden sei vor allem in den Industrie- und Hafenvierteln
Einwohnern sind nicht ohne Reiz. Die weißen Flach' dachhäuser ber Stadt ziehen sich von ber auf bem hohen Steilufer der Meerenge von Gibraltar thronenden Kasba südwestlich zum lebhaften Sok el barra ober Außenmarkt, jenseits dessen sich Baumgärten und Dillen bis zu der geräumigen Bucht an* chließen. Die Bewohner sind hauptsächlich arabi- ierte Berber, daneben finden sich Juden und von Europäern hauptsächllch Spanier. Das Leben in den engen Gassen ist lebhaft und äußerst fesselnd, die ganze Stadt sehr anheimelnd und farbenfreudig. Tangers Bedeutung wird wohl immer in erster Linie in feiner Europanähe liegen. Setzt aber der Aufbauwille Spaniens sich nachhaltig durch, woran angesichts der den Falangen innewohnende Tatkraft nicht zu zweifeln ist, so wird Tanger als gleichfalls an der atlantischen Front Spaniens gelegen infolge ber Güte feines Hafens noch eine beachtliche Rotte spielen können. Die atlantische Nordfront Spaniens weist durch ihre Häfen und ij>re Küstenerzeugnisse, besonders die viel begehrten Eisenerze, ausschließ- lich nach Europa. Der Südwesten hingegen sieht bie alte Tradition wieder lebendig werden, er blickt nachSüdamerika, wo bas Spaniertum mit Erfolg bemüht ist, sich ber angelsächsischen lieber-
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| sauere wenig Eindruck. Es ist von dem Gedanken Herfüll, nach so viel Jahren des Niederganges alle fefrie Kräfte dem Aufbau des Landes zu widmen. Uiü da hat es gerade in diesen Tagen bewiesen, |2 es zu seinem Lande auch die afrikani- Me Gegenküste an der Straße von Gibraltar jflpnet, die es als Spanisch-Marokko be» Mnet. Die Regierung in Madrid hat zu seiner Ivisgestaltung die Summe von 32 Millionen Pe- Hekn bereitgeftellt, die gerade in biefem Augenblick eilen besonderen Wert erhalten und deshalb neues Loen auf ber Südseite der Straße von Gibraltar
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