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4.11.1940
 
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Montag, November 1940

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(90. Jahrgang Hr.26(

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Gietzener Anzeiger

»wssss^, General-Anzeiger sürGberheffen

Der italienische Vormarsch in Epirus

Die Erfolge der italienischen Luftwaffe

Griechenland hat sich verrechnet

Rom, 4. Noo. (Europapreß.) Die demokratischen

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drückungspolitik seien Hunderttausende von Albaniern falsch 6 e r e ch n e t y ave. Mannschaften die felen ^eg geworden. Derartige Herausforderungen könnten ^Lavoro Fasoista schr^M, und ausrMen Rüstungswerk »vor Vergeltung bewahren. Seit Kriegsaus- Griechenland unterdie

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und Unterkünfte bombardiert. Weitere Angriffe rich. teten sich gegen Hafen- und Industrieanlagen. Lin Rüstungswerk in Laslle-Vromwich erhielt schwere

Rom, 3. Rov. (DRV.) Der italienische Wehr- Machtbericht vom Sonntag hat folgenden Wortlaut:

Die in Epirus begonnenen Aktionen find in weiterer Entwicklung. Unsere Truppen haben auf ihrem Vormarsch von Borgo Tellini über Ponte Perati nach kalibaki mit entschlossenem Manöver zahlreiche gut befestigte und mit starken Hindernissen versehene Verteidigungslinien überwunden.

Unsere Luftwaffe hat zahlreiche Aktionen durch­geführt und dabei wiederholt die militärischen Ziele von Korfu bombardiert, wo insbesondere bei dem Reuen Fort" zahlreiche Lplosionen beobachtet wur­den, ferner den Hafen von Patras, wo ein Brand am Bahnhof Smandrea festgestellt wurde und wo eine Fabrik sowie die Jnfanteriekaserne ge­troffen wurden. Weitere Angriffe erfolgten auf Larissa, Ia nina und Satonifi, roo im Kampf mit feindlichen Iägern ein Gegner wahr­scheinlich abgeschossen wurde. In Ravarino wurde ein Brand verursacht, während in L a n e a die Hafenanlagen getroffen wurden. Zwei unserer

täuscht worden. So bewegt mich heute, nach Ablauf der ersten vier Iahre, ein Gefühl lie­fen und herzlichen Dankes an alle schaf­fenden Volksgenossen. Besonders danke ich allen meinen Mitarbeitern, die mich bei der Durchfüh­rung des mir vom Führer erteilten Auftrages tat­kräftig unterstützt haben.

Was wir in rastloser Arbeit nach dem Willen des Führers und in Durchführung des von ihm entworfenen Vierjahresplanes aufbauten, hat im Krieg seine Feuerprobe bestanden. Alle Hoffnungen unserer Feinde, Deutschland mit den Mitteln heimtückischer Blockade niederzuringen, sind trügerisch gewesen und werden es auch in Zukunft bleiben. Die Fundamente der deutschen Wirtschaft stehen fest und sind nicht zu zerstören.

Vierjahresplan und Kriegswirtschaft bilden eine Einheit, straff ausgerichtet nach den Erforder­nissen des gewaltigen, schicksalsgewaltigen, gestalten­den deutschen Freiheitskampfes. Eine gewaltige Wirtschaft ist genau so unentbehrlich chie ein schar­fes Schwert. Ich vertraue auch für die Zukunft auf den deutschen Menschen, auf seine Einsicht, seine ' Treue, seinen guten Willen und feine Fähigkeiten. In dem weltbewegenden Geschehen der letzten Zeit hat er sich stets bewährt. Er wird auch den kommenden großen Aufgaben gewachsen fein und die unvermeidbaren Schwierigkeiten des Alltags meistern.

Aus dem Glauben und der Liebe zum Führer schöpfen wir die Kraft zum Höch st en Ein­satz und begeisterter Tat! Die Tapferkeit des Soldaten an der Front und die pflichttreue Ar­beit der Heimat helfen ihm den Sieg erreichen und sein herrliches Werk vollenden.

Hauptquartier, den 31. Oktober 1940.

Göring,

Reichsmarschall des Grotzdeutfchen Reiches.

lelta sowie die Anlagen und Depots des Flugplatzes Micabba voll getroffen und schwer beschädigt. Die heftige Boden- und Luftabwehr hat unsere An­griffe nicht beinträchtigt. In heftigem Luftkampf wurde dabei ein feindliches Flugzeug abgeschossen, das in Meer abstürzte. Eines unserer Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt. Beim Rückflug wurde eine un­serer Formationen von vier feindlichen Jägern an­gegriffen, die aber auf Grund des prompten Gegen­angriffs vom Kampf Abstand nahmen.

Vor der ägyptischen Küste wurde eine große englische Schiffssormation von unseren Torpedoflugzeugen erreicht, die ein Schiff trafen.

In Ostafrika hat unsere Luftwaffe die Hafen­anlagen von P e r i m sowie den Flugplatz R 0 - seires bombardiert und dabei zwei Flugzeuge vom Wellington-Typ am Boden getroffen. Während eines Lrkundungsfluges auf Ehaschim et Ghirb'a schoß eines unserer Flugzeuge einen feindlichen Jäger ab, während ein weiterer schwer getroffen wurde. In der Zone des Berges Sciusceib (nordwestlich von Lassala) find von Panzerwagen

Berlin, 3. Rov. (DRV.) Zum neuen Auftrag des Führers erließ Reichsmarschall Göring fol­genden Appell:

Nach der Entscheidung des Führers wird der Vierjahresplan für die Dauer von weiteren vier Jahren f 0 r t g e f ü tj1 r t. Vor uns liegt eine neue Zeitspanne schöpferischer Arbeit auf allen Gebieten des wirtschaftlichen und sozialen Lebens. Wir beginnen sie in geschichtlicher Stunde und in dem stolzen Bewußtsein, auf den großen Erfolgen aufbauen zu können, die wir aus eigener Kraft in

An der britischen Ostküste versenkte ein Kampf- flugzeug ein Handelsschiff von 6000 BRT. Damit hat der Kommandant dieses Flugzeuges, Major i.G. Harlinghausen, sein 20.Handels­schiff und mit ihm eine Gesamttonnage von über 1 0000 0 BRT. vernichtet.

Der Gegner unternahm nur vereinzelt Einflüge. Der Versuch einiger feindlicher Flugzeuge, am frühen Morgen gegen d i e Küste Rordfrank- reichs anzufliegen, wurde durch Flakartillerie be­reits am Kanal abgewehrt. Zwei von ihnen wurden dabei abgeschossen. Zwei weitere Flugzeuge verlor der Gegner bei den Luftkämpfen des Tages über London, hier sowie bei den unter besonders schwierigen Witterungsverhältnissen durchgeführten Nachtangriffen gingen sieben deutsche Flugzeuge verloren.

Griechischer Rückzug aus der ersten Verteidigungslinie

Trotz ungünstigen Wetters Vergeltungsflüge gegen London

Tapferkeit und pflichttreue verbürgen den Sieg.

Reichsmarschall Göring an Front und Heimat zum neuen Auftrag des Führers

Wortführer uni> ihre Pressen beschuldigen Italien des Angriffs auf Griechenland. Der kleine griechi­sche Staat wird als das unschuldige Opfer dieses neuen Angriffes einer totalitären Großmacht hin­gestellt. Es gehöre zum Handwerk der Demokratie, durch ihre demagogische Tünche die Wahrheit zu f äl s ch en, schreibt dazu Gayda imGiornale d'Jtalia". Das Vorgehen Italiens gegen Griechen­land, das als ein Angriff hingestellt werde, sei vor allem ein Vorgehen zur Wiedergutmachung der Vergewaltigungen und ruchlosen Ge­walttaten, die die Griechen gegen die in ihr Staats­gebiet gezwungenen Fremd st ämmigen began­gen hätten. Die Opfer dieser griechischen Nnter-

den vergangenen Jahren erzielt haben.

Was feit dem herbst 1936 wirtschaftlich erreicht worden ist, hat meinen Erwartungen entsprochen, ja, sie zum Teil übertroffen. Ich habe damals alle Volksgenossen zur Mitarbeit am Vierjahresplan auf­gerufen, und alle find fie meinem Rufe freudig gefolgt. Auf Hof und Acker, in Zechen und Hütten, in Fabriken und Werkstätten, in Konstruktionsbüros und Caboratorien haben alle Werktätigen, Wirtschafts- und Vetriebsführer, An­gestellten und Arbeiter, in gemeinsamer Anstren­gung hervorragendes geleistet und das gigantische Aufbauwerk nach Kräften gefördert. In zäher Ar­beit hat der Bauer das Brot gesichert. Auch die Hausfrauen und die deutsche Jugend haben zu ihrem Teil am Vierjahresplan mitgeholfen. Wir haben die Erzeugung von Nahrungsmitteln und besonders die Produktion von Rohstoffen aller Art beträchtlich gesteigert, neue herstellungs. und Verarbeitungsmethoden eingeführt und zahl­reiche ausgedehnte Industrieanlagen errichtet. Gleich­zeitig ist die Reichs Verteidigung, die an den Arbeitseinsatz und die Rohstoffwirtschaft von Iahr zu Jahr wachsende Anforderungen gestellt hat, gewaltig verstärkt worden. Ich habe sehr viel von einzelnen verlangen müssen, bin aber i m - verstanden und niemals ent-

zu seien Mannschaften, Maschinen und Kriegsmate­rial aller Art notwendig. All das könne aber nur auf dem Seewege herangeschafft werden, und dieser werde, wie selbst Lord Chatfield zugegeben habe, nicht mehr von England beherrscht. Einem Bericht desPopolo di Roma" von der griechisch-bulgarischen Grenze ist zu entnehmen, daß sich die innere Lage in Griechenland ver­schlechtert. Das Ausbleiben der englischen Hilse habe die Stimmung im Lande sehr niederge­drückt. Eine Landung englischer Truppen werde von niemand mehr erwartet. Im übrigen gebe man zu, daß die Albanier und die bulgarischen Maze­donier die italienischen Truppen als Befreier be­trachteten. Aus Sicherheitsgründen sei die griechische Regierung gezwungen gewesen, die Bevölkerung eines Teiles von West-Thrazien nach dem Innern befördern zu lassen, weil sie Auflehnungen der Ma­zedonier befürchte. Die griechische Mobilisation gehe nur sehr langsam vonstatten. Nur die Hälfte der Einberufenen habe bis jetzt eingekleidet und'bewaffnet werden können. In Saloniki sei schon das Brot knapp. Bis jetzt werde nur die Anwesen­heit kleinerer englischer Kriegsschiffe im nördlichen Aegäischen Meer bestätigt.

Rom, 3.Nov. (Europapreß.)Messaggero" be­richtet von der griechischen Grenze, daß sich die grie­chischen Truppen aus der er st en Verteidi- -gungslinie, die sich aus Maschinengewehr­nestern, in Kasematten und Höhlen eingebauten Ge­schützen und Sperren gegen Kampfwagen zusam­mengesetzt habe, zurückgezogen hätten. Im Raume von Janina schienen englische Flug­zeuge die griechischen Truppen zu unterstützen. Dies sei die erste, wenn auch zahlenmäßig sehr be­schränkte Hilfeleistung Englands an Griechenland. Das griechische Heer befinde sich im übrigen jetzt i n vollem Kriegs ft ab ium. Die Bewaffnung sei durchweg englischer Herkunft. Nur die von England versprochenen Kampfwagen seien nicht rechtzeitig an­gekommen. Ebenso scheine sich auch ein bedeutender Teil der zugesagten Fliegerabwehrgeschütze noch auf dem Antransport zu befinden.

Popolo di Roma" schreibt, England möchte Grie- chenland auch durch die Besetzung einiger bedeutender Inseln des griechischen Archi­pels schützen. Eine Landung auf diesen Inseln sei allerdings mit Zustimmung "der Regierung Metaxas sehr leicht. Nicht so leicht sei aber die Errichtung der geplanten See - und Luststützpunkte. Hiev­

ten als neutraler Staat umgangen. Es habe sich England verschrieben und leichtsinnig alle wiederholten Mahnungen Italiens unbeachtet gelassen. Schon vor zwei Monaten sei die griechi­sche Regierung von Italien formell und in klarer Sprache darauf aufmerksam gemacht worden, daß das Verharren in dieser Haltung den Krieg be­deute Das Vorgehen Italiens sei überdies keines­wegs ein Angriff auf das kleine Griechenland, son­dern ein Operieren gegen die mit den Griechen verbündeten englischen Streitkräfte auf griechischem Boden. Wenn sich diese engli­schen Streitkräfte als schwach Herausstellen sollten, so würde dies nur beweisen, daß auch Griechen­land wie andere enttäuschte Freunde Englands

Flugzeuge find nicht zurückgekehrt. . , .. , . -

In den frühen Rachrnittagssiunden haben vier unterstützte sudanesische Abteilungen, d,e mit unseren von Jagdformationen begleitete Bomberformationen Patrouillen zufammenstießen, zurückgeschlagen roor- eine Offenflvaklion gegen Malta durch- den. Zwei unserer U-Boote sind zu ihren Stüh- geführi und dabei die Hasenanlagen von La Va-1 punkten nicht zurückgekehrt.

Griechische Wirtschaft.

Man muß alle Träume über Griechenland ver­bannen, wenn man das Land wirklich werten will. Es gibt wohl selbst auf dem Balkan kein ärmeres Volk als das griechische. Die ausgewanderten Grie­chen haben sich z. T. Millionenvermögen erworben der Waffenschieber Sir Basil Zaharoff beispiels­weise sie benutzen ihr Erworbenes auf orien­talische Weise. Sie stiften.auch hin und wieder für Athen, aber das griechische Volk selbst lebt in geradezu unvorstellbarer Armut. Ein Mittelstand fehlt so gut wie ganz, außer vielleicht in Athen. Das sind nicht nur die Sünden aus der Türken­zeit, sondern auch die Folgen der sehr gemischten Rassenverhältnisse, der Kargheit des Bodens nicht einmal 20 v. H. dienen als Ackerland, der Rest ist waldlose Klippe der politischen Verwirrungen und Parteistreitigkeiten, die von der herrschenden Schicht auf dem Rücken des Volkes ausgetragen wurden. Der fleißige aber unzuverlässige Grieche hat zwar alle Gegenden des Orients überschwemmt, aber er ist nicht sehr beliebt. Im Morgenlande hat das bezeichnende Sprichwort allgemeine Verbrei­tung gefunden:Wo vier Juden nicht handeln kön­nen, machen es zwei Levantiner, aber was selbst zwei Levantiner nicht fertig bringen, macht ein Grieche ganz bestimmt." Wobei man unter Levan­tiner zumeist Griechen oder Juden oder einen Misch­masch aus beiden Rassen versteht. Dagegen ist der arme Jnselgrieche sowie der Grieche außerhalb Athen;, das eine typische Balkanstadt ist, zwar betteta^m, aber rassisch und geistesmäßig von der herrschenden Oligarchie unterschieden und ein wirk­lich edler, aber armselig lebender Typ.

Das Land zählte in den Grenzen der Vor-Welt- kriegszeit 2,5 Millionen Einwohner. Durch die Ge­winne des Weltkrieges, die Einwanderung der kleinasiatischen Griechen stieg die Bevölkerung auf rund 7 Millionen, aber wenn auch die Teppich­weberei durch die kleinasiatischen Griechen einge­führt wurde, so lebt diese Masse doch vorwiegend von den Erträgnissen des Bodens, und da diese nicht zureichen, müssen die Devisen, die aus der eifrig betriebenen Schiffahrt stammen, dazu dienen, die Einfuhr zu bezahlen. Das Verhältnis der grie­chischen Einfuhr zur Ausfuhr stellt sich etwa

Rom, 3. Nov. (Europapreß.) Der Hafen von Patras, nach dem von Piräus und Salo­niki der bedeutendste Griechenlands, ist zum zwei­ten Male von italienischen Fliegern angegrif-- f e n worden. Bei der zweiten Welle haben die ita­lienischen Flieger im Sturzflug durch eine Nebel­wand niederstoßend zwanzig Minutenlang die Kaimauern und die Mole des westlichen Hafen- kais, der nach dem Eingang des Golfes zu liegt, zerhämmert und durch Brandbomben große Brände entfacht, die der heftige Wind noch verstärkte. Bevor die griechische Abwehr wirksam werden konnte, war das Vernichtungswerk an den Hafenanlagen schon durchgeführt, wo gerade einige Schiffe Truppen an Bord nahmen. Auch auf den Kanal von Korinth, der zwar nicht für die Durchfahrt größerer Schiffe geeignet ist, indessen kleineren Fahrzeugen, wie etwa Torpedobooten, die Umschiffung des Peleponnes erspart, wurden von italienischen Bombenflugzeugen e r f 0 l gr e ich e Angriffe durchgeführt. Seine hohen Seitenwände sind zum Teil durch die Wirkung der Bombenab­würfe abgerutscht. Die über eine Kanalbrücke füh­rende Eisenbahn st recke wurde ebenfalls mit Bomben belegt.

Ein Kriegsberichterstatter desMessaggero" be­richtet, daß bei den Fliegerangriffen auf Korfu auf die Zitadelle und die Forts Nero, Abramo, Monte Salvadore und Skipari Bomben kleinen und mittleren Kalibers abgeworfen worden seien. Auf dem Monte Salvadore schienen Munitions- d e p 01 s in die Luft geflogen zu sein. Auf dem

gebildet und zum Kampfe vorbereitet gewesen. Drei Verteidigungslinien seien vom griechischen Generalstab vorbereitet worden: vor Janina, Florina und Castorio. Die sogenannte Metaxas li nie, die sich über tausend Kilometer von der türkischen bis zur albanischen Grenze er= trecke, habe Tausende von Arbeitern beschäftigt und eine Milliarde Drachmen gekostet. Seit 1936 habe General Metaxas sechs Milliarden und 600 Mil­lionen Drachmen für die Aufrüstung verwendet. Die Kosten der Anlagen strategischer Straßen seien in diesem Betrage nicht einmal einbezogen.

Wenn England die griechische Regierung nicht durch Kredite zur Deckung der Mobilisierungskosten und zum Ankauf von Erdöl, sondern auch durch Truppensen düng en unterstützen würde, so wäre dies bekannt geworden. An Truppensendungen Englands nach Griechenland sei schwer zu glau- b e n. England werde sich nach den in Norwegen gesammelten Erfahrungen hüten, den Sudan, Aegypten, Palästina und Arabien von Truppen zu entblößen, um einige tausend Mann nach Grie­chenland zu schicken, ohne jede Hoffnung, daß dieser Einsatz auf den Verlauf der Ereignisse in Griechen­land einwirken könnte. Die Gerüchte, daß eng­lische Flugzeuge in Griechenland eingetroffen seien, könnten' hingegen zutreffen. Berücksichtigt man aber die zahlreichen Aufgaben, die Englands Luft­waffe zu bewältigen habe zur Verteidigung des eige­nen Gebiets, zur Verteidigung Gibraltars, Maltas, Aegyptens, Adens, so könne man auch das Ausmaß dieser englischen Unterstützung'richtig beurteilen.

Bahnverbindung Athen-Saloniki durch Lustangriffe unterbrochen.

Rom, 4. Rov. (DRV.) Rach einer Belgrader Meldung der Agenzia Stefani verlaufet, daß die Eisenbahnlinie Athen-Saloniki infolge der italieni­schen Luftangriffe unterbrochen sei. Diese Un­terbrechung der einzigen Verbindungslinie mit der Außenwelt hemme auch die griechische Mobil­machung, da sie die einzige Eisenbahnstrecke ist, die das Land von Süden nach Rorden durch­zieht.

Der Wehrmachtberichl vom Sonntag.

Berlin, 3. Rov. (DRB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Trotz ungünstiger Wetterlage, die insbesondere bei Rächt die Anflüge und Angriffe durch Sturm, starke Böen und Regenschauer, teilweise tiefliegende Wol­ken sowie durch Vereisung außerordentlich er­schwerte, setzte die deutsche Luftwaffe am 2.11. und in der Rächt zum 3. 11. ihre Vergeltungs­flüge gegen London fort und belegte vor allem Versorgung sbetriebe wirksam mit Bomben. Auf mehreren Flugplätzen wurden hallen

Monte Skipari seien Militärbaracken und die Gendarmeriekaserne von Fliegerbom­ben getroffen worden. Das große Arsenal 00n Salamis und die dort liegenden Handelsschiffe seien mit Bomben mittleren und schweren Kalibers angegriffen worden. Das Arsenal sei mehrmals ge­troffen und einige Handelsschiffe seien beschädigt worden. In Salamis sei die Abwehr sehr lebhaft aber erfolglos gewesen. Die italienische Flieger­tätigkeit wurde durch die ungünstige Wetterlage erschwert. Es gelang trotzdem, in der Suda- Bucht auf Kreta eine Anzahl Schiffe beim fieberhaften Entladen von Material zu überraschen, lieber hundert Bomben wurden abgeworfen. Zwei Dampfer, die an der Ufermauer löschten, erhielten Treffer, ebenso wie Munitionslager und sonstige militärische' Gebäude.

Popolo di Roma" meldet, daß der soeben zum Oberstleutnant beförderte italienische Außenminister Graf Ciano ebenso wie vor fünf Jahren in Abessinien auch hier wieder das GeschwaderLa Disperata" (Sie Tollkühnen") mit großem Erfolg anführte. Bei Angriffen auf Saloniki gerieten die beiden großen Petroleumtanks der Shell und der Standard Oil in Brand. Am Nachmittag wur­den die Angriffe auf Saloniki von den schnittigen, überaus schnellen und stark bewaffnetenAlcioni (Möwen") wiederholt. Kommandant einer dieser Staffeln ist Fliegerhauptmann Bruno Mus­solini, der gleichen Staffel gehört auch ein wei­terer Sohn des Duce, Bittor io Mussolini, an.