Der „Schützenkönig der Haifische" berichtet
23on Kriegsberichter Benno Wundshammer
Das Tokioter Blatt „Asahi" berichtet, daß
die
,23nlina Vanini
lone,
stimmung im südafrikanischen Parlament ist sehr
die
rückzahlbar zum Nennwert am 1. Oktober 1950
2.
Llmtauschangebot
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bc- die
i Banini" von Stendhal, Regisseur Gal- zur Aufführung. Auch diesem Werk war ein
großer Erfolg beschicden. Sehr gefallen hat auch der schwedische Fipn „Kadett Kamrater", der das Leben an der königlichen Seeakademie in Stock- Holm schildert.
Einweihung des „Hauses der deutschen Apotheker".
Am Montag wurde das neue „Haus der deutschen Apotheker" anläßlich einer Dienstbesprechung der Leiter der Apothekerkammern seiner Bestimmung übergeben. Unter dem Dorsitz des Reichsapo- thekerführers Schmierer wurden Fragen der Arznewersorgung, besonders in den neuen Ost- und Westgebieten, behandelt. Die Tagung erhielt besondere Bedeutung durch die Anwesenheit von Vertretern des Reichs Minister! ums des Innern, des Reichswirtschaftsministeriums und des Reichsgesundheitsamtes sowie der drei Wehrmachtsteile.
Wegen Widerstandes erschossen.
Der Reichssührer ff und Chef der Deutschen Polizei teilt mit: Am 1. September 1940 wurde wegen Widerstandes der 23 Jahre alte polnische Verbrecher Michael Brügger erschossen.
15 Tote bei einem Zugzusammenstoß in Belgien.
Ein Zug, der 1200 belgische Flüchtlinge aus Südfrankreich nach Charleroi und Lüttich zurllckbe- fördern sollte, erlitt in der Nähe der belgischen Grenze auf nordfranzösischem Gebiet bei dem Orte Torgnäe einen schweren Unfall. Ein Güterzug fuhr von rückwärts in den aus zwölf Wagen bestehenden Flüchtlingszug hinein. Fünfzehn Personen wurden getötet und etwa fünfzig verletzt.
Unfallreiches Wochenende in Neuyork.
Heber das letzte Wochenende, das durch das Fest der nationalen Arbeit verlängert worden ist, hatten sich Millionen von Einwohnern Neuyorks ans Meer oder auf das Land begeben. Der dadurch hervor- gerufene st arte Verkehr forderte infolge von zahlreichen Verkehrsunfällen rund 4 0 0 Todesopfer. Nicht weniger als 221 Menschen kamen bei Kraftwagenzusammenstößen ums Leben.
Die ersten Fröste in Finnland.
In Nord- und Mittelfinnland wurden die ersten Fröste registriert. In einer Reihe von Orten sind Temperaturen bis zu minus drei Grad feft- geftelU worden.
vom 3. btS 11. September 1940
bei den in der Anlage zu diesem Angebot genannten Geldanstalten und deren deutschen Zweigniederlassungen während der üblichen Geschäftsstunden anzumelden.
Der Umtausch kann auch durch Vermittlung aller übrigen Banken, Bankiers, Sparkassen, Girokassen und Kreditgenossenschaften bei den Umtauschstellcn vorgenommcn werden.
Früherer Schluß des Umtauschgeschäfts bleibt Vorbehalten.
Bei dem Umtausch werden die neuen Schatzanweisungen zum Kurse von 99%% abgegeben, so daß die Umtauschenden
eine Barvergütung von %
erhalten.
Außerdem wird den Umtauschenden
ein Bonus von % °/o
gewährt. Die Barvergütung und der Bonus werden von den Umtauschstellen ausgezahlt, nachdem die eingereichten Schatzanweisungen durch die Reichsschuldenverwaltung (Kontrolle der Reichspapiere) geprüft worden sind.
Eine Provision für. den Umtausch wird den Einreichern von den Umtauschstellen nicht berechnet.
Für die Hergabe der alten Postschatzanweisungen sowie für die Ueberlassung der neuen Postschatzanweisungen ist eine Börsenumsatzsteuer nicht zu entrichten.
Die am 1. Oktober d. I. fälligen Zinsscheine der umzutauschenden 4% % Postschatzanweisungen verbleiben den Einreichern und werden wie üblich bei Fälligkeit eingelöst.
Die zum Umtausch gelangenden 4% % Schatzanweisungen sind mit einem nach Abschnitten und Nummern georteten Verzeichnis einzureichen.
Hebet die zum Umtausch eingereichten 4% % Postschatzanweisungen werden den Einreichern nichtübertragbare Quittungen erteilt, gegen deren Rückgabe die neuen Schatzanweisungen, soweit ihre Ausfertigung beantragt wurde, nach Erscheinen von denjenigen Stellen ausgehändigt werden, welche die Quittungen ausgestellt haben.
Die im Umtausch beantragten neuen Schatzanweisungen gelten als voll zugeteilt.
Die neuen Schatzanweisungen werden baldmöglichst geliefert, und zwar in der gleichen Stückelung, in welcher die alten Schatzanweisungen eingereicht werden. Abweichende Wünsche werden jedoch nach Möglichkeit berücksichtigt werden.
Berlin, im September 1940.
Oer Reichspostmmister
Ohnesorge
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Kleine politische Nachrichten.
Zum Gouverneur der Bank von Frankreich ist der ehemalige Dizcgouverneur dieser Bank, Poes Brest-de-Boisanger, bestellt worden. Der bisherige Gouverneur F o u r - n i e r wurde zum Ehrengouoerneur ernannt.
Frau des Marschalls Tfchiangkaischek im Flugzeug in Hongkong eingetroffen sei, sie werde ihre Reise voraussichtlich bis in die Bereinigten Staaten fortsetzen.
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Der nordamerikanische Marinesekretär Knox ist auf dem Luftwege zu einer vierzehntägigen Inspektionsreise nach den pazifischen Flottenstützpunkten abgereist, wo er einem Manöver beiwohnen wird.
Aus aller Welt.
Die Filmwoche in Venedig.
Im Rahmen der deutsch-italienischen Filmwoche wurde der Film „Befreite Händ e" aufgeführt. Der italienische Minister für Volkskultur, Pavo - lini, beglückwünschte am Schluß der Aufführung den anwesenden Spielleiter Hans Schweick- Hardt und Brigitte H o r n e y zu ihrem Erfolg. Am Montagabend gelangte der italienische Film „Stärker als die Liebe" nach der Novelle
Die Deutsche Reichspost bietet den Inhabern der am 1. Oktober 1940 fälligen 4% % Schatzanweisungen der Deutschen Reichspost von 1935 Folge I in Höhe von RM. 150000000,— den Hmtausch in
4% Schatzanweisungen der Deutschen Reichspost von 1940
— rückzahlbar zum Nennwert am 1. Oktober 1950 — in gleicher Höhe an.
Die neuen Schatzanweisungen werden in den gleichen Abschnitten wie die alten Schatzanweisungen ausgegeben, also in Abschnitten zu RM. 500, 1000, 5000 und 10000.
Die Erwerber haben außerdem an Stelle der Ausfertigung von Schatzanweisungen die Wahl,
entweder deren Einlegung in ein Sammeldepot bei einer Wertpapiersammelbank
oder die Eintragung des zugeteilten Betrages in ein bei der Reichsschuldenverwaltung für die Deutsche Reichspost zu führendes Schuldbuch auf ihren eigenen Namen oder den einer Wertpapiersammelbank
zu beantragen.
Der Zinslauf der neuen Schatzanweisutttzen beginnt am 1. Oktober 1940. Die Zinsen werden halbjährlich am 1. April und 1. Oktober gezahlt, erstmalig am 1. April 1941.
Die neuen 4% Schatzanweisungen sind als verbriefte Schuldverbindlichkeiten des Reichs gemäß § 1807 BGB. mündelsicher.
Die Schatzanweisungen können nach Erscheinen im Lombardverkehr der Deutschen Reichsbank sowohl in Stücken als auch in Sammelbestandanteilen bei Wertpapiersammelbanken beliehen werden und sind auch im Lombardverkehr bei der Preußischen Staatsbank (Seehandlung) als Deckung zugelassen; ebenso sind die Schuldbuchforderungen über diese Schatzanweisungen beleihbar.
Die Einführung der neuen 4% Postschatzanweisungen an den deutschen Börsen wird alsbald nach Erscheinen der Stücke veranlaßt werden.
datscharakter Rechnung getragen, den das Versailler Diktat für Deutsch-Ostafrika bestimmt hat. Aber sehr bald verwandelten sie Deutsch-Ostasrika in das Tanganjika-Territorium und bewiesen damit, daß sie, ohne jede Rücksicht auf das Versailler Diktat selbst einfach zu dem „Gott Nimm" beten. Deutsch-Ostafrika und Kenia sind Anreiner des großen zentralafrikanischen Viktoria-Sees, der Kilimandscharo erhebt sich unmittelbar an der Grenze zwischen Deutsch-Ostafrika und Kenia.
Einnahme eines Forts am Rudolf-See gemeldet und jetzt kommt die Nachricht, daß sie auch Buna, etwa 90 Kilometer südlich von dem schon früher genommenen Moyale, erobert haben. Alle diese rte liegen schon in der englischen Kronkolonie Kenia. Aehnlich wie in dem früheren Deutsch- Ostafrika liegt auch in Kenia das eigentliche Fruchtland, das auch von Weißen bewohnt ist, auf einer Hochebene von mehr als 1000 Metern im Innern des Landes. An ihrem Westrand liegt, ziemlich tief im Süden, die Landeshauptstadt Nairobi. Im Westen grenzt Süd-Kenia an den Viktoria-See, während sich nach Osten hin Wüsten und Steppen gegen den Indischen Ozean und Jtalienisch-Somali- land erstrecken. Auch der im Norden an Abessinien anschließende Landesteil, in dem jetzt eben die italienischen Operationen stattfinden, ist als recht unzugängliche Steppenwüste zu bezeichnen. Die Italiener haben noch einen Weg von ungefähr 400 Kilometer bis an den Tana-Fluß zurückzu- legen, der den fruchtbaren Teil des Landes nach Norden begrenzt. Wenig bekannt ist, daß Kenia feinen Namen van dem Kenia-Gebirge hat, das mit über 5200 Meter nur 800 Meter niedriger als der Kilimandscharo ist. Im Nordwesten bildet das Protektorat Hganda die Brücke zwischen Kenia und dem südlichen Sudan. Am stärksten berührt uns Deutsche natürlich der Tatbestand, daß das ehemalige D e u t s ch - O st a f r i k a im ©üben an Kenia grenzt. Die Engländer haben es erst als „Protektorat" bezeichnet und damit etwas dem M a n -
PK. Der lange Oberleutnant, der jetzt neben mir, die Beine weit von sich gestreckt, in einem Sessel liegt, sieht noch sehr jung aus. Man sieht es seinem hageren, braungebrannten Gesicht nicht an, daß er eben über London einen schweren Luftkampf hinter sich brachte. Nur die glänzenden Augen verraten noch letzte Spuren innerer Anspannung.
„Tja", meint er, „heute bin ich sozusagen Schützenkönig der .Haifische* (Bezeichnung des Geschwaders) geworden. Gleich drei englische Jäger konnte ich heute erledigen, und Sie können sagen, was Sie wollen, dreizehn ist eine Glückszahl! Insgesamt habe ich nämlich jetzt dreizehn Abschüsse melden können.
Unfer heutiger Auftrag lautete: Begleitung einiger Staffeln Do-17-Verbände, die einen Flugplatz bei Cro ydon, in dichtester Nähe Londons, angreifen sollten. Kurz nach dem Heberfliegen der englischen Küste kamen von oben mehrere Spitfires heruntergeftvßen und versuchten, auf den Kampfverband herunterzudrücken. Bei dem Versuch blieb es aber auch. Gleich hinterher tarnen nämlich Me»109’$äger, die auf die Spitfires ballerten und eine feindliche Maschine direkt vor meinen Augen absck-ossen.
Dann kamen die feindlichen Jäger laufend und versuchten, sich an den Kampfverband zu mogeln. Der erste, der unter einer Do 17 hing, kam in meine Feuergarbe. Ich verpaßte ihm eins, und schon ging es mit einer schwarzen Rauchfahne senkrecht nach unten weg. Das war der erste. Dann schrie schon mein Funker: VonhintenlinksMaschinen! Ich kurvte ein; beim Einkurven flitzte schon eine Hurricane an mir vorbei. Ich kurvte sofort hinterher und schoß aus allen Waffen auf den Vogel. Die Maschine tippte vornüber weg, einzelne Teile montierten birett in der Luft ab. Der Flugzeugführer tonnte das
Stockholms. Sept. (Europapreß.) In London wird amtlich bestätigt, daß die englischen Truppen in der Keniakolonie eine neue schwere Niederlage ein- stecken muhten. Nach der Räumung M o y a l e s wird befanntgegeben, daß die englischen Streitkräfte nunmehr auch den militärisch wichtigen Stützpunkt Buna haben räumen müssen. Nach dem Fall Moyales war dieser Stützpunkt von den Engländern heftig verteidigt worden, es hatten sich in den letzten Tagen erbitterte Kämpfe entwickelt. Buna ist deshalb von besonderer strategischer Bedeutung, weil es ein Hauptpunkt der Wasserversorgung im Norden der Kolonie Kenia ist. Es wird zugegeben, daß der Platz nichtmehrlängerzu halten gewesen sei, nachdem die Italiener die Möglichkeit hatten, von Norden und Osten her gegen die englischen Stellungen vorzustohen. England scheint mit dieser Andeutung gleichzeitig die Räumung des Vierecks anzukündigen, das nördlich der Linie Moyale—Jl Wat liegt.
Die militärische und politische Lage in Nordostafrika erregt große Besorgnis in London. Der italienische Vorstoß in Kenia hat England bereits veranlaßt, die Entsendung von I r u p p e n d e r Härtungen anzuordnen. Die Besetzung von Buna hat großen Eindruck gemacht, da England in diesem Teil Afrikas bereits bedeutende Kräfte zusammengezogen hatte. Die englische Regierung hat sich nun entschlossen, aus Gebietsteilen Westafri- kas und aus Asien Truppen in Marsch zu setzen zur Verteidigung Kenias, des Sudans und Palästinas.
Wenig tröstlich find die in London aus S ü d - afrita eintreffenoen Nachrichten. Infolge der unsicheren inneren politischen Lage im Lande hat die Regierung in Kapstadt der britischen Regierung nahegelegt, von der Südafrikanischen Union nicht die Bereitstellung allzu starker Truppenkontingente und Kriegsmaterialien zu fordern. Die letzte Ab-
Kabinendach abwerfen und flieg aus, so den langsameren, aber sichereren Weg zur Erde benutzend. Das war der zweite.
Unter uns waren unterdessen die Häuser Londons. Wir kurbelten mitten über der Stadt mit den feindlichen Jägern. Einmal war London unter uns und der Himmel oben; bann wieder war der Himmel unter uns und London oben. So ungefähr sieht pänv lich ein Luftkampf aus. Weit hinter uns her bullerte unterdessen unaufhörlich die Flak. Lag eine Salve mal zu dicht, dann haben wir ein bißchen „gewedelt", und schon waren wir aus dem Feuerbereich. Der ßuftfampf ging ununterbrochen weiter.
Hier und da habe ich einigen Engländern Herzklopfen bereitet. Ob ich dabei getroffen habe, kann ich nicht genau sagen, weil die angegriffenen Jäger sofort im Abschwung nach unten verschwanden. Unten war London im Dunst immer noch deutlich zu sehen. Wahrscheinlich haben sie gleich Churchill gemeldet, wie schneidig es hier oben zuging.
Wieder mogelten sich dann einige Jäger in Wolke ndeckung an den Kampfverband heran. Einer kam von unten rechts hochgezogen. Hinterher waren übrigens zwei Me 109. Ein Feuerstoß — sofort ging er rechts über die Fläche nach unten weg, zeigte zuerst überhaupt keine Fahne. Unten aber qualmte er dann erheblich und schlug auf. Das war der dritte. Links war ein anderer Zerstörerpulk, die hatten ebenfalls Luftkampf.
Einfach toll, der Betrieb da oben! Heb er all flitzten die weißen Mäuse, die Leuchtstreifen der Phosphormunition, durch die Gegend. .Wo man hinguckte, waren mehrere Pulks am Werk, und überall trudelten abgeschossene Spitfires oder Hurricanes hinunter. Die Do 17 kamen alle heil nach Hause, und nachher ging ein ununterbrochenes Gew edel über unserem Platz los.
So,v mehr erzähle ich heute nicht."
Auf dem Wege zur Reichsuuiversitäi.
Die „Leipziger Illustrirte Zeitung" hat ein Sonderheft der deutschen Forschung gewidmet. An der Spitze wendet sich Reichserziehungsminister R u st gegen einen besonders bösartigen im Ausland über Deutschland verbreiteten Irrtum, daß der Nationalsozialismus der vorher so hochberühmten deutschen Wissenschaft ein Ende bereitet habe. Die jüngste Vergangenheit habe weiten Kreisen offenbart, zu rockt)en großartigen Ausmaßen die Leistungen der Wissenschaft im Deutschland Adolf Hitlers gediehen sind. Was die nationalsozialistische Revolu- tion der deutschen Hochschule an personellen und organisatorischen Veränderungen gebracht habe, sei notwendig gewesen, denn zunächst seien die Hoch- schulen nickst nur Institutionen reinen Denkens und Forschens, sondern auch Bildungs- und Erziehungsstätten eines jungen Geschlechts ersten Ranges. Die Eroberung der Hochschule sei neben der Eroberung der Staatsgewalt vielleicht das entscheidende. Der Lenkungsoder Führungsanfpruch, den der Staat gegenüber der Wissenschaft erhebe und laufend durch den Reichsforschungsrat verwirkliche, lasse die Eigenge- setzlichkeit aller wissenschaftlichen Arbeit unangetastet. Der Reichsforschungsrat habe nicht etwa die gesamte wissenschaftliche Arbeit auf diejenigen Fragen abgestellt, deren Lösung im unmittelbaren Interesse der deutschen Wirtschaft und Wehrmacht oder ganz allgemein des Staates liege. Zwar fei der Zweckforschung ein großer Raum gegeben, aber auch die Grundlagen- oder Tiefenforschung werde bewußt gefördert.
lieber Organisation und Planung der deutschen Forschung berichtet Ministerialdirektor Prof. Dr. Mentzel, der Chef des Amtes für Wissenschaft im Reichserziehungsministerium. Es sei das Verdienst der deutschen Wissenschaft, wenn heute das deutsche Volk seinen Treibstoff, oder Gummibedarf sowie den Bedarf an wichtigen anbereit’ Werkstoffen ausreichend aus Quellen schöpfen könne, die nicht von der Natur zur Verfügung gestellt wurden. Die Hochschule sei auch heute nicht nur die Wiege unseres akademischen Nachwuchses, sondern stelle auch in ihren über 1800 Instituten die bedeutendste Forschungskapazität dar. Weiter seien aus dem wissenschaftlichen Leben die 3 6 Kaiser- Wilhelm-Institute nicht wegzudenken. Eine dritte Art wissenschaftlicher Arbeitsstätten seien die Länderforschungsinstitute und die großen N e i ch s a n ft a 11 e u. Ferner gebe es noch die Akademien der Wissenschaften und die etwa 600 wissenschaftlichen Vereine und Gesellschaften. Um die vielgestaltige Produktion der deutschen Forschung übersehen zu können und die vorhandenen Mittel wirtschaftlich einzusetzen, wurde der Reichsforschungsrat gegründet. Sein organisatorischer Unterbau ist die Deutsche Forschungsgemeinschaft. Der nationalsoziallistische Staat ist auch an die Vereinfachung seines wissenschaftlichen Apparats herangegangen. Vieles fei bereits geschehen, weitere Maßnahmen, zu denen insbesondere auch die Schaffung der Reichsuniversität gehöre, seien in Vorbereitung und würden zu gegebener Zeit durchgeführt.
Das Landvolk.
Es ist eine wenig beachtete Leistung des Landvolkes, daß die große industrielle Arbeitssteigerung zum großen Teil von Menschen vollbracht wurde, die das LaiHvolk gestellt hat. Diese Leistung ist um so beachtlicher, als die Erzeugungsschlacht auch von der deutschen Landwirtschaft einen Mehraufwand an Arbeit erforderte. Die Teilergebnisse der Volks- und Berufszählung vom 17. Mai 1939 ermöglichen eine genauere Vorstellung von dem Umfang dieser MSnschenabgabe des Landvolkes. Sie umfassen etwa 30 v. H. der reichsdeutschen Wohnbevölkerung. In dem erfaßten Gebiet ist die Zahl der land- und forstwirtschaftlichen Berufszugehörigen in der Zeit von 1933 bis 1939 um über 560 000 zurückgegangen, das Landvolk hat also praktisch nicht nur seinen gesamten Geburtenüberschuß, sondern darüber hinaus einen wesentlichen Teil seiner bisher in der Landwirtschaft tätigen Arbeitskräfte abgegeben. Es ist zu befürchten, daß die Kräfteabgabe des Landvolkes an die ande-
Oie Bedingungen des Umtausches sind folgende:
1. Der Umtausch ist unter gleichzeitiger Einreichung der alten Schatzanweisungen in der Zeit
lehrreich gewesen. Zehn Stimmen genügten reits, um die Regierung in der Kammer in Minderheit zu bringen.
Kenia
Vor knapp zwei Wochen haben die Italiener
Nach dem Verlust Bunas
Ernste britische Sorgen in Ostafrika.
4°/0 Schatzanweisungen der Deutschen Reichspost von 4940


