Ausgabe 
4.9.1940
 
Einzelbild herunterladen

DerSchützenkönig der Haifische" berichtet

23on Kriegsberichter Benno Wundshammer

Das Tokioter BlattAsahi" berichtet, daß

die

,23nlina Vanini

lone,

stimmung im südafrikanischen Parlament ist sehr

die

rückzahlbar zum Nennwert am 1. Oktober 1950

2.

Llmtauschangebot

3.

4.

6.

bc- die

i Banini" von Stendhal, Regisseur Gal- zur Aufführung. Auch diesem Werk war ein

großer Erfolg beschicden. Sehr gefallen hat auch der schwedische FipnKadett Kamrater", der das Leben an der königlichen Seeakademie in Stock- Holm schildert.

Einweihung desHauses der deutschen Apotheker".

Am Montag wurde das neueHaus der deut­schen Apotheker" anläßlich einer Dienstbesprechung der Leiter der Apothekerkammern seiner Bestim­mung übergeben. Unter dem Dorsitz des Reichsapo- thekerführers Schmierer wurden Fragen der Arznewersorgung, besonders in den neuen Ost- und Westgebieten, behandelt. Die Tagung erhielt beson­dere Bedeutung durch die Anwesenheit von Vertre­tern des Reichs Minister! ums des Innern, des Reichs­wirtschaftsministeriums und des Reichsgesundheits­amtes sowie der drei Wehrmachtsteile.

Wegen Widerstandes erschossen.

Der Reichssührer ff und Chef der Deutschen Polizei teilt mit: Am 1. September 1940 wurde wegen Widerstandes der 23 Jahre alte polnische Verbrecher Michael Brügger erschossen.

15 Tote bei einem Zugzusammenstoß in Belgien.

Ein Zug, der 1200 belgische Flüchtlinge aus Südfrankreich nach Charleroi und Lüttich zurllckbe- fördern sollte, erlitt in der Nähe der belgischen Grenze auf nordfranzösischem Gebiet bei dem Orte Torgnäe einen schweren Unfall. Ein Güterzug fuhr von rückwärts in den aus zwölf Wagen bestehen­den Flüchtlingszug hinein. Fünfzehn Personen wurden getötet und etwa fünfzig verletzt.

Unfallreiches Wochenende in Neuyork.

Heber das letzte Wochenende, das durch das Fest der nationalen Arbeit verlängert worden ist, hatten sich Millionen von Einwohnern Neuyorks ans Meer oder auf das Land begeben. Der dadurch hervor- gerufene st arte Verkehr forderte infolge von zahlreichen Verkehrsunfällen rund 4 0 0 Todes­opfer. Nicht weniger als 221 Menschen kamen bei Kraftwagenzusammenstößen ums Leben.

Die ersten Fröste in Finnland.

In Nord- und Mittelfinnland wurden die ersten Fröste registriert. In einer Reihe von Orten sind Temperaturen bis zu minus drei Grad feft- geftelU worden.

vom 3. btS 11. September 1940

bei den in der Anlage zu diesem Angebot genannten Geldanstalten und deren deutschen Zweigniederlassungen während der üblichen Geschäftsstunden anzumelden.

Der Umtausch kann auch durch Vermittlung aller übrigen Banken, Bankiers, Spar­kassen, Girokassen und Kreditgenossenschaften bei den Umtauschstellcn vorgenommcn werden.

Früherer Schluß des Umtauschgeschäfts bleibt Vorbehalten.

Bei dem Umtausch werden die neuen Schatzanweisungen zum Kurse von 99%% abgegeben, so daß die Umtauschenden

eine Barvergütung von %

erhalten.

Außerdem wird den Umtauschenden

ein Bonus von % °/o

gewährt. Die Barvergütung und der Bonus werden von den Umtauschstellen ausgezahlt, nachdem die eingereichten Schatzanweisungen durch die Reichsschuldenverwaltung (Kon­trolle der Reichspapiere) geprüft worden sind.

Eine Provision für. den Umtausch wird den Einreichern von den Umtauschstellen nicht berechnet.

Für die Hergabe der alten Postschatzanweisungen sowie für die Ueberlassung der neuen Postschatzanweisungen ist eine Börsenumsatzsteuer nicht zu entrichten.

Die am 1. Oktober d. I. fälligen Zinsscheine der umzutauschenden 4% % Postschatzan­weisungen verbleiben den Einreichern und werden wie üblich bei Fälligkeit eingelöst.

Die zum Umtausch gelangenden 4% % Schatzanweisungen sind mit einem nach Abschnitten und Nummern georteten Verzeichnis einzureichen.

Hebet die zum Umtausch eingereichten 4% % Postschatzanweisungen werden den Ein­reichern nichtübertragbare Quittungen erteilt, gegen deren Rückgabe die neuen Schatz­anweisungen, soweit ihre Ausfertigung beantragt wurde, nach Erscheinen von denjenigen Stellen ausgehändigt werden, welche die Quittungen ausgestellt haben.

Die im Umtausch beantragten neuen Schatzanweisungen gelten als voll zugeteilt.

Die neuen Schatzanweisungen werden baldmöglichst geliefert, und zwar in der gleichen Stückelung, in welcher die alten Schatzanweisungen eingereicht werden. Abweichende Wünsche werden jedoch nach Möglichkeit berücksichtigt werden.

Berlin, im September 1940.

Oer Reichspostmmister

Ohnesorge

6.

7.

Kleine politische Nachrichten.

Zum Gouverneur der Bank von Frankreich ist der ehemalige Dizcgouverneur dieser Bank, Poes Brest-de-Boisanger, bestellt worden. Der bisherige Gouverneur F o u r - n i e r wurde zum Ehrengouoerneur ernannt.

Frau des Marschalls Tfchiangkaischek im Flugzeug in Hongkong eingetroffen sei, sie werde ihre Reise voraussichtlich bis in die Ber­einigten Staaten fortsetzen.

*

Der nordamerikanische Marinesekretär Knox ist auf dem Luftwege zu einer vierzehntägigen In­spektionsreise nach den pazifischen Flotten­stützpunkten abgereist, wo er einem Manöver beiwohnen wird.

Aus aller Welt.

Die Filmwoche in Venedig.

Im Rahmen der deutsch-italienischen Filmwoche wurde der FilmBefreite Händ e" aufgeführt. Der italienische Minister für Volkskultur, Pavo - lini, beglückwünschte am Schluß der Aufführung den anwesenden Spielleiter Hans Schweick- Hardt und Brigitte H o r n e y zu ihrem Erfolg. Am Montagabend gelangte der italienische Film Stärker als die Liebe" nach der Novelle

Die Deutsche Reichspost bietet den Inhabern der am 1. Oktober 1940 fälligen 4% % Schatz­anweisungen der Deutschen Reichspost von 1935 Folge I in Höhe von RM. 150000000, den Hmtausch in

4% Schatzanweisungen der Deutschen Reichspost von 1940

rückzahlbar zum Nennwert am 1. Oktober 1950 in gleicher Höhe an.

Die neuen Schatzanweisungen werden in den gleichen Abschnitten wie die alten Schatz­anweisungen ausgegeben, also in Abschnitten zu RM. 500, 1000, 5000 und 10000.

Die Erwerber haben außerdem an Stelle der Ausfertigung von Schatzanweisungen die Wahl,

entweder deren Einlegung in ein Sammeldepot bei einer Wertpapiersammelbank

oder die Eintragung des zugeteilten Betrages in ein bei der Reichsschuldenverwaltung für die Deutsche Reichspost zu führendes Schuldbuch auf ihren eigenen Namen oder den einer Wertpapiersammelbank

zu beantragen.

Der Zinslauf der neuen Schatzanweisutttzen beginnt am 1. Oktober 1940. Die Zinsen werden halbjährlich am 1. April und 1. Oktober gezahlt, erstmalig am 1. April 1941.

Die neuen 4% Schatzanweisungen sind als verbriefte Schuldverbindlichkeiten des Reichs gemäß § 1807 BGB. mündelsicher.

Die Schatzanweisungen können nach Erscheinen im Lombardverkehr der Deutschen Reichs­bank sowohl in Stücken als auch in Sammelbestandanteilen bei Wertpapiersammelbanken beliehen werden und sind auch im Lombardverkehr bei der Preußischen Staatsbank (Seehand­lung) als Deckung zugelassen; ebenso sind die Schuldbuchforderungen über diese Schatzan­weisungen beleihbar.

Die Einführung der neuen 4% Postschatzanweisungen an den deutschen Börsen wird alsbald nach Erscheinen der Stücke veranlaßt werden.

datscharakter Rechnung getragen, den das Versailler Diktat für Deutsch-Ostafrika bestimmt hat. Aber sehr bald verwandelten sie Deutsch-Ostasrika in das Tanganjika-Territorium und be­wiesen damit, daß sie, ohne jede Rücksicht auf das Versailler Diktat selbst einfach zu demGott Nimm" beten. Deutsch-Ostafrika und Kenia sind Anreiner des großen zentralafrikanischen Viktoria-Sees, der Kilimandscharo erhebt sich unmittelbar an der Grenze zwischen Deutsch-Ostafrika und Kenia.

Einnahme eines Forts am Rudolf-See gemeldet und jetzt kommt die Nachricht, daß sie auch Buna, etwa 90 Kilometer südlich von dem schon früher genommenen Moyale, erobert haben. Alle diese rte liegen schon in der englischen Kronkolonie Kenia. Aehnlich wie in dem früheren Deutsch- Ostafrika liegt auch in Kenia das eigentliche Frucht­land, das auch von Weißen bewohnt ist, auf einer Hochebene von mehr als 1000 Metern im Innern des Landes. An ihrem Westrand liegt, ziemlich tief im Süden, die Landeshauptstadt Nairobi. Im Westen grenzt Süd-Kenia an den Viktoria-See, während sich nach Osten hin Wüsten und Steppen gegen den Indischen Ozean und Jtalienisch-Somali- land erstrecken. Auch der im Norden an Abessinien anschließende Landesteil, in dem jetzt eben die ita­lienischen Operationen stattfinden, ist als recht un­zugängliche Steppenwüste zu bezeichnen. Die Ita­liener haben noch einen Weg von ungefähr 400 Kilometer bis an den Tana-Fluß zurückzu- legen, der den fruchtbaren Teil des Landes nach Norden begrenzt. Wenig bekannt ist, daß Kenia fei­nen Namen van dem Kenia-Gebirge hat, das mit über 5200 Meter nur 800 Meter niedriger als der Kilimandscharo ist. Im Nordwesten bildet das Protektorat Hganda die Brücke zwischen Kenia und dem südlichen Sudan. Am stärksten berührt uns Deutsche natürlich der Tatbestand, daß das ehe­malige D e u t s ch - O st a f r i k a im ©üben an Ke­nia grenzt. Die Engländer haben es erst alsPro­tektorat" bezeichnet und damit etwas dem M a n -

PK. Der lange Oberleutnant, der jetzt neben mir, die Beine weit von sich gestreckt, in einem Sessel liegt, sieht noch sehr jung aus. Man sieht es sei­nem hageren, braungebrannten Gesicht nicht an, daß er eben über London einen schweren Luft­kampf hinter sich brachte. Nur die glänzenden Au­gen verraten noch letzte Spuren innerer Anspan­nung.

Tja", meint er,heute bin ich sozusagen Schützenkönig der .Haifische* (Bezeichnung des Ge­schwaders) geworden. Gleich drei englische Jäger konnte ich heute erledigen, und Sie kön­nen sagen, was Sie wollen, dreizehn ist eine Glückszahl! Insgesamt habe ich nämlich jetzt dreizehn Abschüsse melden können.

Unfer heutiger Auftrag lautete: Begleitung ei­niger Staffeln Do-17-Verbände, die einen Flug­platz bei Cro ydon, in dichtester Nähe Lon­dons, angreifen sollten. Kurz nach dem Heberflie­gen der englischen Küste kamen von oben mehrere Spitfires heruntergeftvßen und versuchten, auf den Kampfverband herunterzudrücken. Bei dem Versuch blieb es aber auch. Gleich hinterher tarnen nämlich Me»109$äger, die auf die Spitfires ballerten und eine feindliche Maschine direkt vor meinen Augen absck-ossen.

Dann kamen die feindlichen Jäger laufend und versuchten, sich an den Kampfverband zu mogeln. Der erste, der unter einer Do 17 hing, kam in meine Feuergarbe. Ich verpaßte ihm eins, und schon ging es mit einer schwarzen Rauchfahne senkrecht nach unten weg. Das war der erste. Dann schrie schon mein Funker: VonhintenlinksMaschinen! Ich kurvte ein; beim Einkurven flitzte schon eine Hurricane an mir vorbei. Ich kurvte sofort hinterher und schoß aus allen Waffen auf den Vogel. Die Ma­schine tippte vornüber weg, einzelne Teile montierten birett in der Luft ab. Der Flugzeugführer tonnte das

Stockholms. Sept. (Europapreß.) In London wird amtlich bestätigt, daß die englischen Truppen in der Keniakolonie eine neue schwere Niederlage ein- stecken muhten. Nach der Räumung M o y a l e s wird befanntgegeben, daß die englischen Streitkräfte nun­mehr auch den militärisch wichtigen Stützpunkt Buna haben räumen müssen. Nach dem Fall Moyales war dieser Stützpunkt von den Engländern heftig verteidigt worden, es hatten sich in den letzten Tagen erbitterte Kämpfe entwickelt. Buna ist des­halb von besonderer strategischer Bedeutung, weil es ein Hauptpunkt der Wasserversor­gung im Norden der Kolonie Kenia ist. Es wird zugegeben, daß der Platz nichtmehrlängerzu halten gewesen sei, nachdem die Italiener die Möglichkeit hatten, von Norden und Osten her gegen die englischen Stellungen vorzustohen. England scheint mit dieser Andeutung gleichzeitig die Räu­mung des Vierecks anzukündigen, das nördlich der Linie MoyaleJl Wat liegt.

Die militärische und politische Lage in Nordost­afrika erregt große Besorgnis in London. Der ita­lienische Vorstoß in Kenia hat England bereits ver­anlaßt, die Entsendung von I r u p p e n d e r Här­tungen anzuordnen. Die Besetzung von Buna hat großen Eindruck gemacht, da England in diesem Teil Afrikas bereits bedeutende Kräfte zusammengezogen hatte. Die englische Regierung hat sich nun entschlossen, aus Gebietsteilen Westafri- kas und aus Asien Truppen in Marsch zu setzen zur Verteidigung Kenias, des Sudans und Palä­stinas.

Wenig tröstlich find die in London aus S ü d - afrita eintreffenoen Nachrichten. Infolge der un­sicheren inneren politischen Lage im Lande hat die Regierung in Kapstadt der britischen Regierung nahegelegt, von der Südafrikanischen Union nicht die Bereitstellung allzu starker Truppenkontingente und Kriegsmaterialien zu fordern. Die letzte Ab-

Kabinendach abwerfen und flieg aus, so den lang­sameren, aber sichereren Weg zur Erde benutzend. Das war der zweite.

Unter uns waren unterdessen die Häuser Londons. Wir kurbelten mitten über der Stadt mit den feind­lichen Jägern. Einmal war London unter uns und der Himmel oben; bann wieder war der Himmel unter uns und London oben. So ungefähr sieht pänv lich ein Luftkampf aus. Weit hinter uns her bullerte unterdessen unaufhörlich die Flak. Lag eine Salve mal zu dicht, dann haben wir ein bißchengewedelt", und schon waren wir aus dem Feuerbereich. Der ßuftfampf ging ununterbrochen weiter.

Hier und da habe ich einigen Engländern Herz­klopfen bereitet. Ob ich dabei getroffen habe, kann ich nicht genau sagen, weil die angegriffenen Jäger sofort im Abschwung nach unten verschwanden. Un­ten war London im Dunst immer noch deutlich zu sehen. Wahrscheinlich haben sie gleich Churchill ge­meldet, wie schneidig es hier oben zuging.

Wieder mogelten sich dann einige Jäger in Wol­ke ndeckung an den Kampfverband heran. Einer kam von unten rechts hochgezogen. Hinterher waren übrigens zwei Me 109. Ein Feuerstoß sofort ging er rechts über die Fläche nach unten weg, zeigte zuerst überhaupt keine Fahne. Unten aber qualmte er dann erheblich und schlug auf. Das war der dritte. Links war ein anderer Zerstörerpulk, die hatten ebenfalls Luftkampf.

Einfach toll, der Betrieb da oben! Heb er all flitzten die weißen Mäuse, die Leuchtstreifen der Phosphor­munition, durch die Gegend. .Wo man hinguckte, waren mehrere Pulks am Werk, und überall trudel­ten abgeschossene Spitfires oder Hurricanes hin­unter. Die Do 17 kamen alle heil nach Hause, und nachher ging ein ununterbrochenes Gew edel über unserem Platz los.

So,v mehr erzähle ich heute nicht."

Auf dem Wege zur Reichsuuiversitäi.

DieLeipziger Illustrirte Zeitung" hat ein Son­derheft der deutschen Forschung gewidmet. An der Spitze wendet sich Reichserziehungsminister R u st gegen einen besonders bösartigen im Ausland über Deutschland verbreiteten Irrtum, daß der Natio­nalsozialismus der vorher so hochberühmten deut­schen Wissenschaft ein Ende bereitet habe. Die jüngste Vergangenheit habe weiten Kreisen offen­bart, zu rockt)en großartigen Ausmaßen die Leistun­gen der Wissenschaft im Deutschland Adolf Hitlers gediehen sind. Was die nationalsozialistische Revolu- tion der deutschen Hochschule an personellen und organisatorischen Veränderungen gebracht habe, sei notwendig gewesen, denn zunächst seien die Hoch- schulen nickst nur Institutionen reinen Denkens und Forschens, sondern auch Bildungs- und Er­ziehungsstätten eines jungen Ge­schlechts ersten Ranges. Die Eroberung der Hochschule sei neben der Eroberung der Staatsge­walt vielleicht das entscheidende. Der Lenkungs­oder Führungsanfpruch, den der Staat gegenüber der Wissenschaft erhebe und laufend durch den Reichsforschungsrat verwirkliche, lasse die Eigenge- setzlichkeit aller wissenschaftlichen Arbeit unange­tastet. Der Reichsforschungsrat habe nicht etwa die gesamte wissenschaftliche Arbeit auf diejenigen Fra­gen abgestellt, deren Lösung im unmittelbaren In­teresse der deutschen Wirtschaft und Wehrmacht oder ganz allgemein des Staates liege. Zwar fei der Zweckforschung ein großer Raum gegeben, aber auch die Grundlagen- oder Tiefen­forschung werde bewußt gefördert.

lieber Organisation und Planung der deutschen Forschung berichtet Ministerialdirektor Prof. Dr. Mentzel, der Chef des Amtes für Wissenschaft im Reichserziehungsministerium. Es sei das Ver­dienst der deutschen Wissenschaft, wenn heute das deutsche Volk seinen Treibstoff, oder Gummibedarf sowie den Bedarf an wichtigen anbereit Werkstoffen ausreichend aus Quellen schöpfen könne, die nicht von der Natur zur Verfügung gestellt wurden. Die Hochschule sei auch heute nicht nur die Wiege unse­res akademischen Nachwuchses, sondern stelle auch in ihren über 1800 Instituten die bedeutendste Forschungskapazität dar. Weiter seien aus dem wissenschaftlichen Leben die 3 6 Kaiser- Wilhelm-Institute nicht wegzudenken. Eine dritte Art wissenschaftlicher Arbeitsstätten seien die Länderforschungsinstitute und die gro­ßen N e i ch s a n ft a 11 e u. Ferner gebe es noch die Akademien der Wissenschaften und die etwa 600 wissenschaftlichen Vereine und Gesellschaften. Um die vielgestaltige Produktion der deutschen Forschung übersehen zu können und die vorhandenen Mittel wirtschaftlich einzusetzen, wurde der Reichsfor­schungsrat gegründet. Sein organisatorischer Unterbau ist die Deutsche Forschungsge­meinschaft. Der nationalsoziallistische Staat ist auch an die Vereinfachung seines wissenschaftlichen Apparats herangegangen. Vieles fei bereits ge­schehen, weitere Maßnahmen, zu denen insbesondere auch die Schaffung der Reichsuniversität gehöre, seien in Vorbereitung und würden zu gege­bener Zeit durchgeführt.

Das Landvolk.

Es ist eine wenig beachtete Leistung des Land­volkes, daß die große industrielle Arbeitssteigerung zum großen Teil von Menschen vollbracht wurde, die das LaiHvolk gestellt hat. Diese Leistung ist um so beachtlicher, als die Erzeugungsschlacht auch von der deutschen Landwirtschaft einen Mehrauf­wand an Arbeit erforderte. Die Teilergebnisse der Volks- und Berufszählung vom 17. Mai 1939 er­möglichen eine genauere Vorstellung von dem Um­fang dieser MSnschenabgabe des Landvolkes. Sie umfassen etwa 30 v. H. der reichsdeutschen Wohn­bevölkerung. In dem erfaßten Gebiet ist die Zahl der land- und forstwirtschaftlichen Berufszugehörigen in der Zeit von 1933 bis 1939 um über 560 000 zurückgegangen, das Landvolk hat also praktisch nicht nur seinen gesamten Geburtenüber­schuß, sondern darüber hinaus einen wesentlichen Teil seiner bisher in der Landwirtschaft tätigen Arbeitskräfte abgegeben. Es ist zu befürchten, daß die Kräfteabgabe des Landvolkes an die ande-

Oie Bedingungen des Umtausches sind folgende:

1. Der Umtausch ist unter gleichzeitiger Einreichung der alten Schatzanweisungen in der Zeit

lehrreich gewesen. Zehn Stimmen genügten reits, um die Regierung in der Kammer in Minderheit zu bringen.

Kenia

Vor knapp zwei Wochen haben die Italiener

Nach dem Verlust Bunas

Ernste britische Sorgen in Ostafrika.

4°/0 Schatzanweisungen der Deutschen Reichspost von 4940