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Zwei L-Vools-Komman-anten erhielten das Ritterkreuz.
Berlin, 3. Sept (DJIB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz verliehen: Korvettenkapitän Rösing, Ehef einer llnterseebootsflot- tille, Kapltänleutnant Frauenheim, Kommandant eines Unterseebootes.
England am Jahrestage der britischen Kriegserklärung.
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Digne im unbesehten Frankreich von Engländern bombardiert.
J? s" L 4- Sept^ (Europapreß.) Große Aufregung hat in Frankreich das Bombardement der in der unbesetzten Zone liegenden offenen Stadt Diane ^^o^erufen. Digne wurde am Dienstag gegen 1 Uhr früh von oin-m onnr.t*«« m______” v-T*
vor Augen hält, begreift auch unter einem neuen Gesichtswinkel, daß die Ueberwindung der Landflucht uni) Stadtsucht wirklich eine Lebensfrage der Nation ist. Schon jede Feststellung, daß diese oder jene Arbeit eines Deutschen unwürdig sei, würde zu inneren Auseinandersetzungen und Differenzen zwischen den Berufsständen führen. Nichts tun, viel Geld verdienen und andere ür sich arbeiten lassen, würde das volks^ersetzende allgemeine Ideal werden, d. h. wir würden das Ideal übernehmen, an dem Frankreich zugrunde ging und das auch Englands führende Schicht dem sicheren Verderbe/, ausliefert. Wir wollen nicht vergessen, daß es dem Nationalsozialismus in erster Linie dadurch gelungen ist, aus dem deutschen Volk wieder eine geschlossene Volksgemeinschaft zu machen, daß jeder Arbeit, die für das Volk notwendig ist, auch wieder ihre Würde und Anerkennung gegeben wurde. Adolf Hitler brachte es fertig, den Unterschied zu beseitigen, der in der Bewertung der Handarbeit und der geistigen Arbeit infolge marxistischer Schulung in unserem Volk breiten Raum gewonnen hatte. Es sei daran erinnert, daß gerade zu diesem Zweck z. B. auch der Reichsarbeitsdienst zeschaffen wurde. Jede Arbeit, die auf d e u t - chem Boden geschieht, ist, wie Reichsleiter Ro- enberg kürzlich feststellte, ihrer Achtung wert. Unser Ziel kann also niemals sein, ein „Herrenvolk" im englischen Sinne zu werden. Wir wollen nicht ein Reich auf tönernen Füßen sein, sondern ein Reich, stark und gesund aus deutschem Blut, auf deutschem Boden.
Das Ausländer-Problem in Frankreich.
Genf, 3. Sept. (Europapreß.) Das Ausländerproblem, das in Frankreich besonders dringlich ist, acht einer Teillösung entgegen. Die im Laufe des panischen Bürgerkrieges nach Frankreich geflüchteten. Spanier werden nach einem französisch- mexikanischen Abkommen nach Mexiko abgehoben. Für die übrigen, in die Millionen gehenden lästigen Ausländer wird in Vichy nach einer Regelung gesucht. Es macht sich eine starke Ärö- mun^ bemerkbar, die eine bestimmte Gruppe von Ausländern namentlich aus dem geistigen und wirtschaftlichen Leben Frankreichs ausschließen möchte. Solche Ausländer, die schon vor Jahren nach Frankreich kamen und sich der Landwirtschaft widmeten, sollen in keiner Weise betroffen werden. Aufgeräumt soll aber werden mit den vielen aus dem Ausland eingewanderten Juden. So schreibt der „Petit Dauphinois": „Sah man nicht bei gewissen Umzügen der Volksfront ganze Kohor- ten von ausländischen Juden? ... Selbst eine Volksfront-Regierung sah sich gezwungen, eine Anti-Hltler-Ausstellung in Paris zu schließen, die durch die Freunde des Herrn Lecache aufgezogen worden war, dessen Blatt „Marianne" jetzt für drei Monate verboten worden ist. Man kann die Regie- rung nur ermutigen, den Weggang der Ausländer, die zu viele Plätze von arbeitslosen Franzosen einnehmen und die im übrigen auch noch die Der- sorgungsfrage erschweren, zu begünstigen."
WA. greisen über -en Aequator
Aus der Hauptstadt des sudamerikanischen Staates E c u a do r kommt die Nachricht, daß das Parlament oeben dieAbtretungderGalapagos-Jn- e/n an die Vereinigten Staaten be- chloffen hat. Mit dem Namen „Ecuador" sind mir Aon über die Lage des Landes einigermaßen im i.ild Er bedeutet nichts anderes als das in der deutschen Sprache eingebürgerte Wort Aequator das man auch mit „Erdgleicher" übersetzt, weil die ^lequator-Lmte von den beiden Polen der Erde gleich wett entfernt ist. So liegen denn auch die Galapagos. Inseln unmittelbar am Aequator. Es ist r-A e‘:nCu vulkanische Inselgruppe, deren Gesamt- flacheninhalt immerhin so groß ist wie Hessen/ die -aber nur von etwa 2000 Einwohnern bewohnt wird. ^st^Ä'ert den Panamakanal von Süd- westen Ihre Besetzung durch die Vereinigten Staaten bedeutet daß hier die Politik Washingtons zum rstenmal im Bereiche Südamerikas über den Aequa- oubgreist. Die Galapagos-Jnseln waren vor inigen Jahren allgemeines Gesprächsthema, als sich lieh ^rdt al9 "Naturmensch" dort nieder- Die'^r? h Ate einen tragischen Ausgang.
finh bre k000 Kilometer von der Küste n fr h .flV"? t" ?er naturwissenschaftlichen Lite- innntb Q^bie-?Or heimischen Niesenschildkröten be- Seeräuber eifC öarCn fie cin Schlupfwinkel bar
auszusagen wygte. Anderseits haben wir eine w e i t- , flimmere Reihe von strategi- sch en Zusammenbrüchen erlitten, als sich selbst die pessimistischste Phantasie damals vorstellen
Die langanhaltenden Luftalarme beginnen die Moral der Londoner Bevölkerung ernsthaft zu zer- etzen. Besonders beunruhigend für di.- Behörden i t die Wirkung der Luftbombardements auf die nördlichen Stadtteile und die Umgebung der Flug- jkifec Hendon und Golders Green, wo zahlreiche Ausländer wohnen. Die Zurückhaltung der Behörden in der Bekanntgabe von Verlustziffern hat die Geruchtsbildung begünstigt. Deshalb fordert der „Daily Telegraph", die Regierung, solle die Be- 1 Uhr”früh nnn ^l5,,s,ia0 yegen
oolterung Mehr in» Vertrauen Mcn.dcnn nutzen. I flogen, das 5 0 Bomb enTbm daran
Stockholm, 4. Sept. (Europapreß.) In dem gleichen Augenblick, da Chamberlain vor einem Jghr in seiner Eigenschaft als englischer Ministerpräsident im Unterhaus erklärte: „England befinde> sich von heute, dem 3. September 1939, im Kriege mit Deutschland", brausten am Dienstag große deutsche Bomberformationen, begleitet non Jagdgeschwadern, über Westminster hinweg. London erlebte am ersten Jahrestag der englischen Kriegserklärung eine Luftschutzwarnung, die in den Vormittagsstunden von 9.20 bis 11 Uhr englischer Zeit dauerte. Die Warnung war notwendig geworden, weil sich bereits in ben frühen Mor- genstunoen über einer sü do st englischen Stadt ein heftiger Luftkampf entwickelt hatte. An dem Kampf sollen Hunderte von deutschen Maschinen teilgenommen haben. Der englische Nachrichtendienst schilderte diese Vorgänge als die „a l l e r h e f t i g st e n Kämpfe, die je in dieser Gegend stattgesunden haben". Stellenweise sei das Getöse der Bombenabwürfe und das Motorenheulen o laut gewesen^ daß man sein eigenes Mort nicht verstanden habe. Diese Kämpfe folgten deutschen Luftoperationen, von denen in der'Nacht zum Dienstag der englische Südosten, der Südwesten, die Mittelgrafschaften, der Nordosten und der Westen ersaßt worden waren. Aus all diesen Gegenden des Landes werden Bombenabwürfe und Brände gemeldet.
Viereinhalb Stunden lang sind die deutschen Flugzeuggeschwader, die gegen Mitternacht zum Angriff gegen England ansetzten, über London und dem Süden Großbritanniens geblieben. Die ganze Zeil hindurch bestand für Landon Luftalarm, als die letzten Bewohner der Großstadt Dienstag morgen aus ihren Unterständen und Luftschutzkellern emporstiegen, war es bald wieder Tag. Wie das Luftfahrtministerium selbst bekanntgibt, haben die trategischen Stellungen an der Themsemündung am meisten gelitten. Mehrere Brände waren selbst Dienstag morgen noch nicht gelöscht. Einzelheiten über den angerichteten Schaden werden verschwiegen. Die Deutschen hätten, so heißt es, von drei Seiten angegriffen und die britischen Jagd- lugzeuge vor eine schwere Ausgabe gestellt
konnte. Einer nach dem anderen unserer Verbündeten ist durch unaufhörliche zerschmetternde Schläge aetroffen worden. Sie beweisen, daß Deutschland heute den härteren Geist Bismarcks überträgt, und daß es über militärische Talente verfügt, die einem Moltke oder Ludendorff - keineswegs nachstehen." Nachdem die „Times" das Schicksal Polens, Nor- weaens, Hollands und Belgiens beklagt, fährt sie fort: „Schließlich hat die mächtige Sichel der deutschen Attacke die großen Armeen Frankreichs glatt rurchschlagen, die britischen Streitkräfte ans Meer getrieben und die für uneinnehmbar gehaltene Ma- «inotlinie verächtlich beiseite geschoben, so daß die französische Republik nach drei Wochen Krieg im Staub lag."
Stockholms. Sept. (Europapreß.) Am Dienstag jährte sich der Tag der britischen Kriegserklärung. Die englische Presse warnt aus diesem An- laß vor „ü vertriebenem Optimismu s", nachdem — wie „Daily Mail" nüchterner hinzufügt — die letzten zwölf Monate schwere oder, besser gejagt, katastrophale Rückschläge gebracht yaoen. „Wir wollen uns über Die Lage nichts vormachen", so sagt das Blatt. „Wir werden große Probleme zu lösen haben. Wir brauchen neue Methoden und neue Männer. Die Operationen des Heeres im vergangenen Jahr haben uns gezeigt, daß unsere Führung genau wie die der Franzosen voll ständig versagte und den Krieg nicht verstand. Führer mit Gedanken, die noch aus den Jahren 1914/18 stammen, müssen aus den leitenden Stellungen verschwinden. Als kriegführende Macht haben wir erst im Mai zu leben angefangen. Wir haben eine Menge drohender Gefahren abzuwehren. Wir müssen alle arbeiten in dem Gedanken, daß wir verzweifelt um unser nacktes Leben kämpfen."
Selbst die „Times" ist sehr klein geworden. Zwar bemüht sich bas Blatt, dem Volke Hoffnungen auf ein „Ab ebb en der Flut" zu machen, kann aber nicht umhin, die Ueberlegenheit der deutschen Wehrmacht und ihre Erfolge im erjien Kriegsjahr zuzugeben. ,.Jm allgemeinen", so schreibt die Zeitung, „sind die Verluste an Menschenleben in diesem Kriege viel geringer gewesen, als man vor einem Jahre vor
fielen außerhalb der Stadt nieder. 30 wurden i n dasStadtgebiet geworfen. Eine Bombe schweren Kalibers fiel in unmittelbare Nähe der Prä- eftur und riß ein riejiges Loch. Bisher sind weder <
Verluste an Toten noch an Verletzten gemeldet worden. Diane ist ein Städtchen im Departement Basses Alpes (Provence), etwa 20 Kilometer östlich 'des Tales der Durance, einem linken Nebenfluß der Rhone.
den sie den hier wohnenden Deutschen ein Mahnmal größter Opferbereitschaft sein. Darüber hinaus werden sie allen Deutschen immer eine Warnung vor dem polnischen Volkstum zu sein haben. Wenn wir uns noch einmal alles das vergegenwärtigen, was vor einem Jahr war, glaube ich, können wir stolz sein auf bat, was in den abgelaufenen zwölf Monaten in diesem Lande geleistet worden ist. Sauberkeit und Ordnung haben mit den Deutschen wieder Einzug gehalten. Die Deutschen haben wieder einmal gezeigt, daß sie ein aufbauendes Element sind, während die Polen ein zerstörendes waren. Indem wir unsere Pflicht erfüllen, werden wir den großen Opfern, die vor einem Jahr bracht wurden, am besten gerecht.
fische Nachrichten, die ohne Gefahr der Preisgabe militärischer Geheimnisse veröffentlicht werden könnten, würden der Gerüchtsbildung vorbeugen. So ist eine neue hysterische Angstwelle wegen der angeblichen Fünften Kolonne ausgebrochen. Der „Daily Expreß" meldet, es bestehe der Verdacht, daß ein Feuer auf einem Londoner Fabrikdach und drei Heuhaufen in der Nähe von Flug- plätzen von der Fünften Kolonne als Wegwei- s e r für bie deutschen Flieger a n fl e a ü n • d e t worden seien. Die Polizei erhalte zahlreiche Anzeigen über angebliche Signale während der Angriffe deutscher Flugzeuge durch Bewegung der Vorhänge beleuchteter Zimmer, Taschenlampen, Fackeln und absichtlich angelegte Feuer. „Nicht al^e diese Berichte erweisen sich als begründet", meint sorgenvoll das Blatt und sagt dann: „Seit drei Wochen läuft alles in die Luftschutzkeller. Millionen englischer. Arbeiter saßen still. Dieses Jmkellersitzen hat uns eine Menge lebenswichtiger Arbeit gekostet, die wir nie wieder einholen können. Kriegsminister Eden wandte sich gegen den Optimismus, mit dem man in man- Gen englischen Kreisen in die Zukunft zu blicken cheint. Er sagte: „Obwohl wir den vergangenen Monat als den erfolgreichsten in unserer ■ Krieg- uh rung werten können, ist-die Invasiv nsge. fahr keineswegs vorüber. Diese Gefahr hangt weiter über uns, darum ist es unvorsich - tig, s i ch hoffnungsvollen Vorstellun- gen hinzu geb en. Wir müssen auch in den kommenden Wochen auf der Wacht sein, denn Hitler scheint seine Pläne nicht aufgegeben zu haben."
Die neuesten deutschen Operationen gegen England werden von der Kopenhagener Presse als um lrugliche Anzeichen der sich ständig st e i g e r n d e n
Angriffs registriert. „Berlingske daß die englische Verteidigungstaktik sich als wenig effektiv erwiesen habe — Fä- hrelanbet" umreißt das Kräfteverhältnis Deutsch- land - England mit dem Satz: „Während die Warmperioben bes Wochenenbes in Berlin relativ ."urz unb roeiüg ereignisreich waren unb zeigten wie Idirocr ein Durchstoßen ber beutschen Sperrlinien ist geigen die deutschen Angriffe auf England, welch enormen Krafteuberschuß die deutsche Luftwaffe ein- Zusetzen vermag."
war, hunderte Male gesagt und gedruckt, wie ungeheuer England gerüstet fei, und daß Deutschland nicht die geringste Aussicht habe, dieser Uebermacht an Kapital, Rohstoffen usw. zu trotzen. Nun, da cs anders gefommen ist, warten sie mit anderen Beweisgründen auf. '
23 or der Gefahr ber Inflation warnt erneut „Daily Mirror" , er erklärt, baß seit den ersten Tagen des Krieges „eine schleichende Paralyse der Gleichgültigkeit" bas Land infiziert habe. Das Blatt spricht von einer „erschütternden Leichtfertigkeit" Sir Kingsley W o o b s, bes Schatzkanzlers, der sich bemühe, die Flut ber Inflation mit einem Stück Löschpapier unb einem Eierlöffel einzudäikmen. Inzwischen seien die Preise stetig gestiegen. Die Eisenbahnen, die immer in der Vorhut der Reaktion marschieren, hätten ihren schmutzigen Anteil daran, baß die Lebenshaltungskosten in ine Höhe gegangen seien. Der von Professor Keynes vorgeschla- gene Sparzwang sei auf Betreiben des Gouverneurs der Bank von England, Montagu Norman, fallen gelassen worben. Sein Geist werde auferstehen, wenn ber Ballon ber Inflation sich von feiner Verankerung losreißen nferbe. Dann aber würden weder bas Schatzamt noch die Bank von England in der Lage fein, diesen Ballon wieder herunterzuholen.
Der Korrespondent von „Dagens Nyheter" glaubt behaupten zu können, daß bas englische Volk heute mit der Realität mehr vertraut sei, „nachdem zehn ber letzten zwölf Monate nichts anderes waren als eine ununterbrochene Hette, verlorener Hoffnungen unb vernichteter Illusionen".
Die Lonboner Prelle betont zwar in ihren Rückblicken, die Entschlossenheit, bis zum letzten zu kämpfen, helfe nichts, wenn man nicht auch den Willen habe, jebes Opfer zu bringen. Aber ber Zweifel, ber biefc Maynung enthält, wirb anscheinend auch vom britischen Jnformationsministerium geteilt, denn um die gesunkene Stimmung zu heben, propagiert es'jeht die Lesart, England habe ja eigenf- lich erst im M a i d. I. zu rüsten begonnen, während Deutschland einen jahrelangen Vorsprung habe. Wie man sieht, spekulieren die Herren auj ein kurzes Gedächtnis ihrer Leser. Denn sie Haven ja, ehe die Hohlheit ihrer Phrasen erwiesen
genteil aus blutsmäßigen völkischen Gründen alles barangefetzt werben, um so bald wie irgendmöglich den letzten polnischen Landarbeiter in Deutschland wieder entbehrlich zu machen.
Gerade diese Ausgabe zeigt, wie dringend erforderlich nach wie vor trotz allen Aufstiegs eine ' jeru n g unter ®ebur- g ist. Wer sich diese Tatsachen
Korvettenkapitän Rösing hat als stellvertretender Kommandant in zwei Unternehmungen 1 4 S ch i f f e mit 88 849 BRT, darunter drei Tanker, und zwar vorwiegend aus stark gesicherten Geleitzügen heraus, versenkt. — Kapitänleutnant Frauenheim ist erfolgreich in stark überwachtes englisches Küstengebiet eingedrungen. Ernste Beschädigungen eines Schweren Kreuzers und das Sinken mehrerer be- waffneter^)andelsdawpfer waren der Erfolg seiner Tätigkeit. Außerdem ist seinem kühnen unb ruhigen Verhalten bie Versenkung von weiteren 11 bewaffneten feindlichen Handelsschiffen mit einer Gesamt- tonnage von 58 010 BRT. zürn größten Teil aus stark gesicherten Geleitzügen heraus, zu verdanken.
Korvettenkapitän R ö s i n a wurde 1905 als Sohn des Vizeadmirals a. D. Rösing in Wilhelmshaven geboren 1924 trat er in die Kriegsmarine ein. Er machte eine Mittelmeerreise an Bord des Kreuzers „Königsberg" mit. Von 1931 bis 1933 war er Korn Mandant in einer Schnellboot-Halbflottitte. Dann wurde er Unterseebootskommandant. Seit dem 18. 1940 ist er Ehef einer Unterfeebootsflottille. — Ka- pitänleutnant Frauen he im wurde 1912 als Sohn eines Rechnungsdirektors in Berlin geboren. 1930 trat er in die Kriegsmarine cin. Sein erstes Bordkommando war das Segelschulschiff „Niobe". Als Leutnant zur See machte er an Bord des Kreuzers „Karlsruhe" eine Auslandreife mit. Seit April 1936 gehört er der Unterseebootswaffe an. Seit dem 1.10. 1937 Ist er Unterseebootskommandant.
Bromberg gedenkt der Opfer des Blutsonntags
Brom berg, 3. Sept. (DNB.) Vor einem Jahr erlebte Bromberg das furchtbare Entsetzen des Blutsonntags. In stolzer Trauer gedachte die Stadt des Opfers, bas die Deutschen im befreiten Land ijrem Volkstum bringen mußten. Endlos sind die Gräberreihen auf dem neuerstandenen Ehrenfried- Hof vor ben Toren der Stadt 6 4 9 Gräber er- mordeter Volksdeutscher klagen an. Dor dem Ehrenfriedhof haben Abordnungen der Wehrmacht und der Parteialiederungen Aufstellung genommen, als ber (Bauleiter und Reichsstatt. Halter Forster zusammen mit dem stellvertreten- den Kommanbierenden General an den Gräbern ber Ermordeten unb ber in ben Kämpfen um Bromberg gefallenen Soldaten Kränze niederlegen. Darauf verliest der Volksdeutsche Hugo Hinrichsen einen erschütternden Erlebnisbericht von dem Marsch nach Lomit'sch. Hierauf spricht Gauleiter Forster. Solange diese Gräber sichtbar sind, so sagt er, wer
griff ber stellvertretenbe Gauleiter Staatsrat Gör- l i tz e r bas Wort.
Ein deutscher Staatsangehöriger im Internierungslager in Niederländisch- Indien erschossen.
Berlin, 3. Sept. (DNB.) Die Erschießung eines deutschen Staatsangehörigen namens yrnt) ft u , der in einem Internierungslager in Niederländisch- Indien untergebracht war, gibt einen neuen Beweis von dem brutalen Vorgehen der holländischen Behörden in Niederlänbisch-Jndien gegen Deutsche. Frühstück wurde, wie alle anderen Deutschen in Niederländisch-Jndien, am 10. Mai verhaftet und m eines der berüchtigten niederländisch-indischen Intel:• nicrungslager verschleppt. Hier ist er am 15. Mai, als er im Lager spazieren ging, von einem Posten ohne Anruf hinterrücks erschossen. — Cs ist deutscherseits immer wieder darauf hlngewlesen worden, daß die holländischen Kolonialbehörden sich nicht davor gescheut haben, selb st Fraue nun b Kinber unmenschlichster Behanblung ouszusetzen. Die hollänbischen Machthaber in Niederlänbisth-Jn- bien mögen jedoch gewiß fein, daß sie alle Folgen für ihr verbrecherisches Vorgehen gegen wehrlose Deutsche zu tragen haben werben.
WeArbett ist ihrerAchtung wert
NSG. Reichsminister Darr6 hat gelegentlich eines Besuchs in Danzig-Westpreußen erklärt: „Der Boden wird von dem regiert, der i h n bearbeitet, nicht von dem, der ihn bearbeiten läßt". Diese Worte sind eine klare unb eindeutige Ablehnung der Auffassung, als ob das deuttche Volk in diesem Krieg gezeigt habe, daß es zur Herrschaft bestimmt sei und ber deutsche Mensch z u schabe sei, diese ober jene schwere Arbeit, z. B. Jßanbarbeit ober Grubenarbeit zu leisten. Diese, so sagen bie Vertreter biejer „H e r r e n v o l k t h e o r i e", müßten in Zukunft anbere, also z. B. bie Polen, für uns leisten. Es ist gut, baß Reichsminister Darr6 biesen abwegigen Ausfassungen einmal unmißverftänblich entgegengetreten ist, denn die völkifchen und sozialen Gefahren, die diese Herrenvolktheorie in sich birgt, können nicht ernst genug genommen werden. Wenn wir die Bearbeitung des deutschen Bodens in zunehmenden Maße Den Polen überlassen würden, bann wäre bie zwangsläufige Folge eine allmähliche Unterroanberung, Entwurzelung und Durchdringung unseres Volkes mit polnischem Blut. Der frühere oder spätere Zusammenbruch des Reiches wäre unausbleiblich. Der Einsatz von frembvölkischen Landarbeitern in Deutschland ist nur eine Notlösung unb barf niemals als etwas anberes betrachtet werden. Es muß im Ge-
Oie Beisetzung der Opfer des Luftangriffs auf Berlin.
Berlin, 3. Sept. (DNM1 Unter Beteiligung weiter Kreise der Berliner Bevölkerung und der Partei fand auf verschiedenen Friedhöfen bzw. Krematorien der Reichshauptstadt die Beisetzung der beim ßuftanariff englischer Mordbuben am 29. August d. I. ums Leben gekommenen Volksgenossen statt, deren Zahl sich bis zur Stunde auf 12 erhöht fjat. Auf dem St.-Jacobi-Friedhof in Neukölln er»
daß endlich ein Grohstaat von ber Wucht unb ber Autorität bes Großbeutschen Reiches bie Donaufrage in die Hand genommen hat. In früheren Jahren haben zwei Donauuferstaaten einmal als „Großmächte" gegolten: das ottomanifche Reich und die österreich-ungarische Monarchie. Dos alte Otto- manenreich war ein Garant nur für die Reaktion unb für den wirtschaftlichen Stillstand: bie alte Doppelmonarchie war jo auf Kompromissen aufgebaut, daß alles Dermieben wurde, was anderwärts unfreundlich hätte gedeutet werden können. Charakteristisch hierfür ist die Art, wie die Frage der Donauregulierung behandelt wurde, die der Wiener Regierung auf Dem Berliner Kongreß im Jahre 1878 übertragen worden waren.
Die Donau ist eine ausgesprochen vernachlässigte Wasserstraße. Dabei bereitet die Regulierung Des Strombettes eigentlich nur an einer einzigen Stelle wirklich große Schwierigkeiten, nämlich in Der Felsenenge, in der die Donau bie Karpathen durchbricht. Diese Stelle heißt das „Eiserne To r". Da jeder der Donauuferstaaten befürchtete, daß ein anderer Staat besonderen Vorteil von der Donauregulierung Huben könnte, tat man nichts, — ober doch sehr wenig. Die Arbeiten, die von ber Wiener Regierung von 1890 bis 1898 am Eisernen Tor geleistet worden lind, haben die gestellte Ausgabe nur halb gelost, lieber die Donau yatte nach ben ftriebensbiftaten bes Jahres 1919 der größte Uferstaat, Deutschland, nicht mitzubeftimmen, wohl aber Großbritannien unb Frankreich, bie weder an ber Wasserstraße selber, noch an dem Meer liegen, in das die Donau fließt. Mit der Lossagung vom Versailler 23ertrag hat Deutschland auch die alte D o« naukornmission durch eine neue ersetzt, in der fremde Regierungen nichts zu sagen haben.
Der Krieg hat.die Länder des europäischen Festlandes vor neue große Probleme gestellt. Die Seeverbindung der Länder des südlichen und des nördlichen Europas hat sich als unsicher erwiesen. Es dient soaar dem Frieden, wenn man diesen Verkehr einschränkt ober doch durch den Ueberlanboer« kehr ersetzbar macht; denn dann dürfen andere Mächte nicht damit rechnen, daß sie durch Unterbrechung dieses Verkehrs ihre Gegner wirtschaftlich gefährlich verletzen können. Der Schienenweg ist teurer als der Weg über die Binnenwasserstraßen, die nach der Fertigstellung ber beiben genannten Kanalprojekte das Schwarze Meer (also auch das Mittelländische Meer) mit den beiden nördlichen Ausläufern des Atlantischen Ozeans, der Nordsee unb ber Ostsee, verbinben werben. Es wirb sich aller Wahrscheinlichkeit nach ein lebhafter Durchgangsverkehr von Den Donau- unb Balkanländern unb Italien einerseits unb ben Ostsee-Uferländern anbererfeits entwickeln. So ist damit zu rechnen, baß schwebisches unb norwegisches Erz und Nordsee- Fische nach Süden, südosteuropäisches Getreide, Erdöl und Obst nach Norden transportiert werden.
Die Voraussetzung hierfür ist allerdings, daß der Ausgleich, der sich zwischen den kontinentaleuro- väischen Völkern jetzt im Kriege entwickelt hat, fort- Dauert. Das ist nach den bitteren Erfahrungen, bie beispielsweise die beiden Länder NordeUrovas mit hochentwickelter Viehzucht (Dänemark und bie Niederlande) mit der überseeischen Kraftfuttermittel-Versorgung gemacht haben, sehr wahrscheinlich. Auch ist es ein schweres Risiko, in seiner Brotgetreibever- forgung allein auf überseeische Zufuhr angewiesen zu sein, wie Belgien, bie Niederlande unb Norwegen es bisher aewesen sinb. Jft erst einmal bie Donau ein zuverlässiger, leistungsfähiger und dabei billiger Wasserweg geworden unb garantieren die Ufer- tagten unter Großdeutschlands Führung einen chnsllen unb sicheren Verkeyr, so könnte in ber 23er- orgung der nordeuropäischen Länder mit Brot- und Futtergetreide ein großer Wandel erfolgen.


