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Aus -er engeren Heimat
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NSG. Verschiedentlich hat der Schrottanfall auf dem Kriegsschauplatz im Westen den Eindruck er- weckt, als seien jetzt die Schrottsammlungen im Inland nicht mehr notwendig. Nun steckt zwar in den ausgebrannten Tanks, den beschädigten.Kanonen und den zerstörten Eisenbahnbrücken und Eisenbahnschienen eine gewaltige Alteisenmenge, doch kann selbstverständlich davon keine Rede sein, dah diese Menge etwa den deutschen Bedarf auf Jahre hinaus decken könne. Dazu kommt noch, daß nicht alles erbeutete Kriegsmaterial als Schrott angesehen werden kann, weil es meist noch ganz oder 3iim Teil gebrauchsfähig ist. Zu seiner Er-
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dunq, denn hier gründete der Buchdrucker und Schriftgießer Christian E g e n o l f f vor 400 Jahren die erste Schriftgießerei als selbständiges Gewerbe, die als die Keimzelle des weltbekannten Frankfurt-Offenbacher Schriftgießereigewerbes anzu- sehen ist. .
Oie Gutenberg-Festwoche in Mainz.
Lpd. Mainz, 30. Juni. Die Deutsche Arbeitsfront, NSG. „Kraft durch Freude", führte in der Stadthalle eine eindrucksvolle Feierstunde zur 500- Jahr-Feier der Erfindung des Buchdrucks durch Jo- Hannes Gutenberg durch. Sinn der Feierstunde war, den Erfinder Gutenberg als Vertreter jenes ewigen deutschen Geistes zu würdiaen, der in allen Jahrhunderten in großen Menschen immer wieder lebendig ist und durch weithin sichtbar werdende -laten immer das Auge der Welt auf Deutschland lenkte. Die Veranstaltung war eine einzigartige Ehrung für Gutenberg.
Der Akademiesaal des Kurfürstlichen Schlosses bot den Rahmen für die diesjährige Festsitzung der Gutenberg-Gesellschaft. Der Direktor des Mainzer Gutenberg-Museums, Dr. Alois Ruppel, hielt aus seinem reichen Wissen über Gutenberg, das er im Jubiläumsjahr 1940 in zwei Standardwerken der Gutenberg-Forschung niedergelegt hat, einen lebendigen Vortrag. All die bekannten Tatsachen aus dem Leben des Erfinders, feine Kämpfe und Mühen, seine Nöte und Enttäuschungen zeichnete der Redner. Er würdigte die Schönheit des Hauptwerks Gutenbergs, der 42zeiligen Bibel, und schilderte, wie nach dem Tode Gutenbergs ihm die Erfinderschaft von kleinen Geistern streitig gemacht wurde, während seine Erfindung den letzten Winkel der Welt in unaufhaltsamem Siegeszug eroberte. Er schloß seine Ausführungen damit, dah heute die objektive Guten- berg-Forschung eindeutig Gutenberg und damit einen Deutschen als den Erfinder festgestellt habe. Der stellvertretende Oberbürgermeister, Provinzialdirektor Dr. Wehner würdigte in abschließenden Worten die Verdienste der Gutenberg-Gesellschaft und vor allem die großen Verdienste des Direktors des Gutenberg-Museums, Dr. Ruppel, um die Erforschung der Geschichte des Drucks
Anschließend hielt die Gutenberg-Gesellschaft ihre 39. ordentliche Mitgliederversammlung ab. Die Gutenberg-Festwoche fand am Sonntagabend mit einer festlichen Aufführung des „Don Carlos", wobei der Mainzer Generalmusikdirektor Karl Maria Zwißler die Rolle des Königs Philipp erstmals fang, ihren Abschluß.
Die Stadt Mainz hat als Festgabe zur 500-Jahr- Feier der Druckkunst im Typendruck den von Fust und Schöffner mit Typen Gutenbergs in drei Farben (schwarz, blau und rot) gedruckten canon missae herausgegeben. Er entstand zwischen dem Psatter von 1457 und dem Psalter von 1459, umfaßt 24 Folioseiten und ist mit den Psaltertypen gedruckt. 525 große und kleine Zeichen wurden zu diesem herrlichen Druck, dem reichverzierte Initialen ein besonderes Gepräge geben, verwendet. Die Schriftgießerei D. Stempel in Frankfurt hat als Stiftung für das Gutenberg-Museum die zu dem Neudruck benutzten Schriften nach Angaben von Gustav Mori in der Schriftgußtechnik Gutenbergs schneiden und gießen lassen und ebenso den Satz und Druck in ihrer Haus* druckerei ausgeführt. Das verwendete Papier ist handgeschöpftes Büttenpapier ähnlich wie es Gutenberg verwendete. Die Druckfarben find ähnlich den Farben der Frühdrucker. Die in Halbpergament gebundene Festgabe der Stadt Mainz ist eine bibliophile Kostbarkeit, die jeden Bücherliebhaber entzückt.
Entgitterungs-Aktion wird fortgesührt
Trotz Beuteschrott weiter (Schrottsammlung.
Landkreis Sieben.
4- Reiskirchen, 2. Juli. Unter außergewöhnlich starker Beteiligung der Einwohnerschaft und dem Geleite seiner Bekannten und Berusskamera- den aus nah und fern wurde am Dienstagnachmittag Lehrer Karl Rausch von hier zur letzten Ruhe gebettet. Der Ortsgeistliche, Pfarrer Frank, gab ein treffliches Bild dieses tüchttgen Erziehers, dessen ganzes Leben gewissenhafteste Pflichterfüllung bei deutscher soldatische« Haltung kennzeichnete. Von der Wertschätzung, deren sich der Verstorbene zu Lebzeiten erfreute, gaben die vielen Kranzspenden und ehrenden Nachrufe am Grab Zeugnis. Es legten Kränze nieder: die Ortsgruppe Reiskirchen der NSDAP, durch Ortsgruppenleiter Stark, die Krieaerkameradschaft Reiskirchen durch Herrn Schäfer, die Offiziersoereinigung des Landwehr- Jnfanterie^Regiments 116 Gießen durch Studienrat Dr. H e y m a n n (Gießen), das Kreisschul- und Laüdratsamt Gießen durch Schulrat Walter (Gießen), die Schule Reiskirchen durch Lehrer Roth, der evangelische Kirchenvorstand durch Kir- chenvorfteher Launspach,die politische Gemeinde Reiskirchen durch Bürgermeister Guntrum, die Spar- und Darlehnskasse durch Vorstandsmitglied Schmidt und der Nattonalsozialistische Lehrerbund und seine Berufskameraden durch Lehrer Leisenheimer (Rödgen). Lehrer Karl Rausch stammte aus Maar, Kreis Lauterbach. Nach seiner Entlassung aus der Volksschule besuchte er von 1896
bis 1898 die Präparandenanstalt zu Lich und von 1898 bis 1901 das Lehrerseminar zu Friedberg. Nach Verwendung als Schuloerwalter an verschiedenen Orten wurde er 1908 in Burkhardsfelden an- gestellt und siedelte 1920 nach Reiskirchen über. Im Weltkrieg, an dem er als Leutnant und Kompanieführer teilgenommen hatte, errang er das Eiserne Kreuz 1. Klasse und eine Reihe weiterer hoher Orden. Ein sich im vorigen Jahr einstellendes Leiden machte dem Leben des vortrefflichen Menschen ein Ende. , , v
*Lang-Göns, 3. Juli. Dem Sohn Wilhelm des Landwirts Wilh. Kaspar Sp i e ß von hier, Obergasse, wurde für Tapferkeit vor dem Feind das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. W. Spieß studierte Volkswirtschaft und hatte im Winter einen Urlaub von 6 Wochen erhalten, um sein Examen abzulegen, das er mit Erfolg bestand. Nun zeichnete er sich auch als Soldat aus.
Ein Schriftgießerei-Museum in Frankfurt.
LPD. Frankfurt a.SOt., 1.3uli. Als Beitrag zum Gutenberg-Jubiläumsjahr 1940 wurde am Montag vormittag in Frankfurt a. M. im Haus „Zum alten Frosch" in der Falkengasse ein Schriftgießerei-Museum der Öffentlichkeit übergeben. Das völlig wiederhergestellte Haus „Zum alten Frosch" steht mit den Anfängen des Buchdrucks und des Schriftgusses in enger Derbin-
zum Teil gebrauchsfähig , _ .
faffimg werden besondere Kolonnen der deutschen Wehrmacht eingesetzt, die das Material nach seiner Wiederverwendungsmöglichkeit ordnen, so daß nur das nicht verwendungsfähige Material als Schrott den Stahlöfen zugeführt wird. Soweit es sich nicht um erbeutetes Kriegsmaterial handelt, wird in Holland und Belgien der Schrott vom dortigen Altstoffhandel gesammelt, wobei der in den zerstörten Brücken-, Schienen, Häusern usw. steckende Stahlschrott in die Stahlöfen geschickt wird, um daraus den für den Wiederaufbau dieser Gebiete notwen-
Der I. M., ebenfalls aus Polen, war des Hausfriedensbruchs, der Bedrohung und der Sachbe cha- digung, begangen in schwer angetrunkenem Zustand auf Hof-Güll, beschuldigt. Der Anklagevertreter beantragte eine Gesamtgefängnisstrafe von sechs Monaten. Der Angeklagte wurde wegen Volltrunkenheit zu einer Gefängnisstrafe von zwei Monaten, abzüglich eine Woche Untersuchungshaft, verurteilt.
deutsche 12, Kartoffeln, alte, 54 kg 05, 5 kg 50 Rpf., 50 kg 4,15 RM., Wirsing, grün, 54 kg 16 Rpf., Weißkraut 20, Gelberüben, das Bund, 15 bis 20, Roterüben 15, Spinat, 54 kg 15, Römischkohl 15, Bohnen, grün 58, Erbsen 30 bis 35, Mischgemuse 15, Tomaten 80, Zwiebeln 18, Rhabarber 10, Himbeeren 45 bis 50, Kirschen 45 bis 50, Heidelbeeren 42, Stachelbeeren 40, Johannisbeeren 30, Erdbeeren 50, Blumenkohl, das Stück 20 bis 60, Salat 8 bis 10, Salatgurken 30 bis 50, Oberkohlrabi 15, Rettich 10 bis 15, Radieschen, das Bund 10 bis 12 Rpf.
Lebensmitteleinkauf möglichst vormittags.
NSG. Es ist ganz einfach eine schlechte Angewohnheit, wenn manche Hausfrau ihre Lebensrnittel stets erst in der letzten Stunde vor Ladenschluß am Abend besorgt, statt vormittags. Ein wenig Nachdenken über die Auswirkung dieser Angewohnheit auf den eigenen Haushalt und auf die Mitmenschen wird sie schnell davon überzeugen, daß möglichst vormittags eingekauft werden sollte.
Was die Hausfrau am frühen Morgen emfauft an Obst und Gemüse, das erhält.sie ftisch aus der Markthalle. Hat es schon einen Tag bei dem Händler gelegen, ist es nicht so ftisch erhallen und hat das Gemüse bereits gelitten. Viele Hausfrauen haben den Einwand, sie könnten nachmittags mit mehr Muße einkaufen, da am Vormittag so manche andere Arbeit zu erledigen wäre. Das wird in den meisten Fällen doch nicht ganz zutteffen, denn es ist leider immer noch so, daß die Geschäfte m den Abendstunden überfüllt sind. In den Morgenstunden würde die Hausfrau vielleicht mehr Aufmerksamkeit vom Händler beanspruchen können.
Nicht um ihres eigenen Vorteiles willen sollte sie vormittags kaufen, sondern auch vor allen Dingen mit Rücksicht auf die berufstätige Frau, die aus den Einkauf in den Abendstunden angewiesen ist und auf die Frau des Einzelhändlers und seine Angestellten, die bei starkem Verkehr bis zum Ladenschluß oft noch eine weitere Stunde im Geschäft bleiben müssen, um aufzuräumen. Wir haben heute alle gelernt, nicht nur an uns 3U denken, sondern auch an unsere Nachbarn. Deshalb Hausfrauen, kauft in den Morgenstunden!
*
** Mit dem Eisernen Kreuz ausae- zeichnet. Der Oberleutnant und Kompanieführer Wilhelm Schmidt (Neue Bäue 25) wurde für Tapferkeit vor dem Feind mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. .
** Silberne Hochzeit. Am gestrigen Mittwoch, 3. Juli, konnten der Pfleger August Alt - haus und Frau Elisabeth, geb. Sauerwald, Wetzsteinstraße 14, das Fest der silbernen Hochzeit feiern. Nachträglich unseren herzlichen Glückwunsch!
** Im Kampf gegen den Verkehrssünder. Die Polizei schritt in der Zeit vom 14. bis zum 20. Juni im Bereich der Polizeidirektion Gießen (einschließlich des Polizeiamtes Bad-Nau- heim-Friedberg) wiederum gegen eine stattliche Anzahl Verkehrssünder ein. Zur Anzeige gebracht wurden 2 Kraftfahrzeugführer, 3 sonstige Fahrzeugführer und 5 Radfahrer. Gebührenpflichtig verwarnt wurden 3 Kraftfahrzeugführer, 4 sonstige Fahrzeugführer, 26 Radfahrer und 2 Fußgänger. Mit gebührenfreien Verwarnungen kamen 7 Fahrzeugführer, 10 Radfahrer und 10 Fußgänger davon.
Amtsgericht Gießen.
Der K. K. aus Polen war beschuldigt, am 20. v. M. als Angehöriger eines Feindstaates sich ohne Genehmigung der Kreispolizeibehörde von seinem Aufenthaltsort entfernt und das vorgeschriebene Ek-
digen Stahl zu zerschmelzen. Nach Deutschland werden nur die überschüssigen Mengen abtransportiert Das gilt vor allem für Holland, da Holland schon vor dem Kriege Schrottausfuhrland war, wahrend Belgien größere Mengen einführte.
Es ist also damit zu rechnen, daß die Lieferungen aus diesen Ländern über ein gewisses Maß nicht hinausgehen. Deswegen ist es unbedingt notwendig, daß der Schrott im Inland weiter erfaßt wird wie bisher. Insbesondere muß die Sammelaktion von Gitterschrott weiterge- führt werden. Gelegentliche Stockungen, die in dem Mangel an Arbeitskräften und an Transportmöglichkeiten begründet liegen, werden überwunden werden. Auf keinen Fall aber darf die Schrottversorgung der deutschen Eisenwirtschaft durch Nachlässigkeit in der Sammlung gefährdet werden. Bekanntlich ist Schrott vor allem für die Stahlerzeugung nach dem Siemens-Martln-'Derfahren unerläßlich. In diesem Verfahren werden besonders harte ober geschmeidige Stähle erzeugt. Da wir diesen Qualitätsstahl heute besonders dringend brauchen, ist es klar, wie wichtig es ist, daß wir ausreichend mit Schrott versorgt sind.
kennungszeichen nicht getragen zu haben. Der Anklagevertreter beantragte eine Gefängnisstrafe von acht Monaten und eine Haftstrafe von einer Woche. Der Angeklagte wurde wegen Vergehens gegen die Verordnung über die Behandlung von Ausländern zu einer Gefängnisstrafe von sechs Monaten und zu einer Haftstrafe von einer Woche verurteilt. Die Haftstrafe gilt durch die erlittene Untersuchungshaft als verbüßt.
(Nachdruck verboten!)
33. Fortsetzung.
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Für Die fTlanbelta -Einlage bereitet man einen PuDbing nad) Der 6ebcaudisamoeibing, gibt ihn in eine mit Kaltem IDafter ausgespülte form unD stürzt ihn nach Dem Erhalten. Mit einem Löffel Richt man Kurz vor Dem Anrichten reilrheci ah «gift fie in Dje fialtfrhnle, Bitte ouslrhneiben!
„Nun, vielleicht genügt auch die Zeichnung, die sie gemacht hat. Holen Sie das Ding mal heraus."
Frommel griff in einen blauen Aktendeckel und brachte das Blatt mit den Kohlelinien.
Mjöllns erster Eindruck.
Der Rechtsanwalt stand auf, verbeugte „Plüschke", stellte er sich vor.
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brachte das Blatt mit den Kohlelimen.
Mjölln zog seinen Mantel an. „Danke."
„Man fährt mit der Linie zwölf. Bis zur Schleswiger Chaussee. Dann muß man noch ein wenig
Frommel, der Sekretär Frommel, legte sich einen Plan zurecht. Er wollte eines Abends" zum Kraut- weg fahren, am Haus Nummer 78 die Glocke läuten, nach dem Kunstmaler, der dort wohnte, ftagen und ihm auf den Kopf zufagen, er sei der verschollene Detlef Hauck. Zwei Nächte lang träumte er davon. Jedoch die Träume waren nicht so, daß sie ihn beruhigten. Sie waren drückend und belastend.
Da.beschloß er am dritten Tag, mit Mjölln zu reden. , t ~
„Krautweg 78", sagte Mjölln zweifelnd. „Das wäre ja eine tolle Geschichte. Eine wahrhaft tolle Geschichte. Ich glaube nicht daran. Aber schreiben Sie mal auf einen Zettel Krautweg 78‘. Mit was für einer Bahn fährt man denn da am besten?"
„Sie wollen ...?" erlaubte sich Frommel zu fragen.
„Natürlich. Ich will mir den Mann mal ansehen."
„Wenn er aber nicht zugibt, der Maler Detlef Hauck zu sein?"
„Das ist sehr wahrscheinlich, daß er das ableugnet."
„Wir wissen gar nicht, wie er aussieht. Die Frau hatte ja nicht mal eine Photographie von ihm."
Er hörte, wie die Frau von drunten herauftief: „Sie haben Besuch bekommen, Herr Neels. Ein Herr wartet in Ihrem Zimmer."
Dann wurde die Tür geöffnet, ein Mann herein und grüßte. Er sah gleichgültig aus, das
„Ach ...", sagte sie, „ich glaube, wir müssen gehen. Du wirst zu Hause erwartet."
„... Sibylle ..."
T üer
Keine Spur von HM
Roman von Charlotte Kaufmann.
„Neels."
„Hoffentlich störe ich Sie nicht", haspelte Mjölln herunter. „Ich komme nämlich, um Ihnen einen klei«
Haus Nummer 78 zog Mjölln die Glocke. Er hörte, wie sie durch das ganze Haus drang.
Er wartete und sah auf die Uhr. Halb fünf. Auf der Straße lag schon milchige Dämmerung. Herrgott, bin ich froh, wenn der Winter wieder vorbei ist, dachte er und zog sich in seinen Mantel hinein.
Er läutete noch einmal, lauter. „Verdammt, ist denn hier kein Mensch zu Haufe?" Er brummte.
Im Erdgeschoß wurde ein Fenster geöffnet, eine Frau blickte heraus. „Bitte?" fragte sie. „Zu wem wollen Sie?"
Mjölln zog den Hut. Freundlich sein, befahl er sich.
„Ach, gnädige Frau ...", er verbeugte sich, „hier wohnt doch ein Kunstmaler, nicht wahr? Ein Herr ... verdammt, jetzt habe ich vergessen, wie er heißt." Er suchte hastig in seinen Taschen. „Ich bin zu ihm geschickt worden. Er soll sehr tüchttg sein Wo habe ich nur den Zettel."
„Sie meinen Herrn Neels?"
„Ach ja, richtig ... natürlich Herrn Neels."
„Augenblick, ich werde Ihnen aufmachen."
Drei Minuten später stand er in einem Dachzimmer.
„Vielleicht warten Sie ein wenig. Er wird sicher gleich wiederkommen", sagte die Frau und verschwand.
Mjölln setzte sich auf einen kalten Stuhl.
Das Zimmer war öde und nüchtern. Ein Bett stand in der Ecke. Auf dem Tisch lag eine Decke, die unzählige, von Zigaretten hineingebrannte Löcher aufwies.
Mjölln mußte eine Viertelstunde warten, zusammengezogen und klein in seinen Mantel gepackt.
Dann kamen Schritte die Treppe heraus. Er bekam Herzklopfen. Jetzt kommt er!
gehen."
„Gehen, bei der Kälte. So." Mjölln brummte.
Drunten auf der Straße überkam ihn ein Taumel freudiger Erwartung und Hoffnung, so daß er sich ba3U herbeiließ, ein Taxi zu nehmen. Wenn dieser Krautweg am Ende der Stadt lag und man gar von der letzten Straßenbahnhaltestelle aus noch ein Stück gehen mußte ... es war nicht gut, wenn man zu der bevorstehenden Verhandlung vollkommen ausgefroren ankam.
Der Krautweg bestand aus kleinen, wenig gepflegten Häusern mit niedrigen Fenstern. Vor dem
nen Auftrag zu bringen. Ein guter Freund hat mir Ihre Adresse gesagt. Ich brauche dringend notwendig eine hübsche Zeichnung von mir. Kohle vielleicht, oder Bleistift. Ich verstehe nichts davon. Sie machen doch so etrotis?"
„Ja... doch." Der Maler stand vor der Tür und starrte auf Mjölln. In seinen Augen lag Mißtrauen und ein wenig Hohn.
Er durchschaut mich doch nicht? dachte Mjölln, und es wurde ihm heiß.
hoffentlich komme ich nicht ungelegen", beeilte er sich zu sagen.
„Nein, nein. Nehmen Sie nur Platz." Der Maler legte zwei Pakete, die er unter dem Arm getragen hatte, auf die Kommode. .Hoffentlich ist es Ihnen nicht zu kalt."
Aber Mjölln schwitzte jetzt.
„Wer hat Sie denn zu mir geschickt?" Der Maler holte einen Zeichenblock aus der Schublade. Neben dem Fenster hing eine leere Leinwand.
,Harms heißt er. Er wohnt gleich in der Sttaße nebenan."
„Ach, der Krämer."
„Ja." Mjölln atmete auf. Er wußte nicht, daß hier ein Krämer Harms wohnte, aber er war für den Zufall dankbar.
„Ich kaufe auch bei ihm" nickte Neels. „Manchmal. Ich werde Kohle nehmen, wenn es Ihnen recht, ist. Vielleicht fetzen Sie sich ein wenig mehr zum Licht. Verdammt rasch wird es jetzt dunkel."
Mjölln schob sich an das Fenster. Seine Gedanken versuchten sich zu oergegenmärtigen, wie der Maler Detlef Hauck wohl ausgesehen haben mochte. Er dachte mit Anstrengung an das Bild, das ihm Keit von der Frau aus Stein gebracht hatte, die zarte Zeichnung, die er in der Tasche trug. Aber zum Teufel, er hatte das Gesicht vollkommen vergessen. Jedenfalls besaß der Fremde, der nun eifrig Linien auf ein Papier malte, ein ihm vollkommen fremdes Gesicht. Ein Gesicht, das ihn an nichts erinnerte. An gar nichts. Also war es auch nicht der Zeichnung der Frau Hauck ähnlich. Sonst würde es ihm doch ein wenig bekannt Vorkommen. Bluff! dachte Mjölln wütend. Alles Bluff und Wichtig- tu er ei. Dieser Frommel- ist ein Idiot.
(Fortsetzung folgt.)
„Ich werde morgen mit Mjölln sprechen", sagte Joachim, „wegen uns beiden. Du brauchst nur ja zu sagen. Dann ist die Scheidung am Landgericht bald erledigt. Böswilliges Verlassen, oder roie, sie das nennen ... Wir können im Sommer schon das Haus bauen. Wenn du nicht mehr da draußen wohnst bei den Dünen, dann wirft du auch das Alte vergessen. Oder scheint es dir nicht gut zusein, ein Leben lang bei mir zu bleiben?"
„Vielleicht kennst du mich noch gar nicht."
„Doch, ich kenne dich."
„Und wenn mein Mann noch lebt? Wenn es ihm schlecht geht?"
„Dann werde ich versuchen, ihm zu helfen, ohne dir davon zu sprechen. Du barfft mich nie mehr nach ihm fragen."
„Du denkst dir das sehr leicht."
„Das tue ich." Er hatte jetzt eine Falte über der Nasenwurzel. Plötzlich beugte er sich vor: „Sibylle", sagte er hart, „das was wir hier sprechen ... es sollte nicht gesprochen werden. Erwägungen ... Befürchtungen ... Bei Gott, wenn wir uns lieben, dann sollte es keine Aengste geben. Ich werde morgen mit meinen Eltern sprechen, und dann komme ich zu dir. Dann will ich von dir das endgültige Ja holen, mit dem ich zu Mjölln gehen kann/ Er faßte nach ihrer Hand und zog sie zu sich. „Du bist wie ein verirrter Vogel", sagte er hastig, „wie eine Schwalbe, die in die ersten Schneestürme geraten ist, während sie auf dem Weg nach Süden mar. Das Leben ist anders, als man es sich träumt, wenn man allein ist in einem Haus am' Meer und viel See sieht ... Sibylle ..."
Das Seeungeheuer neben der Lampe lächelte glitzernd und begann in der aufsteigenden Wärme des sich langsam füllenden Raumes zu tanzen. Es drehte sich, zaghaft erst, an einer leise zitternden Schnur, bann rascher und rascher.
„... Sibylle ..."
Sie schrak auf aus Träumen und Starren.
Kaltschale:
11 IDafter, 10 0 -15 0 g (4-6 gehäufte Eßl) 3u*er.
2 Räch di en Dr. Oetker Soßen- u. fialtfchalenpuloec Aprikose-. Kirsch- ober Zitrone-GesckmaL
1/4 l IDafter jum Ancühreti
Einlagen:
i. 250-375 g gezuckerte rohe Früchte ab.Kompott;
2. Schneeklöße:
1 Eiweiß. 1 Päckchen Dr. Decker Danitlinzucker;
J. „Manbella"-Einlage:
1/21 entrahmte Frischmilch, 50g(2 gehäufte ERL) Zucker, 1 Röckchen Dr. Oetker „ManbeUa"- yubbingpulnp^ H EQL IDnftcr Anruhrefr


