Gießen -Wieseck, den 4. Juli 1940.
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im 38. Lebensjahre.
Gießen, den 3. Juli 1940.
Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen.
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Am 20. Juni fiel in hartem Kampfe südlich Orleans mein geliebter Mann, unser Vater und Bruder
Getreu unserem Wahlspruch: Gott Freiheit Ehre, Vaterland, fiel am 6. Juni in Frankreich unser lieber Altkamerad
Margarete Kempff, geb. Schaefer
Jochen und Ulrich Kempff Ilse Koch, geb. Kempff Liesel Kemp ff.
Zu Ge- des
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Oer iialienische Heeresbericht.
Rom, 3. Juli. (DRV.) Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt:
In Ost-Afrika haben bedeutende englische Streitkräfte unser Lager Aletemma heftig angegriffen. Bei energischen Gegenangriffen wurden fie unter Zurücklassung von droa* 60 Toten, von Rlaschinen-
arnten-Haushalt für tagsüber od. für halbe Tage gesucht. Näheres tn der Geschäftsstelle des G.Anz.
durch besondere Tapferkeit und Umsicht ausgezeichnet. Er hat entscheidend zu den Erfolgen seines Armeekorps heigetragen.
General der Infanterie Ritter von Schobert, in Würzburg 1883 geboren, trat 1902 in das Bayerische Infanterie-Regiment Nr. 1 ein, mit dem er 1914 als Regiments-Adjutant ins Feld zog. Außer den beiden Eisernen Kreuzen, die er schon 1915 erhielt, wurde ihm das Ritterkreuz des Hausorvens von Hohenzollern und des Bayerischen Militär-Max- Joseph-Ordens mit Schwertern verliehen. Im 3uli 1918 erhielt er eine schwere Verwundung. Er leistete dann Truppendienst im Reichsheer. 1933 wurde er als Oberst Inspekteur der Infanterie. 1934 Generalmajor, 1937 Generalleutnant, Februar 1939 General der Infanterie. — Generalleutnant Weisende r g e r, geboren 1890 in Würzburg, ist aus dem bayerischen Infanterie-Regiment Nr. 9 hervorgegangen. Er wurde dreimal verwundet. Nach dem Zusammenbruch tat er in der Truppe Dienst. 1934 erhielt er ein Infanterie-Regiment. 1937 wurde er Generalmajor, 1939 als Kommandeur einer Infanterie-Division Generalleutnant. — Oberst Schmidt wurde 1892 in Weinheim geboren. Nach der Reifeprüfung trat er 1910 in das Infanterie-Regiment 137 ein. Er nahm an den Kämpfen an der Somme und in der Champagne teil und wurde zweimal verwundet. 1920 trat er zur Polizei über. Als Oberstleutnant wurde er 1936 wieder in die Wehrmacht übernommen. 1938 erhielt er als Oberst ein Infanterie-Regiment. — Hauptmann von P e t e r s d o r f, der 1892 in Pofen geboren wurde, ist bereits tm Weltkriege mit dem E. K. II und dem E. K. I und dem Preußischen Hausorden von Hohenzollern ausgezeichnet worden. Er wurde schwer verwundet. Nach
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gewehten und Munition, in die Flucht geschlagen. Auf unserer Seite nur ganz leichte Verluste.
Während eines anschließenden Luftangriffs, der keinen Schaden anrichtete, verlor der Feind zwei Flugzeuge, die von den Flakgeschützen getroffen wurden und brennend abgestürzt sind.
Unsere Luftwaffe hat von neuem und mit Erfolg die Flotten, und Luftflotten-Basen Aden mit Bomben belegt.
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sagen wir hiermit unseren herzlichsten Dank.
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Vom 15. Juli 1940 ab wird die Strom- und Gaslieferung bei allen Abnehmern gesperrt, die die Strom- und Gasgelder für den Monat Alai 1940 einschließlich kosten noch nicht entrichtet haben. Die Kosten der Strom- und Gassperre gehen zu Lasten der Säumigen. 3120A
Gießen, den 1. Juli 1940.
Direktion der Stadtwerke Gießen.________
Gerichtsreferendar
Werner Scheid
Leutnant in einem Infanterie-Regiment
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am Freitag, dem 5. Juli 1940
von 8-9 Ubr Nr. 191—265 von 9-10 Uhr Nr. 266—340 von 10-11 Uhr Nr. 341—415 von 11-12 Uhr Nr. 416—490
am Samstag, dem 6. Juli 1940 von 8-9 Uhr Nr. 491—540 von 9-10 Uhr Nr. 541—590
Ein froh-ernstes Spiel, in dem ein hübsches, tapferes Mädel so sehr seinen Mann steht, daß seine Anmut und all das, was eine Frau begehrenswert macht, im sorgenvollen Alltag zu versinken droht.....Aber ein freundlicher
Krach, ein Ballkleid aus glücklicher Zeit und ein starker blonder Junge rücken die ein bißchen verirrte Mädchenseele wieder auf den rechten Weg. Verwandlung und Zähmung einer hübschen Widerspenstigen durch die Liebel
Eine Filmkomödie der Tobis von
Fritz Peter Buch, nach seinem Theaterstück „Fräulein Jule“
ALBERT MATTERSTOCK HEIDEMARIE HATHEYER
Flockina v. Platen » Paul Henckels Albert Florath - Paul Bildt • Frieda Richard • Tr. v. Aalten • W. Janssen Spielleitung: Fritz Peter Buch MUSIK: WERNER BOCHMANN
Neueste Ufa-Ton-Woche
Siegesfahnen über Deutschland
Heute Donnerstag Erstaufführung Lichtspielhaus Anfangszeiten: Hauptfilm4,Wochenschau 5.30 Hauptfilm 6.20 Uhr, Beginn abends 8.15 Uhr
Sonntags 3, 5.30, 8.15 Uhr.
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Frankreichs Reorganisation.
Zurück aufs Land.
G e n f, 3. Juli. (Europapreß.) Mittwoch oder Donnerstag soll der französische M i n i st e r r a t zusammentreten, um die Einberufung von Kammer und Senat zu beschließen — Em auf einige Mitglleder beschränkter Kabine tt s rat, an dem Petain, Laval, Weygand, die Minister des Innern und der Finanzen, vertreten sind, beschäftigte sich vor allem mit Richtlinien zu einer Verfassungsänderung.
Die Regierung plant zur Normalisierung des wirtschaftlichen Lebens ein großes A r b e i t s - und soziales Programm. Arbeitsminifter Po- maret beschäftigt sich vor allem mit der Demo- bllisierung. v ....
Der „Petit Dauphinois" erklärt dazu, es muffe ein vernünftiges Gleichgewicht zwischen der bäuerlichen und industriellen Wirtschaft gefunden werden. Die industrielle Wirtschaft müsse zu einem guten Teil in Richtung der Befriedigung der Bedürfnisse der Landwirtschaft gelenkt werden. Alle nichtspezialisierten Arbeiter, welche die Kriegs-
dem Zusammenbruch hat er sich als Reichswehrführer besonders verdient gemacht.
Das Ritterkreuz für den Commodore eines Stuka-Geschwaders.
Berlin, 3, Juli, (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des EiseMn Kreuzes dem Major Oskar Dinort, Commodore eines Stuka-Gefchwa- ders verliehen. Major Dinort hat im Polenfeldzug in mehr als 40 Feindflügen Beweise seines persönlichen Mutes und seiner Führereigenschaften gegeben. An der Westfront hat er an der Spitze seines Geschwaders Kampf- und Einsatzbereitschaft bewiesen. Er war beteiligt an der Vorbereitung des Unternehmens bei Eben Emael, unterstützte mit seinem Geschwader den Durchbruch an der Maas, die Einsätze auf die Forts Brachon, Ponpisse und Flemalle, führte die Angriffe auf Arras, Boulogne und Calais sowie erfolgreiche Einsätze auf britische Kreuzer und Schiffe durch. Die hohe Auszeichnung wurde Major Dinort von Generalfeldmarschall Göring persönlich auf einem Flugplatz im Westen überreicht.
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Unteroffizier in einem Infanterie-Regiment
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Industrie vom Lande abgezogen hat, müßten au f s Land zurückgebracht werden. Die Instandsetzung der Straßen, des Eisenbahnnetzes, der Brücken und andere zusammenhängende Arbeiten sowie die landwirtschaftlichen Saisonarbeiten muh- tcn alle Demobilisierten ohne Stellung beschäftigen. Eme bessere Lohnverteilung vom Gesichtspunkt der Familie aus müsse gesichert werden. Auch die Hausfrau solle in der neuen Sozialpolitik nicht vergessen werden Die Erkenntnis nimmt also anscheinend in Frankreich zu, daß die einst so gern verspotteten Wirtschaftsmethoden und die Sozialpolitik Deutschlands als Vorbilder einer sehr aufmerksamen Beachtung wert sind.
Kleine politische Nachrichten.
Den im besetzten französischen Gebiet eingesetzten deutschen Frontarbeitern galt eine siebentägige Fahrt des Reichsleiters Dr. Ley, die sich von Metz durch die Champagne über Paris nach Orleans und von dort über Bourges nach Besan^on und Straßburg erstreckte.
* .
Nach längerem Herzleiden starb in Berlin General Detlef von Winterfeldt. Er war vor dem Weltkriege Militärattache in Paris. Als Bevollmächtigter der Obersten Heeresleitung beim Reichskanzler nahm er im Jahre 1918 an den Waffenstillstandsoerhandlungen in Compiegne teil.
Liauvtickttftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertteter des yaiwtjchriftleiters: Etttst Blumschein. Verantwortlich für Politik, FeuUlewn und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz and Wirtschaft: Ernst Blumschein,' für Spott: Hemnch Ludwig Neun^.
Dnrd und Verlag: Brühlsche Universitatsdruckerci R. Lange K. G. Verlaasleilec: Dr.°Jng. Ettch Hamann; Anzeigenleiter: Hans Beck. Bercnttwörtlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Pl.Nr.S.
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Gießen, den 4. Juli 1940.
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In treuer Pflichterfüllung für Führer und Vaterland verstarb am 14. Juni an den Folgen einer schweren Verwundung in einem Kriegslazarett in Nord frankreich mein innigstgeliebter Mann, mein mich so sehr liebender Papi, unser einziger, geliebter Sohn
In tiefem Schmerz:
Alma Bandis, geb. Gilbert und Söhnchen Rolf Franz Bandis und Frau und Verwandte.
Helmut Bandis
Gefreiter in einem Infanterie-Regiment


