Aus her engeren Heimat.
Ueberlegier Kleidereinkauf.
Mit Beginn der Frühjahrssaison tauchen alljährlich Kleiderwünsche auf. Die Kleiderkarte hat der Befriedigung solcher Wünsche bestimmte Grenzen gesetzt. Der Verbraucher tut gut, daran jetzt zu denken und zu überlegen, daß er mit seinen Punkten noch eine Reihe von Monaten haushalten muß. Auf jeden Fall ist ein Vorgriff auf noch nicht fällige Abschnitte nur in wenigen Fällen möglich. Darauf sind vor allem diejenigen zu verweisen, die schon bisher ihre Kleiderkarte benutzt und gar keine oder nur wenige zur Zeit gültige Punkte frei haben. Kaufmann und Verbraucher machen sich bei unerlaubter Abgabe oder bei unerlaubtem Bezug von bewirtschafteten Bekleidungsgegenständen strafbar. Ein unerlaubter Bezug liegt aber auch vor, wenn noch nicht fällige Abschnitte zu Einkäufen benutzt werden sollen. — Der überlegte Einkauf liegt auch insofern im eigenen Interesse des Verbrauchers, als ein willkürlicher Umtausch nicht statthaft ist. Auf Grund der Männerkarte eingekaufte Gegenstände können beispielsweise nicht gegen Wäsche oder Kleidungsstücke der Frauenkarte umgetauscht werden. Derartige Umtauschwünsche müssen vom Kaufmann pflichtgemäß zurückgewiesen und dürfen deshalb vom Verbraucher nicht als eine „Unfreundlichkeit" ausgelegt werden.
Das SA.-Wehrabzeichen.
* Watzenborn-Steinberg, 1. April. Am Sonntag konnte Standartenführer Lutter wieder mehrere SA.-Kameraden des Sturmes 13/116 in Watzenborn-Steinberg das SA.- Wehrabzeichen überreichen. Zu diesem Zweck war der gesamte Sturm und die Wehrmannschaft, angetreten. In seiner Ansprache an den Sturm wies Standartenführer Lutter darauf hin, daß gerade in der jetzigen Kriegszeit der Wert des SA.-Wehrabzeichens noch gestiegen sei. Es sei das äußere Zeichen des deutschen Mannes für seine Wehrwilligkeit und Wehrhaftigkeit. Den Träger dieses SA.-Wehrabzeichens verpflichte es aber auch zur Mehrleistung. Die Wehrmannschaft ermahnte er, ihren Dienst so zu versehen, wie es verlangt werde. Was gelernt werde, geschehe zum Wohle der Allgemeinheit. Er schloß seine Ansprache mit dem Hinweis, daß der Dank an den Führer am besten durch steten Einsatzwillen bewiesen werde.
Sine soziale Stiftung in Wetzlar.
Lpd. Wetzlar, 3. April. Anläßlich des 50jähri- gen Bestehens der Physikalischen Werke
von Arthur Pfeiffer in Wetzlar verkündete der Gründer und Seniorchef der Firma, Arthur Pfeiffer, eine Stiftung von 20000 R M. als Grundstock zur Errichtung einer P e n s i o n s - kasse für die Gefolgschaftsmitglieder der Firma. Ihrem Gründer, Arthur Pfeiffer, der jetzt 74 Jahre alt ist, wurden zu dem Gedenktage vielfache Glückwünsche übermittelt. Arthur Pfeiffer hat sich durch seine jahrzehntelange Mitarbeit an führender Stelle der früheren Deutschen Turnerschaft, ebenso als Handelskammermitglied und als Mitglied des Verwaltungsrates der Gießener Hochschulgesellschaft weit über Wetzlar hinaus große Wertschätzung erworben.
Landkreis Gießen.
* Hungen, 3. April. Die hiesige Oberschule, die im vergangenen Jahre aus der Volksschule in ein eigenes Gebäude in nächster Nähe des Bahnhofs übergesiedelt war, verzeichnete in diesen Tagen einen weiteren Aufstieg. In die Klasse 1 konnten 25 Kinder ausgenommen werden, so daß sich die Gesamtschülerzahl wesentlich erhöhte und die fünfklassige Schule nunmehr 101 Schüler umfaßt. Diese verstärkte Schülerzahl machte die Verwendung einer weiteren Lehrkraft notwendig; so wurde mit Beginn dieses Schuljahres Fräulein Appel aus Homberg an unsere höhere Schule versetzt. An der Anstalt wirken damit zum erstenmal seit der im Jahre 1877 erfolgten Gründung der Schule fünf hauptamtliche Lehrkräfte.
Schweinemarkt in Nidda.
* Nidda, 3. April. Auf dem heutigen Schweinemarkt standen 206 Ferkel und sechs Läuferschweine zum Verkauf. Es kosteten 6 bis 8 Wochen alte Ferkel 28 bis 35 RM., 10 bis 12 Wochen alte Tiere 40 bis 50 RM. pro Stück. Das Geschäft verlief sehr flott, der Markt wurde geräumt.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 3. April. Notiert wurden je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Kälber andere a) 62 bis 65 (60 bis 65 am 28. 3.), b) 55 bis 59 (55 bis 59), c) 45 bis 50 (45 bis 50), d) 28 bis 40 (28 bis 40), Hämmel a2) 50 bis 51 (51), b2) 48 bis 49 (48), c) 44 (42 bis 44), d) 20 bis 28 (—), Schafe a) 44 (44), b) 38 bis 40 (38 bis 40),c) 15 bis 30 (20 bis 32), Schweine a) 55,5 (55,5), bl) 55,5 (55,5), b2) 55,5 (55,5), c) 54,5 (54,5), d) 51,5 (51,5), e) 49,5 (49,5), Sauen gl) 55,5 (55,5). — Marktverkauf: Kälber, Schafe und Schweine zugeteilt
Aus dem ländlichen Wirischastsleben.
Spar- und Darlehenskasse Watzenborn-Steinberg.
[D Watzenbvrn-Steinberg, 2. April. Die hiesige Spar - und Darlehenskasse e. G. m. b. H. hatte ihre Mitglieder auf Samstagabend zur Jahreshauptversammlung bei ihrem Mitglied Karl Mandler, Wirtschaft „Zur Ludwigshöh", eingeladen. Bürgermeister Schäfer, als Vorsitzender des Aufsichtsrates, leitete die Versammlung. In seinen Er- öfsnungsworten gedachte er auch der im verflossenen Geschäftsjahr verstorbenen Mitglieder. Anschließend erstattete Direktor K. Philipp den Geschäftsbericht. Aus diesem war zu entnehmen, daß der Geschäftsbetrieb im abgelaufenen Jahre sich weiterhin recht günstig entwickelt hat. Ein Abheben von Spargeldern fand nur in ganz geringem Umfang statt, dagegen sind die Einlagen um weitere 31 806 RM. gestiegen. Die Bilanzsumme hat sich um 15 000 RM. erhöht. Der stark angewachsene Umsatz von 3 600 553 RM. ist ohne Zweifel mit auf die Vorzüge eines zentral im Orte gelegenen eigenen Geschäftshauses zurückzuführen. Die Bankschuld konnte endgültig abgedeckt und darüber hinaus bereits ein kleines Guthaben gebildet werden. An Krediten wurden 45 000 RM. bewilligt. Anschließend erläuterte Rechner Schmitt die nachfolgenden Zahlen näher (die eingeklammerten Zahlen sind die für das Geschäftsjahr 1938): Mitglieder 501 (494), Umsatz 3 600 553 (2 982 642) RM., Bilanzsumme 650 989 (635 728) RM., Einlagen 595 341 (563 674) RM., Geschäftsguthaben 24 735 (24161) RM., Reserven 29 042 (26 778) RM., Gewinn 1869 (2363) RM. Die satzung^gemäß ausscheidenden Mitglieder Karl Philipp XII. vom Vorstand, Karl Schäfer III., Ludwig Harnisch IV. und Karl Andermann vom Aufsichtsrat wurden wieder in ihre Aemter berufen. Mit dem Gruß an den Führer wurde die Versammlung geschlossen.
Oer Jahresabschluß der Bezirkssparkasse Lauboch.
§ Laubach, 1. April. Der Jahresabschluß der Bezirkskasse Laubach für 1939 zeigt, wie in den vergangenen Jahren, auch in diesem Jahr wieder ein sehr erfreuliches Ergebnis. Die Umsätze haben sich um 3,8 Millionen auf 17 990 309,76 RM. gegenüber dem Vorjahr erhöht. Im Jahre 1932 erreichten die Gesamtumsätze nur 4,4 Millionen RM., so daß seit dem Jahr 1933 die Umsatzsteigerung rund 14 Millionen RM. beträgt.
Die Spareinlagen haben im Berichtsjahr um 166 058,51 RM. zugenommen. Die Einzahlungen auf Sparkonten betrugen 452 947,59 RM. Die Auszahlungen dagegen nur 286 889,08 RM. Die Gesamt- Spareinlagen haben seit dem Jahr 1933 eine Zunahme von 60 v. H. = 784 309,99 RM. erfahren. Der Spareinlagenzuwachs im Jahre 1939 ist der größte seit 1933. Neu ausgestellt wurden 259 Sparbücher. Der von der Kasse schon seit Jahren sehr sorgfältig gepflegte Kleinsparverkehr hat auch dieses Jahr ein sehr schönes Ergebnis gezeigt. Durch Entleerungen von Heimsparbüchsen und dem Verkauf von Schulsparmarken wurden 4 991,07 RM. gespart. Die seit Jahren ausgegebenen Geschenksparbücher für Neugeborene haben auch in diesem Jahr weiter dazu beigetragen, den Sparsinn zu fördern.
Der Verkehr aus den Giro- und Konto-Korrent- Konten war ebenso lebhaft wie in den vergangenen Jahren. Die Umsätze erreichten hier den Betrag von 3 940 346,20 RM. In der Bilanz wird ein Guthabenbestand von 294 611,37 RM. ausgewiesen.
Das Darlehnsgeschäft war ebenfalls sehr rege. Trotzdem war es nicht möglich, sämtliche verfügbaren Mittel in Form von Darlehen im Bezirk unterzubringen. An neuen Darlehen wurden ausgezahlt: 131 570,67 RM.; ferner wurden Wechsel im Betrag von 38 673,88 RM. angekauft. Seit der Machtübernahme wurden zur Ankurbelung des Wirtschaftslebens an Hypothekdarlehen, Konto-Korrent-Krediten und sonstigen Darlehen 2 235 000 RM. der Bevölkerung zur Verfügung gestellt.
Die Darlehnzinsen sind noch weit pünktlicher als seither bezahlt worden. Während Ende 1935 noch ein Zinsrückstand von 37 474 86 RM. in der Bilanz nachgewiesen wurde, betragen die Rückstände Ende 1939 21116,68 RM. In dieser Summe find noch enthalten die am 2.1.1939 fälligen Zinsen, so daß per 31.12. 1939 nur ein tatsächlicher Zinsrückstand von 3182,55 RM. vorhanden ist. Der in der Bilanz ausgewiesene Reingewinn von 4489,75 RM. wurde der Sicherheitsrücklage zugeführt.
. Daß die Kasse zum Gemeinnutz ihrer Spargemeinden arbeitet, geht aus der ganzen Geschäftsführung wie aus dem Abschluß und dem Geschäftsbericht ersichtlich ist, hervor. Erwähnenswert dürfte fein, daß der Zinssatz für Hypothekdarlehen nur 4,75 v. H. beträgt. Der Geschäftsverkehr im Jahre 1940 ist in einer weiteren Aufwärtsentwicklung begriffen, so daß zu hoffen ist, daß auch das Jahr 1940 einen ebenso günstigeren Abschluß wie das Jahr 1939 bringen wird.
Spar- und Darlehenskasse Beuern.
0 Beuern, 2. April. Die hiesige Spar» und Darlehenskasse hielt im Saale von Sommerlad ihre Generalversammlung ab. Direktor Linden st ruth gedachte zunächst der im vergan- aenen Jahre verstorbenen Mitglieder und erstattete sodann den Bericht des Vorstandes, dem zu entnehmen war, daß die Kasse eine erfreuliche Entwicklung und ein günstiges Ergebnis zu verzeichnen hatte. Rechner Stein trug sodann die Bilanz, wie auch die Gewinn- und Verlustrechnung vor, aus denen die Aufwärtsentwicklung zahlenmäßig nachgewiesen wurde. Die Zahl der Mitglieder ist um 10 gestiegen und beträgt nunmehr 461; damit stieg die Haftsumme auf 230 500 RM. Eine starke Steigerung erfuhr der Umsatz. Er stieg auf einer Hauptbuchseite von 1895 909 RM. auf 2 133 425 RM. Die Gesamteinlagen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 51 688 RM. auf 618 809 RM. erhöht. Der Wertpapierbestand erfuhr eine Steigerung um 59 043 RM. Die Bankguthaben belaufen sich auf 133 673 RM., in laufender Rechnung auf 100 421 RM., die Hypotheken und Darlehen auf 352 671 RM., in laufender Rechnung auf 35 833 RM. Die Geschäftsguthaben der Mitglieder betragen 15 600 RM., der Reservefonds verzeichnet 13 965 RM.. die Betriebsrücklage 11 644 RM., das Wertberichtigungskonto 8 055 RM. Die Bilanzsumme hat sich um 50 000 RM. auf 671 000 RM. erhöht. Gewinn- und Verlustrechnung schließen mit 30 954 RM. ab. Die persönlichen und sachlichen Unkosten betragen 30 954 RM. Der Reingewinn beläuft sich auf 3416 RM Für jeden Geschäftsanteil gelangen davon je 6 RM. zur Auszahlung, dem Winterhilfswerk werden 100 RM. überwiesen. Außerdem wurde beschlossen, drei Handdippelmaschinen anzuschaffen. Der verbleibende Rest des Reingewinns soll dem Reservefonds und der Betriebsrücklage zugewiesen werden. Die Vorstandswahl brachte die einstimmige Wiederwahl von Direktor Linden st ruth und der satzungsgemäß ausscheidenden Mitglieder. Der Aufsichtsrat wurde durch den Ortsbauernführer Heimann erweitert. Zum Schluß dankte Direktor Lindenstruth allen Mitarbeitern und forderte auf, der genossenschaftlichen Sache auch weiterhin die Treue zu halten.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung )
21. R. in G. Wenden Sie sich mit einem Antrag auf Entschädigung für Derdienstausfall usw. an das Arbeitsamt Gießen. Ihr Antrag wird überprüft und je nach Lage der Sache entschieden.
Ein Abonnent. Nach Rücksprache mit der zuständigen Stelle empfehlen wir Ihnen, sich unmittelbar an das Tierseuchen-Jnstitut zu wenden.
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griechische Bezeichnung für die Gesamtheit der Himmelskörper.
f „Großer Bär** oder „Großer Wagen" Sternbild am nördl. Sternhimmel.
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