Ausgabe 
2.12.1940
 
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Rosenberg spricht von einer Lebensentfrem- düng, von einer Preisgabe des Blutes, die die Französische Revolution betrieb, und zeigt die wahnwitzige Folge dieser Preisgabe, daß näm­lich die Juden und Die Neger, alle diejenigen, die immer an dieGleichheit alles dessen, was Men­schenantlitz trägt", appellieren, diese Unterlassungs­sünde ausnutzten, um ihre fremdländischen Instinkte und ihre uneuropäische Geisteshaltung hinter dem Schirm der tönenden Worte auszuleben.

Die steigende Zersetzung des Volkstums ist das Werk ursprünglich schwärmender Geister gewesen, deren Früchte von politischen Verschwörungen miß­braucht wurden, um dünn, nach Erreichung aller Machtpositionen, durch kriminelle Verbrecher abge­löst zu werden. Diese Folgerichtigkeit war schon von lenen Freimaurern angedeutet. Deren Losung die Der französischen Umwälzung war unD schließ­lich zu Den kriminellen Gestalten führte, die sich jetzt in Frankreich wegen Verbrechens gegen Den Staat zu verantworten haben unD nur in Der eng- lischen Plutokratie noch regieren, bis Die europäi- sche Vergeltung auch über sie ihr Urteil sprechen wirb. Daß in Diesem Chaos Das JuDentum befreit" wurde und Daran ging, unter Den Losun­gen von 1789 Die Gewalt im Staate zu erobern, Daß es Wucher unD Gaunerei, Verproletarisierung Der Massen unD Prasserleben seiner Sippe mit sich brachte, war nicht zuletzt die Wirkung jener Frei­maurer, Die jetzt in Churchill ihren Vorgänger haben.

Diele Drohende Weltversudung unter der Form der Plutokratie ist im vorigen Jahrhundert nicht klar oder doch nur von wenigen erkannt worden, so zahllos auch die ze^genössischen Anklagen gegen diese Auswirkungen der französischen Umwälzung gewesen sind. Heute aber stehen wir im Endkampf mit der Dritten und letzten Auswirkung dieses Un­geistes. Rosenberg bezeichnet diesen Endkampf als den zwischen Blut und Gold, und er gibt der Ge- wißheit Ausdruck, daß die Mächte der Ordnung und das völkische Ideal über das Chaos, die Schande und D e Not triumphieren, die seit 1789 über Die Wett hereingebrochen waren. E. S.

Lebhafte Tätigkeit an der griechischen Front.

Der italienische Bericht vom Samstag.

Rom, 30. Rov. (DJtö.) Der italienische Wehr Machtbericht vom Samstag hat folgenben Wortlaut: An der griechischen Front haben unsere Truppen feindlichen Angriffen hartnäckigen Widerstand entgegengesetzt und an einigen Stellen wirkungsvolle Gegenangriffe tota­len Charakters unternommen. Besondere Cr- Mahnung verdient die Division Ferrara und das Kavallerie-Regiment Guide.

Zwei Luftgeschwader wurden wahrend des ganzen Tages zu Bomben- und Sprenggranaten- fowie MG.-Angriffen gegen die bei den in Gang befindlichen Operationen an der albanisch- griechischen Front interessierenden Ziele ein­gesetzt. Militärische Anlagen, Strahenknotenpunkle, Truppenzusammenziehungen und feindliche Stellun­gen wurden wiederholt voll getroffen. 3n pollcani wurden Truppenabteilungen wirkungsvoll unter MG.-Feuer genommen. Auf der Straße westlich von Sasada wurden Feldlager und Kraftwagen im Tief­flug angegriffen und wirkungsvoll getroffen. Heber Shkore wurden Drei unserer Bomber von neun feindlichen Flugzeugen vom Gloster-Typ angearif- fen. Jlad) lebhaftem Kampf wurde ein feindliches Flugzeug abgeschossen. Alle unsere Flugzeuge sind zu den Stützpunkten zurückgekehrt. Am 27. wur­den von unseren Jägern in Luftkämpfen drei feind- liche Flugzeuge vom Gloster-Typ und eins vom Blenheim-Typ abgeschossen, dessen Besatzung ge­fangen genommen wurde. Drei eigene Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt.

Während einer Aufklärung In der Nähe von Malta haben unsere Flugzeuge schon aus gro­ßer Entfernung das Lodern eines ausgedehnten Brandes festgestellt, der bei der gestern gemeldeten Bombardierung von La Valetta verursacht wurde.

3n Horba,rila haben unsere Flugzeuge Ar­tilleriestellungen in der Zone Ll Dawaia und Dadi halazin (60 und 100 Kilometer östlich von SiDi Baratti) wiederholt mit MG.-Feuer bestrichen. Feindliche Flugzeuge haben erfolglos Bomben auf SiDi Barani abgeworfen.

3n Ostafrika haben unsere Flugzeuge feind- Nche Kraftwagen in der Zone von Menze (nord­westlich von Gnbba) mit Sprengbomben belegt und Dabei zwei Brände hervorgerufen. Feindliche Bom­benangriffe auf Lheren haben lelchle Schaden an- gerichtet. Bei MG.-Angriffen auf den Hafen von Asiab wurden sechs Personen verwundet.

Kampfe in Ostafrika.

Der italienische Bericht vom Sonntag.

Rom, 1. Dez. (DRB.) Der italienische Dehr- machtbericht vom Sonntag hat folgenden Wortlaut:

An der griechischen Front sind wiederholte Angriffe des Feindes von unseren Truppen, die hef­tige Gegenangriffe Durchfahrten, zuräckc-ero«e en wor­den. Besonders hat sich dabei die Alplni-Division 3ulia" ausgezeichnet.

3n Rordafrika sind feindliche Kraftwagen von einer unserer Staffeln, die einen Offensivertun- dungsflug in Der Zone von El Auenat Durchkährte im Tiefflug beschossen unD In d'e Flucht geschlagen roorDen. Zwei feindliche Flugzeuge haben Bom­ben auf Montelao (Cyrenaika) abgeworfen, die weder Schäden noch Opfer verursachten.

3n Ostafrika ist ein feindlicher Angriff auf (Ballaba t zurückgeschlagen worden. Lin zu unseren Gunsten ausgegangenes G fccht hat bei 3 r egri (westlich des Rudolf-Sees) (tätige- funden. Rach sechs Stunden wurde Der Feind in die Flucht geschlagen und Netz 72 lote, dar­unter einen Offizier, ver ch ebene Verwundete, Waf­fen und drei mit Material unD Munition beladene Lastwagen zurück. Unsererseits sind die Verluste geringer gewesen.

Gegen die Stützpunktpolitik der LlLA.

Buenos Aires, 2. Dez. (Europapreß.) Argen­tiniens Außenminister Roca brach am Sonntag zum ersten Male Das Schweigen Der Regierung über Die Verhandlungen mit den USA. und Ar­gentinien. Zur Beruhigung der argentinischen Def-

fentlichteit erklärte Roca, Daß Dieser Austausch sich ohne Verpflichtung allein von Den Zielen Der Kon- erenzen in Lima, Panama und Havanna leiten liefe. In Montevideo, Der Hauptstadt Um- guaijs, sprach sich eine Arbeiterversammlung, zu Der Die Syndikalisten a-ufgeforDert hatten, entschieden gegen eine Ueberlassuna von Stütz- »unkten an Die USA. Durch Uruguay aus. In Ilnwesenheit einer argentinischen Arbeiterabordnung erklärten Die Redner:Die Errichtung von Stütz- lunkten in Uruguay spannt Uruguay und Argen- inien vor DenKriegskarren Des Pankee- Imperialismus. Die Arbeiter Der La-Plata- Staaten lehnen Die Abtretung von Stutzpunkten entschieden ab."

Oie Rüstungsausgaben der Vereinigten Staaten.

Reuyork, 1. Dez. (Europapreß.) Präsident Roosevelt hat eine Konferenz zur Beratung über Finanzfragen einberufen, an Der Schatzsekretär Morgenthau, weitere Vertreter Des Schatz­amtes und Mitglieder beider Häuser Des Parla­ments teilnehmen sollen. Die Finanzierung Der Rüstungsausgaben, Die Gegenstand Der Konferenz fein soll, bereitet amtlichen Stellen wachsende Sorge. Die Ausgaben von Juli 1940 bis Juni 1941 werden auf 13 Milliarden Dollar, die

Einnahmen dagegen nur auf 6 Millarden Dollar geschätzt. Die schwebende Schuld beträgt 44,2 Mil­liarden Dollar und Die gesetzlich zugelasiene Höchst­grenze 49 MilliarDen Dollar. W.ll man eine Jn- station vermeiden, die unerwünschte Folgen haben würde, so müssen weitgehende Steuererhö­hungen vorgenommen werden.

Der Generalstabschef der norDamerikansichen Ar­mee, General Marshall, gab in einer Rede an, Dafe das nordamerikanifche Heer in men gen Wochen 800 000 Mann stark sein werde. Es werde aus 18 ausgebildeten Divisionen bestehen, deren Zahl bald Darauf auf 27 erhöht werDen solle. Ferner würden 22 Flak-Regimenter in Ausbildung stehen. B.sher hatten Die Vereinigten Staaten Drei Jnfanterie-Dvv.sionen und fünf Flak-Retziinenter, Die nur teilweise ausgebildet waren. WieNew Park Times" mitteilt, be ab ficht gt Das USA.-Heeres- luftkommando, 60 für nordamerikanifche Dedkehrs- gefellschaften im Bau befindliche Douglas- Großflugzeuge auf Grund Der van Roosevelt verfügten Prioritäisregelung für seine eige­nen Zwecke in Anspruch zu nehmen. Diese Flug­zeuge sollen bei Der AusbilDung Der neuen Fall- schirmtruppenverbänDe Verwendung fin­den. Der Leiter Des Nationalen Verteidigungsrates, William Knudson, kündigte Die Errichtung wei­terer Regierungswersten zur beschleunigten Durchführung des Zerstörer - Baupro- g r am m 3 an.

Lapans Vertrag mit Nanking.

Pokohama, 1. Dez. (Europaprefe.) In Japan herrscht über Den Nankinger Vertrag große FreuDe, die sich im Straßenbild durch Beflaggung unD Feuerwerk ausDrürft Die ZeitungAsahi" spricht von DerGrunDsteinlegung Des Neu­baues Der o ft asiatischen Völker-Fa­milie", währendNichi Nichi" Den Vertrag als Den größten Schritt zum enDgültigen Frieden unD WohlstanD" bezeichnet. Das Sprach, rohr Des japanischen Außenministeriums, Die Zei­tungJapan Times", nennt Den Vertrag Die Be­kundung Der Denkbar vornehmsten umD großherzig- ften Gesinnung. Japans Presse gibt freimütig zu. Der Vertrag bedeute noch nicht Den FrieDen, wohl aber eine beiderseitige WillenskunDgebung, Den FrieDen nach Diesem Plan zu erstreben. Japan ist Darauf gefaßt. Daß Tschunking alles tun roerDe, um den Vertrag in China selbst unD in Der Außenwelt in Verruf zu bringen.

Die Presse betont besonders, daß dieser Schritt auch gegen jene anglo-amerikanischen Kreise gerichtet ist, Deren Bestreben es ist, Tschung- fing immer noch zu helfen.Diese Maßnahme ist Japans Antwort au f Die USA.- Au­le i h e n für Tschungking, Die WieDeröffnung Der Burmastraße Durch EnglanD und ähnliche Be­mühungen", schreibtHotschi-Schimbun".Pomiuri Schimbun" betont, daß Tschunking immer noch Zeit unD Gelegenheit hat, sich Der Nanking-Regierung anzuschließen, falls Tschiangkaischek seine Politik ändere und sich mit Der von Tokio verfolgten Ost- asienpolitik auf eine Linie stellt.

Kurze Zeit nach Der Mitbegründung des Ber­liner Dreierpaktes Durch Japan, in Dem Das fernöstliche Jnfelreich als Vormacht in Ostasien anerkannt wird, kann Die japanische Regierung einen wichtigen Schritt zur Stabilisierung Der Ver­hältnisse auf Dem ostasiatischen Festlande verzeich­nen. Der Staatsvertrag zwischen Tokio und der Regierung Wangtschingweis in Nan­king erkennt diese nicht nur in aller Form als Re­gierung an, sondern bezeichnet sie auch ausdrücklich

alschinefischeNationalregierung. Der Regierung Wangtschinawei in Nanking ist Damit die Grundlage für die Aufnahme und Durchführung planmäßiger Arbeit in ihrem Bereich geschaffen worden, zu Deren Sicherung japanische Truppen bis zwei Jahre nach Der endgültigen Regelun-a der Lage auf Dem Festlande verbleiben können. Dadurch, daß Die neue Regierung in Nanking auch von Man- Dschukuo anerkannt worden ist, besteht nun ein fernöstlicher Block unter Der Führung Japans. Unmittelbar vor Abschluß Des Sl-aatsver- trages mit Tokio hatte Wangtsch ngwei sich noch ein­mal in einem Telegramm an Tschiangkaischek gcmanDt, um ihn zu einem Einlenken zu bewegen. Die Regierung in Tschungking hat dieses Tele­gramm in te uer Form beantwortet. Tschiangkaischek vft nun mit feiner Regierung von Wangt'chingwei als kriegsschuldig erklärt worden mit der Begrün­dung, daß, wenn Tschiangkaischek 1938 sich mit Ja­pan geeinigt hatte, heute nicht nur Friede fern könnte, sondern auch schon die beiden Jahre vorbei wären, in denen noch japanische Truppen im China nach Dem neuen Vertrage in Garnison liegen sollen. Die fapaniische Presie feiert das neue Abkommen im Fernen Osten als die Begründung einer ,^roß- asiatischen Friedensachse".

Beschluß japanischer Operationen am Hanfl'.

Tokio, 30. Nov. (DND.) Ausgedehnte Opera­tionen Der javanischen Truppen zu beiden Seiten des Han-Flusses in der mittelchinesi'chen Provinz Hupei wurden erfolgreich abg.fchlof- sen. Das ©efarn"gebiet zwischen Dem Wuschan-Ge- birge und Dem Muling-Gedirge in einer Ausdeh­nung von über 300 Kilometer ist Danach unter japanischer Kontrolle. Während Der vier- tägigen Operationen sott Der Gegner über 10 000 Tote und zahllose Verwundete verloren Haden und nach Dem Nordweften der Hupei-Provinz zurückge- gangen fein.

Kritische Stimmen.

<31 n f, 1. Dez. (Europapreß.) Die britische See- friegsftrategie sucht, um aus ihrer hilflosen Lage auf Den großen, für die Versorgung Großbritan- niens wichtigen Empirestraßen herauszukommen und sich aus Der immer gefährlicher roerDenDen Umklammerung im Mittelmeer zu lösen, neue Wege. So schreibt Der LonDoner Korrespondent DerNeuen Zürcher Zeitung". Die britischen Streit­kräfte im Mittelmeer bemühen sich, wie aus Dem gestrigen Kommunique Der ADmiralität hervorgeht. Die italienische Flotte zum Kamps zu engagieren* Das britische -Flottenkommando trachtet danach, möglichst viele Schiffe aus Dem Mittelmeer freizubekommen, um sie in Den PatrouillenDienst auf den lebenswichtigen Seerouten einzube- ziehen^ lieber Die Gefährdung Der Schiffahrt Durch U-Boote und Bombenflugzeuge hat Greenwood im Unterhaus mit aller Offenheit gesprochen unD Dabei zugegeben, Daß Die heutige Lage mit Der Situation i m April 1917 viel gemein habe. Damals standen die britischen Inseln einer katastrophalen Abschnürung ihrer Zufuhren, inbegriffen Die Lebensmittelversor­gung, maßgebende Persönlichkeiten haben immer wieder erklärt, Großbritannien Dürfe Die Häfen an Der Kanal- unD Atlantikküste nicht in Die Hände des Feindes fallen lassen, diese Er­klärungen sind in zu guter Erinnerung, als dafe Der Umschwung Der feit Der Niederlage Frankreichs ein- getreten ist, Die Gemüter nicht beeinhructen würbe.

Das dänische BlattPolitiken" sieht in Dem Ein- schrumpfen Der finanziellen Hilfsquellen und dem Schrei nach Schiffen Durch Lord L o t h i a n ein be« deutliches Symptom der augenblicklichen Verfassung ©rofebritanniens. Es sei offenkundia, so schreibt Das Blatt, daß mit dem unoerhullten Zugeständnis Der Notlage Englands eine Verstärkung amerikanischer Hilfe angestrebt wird, die Parallele mit dem Welt- krieg dränge sich auf. In Der Gegenüberstellung Der heutigen Verhältnisse m t Denen von 1914 ergebe sich folgendes Bild: Im Gegensatz zu Damals sei schon im September 1939 Englands wirtschaftliche

Stellung weit ungünstiaer gewesen als zu Beginn des Weltkrieges. Englands Guthaben seien eingefroren und verschwunden, die französischen Guchaben heute ebenso wenig zugäng­lich wie Kriegsindustrie und Rohstoffe Frankreichs. Die Krieasührung habe sich seit 1914 um Das Doppelte verteuert, während Die britische Rüstungsindustrie im Gegensatz zu Der Der Achse vom Weltmarkt und Den Transportmöglichkeiten nach England abhängig sei.Die Lage' hat sich da­hingehend geändert, daß England nicht nur den Glauben an einen Sieg über Deutschland durch die Dlockadewaffe aufgeben mußte. Deutschland hat sogar diese Waffe gegen England gekehrt ... Vieles muß deshalb vom Verlauf Der kommenden Winter­monate abhängen", schließt Das Blatt

Unter der UeberschristKritische Stimmen in Eng- land" veröffentlicht dieBasler Nationalzeitung" ein Privattelegramm aus London, in Dem festge­stellt roirD, Daß an Der Regierung Churchill nun f o st dieselbe Kritik geübt werde, wie sei­nerzeit an der Regierung Chamberlain. Man sei unzufrieden damit, daß die Minister einander wider­sprächen und Daß Dem Volke abwechselnD zuver­sichtliche unD Düstere Schilderungen Der Lage ge­boten würden. Es sei schwer, Den Mittelweg zu halten. Wenn immer wieDer Die Erfolge Der brtti- scheu Bomber so laut gepriesen würden, glaube man nicht daran, daß Die deutschen Bomben s o wenig militärischen Schaden anrichteten. Man lese auch Die Berichte über ständig große Schiffs- d e r l u ft e Durch Einwirkung von Minen, Flug­zeugen unD Kreuzern unD roerDe verstimmt, wenn zugleich erklärt werde, Der Verlust an Kriegsmate­rial sei geringfügig. Die EnglänDer wollten Die Wahrheit hören. Und wenn vieles oer- schwiegen werden müsse, so wollten sie Doch keine Schönfärberei. Man habe noch nickt vergessen, Dafe Chamberlain ganz kurz vor Der Aktion gegen Nor­wegen über Die Lage Hitlers gespottet habe. Man wolle so etwas nicht mehr erleben unD sei Deshalb Doppelt kritisch.

Zwischen den Trümmern von Coventry und Birmingham.

Madrid, L Dez. (Europapreß.) Der Londoner Berichterstatter DesABC" schreibt seinem Blatt, daß die deutschen Flieger sich Der systematischen Zerschlagung her industriereichen Provinzen und der Häfen Englands widmeten. In Birming - h a m sei man zwar zuerst erstaunt, noch eine große Anzahl von Fahrzeugen auf den Straßen zu fin­den, und ebenso viele geöffnete Läden. Das sei aber nur Der erste Eindruck. Je weiter man in das Stadt- innere vordringe, umsomehr packe einem das Ent- setzen. Derjenige, Der in Den letzten Monaten in London gelebt habe, sei zwar an Ruinen gewöhnt.

Es sei jedoch ein großer Unterschied zwi- schen Den Ruinen einer so ausgedehnten Stadt wie London und denen eines übervölkerten In­dustriezentrums mit hohen Häusern wie Birmingham. Birmingham verfüge nicht über zahl, reiche Luftschutzkeller und über eine gute Luftver- teihigung. Darauf Deuteten Die zahlreichen Hinweise in Den Straßen wie: .Hütet euch vor Glasscher­ben!", ^Nehmt die Pferde mit in die Luftschutz- räume!",Verlaßt euer Auto und schließt es ab!"

Die Zahl der durch Bomben zerstörten Fabriken laste sich nicht ohne weiteres feststellen; denn zuerst

Dank und Anerkennung für Heinz Goedecke

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hängen zu lassen und den Humor und Die gute Q Laune zu verlieren. So soll es nicht nur bei Den A Wunschkonzerten, sondern auch im kriegerischen Leben her deutlcken Nation für die Zukunft immer -r.a

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Leben her deutschen Nation für hie Zukunft immer bleiben. Das Wunschkonzert soll für das ganze deutsche Volk eine Mahnung und ein Ansporn fein, sich nicht von den Widrigkeiten des Alltags unter, kriegen zu lasten, sondern mutig und erhobenen Hauptes her Zeit entgegenzutreten. Einmal wird die Stunde kommen, ha auch der letzte uns verblie- bene Feind, England, fällt. Bis dahin aber wollen wir kämpfen und arbeiten unb auch unsere geiftiqen und seelischen Kräfte stählen. Humor und Musik sind dabei hie besten Helfer.

und seine Leute.

Berlin, 1. Dez. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels stattete vor Den Hörern des 50.Wunsch, konzertes für hie Wehrmacht all ben Männern feinen Dank ab, hie in den vergangenen Jahren und vor allem in den harten Monaten des Krieges dem Großdeutschen Rundfunk sein eigenes Gepräge gegeben haben. Dr. Goebbels entbot her Front und her Heimat seine Grüße. Ich spreche, so sagte er, im Namen her Millionen Arbeiter unh Arbeiterin, nen, die jür hie Front hie Waffen schmieden. Ich spreche im Namen der Millionen Bauern, hie für Front und Heimat das tägliche Brot herbeischaffen, her Millionen Geistesarbeiter, Aerzte, Beamten, Künstler und Lehrer, hie mit beitragen zur geisti­gen unh seelischen Rüstung unseres Volkes. Ich fvreche im Namen her Millionen Mädchen und Frauen, die gern und willig alle Sorgen und Lasten des Krieges auf sich nehmen. Ich gedenke dabei der ungezählten Frauen, hie trotz des Krieges und un. ter doppelt erschwerten Umständen in dieser Zeit deutschen Kindern das Leben schenken, auf daß dis Nation ewigen Bestand habe. In ihrer aller Namen grüße ich unsere Soldaten und bringe ihnen den Dank unh hie Bewunderung Der ganzen Heimat

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Dies fei Die richtige Stunde, fo sagte Dr. (Boeb« x bels Dann, um Den unbekannten Mitarbeitern hei Rundfunks, ben Technikern, Arbeitern unb Kunst» ü1' schaffenben zu danken, Die seinen großen Aufgaben ' U mit ihrer ganzen Zeit und her Kraft ihres Jbealis, tzc mus bienten. Besonbers herzliche Worte her An« erkennuna fand der Minister bann für den Gestal- fi­ter her Wunschkonzerte, Heinz Goebecke. Mit einem Erfindungsreichtum ohnegleichen habe er mit seinen Mitarbeitern, ben ungezählten Musikern und Künsttern, Vortragenben unb Chören aus dem Wunschkonzert eine her populärsten Einrichtungen dieses Krieges überhaupt gemacht. Sie haben den Beweis dafür erbracht, baß man sehr wohl Kries führen unb feine Pflicht tun kann, ohne Den Kopf

Das 50. Wunschkonzert.

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könne man nur gewaltige Schutth aufen ehen. Sie ließen nicht so einfach erkennen, ob es ict) um Faonkgebäuve oder andere Häuser gehan- leit habe. Nur noch wenige Geschäfte in Den von Bomben verschonten Gebäuden bejäfeen noch Glas­scherben. Zahlreiche Straßen im Zentrum von Bit» mmgham feien gesperrt. Das Militär verteile Wasser an hie Bevölkerung. An anderen Stellen seien elektrische Pumpen au,gestellt worden, weil Die Wasserleitungen im gesamten Stadtgebiet j er» stürt worden feien.

Als her Berichterstatter nach Eoventry wei» terfahren wollte, wurde er von einem Polizisten darauf hingewiesen, daß diefer Ort nur mit be­sonderer polizeilicher Erlaubnis aufgesucht werden Dürfe. Auf Der LanDstraße seien ihm lange Ko­lonnen von Flüchtlingen begegnet. Am Eingang von Coventry werbe her Autoverkehr von Solbaten geregelt, ha ein gewaltiger Bombenkrater hie Zufahrtstruße zerrissen habe. Zunächst habe man ben Einbruck, Daß Die ersten Arbetterhäuser und Fa­briken an Der Peripherie Der 6tujt heilgeblieben seien; aber je mehr man nach Coventry hinein- komme, um so erschütternDer werbe her Eindruck. Coventry sei noch mehr zerstört als Bir­mingham, einige Stadtteile jähen so aus, als habe ein furchtbares Erdbeben hie Eingeweide Der Stadt völlig durcheinanbergeschüttelt. Nirgends fehs man mehr Schaufenster ober Fensterscheiben. In vielen Straßen stehe kein einziges Haus mehr. Aus Den Trümmern steige teilweise noch her Rauch empor; viele Leute seien bamit beschäftigt, zwischen den Trümmern nach ben kärglichen Ueberreften ihrer Habe unb nach Schmuck und Wertgegenständen zu suchen. Das Wasser werde aus Tank­wagen verteilt. Wie in Birmingham werde die Bevölkerung durch Anschläge aufgeforbert, Was­ser und Milch abzukvchen unb sich gegen Typhus impfen zu lassen. Neben ben Bürger­steigen mürben provisorische Wasserleitungen ge­legt. Mit kleinen Kraftwagen und Karren werde warmer Tee an die Soldaten und Arbeiter ver­teilt, die bei den Aufräumungsarbeiten beschäftigt seien. Die amtlich mitgeteilte Zahl her Toten be­trage 250, jedoch heute. Drei Wochen später, suche man immer noch zwischen ben rauchenden Trümmern nach den Ueberreften her Opfer.

Selbst Verbrecher ftiehen aus London.

Lissabon, 1. Dez. (Europapreß.) Eine eigen­artige Nebenwirkung her ständigen Dergeltungs» bombarboments von Lonbon ist es, baß b.e Kri­minalpolizei her britischen Hauptstabt nichts mehr zu tun hat. Auch hie Polizeigerichtshöfe, in Denen in normalen Tagen Hunderte von kleineren Eigentumsvergehen neben ernsteren Fällen zur Ab- urteblung gelangen, sind nur noch wenig beschäft gt. Die Verbrecher haben sich von dem heißen Pflaster Londons verdrückt und in die umliegenden Grafschaften zurückgezogen.

Sunday Dispatch" berichtet:Statistische Tafeln, hie aus allen Bezirken des hauptstädtischen Polizei- geb'etes eingereicht wurden, zeigen, daß die deutsche Luftwaffe in den letzten 7 Wochen Scotland Parbs nächtliche Arbeit, Lon­dons Bürger und ihr Eigentum zu schützen über­nommen hat. Wagen her f»genanntenFliegen­den Schwadron" verlassen zwar noch allnächllich Scotland $arb auf Dem Wege w ihren gefährliche« Patrou'llen aber die einzigen Verbrechen, mit denen ihre Besatzungen zu tun hcvden, sind durch den firiegerieugt worden: Plünderung, Taschend ebstahl in Unterständen oder Räubereien aus leeren Häusern."

Diese Vergehen werden durchweg nicht von Be­rufs- sondern von @elegenbetteDerbred)em, dar­unter zahlreichen Angehörigen her Wehrmacht und her Hilfsdienste begangen. Die Berufsverbrecher haben ihr Geschäft aber offenbar nicht aufgegeben. In ben Lonbon umgebenben Grafschaften wird die örtliche Zkriminalpolizei geradezu überschwemmt Durch eine Welle von EinbruchsDiebstählen große«

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