Dienstag. 2. April MV
Eichener Anzeiger (General-Anzeigrr für Gberheffen)
Kr.n Zweites Blatt
V/ao Pf.1 ■ gr. Tube
Do-
Zahnstein-bekämpfend
lischerseits bzw. en, Kompromiß auf
troqdem soll man ihn bekämpfen!
Eden, Duff Cooper, natürlich auch durch Winston Churchill im Verein mit der jüdischen Presse in Paris, der diplomatisierenden Beamtenschaft des Quai d'Orsay und der Downingstreet, fo< wie gewisser USA-Diplomaten, an die Wand gequetscht wurden. Die Weltallianz der jüdischen Kriegshetzer arbeitete prompt, und dio Bullitt und Kennedy Hostien auf die Kriegsmit- Wirkung, der amerikanischen Meinungsmacher drü. den, wie der polnische Botschafter Traf Jerzy Po- tocki berichtet, da die Propaganda vor allem in jüdischen Händen liegt, denn ihnen gehören „fast zu 100 °/o das Radio, der Film, die Presse und die
VullM entwickelt Kriegsplane.
(Fortsetzung aus dem Hauptblatt, Seite 4.) mung in den Vereinigten Staaten ist, wie er sagte, gegenüber dem Nazismus und hitleris- mus so gespannt, daß schon heute unter den Amerikanern eine ähnliche Psychose herrscht wie vor der Kriegserklärung Amerikas an Deutschland im Jahre 1917.
Bullitt erkundigte sich dann über Polen und über unsere Situation in Osteuropa. Er bestätigte, daß Polen noch ein Staat ist, der mit Waffen in den Kampf schreiten würde, wenn Deutschland seine Grenzen überschritte. Ich verstehe, sagte er, die Frage einer gemeinsamen Grenze mit Ungarn gut. Die Ungarn sind gleichfalls ein tüchtiges Volk. Eine gemeinsame Verteidigungslinie mit Jugoslawien würde es gegenüber der deutschen Expansion erheblich leichter haben.
Sodann sprach Bullitt über die ukrainische Frage
ausgeübter Druck könne in bedeutendem Maße dem Ausbruch eines bewaffneten Konfliktes vorbeugen bzw. die Entwicklung der europäischen Situation in einer Richtung verhüten, die, vom Standpunkt Washingtons aus gesehen, unerwünscht wäre.
Auf meine Bemerkung, es sei bei der gegenwärtigen Sachlage jedoch nicht klar, ob die Bereinigten Staaten bereit wären, sich mit Deutschland und Italien um die französischen Kolonien zu schlagen bzw. gegen gewisse Systeme und Ideologien zu kämpfen, erklärte Botschafter Bullitt kategorisch, die Haltung Washingtons würde allein von den realen Interessen der Vereinigten Staaten bestimmt, nicht aber von ideologischen Pro-
und über die deutschen Versuche in der Ukraine. Er bestätigte, daß Deutschland einen vollständig ukrainischen Stab habe, der in Zukunft die Regierung der Ukraine übernehmen und dort einen unabhängigen ukrainischen Staat unter deutschem Einfluß gründen solle. „Eine solche Ukraine", sprach Bullitt weiter, „würde natürlich für Sie sehr gefährlich sein, da diese unmittelbar auf die Ukrainer im östlichen Klein-Polen einwirken würde." Schon heute, sagte er, ginge die deutsche Propaganda ganz in ukrainisch-nationalistischer Richtung und, als Ausgangspunkt für dieses künftige Unternehmen soll die Kar- patho-Ruthenische Ukraine dienen, an deren Fortbestehen Deutschland, hauptsächlich aus strategischen Gründen, gelegen ist.
Bullitt zeigte sich hinsichtlich der Situation in Osteuropa nicht allzu gut informiert und führte die Konservation in ziemlich oberflächlicher Weise.
Jerzy P o t o ck i, Botschafter der Polnischen Republik.
Der Film dagegen, der im Lichtspielhaus läuft, ist ganz anderer Art und will in jedem Bilde ernst genommen sein. Unter dem Titel „21 u 5 erster E h e" wird das immer wieder schwierige Thema der „zweiten Frau" und ihre Bemühung um die seelische Gewinnung der Kinder aus erster Ehe des Mannes behandelt. Die Konflikte, die dabei an sich schon gegeben sind, werden in diesem Film fort’ geführt 'und gesteigert durch den Einbruch eines Flaneurs in die Familie, eines Mannes, der schon von der Mutter (eben der zweiten grau) abgelehnt wurde und der dann mit einigem Erfolg der Tochter den Kopf verdreht, und damit die Familie aus einer Krise und Erschütterung in die andere stürzt, bis schließlich eine Gewalttat zu einer Lösung der Konflikte und zu allgemeiner Klarheit führt.
An dem Film gibt es mancherlei zu loben. Er ist von der Regie her mit ungewöhnlicher Sorgfalt und mit viel Geschmack angelegt worden, er ist in der Entwicklung der Ereignisse und in jeder Szene wirklichkeitsnahe, folgerichtig und menschlich begründet ist die Handlungsweise der beteiligten Personen, bestechend sind die ausgefeilten knappen Dialoge, und schließlich berührt die zurückhaltende Veranschaulichung seelischer Röte überaus angenehm.
Franziska Kinz behauptet sich mit sicherem Gefühl und vollendetem fraulichen Takt in der Rolle
Die Wirkung.
Don unserer Berliner Schristleiiung.
„Die realen Interessen der Vereinigten Staaten"
Dokument 9.
Bericht des polnischen Botschafters in Paris, Jules i Lukafiewicz, an den polnischen Außenminister i in Warschau vom . Februar 1939. I
Politischer Bericht Rr. IV/4.
Botschaft der
Republik Polen. Paris, den . Februar 1939. i Rr. l/F/10. Streng geheim!
An den Herrn Außenminister
in Warschau.
Vor einer Woche ist der Botschafter der Ver- , einigten Staaten W. Bullitt nach einem dreimonatigen in Amerika verbrachten Urlaub nach Paris zurückgekehrt. In der Zwischenzeit hatte ich mit ihm zwei lange Unterredungen, die es mir gestatten, Herrn Minister über seine die europäische Situation betreffenden Ansichten zu informieren, wie einen Ueberblick über d ie Politik Washingtons zu geben.
1. Eine Außenpolitik der Vereinigten Staaten, deren Bestreben es ist, unmittelbar an der Entwicklung der Verhältnisse in Europa teilzuhaben, gibt cs nicht. Eine solche Außenpolitik wäre auch nicht möglich, da sie von der öffentlichen Meinung, die in 'dieser Hinsicht ihre isolationistische Einstellung nicht geändert hat, nicht genehmigt werden würde. Dagegen besteht ein außerordentlich verstärktes Interesse des amerikanischen Volkes für die europäische Lage. Demgegenüber treten sogar die inneren Angelegenheiten -in den Hintergrund und verlieren die Aufmerksamkeit, deren sie sich früher erfreut haben. Die internationale Situa° t io n wird von den offiziellen Kreisen als ungeheuer e r n ft und unter der Gefahr eines bewaffneten Konflikts stehend betrachtet. Die maßgebenden Faktoren sind der Ansicht, daß, wenn es zwischen England und Frankreich einerseits, wie Deutschland und Italien andererseits zum Kriege kommen sollte, in dem England und Frankreich eine Niederlage erleiden könnten, dann würden die Deutschen den realen Interessen der Vereinigten Staaten auf dem amerikanischen Kontinent gefährlich werden. Aus diesem Grund könne man die Teilnahme der Vereinigten Staaten am Kriege auf Seiten Frankreichs und Englands von 'vornherein voraussehen, natürlich erst eine gewisse Zeit nach Ausbruch des Konfliktes. Botschafter Bullitt drückte das wie folgt aus: „Sollte ein Krieg ausbrechen, so werden wir sicherlich nicht zu Anfang an ihm terlychrnen, aber wir werden ihn beenden."
Rach Meinung Botschafter Bullitts ist die obige Einstellung der maßgebenden Washingtoner Kreise jeglicher ideologischer Elemente bar und ergibt sich ausschließlich aus der Notwendigkeit, die realen Interessen der Vereinigten Staaten zu verteidigen, die im Falle einer französisch-englischen Niederlage ernstlich und unmittelbar zugleich vom Pazifik wie vom Atlantik her bedroht waren.
Botschafter Bullitt stellte fest, das Gerücht, als ob Präsident Roosevelt gesagt Habe, die Grenze der Vereinigten Staaten liege am Rhein, sei falsch. Er gab dagegen seiner Ueberzeugung Ausdruck, der Präsident habe bestimmt gesagt, er verkaufe Frankreich Flugzeuge, da die französis ch e 21 r m e e die erste Verteidigungslinie der 3er« einigten Staaten sei. Dieses entspräche nämlich vollkommen seinen Ansichten.
Zwei neue Filme.
Im Gloria-Palast wird ein Film gezeigt, wie er auf besondere Art charakteristisch ist, wenn Hans Albers die Hauptrolle spielt. Der Film „Ein Mann auf Abwegen" zeigt ihn diesmal als einen Jndustriemagnaten, der es aus Gründen einer kühnen Börsenspekulation für angebracht hält, für einige Zeit spurlos zu verschwinden und die Kurse einige Zeit spurlos zu verschwinden, um die Kurse lingt ihm auch! Auf seiner Reise, bei der er auch „Ferien vom Ich" nimmt, hat er manches lustige Erlebnis, das in diesem Tobis-Film hübsch geschildert ist und ihn wieder einmal als den Unwiderstehlichen zeigt, als den man ihn kennt. Hilde Meißner ist seine Partnerin, die ihm im Format des Auftretens einigermaßen die Waage hält.
Gemeinschastsempfang der Rede Görings.
Berlin, 2. April. (DNB) Wie bereits bekannt- gegeben, findet am Mittwoch, 3. April, dis Üebertragung der Rede des Generalfeldmarschalls G ö r i n g vor der Jugend statt. Der Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung hat angeordnet, daß in denjenigen Schulen, die an dem betreffenden Tage Unterricht haben und denen Rundfunkgeräte zur Verfügung stehen, G e m e in« schaftsempfang der Sendung stattfindet. Dress Anordnung gilt auch für die Berufsschulen, Berufsfachschulen und die landwirtschaftlichen Schulen, für diejenigen Klassen, die zu den Zeiten der Sendung Unterricht haben.
2. Die italienischen Ansprüche gegenüber Frankreich entbehren absolut aller > Grundlagen und Argumente, die sie auch nur teilweise rechtfertigen könnten. Frankreich kann und darf also nicht einmal scheinbar Zugeständnisse machen. Irgendein Nachgeben Frankreichs würde die Unterhöhlung seines Prestiges in Aftika bedeuten. Man muß daher jeden eventuellen Kompromiß auf Kosten französischer Interessen ausschlietzen.
Theoretisch genommen besteht die Befürchtung, England könnte vielleicht zusammen mit Ber- l i n versuchen, Frankreich im Augenblick irgendeiner Spannung einen mit seinen eigenen Interessen nicht zu vereinbarenden Kompromiß aufzuzwin- gen. In diesem Falle jedoch wird Frankreich auf die kräftige Unter st ützung Washingtons rechnen können. Die Vereinigten Staaten verfügen England gegenüber über verschiedene und ungeheuer bedeutsame Zwangsmittel. Allein die Drohung ihrer Anwendung dürfte genügen, England vor einer Kompromihpolitik auf Kosten Frankreichs zurückzuhalten.
Man muß damit rechnen, daß das Prestige Englands durch die Ereignisse im Fernen Osten, wie die Resultate der Münchener Konferenz in der amerikanischen öffentlichen Meinung sehr st a r k gesunken ist. Andererseits ist die amerikanische öffentliche Meinung sich darüber im klaren, wieviel England heute an einer Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten und ihrer Unterstützung gelegen ist.
Unter diesen Bedingungen kann man vermuten, daß Hitler und Mussolini es auf der Grundlage der italienischen Ansprüche Frankreich gegenüber nicht zu einem offenen Konflikt mit England und Frankreich kommen lassen werden.
Eine schwache Seite der Vereinigten Staaten ist es natürlich, daß sie, obwohl sie schon heute ihren Standpunkt im eventuellen Konfliktsfalle bestimmt haben, gleichzeitig jedoch an der positiven Losung der europäischen Probleme keinen aktiven Anteil nehmen können, da die isolationistisch eingestellte amerikanische Meinung dieses nicht gestatten wurde.
3 Das Verhältnis der maßgebenden amerikanischen Faktoren zu Italien und Deutschland ist negativ, hauptsächlich deshalb, weil sie der Ansicht sind, daß die neuen Erfolge ber Achse Rom — Berlin, die das Prestige wie die Autorität Frankreichs und Englands als Jmperialmächte unterhöhlten, fast schon unmittelbar die realen Interessen der Vereinigten Staaten bedrohen. So wird auch die Außenpolitik Washingtons einer eventuellen Weiterentwicklung der Situation in dieser Richtung entgenroirfen.
Die Vereinigten Staaten verfügen in ihren Beziehungen zu Italien und Deutschland über verschiedene Zwangsmi11el, die heute schon sehr ernstlich geprüft und aufgestellt werden. Diese uoer- wiegend wirtschaftlichen Mittel sind derart, daß sie ohne die geringste Befürchtung eines innerpolitischen ■ Widerstands angewandt werden können. Sie wer- : den zweifellos fowohl für Rom, wie für Berlin . genügend ausdrucksvoll und fühlbar fein. Bot- : schafter Bullitt ist der Meinung, em von den - Vereinigten Staaten gleichzeitig auf Italien und Deutschlands einerseits, wie England andererseits
der zweiten Frau. Ferdinand Marian steht ini klarer männlicher Persönlichkeit inmitten der Ereignisse. Karl S ch o n b ö ck zeichnet den ruhelosen raf- finierten Verführer scharf und charakteristisch. Maria L a n d r o ck und Klaus Detlef S i e r ck bewegen sich als die Kinder aus erster Ehe erstaunlich sicher. Regie führte Paul Verhoeven. Die Photographie dient in lebensvollen und klaren Bildern dem Werk. H. L. Neuner.
In den Plutokratien ist man angesichts der fumente des deutschen Weißbuches fassungslos. Niemals vorher hat eine amtliche Veröffentlichung den moralischen Phrasen der demokratischen Kriegstreiber, ihrer gespreizten Wichtigtuerei, der nur lockeren Verhüllung ihrer Absicht, Deutschland zu vernichten und für diesen UcberfaU Kumpane zu werben, so vollkommen die Stützbalken fortgezogen. Die Dokumente, die uns im Außenministerium des Obersten B e ck in Warschau, im Palais Brühl, in die Hände fielen, sind echt. Das Papier, die Wasserzeichen dieser Papiere, die Unterschriften, alle Notizen und Feststellungen dieser Dokumente können von Gelehrten und Politikern aller Staaten, die sich für die Echtheit dieser Dokumente inter- esieren, geprüft werden. Es berührt darum mehr als eigenartig, es ist eine geradezu dumme Frechheit, wenn in Washington der bloßgestellte amerikanische Botschafter in Paris, Bullitt, zusammen mit dem ebenso bloßgestellten ehemals polnischen Gesandten in Washington, Potocki, die Echtheit zu bestreiten wagt. Die Dokumente sind in Faksimiles aller Welt offenbart worden, die Unterschrift des polnischen Grafen Potocki ist vorhanden. Daß sein Bericht über die Unterredung mit Bullitt vom 14. Januar 1939, also noch vor der Schaffung des Protektorats (Dokument 7), diesen merkwürdigen Botschafter der USA. als Kriegshetzer und als einen der Inspiratoren der größenwahnsinnigen polnischen Politik entlarvt, mag mit der vom USA.-Dolk gewünschten Neutralität nicht zu vereinbaren fein. Auf jeden Fall haben B u l itt, der amerikanische Vertreter in Paris, und Kennedy, der ameri« konische Vertreter in London, sich auf b i e Seite ber Kriegshetzer, des Weltjudentums und derer-geschlagen, die um ihrer persönlichen Geld- sack-Jnteressen willen die Völker nacheinander verbluten lassen wollten, nicht nur das deutsche Volk, sondern auch die Neutralen, Italien und Rußland. Das ist ihre Schuld, ihr welthistorisches Verbrechen, und es ist um so schonungsloser mit dem Brandstempel zu versehen, als Bullitt und Kennedy ihr persönliches Spiel trieben und damit die Politik der USA., die neutral blieb, für den beabsichtigten Streich gegen Deutschland in die Kriegsfront zu pressen versuchten. .......
Die Dokumente beweisen scharf und unerbittlich, daß die dem Ueberfall auf Deutschland widerstrebenden Elemente in Paris, vertreten durch Bonnet, den Unterfertigter des deutsch-französischen Abkommens vom 6. Dezember 1938, einfach durch die Ränke der Cha mberlain, Halifax,
5eflton$ert zm «Siegener Woche für Kunst und Literatur
Abend im Ltadttheater.
Die Vortragsfolge des Festkonzertes am gestrigen Montag abend im Stadttheater lenkte dankenswerterweise das Interesse auf zwei weniger oft gebotene Werke, die Suite in d-moll von Franz Uacy- ner (op. 113) und Mozarts Klavierkonzert tn A-dur (Köchelverzeichnis Nr. 414).
Dieses 1782 entstandene Werk, durch das spatere A-dur-Konzert (Nr. 488) in den Hintergrund gedrängt und überschattet, erscheint typisch für die Zeit der ersten Wiener Jahre Mozarts, eine Bindung gesellschaftlicher Kunst mit naturhaster, ursprünglicher Empfindungstiefe. Anmutig eingängig hält es sich frei vom Virtuosen, um so mehr aber fordert es ausdrucksvolle Gestaltungskraft, lieber die drei im gleichen Jahre entstandenen Klavierkonzerte äußert sich Mozart in einem Briefe an feinen Vater (1782): „Hie und da können auch Kenner allein Satisfaction erhalten — doch so, Da* die Nichtkenner zufrieden sein müssen, ohne zu Wilsen, warum."
Heinz Schröter (Frankfurt) chat sich ,n den letzten Jahren als feinsinniger Begleiter auch in Gießen trefflich eingeführt, und so konnte man ihm diesmal mit besonderen Erwartungen begegnen. Ihm scheint gerade diese feine Art des Konzertes nahezuliegen, denn er läßt nie über bem 3 J - mentaliften ben Musiker vergessen. Einem perlem den Spiel in Leichtigkeit und Gelöstheit ernt sich eine feine Durchgliedrung und thematische Ausg- wogenheit im Verweben mit dem Orchesterklang, graziös in den Verzierungen, waren die vielfach eingestreuten Kadenzen Höhepunkte planistlsch m s^ kalischen Eingehens und Ausstrahlens. Getragen von der Wärme des Ausdrucks, hielt Heinz Schroter sich frei von Ueberfpitzung und erschloß 1 Mozartsche Welt mehr in seiner sachlichen uno natürlichen Art als nach der empfindsamen hin. Es war ein bereicherndes *
gegenseitigen Nehmen und Geben zwischen oem
Solisten und dem von Professor Temesväry dezent geführten Begleitkörper.
Franz Lachner (1803—1890) verkörpert oberbayrisches Musikantentum. Zum engeren Freun- deskreis Franz Schuberts zählend von Beethoven gewürdigt, ist er Wien (als Kapellmeister am Kärntnertor-Theater) und München (als Hofkapellmeister) verbunden. Seine Suite bezeugt ein außer- ordentliches satztechnisches Können auf der Basis aesunder Musikalität: obwohl sie moderne Klangfarben aufweist, steht sie doch in der geistigen Haltung und in der inneren Struktur dem Barockzeitalter nahe. Das bestätiate das innerlich gespannte und bewegte Präludium, ebenso wie das mehr zopfige als empfindsame Menuett. Die Fuge mit ihrer ins Romantische weisenden Einleitung erhob sich zu großartigen klanglichen Ballungen.
Krönung des Ganzen wurde Beethovens Schick- salsymphonie, die „Fünfte", die in den letzten Jahren zumal durch die Rundfunkaufführungen immer stärker zum geistigen Eigentum unseres Volkes wird. Dieses gigantische Wunderwerk und dennoch so klar für den Hörer durch seinen organisch bedingten Aufbau und die eingängige, untomp^ierte Thematik erwuchs unter Professor Dr. Stefan Temesväry zum Monumentalen der beiden Ecksätze in scharfer Gliederung und klarem Herausstellen der Entwicklungsansatze, m hohem Impuls der Steigerungen und machtvollen thematischen Entfaltungen. Das Andante con moto erschloß sich tief mit feinen Abwandlungen des Hauptgedankens und dem sich zum Heldischen erhebenden Seltenthema, bannend in der Fermatenstelle. Der Uebergang vom Allegro, mit feinen pochenden Hornern, den rn Fugato führenden Bässen und der vergeistigten Wiederkehr, war von zwingender Kraft, mit feinem geheimnisvollen Klopsen der Pauke und dem allmählichen klanglichen Sichverdichten bis zum strahlenden Siegesthema. Die Kräfte des Orchesters fetzten vollstes Bemühen in ollen Stimmen em und verbanden Klangschönheit nut stets bereitem Mit- gehen.
Der Beifall, besonders freundlich nach dem Klavierkonzerte, weitete sich nach der Symphonie zu großem Ausmaß. Dr. Hermans Hering.
schließt. * .
Ich mochte vorläufig von der Formulierung meiner eigenen Meinung gegenüber den Äußerungen Botschafter Bullitts Abstand nehmen. Es ist nämlich mein Bestreben, vorher von ihm noch einige zusätzliche Erläuterungen zu erhalten. Eines aber scheint mir sicher, nämlich, daß die Politik Präsident Roosevelts in der nächsten Zeit dahin gehen wird, den Widerstand Frankreichs zu unterstützen, den deutsch-italienischen Druck zu hemmen und die Kompromißtendenzen Englands zu schwächen.
I. Lukafiewicz, Botschafter der Republik Polen.
Büchertisch. '
— Der Große Imhoff. Von Felix Wil« Helm B e i e l ft e i n. Ludwig Kichler, Verlagsbuchhandlung, Darmstadt. Gebd. 5,80 RM. — (390) — Mit dieser Schilderung des Lebens eines großen deutschen Kolonisators hat sich der Verfasser ein besonderes Verdienst erworben. Sein packend geschriebenes Buch ist gerade in dieser Zeit von gro- ßem Interesse, denn es zeigt, daß deutsche Männer auch schon lange vor unserer Zeit das.Zeug hatten, draußen auf Kolonialboden gute Aufbauarbeit zu leisten. Dieses Buch des Dichters von „Rauch an der Ruhr" und Landesleiters der Reichsschrifttumskammer im Gau Essen, führt den Leser in das 18 Jahrhundert zurück und macht ihn mit dem kernhaften Deutschen Gustav Wilhelm Baron von Imhoff bekannt. Das wechselvolle Lebensschicksal des jungen Ostfriesen, der im Dienste der Niederländischen Ostindischen Compagnie aus kleinen Anfängen unter vielfachen Schwierigkeiten und gegen große Widerstände bis zum Generalgoiwerneur des großen ostindischen Kolonialreiches der holländischen Ostindischen Compagnie aufsteigt, zeigt der Autor m mitreißender Erzählung. Der Leser lernt dabei zugleich ein interessantes Stück Kolomalgeschichte und im Geiste Länder und Völker kennen, die auch heute noch, trotz des inzwischen eingetretenen Wechsels m Besitz und Geltung, zu den wichtigsten Teilen des Kolonialraumes gehören. Es ist also ein vielfältiger Gewinn, den der Leser dieses Buches verzeichnen kann Und es ist daher auch verdient, wenn diesem vortrefflichen Buche ein Ehrenplatz in der Bücherreihe einer guten Bibliothek eingeräumt wird. Dem Buch gehört unsere beste Empfehlung.
Ernst Blumschein.
Zeitschriften."
Der alljüdisch - plutokratische Vernichtungskrieg wurde in London und Paris mit tatkräftiger Un=/ terstützung dieser beiden amerikanischen Botschafter vorbereitet. Es sollte ein Präventivkrieg werden, ohne daß Deutschland dazu irgend eine Veranlassung gegeben hätte. In Prag war man im Bilde, tit Polen flammte der Deutschenhaß mächtig auf. Man glaubte allen Ernstes im Ressort des polnischen Außenministers Beck, die ganze Welt hätte sich gegen Deutschland verschworen und Polen muffe vorangehen. War den Polen nicht die volle Mitwirkung der Weltmächte versprochen worden?, Dahex versteifte man sich gegen die deutschen Forderungen der Gerechtigkeit, daher fiel Frankreich um, das vorher die Berechtigung der deutschen An- prüche im Osten anerkannt hatte und geneigt war, ich nach dem Dezemberabkommen lediglich seinem Imperium zu widmen und mit Deutschland in Frieden zu leben. Die italienischen Forderungen wurden infolgedessen von Paris schroff abgelehnt, Rußland sollte in die Einkreisung Deutschlands embex zogen werden, die Tschechen, die damals noch unter dem Benesch-Regime standen, wurden auf die schiefe Ebene gebracht, von der sie sich nur durch eine kühne Tat befreien konnten und befreit haben. In Warschau aber vertraute man den Versprechungen, die der Haupthetzer England gab. Die Regierung Chamberlains und die Opposition, alle jüdischen Plutokraten, waren der Meinung, Deutschland müsse vernichtet werden.
Es gibt keine unabhängige Zeitung in den USA. ober sonst auf dem amerikanischen Festland, keine in Europa, feine in Asien, es gibt überhaupt keine politische Stimme der Aufrichtigkeit, die nicht den Beweis für diesen fanatischen Kriegswillen der jüdisch versippten Plutokratie als erbracht ansahe. Das Gewitter hat die Luft gereinigt, die Fronten abgesteckt. Das Verschwörerpalais in Warschau, in dem die Berichte über die Urheber dieses Kriegsbrandes zusammenliefen, ift durch die deutsche Tat ein Vulkan geworden, dessen Lavamassen die Kriegsschuldigen verschlingen. E. $•
blemen.
Ich muß hinzufügen, daß Botschafter Bullitt sich des rücksicht slosen Widerstandes Frankreichs gegen die italienischen An« p r ü ch e gewiß zu sein scheint und in der Konsequenz eine eventuell mögliche Vermittlung eng- ........ ialisch-Äeutscherseits, deren Ziel ein Kosten Frankreich wäre, aus-
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