habe. Herr Hudson berief sich, als er seinen Optimismus in Bezug auf die Ergebnisse seiner Berliner Unterredungen begründete, u. a. auf folgende Mitteilung, die ihm der neue rumänische Gesandte in London, Herr Tilea, machte: Von deutscher Seite wurde Ungarn noch vor einigen Wochen für eine Regulierung der gegenseitigen Wirtschaftsbeziehungen und für eine Sicherung der Abnahme der ungarischen landwirtschaftlichen Erzeugnisse die Bedingung gestellt, auf die Einrichtung neuer Werkstätten in den Industrien, die die deutsche Ausfuhr interessieren, zu verzichten. Letzthin soll man deutscherseits von dieser Forderung abgesehen und die Aenderung der Haltung damit begründet haben, daß eine baldige Wirtschaftsverständigung zwischen dem Reich und Großbritannien gewiß sei. Herr Hudson behauptet, daß er die Richtigkeit dieser Nachricht von Herrn Tilea auf anderem Wege prüfen konnte.
Indem Herr Hudson an dieser Stelle in charakteristischer Weise seinem Vertrauen auf eine günstige Entwicklung der Ereignisse Ausdruck gab, sagte er: „Jetzt verhandeln wir auf wirtschaftlichem Gebiet und werfen das deutsche System der zweiseitigen Tauschtransaktionen um! Im Herbst ziehen wir Göring nach London, in einem Jahr werden wir es zu einem die Rüstungen beschränkenden Vertrag gebracht haben, in 18 Monaten aber werden wir die schmerzhaften Kolonial-Rohstoff-Ge- schwüre restlos erledigt haben, und auf diese Weise sichern wir den Frieden und stellen das erschütterte politische Gleichgewicht wieder her."
„Politik der Widersiandsmittel."
Das sich in diesen Worten offenbarende Vertrauen von Herrn Hudson auf das Ergebnis seiner Unterredungen in Berlin hindert ihn nicht, an eine „Politik der Entwicklung der Wider- st a n d s m i t t e l" zu denken und davon zu reden. Indem er selbst die Stellungnahme seines Landes charakterisierte, behauptete er, die britische Politik habe jetzt die Methoden und Parolen der letzten 20 Jahre auf gegeben und an die kämpferische Epoche zü Ende des 19. Jahrhunderts an geknüpft, d! h. an die Epoche von Josef Chamberlain, notwendigerweise an die Tradition: „Jingo!"
Charakteristisch waren die Bemerkungen, die er zu dem Thema Rußland machte. Er fragte mich insbesondere: 1. wie wir die Macht Rußlands beurteilten; 2. welche Bedeutung wir der letzthin mit der Sowjetunion geschlossenen Handelsüberein- kunst beilegten; 3. ob es denkbar wäre, daß unsere Beziehungen zu den Sowjets vertrauter würden; 4. ob ich glaubte, daß den Sowjets an einem freundschaftlichen Verhältnis zu Großbritannien gelegen sei, was günstige Aussichten für seine Unterredungen über Wirtschaftsthemen während seines Besuches in Moskau eröffnen würde. Auf diese Fragen antwortete ich in einem mehr diplomatischen Stil. Insbesondere auf die Frage 4 an- knüpfend bemerkte ich, daß die jetzigen Sowjetvertreter sich bemühten, große Selbstsicherheit zu „markieren" und behaupteten, da, soweit eine Kriegsgefahr bestehe, sie auf dem Abschnitt des „geringsten Widerstandes", d. h. im Westen bestehe. Die Sowjetunion, wie sie mit viel Selbstsicherheit behaupteten, sei so stark, daß sie ohne Sorge in die Zukunft blicken könne. Hudson sagte mir darauf, daß er erst gestern von dem Botschafter Maiski wörtlich dasselbe hörte.
Diese interessante Wendung, die Herr Hudson
dem Gespräche gab, weist darauf hin: 1. daß er von dem Sowjetabschnitt seiner Reise sehr in Anspruch genommen ist; 2. daß er ihm sehr viel Bedeutung beilegt; 3. daß es nicht wie bisher eine gewisse Moskauer Gegenliebe gebe Man muß sich dabei dessen eingedenk sein, daß die von Herrn Hudson beabsichtigten Unterredungen in Moskau, abgesehen von der politischen Bedeutung, über die er anscheinend zu sprechen liebt, konkrete Wirtschaftsangelegenheiten betreffen werden und daß man englischerseits vor allem verlangen wird, dem russisch-englischen Umsatz ein vom englischen Gesichtspunkt aus besseres Gleichgewicht durch Verstärkung der englischen Ausfuhr in die Sowjetunion zu verleihen.
England fehlt die historische Perspektiv"
10. März 1939.
Gleich nach der Abfassung dieses Berichts hatte im Gelegenheit, mich auf dem gestrigen Abend- empfang bei Hofe mit dem Botschafter Maiski zu unterhalten. Dieses Gespräch befestigte in mir diS Ueberzeugung, daß meine Beurteilung der Begegnung Hudson-Maiski zutreffend war.
Herr Maiski meint, daß Herr Hudson, wenn er die politische Bedeutung seiner Sendung betont, damit rechnet, auf diesem Wege die gewünschten Wirtfchaftsergebnisse um so leichter zu erlangen. Außerdem wirft Herr Maiski den Engländern vor, daß ihnen die notwendige historische Perspektive fehle und daß sie das Gleichgewicht der Kräfte in Europa nicht zutreffend beurteilten. Er meint, daß die Engländer sich die Macht Großbritanniens so wie im Jahre 1870 vorstellen. Sie erwarteten, daß die bloße Tatsache der Absendung einer englischen Wirtschaftsabordnung nach Moskau von den Sowjets enthusiastisch und mit glühender Dankbarkeit willkommen geheißen werde. Indessen, wie er Gelegenheit gehabt habe, Herrn Hudson zu sagen, werde er in Moskau sehr höflich empfangen und
durchaus mit gebührender Aufmerksamkeit angehört werden. Eine Beurteilung jedoch, ob die Sendung nützlich sei und welche Bedeutung sie besitze, behalte man sich sowjetischerseits bis zu dem Augenblick vor, wo Herr Hudson sich konkret äußern werde. Schließlich bemerkte Herr Maiski, daß der englische Einwand, es mangele dem englisch-sowjetischen Umsatz an Gleichgewicht, unbegründet sei. Wenn die Sowjets nicht mehr in England einkauften, so vor allem deswegen, weil eine ganze Reihe Rüßland interessierender englischer Fabriken wegen der Aufrüstung überlastet und nicht imstande sei, die vorgeschlagenen Bestellungen anzunehmen.
Diese meine Unterredungen mit Herrn Hudson und Maiski werfen ein interessantes Licht auf die, jetzigen englisch-sowjetischen Beziehungen, über die man hier letzthin so viel spricht, allerdings wenig konkret, gefärbt von der Ueberzeugung des jeweiligen Informators. Sie erlauben mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit zu folgern, daß ein näherer politischer Kontakt London—Moskau bisher nicht hergestellt wurde und daß solche Tatsachen, die die öffentliche Meinung in Erstaunen setzen, wie z. B. das unerwartete Erscheinen des Premiers auf einem Abend in der Sowjetbotschaft, besonders auf äußerliche Wirkung berechnet waren, nicht aber aus dem früheren vertraulichen Kontakt zwischen den beiden Mächten sich ergeben. Der erste konkrete Zug Englands ist die Ausdehnung der Sendung Hudsons nach Moskau. Diesen Zug hat man sowjebischerseits wie bisher mit Zurückhaltung ausgenommen.
lieber seine geplanten Unterredungen in Warschau sprach Herr Hudson nicht viel und in allgemeiner Weise, wobei er betonte, daß er für sie kein vorbereitetes starres Programm habe. Sein Ziel ist es, eine Erhöhung des gegenseitigen Umsatzes zu veranlassen und zur Stärkung der polnischen Ausfuhr nach den devisenfreien Märkten beizutragen bei gleichzeitiger Erhöhung der englischen Ausfuhr nach Polen und bei eventueller Hilfe durch den englischen „Exportkredit".
Edward R a c z y n s k i, Botschafter der Republik Polen.
ÜSA.-VoWaster ZMl eniwilteli Kriegspläne.
Dokument 4.
Bericht des Polnischen Botschafters in Washington, Grafen Jerzy P o t o ck i, an den Polnischen Außenminister in Warschau vom 21. November 1938. Botschaft der Republik Polen in Washington.
Washington, den 21. 11. 1938.
Betr.: Unterredung mit Botschafter Bullitt.
An den Herrn Außenminister in Warschau.
Vorgestern hatte ich eine längere Unterredung mit dem Botschafter Bullitt, der hier in Urlaub ist.
Eingangs bemerkte er, daß sehr herzliche Beziehungen ihn mit dem Botschafter Lukasiewicz in Paris verbinden und daß er mit ihm sehr gerne verkehrt*
Da Bullitt den Präsidenten Roosevelt über die internationale Situation in Europa ständig informiert, und vor allem über Rußland, werden seine Mitteilungen vom Präsidenten Roosevelt und dem Staatsdepartement mit großer Aufmerksamkeit ausgenommen. Bullitt spricht lebhaft und interessant. Jedoch entspricht seine Reaktion auf die europäischen Ereignisse mehr der Ansicht eines Journalisten als Politikers, da er in
feiner Unterhaltung die ganze Skala der sehr verwickelten europäischen Fragen berührte. Aus ihnen zieht er sehr negative Folgerungen.
Bullitt zeigte in seiner Unterhaltung im allgemeinen einen großen Pessimismus. Er sprach davon, daß das Frühjahr 1-939 zweifellos wiederum sehr aufregend sein wird, verstärkt noch durch das ständige Aufblitzen der Kriegsmöglichkeiten und der Drohungen von feiten Deutschlands, sowie der Gefahr der ungeklärten Verhältnisse in Europa.
Er stimmte mit mir überein, daß der Schwerpunkt der europäischen Frage sich vorn Westen nach dem Osten verschoben habe, da die Kapitulation der demokratischen Staaten in München ihre Schwäche gegenüber dem Deutschen Reiche offenbart hat.
Sodann sprach Bullitt über das vollständige Nichtvorbereitetsein Großbritanniens zum Kriege und über die Unmöglichkeit, die englische Industrie auf die Massenkriegsproduktion, insbesondere auf dem Gebiet des Flugzeugwesens, umzustellen. lieber die französische Armee äußerte er sich mit unge- wöhnlichern Enthusiasmus, bestätigte jedoch, daß das französische Flugwesen überaltert sei. Nach
dem, was die Militär-Experten Bullitt während der Herbstkrise des Jahres 1938 gesagt haben, würde ein Krieg mindestens 6 Jahre dauern und würde nach ihrer Ansicht mit einer völligen Zerschlagung Europas und mit dem Kommunismus in allen Staaten enden. Zweifellos würde Sowjetrußland am Schluß davon den Nutzen ziehen^ lieber Sowjetrußland sprach er mit Geringschätzung. Er redete davon, daß die letzte Reinigung, und insbesondere die Beseitigung Blüchers, eine vollständige Desorientierung in der Roten Armee hervorgerufen habe, die zu keiner kriegerischen aktiven Anstrengung fähig sei. Im allgemeinen ist Rußland, wie er sagte, gegenwärtig der Kranke Mann von Europa. Er verglich es mit dem ottomanischen Vorkriegsstaat.
lieber Deutschland und den Kanzler Hitler äußerte er sich mit größter Vehemenz und mit st a r k e m haß. Er sprach davon, daß nur Stärke, und zwar am Schluß eines Krieges, der wahnsinnigen Expansion Deutschlands in Zukunft ein Ende machen könne.
Auf meine Frage, wie er sich diesen kommenden Krieg vorstelle, erwiderte er, daß vor allem die Vereinigten Staaten, Frankreich und England gewaltig aufrüsten müßten, um bdr deutschen Macht die Stirn bieten zu können.
Dann erst, wenn der Augenblick reif ist (sprach Bullitt weiter), wird man zu der letzten Entscheidung schreiten können. 3d) fragte ihn, in welcher Weise die Auseinandersetzung erfolgen könne, da Deutschland vermutlich nicht England und Frankreich als Erster angreifen werde. Ich sehe einfach nicht den anhakenden Punkt in dieser ganzen Kombination.
Bullitt erwiderte, daß die demokratischen Staaten absolut noch zwei Jahre bis zur vollständigen Aufrüstung brauchten. In der Zwischenzeit würde Deutschland vermutlich mit seiner Expansion in östlicher Richtung vorwärts- schreilen. Es würde der Wunsch der demokratischen Staaten sein, daß es dort im Osten zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen dem Deutschen Reich und Rußland komme. Da das Kräfte-Potential der Sowjetunion bisher nicht bekannt fei, könne es fein, daß sich Deutschland zu weit von seiner Basis entferne und zu einem langen und schwächenden Krieg verurleill werde. Dann erst würden d i e demokratischen Staaten, wie Bullitt meint, Deutschland attackieren und es zu einer Kapitulation zwingen.
Auf meine Frage, ob die Vereinigten Staaten an einem solchen Kriege teil* nehmen würden, antwortete er: »Zweifellos s a, aber erst dann, wenn England und Frankreich sich zuerst rührten!" Die Stim-
(Fortsehung im zweiten Blatt, Seite 1.)
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter deS Hauptschriftleiters: Ernst Blumschetn. Verantwortlich für Politik," Feuilleton und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz, und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner^ Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange K. G. Berlagdleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann; Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Pl.Nr.5.
Gießen, im April 1940.
01213
Allen denen, die unserer treuen, unvergeßlichen Mutter soviel Liebe und Verehrung während ihrer Leidenszeit und bei ihrem Ableben entgegenbrachten, sei herzlichst gedankt.
Namens der trauernden Familie:
Mathilde Lony, geb. Roth Elisabeth Roth.
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Abzugeb. g.Bel. Wartlvcg 68.
Bekanntmachung.
Die Geschäftsstellen des Ernährungs-und Wirtschaftsamtes bleiben am Mittwoch, dem 3., und Donnerstag, dem 4. April 1940, wegen Erledigung der Vorarbeiten für Herausgabe der Zusatzkleiderkarten geschlossen.
Gießen, den 2. April 1940.
Der Oberbürgermeister. ,669c
Bekanntmachung.
Betr.: Lebensmittelbewirtschaftung.
Nach dem Erlaß des Herrn Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft vom 12. März 1940 sind die dem Verbraucher zustehenden Lebensmittelmengen für die Zeit vom 8. 2Iprilz bis 5. Mai 1940 wie folgt festgesetzt worden:
I.
Lebensmiltelzuleilungen.
Die dem Verbraucher für die Zeit vom 8. April bis 5. Mai 1940 auf Karten zustehenden Lebensmittelmengen bleiben gegenüber den Rationen der Zuteilungsperiode vom 11. März bis 7. April 1940 bis auf den Fortfall der auf die Fleischkarte erfolgten Sonderzuteilung an Kunsthonig unverändert. Auch auf die einzelnen Abschnitte der Lebensmittelkarten können dieselben Mengen wie bisher bezogen werden.
Bezug von Teigwaren.
Teigwaren werden nicht mehr auf bestimmte Einzelabschnitte der Nährmittelkarte aufgerufen. Die hierfür vorgesehenen Abschnitte der Nährmittelkarte sind vielmehr mit dem Aufdruck „T" versehen. Aus einem Vermerk auf dem Stammabschnitt ergibt sich, auf welche Abschnitte lediglich Nährmittel und auf welche Abschnitte Teigwaren oder Nährmittel bezogen werden können. Die Teigwarenrationen bleiben gegenüber den Sätzen der vorhergehenden Zuteilungsperiode unverändert. Können jedoch Teigwaren nicht ausgeliefert werden, so kann der Versorgungsberechtigte hierfür sonstige Nährmittel beziehen.
Abgabe von Back- und Süßwaren unter Entgegennahme von Zucker oder Zuckerkarten.
Wie aus Kreisen der Verbraucherschaft immer wieder verlautet, gehen einzelne Bäckereien, Konditoreien sowie Einzelhandelsgeschäfte dazu über, bestimmte Back- und Süßwaren nur gegen Abgabe von Zucker oder Zuckerkarten zu verkaufen. Ich weise ausdrücklich darauf hin, daß diese Handhabung unzulässig und strafbar ist. 167OC
II.
Abgabe der Bestellscheine.
Die Bestellscheine, einschließlich des Bestellscheines 2 der Reichseierkarte, find in der Woche vom 1. bis 6. April 1940 bei den Verteilern abzugeben.
Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen.
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